Daniela Schreiter Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein

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Inhaltsangabe zu „Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein“ von Daniela Schreiter

Die faszinierende Geschichte eines nicht ganz gewöhnlichen Mädchens! Daniela Schreiter – Comic-Zeichnerin, Autorin und Illustratorin aus Berlin – beschreibt in der Graphic Novel „Schattenspringer“ unterhaltsam und berührend ihre Kindheit und Jugend. Schon als kleines Mädchen verhielt sie sich anders als andere Mädchen ihres Alters – unverständlich für ihre Umwelt, bis bei ihr das Asperger-Syndrom, eine spezielle Form des Autismus, diagnostiziert wurde. Menschen mit Asperger fühlen sich bisweilen, als kämen sie von einem anderen Stern. Der Form eines gezeichneten Tagebuchs ähnlich, erzählt Daniela Schreiter wie sie die Welt erlebt. Dabei klärt sie über den in Deutschland noch kaum bekannten Asperger-Autismus auf und räumt Vorurteile aus dem Weg. Ihre gezeichneten Erlebnisse sind derart charmant und pointiert, dass man ihr gerne auf dem Weg ins Erwachsenwerden folgt. Auch Lachen ist erlaubt, wenn man sie dabei begleitet, wie sie täglich über ihren eigenen Schatten springen muss, um am öffentlichen Leben teilzuhaben und dabei immer wieder in die Fettnäpfchen tappt, die die menschliche Gesellschaft für „Aliens“ bereithält. Ein faszinierendes Buch für jedermann und jedes Alter. Die Autorin schafft es wundervoll unterhaltend über ein Tabuthema aufzuklären, ohne dabei in eine Leidensgeschichte abzugleiten oder belehrend zu wirken.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, egal ob er etwas mit Autismus zu tun hat oder nicht. Es ist in jedem Fall lesenswert.

— Flaventus
Flaventus

Super Buch

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

"Schattenspringer" ist unterhaltsam, sympathisch und sehr niedlich gezeichnet. Aber vor allen Dingen lehrreich!

— Raine
Raine

Ich habe auf unterhaltsame Weise viel über Autismus gelernt. Besonders für alle die, die mit Kindern arbeiten eine Empfehlung!

— AnNacht
AnNacht

Bin ich froh, dass ich dieses Buch gefunden habe! Und endlich kapieren konnte, warum meine Herzensfrau so ist wie sie ist. Für uns kann ein entspannteres Leben beginnen! Ich kann diesen phantastischen Comic eigentlich nur allen Menschen ans Herz legen. Wer weiß, was das für AHA-Erlebnisse ermöglicht, wenn man einen Mitmenschen plötzlich mit anderen Augen sieht und aufhören kann, sich über seine Eigenarten zu wundern ... weil sie einfach nur eine andere Verständnisebene brauchen. Und die ist so wundervoll beschrieben, dass ich das Buch in einem Rutsch lesen musste. Danke, liebe Daniela Schreiter! Bin jetzt natürlich höchst gespannt auf Band 2.

— Thesalie
Thesalie

Für mich das beste Buch zum Thema Asperger! Sehr anschaulich und verständlich. Schon mehrfach empfohlen und verschenkt, u.a. an die Schule.

— Ebun
Ebun

Nicht nur für Autisten interessant: Aus diesem Graphic Novel kann man einiges lernen und vielleicht ja auch an seine Kinder weitergeben.

— sock3
sock3

"Schattenspringer" ist ein unglaublich lehrreiches Werk, das einem näher bringt, was es bedeutet Autist zu sein.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Am Ende steht man da und erkennt, dass in dem Satz: "Autism: It's not a bug, it's a feature", viel Wahres steckt!

