Daniela Leitner Als das Licht laufen lernte

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Inhaltsangabe zu „Als das Licht laufen lernte“ von Daniela Leitner

Die Geschichte des Universums, erfrischend anders erzählt Daniela Leitner folgt ihrer Faszination für astronomische und kosmologische Fragen und begibt sich auf eine instruktiv-vergnügliche Reise in die Welt der Physik, rückwärts in der Zeit, dem Licht auf der Spur, von heute bis zum Urknall. Eine umfassende Geschichte des Universums in bildhafter, dem Alltagsleben entlehnter Sprache und mit höchst anschaulichen Beispielen, 'dass man als Profi einfach nur staunen kann. Und das Tollste ist, es ist alles richtig (Harald Lesch)!' Unbekümmert und mit Lust an der Erkenntnis hat die Autorin das Schwere leicht genommen, hat gewagt, das Hochkomplexe mit Witz, Fantasie und mit Bildern aus ihrem Alltag begreifbar zu machen.

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  • Licht fällt auf das Licht und erhellt es

    Als das Licht laufen lernte
    Kaivai

    Kaivai

    02. November 2014 um 16:14

    "O Nichts! Aus Nichts kommt nichts? Aus Nichts kommt alles!" O Romeo, aus Nichts kommt alles. Wie wahr! Aber wie? Daniela Leitner, geboren 1985, hat Kommunikationsdesign studiert. Dies Buch ist ihre Diplomarbeit. Schwer zu verstehen, denn es ist ein Buch über Physik. Und über Chemie. Dann wieder doch zu verstehen, denn es ist prachtvoll designed. Und sein Design entfaltet eine Brücke hinein in meine Augen und die haben Freude und plätscher, plätscher all die Freude ergießt sich in kommunikative Kanäle. Ganz ungewöhnlich, wie dies Buch mit mir kommuniziert. Da sind die Fotos. Die Autorin stellt all die kosmischen und mikrokosmischen Vorgänge, von denen sie schreibt, in ihrer Wohnung nach. Gern auch mit ihrer eigenen Lebendigkeit. Die Hand, die Beine, von hinten, nie das Gesicht. Diese Fotos spielen eine persönliche Note. Aber auch die Sprache. Die immer wieder salopp daherstapft und die Frau dahinter spürbar macht. Ihre Sprache ist ein Kontrastmittel zu der Sachlichkeit, die von der Wissenschaft gebieterisch eingefordert wird. Die Sachlichkeit muß locker werden. Darf nicht so trocken daherkommen, sonst macht sich die Leserschaft auf die Reise nach Jerusalem und am Ende hockt nur noch ein Leser auf seinem Stuhl. Zur Lockerung gehören außer Fotos und Sprachstil auch die vielen Diagramme zur Erklärung, alle von der Autorin höchstselbst designed, und die groß- und fettgedruckten Fakten, die sich ins Gehirnfleisch einbrennen. So viele Fakten in diesem Buch. Wer soll die alle behalten? Ich bestimmt nicht. Mit meinem löchrigen Käsegehirn. Dies Faktum nahm mir aber nichts von der Freude, die ich beim lesen hatte. Das, was hängen blieb, in einer meiner Synapsenschaukeln, hab ich dann manchmal freudig erregt weitergereicht. Hab Anna, meiner Chefin von der Krippe in der ich arbeite, die 10,9 cm große Sonnenkugel vorgeführt und bin dann 11,7 m weit gegangen, wo die 1mm große Erde sich tummelt. Und dann die Sache mit dem Eisen. Aus Eisen läßt sich keine Kernenergie gewinnen. Weder durch Fusion, noch durch Fission (Kernspaltung). Ansonsten: hoppladihopp, haben alle Elemente Kernenergie im Angebot, die dünneren durch Fusion, die dickeren durch Fission. Und wie die Sonne aufgebättert wird: Sonnenkern, Zone des Strahlungstransports, Konvektionszone, Photosphäre, Chronospähre, Korona, Heliosphäre. Und was da alles passiert. Und, und, und... Tolles Buch! Hab ja schon viel gelesen zum Thema, aber soviel Substanz wie hier hab ich in keinem anderen Buch gefunden, in solch gründlich strukturierter Faktenfülle. Aber zweimal, nur zweimal regte sich in mir Widerspruch. Am Anfang des Universums, nach 10 hoch -43 Sekunden soll das Universum 10 hoch -33 cm groß gewesen sein. Und in diesem monströsen Minipunkt muß, aufgrund des Energieerhaltungssatzes, alles drin gewesen sein, was auch heute drin ist. Natürlich noch nicht annähernd so aufgebaut, aber dennoch: eine Milliarde Galaxien mit jeweils einer Milliarde Sterne (und diese Materie in Energie umgerechnet ist 380.000 mal 380.000 mal so "groß") sind vier Prozent davon, dazu noch die dunkle Materie und die dunkle Energie. Und das alles in einem Punkt, den ich nicht einmal unter dem Mikroskop erkennen kann? Bei solch einer Vorstellung macht mein Gehirn schlapp. Und selbst wenn ein schlauer Mensch das errechnet hat, dass eine Dichte von 10 hoch 94 dafür erforderlich und ausreichend ist, denk ich dann doch: also ne! Und dann die Sache mit dem Nichts. Für Daniela Leisner befindet sich das Nichts ganz am Anfang des Urknalls. 10 hoch -43 Sekunden dauert es. Dieser Zeitraum ist die sogenannte Planck-Ära, in die kein Wissenschaftler hineinreicht, so tief er sich auch bücken mag (wie und warum erklärt sie sehr schön in ihrem Buch, also lesen). Die Autorin bekennt sich zur Spekulation. Sie schreibt, dass in der Planck-Ära, im "Nichts", Raum und Zeit noch nicht geboren sind. Es herrscht Chaos. In rot. Es gibt Masse und Energie, Entstehen und Vergehen. Wie denn das, frag ich mich da: ohne Raum und Zeit! Zum spekulieren gehört Mut. Und heiße Luft. Aber nicht zuviel, sonst platzt die Spekulationsblase. O Nichts! Was bist du nur? Nichts ist in dir. Rein gar nichts. Du bist nicht vorhanden. In der Welt der Objekte. Du bist nicht objektiv, du bist subjektiv. Wir können dich uns vorstellen, in unsrem Tod. Du bist gestrickt wie der Tod, die Nachtseite des Universums. In der das Licht träumen lernte.

