Daniela Ohms Winterhonig

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Inhaltsangabe zu „Winterhonig“ von Daniela Ohms

"Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung.

Eine einfühlsame und bewegende Geschichte die inmitten des 2. Weltkrieges spielt. Absolut Lesenswert.

— Amy-Maus87
Amy-Maus87

So berührend....zum Weinen schön

— MellieS
MellieS

Eine schwierige Liebe inmitten des 2. Weltkrieges

— buechermaus88
buechermaus88

Bewegende Geschichte einer unmöglichen Liebe in den Wirren des 2. Weltkriegs.

— black_horse
black_horse

Ich bin froh, dass ich den begeisterten Leserstimmen vor mir gefolgt bin und kann mich nur anschließen. Ein großartiger Roman!

— hannelore259
hannelore259

Großartig!!!

— sandur97
sandur97

Viel mehr als eine Liebesgeschichte. Ein fesselnder Roman der einen schnell in seinen Bann zieht.

— buchbaron69
buchbaron69

Ein unglaubliches Buch, unbedingt lesen!

— Traeumerin109
Traeumerin109

Sehr authentisch und mitreißend

— lenisvea
lenisvea

wunderschön , authentisch und berührend

— Inge78
Inge78

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  • Winterhonig

    Winterhonig
    buechermaus88

    buechermaus88

    16. October 2016 um 14:46

    Kurzinhalt: Mathilda wächst in einer Großfamilie auf dem Land auf und lernt schon als Kind den Stalljungen Karl kennen. Mit den Jahren wächst die Zuneigung. Doch abgesehen davon, dass ihr Vater wegen alter Familienfehden Karl nicht akzeptieren würde, hat Karl ein Geheimnis. Dieses Geheimnis ist für ihn gefährlich und kann auch Mathilda in Gefahr bringen. Cover: Vom Cover bin ich leider nicht so begeistert. Und ich muss dazu sagen: Das Auge isst mit, nicht nur beim Essen, sondern auch beim Bücherkauf. Und hier ist es so, dass es mir im Buchladen einfach nicht aufgefallen wäre, weil es sehr schlicht und unauffällig ist. Und auch der Titel macht erstmal nicht neugierig, weil mir, wie vermutlich den meisten, das Wort „winterhonig“ nichts sagt und ich vor dem Lesen nicht wusste, was es ist  Meine Meinung: Es passiert nicht oft, aber dieses Buch hat es geschafft. Es gab in diesem Buch einige Passagen, die sich gezogen haben. Ich dachte zeitweise: „Ok, das hätte nicht so ausführlich sein müssen bzw. das hätte man auf weniger Seiten zusammenfassen können.“ Aaaaaber… es war nie langweilig. Es hat Spaß gemacht, es hat mich unterhalten. Ich dachte immer das wäre ein Widerspruch in sich, wenn sich ein Buch in die Länge zieht und Spaß, aber hier hat es funktioniert. Die Geschichte zwischen Mathilda und Karl steht im Vordergrund, aber auch Mathildas Bruder, der den Kontakt zwischen seinem besten Freund Karl und Mathilda erst hergestellt hat, spielt eine wichtige Rolle. Eine sehr wichtige sogar. Durch ihn habe ich gemerkt, dass selbst unscheinbare Nebenrollen eine tragende Rolle spielen können. Warum, verrate ich euch hier nicht, das müsst ihr selbst lesen. Immer wieder gibt es auch Rückblicke, die von Mathildas schwerer Kindheit erzählen. Als Nachzüglerin in der Familie, voll von Trauer über den frühen Tod ihrer Mutter und seit jeher ein eher bescheidenes Verhältnis zu ihrem Vater, hat Mathilda es nicht leicht. Schon früh muss sie auf dem Hof mitanpacken und als im Krieg nach und nach ihre Brüder in die Wehrmacht eingezogen werden, müssen die Mädchen die schweren Arbeiten übernehmen. Einziger Lichtblick ist Karl, der ihren unstillbaren Durst nach Wissen befriedigt und sie zum Lachen bringt. Ihr zeigt, dass das Leben auch Spaß machen kann, selbst wenn es schlechte Zeiten gibt. Mir gefallen die Charaktere wirklich sehr. Sie sind sehr vielfältig und jeder ist einzigartig. Selbst augenscheinlich unsympathische Charaktere werden erklärt, bzw. man versteht nach einiger Zeit warum sie so geworden sind und akzeptiert ist. Natürlich nicht mit jedem Charakter: Wir sind hier immer noch im 2. Weltkrieg, wo Machthunger und Gewalt herrscht. Der Roman ist meiner Meinung nach sehr authentisch und man kann sich wirklich vorstellen, wie das Leben auf dem Land im 2. Weltkrieg gewesen sein muss. Wenn auch von Bomben häufig verschont, so mussten die Menschen trotzdem ihren Beitrag zum vermeintlichen zukünftigen Sieg beitragen. Außerdem hat die Autorin einen sehr flüssigen Schreibstil und ich fand auch das Nachwort sehr interessant. Hier erzählt sie, wie sie überhaupt auf die Idee zur Geschichte gekommen ist und auch, dass ihre Oma einen entscheidenden Beitrag zum Buch geleistet hat und ein Teil des Romans durchaus ihren wahren Kern hat. Mein Fazit: Eine unterhaltsame Liebesgeschichte in einer außergewöhnlichen Zeit mit spannenden Charakteren und verschiedensten Emotionen. Mir hat es sehr gut gefallen und erhält deshalb auch 5 von 5 Sternen.

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  • Bittersüße Liebe

    Winterhonig
    black_horse

    black_horse

    14. October 2016 um 22:25

    Ein kleiner Ort im Paderborner Land ist Schauplatz dieser bewegenden, spannenden Geschichte einer unmöglichen Liebe.Die junge Mathilda wird erwachsen und ihre Freundschaft zum auf dem Nachbargut lebenden Stallknecht verändert sich. Doch die zart aufkeimende Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, denn Karl verschwindet ohne Abschied.Das Buch begleitet Mathilda und Karl durch die Wirren des Krieges. Karls Geheimnis bringt für beide eine Gefahr. Der Autorin gelingt es sehr gut, den Leser in die bedrückende, gefährliche Atmosphäre des Krieges hineinzuziehen. Die sehr gut eingebundenen historischen Informationen sorgen für Authentizität und bringen dem Leser interessante Einblicke.Ein wirklich fesselndes Buch, das einen Ausschnitt der Kriegsgeschichte beleuchtet, über den bisher kaum geschrieben wurde. Sehr empfehlenswert!

