Daniela Meisel Gegen einsam

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 9 Rezensionen
(3)
(5)
(6)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Gegen einsam“ von Daniela Meisel

Manuel ist durchschnittlich. Er ist durchschnittlich groß, durchschnittlich schwer und hat einen durchschnittlichen Beruf. Bloß in einem will er nicht durchschnittlich sein: Siebzehntausend Dinge besitzt ein Mensch im Durchschnitt, und Manuel hat sich zum Ziel gesetzt, vierunddreißigtausend Dinge zu besitzen. Das ist sein Versuch, sich gegen die Einsamkeit zu wehren. Maja ist ebenfalls einsam. Ihre Arbeit ist langweilig, ihre beste Freundin ist eine taubstumme ältere Dame, ihre Freizeit verbringt sie damit, WG-Zimmer zu besichtigen. Anders als Manuel, der Gegenstände sammelt, sammelt sie Begegnungen.Als die beiden aufeinandertreffen, wissen sie zunächst nichts miteinander anzufangen, so unterschiedlich sind ihre Lebensentwürfe. Doch bald schon spüren sie, was sie für einander sein können und versuchen, mehr unbewusst als bewusst, gegen das Einsamsein anzukämpfen. Die Folgen für beide sind nicht absehbar.Daniela Meisels Porträt zweier sonderbarer Außenseiter packt und berührt gleichermaßen. Mit viel Gespür für Stimmungen und die Nähe von Skurrilem und Tragischem eröffnet sie ein Pandämonium an Innenwelten.

Stöbern in Romane

Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

Vom Ende an

Wow. Dieses Buch ist ungewöhnlich aber wirklich ein unglaublich gutes Buch. So wenig Worte vermögen eine solche Atmosphäre zu schaffen.Mega!

LadyIceTea

Underground Railroad

Der Wunsch nach Freiheit

Jonas1704

Heimkehren

Eine schmerzhafte Geschichte, feinfühlig erzählt, die manchen die Augen öffnen wird.

Lovely_Lila

Als wir unbesiegbar waren

Die Freundschaft als Sinn im Leben

Jonas1704

Die Tänzerin von Paris

Wahre Geschichte, Cover thematisch irreführend

nicekingandqueen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    BianFox

    BianFox

    17. November 2012 um 07:44

    Inhalt: Dies ist die Geschichte zweier einsamer Menschen. Manuel ist durchschnittlich. Alles, was er tut oder ist, liegt im Bereich der Mittelmäßigkeit. Dies führt dazu, dass er weder genügend Beachtung noch Freunde findet. Eines Tages, als er in einer Ausstellung auf einer Infotafel erfährt, dass ein Mensch durchschnittlich zirka 18 000 Dinge besitzt, beschließt er einmal seiner Durchschnittlichkeit zu entkommen, indem er 32 000 Dinge besitzt. Maja ist ebenfalls einsam. Einer tieferen Bindung zu einem Menschen unfähig, verbringt sie ihre Freizeit damit, WG-Zimmer zu besichtigen, um so unverbindlich mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Außerhalb dieses Hobbys gibt es wenig, was Maja Freude bereitet. Einziger Lichtblick ist für sie das alltägliche Treffen mit einer alten taubstummen Dame. So seltsam die beiden Lebensentwürfe sind, so seltsam ist auch ihre zufällige Begegnung. Zunächst wissen sie beide nichts miteinander anzufangen, eher unterbewusst bauen sie schrittweise eine freundschaftliche Beziehung zueinander auf, die alles andere als einen gewöhnlichen Verlauf nimmt … Bewertung: Dies ist ein ungewöhnlicher Roman, der kaum in Worte zu fassen ist, da er in mir die seltsamsten Gefühlsregungen hervorruft, die so widersprüchlich sind, wie die Protagonisten und ihre Lebenssituation. Der Ort der Begegnungen ist die wunderbare Stadt Wien, die allein dem Roman ein außergewöhnliches Flair verleiht, der perfekte Rahmen für eine derartige Geschichte. Beginnen wir mit Manuel, der sich für einen durchschnittlichen Menschen hält, der in seinem Leben nichts Außergewöhnliches erlebt, sich aber nichts Sehnlicheres wünscht, als einmal beachtet zu werden. So greift er in seiner Einsamkeit nach jedem Strohhalm. In seinem Fall ist es eine Sammlung einer großen Anzahl jedweder Gegenstände, die ihn bald kauf- und computersüchig werden lässt. Seiner Einsamkeit ausgeliefert, ist ihm sogar sein Tod gleichgültig. So findet er sich eines Tages im Krankenhaus wieder, nachdem er in seiner Wohnung ein Feuer entfacht hat. Ganz anders stellt sich die Situation für Maja dar. Sie ist süchtig nach flüchtigen Begegnungen. So fährt sie von einer WG-Besichtigung zur nächsten, nur um die Bestätigung einer Zusage zu erhalten. Von der Familie getrennt, ist ihre einzige Freundin, die ältere taubstumme Dame Maria, die eine Art philosophische Künstlerin ist. Bei ihr findet Maja Trost und Halt. Schließlich begegnen sich Maja und Manuel. Und wer glaubt, dass sie aufgrund ihrer Einsamkeit schnell zueinander finden, liegt falsch. Die Geschichte bleibt skurril, denn beide, in ihrer Einsamkeit gefangen, verhalten sich wie zwei Magnete, die einander abstoßen und anziehen, ohne sich jemals richtig zu berühren, körperlich als auch seelisch. Diese eigenartige Beziehung ist für den Leser oft beklemmend, merkt er doch, dass beide Protagonisten, die sich doch nichts weiter wünschen, als nicht mehr einsam zu sein, in ihrer Einsamkeit so sehr gefangen sind, dass sie auf den Gegenüber gar nicht mehr richtig eingehen können. Dabei vermag Daniela Meisel auf einfühlsame Weise die Beziehung zu beschreiben. Dies gelingt ihr durch eine leise, weiche Sprache, die sich nicht über die Geschichte erhebt, sondern sie trägt, sodass der Leser in die Welt von Manuel und Maja eintauchen kann. Man erlebt den stillen Kampf beider, wie sie sich über ihr Dasein hinwegheben wollen, wie sie sich dabei gegenseitig, wenn auch unterbewusst unterstützen, wie sie sich Schritt für Schritt aus ihrer Lethargie befreien versuchen. Das Ende ist dann so wie die ganze Geschichte: außergewöhnlich gewöhnlich. “Gegen einsam” kann in seiner Gesamtheit ein Stück weit als Gesellschaftskritik verstanden werden. Denn zwar spielt die Geschichte in Wien, könnte sich aber so auch in jeder anderen Metropole ereignen. Meisel sensibilisiert den Leser für die Probleme der modernen Gesellschaft, in der oft die Einsamkeit regiert, weil die Menschen keine Zeit mehr haben, sich mit ihren Mitmenschen zu beschäftigen, in der das Interesse für das Leben, die Gefühle und Gedanken anderer verschwindend gering ist. Und entgegen anderer Romane tut dies Daniela Meisel nich anklagend, sondern auf beeindruckend leise und gefühlvolle Weise. Fazit: Ein lesenswerter Roman über eine ungewöhnliche Verbindung zweier einsamer Menschen.