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  • Physik für jedermann

    Als das Licht laufen lernte
    sab-mz

    sab-mz

    03. February 2014 um 09:35

    Physik war in der Schule ein verhasstes Fach, wie sicher bei vielen anderen Lesern auch. Da ich nun aber schon entdeckt hatte, dass es Physik auch gut verständlich gibt, habe ich mich an dieses Buch herangetraut. Die Autorin Daniela Leitner, Jahrgang 1985, hat Kommunikationsdesign studiert und arbeitet als Designerin. Das machte mich noch skeptischer. Designerin und Physik, Kunst und Naturwissenschaft, wie passt das denn? Nachdem ich nun das Buch gelesen habe, muss ich alle Skepsis beiseite schieben und feststellen, es passt und wie es passt. Harald Lesch, Astrophysiker, dessen Sendung die Autorin angeregt hat sich mit dem Thema Licht zu beschäftigen, schrieb über das Buch: "Eine höchst erquickliche, weil sehr vergnügliche und zugleich bemerkenswert geistreiche Reise durch das Land des expandierenden Kosmos.". Und ich kann ihm nur zustimmen, es macht Spaß das Buch zu lesen. Daniela Leitner hat den Tagesablauf umgekehrt dargestellt, also vom Schlafengehen bis zum Aufstehen, und anhand dessen die Geschichte des Universums erklärt. Licht als Weg vom hier und jetzt zurück zum Anfang des Lichts, dem Urknall. Begleitet wird der Leser nicht von langweiligen und überhaupt nicht verständlichen Zeichnungen, wie man sie sonst aus der Physik kennt, sondern von Fotos und Zeichnungen aus dem Alltag. Licht und Wellen, ja aber auch die Quietscheente in der Badewanne macht Wellen. Was hat die Proton-Proton-Kette mit einer Obstschale gemeinsam, usw. Es ist faszinierend wie man mit Dingen aus dem Haushalt Physik erklären kann. Dieses Buch bietet Physik "zum Anfassen". So macht es Spaß sich auch mit schwierigeren Themen auseinander zu setzen.

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  • Alles über und um das Licht

    Als das Licht laufen lernte
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    09. December 2013 um 12:54