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  • Winterhonig- Ein berührendes Buch über die Zeit im Krieg und die nie verlorene Hoffnung

    Winterhonig
    Ayda

    Ayda

    11. August 2016 um 18:16

    Ein berührendes Buch über die Zeit im Krieg und die nie verlorene Hoffnung 5 🌹🌹🌹🌹🌹 Klappentext: "Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung. Meine Meinung: Das Buch ist wirklich ein sehr besonderes und unheimlich berürhrend. Eigentlich lese ich nicht viele Bücher,die im Krieg spielen aber mich hatten der Titel und die Leseprobe sehr angesprochen. Ich habe auch sehr lange gebraucht, um das Buch zu lesen weil es mir sehr nah ging. Es geht um die Liebe zwischen Mathilda und Karl aber es geht auch um viele mehr. Es ist die Zeit, in der die Geschichte uns erreicht, der Schreibstil und das Authentische. Man fühlt die Krieszeit hautnah mit, die Ängste und die Bedingungen , in denen sich die Menschen befanden. Einerseits dem bevorstehenden System ausgeliefert andereseit immer mit einem Funken Hoffnung im Gepäck. Das Thema im Buch ist sehr aktuelle und geht einem sehr nah, daher hat die Autorin ein sehr tolles Buch geschrieben, das gelesen werden sollte! Autorin: Daniela Ohms, geboren 1978, studierte Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Psychologie und Geschichte. Für ihren Roman „Winterhonig“ hat Ohms sich durch die Erinnerungen ihrer Großmutter, Jahrgang 1924, inspirieren lassen, die im Paderborner Land als jüngstes Kind einer elfköpfigen Bauernfamilie aufwuchs und in ihrer Jugend die Wirren und Nöte des Zweiten Weltkrieges erlebte. Daniela Ohms ist neben dem Schreiben in einer Literaturagentur tätig und wohnt mit ihrer Familie in Berlin. Cäcilia Oele (geb. Aring), ihre Oma, ist inzwischen 92 und lebt in Rheda-Wiedenbrück. Dort hat sie im Jahr 2006 einen Schreibwettbewerb der Lokalzeitung "Die Glocke" gewonnen.

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  • Mit Winterhonig ist der Autorin ein aufwühlender, tiefgründiger und sehr gefühlvoller Roman gelungen

    Winterhonig
    aly53

    aly53

    19. July 2016 um 00:18

    Mit diesem tiefgründigen und unheimlich gefühlvollen  Roman ist der Autorin ein Werk gelungen, daß mich vollkommen in den Bann ziehen konnte.Sobald ich angefangen hatte, konnte ich es einfach nicht mehr zur Seite legen.Hierbei erzählt Daniela Ohms die Geschichte von Mathilda. Ein junges Mädchen das in einer schweren Zeit lebt. In der Zeit des Krieges, der alles anders macht und das wahre Grauen und die Ausweglosigkeit vor Augen führt.Wenn man in so einer Welt lebt, wie soll man da noch Hoffnung haben?Mathilda ist eine sehr beeindruckende Persönlichkeit,die mich vollkommen berühren konnte. Ihre Stärke, ihre Mut und ihr Wille nie aufzugeben.Ein Mädchen das allem strotzt , daß sich ihm in den Weg stellt.Ein Mädchen das mich überrascht hat, das mich lachen und leiden ließ.Ein Mädchen das für die Liebe kämpft und für sich selbst.Eine Liebe zu einem jungen Mann, die verboten ist.Verboten aus vielerlei Gründen.Doch wenn nicht die Liebe, was lässt es uns sonst überstehen?Eine weitere wichtige Person in diesem Buch ist Karl. Ein junger Mann der mich gefangen nehmen konnte. Der mich mit seinem Schicksal so unglaublich berührt hat. Dessen Verzweiflung, Wut und auch Hoffnung ich in jeder Zeile spüren konnte.Daniela Ohms zeigt sehr deutlich auf, was die Kriegszeiten aus den Menschen machen.Wie sie tagtäglich zwischen Verzweiflung und Hoffnung kämpfen.Wie sie alles tun, um zu überleben.Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist die sehnsuchtsvolle und traurige Atmosphäre. Denn sie passt wirklich sehr gut zu dieser schwierigen Zeit.Man erlebt eine Verbindung die sich entwickelt, sich entfaltet und mir wirklich die Tränen in die Augen getrieben hat.Dabei weiß man bis zum Ende nicht, ob sie es schaffen werden.Dazwischen steht viel Grauen, Leid und namenlose Verzweiflung.Viel Stärke und Mut ist dabei erforderlich.Ich hab so unsagbar mit den Protagonisten mitgefiebert, das es mir fast das Herz gebrochen hätte.Besonders die Einarbeitung des Winterhonigs hat mir gut gefallen, es hatte etwas hoffnungsvolles an sich, etwas traumhaftes, das dem Ganzen einfach mehr Gefühl und Tiefe gegeben hat.Wer mir auch besonders gut gefallen hat, war Joseph, mit seiner Art ging er mir sehr ans Herz und ich hab an seiner Seite geweint.Letztendlich ist der Autorin eine tiefgründige Liebegeschichte in einer schwierigen Zeit gelungen.Sie berührt, schmerzt und bringt so unsagbar zum weinen.Die intensiven Beschreibungen haben das Ganze noch unterstrichen und man konnte sich alles sehr gut vorstellen.Dabei brachen die Emotionen völlig ihren Bahn.Für mich ist dieses unglaubliche Buch ein wahres Highlight.Ein Buch das man lesen sollte, verinnerlichen muss und einfach liebt.Es ist authentisch, lebendig und voller Wärme.Hierbei erfahren wir die Perspektiven von Mathilda und Karl, was ihnen mehr Raum und Tiefe verschafft.Auch die Nebencharaktere sind wunderbar gezeichnet, authentisch und ausdrucksstark.Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend und bildgewaltig gehalten.Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten.Es spielt in der Zeit von 1933 - 1949.Das Cover und der Titel passen sehr gut.Fazit:Mit "Winterhonig" ist der Autorin ein aufwühlender, tiefgründiger und sehr gefühlvoller Roman gelungen.Eine verbotene Liebesgeschichte in einer schwierigen Zeit, die viel überstehen und erleiden muss.Es bringt zum weinen, löst Verzweiflung und Wut aus.Und ja man liebt es einfach.Unbedingt lesen.Für mich ein klares Highlight.Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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  • Viel mehr als bloß eine Liebesgeschichte