    Mehr
  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    dark_swan

    dark_swan

    10. November 2012 um 15:33

    Gerade habe ich "Gegen einsam" beendet, das mich mehrmals (im Zug sitzend und lesend) fast zum Weinen gebracht hat, einen Roman über zwei Sonderlinge, die der Zufall zusammenwürfelt. Nun - ich bin wirklich begeistert. Selten lese ich in der deutschsprachigen Literatur Texte, die Wert auf so viele (wunderbare) Details legen, die sich Zeit nehmen für die kleinen, feinen Beobachtungen. Eine der Hauptfiguren sammelt beispielsweise Gegenstände, um irgendwann einmal viel mehr als die 17.000 Gegenstände zu besitzen, die ein durchschnittlicher Mitteleuropäer laut Statistik besitzt. Ganz einfach deshalb, weil er - wenigstens an einer einzigen Stelle in seinem Leben - überdurchschnittlich sein möchte. Das ist so absurd schön, das ist zum Seufzen. Und genauso funktioniert auch dieses Buch - es sammelt die winzigen, aber entscheidenden Details, die es aus dem Einheitsbrei hervorheben, die diese kleinen Aha-Erlebnisse bescheren, dieses: "Das kenne ich, das geht mir auch so." Nur hat man es eben noch nie auf so eine Weise gelesen, in so ein Bild gegossen. Die Sprache ist schlank, teils atemlos, teils so zurückgenommen wie die ProtagonistInnen selbst. Nichts Überflüssiges und doch reich. Das Grundthema, um das der Roman sich zusammenzieht, ist - wie der Titel schon verrät - Einsamkeit. Die durchpocht tatsächlich alles - von der ersten bis zur letzten Seite. Manchmal so dermaßen intensiv, dass man vor Mitgefühl aufschluchzen möchte. Doch - und das sei klar gesagt - es kommt nicht wie mit der Dampframme in den Boden gestampft daher. Dies ist kein Faust-in-den-Magen-Buch. Es ist melancholisch, nimmt sich aber zu gleichen Teilen Zeit für einen feinen Humor. Was für ein wundervolles Buch! So bescheiden auf der einen Seite, doch löst es so viel Gefühl aus. Das mag auch daran liegen, dass Daniela Meisel ihre Figuren mit so viel Wärme und Zärtlichkeit gestaltet und behandelt. Man gewinnt sie sehr lieb und zittert richtig, dass ihnen nicht Schlimmes passieren möge. Ich empfehle diesen Roman von Herzen gern weiter. Wer wie ich Bücher über Sonderlinge liebt, wer Freude an Zwischentönen und Zwischenzuständen hat und an jenen besonderen Details, die in vielen Büchern nicht vorkommen, weil diese sich in Allgemeinplätzen bewegen, trifft mit "Gegen einsam" die richtige Wahl. Ein wunderschönes Herbst/Winter-Buch!

