Daniela Schreiter Schattenspringer

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Inhaltsangabe zu „Schattenspringer“ von Daniela Schreiter

Der zweite Teil von „Schattenspringer“ beschäftigt sich vor allem mit der Adoleszenz, dem langen Abschied von der Kindheit und dem noch längeren Weg zum Erwachsensein (ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich schon angekommen bin, bis jetzt habe ich jedenfalls noch kein Hinweisschild entdeckt). Demzufolge sind auch die Themen erwachsener geworden. Behandelte der erste Teil noch vorwiegend meine Kindheit im autistischen Spektrum, dreht es sich diesmal vor allem um die Pubertät, die Veränderung des Körpers, Sexualität und Partnerschaft. Es war mir sehr wichtig, diese Punkte ebenfalls aufzuzeichnen, denn immer wieder stößt man auf das Vorurteil, Autisten könnten keine Beziehungen führen oder gar Sex haben, was extrem schade und sehr falsch ist.

Eine Biografie einer Asperger Autistin - im zweiten Band konsequent weitererzählt.

— Flaventus
Flaventus

Humorvoll werden grundlegende Fakten zur Autismus-Spektrum-Störung grafisch anschaulich gemacht.

— garagauth
garagauth

Ich finde den Comic sehr aufschlussreich und unterhaltend!

— SarahJanine
SarahJanine

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    Schattenspringer
    Flaventus

    Flaventus

    01. May 2017 um 09:29

    Der erste Band der Graphic Novel Schattenspringer erzählt von der Kinderheit der Autorin Daniela Schreiter und dem Asperger Autismus im Allgemeinen. Schattenspringer² erzählt die Lebensgeschichte - ebenfalls als Graphic Novel - konsequent weiter.Bei ihr wurde der Autismus recht spät diagnostiziert, was in der Zeit bis zur Diagnose zu einigen Komplikationen führt. Der Part, wie sie mit der ersten Liebe und den ungewöhnlichen Gegebenheiten einer Pubertät umgeht (die schon für NT (Nicht Autisten) nicht einfach ist), nimmt einen sehr großen Raum in diesem Band ein. Erwachsen werden Der Weg zum Erwachsenen ist für jeden Menschen etwas besonderes und bietet so einige Stolpersteine. Auch ohne Behinderung. Ich denke, dass jeder mit gemischten Gefühlen in seine eigene Pubertät blickt und sich daran erinnert, wie aufgewühlt er selbst als junger Mensch war.Wie anders diese Erfahrung für Aspis (Asperger Autisten) ist, zeigt Daniela Schreiter eindrücklich sowohl visuell als auch in weitreichenderen Beschreibungen. (Dabei ist anzumerken, dass jeder Autist dies ganz individuell erfährt.) Im Verlgeich zum ersten Band, wirken die Texte nicht nur erwachsener, sondern sind auch umfassender und etwas komplexer geschrieben.Nicht, dass die Texte kompliziert geschrieben sind, sondern sie richten sich vielmehr an ein reiferes Publikum. Für Kinder dürfte nach meiner Empfindung dieses Buch (im Gegensatz zum ersten Teil) zu komplex sein. Diagnose Wie es genau zur Diagnose kam, wird in diesem Band nicht im Detail geschildert. Sie macht vielmehr darauf aufmerksam, dass in den 80ern und 90ern diese Krankheit noch weitestgehend unbekannt war und eine Diagnose nahezu unmöglich bzw. ein Glücksspiel.Wer denkt, dass heutzutage alles anders ist, der irrt, denn auch heutzutage erkennen viele "Spezialisten" eine solche Einschränkung nicht, wie wir leidgeprüft an unserem eigenen Sohn erfahren mussten. Das, was Daniela Schreiter in Schattenspringer² beschreibt, ist wohl auch heute noch die beste Möglichkeiten, dem Asperger Syndrom auf die Schliche zu kommen:Lesen, lesen, lesen. Dabei hilft Fachliteratur ebenso weiter, wie Texte von Betroffenen wie eben die beiden Schattenspringer-Bücher.  Illustration Die Zeichnungen sind wie im ersten Band nur auf den ersten Seiten farbig. Der Großteil des Buchs ist in schwarz-weiß gehalten. Ich finde, dass dies dem Buch ganz gut tut und sehr stimmig ist. Der Stil hat sich im Wesentlichen nicht verändert, d.h. die Bilder sind auch in diesem Band bei weitem nicht so komplex wie bei den Marvel Comics oder dem "Dunkle-Turm"-Graphic Novel. Zudem ist dieses Buch deutlich textlastiger geworden.Vom Umfang her wird ein Leser dieses Buch dennoch innerhalb weniger Tage lesen können. Allerdings empfehle ich, das Buch nach dem ersten Durchlesen ruhig nochmals in die Hand zu nehmen und sich vielleicht mehr auf die Zeichnungen als auf den Text zu konzentrieren. Das nur als Tipp. Fazit Daniela Schreiter erzählt ihre Geschichte in dem zweiten Band konsequent weiter und gibt Einblicke in ihre zum Teil doch sehr private Gefühlswelt. Den ersten Band muss man nicht zwingend kennen, um dieses Buch zu verstehen, aber es hilft.Diese Graphic Novel richtet sich an ein reiferes Publikum. Der Verlag gibt ein Alter von 12-15 Jahren an, wobei ich dies als Einstiegsalter betrachte. Ein empfohlenes Höchstalter gibt es sicherlich nicht. Ganz im Gegenteil sollten sich ruhig die Erwachsenen diesem Buch widmen, unabhängig davon, ob man direkt betroffen ist oder nicht. Lesenswert ist auch der zweite Band in jedem Fall.Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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  • Großartig ♥

