Daniela Nagel Fünf Kinder? Sie Ärmste!

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Inhaltsangabe zu „Fünf Kinder? Sie Ärmste!“ von Daniela Nagel

Als Mutter von fünf Kindern kennt Daniela Nagel die gängigen Vorurteile gegenüber Großfamilien zur Genüge. Von »Ihr habt wohl nur das eine im Kopf« bis »Ihr seid doch asozial« hat sie schon alles zu hören bekommen.
FÜNF KINDER? SIE ÄRMSTE! hat sie als Antwort auf diese Vorurteile geschrieben. Ironisch und höchst subjektiv erzählt die Autorin von ihrem Alltag als Fünffachmutter und zeigt, wie erfüllend das Leben auch beziehungsweise gerade mit vielen Kindern sein kann. Zugleich setzt sie sich kritisch mit sozialpolitischen Fragen auseinander: Unser Staat fordert höhere Geburtenraten, aber wie familienfreundlich ist er im Gegenzug? Warum sind gerade Frauen mit vielen Kindern gefährdet, in die Falle »traditionelle Rollenverteilung« zu tappen? Und was kann man dagegen tun?
Abgerundet werden die Kapitel im Kolumnenstil von zahlreichen konkreten Tipps, wie man den Alltag auch mit vielen Kindern meistert, ohne dass die eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen.

Obwohl ich keine Kinder habe, habe ich das Buch verschlungen!

— jassizipp

Einfach erfrischend-ehrlich und realitätsnah.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • „Die Bildung darf nicht vom Gehalt der Eltern abhängen.“

    Fünf Kinder? Sie Ärmste!

    jassizipp

    22. February 2017 um 15:44

    Als kinderlose Frau bekomme ich oft zu hören, dass es vollkommen okay sei, keine Kinder zu haben. Allerdings folgt immer der gleiche Satz: „Aber du hast ja noch Zeit.“ Da wechselt meine Gesichtsfarbe zu einem dezenten Zinnober-Rot. Was mir bisher nicht klar war: Auch kinderreiche Familien bekommen von außen oft etwas zu hören – und das empfinde ich auf die gleiche Weise unfair und unverschämt: „Spätestens beim dritten Kind fragen einen Menschen, die einen noch nicht mal mit Vornamen kennen, ob der Nachwuchs geplant gewesen sei.“ (Ausgabe 2013, Seite 55) Daniela Nagel hat mit „Fünf Kinder? Sie Ärmste!“ endlich für ein Buch gesorgt, das für Frauen mit vielen Kindern gedacht ist. Aber auch ich (wie gesagt: kinderlos) habe dieses Buch inhaliert. Die Herausforderungen, vor denen man als Vielfachmutter steht, konnte ich nachempfinden (zumal ich einiges bei befreundeten Müttern bereits erlebt hatte). Vor allem aber habe ich mich als Frau verstanden gefühlt, denn als solche steht jede irgendwann vor den gleichen Fragen. Zum Beispiel: Möchte ich Kinder? Kann ich sie mir überhaupt leisten? Habe ich ein verlässliches Netzwerk aus Oma, Opa, Tante, Onkel, etc. oder muss ich das alleine schaffen? Bekomme ich das organisatorisch gestemmt? Es finden sich hier so viele Aspekte wieder. Zum Beispiel werden kinderreiche Familien mit dem Vorurteil konfrontiert, sie wären asozial (an dieser Stelle herzlichen Dank an RTL 2 – ich hoffe, ihr seid stolz auf euch *Sarkasmus*), armutsgefährdet oder überhaupt verwahrlost. Was mir auch gut gefallen hat: In diesem Buch kommen auch andere Eltern zu Wort und so kann man sehr schön sehen, wo sich die Aussagen decken. Zum Schluss kann man einfach nicht mehr leugnen, dass in Gesellschaft und Politik noch ordentlich was passieren muss, um Familien zu unterstützen. Wieso bekommen denn so viele Deutsche keine oder nur wenig Kinder? Natürlich wegen der zahlreichen Hürden und Einschränkungen, die es zu bewältigen gilt. Mein Lieblingssatz steht in meiner Ausgabe übrigens auf Seite 220: „Die Bildung darf nicht vom Gehalt der Eltern abhängen.“ Ja! Ich möchte diesen Satz mehrfach bunt unterstreichen. Selbst wenn man selbst keine Kinder hat: Der Nachwuchs ist unsere Zukunft. Wenn wir für ein anständiges Bildungsangebot sorgen, schaffen wir uns eine sichere Zukunft und müssen uns vielleicht bei der nächsten Pisa-Studie nicht mehr schämen. Übrigens möchte ich eindringlich betonen, dass „Fünf Kinder? Sie Ärmste!“ kein Männerhasser-Buch ist. Auch Väter kommen hier zu Wort und nicht zu kurz. Fazit: Ich habe „Fünf Kinder? Sie Ärmste!“ sehr gerne gelesen und kann die Lektüre weiterempfehlen. Gerade Daniela Nagels Meinung zur Bildungsförderung hat mir so aus dem Herzen gesprochen, dass ich das Buch am liebsten dem einen oder anderen Politiker aufs Auge drücken möchte. Es gibt noch so viele Aspekte aus dem Buch, die ich hier nicht ansprechen konnte, darum lest es, Leute! LEST ES!