    Mehr
  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    lunaire

    lunaire

    19. September 2012 um 21:36

    Inhalt: Manuel ist quasi der Inbegriff der Durschnittlichkeit: er ist durchschnittlich groß, durchschnittlich schwer und eigentlich liegt eigentlich bei allem genau im Durchschnitt, was dazu führt, dass er für seine Mitmenschen fast unsichtbar erscheint. Ein durchschnittlicher Mitteleuropäer besitzt 17.000 Gegenstände. Von der Büroklammer bis zu seinem Auto. Manuel beschließt jedoch eines Tages seiner Mittelmäßigkeit dadurch zu entrinnen, indem er 32.000 Dinge besitzt... Maja ist einsam und verbringt ihre Freizeit damit, sich als Studentin auszugeben und WG-Zimmer zu besichtigen. Auf diese Weise macht sie unverfängliche Bekanntschaften, trifft viele kuriose Leute und hört noch kuriosere Geschichten. Außerdem kann sie so jedes mal aufs neue auch selbst in eine andere Identität schlüpfen, wenn auch nur für kurze Zeit. Manuel und Maja sind zwei seltsame Charaktere die irgendwann zufällig aufeinandertreffen. Zunächst wissen sie beide nichts miteinander anzufangen und halten den jeweils anderen für schräg, dennoch bauen sie irgendwie Schritt für Schritt eine zarte Freundschaft auf, die beider Leben verändert. “Freundschaft entsteht aus dem Zusammentreffen zweier verbundener Seelen.” Wie bereits angedeutet, ist "Gegen einsam" ein wirklich ungewöhnlicher Roman mit ungewöhnlichen Charakteren und einem fast schon schockierenden Ende. Es gibt keine große dramatische Liebesgeschichte oder eine fesselnde Story, man klebt nicht an diesem Buch, es hält einen Nachts nicht wach, weil man unbedingt weiter lesen muss. Ich konnte das Buch nach einem beendeten Kapitel getrost zur Seite legen und mich um andere Dinge kümmern, aber irgendwie habe ich dann doch immer wieder sobald ich Zeit hatte danach gegriffen und das Lesen wirklich genossen. Man kann sagen, dass es für mich wahrhaft entspannend war, dieses Buch zu lesen. Man begleitet die beiden Protagonisten durch ihr Leben, erfährt einiges aus ihrer Vergangenheit und erlebt, wie sie auf unterschiedliche und unbeholfene Art und Weise versuchen, der Einsamkeit zu entfliehen. Wie die ganze Geschichte auch ist der Schreibstil von Daniela Meisel sehr schlicht, sie verwendet vorrangig kurze, prägnante und teilweise abgehackt wirkende Sätze, die dem Leser aber irgendwie in Erinnerung bleiben und die Story wunderbar stützen. Meisel schafft es mit wenigen Worten sehr viel zu sagen und den Leser so komplett in die Geschichte und das gefühlsleben der Charaktere eintauchen zu lassen. Ein weiterer Bonuspunkt ist das überraschende Ende. Selten hat mich der Schluss eines Buches so unerwartet getroffen wie dieses hier und ich weiß bis jetzt noch nicht, was ich denn nun genau davon halten soll. Ich finde das Ende weder gut noch schlecht, dennoch beschäftigt es mich. Ich habe mir einige Alternativen dazu ausgemahlt, die Geschichte weiter gesponnen und mir echt überlegt, wie es anders hätte seien können. Dennoch habe ich nichts gefunden, was sich meiner Meinung nach besser als Schluss eignen könnte. Ihr seht wahrscheinlich schon, dass sich trotz meiner Begeisterung für dieses Buch einiges widersprüchliches in mir ansammelt. Es lässt mich noch nicht ganz los und auch hier weiß ich nicht, ob dies nun positiv oder negativ ist. Ich selbst sehe dieses Buch als meinen vorläufigen Geheimtip diesen Jahres, einfach weil es mich gerade im Nachhinein so fesselt (wahrscheinlich sogar mehr als während des Lesens) und ich das Lesen wirklich genießen konnte. Es ist eine schöne Geschichte um entspannt auf dem Sofa zu liegen und Kaffee zu trinken und dem eigenen Alltag einfach mal eine halbe Stunde warten zu lassen. Ich muss aber auch zugeben, dass ich mir gut vorstellen kann, dass viele dieses Buch als langweilig und eintönig empfinden werden, es passiert eben nix großes und es gibt keine Höhepunkte oder Spannungsmacher, aber wer Lust auf was Ruhiges für zwischendurch hat ( mit gerade mal 220 Seiten kann man das Buch getrost mal irgendwo "zwischen schieben") sollte unbedingt einen Blick auf das Buch werfen!

    Mehr
  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. September 2012 um 21:07