    Schattenspringer
    liberiarium

    liberiarium

    08. February 2017 um 11:29

    PLOT Schon als junges Mädchen bemerkte Daniela Schreiter, dass sie sich von anderen Kindern in ihrem Alter unterscheidet: sie reagiert anders auf Reize und ihre Umgebung und stößt dadurch auf viele Missverständnisse.  Durch die Diagnose des Asperger-Syndroms bekam sie endlich Klarheit, warum sie sich manchmal so fühlt, als sei sie von einem anderen Planeten. In ihrem ersten Band  Schattenspringer – Wie es ist, anders zu sein beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend und räumt mit Vorurteilen über Autismus auf. Der Folgeband  Schattenspringer² - Per Anhalter durch die Pubertät befasst sich dagegen vor allem mit ihrer pubertierenden Phase und mit ihrer Diagnose. MEINUNG In der sechsten Folge der YouTube-Serie  PANINI COMICS TV, die ich regelmäßig verfolge, wurde ich auf die  Schattenspringer-Dilogie aufmerksam.  Steffen Volkmer und Hella von Sinnen sprechen über die Comic-Reihe von Daniela Schreiter und zogen mich dadurch direkt in ihren Bann. Das ganze Video könnt ihr  HIER nachverfolgen.  Über Autismus hat man vielleicht schon viel gehört, aber wenn man nicht gerade davon betroffen ist, fällt es vielen schwer, sich ein Bild davon zu machen.  Daniela Schreiter ist selbst Asperger-Autistin und erzählt in ihren Comics autobiografisch ihre Geschichte. Ich war erstaunt und überrascht, wie unglaublich informativ die beiden Comics sind und war beeindruckt davon, dass die Autorin und Illustratorin ganz unverblümt über ihre Diagnose plaudert. Auf diese Weise bekam ich einen besseren Überblick über Autismus.  Der Comic räumt direkt mit Fehlinformationen oder Vorurteilen auf und soll Berührungsängste eindämmen. Ich bin in meinem Leben noch nicht vielen Autisten begegnet – zumindest kann ich es nicht genau sagen, denn manche Menschen wissen vielleicht gar nichts von ihrer Diagnose oder erzählen einfach nicht gerne davon. Demnach wollte ich mich mehr darüber informieren und  Schattenspringer war dafür einfach perfekt! Ich erhielt nicht nur einen Einblick über das Leben einer Asperger-Autistin, ich wurde regelrecht in ihre Welt gezogen und lernte, sie besser zu verstehen. Dabei ist zudem wichtig zu erwähnen, dass es natürlich nicht  den einen Autisten gibt, sondern die Diagnose ganz unterschiedlich ausfallen kann. Danielas Geschichte ist hierbei eine von vielen, die die Leser exemplarisch an die Thematik heranführt.  Ich erhielt einen völlig neuen Zugang, wofür ich  Schattenspringer sehr dankbar bin.  Den  Comic als Lehrmedium zu betrachten, war für mich nichts Neues, da ich in meinem Studium bereits mit Comics gearbeitet habe. Allerdings war es für mich ganz neu, wie Daniela Schreiter  spielerisch mit der Diagnose umgeht: sie verarbeitet ihre Geschichte in Bildern, um nicht nur mehr, sondern auch kreativ über sich zu erzählen.  Sie schöpft voll und ganz aus dem Medium und bietet uns damit zwei wundervolle Comics! Spielerisch ist genau das richtige Wort, denn die Comics sind nicht nur informativ und lehrreich, sondern auch witzig! Daniela Schreiter führt  humoristisch an das Thema heran und schafft es, ihre Leser damit zum Lachen zu bringen. Ich erwischte mich beim Lesen der Comics oft schmunzelnd und manchmal sogar laut lachend. Mir gefiel es sehr, dass die  Schattenspringer eine perfekte Mischung aus Bildung und Humor mit sich bringen!  