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  • Einfach erfrischend-ehrlich und realitätsnah

    Fünf Kinder? Sie Ärmste!

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. February 2017 um 14:44

    Ich habe dieses Buch wirklich verschlungen und bin absolut begeistert von diesem. Warum habe ich es nicht schon früher entdeckt? Gerade als Vierfachmama gerät man immer an Sachbücher oder Ratgeber, die immer nur dasselbe schreiben und im Prinzip ist dies aber nichts neues oder wirklich die Realität. Alles wird beschönigt und man bekommt Tipps an die Hand, die bei uns Müttern mit unseren individuellen Kindern doch sowieso nichts bringen oder? Brauchen wir solche Bücher in unseren Händen? Nein, diese brauchen wir nicht. Umso glücklicher war ich als ich Daniela Nagels Survivalguide für gelassene Mehrfachmütter entdeckt habe und das Tolle ist sie schreibt ehrlich über das Leben einer Fünffachmama und über unsere Gesellschaft die uns Mehrfachmütter entweder müde belächelt, abwertet oder aber uns toll findet. Es gibt solche und solche, auch ich habe damit schon Erfahrungen machen müssen aber dazu ein anderes Mal mehr. Es geht aber auch um das was der Staat sich "wünscht". Der Staat möchte mehr Kinder aber nicht mehr für unsere Kinder tun oder für Paare die sich mehr Kinder wünschen aber sich diese einfach nicht leisten können, denn sicher ist das Kinder nun einmal auch Geld kosten und es heutzutage finanzierbar sein muss. Nicht immer können Eltern das Modell fahren welches wir fahren und ich empfinde das als sehr großen Luxus, auch wenn ich im Endeffekt finde das das Geld schon mehr sein könnte. Auch wenn ich immer predige zu sagen, dass ein Teller Mittagessen mehr auch nicht auffällt aber es ist ja nicht nur das Mittagessen was ein Kind zum Leben und Überleben braucht. Ein Kind hat auch Wünsche, braucht etwas zum Anziehen und in der ersten Zeit viele Schuhe, denn man könnte meinen unsere Kinder hätten Atomfüße. Sie wachsen und wachsen und wachsen und das möchte eben auch alles bezahlt werden und wenn es nur die Schuhe wären, wäre es ja einfach. Man muss also gerade als Mehrfacheltern Abstriche machen was wirklich wichtig ist. Aber es geht natürlich nicht nur in diesem Buch um unseren Staat oder unsere Gesellschaft, auch wenn Daniela den Nagel auf den Kopf trifft, sondern auch um die Fragen wie sie es alles schafft und ob noch Zeit für sie und ihren Mann bleiben. Ganz besonders fand ich ihre Liebesgeschichte, diese war einfach nur schön beschrieben und ich mag gar nicht zu viel wegnehmen. Ein wichtiges Thema welches Daniela anspricht ist, wie man die Belastung und ich wähle hier ganz bewusst das Wort Belastung, da es eben kein Zuckerschlecken ist auch wenn es schön ist viele Kinder zu haben und in freudig-glänzende Augen zu sehen. Sie schreibt darüber das man auf sich achten sollte und nicht immer und überall 100% geben kann und mal ehrlich, schafft ihr Mehrfachmütter das? Wir können nicht Hausfrau, Mama, Karrierefrau