    INHALT l Manuel ist der Inbegriff der Durchschnittlichkeit. Er ist durchschnittlich groß, durchschnittlich schwer und hat einen durchschnittlichen Beruf. Als er erfährt, dass ein Mitteleuropäer im Durchschnitt siebzehntausend Dinge besitzt, möchte er wenigstens ein Mal das Mittelmaß hinter sich lassen und macht es sich zum Ziel, vierunddreißigtausend Dinge zu besitzen. Unter Einsatz seines gesamten Geldes und sogar mit dem Einsparen lebenswichtiger Dinge wie Essen häuft er Stück für Stück willkürlichen Plunder an, um möglichst schnell möglichst viele Dinge zu besitzen. Das ist sein Versuch, sich gegen die Einsamkeit zu wehren. Maja ist ebenfalls einsam. Ihre Arbeit in einer Anwaltskanzlei ist langweilig, ihre einzige Freundin ist eine taubstumme ältere Dame und in ihrer Freizeit gibt sie sich als Studentin aus, um WG-Zimmer zu besichtigen. Während Manuel Gegenstände sammelt, sammelt sie Begegnungen, um die Leere in ihrem Leben zu füllen. Es kommt, wie es kommen muss: ihre Wege kreuzen sich und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Beziehung. REZENSION l Die Beschreibung hat mich überzeugt, sobald ich sie gelesen habe, da mir einfach die Idee der beiden Charaktere total gut gefällt. Ich lese gern von Außenseitern und davon, wie sie sich in der Gesellschaft einfinden, deshalb habe ich bei diesem Buch eine ganz besondere Perle erhofft, doch leider war ich im Endeffekt ein wenig enttäuscht. "Gegen einsam" ist ein sehr ruhiges Buch, womit ich im Normalfall auch überhaupt kein Problem habe, doch hier konnte ich mich einfach nicht wirklich in die Geschichte einfinden. Nachdem die Protagonisten vorgestellt wurden, plätschert die Handlung ziemlich vor sich hin. Ich habe mich beim Lesen zwar nicht gelangweilt, aber leider hatte ich auch nie im Entferntesten das dringende Bedürfnis, das Buch unbedingt weiterlesen zu müssen. Auf mich wirkt es, als ob Daniela Meisel die Vorstellung der ausgefallenen Charaktere bereits im Kopf hatte und dann irgendwie eine Geschichte um sie schuf, die gefälligst melancholisch und tiefgründig zu sein hat. Dabei hat sie es in meinen Augen nicht wirklich geschafft, eine berührende Atmosphäre aufzubauen und die Besonderheit der Protagonisten verliert sich im Laufe der Geschichte. Der Schreibstil war einfach und direkt, uferte an manchen Stellen aber in überflüssige Beschreibungen aus, wie ich finde. Außerdem war ich ab und an schon von einigen österreichischen Begriffen irritiert, die ich so vorher noch nie gehört hatte. Bei Wörtern wie "Stiegenhaus", "Kassakraft" und "Türschnalle" musste ich schon erst einmal kurz darüber nachdenken, was hier gemeint war. Der Lesefluss war dahin. Doch will ich das keineswegs ankreiden, denn die Autorin stammt schließlich aus Österreich. Ich muss sagen, was mir in dem Buch gut gefallen hat, war die Herangehensweise an das Thema der Einsamkeit. Ich hatte eine ganz andere erwartet und fand es daher gut gemacht. Denn Manuel und Maja sitzen nicht etwa den ganzen Tag mutterseelenallein herum, sondern begegnen in der Tat vielen Personen und erzählen auch von Menschen, denen sie in der Vergangenheit begegnet sind. Trotzdem fühlen sie sich einsam und anschlusslos. Nachdem sie einander kennengelernt haben, entwickelt sich zwischen den Charakteren auch keine Liebesgeschichte, wie man ob der Inhaltsangabe vermuten könnte, sondern eher eine freundschaftähnliche Verbindung, was ich sehr erfrischend fand. Insgesamt könnte man also sagen, dass ich die Ideen und Ansätze in "Gegen einsam" sehr gut fand, das alles jedoch im Gesamtpaket dann nicht gänzlich überzeugen konnte. FAZIT l Ein nettes, ruhiges Buch für Zwischendurch, an das man nicht mit allzu hohen Erwartungen herangehen sollte.

    Mehr
  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    erdbeerliebe.

    erdbeerliebe.

    28. August 2012 um 12:41

    Gegen einsam von Daniela Meisel ist im Grunde genommen ein einsames Buch über zwei Außenseiter, die sich nicht so recht zwischen den Sprüchen "Zweisam ist besser als einsam" und "Zweisam einsam" entscheiden können. Manuel ist ein sehr durschnittlicher Mensch - durchschnittlich groß, durchschnittlich begabt, durchschnittlich interessant. Im Mittelpunkt stehen ist ihm ein Fremdwort. Erst als ihm auffällt, dass er auch durchschnittlich so viele Gegenstände eines Menschen seines Alters besitzt ergreift ein Gedanke ihn am Nacken: Er möchte doppelt so viele Dinge besitzen. Maja ist die zweite Protagonistin dieses Buches. Maja, die eigentlich Felicitas heißt, arbeitet in einer Anwaltskanzlei und zwingt sich jeden Tag ins Büro. Ihre einzige richtige Freundin ist eine taubstumme alte Dame, in ihrer Freizeit besichtigt sie WG Zimmer. Im Gegensatz zu Manuel sammelt sie keine Gegenstände, sondern flüchtige menschliche Begegnungen. Als sich Manuel und Maja endlich begegnen machte es zu meiner Überraschung nicht BÄNG - es war absolut nicht wie im Kino - die beiden können sich nicht mal besonders gut leiden. Erst in späteren Treffen wurde ihnen klar wie sehr sie sich gegenseitig (unbewusst) brauchen, ja geradezu unterstützen um sich aus ihrem jetzigen Dasein zu befreien. Der Erzählstil Daniela Meisels Buch ist einfühlsam. Mit einfachen Worten die viel beschreiben, aber nicht zu viel verraten schafft sie es, mich in eine Welt eintauchen zu lassen die gleichzeitig melancholisch als auch gewöhnlich ist. Gegen einsam zeichnet das Portrait zwei normaler Menschen, wie man ihnen schon oft begegnet ist. Es fiel mir leicht mich sowohl in Manuel als auch in Maja hineinzuversetzen. Dennoch gab es an Manuel Züge, die mich zum Nachdenken brachten - die Art, wie er auf andere Menschen und auf Majas Zuneigung reagierte, brachten mich zu der Annahme in ihm einen Asperger (eine milde Form des Autismus) zu vermuten. Immer wieder ertappte ich ihn in Situationen, in denen er soziale Situationen miss- oder fehldeutete und sich in 'sinn'losen Beschäftigungen (wie dem Ersteigern von Gegenständen bei Ebay) vertiefte, bei denen andere Menschen schnell das Interesse verlieren würden. Die Autorin erschafft mit dem Buch Gegen einsam ein Bild der der modernen Gesellschaft unserer Zeit - in einer Welt des Konsums, geprägt von flüchtigen Begegnungen, in der oft die Einsamkeit regiert. Die Menschen finden nur noch wenig Zeit um sich mit mehr als ihrem eigenen Ego zu beschäftigen und wenn sie es doch schaffen, stellen sie meistens hohe Anforderungen an ihr Gegenüber. Dennoch ist Daniela Meisels Buch in seiner Botschaft nicht anklagend oder moralisch - sondern ganz wie das Leben selbst: gewöhnlich und doch eindrucks- und gefühlvoll. Meine Meinung: Gegen einsam ist ein einsames, aber eindrucksvolles Buch, das mit gewöhnlichen Worten viel beschreibt und dennoch sehr realistisch bleibt, sodass man sich selbst ohne Probleme in beiden Hauptfiguren widerfinden kann. Eine Empfehlung für alle, die entweder selbst einsam oder sensibel für Literatur, die 'mit wenig viel' beschreiben kann, sind.

