Daniela Larcher

 4 Sterne bei 172 Bewertungen
Autor*in von Die Zahl, Zu Grabe und weiteren Büchern.
Autorenbild von Daniela Larcher (©)

Lebenslauf

Daniela Larcher wurde 1977 in Bregenz geboren. Sie studierte Prozess- und Projektmanagement an der FH Vorarlberg und war anschließend zwei Jahre lang in der Werbebranche tätig. 2002 begann sie ein Studium der Archäologie an der Universität Wien und arbeitete parallel dazu im Bereich PR und Eventmanagement. Mitte 2006 zog sie nach New York, um dort für ein Jahr beim Verlag „powerHouse Books“ zu arbeiten. Seit Juli 2007 ist sie wieder zurück in Wien, wo sie derzeit im Eventbereich tätig ist.

Neue Bücher

Cover des Buches Teures Schweigen: Kriminalroman | Ein Fall für Morell 4 (ISBN: B0GGX5PBVF)

Teures Schweigen: Kriminalroman | Ein Fall für Morell 4

Neu erschienen am 01.03.2026 als eBook bei dotbooks.
Cover des Buches Zu Grabe: Kriminalroman | Ein Fall für Morell 2 (ISBN: B0GJPXPDZG)

Zu Grabe: Kriminalroman | Ein Fall für Morell 2

Neu erschienen am 01.02.2026 als eBook bei dotbooks.

Alle Bücher von Daniela Larcher

Cover des Buches Die Zahl (ISBN: 9783596182411)

Die Zahl

(107)
Erschienen am 01.11.2008
Cover des Buches Zu Grabe (ISBN: 9783596182862)

Zu Grabe

(38)
Erschienen am 12.08.2011
Cover des Buches Teures Schweigen (ISBN: 9783596196999)

Teures Schweigen

(14)
Erschienen am 11.12.2014
Cover des Buches Neumond (ISBN: 9783596192229)

Neumond

(11)
Erschienen am 12.12.2013

Neue Rezensionen zu Daniela Larcher

12. Dezember

Kurz vor Weihnachten, am 12. Dezember, gerät das kleine Dörfchen Landau aus ihren Fugen: hinter der Kirche hängt eine arg zugerichtete Leiche kopfüber am Baugerüst, an deren Stirn prangt die eingeritzte Zahl Zwölf als mahnendes Mal. Otto Morell, der nach einigen aufreibenden Jahren als Kriminalkommissar in Wien wieder in seine Tiroler Heimatgemeinde zurückgekehrt ist, hat sich nichts als Verkehrsdelikte und Nachbarschaftsstreitigkeiten gewünscht, nun ist er gefordert, noch vor dem Christfest einen brutalen Mord aufzuklären. 

Ein kleiner Ort, die Gastwirtschaften von Touristen ausgebucht, eine glitzernde Schneedecke über den Bergen, was könnte das Herz höher schlagen lassen? Bis gestern waren noch beschmierte Weihnachtsfiguren vor dem Rathaus das größte Problem für Chefinspektor Morell, nun sieht er sich überfordert von der Last, rasch und zielgerichtet einen aggressiven Täter zu ergreifen, denn der Bürgermeister ist um die Reputation seines Rufs besorgt. Unerwarteterweise bekommt Morell Hilfe von der Gerichtsmedizinerin Nina Capelli und dem Archäologen Leander Lorentz, wodurch die Ermittlungen zwar nicht an Effizienz, zumindest aber an Komik gesteigert werden. Höchst eigenwillige Personen beherrschen die Bühne, durch die gelungene Charakterisierung Daniela Larchers hat man das Trio rasch bildhaft vor Augen. Die Polizeiarbeit wird immer wieder an den Rand gedrängt durch Privates, Morell selbst erweckt eher den Eindruck eines feigen Stümpers als eines klugen Fahnders. Erst findet man gar keine, dann fast zu viele Spuren, denn in dem kleinen eingeschneiten Ort hat bald jeder ein Motiv, auch wenn es noch so windschief ist, aber die Ergebnisse sind immer wieder unbefriedigend. Trotz einiger unglaubwürdiger Szenen ist die grundsätzliche Handlung gut durchdacht und interessant, die Art der Polizeiarbeit jedoch eher unglücklich in ihrer Herangehensweise. Dennoch werden die Ermittlungen irgendwann zu einem logischen Abschluss geführt und man überlegt, wie es mit Morell weitergehen könnte. 

Das Erstlingswerk von Daniela Larcher, das noch ausbaufähig ist, zumindest aber sehr guten Unterhaltungswert bietet. 4 Sterne.