    Winterhonig
    buchbaron69

    buchbaron69

    18. July 2016 um 20:04

    Klappentext"Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung.Die AutorinDaniela Ohms, geboren 1978, studierte Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Psychologie und Geschichte. Für ihren Roman „Winterhonig“ hat Ohms sich durch die Erinnerungen ihrer Großmutter, Jahrgang 1924, inspirieren lassen, die im Paderborner Land als jüngstes Kind einer elfköpfigen Bauernfamilie aufwuchs und in ihrer Jugend die Wirren und Nöte des Zweiten Weltkrieges erlebte. Daniela Ohms ist neben dem Schreiben in einer Literaturagentur tätig und wohnt mit ihrer Familie in Berlin. Cäcilia Oele (geb. Aring), ihre Oma, ist inzwischen 92 und lebt in Rheda-Wiedenbrück. Dort hat sie im Jahr 2006 einen Schreibwettbewerb der Lokalzeitung "Die Glocke" gewonnen.Meine MeinungStoryMathilda ist das jüngste von zehn Geschwistern, die auf einem Bauernhof bei Paderborn leben. Schon früh bekommt sie die Härten des bäuerlichen Lebens zu spüren. Einzig Karl, der geheimnisvolle Pferde Dresseur von einem Pferdegestüt in der Nachbarschaft, bringt ein wenig Abwechslung in ihrem oft tristen und harten Alltag. Als die Nazis an die Macht kommen, wird das Leben von Mathilda noch entbehrungsreicher und als der Krieg ausbricht und Karl plötzlich verschwunden ist, steht Mathilda ganz alleine da. Mathilda ist sich nicht sicher, ob Karl vor den Nazis geflohen ist. oder eingezogen wurde. Sie hat niemanden mit dem sie reden kann, denn in dieser Zeit kann man selbst den eigenen Geschwistern nicht trauen.SchreibstilDaniela Ohms schreibt in einem leicht verständlichen Schreibstil und der Leser hat wenig Mühe der Geschichte zu folgen. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Man kann sich leicht in die zeit und das Leben der Menschen hineinversetzten.CharaktereNeben Mathilda und Karl spielen noch eine ganze reihe weiterer Charaktere mit, teilweise historisch echt. Die Autorin schaft es sehr gut mit wenigen Worten einen Charakter leben einzuhauchen so das man leicht mit diesen mitfühlen kann.Mein FazitDas Buch ist mehr als nur die Liebesgeschichte zwischen Mathilda und Karl. Wie der Krieg das Leben der Menschen verändert hat, wie sie unter den Entbehrungen leiden und leben müssen, was es für die Frauen bedeutet wenn ihre Männer an der Front sind und sie keine Nachricht bekommen. Wie tief in die Privatsphäre der Einfluss der Nazis war. All das hat die Autorin sehr schön wiedergegeben. Vieles was die Autorin beschreibt beruht auf waren Fakten. Daniela Ohms hat es meisterlich geschafft, einer Geschichte um Liebe, Entbehrung, Verlust aber auch Hoffnung leben einzuhauchen. Ich vergebe volle fünf von fünf  Sterne  mit einem dicken Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.

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  • Liebe in Zeiten des Kriegs

    Winterhonig
    Traeumerin109

    Traeumerin109

    13. July 2016 um 10:54

    Mathilda wächst als jüngstes von zehn Geschwistern auf einem Bauernhof auf. Das Leben dort ist geprägt von einer strengen Erziehung und harter Arbeit. Der einzige, der sie zu verstehen scheint, ist Karl, der Stallknecht des benachbarten Gutes. Er schenkt ihr ein Glas seines Winterhonigs als Trost für alle Stunden, in denen sie traurig ist. Doch dann kommt der Sommer, in dem die beiden sich sehr viel näher kommen als in all den Jahren vorher, und plötzlich ist Karl verschwunden. Nicht lange danach beginnt der zweite Weltkrieg und reißt die Familie auseinander. Mathilda ist verzweifelt, denn mittlerweile ist sie sich sicher, dass ihre Gefühle für Karl nicht einfach so verschwinden werden. Dieser ist inzwischen in die Wehrmacht eingetreten und so beginnt eine lange Zeit des Wartens und Bangens. Und immer noch scheint es ein dunkles Geheimnis in Karls Leben zu geben, das die Nazis auf keinen Fall herausfinden dürfen. Dieses Buch ist ohne Zweifel ein ganz besonderes Buch. Nicht nur weil ich es geradezu verschlungen habe, sondern auch, weil es der Autorin gelungen ist, die Atmosphäre der Zeit des zweiten Weltkrieges meisterhaft einzufangen. Zum einen das wirklich harte Leben auf einem Bauernhof, auf dem jeder von morgens bis abends mit anpacken muss. Dann die nachbarschaftlichen Beziehungen, Gerüchte, die Kluft zwischen Protestanten und Katholiken, die zur damaligen Zeit in einem Dorf bestand. Zu guter Letzt erfahren wir unglaublich viel über das Leben in der deutschen Wehrmacht und den Russlandfeldzug, hauptsächlich Informationen aus historischen Quellen, die hier verwendet wurden. Über die Schwierigkeit, sich noch einen Rest Menschlichkeit inmitten des Grauens zu bewahren. Freundschaften zerbrechen oder werden im wahrsten Sinne des Wortes auseinandergerissen. Es fällt mir sehr schwer, in Worte zu fassen, was ich beim Lesen gedacht habe. Mit Sicherheit haben alle, die den Krieg überlebt haben, nie wieder frei von Schuld leben können, frei von Alpträumen und schrecklichen Bildern schlafen können. Wie das wirklich gewesen sein muss, kann ich mir immer noch schwer vorstellen. Den Charakteren in dieser Geschichte ergeht es nicht anders. Das Soldatenleben wird nicht glorifiziert und in den Himmel gelobt, sondern im Gegenteil mit allen traurigen Facetten gezeigt, eine Zerstörung die nie wieder gut gemacht werden kann. Dann gibt es natürlich noch die unglaublich schöne Liebesgeschichte zwischen Karl und Mathilda, die sich beide daran klammern, dass der Krieg irgendwann ein Ende haben wird. Es ist sehr berührend, wie Karl schon als Junge dem kleinen verängstigten Mädchen hilft und sie beschützt. Später möchte man sie am liebsten beide in den Arm nehmen und trösten, wenn es denn einen Trost gäbe. Die Charaktere in dem Buch sind alle ohne Ausnahme sehr stark, sehr vielschichtig und authentisch, einige machen eine erstaunliche Entwicklung durch. Ich habe wohl auch alle liebgewonnen und mir ein besseres Leben für sie gewünscht. Fazit: Wunderschöne Geschichte, meisterhaft geschrieben, grandiose Charaktere – ein Buch das ich nur weiterempfehlen kann!  