    Mehr
  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    Kittyzer

    Kittyzer

    27. August 2012 um 13:12

    Ich ziehe den Kopf eines Streichholzes über die Reibefläche an der Schachtelseite. Er flammt auf. Ich stecke das Hölzchen unter das zerknüllte Zeitungspapier. Rauch steigt auf. Verbreitet sich im Raum. Das Blut pulsiert in meinen Schläfen. Ich bin müde. Mein Kopf schwer. Ich lege mich flach auf den Parkettboden. Meine Umgebung zieht sich zusammen. Die Gegenstände schrumpfen. Erleichtert schließe ich die Augen. -- INHALT: Manuel ist so durchschnittlich wie es nur irgend geht und wird grundsätzlich von anderen Menschen übersehen. Seine Einsamkeit bringt ihn dazu, sich eine Sammlung von 34.000 Gegenständen anschaffen zu wollen, um die Leere irgendwie zu füllen. Maja dagegen ist nicht durchschnittlich, aber dennoch einsam. Das versucht sie zu verhindern, indem sie sich auf Wohnungsannoncen meldet, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Eines Tages kreuzen sich die Wege der beiden - und sie können so gar nichts miteinander anfangen. Aber eine Sache verbindet sie eben letztendlich doch... BUCHAUFMACHUNG: Als besonders schön oder gar Aufmerksamkeit erregend kann man das blaue Cover des Buches mit der gelben Schrift und dem grünen Fisch sicherlich nicht bezeichnen. Bis kurz vor Schluss will sich letzterer auch nicht erklären - dann allerdings ergibt die Abbildung dessen sogar einen gewissen Sinn. Ich bin aber dennoch der Meinung, dass man den Inhalt des Buches in der Gestaltung viel besser hätte einfangen können. MEINE MEINUNG: Romane einer solchen Art lese ich ab und zu, wenn es mich überkommt, ganz gerne. Insbesondere dann, wenn sie nach einer originellen, berührenden Geschichte klingen. "Gegen einsam" ist genau so ein Buch und ich freute mich sehr auf das Lesen. Letztendlich muss ich aber sagen, dass mir die Kernaussage leider nie so ganz klar wurde. Daniela Meisel schreibt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive sowohl von Maja als auch von Manuel. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert, wobei die Protagonisten bis auf den letzten immer abwechselnd im Präsens erzählen. Dabei werden die meiste Zeit über sehr kurze, prägnante und ein wenig abgehackt wirkende Sätze verwendet, die aber so in Erinnerung bleiben. Dennoch sind die Beschreibungen der Umgebung immer ein wenig metaphorisch und sehr schön zu lesen, besonders, da die Autorin es versteht, dabei immer wieder Fakten einzubauen, die die Figuren irgendwann einmal irgendwo mitbekommen haben. Beide Hauptpersonen sind sehr schräg und ganz sicher nicht 08/15. Nach einer Kunstausstellung und dem erneuten Bewusstwerden seiner Unscheinbarkeit, beschließt Manuel, wenigstens in einem besonders zu sein: Er will die doppelte Anzahl an Gegenständen besitzen, die ein normaler Mensch sein eigen nennt. Dabei verliert er sich allerdings sehr schnell im Konsumrausch. Maja ist bodenständiger, wenn auch nicht weniger einsam. Ihre beste Freundin ist eine taubstumme ältere Dame, mit ihren Arbeitskollegen hat sie eher weniger Kontakt, genau wie mir ihrer Familie, und Männer gab es schon lange keine mehr. Im Laufe der Handlung macht sie eine dezente, aber wahrnehmbare Wandlung durch, die toll mit anzusehen ist. Nebenfiguren werden eher sporadisch eingeführt, bleiben nicht direkt blass, üben aber auch keinen Reiz aus. Bis auf Maria, die immer einen guten Rat zu haben scheint. Bis Maja und Manuel sich das erste Mal begegnen, ist schon beinahe die Hälfte des Romans um. Solange konnte man beide Personen und ihre unterschiedlichen Arten der Einsamkeit kennenlernen. Mit beiden bin ich allerdings nicht richtig warm geworden. Das mag hauptsächlich daran liegen, dass sie mir durch Handlungen und Gedanken fremd erschienen, weil sie sich so sehr abheben. Manuel wollte ich eher das ein oder andere Mal kräftig durchschütteln, damit er wieder zur Vernunft kommt. Dennoch schafft Daniela Meisel es, dass man zumindest die Gründe der beiden Figuren für ihre Abnabelung und seltsamen Hobbys halbwegs versteht. Was mich störte, war die große Verstrickung in Alltagsdinge und die damit manchmal aufkommende gähnende Langeweile. Auf 215 Seiten können keine wahnsinnigen Entwicklungen durchgemacht werden, dennoch hätten hier auch einige eher unwichtigere Szenen gestrichen werden können. Außerdem ließ sich für mich kein richtiger roter Faden erkennen - beide wollen aus ihrer Einsamkeit heraus und das auf verschiedenen Wegen, doch im Buch wird kaum ein wirklicher Schritt in die richtige Richtung getan, sodass man letztendlich nicht das Gefühl hat, dass die beiden nun auch nur ansatzweise ein besseres Leben führen. Was also sagt einem das? So hinterließ das Werk bei mir ein Gefühl, als wäre ich in der Luft hängen gelassen worden - leider... FAZIT: "Gegen einsam" fasst ein wichtiges Thema auf und besitzt Hauptcharaktere mit Wiedererkennungswert. Doch diese Aspekte gepaart mit einem schönen Schreibstil konnten nicht verhindern, dass bei mir das ein oder andere Mal Langeweile aufkam und ich den roten Faden immer wieder aus den Augen verlor. Das Ende zudem ist eher enttäuschend und unbefriedigend, sodass es nur zu mittlmäßigen 3 Punkten reicht. Schade!

