Sie passen zusammen wie "Arsch auf Eimer" (sorry) Jamie, der alleinerziehende Vater, der seit dem Weggehen seiner Frau an Einsamkeit krankt und Eilidh, die Frau, deren Ehe gescheitert ist, nicht nur weil ihr Mann sie betrog, sondern weil die Ehe unter der Unfruchtbarkeit Eilidhs litt.
Von Anfang an ist klar, dass die beiden einfach zusammen kommen - zusammenkommen MÜSSEN.
Aber bis es soweit ist, müssen sie noch einige Altlasten in sich auflösen. Und damit ist nicht der Papierkram einer Scheidung gemeint.
Jamie muss sich aus einer Beziehung lösen, die er nur einging, um "nicht allein zu sein", aber die Frau garnicht wirklich liebt und von seiner beginnenden Alkoholsucht, um den Schmerz zu vertreiben, der noch immer aufgrund der Trennung in ihm steckt. Aus diesen zwei Abhängigkeiten hat er sich zu lösen, damit sich sein Herz wieder öffnen kann.
Eilidh muss sich nicht nur von ihrem Mann scheiden lassen, sondern sich auch aus ihren Minderwertigkeitsgefühlen lösen, keine "richtig funktionierende Frau" zu sein, nur weil sie bislang nicht schwanger wurde, bzw. ein Kind hat nicht austragen können.
Und nochmal die Minderwertigkeitsgefühle ablegen, die ihre eigene Familie ihr ständig macht. Der Liebe nicht wert zu sein.
Eilidh sagt im Buch, sie verstünde nicht, wieso sie sich überhaupt noch bei ihren Eltern/Schwester meldet, wenn doch alles, was sie bekommt, nur weitere Verletzungen sind. Ihr schlägt eine ungemeine Kälte entgegen. Sie nennt es Masochismus - sie MUSS sich einfach melden, eben weil sie ja die Eltern/Schwester liebe, auch wenn diese Liebe nicht erwidert wird.
Eilidh sagt im Buch: Ich habe so viel Zeit meines Lebens damit verbracht, traurig zu sein. Irgendeinen Grund gab es immer: meine Familie, dass ich keine Kinder bekommen konnte, mein Ehemann und so weiter...Als ich im Krankenhaus lag, dachte ich ich wäre gestorben. Dann bin ich aufgewacht und ich habe das Gefühl, eine zweite Chance bekommen zu haben. Ich bin so erleichtert und froh, dass ich lebe. - und dieses Leben genießen kann. / Sie strahlte Zufriedenheit aus.
Botschaft für mich: Natürlich ist es klar, dass die beiden zusammen kommen, aber das ist auch garnicht so wichtig. Es ist der innere Entwicklungsprozess, der durchlaufen werden muss, das heilen alter Wunden, Abhängigkeiten und negativen Gedanken und Gefühlen, die das Zusammenkommen möglich machen. Und das braucht seine Zeit - hier etwas mehr als 300 Leseseiten.
Wunderschön auch beschrieben die Nahtod-Erfahrungen und die Jenseitskontakte, bzw. Elisabeth als Geist, der noch nicht ins Licht geht, weil sie noch etwas "bewegen" möchte. ❤️