 


Titel                                  Die Zahl              

Autor                                Daniela Larcher

ASIN                                B0G3X51TC5

Sprache                           Deutsch

Ausgabe                          ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (469 Seiten) 

Reihe                               Ein Fall für Morell

Verlag                              dotbooks

Erscheinungsdatum        1. Dezember 2025

Ein holpriger Auftakt

Chefinspektor Otto Morell wird mit einem brutalen Mordfall konfrontiert, obwohl er sich eigentlich von solchen Verbrechen zurückziehen wollte. Bald zeigt sich, dass hinter der Tat ein rätselhaftes Muster steckt, das sich durch weitere Verbrechen fortsetzt. Gemeinsam mit seinem Team versucht er, die Bedeutung der mysteriösen Zahl zu entschlüsseln, bevor es zu weiteren Morden kommt.

Dies ist der Auftakt zu der Reihe rund um Chefinspektor Otto Morell, der im österreichischen Landau ermittelt.

"Die Zahl" ist das Debüt von Daniela Larcher und der erste Band ihrer Reihe um Chefinspektor Otto Morell. Leider konnte mich dieser Auftakt nur bedingt überzeugen. Im Vergleich zu ihrer späteren Reihe rund um August Emmerich unter dem Namen Alex Beer wirkt dieses Buch deutlich unausgereifter und schwächer, in der Figurenzeichnung als auch im Erzählfluss. Auffällig sind die vielen Wiederholungen, die den Lesefluss immer wieder bremsen. Man merkt, dass es sich um das Erstlingswerk der Autorin handelt, dem noch die Souveränität späterer Werke fehlt. Die Geschichte selbst bietet zwar einen brutalen Kriminalfall, schafft es aber nicht immer, Spannung konsequent aufzubauen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat, was vermutlich literarisch wirken sollte, allerdings empfand ich es eher als unnötig und ablenkend. 

Chefinspektor Otto Morell steht klar im Mittelpunkt. Er wird als sympathischer, herzensguter Mensch dargestellt, mit einer Vorliebe für gutes Essen und einem grünen Daumen. Eigentlich wollte er mit derart brutalen Fällen nichts mehr zu tun haben. Es fiel mir schwer zu glauben, dass dieser Mann früher in Wien ein großer Kriminalhauptkommissar gewesen sein soll. Dafür wirkt er oft unsicher und beinahe wie ein Anfänger. Teilweise hatte sein Assistent Bender den besseren Überblick, was Morells angebliche Erfahrung zusätzlich infrage stellt. Mit Nina Capelli bin ich leider gar nicht warm geworden. Sie wirkt häufig respektlos und ihr Verhalten reduziert sich oft auf eine klischeehafte Männerjagd. Das machte sie für mich eher unsympathisch als interessant. Leander Lorentz hinterließ ebenfalls keinen positiven Eindruck. Er mischt sich ungefragt in die Ermittlungen ein und tritt dabei arrogant, aufschneiderisch und besserwisserisch auf. Das sind alles Eigenschaften, die ihn eher nervig als spannend machen.

Insgesamt bilden Morell, Capelli und Lorentz ein sehr eigenartiges Trio. Allerdings nicht im Sinne von witzig oder charmant, sondern eher befremdlich und unausgewogen. Die Dynamik zwischen den Figuren konnte mich nicht überzeugen.

Fazit: "Die Zahl" zeigt erste Ansätze und Ideen, bleibt aber insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Die Figuren wirken teilweise unausgereift, die Handlung leidet unter Wiederholungen. Wer Daniela Larchers spätere Werke kennt, wird hier deutlich merken, wie sehr sich die Autorin im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. Ob ich die anderen drei Fälle lesen werde, weiß ich noch nicht. 

Cover des Buches Teures Schweigen (ISBN: 9783596196999)
DanielaNs avatar

Rezension zu "Teures Schweigen" von Daniela Larcher

DanielaN
kurzweiliger Krimi mit Wiener Lokalkolorit

In "Teures Schweigen" (vierter Band der Morell-Reihe) soll Chefinspektor Otto Morell auf Bitten eines alten Freundes den Mord an einem Antiquitätenhändler in Wien aufklären. Dabei muss Morell nicht nur die Geschichte um einen uralten Teppich klären und sich mit den Reichen und Schönen von Wien herumschlagen, sondern auch gegen sein Schnarchproblem kämpfen.

Was mir an diesem Kriminalroman gefallen hat:

- schnell, "süffig" und angenehm zu lesen

- die Geschichte eines Teppichs aus der Zeit der Belagerung von Wien durch die Türken, die man in kurzen Einblendungen erfährt

- Lokalkolorit, der nicht übertrieben wirkt

- oft nette Dialoge, die etwas Charmant-witziges an sich haben

Die Hauptstory um den Mord am Antiquitätenhändler verblasst dahinter fast etwas bzw. berührt emotional nicht so sehr wie die Interaktion zwischen den handelnden Figuren, die sehr gut geschildert sind. Man könnte auch das eine oder andere kritisch hinterfragen, z.B. wieso ein Chefinspektor aus Tirol den Mord aufklärt und die Wiender Mordkommission dabei so gar keine Rolle spielt (Kümmert man sich in Wien nicht um Mordfälle?). Aber alles in allem: ein kurzweiliges Lesevergnügen mit toller Wiener Atmosphäre und gut gezeichneten Figuren.

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