    Mehr
  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    Sarlascht

    Sarlascht

    26. August 2012 um 21:05

    Inhalt: Die zwei Protagonisten in „Gegen einsam“ sind wie der Titel verrät, einsam, manchmal gemeinsam, oft aber in ihrer eigenen Welt gefangen. . Da wäre der Postbeamte Michael, der dadurch auffällt, dass er eben niemals auffällt. Von den meisten ungesehen, führt er ein unaufregendes, meist durch Sehnsucht nach anderen Menschen geprägtes Leben. Was ihn so unspektakulär macht ist, dass er durchschnittlich ist: seine Größe, sein Gewicht, sein Aussehen, sein Job, nichts würde aus der Norm fallen, dass es Aufmerksamkeit erregen würde. In Laufe der Jahre hat er sich daran gewöhnt, was nicht heißt, dass er es akzeptiert hat. Eines Tages stößt er auf eine Information, die sein Leben grundlegend verändert, ihm einen Sinn gibt: ein durchschnittlicher Mensch besitzt 17.000 Gegenstände und somit beschließt er, 34.000 Gegenstände zu sammeln, um eben den Durchschnitt entfliehen zu können. So viele Gegenstände brauchen Platz, weshalb in eine größere Wohnung zieht und dadurch trifft er auf Maja. . Maja ist Angestellte in einer Steuerkanzlei und hat wie Manuel ein, sagen wir, außergewöhnliches Hobby. In ihrer Freizeit stöbert sie durch den Immobilienteil der Zeitungen, immer auf der Suche nach WGs, die einen Mitbewohner suchen. Nicht etwa, dass sie tatsächlich umziehen möchte, ihr geht es viel mehr darum, eine Statistik zu erstellen, wie viele Zimmer sie bekommen hätte, wie ihr Anklang bei den Menschen ist. . Meine Meinung: Manuel ist eher der unauffällig Typ, der, denn man leicht übersieht, wenn man nicht genau hinsieht und die Beschreibungen der Autorin verdeutlichen dieses Bild eindringlich. Es gibt nichts an dem Mann, was wirklich hervorsticht, so dass er ein verschwommener Mensch bleibt, der durch nichts hervorsticht. Erst als er es sich zum Ziel setzt, 34.000 Gegenstände zu sammeln, legt er eine Eigenheit an den Tag, die einen beschäftigt. Sein Hobby spielt aber auch im Geheimen ab, dringt nicht zur Außenwelt durch, so dass die Aufmerksamkeit nur der Leser mitbekommt und Maja, Maja die immer mehr zu einem Fixpunkt in Manuels Leben wird. . Maja mag zwar auf den ersten Blick auch nicht sehr auffällig wirken, doch besitzt sie eine Schlagfertigkeit gegenüber den Menschen, die sie durchaus zu etwas Besonderem machen, sei es nun in der Arbeit, oder bei der Suche nach einer WG. . Die Hobbies der beiden klingen sehr seltsam und sind es auch, doch verleihen sie der Geschichte eine eigene Dynamik und lassen einen Manuel und Maya durchaus sympathisch finden. Wieso sie ihre Leidenschaft gewählt haben, wird auch schnell klar: Maya sucht nach Bestätigung, will erreichen, dass sie Anerkennung erlangt und sieht, dass eine Zusammenleben mit ihr begehrt ist. Manuel will der Durschnittsfalle entkommen, viel zu lange ging er in der Menschenmasse unter, sei es in der Schule, auf der Arbeit oder im Leben, niemals hat ihn etwas ausgezeichnet, weshalb er sich seinen eigenen Weg erschafft, auszubrechen. . Der Titel des Buches lautet „Gegen einsam“, aber weniger einsam als zu Beginn der Geschichte, wird in deren Verlauf eigentlich niemand. Maja versucht zwar Manuel zu helfen, da er sich in seinem Hobby beginnt komplett zu verlieren, aber wirklich durchdringen kann sie nicht zu ihm. Zwischen den Beiden bleibt dem Buch über eine Distanz, die der Leser mitbekommt und die ich schade fand, vom Titel her hatte ich mir nämlich zumindest eine leichte Annäherung gewünscht. . Die Kapitel innerhalb des Buches wechseln zwischen Maja und Manuel hin und her, die immer aus der Ich-Perspektive erzählt werden. Obwohl mir klar war, dass dieser Wechsel stattfand, war es manchmal schwer für mich, zu wissen, wer jetzt gerade an der Reihe war. Erst durch die ersten Absätze eines Kapitels wurde es irgendwann klar, wer diesmal der Erzähler ist. . Es fällt mir schwer, die Geschichte zu beurteilen, weil einerseits die Hobbies der beiden schon skurril sind, doch anderseits sehe ich nichts, was mir aus dem Ganzen hängen bleibt. Für zwischendurch sicherlich ein empfehlenswertes Buch, da es sich locker und leicht liest, aber es gab keinerlei Tiefen, die das Ganze für mich besonders gemacht hätten. . Fazit: Sicherlich eine außergewöhnliche Geschichte, die durch ihre Protagonisten lebt, nur leider sind diese zwei Charaktere nicht so einnehmend, wie man es sich wünschen würde. Zwischendurch sicherlich ein kleines Lesevergnügen, allerdings nichts was lange nachwirkt.