und noch all das andere sein, ohne irgendwann in einem Burn-Out zu landen. So eben nicht Kinder bedeuten Chaos, vollgespuckte Betten, ein vollgekrümmelter Teppich und überall das Spielzeuglager, ganz gleich ob das Kinderzimmer dafür vorgesehen ist das Wohnzimmer eignet sich doch auch dafür. Es ist eben wie es ist und man sollte gelassen daran gehen, so Daniela und vor allem auch mal Verantwortung abgeben. Das ist etwas was ich lernen musste, wobei wir doch meistens alles alleine für uns schaffen müssen. Es kommt also nicht sooft vor das ich oder wir Verantwortung abgeben aber es fühlt sich gut an und das darf es auch, vor allem um alleine Kraftreserven aufzubauen und das ohne ein schlechtes Gewissen. Auch der Mann im Hause, der coole Papa kann Aufgaben übernehmen, man muss sie ihm wahrscheinlich einfach nur zuteilen. Wir machen an dieser Stelle immer eine kleine Checkliste für das Wochenende, wobei Patti auch ganz gut mittlerweile alleine weiß was anfällt. Ich bin daher sehr stolz auf ihn, muss ich ja mal so sagen. Wichtig ist aber auch zu wissen, dass alles zu seiner Zeit passiert und man sich selbst den Druck nehmen muss. Dies hat Daniela in ihrem Buch auch nochmal sehr deutlich gemacht und ich war froh über diese Zeilen, da sie mich ermutigt haben. Noch ermutigender fand ich es, als sie schrieb das man sich auch Gedanken darüber machen sollte, was ist wenn die Kinder aus dem Haus sind. Was dann? Das habe ich mich gefragt und bin zu dem Entschluss gekommen, immer langsam aber stetig auch an meiner Karriere zu basteln, jetzt wo unser Kinderwunsch eigentlich abgeschlossen ist. Ob wir in fünf Jahren noch ein Nesthäkchen haben möchten bleibt daher abzuwarten und wenn nicht haben wir immerhin vier gesunde und glückliche Kinder. Auch das Kapitel ob noch Zeit für euch bleibt fand ich toll, denn dort geht es nicht nur um das Paarsein, sondern auch darum ob die Zeit auch für einen selbst bleibt. Natürlich muss man seine Partnerschaft oder Ehe pflegen, insofern das geht und dies bleibt die ersten Jahre eben auf der Strecke, man geht das ein aber auch das man ein eigenständiger Mensch ist, der auch seine eigenen Interessen pflegen mag. Im Großen und Ganzen ist dieses Kapitel einfach wie jedes andere auch sehr interessant und vor allem die pure Wahrheit und Realität. Leben mit Kindern, nicht gegen Kinder. Geschwisterstreit, die eigenen Kräfte und vieles mehr beinhaltet dieses Buch und wird für Mehrfachmütter oder auch Mehrfacheltern wirklich zu einem richtig guten Survialguide, den ich geliebt habe und wahrscheinlich noch einmal lesen würde, was bei mir wirklich selten vorkommt. Ich kann diesen wirklich nur empfehlen und ihr Schreibstil ist wirklich mehr als erfrischend-ehrlich. So schön mütterlich-unmütterlich, einfach den Nagel auf den Kopf getroffen. Fazit & Bewertung Erfrischend-ehrlich, mütterlich-unmütterlich und gerundet absolut genial zum Überleben.

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