      Gut 800 Seiten mit Informationen, Darstellungen, dass ist wahrlich kein „kleines“ Buch und die „Geschichte des Lichts und des Universums“ auch keine „Kleinigkeit“. Elementare Bereiche der praktischen und theoretischen Physik gehören in dieses Themenfeld und werden umfassend von Leitner in diesem Buch stringent aufgenommen.   Von Newton über Bohr und Einstein, Heisenberg bis hin zu Planck und jedem anderen mit Rang und Namen in der Physik. „Qaunteln“, Quantenmechanik, Relativitätstheorie, Lichtgeschwindigkeit, die Physik der Sonne und der Sterne, die Gravitation bis hin zum Urknall. Es sind die großen Themen der Physik, die Leitner in diesem Buch wie aus einem Guss angeht. Auf den Spuren des Lichts als eine Elementarkraft des Universum (als „Bosonen“)   Zum Glück aber gilt auch das für dieses Buch: Wo Assoziationen von Formeln, die mehrere Tafeln zu ihrer Darstellung benötigen, dem Leser bei diesen Themen umgehend vor Augen treten, wählt Leitner sowohl eine überaus verständliche sprachliche Darstellung (ohne unsachgemäß zu simplifizieren) und eine ebenso kreative Darlegung von „Versuchaufbauten“ durch „Wohnungsmaterialien“.   Die zunächst und auf jeden Fall (neben ihrer jeweils sachlichen Richtigkeit) eines bewirken: Dass man sich herantraut!   Leitner baut Atome aus Sockenknäueln (Kern) und Garnrollen (Neutronen), zeigt die Verhaltensweise des Lichtes in ihrer Badewanne, erläutert die Relativitätstheorie mit zwei Kissen und einem Ball, die Lichtgeschwindigkeit mit Kisten und Körben, die Brechung des Lichtes mit einer Stehlampe, arbeitet in ihrer  Wohnung mit Wellen auch im Röntgenbereich und, und, und. Und ist nie um eine Idee und einen Einfall verlegen, physikalische Experimente auf der Couch, im Schlafzimmer, im Badzimmer und an anderen Orten der Wohnung dem Leser nahezubringen.   Mittels Fotoapparat und grünen Socken die Heisenbergsche Unschärfe erläutern? Durch eine Ansammlung von Gläsern, Tassen Garnrollen und anderem „Material“ die Lichtstreuung mittels Elektronen und Ionen sichtbar gemacht? Das geht und zwar sehr gut.   Wenn anhand zweier Apfelsinen in zwei Obstschalen der Tunneleffekt dargestellt wird, mit Hilfe dessen die Überwindung der Abstoßung zweier Protone erläutert wird und die Kernfusion damit Schritt für Schritt vorgeführt wird, dann wird erfreulich deutlich, dass in einfacher und einprägsamer Form komplexe Vorgänge der Physik anschaulich dargestellt werden können.   „Physik kann nämlich tatsächlich richtig Spaß machen“. So erging es zumindest Daniela Leitner und in ihrer sehr kreativen, dabei aber nicht oberflächlichen Form ist es ihr Anliegen, diese Freude an der Sache dem Leser zu vermitteln.   In der Struktur des Buches geht Leitner dem „Licht“ Schritt für Schritt nach und stößt dabei zwangsläufig auf das „Universum an sich“. Was ist Licht? Eine Welle? Ein Teilchen? Und wie interagiert es mit unserem Auge? (Welle und Teilchen im Übrigen und doch auch keins davon, je nachdem eben. Was man aber lieber selber nachlesen sollte).   Wie schnell ist das Licht? Was bedeutet diese Geschwindigkeit für das menschliche Verständnis von Zeit und Raum?   Was ist die Sonne? Wie groß und wieweit entfernt findet sie sich vor und was bedeutet dies für den Menschen, inbegriffen der Frage, wie das „Sternenlicht“ zur Erde gelangt?   Wie ist das Sonnensystem als ganzes aufgebaut? Wie ist es entstanden?   Bis zum „Rückgriff“ auf die Frage nach den allerersten Sternen, deren Entstehung und deren Bedeutung wiederum für den Menschen in der Gegenwart.   Und wo eigentlich ist die „Grenze des Lichtes“, wie sieht diese aus und warum existiert sie?   Eine strukturierte Reise rund um das Licht bis hin zum Ende des Buches hin, in dem der Anfang „von allem“, der Urknall, thematisiert wird.   Bei aller Verständlichkeit sei dennoch klar gesagt, dass dieses Buch keine einfache Lektüre darstellt. Die Form der Darstellung und der Stil der Sprache erleichtern ohne Frage den Zugang enorm. Dennoch aber ändern die gewählten Formen an den Inhalten nichts. Und deren Verständnis ist nicht immer nur ein Problem der Formensprache, sondern vor allem das eines „zu dehnenden Geistes“ (wie Leitner es nennt).   Spätestens bei der Darlegung der Relativitätstheorie ist ein Punkt erreicht, ab dem mehrmaliges Lesen und konzentrierte Haltung beginnen, notwendig „gedehnt“ zu werden.   Trotz also der Gabe der Autorin, ihre Inhalte sehr verständlich, sehr kreativ und sehr übersichtlich zu präsentieren, bedürfen diese Inhalte einer Bereitschaft, sich wieder und wieder auf komplexe Stellen einzulassen.   Aber mit den vielfachen, sehr „erhellenden“ und teils auch überraschend einfachen grafischen Erläuterungen und bildlichen Illustrationen gelingt es doch immer wieder, den Leser „auf den Weg“ mit zu holen. So dass einem beständig „ein Licht aufgeht.   Ein wunderbares, sehr kreativ gestaltetes Buch zum Universum an sich und zum Licht im speziellen. Eine Darstellung in Form und Stil und natürlich sachlich fundiert, welche die höchstmöglichen Erfolgschancen mit sich bringt, Energie, Materie, Wellen, Teilchen und der zentralen (Erkenntnis-) Kraft des Lichts und das Universum zu verstehen.   Bis dahin, das klar wird: „Die Liste der Dinge, die genau so und nicht anders passieren durften, damit am Ende schließlich wir dabei herauskommen konnten, lässt sich beliebig lang erweitern“.   Eine faszinierende  Lektüre mit nicht geringem Anspruch, trotz der ständigen Bemühung um eine einfache und übersichtliche Darlegung.

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