Daniela Oefelein Wer sind diese Kinder und warum sagen sie Mama zu mir?

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Inhaltsangabe zu „Wer sind diese Kinder und warum sagen sie Mama zu mir?“ von Daniela Oefelein

Sie ist souverän. Sie ist erfolgreich. Sie ist glücklich verheiratet. Und dann kommen zwei Kinder … Wie aus einer coolen Mittdreißigerin ein haareraufendes Nervenbündel wird – und wie jeder Tag mit kleinen Kindern das Herz vor Freude blubbern lässt: nie wurde es witziger, ehrlicher und liebevoller erzählt als in diesem Buch.
Nach vielen Jahren als Autorin für einige der beliebtesten TV-Serien kennt Daniela Oefelein sich wirklich damit aus, die großen und kleinen Momente des Alltags perfekt zu inszenieren. Doch nun, als Mutter zweier entzückender Nervensägen, stellt sie fest, dass das Leben sich meist nicht ans Drehbuch hält. Unfreiwillige Figur-Veränderungen, Tritte gegen das Schienbein, bepinkelte Lieblingsschuhe, nächtliche Reisen nach Jerusalem und Spuckflecken auf der superteuren Business-Bluse bringen sie immer wieder an den Rand des Wahnsinns. Noch dazu ist der wunderbare Vater als Kameramann meist da, wo sie ihn gar nicht braucht: beim Drehen! Ein Glück, dass im Lieferumfang von Lissi und Charly eine dicke Portion Liebe enthalten war. Und dieser Vorrat geht nie aus ...
Geschichten mitten aus dem Leben. Mit Lachgarantie für die Mikropausen im Mama-Alltag!

Witziges, authentisches Buch über das Mama-Dasein. Das letzte Kapitel war aber einfach erdrückend, wenn auch für die Autorin sicher wichtig.

— Linker_Mops

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  • unterhaltsamer Stil, rückständiges Frauenbild

    Wer sind diese Kinder und warum sagen sie Mama zu mir?

    Eva-Maria_Obermann

    25. October 2015 um 18:33

    Ihre persönliche Geschichte vom Mamawerden und Mamasein erzählt Daniela Oefelein in Wer sind diese Kinder und warum sagen sie Mama zu mir, erschienen kürzlich bei Kösel mit 192 Seiten. Mit leichten Anekdoten tischt die Erzählerin dabei Geschichten auf, die jedes Seifenoperndrehbuch toppen können. Etwa von den andauernden Reparaturen, den Problemen mit Kindergärten und Hausaufgaben. Stilistisch sicher sind die Erzählungen, immer wieder durchsetzt mit amüsantem Mail-Dialog mit der besten Freundin. Was die Autorin mit ihrem Stil aufbaut, macht es leicht das Buch zu lesen. Die wirklich emotionale Seite – nicht nur mit den zwei Kindern, sondern auch mit der Totgeburt, die nicht zu sehr am Rande, aber auch nicht im Mittelpunkt steht, wird durch den Humor unterhaltsam. Der Leser kann mitlachen, mitweinen und sich mitfreuen, dass am Ende dann doch alles irgendwie gut gegangen ist. Doch da steig ich dann aus, denn nicht nur zwischen den Zeilen, sondern mit entscheidenden Eckpunkten ist die Geschichte von Frau Oefelein – selbst wenn sie der Realität entspricht – ein Zeichen eines erschreckenden Frauenbildes. Denn wo die Frau arbeitet und Haushalt schmeißt (mehr oder weniger), sich aufopfernd um die Kinder kümmert, fehlt der Mann. Nicht, dass die Erzählerin keinen hätte – dann wäre die Geschichte ganz anders. Sie hat einen, der einfach die ganze Zeit arbeitet und darum weder bei den häuslichen Katastrophen noch bei den kindlichen Problemen oder dem Beruf der Frau unterstützend helfen kann. Er ist einfach nie da. Mag sein, dass dies für die Autorin die Realität ist, in einem Buch wird es zu einem rückständigen Frauen- und Mutterbild. Denn die Erzählerin legt hier die Karten auf den Tisch und sagt, dass sie meint, eine Mutter müsse immer und überall alles für ihre Kinder tun. Sie – und nur sie allein – ist emotionaler und sicherer Anker. Traurig, dass noch immer viele so denken, tauriger, dass es in diesem Buch auch noch medial weiterverbreitet wird. Auf den Druck, der dadurch auf der Mutter lastet geht die Autorin dabei kaum ein, meint stattdessen, es müsse eben so sein, als Frau und Mutter. Ein Unding meiner Meinung nach. Dieser unangenehme Beigeschmack macht es für mich dann trotz gutem, unterhaltendem Stil, zu einem mittelwertigen Buch, das mit seiner lapidarer Geschichte, die zwar zum Ende auf die Tränendrüse drückt und damit einen emotionalen Abschluss erzeugt, im Ganzen aber großenteils banal bleibt.

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