— Palandurwen
Palandurwen

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    Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein
    Flaventus

    Flaventus

    22. April 2017 um 10:18

    "Autism: It's not a bug, it's a feature". Dieses Zitat vom Ende dieser außergewöhnlichen Graphic Novel ist mein Anfang dieser Rezension. Denn das Besondere von (Asperger-)Autisten liegt nicht ihrer Einschränkung, sondern sie sind vielmehr eine Bereicherung für die Gesellschaft."Aspis" nehmen die Welt anders wahr und blicken aus einer ganz anderen Perspektive auf diese und ermöglichen somit ganz andere Wege und Möglichkeiten. Ich habe dieses Buch als betroffener Angehöriger gelesen, denn bei unserem Sohn wurde gleichfalls die Diagnose "Asperger-Syndrom" gestellt.  Kennst du einen, kennst du einen Vieles von dem, was ich in diesem Buch gelesen habe, habe ich wiedererkannt, anderes wird sicherlich noch auf uns zukommen, wieder anderes ist mir hingegen nicht bekannt. Ganz typisch ist zum Beispiel, dass "Aspis" keine Eindrücke filtern können. Wie sie damit umgehen ist hingegen sehr individuell.Das wörtlich nehmen von Redewendungen ist ebenso typisch wie die Unfähigkeit bestimmte Dinge des Alltag nachzuahmen. Dazu zählt zum Beispiel das Titel gebende "über den eigenen Schatten springen" oder das Erlernen, wie man eine Schleife bindet. All das verbindet die Betroffenen. Wie sie damit umgehen ist dann allerdings so unterschiedlich, wie die Menschen nun einmal unterschiedlich sein können.Das liegt in der Sache der Natur, denn die Psychologen sprechen nicht umsonst von einem "Syndrom", denn der Asperger-Autismus zeigt sich in vielen Aspekten und bei jedem Betroffenen anders.Eine Sichtweise einer Autistin hat Daniela Schreiter in diesem Buch dargestellt. Und hat dabei sich auf das Zeichnen konzentriert. So dass am Ende eine Graphic Novel herausgekommen ist. Also eine Geschichte, die anhand von Bildern erzählt wird, die an einen Comic erinnern. Illustrationen Sind die ersten Seiten des Buchs noch farbig, wechselt die Darstellung für einen Großteil der Geschichte in eine monochrome Ansicht. Dies als Anmerkung, damit niemand nach der Vorschau enttäuscht ist. Ich finde, dass diese einfarbige Darstellung der Geschichte keinen Abbruch tut und dies ein "Stilmittel" ist, auf das viele Verlage zurückgreifen.Die Darstellungen als solche bieten nicht die Komplexität von Marvel-Comics oder gar die "Dunkle-Turm-Graphic-Novel" von Stephen King. Dort verliert sich der Leser manchmal allein in den Details einer Zeichnung. Hier konzentriert sich die Zeichnerin auf eine einfachere Darstellung und verwendet zuweilen etwas kompliziertere Texte. Dennoch würde ich sagen, dass diese Graphic Novel durchaus auch für ein jüngeres Publikum geeignet ist. Fazit Wie erblickt ein Autist die Welt? Mit welchen Problemen wird er konfrontiert? Und was sind die wesentlichen Merkmale? All dies kann der Leser nach dieser Lektüre nachvollziehen. Es ist sicherlich keine wissenschaftliche Abhandlung, die sich mit den unterschiedlichen Facetten des Autismus in all seiner Vielseitigkeit beschäftigt. Es möchte vielmehr sensibilisieren für die Andersartigkeit von Menschen, die eben nicht immer als ein Defizit angesehen werden müssen, sondern vielmehr als Chance ... und zwar für unsere Gesellschaft.Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, egal ob er etwas mit Autismus zu tun hat oder nicht. Es ist in jedem Fall lesenswert.

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  • Wie es ist, anders zu sein und warum das nicht gleich schlecht bedeutet..

    Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein
    juliaaholic

    juliaaholic

    05. April 2017 um 15:11

    In meiner alten Schule gab es einen Jungen mit Asperger-Syndrom und die Menschen um mich herum fanden Ihn merkwürdig und wussten teilweise einfach nicht; wie Sie mit ihm umgehen sollten. Ich begann mich jedoch irgendwie dafür zu interessieren und habe deshalb angefangen Bücher über dieses Thema zu lesen, aber die Personen in den Büchern waren alle erfunden. Ich habe mich also auf  "Schattenspringer" gefreut, weil die Autorin uns hier von sich erzählt, davon wie es ihr geht und ging.Vor dem Lesen habe ich mich gefragt, ob es von Vorteil ist die Geschichte als Graphic Novel zu erzählen, weil es ja doch schon ein ernsteres Thema ist und auch die Augen der Leser öffnen sollte, aber im Grunde auch nicht zu Ernst sein darf, sodass der Leser nicht gelangweilt ist. Daniela Schreiter hat Witz und Ernsthaftigkeit hier aber sehr gut verpackt, sodass man zum einen natürlich über Autismus nachgedacht hat, aber dennoch das ein oder andere Mal schmunzeln musste. Vor allem um die Menschen um Daniela herum, welche ja wir sind und vielleicht erkennt sich der ein oder andere ja in dem Graphic Novel wieder und merkt, dass er mit seinen Äußerungen nicht immer alleine dasteht.Was mir jedoch am besten an diesem Graphic Novel gefallen hat, war, dass es so echt war. Es ist keine erfundene Geschichte gewesen, sondern etwas das Daniela wirklich erlebt hat. Und teilweise saß ich da und hätte sie am liebsten irgendwie in den Arm genommen, weil es Menschen da draußen gibt, die gar kein Verständnis für andere zeigen. Ich glaube für jemanden mit Asperger - Syndrom ist es nicht immer einfach den Tag zu überstehen, vor allem wenn es Menschen gibt, die gar keine Toleranz zeigen. Und genau diese Menschen sind es dann die "Schattenspringer" nicht Lesen, obwohl ich es so wichtig fände."Schattenspringer" ist ein Graphic Novel, welches ich ohne Abzüge wirklich jedem Empfehlen kann, die Zeichnungen sind süß und zeigen bildlich auch noch einmal sehr gut, wie es jemandem mit Autismus geht und wie er sich in bestimmten Situationen fühlt.Ich kann "Schattenspringer" also wirklich nur jedem Empfehlen der sich für dieses Thema interessiert oder auch noch nie etwas davon gehört hat! Lehrreich ist es allemal und auch wirklich einfach und gut zu Lesen. Ich hatte den Graphic Novel in nur einer Stunde durch und wollte noch so viel mehr Wissen, oder auch Fragen an die Autorin stellen.Von mir gibt es einen Dank an die Autorin und Panini Comics!

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  • Comic-Überraschung des Jahres!

    Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein
    liberiarium

    liberiarium

    08. February 2017 um 11:29

    PLOT Schon als junges Mädchen bemerkte Daniela Schreiter, dass sie sich von anderen Kindern in ihrem Alter unterscheidet: sie reagiert anders auf Reize und ihre Umgebung und stößt dadurch auf viele Missverständnisse.  Durch die Diagnose des Asperger-Syndroms bekam sie endlich Klarheit, warum sie sich manchmal so fühlt, als sei sie von einem anderen Planeten. In ihrem ersten Band  Schattenspringer – Wie es ist, anders zu sein beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend und räumt mit Vorurteilen über Autismus auf. Der Folgeband  Schattenspringer² - Per Anhalter durch die Pubertät befasst sich dagegen vor allem mit ihrer pubertierenden Phase und mit ihrer Diagnose. MEINUNG In der sechsten Folge der YouTube-Serie  PANINI COMICS TV, die ich regelmäßig verfolge, wurde ich auf die  Schattenspringer-Dilogie aufmerksam.  Steffen Volkmer und Hella von Sinnen sprechen über die Comic-Reihe von Daniela Schreiter und zogen mich dadurch direkt in ihren Bann. Das ganze Video könnt ihr  HIER nachverfolgen.  Über Autismus hat man vielleicht schon viel gehört, aber wenn man nicht gerade davon betroffen ist, fällt es vielen schwer, sich ein Bild davon zu machen.  Daniela Schreiter ist selbst Asperger-Autistin und erzählt in ihren Comics autobiografisch ihre Geschichte. Ich war erstaunt und überrascht, wie unglaublich informativ die beiden Comics sind und war beeindruckt davon, dass die Autorin und Illustratorin ganz unverblümt über ihre Diagnose plaudert. Auf diese Weise bekam ich einen besseren Überblick über Autismus.  Der Comic räumt direkt mit Fehlinformationen oder Vorurteilen auf und soll Berührungsängste eindämmen. Ich bin in meinem Leben noch nicht vielen Autisten begegnet – zumindest kann ich es nicht genau sagen, denn manche Menschen wissen vielleicht gar nichts von ihrer Diagnose oder erzählen einfach nicht gerne davon. Demnach wollte ich mich mehr darüber informieren und  Schattenspringer war dafür einfach perfekt! Ich erhielt nicht nur einen Einblick über das Leben einer Asperger-Autistin, ich wurde regelrecht in ihre Welt gezogen und lernte, sie besser zu verstehen. Dabei ist zudem wichtig zu erwähnen, dass es natürlich nicht  den einen Autisten gibt, sondern die Diagnose ganz unterschiedlich ausfallen kann. Danielas Geschichte ist hierbei eine von vielen, die die Leser exemplarisch an die Thematik heranführt.  Ich erhielt einen völlig neuen Zugang, wofür ich  Schattenspringer sehr dankbar bin.  Den  Comic als Lehrmedium zu betrachten, war für mich nichts Neues, da ich in meinem Studium bereits mit Comics gearbeitet habe. Allerdings war es für mich ganz neu, wie Daniela Schreiter  spielerisch mit der Diagnose umgeht: sie verarbeitet ihre Geschichte in Bildern, um nicht nur mehr, sondern auch kreativ über sich zu erzählen.  Sie schöpft voll und ganz aus dem Medium und bietet uns damit zwei wundervolle Comics! Spielerisch ist genau das richtige Wort, denn die Comics sind nicht nur informativ und lehrreich, sondern auch witzig! Daniela Schreiter führt  humoristisch an das Thema heran und schafft es, ihre Leser damit zum Lachen zu bringen. Ich erwischte mich beim Lesen der Comics oft schmunzelnd und manchmal sogar laut lachend. Mir gefiel es sehr, dass die  Schattenspringer eine perfekte Mischung aus Bildung und Humor mit sich bringen!  Die Comics unterscheiden sich durch die verschiedenen aufgezeigten Lebensstadien von Daniela Schreiter. Der  erste Band bespricht vor allem ihre Kindheit: Daniela wird 1982 in West-Berlin geboren, fühlt sich allerdings eher so, als käme sie von einem anderen Stern. Ihrem Umfeld fällt es schwer zu verstehen, warum die Motorik für sie problematisch ist, sie Reize anders wahrnimmt und lieber mit ihren Tieren, als mit gleichaltrigen Kindern spielt. Daniela zeigt uns, wie sie empfindet und gibt Nicht-Autisten dadurch ein besseres Verständnis von der Diagnose.  Der  zweite Band geht noch tiefer auf diese Thematik ein und verweist vor allem auf die Jugend und die Pubertät von Daniela. Ganz besonders wird die Sexualität hervorgehoben: sie berichtet, wie es war, als sie zum ersten Mal ihre Regel bekam und spricht von ihren Beziehungen. Wenn man als Nicht-Autist glaubt, dass man es schon schwer hat, darf man sich von Daniela Schreiter überraschen lassen. Die Bände lassen sich prinzipiell auch als Einzelbände lesen, ich empfehle allerdings, dass man vor Band 2 auch den ersten Band liest. Nicht nur, weil die Comics einfach beide großartig sind, sondern auch, weil im ersten Teil viele Begriffe definiert werden, die in Band 2 auftauchen und nicht nochmal erklärt werden.  Die Comics gehören für mich einfach zusammen!  Die Aufmachung der Bände sind ähnlich: es gibt einen kurzen Text über die Autorin und ein Vorwort sowie eine Einleitung, die vorab an die Thematik heranführen. Die Comics sind schließlich in Kapitel aufgeteilt: jedes Kapitel zeigt einen anderen Lebensabschnitt von Daniela Schreiter. So passen die Bände nicht nur hervorragend zusammen, man fühlt sich als Leser auch gut aufgehoben und gut auf das Thema vorbereitet. Die Kapitelgliederungen sind übersichtlich und organisiert, sodass kein Wirrwarr entsteht und man geschmeidig von einer Geschichte in die nächste gleiten kann.  Was mich persönlich sehr erfreute, waren die vielen  popkulturellen Referenzen: als  Doctor Who Fan erkannte ich die Anspielung wieder und freute mich auch über die Parallelen zu Douglas Adams‘  Per Anhalter durch die Galaxis. Als Fangirl kam ich bei dieser Comic-Reihe voll auf meine Kosten!  Der  Zeichenstil ist recht simpel gehalten: Die Figuren wirken durch den Minimalismus niedlich und sind richtig schön comichaft. Der Fokus liegt auch ganz klar auf den Figuren, insbesondere natürlich auf Daniela. Hintergründe sind dagegen oft einfarbig und nicht bis ins letzte Detail ausgearbeitet, sodass sich das Auge beim Lesen auf das Wesentliche beschränken kann. Anfänglich sind die ersten Seiten in beiden Comics koloriert, ab Seite 16 geht es dann in Schwarzweiß weiter. Ich fand es etwas schade, dass auf Farbe im Hauptteil verzichtet wurde, denn die Koloration unterstütze meiner Meinung nach die Bilder nochmal ein Stück mehr. Nichtsdestotrotz kommt man über das Fehlen der bunten Panels schnell weg, denn man ist so sehr in die Thematik vertieft, dass die Änderung nach wenigen Seiten schon nicht mehr auffällt.  FAZIT Schattenspringer gehört für mich zu den größten Comic-Überraschungen, die ich im vergangenen Jahr lesen durfte. Ich bin begeistert, wie es Daniela Schreiter schafft, an die Thematik der Asperger-Diagnose heranzuführen und den Leser mit ihren spannenden, manchmal auch traurigen oder witzigen Geschichten fesselt. Die Comics sensibilisieren und helfen, Berührungsängste zu vergessen. Mit popkulturellen Anspielungen kann man sich auch als Nicht-Autist gut mit den Figuren identifizieren. Ich hoffe, Daniela Schreiter kann uns auch in Zukunft mit ihren fabelhaften Comics verzaubern und deshalb vergebe ich für beide  Schattenspringer-Comics die  volle Anzahl an Sternen!