Die Comics unterscheiden sich durch die verschiedenen aufgezeigten Lebensstadien von Daniela Schreiter. Der  erste Band bespricht vor allem ihre Kindheit: Daniela wird 1982 in West-Berlin geboren, fühlt sich allerdings eher so, als käme sie von einem anderen Stern. Ihrem Umfeld fällt es schwer zu verstehen, warum die Motorik für sie problematisch ist, sie Reize anders wahrnimmt und lieber mit ihren Tieren, als mit gleichaltrigen Kindern spielt. Daniela zeigt uns, wie sie empfindet und gibt Nicht-Autisten dadurch ein besseres Verständnis von der Diagnose.  Der  zweite Band geht noch tiefer auf diese Thematik ein und verweist vor allem auf die Jugend und die Pubertät von Daniela. Ganz besonders wird die Sexualität hervorgehoben: sie berichtet, wie es war, als sie zum ersten Mal ihre Regel bekam und spricht von ihren Beziehungen. Wenn man als Nicht-Autist glaubt, dass man es schon schwer hat, darf man sich von Daniela Schreiter überraschen lassen. Die Bände lassen sich prinzipiell auch als Einzelbände lesen, ich empfehle allerdings, dass man vor Band 2 auch den ersten Band liest. Nicht nur, weil die Comics einfach beide großartig sind, sondern auch, weil im ersten Teil viele Begriffe definiert werden, die in Band 2 auftauchen und nicht nochmal erklärt werden.  Die Comics gehören für mich einfach zusammen!  Die Aufmachung der Bände sind ähnlich: es gibt einen kurzen Text über die Autorin und ein Vorwort sowie eine Einleitung, die vorab an die Thematik heranführen. Die Comics sind schließlich in Kapitel aufgeteilt: jedes Kapitel zeigt einen anderen Lebensabschnitt von Daniela Schreiter. So passen die Bände nicht nur hervorragend zusammen, man fühlt sich als Leser auch gut aufgehoben und gut auf das Thema vorbereitet. Die Kapitelgliederungen sind übersichtlich und organisiert, sodass kein Wirrwarr entsteht und man geschmeidig von einer Geschichte in die nächste gleiten kann.  Was mich persönlich sehr erfreute, waren die vielen  popkulturellen Referenzen: als  Doctor Who Fan erkannte ich die Anspielung wieder und freute mich auch über die Parallelen zu Douglas Adams‘  Per Anhalter durch die Galaxis. Als Fangirl kam ich bei dieser Comic-Reihe voll auf meine Kosten!  Der  Zeichenstil ist recht simpel gehalten: Die Figuren wirken durch den Minimalismus niedlich und sind richtig schön comichaft. Der Fokus liegt auch ganz klar auf den Figuren, insbesondere natürlich auf Daniela. Hintergründe sind dagegen oft einfarbig und nicht bis ins letzte Detail ausgearbeitet, sodass sich das Auge beim Lesen auf das Wesentliche beschränken kann. Anfänglich sind die ersten Seiten in beiden Comics koloriert, ab Seite 16 geht es dann in Schwarzweiß weiter. Ich fand es etwas schade, dass auf Farbe im Hauptteil verzichtet wurde, denn die Koloration unterstütze meiner Meinung nach die Bilder nochmal ein Stück mehr. Nichtsdestotrotz kommt man über das Fehlen der bunten Panels schnell weg, denn man ist so sehr in die Thematik vertieft, dass die Änderung nach wenigen Seiten schon nicht mehr auffällt.  FAZIT Schattenspringer gehört für mich zu den größten Comic-Überraschungen, die ich im vergangenen Jahr lesen durfte. Ich bin begeistert, wie es Daniela Schreiter schafft, an die Thematik der Asperger-Diagnose heranzuführen und den Leser mit ihren spannenden, manchmal auch traurigen oder witzigen Geschichten fesselt. Die Comics sensibilisieren und helfen, Berührungsängste zu vergessen. Mit popkulturellen Anspielungen kann man sich auch als Nicht-Autist gut mit den Figuren identifizieren. Ich hoffe, Daniela Schreiter kann uns auch in Zukunft mit ihren fabelhaften Comics verzaubern und deshalb vergebe ich für beide  Schattenspringer-Comics die  volle Anzahl an Sternen!