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  • Authentisch und mitreißend

    Winterhonig
    krimielse

    krimielse

    12. July 2016 um 20:36

    Die Autorin Daniela Ohms hat mit dem Roman " Winterhonig" eine sehr authentische und fesselnde Liebes- und Familiengeschichte aus dem Blickwinkel der Landbevölkerung mit Fokus auf die Zeit des Zweiten Weltkrieges verfasst. Sie ließ sich dazu inspirieren von den Erlebnissen ihrer Großmutter, was dem Buch für mich enorme Glaubhaftigkeit verleiht. Klappentext Paderborner Land 1930er Jahre: Das Leben auf dem Bauernhof ist durch die Bestellung der Felder und die Versorgung der Tiere vorgegeben. Verzicht, Disziplin und Gottesfurcht bestimmen den Alltag der jungen Mathilda wie schon den ihrer Vorfahren. Erst der Zweite Weltkrieg ändert alles. Auf einmal müssen sie und ihre Schwestern harte Männerarbeit verrichten, in der Nachbarschaft entstehen neue Feindschaften und bilden sich unerwartete Allianzen. Selbst in ihrem Dorf ist das Klima geprägt von Misstrauen und Entbehrung, selbst hier wird Mathilda Zeugin von Judenverfolgung und schrecklichen Pogromen gegenüber Zigeunern. Aber mit wem kann sie noch darüber sprechen? Mit wem kann sie ihre Angst und ihre Sorgen teilen? Karl, die große Liebe ihres Lebens, ist der Einzige, dem sie vertraut. Aber Mathilda weiß nicht, dass er ein gefährliches Geheimnis bewahrt. Als er eines Tages spurlos verschwunden ist, bleibt ihr nur eine einzige Erinnerung an ihn: ein Glas Winterhonig. Zu Beginn des Buches kann man in schöner Langsamkeit Mathilda bei ihrer Entwicklung vom Kind zur jungen Frau über die Schulter schauen. Ihr Leben auf dem Hof ist stark geprägt vom frühen Tod ihrer Mutter und dem entbehrungsreichen und streng katholischem Landleben zusammen mit ihren Geschwistern und dem herben und wortkargem Vater, aber auch von der Liebe zu ihrem Bruder Josef und der Freundschaft und späteren Liebe zu Karl. Mit Beginn des zweiten Weltkrieges verfolgt man als Leser teilweise atemlos und erstarrt die damit verbundenen Schrecken, zum einen im dörflichen Paderborner Land, zum anderen als Begleiter eines Reiterbataillons zunächst in Frankreich, später im Russlandfeldzug. Die Stimmung an beiden Handlungsorten ist geprägt von den für mich auch während des Lesens unfassbaren Schrecken und Grausamkeiten des Krieges. Aus so persönlichen Blickwinkeln wie im vorliegenden Buch beschrieben bekommt dies eine völlig andere Dimension, der Abstand zur Betrachtung fehlt, so dass ich an manchen Stellen völlig paralysiert gelesen habe. Die Autorin scheut auch nicht davor zurück, kriegsnahe Themen wie Zwangsarbeit, SS-Zugehörigkeit von Mitgliedern der Dorfgemeinschaft und spätere Reue aufzugreifen und ebenso aus der persönlichen Blickwinkeln zu betrachten. Aufgrund hervorragender Recherchearbeit, durch eindringliche Sprache sowie eine Erzählart nahe an den Charakteren sind auch diese Teile der Geschichte sehr glaubhaft und klingen lange nach. "Allmählich begriff er jedoch, der Teufel nicht damit zufrieden war, nur auf einer Seite zu stehen. In einem Krieg tummelte sich das Böse auf jeder Seite, und selbst wenn alle Menschen den Krieg verlieren würden, der Teufel würde gewinnen." Neben den historisch fundierten Ereignissen während des Krieges und der für mich hochinteressanten Beschreibung des Lebens auf dem Land zu dieser Zeit steht auch die Liebesgeschichte zwischen Karl und Mathilda sehr im Vordergrund des Buches. Diese Passagen sind für den Leser kleine oder große Hoffnungsschimmer inmitten all des Leids und Elends, Inseln, auf die man sich retten und verschnaufen kann. Die Liebe ist nicht nur Hoffnung für mich als Leser, sondern auch für die Charaktere Mathilda und Karl, sie sorgt dafür, dass sie nicht an den Umständen zerbrechen, was im Buch in keiner Weise kitschig beschrieben ist. Viele Blicke in die Vergangenheit erlauben, das Verhältnis zwischen Karl und Mathilda besser einzuschätzen und lassen die beiden Charaktere dreidimensional und lebendig erscheinen, ohne dabei vom Fokus auf den Erzählstrang abzulenken. Ich fühlte mich beim Lesen mancher Passagen nicht nur als stiller Beobachter, sondern hineinversetzt ins Geschehen. Fazit: Das Buch halte ich für sehr gelungen und lesbar sowohl mit Interesse für historische Ereignisse und Kriegsverwicklungen während des zweiten Weltkrieges als auch für Liebhaber tiefsinniger Liebes- und Familiengeschichten. Eindringlich und sehr fundiert bekommt man den Größenwahn des zweiten Weltkrieges, die Verfolgung von ganzen Völkern und das herbe und entbehrungsreiche Landleben vor Augen geführt, begleitet von einer klug konstruierten Liebesgeschichte. Vier Sterne für ein empfehlenswertes Buch.

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    • 2
  • Winterhonig

    Winterhonig
    lenisvea

    lenisvea

    12. July 2016 um 20:18

    Produktdetails Einband gebundene Ausgabe Seitenzahl 592 Erscheinungsdatum 01.04.2016 Sprache Deutsch ISBN 978-3-426-65397-5 Droemer Knaur Verlag Zum Buch: www.droemer-knaur.de/buch/8848064/winterhonig "Winterhonig" erzählt von einer lebensgefährlichen Liebe in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. Inspiriert von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche Leben, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine Abstammung vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große Gefahr; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Und über allem die Hoffnung. Meine Meinung: Mir war dieses Buch unaufgefordert zur Verfügung gestellt worden, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich muss aber sagen, dass ich diese Thematik sonst so gar nicht lese und ich daher etwas skeptisch war. Ich habe dann ein wenig in das Buch rein gelesen und ich muss sagen, ich konnte nicht mehr aufhören. Die Geschichte um Mathilda und Karl hat mich so fasziniert, dass ich einfach weiter lesen musste. Das Buch hat wieder mit Erschrecken deutlich gemacht, in was für Zeiten die beiden gelebt haben, was für schreckliche Dinge dort passiert sind. Das kann man sich in meiner Generation heute gar nicht wirklich vorstellen. Es sind auch Sachen passiert, die früher wahrscheinlich wirklich geschehen sind, die mich aber schockiert haben. Näher kann ich da jetzt nicht drauf eingehen, um nicht zu spoilern. Am besten haben mir die Briefwechsel zwischen Mathilda und Karl gefallen, man merkte einfach an jedem Satz, wie wichtig die beiden sich gegenseitig waren und wie einfach man es doch heute eigentlich hat, seine Liebe zu leben. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig, man kam trotz der vielen Seiten gut durch das Buch durch. Ich konnte nur nicht allzu viel am Stück lesen, dafür war die Thematik einfach zu schwierig. Zum Schluss hin hätte ich mir ein wenig mehr Informationen darüber gewünscht, wie das Leben der beiden weiter verlaufen ist. Alles in allem bin ich positiv überrascht von dem Buch, werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben und vergebe dem Buch 4,5 Sterne.