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  • Schattenspringer wie es ist anders zu sein

    Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. November 2016 um 14:45

    Es geht um eine Autistin namens : " Daniela Schreiter "
    Sie ist eine Autistin  und Berichtet aus/um ihr leben.Und um Autismus genau.( Und was Autismus ist.
    Aber wenn ihr den inhalt lesen wollte müsst ihr das Buch lesen.

  • Schattenspringer ist ein AHA Erlebnis ...

    Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein
    Thesalie

    Thesalie

    10. November 2014 um 20:10

    Bin ich froh, dass ich dieses Buch gefunden habe! Und endlich kapieren konnte, warum meine Herzensfrau so ist wie sie ist. Für uns kann ein entspannteres Leben beginnen! Ich kann diesen phantastischen Comic eigentlich nur allen Menschen ans Herz legen. Wer weiß, was das für AHA-Erlebnisse ermöglicht, wenn man einen Mitmenschen plötzlich mit anderen Augen sieht und aufhören kann, sich über seine Eigenarten zu wundern ... weil sie einfach nur eine andere Verständnisebene brauchen. Und die ist so wundervoll beschrieben, dass ich das Buch in einem Rutsch lesen musste. Danke, liebe Daniela Schreiter! Bin jetzt natürlich höchst gespannt auf Band 2.

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  • Autismus – Schwieriges Thema, unglaublich unterhaltsam erzählt

    Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2014 um 20:12

    Sind alle Autisten hochbegabt und können nicht sozial interagieren? In ihrer autobiografischen Graphic Novel „Schattenspringer“ räumt Daniela Schreiter, die selbst Autistin ist, auf humoristische Weise mit Vorurteilen über Autisten auf und erzählt einfühlsam ihre eigene, nicht immer leichte, Lebensgeschichte und davon, wie es ist, anders zu sein. In mehreren Kapiteln, von Kindheit bis zum Erwachsensein, lässt die Autorin ihr Leben Revue passieren. Sie erklärt verständlich, dass Autisten eine veränderte Wahrnehmung ihrer Umwelt haben und gibt Einblick in die Konsequenzen, die das Autist-sein für sie hatte. Dabei zeigt sie, dass Autisten auch nur Menschen sind und wie sie versuchen, sich trotz ihrer „Andersheit“ in der Gesellschaft zu integrieren und zu bestehen. Denn manchmal versteht sie soziale Verhaltensmuster nicht, was zu witzigen Situationen führen kann. Sie reflektiert viel, bleibt dabei aber unterhaltsam, sodass eine Graphic Novel herausgekommen ist, die leicht, aber gleichzeitig einprägsam ist. „Schattenspringer“ ist ein unglaublich lehrreiches Werk, das einem näher bringt, was es bedeutet Autist zu sein. Dennoch unterhält es auf ungezwungene Art. Eine wunderschöne Graphic Novel, die Spaß macht, obwohl Autismus ein schwierigeres Thema ist. © Bücherstadt Kurier

