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mondy

vor 1 Jahr

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Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich mich wirklich gefreut habe, dass "Harpyienblut" ein Einteiler ist. Gerade im Bereich der Jugend- bzw. All-Age-Fantasy findet man ja meist Trilogien, auf die ich wiederum nicht so viel Lust habe (langes Warten auf den nächsten Teil, 3 Bücher kaufen "müssen", ...). Deshalb war ich froh, hier ein Buch mit abgeschlossenem Ende zu haben.

Auch der Anfang war sehr vielversprechend. Lucie, das Mädchen mit den Flügeln, wird sehr eindringlich eingeführt. Sie versteckt ihre Flügel, um nicht im Labor zu enden, muss aber gleichzeitig immer wieder dem Drang nachgeben zu fliegen. Ihre Ängste, aber auch ihre Freude werden sehr gut dargestellt und man fiebert richtig mit. Gleichzeitig lernt man ihre beste Freundin Emilia und den Volleyballtrainer Sergej kennen, die später noch eine wichtige Rolle in Lucies Leben spielen werden. 

Was aber eigentlich los ist mit Lucie, erfährt man zunächst nicht. Zu Beginn tappt man zusammen mit der Protagonistin im Dunkeln und erst nach und nach wird einem klar, wer oder was Lucie ist. Im Allgemeinen finde ich diesen Kniff ganz gut, allerdings bin ich hier nicht ganz damit zufrieden. Nach dem vielversprechenden Anfang zieht sich der Mittelteil sehr in die Länge, da man immer nur winzige Häppchen zugeworfen bekommt, die man aber meist noch nicht wirklich in das große Ganze einfügen kann. Die Handlung geht eher zäh voran. Ich hätte mir gewünscht, dass irgendwann all diese Informationen gesammelt zusammengefügt werden, denn die doch relativ komplexen Zusammenhänge zwischen Hungerharpyien, Todesharpyien und anderen Harpyien, Seelen und Geistern waren mir zum Schluss nicht so ganz klar. 

Schade fand ich auch, dass nach dem langatmigen Mittelteil der eigentlich spannende Schluss sehr schnell abgehandelt wurde. Plötzlich gibt es nützliche Superfähigkeiten und neue Verbündete, die aus dem Nichts auftauchen ... irgendwie unbefriedigend!

Die Darstellung der zwischen"menschlichen" Beziehungen empfand ich allerdings als sehr schön. Lucie und Emilia verbindet eine unzerstörbare Freundschaft, gemeinsam gehen sie durch Dick und Dünn. Und auch die Liebesgeschichten (ja, es gibt nicht nur eine!) sind toll ... intensiv, aber nicht kitschig.  

Fazit: Vielversprechender Anfang, zäher Mittelteil und unbefriedigendes Ende. Dennoch bleibt man dran, weil man einfach wissen will, was mit Lucie passiert und wie alles zusammenhängt. Von mir gibt es 3 Sterne.

Autor: Daniela Ohms
Buch: Harpyienblut
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