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  • Leserunde zu "Winterhonig" von Daniela Ohms

    Winterhonig
    Daniela_Ohms

    Daniela_Ohms

    Stell Dir vor, es ist Krieg, stell Dir vor, es gibt Menschen, denen das Menschsein abgesprochen wird. Stell Dir vor, Du verliebst Dich – in jemanden, dessen Liebe verboten ist. Stell Dir vor, es ist 1940. Mathilda liebt Karl schon lange, eigentlich schon, seitdem sie ein Kind war und er im Alter von 14 als Knecht auf das Nachbargestüt kam. Sie liebt ihn, weil er als einziger immer für sie da war – für das kleine verlorene Mädchen, das jüngste von zehn Bauernkindern, um das sich kaum noch jemand gekümmert hat, seitdem ihre Mutter gestorben ist. Mathilda war neun, als Karl in ihr Dorf kam – und sie ist 14 und über beide Ohren in ihn verliebt, als er spurlos verschwindet. Zwei Jahre später, 1940, schreibt er ihr einen Brief aus dem besetzten Frankreich. Karl ist nicht „abgeholt“ worden, wie sie es befürchtet hat. Er ist Soldat in der Kavallerie. Als solcher muss er kämpfen, schießen und töten, ausgerechnet für die Deutschen. Doch es ist seine einzige Chance. Nur in der Wehrmacht kann er überleben. Denn niemand darf erfahren, wer er wirklich ist. Nicht einmal Mathilda. Karl weiß, dass er sie nicht lieben sollte, dass er Mathilda mit jedem Brief und mit jeder Begegnung in größere Gefahr bringt. Sein Versteckspiel ist ein Spiel auf Zeit. Doch Mathilda ist seine einzige Hoffnung und sein letzter Sinn – in einem Leben, das verloren scheint … Und das schreibt der Verlag in der Vorschau: „Winterhonig“ erzählt von einer lebensgefährlichen LIEBE in einer archaischen, grausamen Welt, die noch gar nicht so lang Geschichte ist. INSPIRIERT von den Erlebnissen ihrer eigenen Großmutter, lässt uns Daniela Ohms die Zeit des Zweiten Weltkriegs aus Sicht der Landbevölkerung erleben: Das harte, entbehrungsreiche LEBEN, das Mathilda als zehntes Kind eines Bauern führt; die Anstrengungen, die der junge Karl unternimmt, um seine ABSTAMMUNG vor den Nazis geheim zu halten; die Liebe der beiden, die nicht sein darf, bringt sie Mathilda doch in große GEFAHR; die Schrecken des Krieges, der drohende Tod durch Bomben oder Verrat. Liebe Leser, ich lade euch alle herzlich ein, in der Leserunde zu meinem neuen Buch „Winterhonig“ mitzulesen. Ich war jetzt einfach mal so frei, zuerst ein bisschen was über das Buch zu erzählen ;-) Wer sich davon angesprochen fühlt, darf sich gerne bis zum 21. April für eines von 15 Rezensionsexemplaren bewerben. Einen Tag später am 22. April gebe ich dann die Gewinner bekannt. Für alle, die sich bewerben möchten, kommt hier nun eine „kleine Aufgabenstellung“: Lest die Leseprobe auf Amazon und beantwortet folgende Fragen: 1. Welchen ersten Eindruck habt ihr von Mathilda und Karl? Könnt ihr schon etwas über die Charaktere der beiden sagen? Mögt ihr sie? Machen sie euch neugierig? 2. Was erhofft/wünscht ihr euch von dem Buch? 3. Wie oben schon erwähnt wird, habe ich in dem Buch u.a. auch die Erinnerungen meiner Großmutter verarbeitet. Haben eure (Groß)eltern/(Groß)Tanten/(Groß)Onkel etc. euch auch etwas über den 2. Weltkrieg erzählt? Wenn ja, gibt es die ein oder andere „Anekdote“, die euch besonders berührt oder erschreckt hat? Oder seid ihr in einer Familie aufgewachsen, in der es üblich war, über „damals“ zu schweigen? So, hehe, wenn ich mir meine Fragen so anschaue, klingt das ja schon fast nach einer kleinen Deutscharbeit. Aber ihr schafft das ;-) Ich für meinen Teil freue mich jedenfalls auf eure Bewerbung! Herzliche Grüße Daniela Ohms Zum Stöbern: www.daniela-ohms.de Über die Autorin DANIELA OHMS, geboren 1978, studierte Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Psychologie und Geschichte. Für ihren Roman WINTERHONIG hat Ohms sich durch die Erinnerungen ihrer Großmutter, Jahrgang 1924, inspirieren lassen, die im Paderborner Land als jüngstes Kind einer elfköpfigen Bauernfamilie aufwuchs und in ihrer Jugend die Wirren und Nöte des Zweiten Weltkrieges erlebte. Nach einigen Veröffentlichungen im Jugendbuchbereich ist Winterhonig Ohms' erster Roman für Erwachsene. Neben dem Schreiben ist die Autorin in einer Literaturagentur tätig und wohnt mit ihrer Familie in Berlin. Cäcilia Oele (geb. Aring), ihre Oma, ist inzwischen 92 Jahre alt und lebt in Rheda-Wiedenbrück. Dort hat sie im Jahr 2006 einen Schreibwettbewerb der Lokalzeitung "Die Glocke" gewonnen. Natürlich gelten die üblichen Lovelybooksregeln: Wer ein Exemplar gewinnt, verpflichtet sich dazu, es innerhalb der nächsten 4 Wochen nach Erhalt zu lesen, sich aktiv in der Leserunde zu beteiligen und das Buch anschließend zu rezensieren. Mindestens hier bei Lovelybooks, gerne aber auch noch woanders. Um euch zu bewerben, solltet ihr schon mindestens eine aussagekräftige Rezension hier auf Lovelybooks veröffentlicht haben.

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    • 677
  • Zeitgeschichte, die mitten ins Herz trifft

    Winterhonig
    Inge78

    Inge78

    07. July 2016 um 15:19

     

  • Grandioser Roman! Leseempfehlung!