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  • Wie man auf dem falschen Planeten überleben lernt

    Schattenspringer - Wie es ist, anders zu sein
    Palandurwen

    Palandurwen

    08. May 2014 um 14:46

    Das Gefühl, anders zu sein, kennt sicherlich jeder mal in irgendeiner Art und Weise. In solchen Momenten befindet man sich in einer unangenehmen Umgebung, muss Kontakt mit Menschen aufnehmen, die einfach nicht auf der eigenen Wellenlänge sind oder man ist zu Besuch in einer anderen Kultur. Alles Situationen, aus denen man sich zwar vielleicht mit einem leichten Unbehagen aber dennoch recht einfach wieder herausmanövrieren kann. Zurück zur Familie, zu den Freunden, in den Alltag, das hilft.  Daniela hingegen lebt dauerhaft in dieser "anderen Welt". Sie ist Asperger-Autistin und empfindet unsere "normale Welt" als anstrengend und kompliziert. Durch wahrscheinlich eine genetisch verursachte Entwicklungsstörung haben "Aspies" meist Probleme mit zum einen der Wahrnehmung (Reize in der Umwelt) und zum anderen mit der sozialen Interaktion. Doch diese Diagnose ist noch selten und wird eher hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen: "Sie ist Autistin!" - "Ach so? Sie wirkt eigentlich normal..." Über die lange Zeit, in der Daniela durch ihr Leben wandelte, ohne genau zu wissen, warum sie eben doch nicht so "normal" war wie die anderen, hat die junge Illustratorin nun eine Graphic Novel geschrieben & gezeichnet. Denn Worte allein reichen nicht aus, um uns ihre Welt zu zeigen. In fünf pointierten und anschaulichen Kapiteln berichtet die Künstlerin zunächst über sich als Autistin allgemein (und räumt hier auch gehörig mit Vorurteilen auf), dann über den Schulalltag, ihr eigene Welt, über das "Geräusch von Chlor" (ein Kapitel, welches mich besonders berührt hat) und wie man sich Freunde schafft. Man taucht mit ihr in alltägliche Szenen ein und beginnt zu begreifen, dass es auch eine ganz andere Perspektive auf das Leben gibt, als die von uns gewohnte. Der Leser blickt durch Danielas Augen in diese Welt, die so laut und so voller Reize und Einflüsse ist. Er ist mit ihr erschöpft von all den Eindrücken des Tages und kann das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug in die eigene Wohlfühlzone gut nachvollziehen. Zumindest ging es mir so.   Der Zeichenstil bedient sich dabei einer sehr einfachen Art. Schnörkellos aber keinesfalls lieblos entsteht vor den Augen des Lesers diese "andere Welt". Ähnlich wie ihre Worte wirken die Bilder direkt, klar und verständlich. Es ist ihre Art zu kommunizieren - ohne mit dem Erklärbären im Arm oder dem Besserwisser-Zeigefinger die ganze Zeit dem "Außenstehenden" Belehrungen zu erteilen.  Es ist kein Betroffenheitsgefühl, welches nach dem Lesen bleibt. Es ist ein Gefühl des Verständnisses und der Dankbarkeit. Und der Freude - denn auch der Humor kommt in diesem Comic nicht zu kurz.  Mein Fazit: Am Ende steht man da und erkennt, dass in dem Satz, den Daniela von einem Freund zitiert, viel Wahres steckt. "Autism: It's not a bug, it's a feature." Von mir gibt es eindeutig eine Kaufempfehlung für diese Graphic Novel. Die Thematik ist so spannend und gleichzeitig hübsch umgesetzt. Aufklärung und Erklärung ohne Staub und Spinnenweben, ohne Angst und Krankheit - dafür mit Herz, Ehrlichkeit und Spaß. Ich hoffe und wünsche es sowohl Daniela als auch allen Lesern, dass es einen 2. Band geben wird!

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