Daniela M. Fiebig

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Der Wert des Kois, Der Wert des Kois und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Daniela M. Fiebig

Daniela M. Fiebig lebt und arbeitet in ihrer Heimatstadt Berlin. Nach einer kaufmännischen Laufbahn und der nebenberuflichen Weiterbildung zur Drehbuchautorin wirkte sie zunächst in den unterschiedlichsten Formaten kreativen Schreibens mit Veröffentlichungen in den Bereichen Hörspiel, Sachbuch und Belletristik. Inzwischen hat sie sich als Romanautorin positioniert. Dort entwirft sie bevorzugt schicksalhafte Szenarien und Handlungen, die ihre Figuren in schwerwiegende Krisen stürzen. Das Ergebnis ist eine oft nachdenkliche, doch immer unterhaltende Literatur mit Blick auf bedeutsame Lebensfragen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Daniela M. Fiebig

Cover des Buches Der Wert des Kois (ISBN: 9783752943986)

Der Wert des Kois

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Erschienen am 24.04.2020
Cover des Buches Nicht der Schönheit wegen (ISBN: 9783942042024)

Nicht der Schönheit wegen

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Erschienen am 05.02.2011
Cover des Buches Der Wert des Kois (ISBN: 9783752943979)

Der Wert des Kois

 (0)
Erschienen am 24.04.2020

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Rezension zu "Der Wert des Kois" von Daniela M. Fiebig

Der Wert des Kois
-sabine-vor 9 Monaten

Ich wäre auf das Buch mit diesem ungewöhnlichen Cover wahrscheinlich nicht aufmerksam geworden, wenn mich die Autorin nicht angesprochen hätte - nach Lesen des Klappentextes war ich dann aber sehr neugierig auf die Geschichte. Und ich muss sagen, dass meine Erwartungen erfüllt wurden.

Es war sehr leicht, in die Geschichte reinzukommen, weil die Autorin einen angenehmen Schreibstil hat, der leicht zu lesen und modern ist, dabei auf den Punkt kommt, ohne komplizierte Schleifen zu drehen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Johanna, die nicht nur mit dem Unfalltod der eigenen Mutter vor Jahren hadert, sondern vor allem auch mit dem aktuellen Suizids eines guten Freundes. Die Frage, warum er das getan hat, quält sie sehr – und je mehr sie sich auf die Suche nach dem Grund macht, desto mehr gerät auch ihre Sicht auf die eigene Vergangenheit aus den Fugen.

Es ist eine interessante Mischung aus Kriminalroman und Vergangenheitsbewältigung, und auch wenn ich den im Verlauf der Geschichte aufkommenden Twist geahnt habe, war es doch interessant, Johanna zu begleiten. Zu sehen, wie sie nicht aufgibt, obwohl es ihr nicht leicht gemacht wird, wie sie trotz aller Wände, vor die sie läuft und trotz aller Steine, die man ihr in den Weg legt, immer weiter sucht nach dem Grund von Dennis Suizid – und als sich dann abzeichnet, dass auch sie in allem irgendwie mit drinsteckt, scheut sie nicht die Konfrontation mit dem eigenen Ich.

Johanna wirkt zu Beginn gar nicht so kämpferisch, sondern eher zurückhaltend – obwohl offensichtlich ist, dass der Tod ihrer Mutter ihr eigenes Leben deutlich auf den Kopf gestellt hat und sie ihrem Vater zürnt, geht sie das Problem nicht an , sondern hat sich einen Weg gesucht, damit zu leben. Erst der Tod ihres guten Freundes Dennis legt bei ihr einen Schalter um, und sie lässt nicht los, bevor sie nicht alles weiß. Das hat mir sehr gut gefallen und sie zu einer starken Frau gemacht. Mit ihrem Ex-Freund Felix als auch mit Sebastian, dem Psychotherapeuten von Dennis, wurde ich nicht so recht warm. Beide konnte ich in ihrem Handeln nicht verstehen, auch wenn sich das im Laufe des Buches dann erklärt – trotzdem habe ich sie beide nicht als warmherzig oder liebenswert empfunden. Angedeutet wird im Klappentext ja eine Liebesgeschichte – die nimmt aber keinen großen Raum ein (was ich gut fand), Mittelpunt war vielmehr diese Kriminalgeschichte, die Suche nach der Lösung des „Warums“.

