Daniela Piolini S-Dressur

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Inhaltsangabe zu „S-Dressur“ von Daniela Piolini

In der Definition der klassischen Reitlehre handelt es sich bei der Dressur um die Wissenschaft - und auch die Kunst -, jedes Pferd unter Rücksichtnahme auf seine physische und moralische Unversehrtheit zur Geltung kommen zu lassen. Die Dressur zu einem Spezialgebiet zu erheben, ergibt nur Sinn, fördert der Wettkampf, welcher den gleichen Namen trägt, auch die richtigste und sanfteste und somit natürlichste Art zu reiten. Dies gilt umso mehr, wenn der Wettkampf - sein kompetitives Element - zur absoluten Richtlinie für die Ausbildung der Reitlehrer wird. Nun gebärt jede Epoche die Reiterei, die sie verdient. Als von Sponsoren finanziertes, globalisiertes Spezialgebiet hat die moderne Dressur die Reitkunst den sportlichen und ökonomischen Imperativen professionellen Reitens geopfert. Angewandte Methoden genießen wenig Bedeutung, was zählt, ist das Ergebnis: Nötigung und Beritt mit Gewalt sind heute die Norm, grobe Fehler werden ins System integriert. Insgesamt verhält sich die kompetitiv geprägte Dressur zur wahren Reitkultur wie McDonald`s und Coca Cola zur Gastronomie und Diätetik. Die Pferde sind natürlich die ersten Opfer dieses florierenden Business’. "Der Zyniker ist der, der den Preis von allem, jedoch den Wert von nichts kennt" (Oskar Wilde). Zahlreich sind die Liebhaber (im nobelsten Sinne von "jene, die lieben"), die sich entrüsten und von diesen Auswüchsen abwenden. Aber nur wenige finden sich, die den Mut aufbringen, diese mit Nachdruck und Klarheit zu benennen - wer schwimmt schon gern gegen den Strom. Mit jener "Eleganz der Verzweiflung", welche sich Humor nennt, macht Daniela Piolini auf die verheerenden, karikaturhaften Auswüchse der offiziellen Dressur aufmerksam. In ihren von großem Talent zeugenden Illustrationen zeigt sie - unterlegt von Zitaten großer Meister - mit den Mitteln eines vermeintlich unschuldigen Bilderbuches für Kinder auf ironische Weise gerade das, was besser gemieden werden sollte. "In Sitten und Gebräuchen ist es ehrenhafter zu übertreten als zu folgen" (William Shakepeare). Eingedenk der ihr gesetzten Grenzen schließt sie ihr Buch mit offenem Ende: der Vorschlag einer authentischen Alternative sei ".eine andere Geschichte". Doch könnte sie in der Zwischenzeit einen wesentlichen Beitrag zum Wandel des Bewußtseins geleistet haben. Als leidenschaftlicher Ecuyer möchte auch ich letztendlich meinen Beitrag leisten. Tatsächlich gibt es in der Dressur bereits eine zuverlässige Alternative, welche der Natur des Pferdes respektvoll Rechnung trägt. Diese Alternative hat den schönen Namen "Légèreté" - eine Philosophie, die ihren Ruf als Reiterei “à la franςaise" den alten Meistern La Guérinière, Baucher und General L'Hotte verdankt. Bedauerlicherweise lassen hohe Funktionäre aus Gründen geistiger Trägheit und eines weit verbreiteten Konformismus' bis heute nicht davon ab, diese Philosophie zu leugnen, um sie wie ein Fähnlein im Winde unentwegt wechselnden Moden zu opfern. Die "Légèreté" wieder in den Mittelpunkt zu rücken - für das Wohlbefinden des Pferdes, zur Wahrung der Reitkunst -, dies wäre eine noble Herausforderung, die es anzupacken gilt! Philippe Karl Ecuyer du Cadre Noir von 1985 bis 1998. Anhand einer Serie raffiniert ironischer Illustrationen, unterlegt mit klassischen Zitaten, zeigt dieses Buch die Auswirkungen einer schlechten Ausbildung des Pferdes. Vorgestellt werden Praktiken, die sich nicht mehr an der traditionellen, von alten Meistern überlieferten Kultur orientieren, sondern auf ein Repertoire von technischen Tricks zurückgreifen, die weder Psyche noch Körper des Tieres respektieren. Hier also ist die Geschichte von Theodor, ein herrliches Pferd, das aufgrund dieser ungebildeten Reitweise zum Opfer der unfähigen Arroganz seines Reiters und dessen Reitlehrer wird. Wird es ihm am Ende gelingen, sich von ihnen zu befreien?

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