    Mehr
  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    Wir-Lesen

    Wir-Lesen

    03. July 2012 um 23:28

    Meine Meinung hat sich über die 216 Seiten des Buches gewandelt. Zuerst war ich wirklich nicht begeistert. Bis Kapitel 11 des ersten Abschnitts habe ich gebraucht um überhaupt auseinander zu halten wer da eigentlich gerade in der „Ich-Form“ von sich redet. Ich hatte keinen Plan. Ab Kapitel 12 hatte ich dann endlich den Dreh raus, dass ich wenigstens wusste von wem ich gerade etwas lese. Vielleicht wäre es besser gewesen statt Kapitelnummern immer den Namen desjenigen, der gerade in der „Ich-Form“ erzählt drüber zu schreiben. Wäre für den Leser einfacher gewesen. So richtig angetan war ich aber auch nicht. Manuel und Maja sind eigentlich total langweilige Typen. Also nicht nur eigentlich, sondern sie sind langweilig. Sie sind wie du und ich, ihnen passiert nichts wirklich spannendes. Leider sind sie vor meinem geistigen Auge auch blass geblieben. Ich hatte keinerlei Vorstellung von ihnen. Vielleicht ist das aber auch gut so, denn so bleiben sie eben Typen wie der Leser selber auch einer ist. Ich denke mal, dass Viele von uns ein ähnlich ereignisloses Leben führen. Das führte aber bei mir dazu, dass ich von dem Buch nicht gefangen genommen wurde. Ich will nichts lesen über Leute, die ein ebenso langweiliges Leben führen wie ich selber. In Büchern muss etwas passieren. Irgendetwas ... Bei Maja war es dann aber so, dass sie mich nach und nach in ihren Bann zog. Sie führt nur oberflächlich betrachtet ein ereignisloses Leben. Eigentlich hat sie sehr viel, nämlich eine gute Freundin, Maria, und ein etwas ungewöhnliches, aber lustiges Hobby, bewerben für WG-Zimmer“. Außerdem hat sie ein gutes Herz. Manuel blieb mir das ganze Buch über unsympathisch. Er hat ein Hobby, das einfach nur strange ist und hat bis auf Maja keine Sozialkontakte. Er ist einfach ein komischer Typ, der mir nicht liegt. Maja liegt aber schon etwas an ihm und so bleibt man unweigerlich dabei, wie sie versucht ihm zu helfen ein besseres Leben zu führen. Mit allem, was sie tut wird sie sympathischer. Sie hat viele Facetten in sich, die sie liebenswert machen. Und sie ist stark. Sie beginnt ihr eigenes Leben zu verändern, als sie merkt, dass es sie nicht erfüllt. Das ganze Buch ist trotzdem irgendwie merkwürdig, aber gut merkwürdig. Es berichtet über das langweilige, völlig normale Leben zweier Menschen und dennoch entwickelt es über die Strecke Tiefe. Die Idee, wie Maja und Manuel dazu kommen sich näher kennen zu lernen geht ans Herz und auf Seite 91/92 musste ich ein paar Tränen vergießen, da mich Majas Ansprache so gerührt hat. Auch das Ende hat mich überzeugt. Ich habe mir etwa im letzten Viertel angefangen Gedanken zu machen, wie die Autorin die Geschichte wohl zu ende führt und hatte einen Verdacht, von dem ich dachte „bitte nicht!“. Zum „Glück“, wenn man hier von Glück sprechen darf, kam alles ganz anders. Und es wurde gut gelöst. Ein Ende, das dem Buch nicht das nimmt, was es ausmacht. Da dieses Buch relativ viel vor sich hin plätschert und von seinen Wendungen/ kleinen Höhepunkten lebt kann ich leider nicht wirklich in die Tiefe gehen. Man verrät sofort ziemlich viel von der Geschichte, wenn man versucht zu begründen warum einem das Buch trotz seiner ganzen Langweiligkeit gefällt. Ich kann euch nur empfehlen es zu lesen und euch selbst ein Urteil zu bilden. Yvonne aus dem Team von Wir Lesen