Gefehlt hat mir insgesamt ein wenig Emotion – zwar reagiert Johanna verstört auf die Nachricht des Todes ihres guten Freundes, insgesamt schien sie mir aber trotzdem wenig berührt, und ein Trauergefühl habe ich ihr nicht richtig abgenommen.

Trotz dieser kleinen Kritik mochte ich das Buch sehr gerne und war gefesselt und neugierig, ob das, was ich mir als Erklärung zusammengereimt hatte, auch wirklich so stimmt. Ich empfehle das Buch gerne weiter und gebe 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Wer eine traurige und emotionale Geschichte erwartet, der wird vielleicht ein wenig enttäuscht sein, denn im Vordergrund steht mehr die Frage nach dem Warum eines Selbstmords, der scheinbar wie aus dem Nichts geschieht. Spannend ist diese Suche und bringt immer wieder neue Aspekte ans Tageslicht, bis sich am Schluss alles zu einem erklärenden Bild zusammensetzt. Ich mochte die moderne und gut zu lesende Sprache, nur ein bisschen mehr Emotion hätte ich mir doch gewünscht. Ich gebe 4 von 5 Sternen.


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Rezension zu "Der Wert des Kois" von Daniela M. Fiebig

Ein vielschichtiges, intensives Leseerlebnis
Magicsunsetvor 9 Monaten

„Aber so läuft das nicht. Tatsächlich vermischen sich in unseren Erinnerungen reale Ereignisse mit kreativer Eigenleistung.“ (Zitat Seite 223)

 

Inhalt

Johanna Leisinger ist dreiunddreißig Jahre alt, arbeitet als Illustratorin für ein Unternehmen der Werbebranche, aber ihr Ziel ist es, diese Tätigkeit selbstständig ausführen zu können. Gerade arbeitet sie an einem Auftrag für ein Kinderbuch, „Nanu, der kleine Koi“. Doch der Tod ihrer Mutter, die vor nunmehr sechzehn Jahren bei einem Autounfall gestorben war, blockiert noch immer ihre eigene Entfaltung. Mit Dennis, dem jüngeren Bruder ihres Ex-Freundes Felix, verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Als Dennis plötzlich Selbstmord begeht, werfen ihre Selbstvorwürfe und Schuldgefühle sie völlig aus der Bahn. Sie muss unbedingt herausfinden, warum er es getan hat. Doch welchen Preis hat die Wahrheit?

 

Thema und Genre

In diesem Roman geht es um einschneidende Erlebnisse und die Erinnerungen daran, um Familiengeheimnisse und Verdrängung, um psychologische Hintergründe und um die Frage, wie sehr das Festhalten an der Vergangenheit auch die Gegenwart und Zukunft beeinflusst.

 

Charaktere

Johanna hat Pläne und Träume für ihr Leben als künstlerisch tätige, unabhängige Illustratorin. Doch ihre Trauer um die Mutter, die sie so früh verloren hat, beeinflusst noch immer ihr Leben. Nach dem Suizid ihres besten Freundes macht sie die Suche nach dem „Warum“ zum Lebensmittelpunkt und sucht verbissen und hartnäckig nach Antworten. Die Figuren dieser Geschichte sind facettenreich und realistisch charakterisiert und handeln nachvollziehbar.

 

Handlung und Schreibstil

Die Geschichte wird zeitnah erzählt und durch Rückblenden in Form von Erinnerungen und Gedanken ergänzt. Johanna schildert die Ereignisse in der „Ich-Form. Diese Erzählform wechselt in einzelnen Kapiteln in die personale Erzählform und zeigt Situationen aus der Sicht von Felix oder Sebastian, dem Psychiater. Diese wechselnde Erzählperspektive verleiht dem Text eine zusätzliche Tiefe und Lebendigkeit. Auch eine mögliche neue Liebe fehlt nicht, doch es steht nicht die Romantik im Mittelpunkt, sondern die Suche nach der Wahrheit einer erinnerten Vergangenheit. Die sich gleich Puzzleteilen langsam ergebenden Antworten auf Johannas Fragen, die plötzlich auch ihre eigene Geschichte durch völlig neue Erkenntnisse verändern, machen diesen Roman packend und bringen neue Überraschungsmomente.

 

Fazit

Ernste Themen und vielschichtige Charaktere, fügen sind hier zu einem spannenden Roman mit Tiefgang für ein intensives Leserlebnis.

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