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  • eine Autistin berichtet von ihren Erfahrungen

    Schattenspringer
    Tigerlili

    Tigerlili

    09. March 2016 um 13:50

    Hallo, ich kenne auch Band 1, habe das aber erst ein paar Seiten weit gelesen. Daher werde ich hier keinen Vergleich anstellen. In Schattenspringer 2 berichtet Daniela Schreiter von ihren Erfahrungen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Gemeint ist die Pubertät. Und als wäre dies nicht schon spannend genug, hat sie noch mit einem "speziellen Freture" zu tun - ihrem Autismus, genauer dem Asperger-Syndrom. Auf durchaus lustige und dennoch ernste Weise gelingt es Daniela von ihren Erfahrungen zu schreiben. Die Themen sind ernst, die Bilder lockern vieles einwenig auf, ohne es lächerlich zu machen. Dem Leser (auch ohne Asperger) wird so deutlich, welche Herausforderungen Menschen mit Aspergersyndrom zusätzlich zu den eigentlichen Entwicklungsaufgaben meistern müssen, auf ihrem Weg durch die Pubertät. Dieses Buch kann sicherlich einigen betroffenen Aspergern, Angehörigen dieser oder Fachleuten helfen den Aspergerautismus etwas besser zu verstehen. Betroffene haben die Möglichkeit sich hier und da wieder zu entdecken und festzustellen, dass es auch andere Menschen mit gleichen Problemen und unkonventionellen Lösungsideen gibt. Da das Buch aus Sicht einer Frau geschrieben ist, trifft es meiner Meinung nach auch ganz besonders auf "Aspergermädchen" zu. Jungen werden sich an einigen Stellen nicht so wiederfinden (z. B. im recht langen Abschnitt rund um die Regel). Wenn dies von Beginn an bewusst ist, können aber auch Aspergermänner hier sicherlich einige Aspekte von mitnehmen. Da ich selbst mit Autisten arbeite und von jungen, erwachsenen Männern durchaus positives wie auch negatives zu der Buchreihe Schattenspringer gehört habe bleibt wohl vor allem ein Fazit: Es ist ein wunderbares Buch um miteinander ins Gespräch zu kommen. Zu fragen, wie es dem Individuum mit dem Thema geht. Ob er/sie es auch so erlebt, oder es ganz anders sieht. Eine Gesprächsvorlage die ich in meinem Arbeitsalltag als ergibig und hilfreich erlebt habe. Schade finde ich, dass das Buch "die Aspergermänner" aus meiner Sicht etwas wenig berücksichtigt - jedoch diese eigentlich in der Mehrheit (von 5 Betroffenen sind 4 i.d.R. männlich) sind. Vielleicht wird hierzu ja noch mal ein weiteres Buch (ggf. in Kooperation) entworfen?

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  • Gut bis so lala

    Schattenspringer
    SarahJanine

    SarahJanine

    20. December 2015 um 21:21

    Daniela erzählt aus ihrem eigenen Leben und erklärt, wie sie als Autistin die Welt und ihre Mitmenschen in ihrem Umfeld wahrnimmt.
    Dies bringt sie dem Leser in Comicform nahe.
     Der Schwerpunkt liegt bei der Veränderung vom Kind zum Erwachsenen - der Pubertät. Ich fand das Buch unterhaltend, jedoch
    las ich es direkt im Anschluss an Band 1 und muss sagen, dass ich Band 1 deutlich besser fand. 

  • Ein Must-Have für Menschen im Umgang mit Autisten!

    Schattenspringer
    SarahJanine

    SarahJanine

    20. December 2015 um 21:18

    Daniela erzählt aus ihrem eigenen Leben und erklärt, wie sie als Autistin die Welt und ihre Mitmenschen in ihrem Umfeld wahrnimmt und deren Verhalten deutet. Sie räumt mit Vorurteilen auf und nutzt liebevolle Illustrationen, die die Message klar an den Leser bringen.