Das Buch schließt an den Vorgängerroman „An den Ufern von Stellata an“, kann jedoch auch problemlos losgelöst davon gelesen werden. „Das erste Licht des Sommers“ (aus dem Italienischen übersetzt von Judith Schwaab) hat Norma im Zentrum sowie deren Beziehungen zur Mutter sowie dem Nachbarsjungen Elia. Daniela Raimondi versteht es absolut, spannende und mitreißende Familiengeschichten zu kreieren. Für mich war es tatsächlich eine Geschichte, in der man komplett versinken konnte. Die tragische Story und die Beschreibung der Mutter-Tochter-Beziehung haben mich mitgenommen. Etwas verwirrend fand ich die vielen Personen teilweise schon, vor allem wenn man das Buch nicht in einem Rutsch liest. Abwechslungsreich sind die stilistischen Mittel, wie z.B. die Erzählsprünge zwischen den Generationen sowie die Darstellung der einzelnen Perspektiven.
Absolut angenehm zu lesender und wunderbar geschriebener italienischer Familienroman - von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen!
Daniela Raimondi
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Das erste Licht des Sommers
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Das erste Licht des Sommers
An den Ufern von Stellata
An den Ufern von Stellata
An den Ufern von Stellata
La casa sull'argine. La saga della famiglia Casadio
Neue Rezensionen zu Daniela Raimondi
"Das erste Licht des Sommers" von Daniela Raimondi ist ein emotional intensiver Roman, der die Leser in die bewegenden Lebensgeschichten zweier Cousinen entführt. In einem kleinen italienischen Dorf aufgewachsen, sind Norma und Donata unzertrennliche Freundinnen. Doch das Leben führt sie auf unterschiedliche Wege, die mit Liebe, Verlust und Selbstfindung gepflastert sind.
Inhalt und Handlung
Die Geschichte beginnt in der idyllischen Kulisse eines italienischen Dorfes, wo Norma und Donata ihre Kindheit und Jugend zusammen verbringen. Die beiden Cousinen sind beste Freundinnen und teilen alle Geheimnisse und Träume. Als Norma Anfang 20 ist, verlässt sie Italien und zieht nach London. Dort trifft sie ihren alten Freund Elia wieder, den sie seit ihrer Kindheit kennt.
Doch Normas neues Leben wird abrupt durch eine schockierende Nachricht erschüttert: Donata ist gestorben. Diese Tragödie stürzt Norma in tiefe Trauer und verändert ihr Leben grundlegend. In dieser schwierigen Zeit heiratet sie Elia, doch das Glück währt nicht lange. Während der Flitterwochen betrügt Elia sie und unterhält eine langjährige Beziehung mit einer entfernten Verwandten in Brasilien, mit der er sogar ein Kind hat.
Die Ehe zerbricht, und Norma steht vor den Scherben ihrer Träume. Mit großem Einsatz und innerer Stärke beginnt sie, ihren Weg zu sich selbst zu finden. Der Roman zeigt ihren mühsamen, aber entschlossenen Kampf um Selbstfindung und das späte Glück, das sie schließlich durch eine unerwartete Mutterschaft erlebt.
"Das erste Licht des Sommers" ist ein tief berührender und bewegender Roman, der durch seine authentischen Charaktere und die eindrucksvolle Erzählweise besticht. Daniela Raimondi hat ein Werk geschaffen, das die Leser lange nach dem letzten Kapitel nicht loslässt. Für Fans von Familiensagas und emotionalen Geschichten ist dieses Buch ein absolutes Muss.
Vor dem Tod ihrer Mutter fährt Norma mit ihr nach Stellata, um dort deren letzten Tage des Lebens zu verbringen. Erinnerungen kommen in Norma auf, an ihre eigene Kindheit und Jugend und an die emotional eher kalte Mutter, aber auch an die enge Verbundenheit mit ihrer Cousine Donata. Die Begegnungen mit Elia kommen wieder hoch, dem Mann, den sie aus Kindertagen kannte und den sie später heiratete. Doch er hat sie auf der Hochzeitsreise betrogen, daran zerbrach ihre Ehe, trotz der Liebe, die beide füreinander empfunden haben.
Das Buch ist eine lose Fortsetzung von „An den Ufern von Stellata“, man kann Normas Geschichte aber auch gut ohne weitere Vorkenntnisse lesen. Schade ist, dass in diesem Band zwar immer wieder Referenzen auf den zigeunerischen Ursprung der Familie genommen wird, doch der Reiz der Ahnin, die in die Zukunft sehen konnte, wird hier eher verhalten weitergetragen. Verschiedene Zeitebenen beschwören Normas tragische Geschichte herauf, ihre stete Suche nach Liebe. Die Charaktere sind gut geschildert, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Doch den Zauber des ersten Buches konnte ich hier nicht ganz wiederfinden.
Die Geschichte ist eine tragische Erzählung über eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und wie diese Normas Leben beeinflusst hat. Man hätte hier sicherlich einiges zusammenstreichen können. Letztendlich hat mir das Buch einige interessante Lesestunden beschert, so dass ich es weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.
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