    Winterhonig
    tinstamp

    tinstamp

    03. July 2016 um 15:08

    Darum gehts: 1930. Die Zeiten sind rauh, das Bauernleben hart. Jede Hand wird auf dem Hof gebraucht. Deshalb müssen die Kinder der Familie fest mitanpacken, ganz besonders als auch noch die Mutter stirbt. Mathilde ist erst 6 Jahre alt und die Jüngste der zehn Kinder. Niemand kümmert sich um die Kleinste, außer ihr Bruder Joseph und Karl, der Stallknecht des benachbarten Gutshofes. Karl beschützt die kleine Tildeken und es entseht eine wunderbare Freundschaft zwischen den Beiden. Er lernt ihr heimlich das Reiten, das ihr später während des Krieges zugute kommt. Zehn Jahre später. Mathilda hat ihr Pflichtjahr beendet und kehrt auf dem Bauernhof zurück, kurz bevor ihr Bruder Joseph in den Krieg ziehen muss. Mit Karl, ihrem Freund aus Kindertagen, verbindet sie eine tiefe Liebe, doch der junge Mann hat Mathilda vor zwei Jahren ohne Erklärung zurückgelassen. Damals hat er den Gutshof verlassen und ist zur Wehrmacht gegangen, um ein Geheimnis zu schützen, das ihm das Leben kosten könnte.... Meine Meinung:  Die Autorin hat den Genrewechsel gewagt und sich das erste Mal für einen Roman mit einem historischen Hintergrund entschieden. Inspiriert von den Erinnerungen ihrer Großmutter, hat sie deren Erlebnisse mit einer fiktiven Handlung zu einem großartigem Buch zusammengefügt. Dabei hat sie genauso hervorragend historische Fakten recherchiert und einen sehr authentischen und glaubwürdigen Roman geschrieben, in dem man völlig versinkt und erst nach der letzten Seite wieder auftaucht - berührt und voller Bilder im Kopf, die einem noch tagelang bewegen. Dieser Roman um Mathilda, genannt Tildeken, die jüngste Tochter einer Bauernfamilie und Karl, dem besten Freund ihres Bruders, ist keine gewöhnliche Liebesgeschichte - nicht nur, weil sie während des zweiten Weltkrieges spielt, sondern weil sie einfach authentisch ist und aus dem (Kriegs-)leben einfacher Menschen erzählt. Die fast 600 Seiten entführen uns ins ländliche Paderborner Land. Der Leser verbringt die Kriegsjahre abwechselnd mit Karl an der Front oder am Hof von Mathildas Familie. Der Zweite Weltkrieg wird mit seiner ganzen Grausamkeit geschildert, egal wo man sich mit den Protagonisten aufhält. Auf dem Land ist der Krieg auf andere Weise spürbar. Die meisten Männer sind eingezogen worden und nach und nach müssen die Frauen die Männerarbeit übernehmen, was besonders bei der Ernte zu Schwierigkeiten führt. Auch die Lebensmittel werden immer weniger, obwohl man am Land -im Vergleich zur Stadt- noch begünstigt ist. Die Pferde vom benachbarten Gestüt werden nacheinander beschlagnahmt und für Kriegsdienste verwendet. Medizin ist kaum mehr zu bekommen und für viele Menschen, auch abseits der Front, kommt jede Hilfe zu spät. Auch die Moral und die Religion sind immer wieder Themen, die aufgegriffen werden. Das nationalsozialistische Gedankengut beginnt immer mehr eine Rolle zu spielen und so schleichen sich langsam Furcht und Misstrauen in das kleine Dorf in Westfalen ein....  Das Rezept für den Winterhonig ist am Ende des Buches angefügt. Charaktere: Mathilda ist am Beginn des Romans ein unbedarftes Kind von sechs Jahren, das ihre Mutter verliert. Niemand kümmert sich um sie, außer ihrem vire Jahre älteren Bruder Joseph, der sie ab und zu verwöhnt und ihr etwas Zuneigung schenkt. Sie muss genauso zupacken, wie ihre älteren Geschwister und ist oft sehr einsam. Der Vater wird nach dem Tod seiner Frau noch unzugänglicher. Lachen hört man ihn und seine Kinder nur mehr selten.... Doch Mathilda bleibt ein sympathisches und liebesvolles Mädchen. Auch Karl hat eines durchgemacht und findet zuerst Hilfe am Gutshof, wo er seiner großen Leidenschaft, dem Pferde zureiten, nachgehen kann. Er ist großzügig und liebenswert, die Mädchen schwärmen für ihn. Außerdem umgibt ihn eine geheimnisvolle Aura. Als er in den Krieg ziehen muss, teilt er die Euphorie seiner Kameraden nicht. Er ist ein loyaler Kamerad und Soldat, trotzdem leidet er immer mehr an den Grausamketen des Krieges und fürchtet um sein Geheimnis. Eine wichtige Rolle spielt auch Viktoria, die Gutsbesitzerin. Von den Dorfbewohnern wird sie angefeindet, weil sie keine Katholikin, sondern Protestantin ist. Mathilda findet in ihr eine Stütze und Freundin. Außerdem darf sie Vikrtoria helfen, die Pferde für den Kriegsdienst einzureiten.  Neben den Geschwistern von Mathilda und den Nachbarmädchen, mir denen gemeinsam die Ernte eingeholt wird, lernt man auch Brüder Boeselager kennen, die im Zweiten Weltkrieg am Widerstand beteiligt waren und denen nicht nur im Roman, sondern auch im Nachwort der Autorin noch einige Zeilen gewidmet sind. Schreibstil: Der wunderbare flüssige und bildgewaltige Schreibstil der Autorin entführt den Leser in eine Welt, in die man völlig eintaucht. Die detaillierten Beschreibungen dieser grausamen Zeit und der Gefühle und Gedanken der Menschen sind fantastisch dargestellt. Die Rückblenden zwischen den Kriegsjahren und den Jahren davor hat die Autorin gekonnt gelöst und gut ineinander "verwebt".  Die Erzählung ist authentisch und gut recherchiert.  Fazit: Ein grandioser und bewegender Roman, mit authentischen Charakteren, die direkt aus dem Leben gegriffen sind. Der detaillierte und mitreißende Schreibstil lässt sich wunderbar flüssig lesen und die Geschichte wirkt noch lange nach dem Lesen nach. Ein beeindruckender Roman und meine absolute Leseempfehlung!