    Mehr
  • Rezension

    Gegen einsam
    DaniM

    DaniM

    01. May 2012 um 14:50

    Freu mich über eine Spiegelrezension zu "Gegen einsam".

    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,830264,00.html

  • Rezension zu "Gegen einsam" von Daniela Meisel

    Gegen einsam
    Karin1970

    Karin1970

    13. March 2012 um 19:24

    "Einsamkeit ist eine Gefängniszelle, die sich nur von innen öffnen lässt." Alfredo LeMont Einsamkeit hat viele Namen. In dem neuen Roman von Daniela Meisel heißt sie Manuel und Maja und bekommt durch die beiden Protagonisten ein Gesicht. Zu Beginn des Buches kennen sich Beide noch nicht und die Autorin durchleuchtet den Alltag von Manuel und Maja erst mal getrennt in einzelnen Kapitel, bis diese sich im weiteren Verlauf vermischen. Manuel, Postbeamter Mitte 30, und so unauffällig, dass man ihn in der nächsten Sekunde schon wieder vergessen hat. Er ist durchschnittlich: durchschnittlich groß, hat ein durchschnittliches Gewicht, hat einen durchschnittlichen Job. Aber er will nicht durchschnittlich sein und leidet darunter. Als er eines Tages liest, dass ein durchschnittlicher Mensch 17.000 Gegenstände besitzt, beschließt er 34.000 Gegenstände anzusammeln. Manuel denkt, somit eine Methode gegen seine Durchschnittlichkeit gefunden zu haben. Er zieht in eine größere Wohnung und trifft auf Maja. Maja ist Aushilfe in einer Kanzlei, ihr Hobby sind die Immobilienanzeigen der Zeitungen. Hier sucht sie WGs, die von Studenten angeboten werden. Am Wochenende verkleidet sie sich und erfindet wirre Geschichten bei den Besichtigungen. Und sie führt Statistiken, wie viele der WG-Zimmer sie bekommen hätte. Was sie braucht ist klar, die Bestätigung. Daniela Meisel ist hier ein sehr gelungenes Portrait unserer Gesellschaft geglückt. Mit viel Einfühlungsvermögen und guter Beobachtungsgabe hat sie ein sehr ruhiges und gefühlvolles Buch geschrieben. Die beiden Protagonisten wirken während des Lesens sehr lebhaft, man schwebt in ständiger Angst um die beiden. Auch wenn Manuel ein durchschnittlicher Typ sein soll, er wirkt keinesfalls stereotyp. Maja ist eine Nummer für sich und braucht kein Beiwerk. Dennoch schaffen es einige Randfiguren direkt in das Herz des Lesers. Zum Beispiel die blinde Maria, Majas beste Freundin. Spannend und mit einem Verwirrspiel verknüpft die Autorin die Protagonisten. Der Stil des Buches ist melancholisch. Wer actionreiche Komik oder heldenhafte Protagonisten erwartet ist hier falsch. Ich empfehle dieses Buch mit sehr viel Ruhe und Aufmerksamkeit zu lesen, damit man - so wie ich - in den Genuss eines tollen Buches kommt.

    Mehr
  • Buchpräsentation "Gegen einsam"

    Gegen einsam
    DaniM

    DaniM

    Zwei Menschen auf der Suche nach Glück. Beide auf ihre Weise einsam, beide von einer Sammelleidenschaft befallen. Doch während Manuel versucht seinem Leben durch das Erwerben von Gegenständen Bedeutung zu geben, bemüht sich Maja um immer neue Bekanntschaften. Durch einen Zufall treffen die beiden aufeinander und kommen trotz großer Differenzen nicht mehr voneinander los ...

    • 3
    DaniM

    DaniM

    28. February 2012 um 08:47
  • Verlosung 3 x "Die Seherin" von Daniela Meisel

    Die Seherin
    DaniM

    DaniM

    Liebe LeserInnen,
    da in wenigen Tagen mein neuer Roman "Gegen einsam" bei Picus erscheint, ist es an der Zeit meine letzten eigenen Exemplare von "Die Seherin" (Arovell 2010) zu verlosen. Wer Lust auf den Roman hat, schreibt mir bitte ein mail mit seiner Adresse an: mail@danielameisel.com. Alles Liebe Daniela

    • 33
    DaniM

    DaniM

    10. February 2012 um 10:32