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  • Winterhonig, Daniela Ohms

    Winterhonig
    Xoryvia

    Xoryvia

    27. June 2016 um 22:51

    Winterhonig, eine Geschichte über ein Mädchen, das Ihre Mutter viel zu früh verloren hat und Ihre Kindheit unter der strengen Erziehung ihrer Geschwister und Ihres Vaters durchleben musste. Mathilda ist neun Jahre alt, als sie Karl kennenlernt, einen Stallburschen aus Ihrer Nachbarschaft, der vier Jahre älter ist als sie und etwas ganz besonderes ausstrahlt. Immer wieder beschützt er Mathilda, wenn sie mal wieder von Ihrem Vater und Ihren Geschwistern zu hart gefordert wird und wird so ein wichtiger Teil Ihres Lebens. Er ist es auch, der Mathilda zu Weihnachten den Winterhonig schenkt, der sie besonders in schweren Zeiten begleiten soll um sie aufzuheitern. Mathilda wird erwachsen und verliebt sich in Karl, den einstigen Beschützer, der inzwischen viel mehr für sie geworden ist. Doch der zweite Weltkrieg und eine Zeit der Angst zwingt die beiden dazu, sich immer wieder voneinander zu entfernen und Ihre Liebe für sich zu behalten. Karl muss an die Front und kann Mathilda nur selten Briefe schreiben. Er offenbart Ihr seine Gefühle und weiß dennoch, wie gefährlich das für Mathilda ist, hat er doch ein Geheimnis, welches er nicht preisgeben kann. Eine Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht, wurde von Daniela Ohms zu einem fesselnden Roman geschrieben. Die gut recherchierten Fakten und die lebhafte Schreibweise machen dieses Buch zu einem spannenden Erlebnis voller Freude, Kummer und Furcht in der Zeit des Nazionalsozialismus. Am Ende des Buches beschreibt Daniela Ohms, wie sie dieses Buch erschaffen hat, wie viel Arbeit in diesem Roman steckt. Wahrheit und Fiktion werden gut miteinander verwoben und ergeben ein ganz besonderes Ganzes, welches auf jeden Fall lesenswert ist und danach nicht einfach ins Bücherregal gestellt wird. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, empfehlen kann ich es jedem, der gerne historische Romane liest, die auf wahren Begebenheiten beruhen und dennoch einen Hauch Fantasie enthalten.

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  • [Rezension] „Winterhonig“

    Winterhonig
    Ninespo

    Ninespo

    26. June 2016 um 22:31

    Das Buch in drei Worten? Bewegend, emotional, historisch. Das Cover/Die Gestaltung? Das Cover ist sehr hell und freundlich gestaltet, zudem ist es ein richtiger Eyecatcher. Der Titel ist in einem wunderschön geschwungenen, in Gold gehaltenen Font gestaltet. Der Rest des Covers ist schwarz-weiß gehalten, am unteren Rand mit einem Sepiaeinschlag. Im Bildhintergrund kann man verschwommen eine junge Frau erkennen, die möglicherweise die Protagonistin Mathilda darstellen könnte. Ein rundum gelungenes Cover. Die Handlung/Das Setting? In „Winterhonig“ geht es vorrangig um die Liebesgeschichte zwischen Mathilda, dem jüngsten Kind einer zwölfköpfigen Familie, und Karl, dem Stallknecht des benachbarten Gestüts. Als Leser begleitet man Mathilda von Kindesbeinen an, erlebt die wichtigsten Abschnitte ihres Lebens hautnah mit, andere, für die Geschichte nicht zielführende Abschnitte werden gerafft und berichtet. Die Liebesgeschichte spielt zeitlich im Rahmen des Zweiten Weltkrieges und bietet damit zusätzlich für Spannung und Nervenkitzel. Die Liebesgeschichte ist sachte und zärtlich in den historischen Kontext eingebunden; beides geht Hand in Hand und fördert sich gegenseitig. Zudem sind die historischen Begebenheiten sehr lebendig, realistisch und greifbar dargestellt. Der Schreibstil? Der Schreibstil hat etwas Zauberhaftes. Daniela Ohms schreibt auf den Punkt, und schafft es, mit ihrer Wortwahl der Geschichte eine zusätzliche Komponente zu geben. Die Autorin füllt den Text mit Leben, Emotionen und schafft es dennoch, ein leichtes und flüssiges Lesevergnügen zu bieten. Die Wortwahl passt sich den jeweiligen Figuren, Entwicklungen und Lebensabschnitten sowie Lebensumständen an, ohne dass man als Leser das Gefühl erhält, eine neue Figur vor sich zu haben oder eine Entwicklung der Charaktere verpasst zu haben. Die Figuren? Die Figuren haben es mir genauso angetan, wie der gesamte Rest der Geschichte. Nicht nur Plot, Zeitraum und Schreibstil haben gepasst, auch die Figuren konnten mich von sich überzeugen und sich in mein Herz stehlen. Mathilda ist eine liebenswerte Figur, die zu einer zähen, starken und durchsetzungsfähigen Protagonistin heranwächst. Karl war mir ebenso lieb, obwohl die Geschichte zu einem größeren Teil aus ihrer Sicht geschildert wird. Karl ist ein sehr einfühlsamer, geduldiger und kluger Mensch, hinter dem mehr steckt, als man zunächst vermutet. Er ist ein wenig älter als Mathilda, reifer und sehr verantwortungsbewusst. Doch vor allem in der Liebesgeschichte blühen beide Figuren so richtig auf. Es war so unglaublich schön, mitzuerleben, wie die beiden einander finden, stärken und aneinander wachsen können. Die Verwandlung der beiden hat mir außerordentlich gut gefallen. Mit Einbruch des Krieges entdeckt man an allen Figuren an eine neue Seite, die ich sehr realistisch und lebensnah dargestellt fand. Karl ist kein Held, der im Alleingang seine Kompanie rettet; er bleibt sich als besonnener und kluger Kopf treu. Und auch Mathilda verändert sich weiterhin zum Positiven, lässt sich nicht unterkriegen und verkörpert das, was später von Millionen Frauen im Nachkriegsdeutschland zum Alltag gehörte: Stärke und Willen. Positives? Mir hat das Buch einfach rundum gefallen. Ich habe keine Kritikpunkte, sei es an Plot, Figuren, historischem Setting oder der Liebesgeschichte. Ich liebe Liebesgeschichten, ich verschlinge historische Romane für mein Leben gerne – „Winterhonig“ war also genau das richtige Buch für mich. Besonders schön fand ich, und das möchte ich hier hervorheben, dass die Titelgebung nicht nur aufgrund eines Satzes geschah, sondern ein bedeutungstragendes Element hervorhebt. Denn der Winterhonig hat eine zentrale Rolle in der Geschichte, was ich persönlich perfekt ausgewählt finde. Empfehlung? Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne historische Romane lesen. Zudem kann ich es Menschen empfehlen, die Liebesgeschichten lieben. Diese Liebesgeschichte ist sowohl leicht und zärtlich, als auch konfliktreich und theatralisch – die letzten beiden Begriffe sind der zeitlichen Einordnung geschuldet. Wer mit der Handlungszeit, sprich die Zeit um den Zweiten Weltkrieg, nichts anfangen kann, sollte lieber Abstand von dem Buch gehen, denn der Plot ist dicht mit der historischen Epoche verbunden. Allen anderen kann ich „Winterhonig“ von Daniela Ohms wärmstens ans Herz legen. Ich danke dem Knaur Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars für die lovelybooks Leserunde zu „Winterhonig“. Die gesamte Rezension auf http://www.ninespo.de/2016/06/26/rezension-winterhonig/

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  • Süsser Honig in einer eiskalten Zeit

    Winterhonig
    burro

    burro

    26. June 2016 um 12:48

    „Winterhonig“ von Daniela OhmsSchon der Titel „Winterhonig“ von D. Ohms, erschienen im Knaur Verlag, lässt vermuten, dass es sich bei diesem 586seitigen Buch um einen aussergewöhnlichen Roman handeln muss. Mein erster Gedanke war, dass es sich vielleicht um ein süsses Ereignis ist einer kalten Zeit handeln könnte. Der Roman spielt nämlich im Zweiten Weltkrieg und handelt von der „lebensgefährlichen Liebe in einer harten, bäuerlichen Welt“ (Zitat Klappentext).Mathilda, das jüngste Kind einer Familie mit noch zehn weiteren Geschwistern, muss bereits sehr früh erwachsen werden. Die Mutter stirbt und das Mädchen wächst mit wenig Liebe aus der eigenen Familie auf. Stattdessen muss sie Tag für Tag auf dem Hof arbeiten und erlebt die traumatische Zeit des Zweiten Weltkrieges. Glücklicherweise gibt es Karl, den Stallknecht des benachbarten Gutshofes, der sich der kleinen Mathilda annimmt und sie beschützt. Aus dem Mädchen wird eine Frau und Mathilda und Karl verlieben sich. So sehr sich die Beiden von einander angezogen fühlen, spürt Mathilda, dass Karl ein Geheimnis umgibt, das ihn davon abhält, sich seiner Liebe hinzugeben.Karl muss an die Front und er und Mathilda schreiben sich Briefe, aus denen man die Erlebnisse der Beiden erfährt. Im Krieg erleben beide Personen unglaubliche Verluste und die Briefe mit Rückblick auf vergangene Zeiten sind der einzige Halt, den die Beiden verspüren. In diesem Roman kann man sich sehr gut in die damalige harte Zeit mit ihrer Angst, dem Hass, den Verlusten und der Hoffnungslosigkeit hineinversetzen. Es ist kein Buch, das man nach dem Lesen einfach weglegt; es beschäftigt einen mit der eigenen Vergangenheit bzw. den eigenen Wurzeln.Die Autorin hat als Grundlage für diesen Roman sowohl Erlebnisse ihrer 92jährigen Grossmutter als auch sehr seriös recherchierte historische Fakten verwendet. In einem ausführlichen Nachwort wird beschrieben, welche Ereignisse und Personen der Realität entsprechen und aus welchen Gründen andere Personen erfunden wurden. Dieses Buch ist mein persönlicher „Bestseller“ und ich würde mich nicht wundern, wenn es eines Tages verfilmt werden würde. Alle Daumen hoch für dieses Buch! Es ist sehr lesenswert!

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  • Was für ein Buch!

    Winterhonig
    dubh

    dubh

    20. June 2016 um 21:59

    Mathilda, von den meisten Tildeken genannt, hat keine einfache Kindheit. Als ihre Mutter früh stirbt, wird es für das jüngste Kind einer Kleinbauernfamilie aus dem Paderborner Land nicht einfacher. Nicht nur, dass alle Geschwister tüchtig mit anpacken müssen, nein, für das kleine Mädchen geht auch die liebevolle Nähe verloren. Zum Glück hat sie Joseph, ihren vier Jahre älteren Bruder, der sie beschützt und der ihr ein sehr guter Vertrauter ist. Durch ihn lernt Mathilda Karl kennen - ein älterer Junge, der auf dem herrschaftlichen Gut der von Steineckens als Stallbursche arbeitet. Doch die Zeiten könnten nicht schlechter für eine derartige Freundschaft stehen: nicht nur, dass der Vater als überzeugter Katholik nichts von den ostpreussischen und protestantischen Gutsbesitzer hält, nein, es ziehen noch deutlich dunklere Wolken am Himmel auf, denn die Nazis gelangen an die Macht. Doch trotz allem lassen sich Gefühle nicht einfach unterbinden und so wird aus einer beinahe geschwisterlichen Nähe, die viel Trost zu spenden vermag, eine innige Liebe...Knapp 600 Seiten umfasst dieser Roman der Autorin Daniela Ohms und ich kann nur sagen, dass keine einzige davon zu viel ist. Schon die ersten Seiten haben einen unglaublichen Sog auf mich ausgeübt, so dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Daniela Ohms hat ein solch bemerkenswertes Feingefühl für ihre Figuren - allen voran natürlich Mathilda und Karl, aber auch Joseph - dass ich nach wenigen Kapiteln meinte, sie zu kennen. Hinzu kommt die Kulisse, der ich anfangs mit einem Fragezeichen entgegen geblickt habe: gerade die Zeit des Zweiten Weltkrieges kenne ich doch verstärkt aus der Perspektive von Stadtbevölkerung oder aber aus dem Blickwinkel derer, die verfolgt wurden. Hier widmet sich die Autorin einer einfachen, sehr gläubigen und hart arbeitenden Landbevölkerung - für mich ein ungewohnt neuer Blick. Denn auch wenn der Krieg lange weit entfernt scheint, erscheinen schon bald seine Schatten auf dem heimischen Hof: da nach und nach viele Männer an die Front müssen, bleibt die harte Arbeit, die zum Überleben aller wichtig ist, an den Frauen hängen. Und dann ist da noch die Liebe zwischen Karl und Mathilda - eine Liebe, die einfach nicht sein darf und doch so wichtig ist, weil sie vor allem auch Hoffnung schenkt.Ein wunderschöner Roman, der sowohl den unmenschlichen Facetten des Dritten Reiches, den düstersten Szenen des Krieges und den Entbehrungen als auch den sehnsuchtsvollen Momenten einer tiefen Liebe und der Hoffnung, die Liebsten wiederzusehen, gerecht wird. Dabei hat mich besonders beeindruckt, dass die Autorin immer wieder reale Figuren und Geschehnisse mit in die Handlung eingewoben hat - ein Zeichen für die ausgiebige und gelungene Recherche, auf der das Buch unter anderem fußt. Zudem ist dieser Roman der Großmutter Daniela Ohms gewidmet; der Frau, die sie zu ihrem Buch inspiriert hat.Für mich ist "Winterhonig" eine Bereicherung, die schon jetzt zu meinen Lesehighlights des Jahres 2016 zählt. Ein emotional ergreifender, authentisch wirkender Roman, der mich durchgehend gepackt hielt und von dem ich mich nur schwer trennen konnte.

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