Daniela Schwegler

 4.9 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Traum Alp, Landluft und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Daniela Schwegler

Daniela SchweglerTraum Alp
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Traum Alp
Traum Alp
 (4)
Erschienen am 15.01.2015
Daniela SchweglerLandluft
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Landluft
Landluft
 (2)
Erschienen am 01.06.2017
Daniela SchweglerBergfieber
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Bergfieber
Bergfieber
 (2)
Erschienen am 15.07.2015

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Rezension zu "Landluft" von Daniela Schwegler

Gelebte Einfachheit
peedeevor einem Jahr

Die Autorin porträtiert in diesem Buch 12 Frauen zwischen 18 und 87 Jahren, die aus ihrem Leben als Bergbäuerinnen erzählen. Unterschiedliche Frauen mit sehr verschiedenen Biografien, die dennoch eine Gemeinsamkeit haben: die Liebe zur Natur.

Erster Eindruck: Ein schöner Einband, der sich von der Vorder- über die Rückseite erstreckt, mit einer Bäuerin an einem Brunnen. Den Buchtitel finde ich gut gewählt. Im Buch hat es viele Fotos (von Stephan Bösch) und Tourentipps. Zudem sind in einer Schweizerkarte die einzelnen Höfe verzeichnet.

In den Top-Ten der beliebtesten Berufe wird Bergbäuerin wahrscheinlich nie erscheinen. Warum? Wenn man karriereorientiert ist und auf einen grossen Monatslohn Wert legt, ist der Job als Bergbäuerin definitiv nicht der richtige Weg. Für mich ist es das dritte Buch der Autorin, nach „Bergfieber“ und „Traum Alp“, wo jeweils Hüttenwartinnen resp. Älplerinnen porträtiert wurden.

Sandra Böhm, 40, Schwendihalde (Schwendi bei Heiden, Appenzell Ausserrhoden), erlernte zunächst den Beruf der Primarlehrerin, merkte aber früh, dass dies nicht das Wahre für sie ist. Nach einer biodynamischen Landwirtschaftslehre bewirtschaftet sie mit ihrem Mann und den vier noch kleinen Kindern einen Biohof. Sie haben sehr viel körperliche Arbeit; nach dem Bezahlen der Steuerrechnungen sind sie unterhalb der Armutsgrenze. Und trotzdem: „Ich bin einfach froh, dass ich das umsetzen kann, von dem ich zutiefst im Innern spüre, dass es das Richtige ist.“
Sehr interessante Gegensätze zwischen der jüngsten und der ältesten porträtierten Bergbäuerin: Doris Martinali, 18, Azienda Agricola Martinali (Valle die Blenio, Tessin) sowie Edith Freidig, 87, Ufem Bühl (Lenk im Simmental, Bern). Zwischen beiden Frauen liegen mehrere Generationen.
Renate Krautkrämer, 66, Oberer Rütiberg (Ebnat-Kappel, St. Gallen), produziert Kräuter (irgendwie gut passend zu ihrem Namen, oder?). Eine schöne Geschichte, wie es die gebürtige Deutsche in die Schweiz verschlagen hat. Sie will nun demnächst die Landwirtschaft aufgeben, um die Zeit mit ihrem Mann Walter, 75, mehr geniessen zu können, „und ausserdem wünsche ich mir, dass mehr Zeit zum Staunen bleibt. […] Es gibt so viele Gründe, dankbar zu sein, nicht?“ Diesem Statement kann ich mich nur vollumfänglich anschliessen.

Interessant fand ich die Zahlen zu den Landwirtschaftsbetrieben in der Schweiz: Es gibt rund 54‘000 Betriebe, davon sind weit über 6‘000 Biohöfe und nur rund 250 Bauern, die nach den Demeter-Richtlinien produzieren. Zudem habe ich Informationen zu Direktzahlungen erhalten und erfahren, dass ein Bauer und ein Landwirt nicht das Gleiche sind; für mich waren das eigentlich stets Synonyme. Doch der Landwirt ist für Vieh und Ackerbau zuständig, die Bäuerin ist die Spezialistin für Haushalt, Garten, Hühner etc. So war zumindest viele Jahre die traditionelle Bäuerinnenrolle.
Ich habe viele schöne Einblicke in unterschiedliche Leben erhalten. Beim Lesen des Buches hat mich so vieles beeindruckt, so z.B. die selbstgewählte Einfachheit der Lebensumstände, die Liebe zur Natur, das Verständnis, Teil eines funktionierenden Kreislaufes zu sein. Fazit: Es braucht keinen Luxus, um glücklich zu sein!

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W

Rezension zu "Landluft" von Daniela Schwegler

Porträts ganz eigenwilliger und beeindruckender Frauen
WinfriedStanzickvor einem Jahr



12 Frauen im Alter zwischen 18 und 86 Jahren werden in diesem außergewöhnlichen Buch porträtiert. Nachdem Daniela Schwegler in den vergangenen Jahren schon Älplerinnen und Hüttenwartinnen sensibel in Wort und Bild beschrieben hat, hat sie nun zusammen mit ihrem Fotograf Stephan Bösch Frauen besucht, die zum Teil schon ihr ganzes Leben als Bergbäuerinnen leben und arbeiten. Frauen, wie es sie wohl nur in der Schweiz gibt. Sie alle eint ihre Liebe zu ihren Tieren und ihre Leidenschaft für das Leben und Arbeiten in der rauen Natur.

Sehr pur, immer direkt und mit einer gehörigen Portion Humor erzählen sie von ihrem Leben mit Wind und Wetter, beschreiben immer wieder unterschiedlich und doch wieder ähnlich ihre große Freiheit dort oben am Berg und reden von der Demut, die er sie gelehrt hat.


Porträts ganz eigenwilliger und beeindruckender Frauen haben die beiden Autoren durch ihre sensiblen Interviews und Fotografien geschaffen, die die Bergbauerinnen durch einen Wandertipp ergänzt haben für Menschen, die zumindest für kurze Zeit diese wunderbare Landschaft, in der sie leben und arbeiten, genießen wollen.

Die Porträts erzählen nicht nur von beeindruckenden Lebensläufen von Frauen, sondern sie geben auch einen  Einblick in die Probleme, vor die sich gerade auch die Bergbauern in diesen Zeiten gestellt sehen, aber auch von einer Haltung, die die 66-jährige Renate Krautkrämer so beschreibt: „Man muss vor jedem Wesen Ehrfurcht haben!“

Ein ganz besonderes Buch für Liebhaber magischer Orte und außergewöhnlicher Menschen.




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Rezension zu "Traum Alp" von Daniela Schwegler

Das Alpvirus greift um sich
peedeevor 3 Jahren

Die Autorin porträtiert in diesem Buch 15 Frauen zwischen 20 und 75 Jahren, die von ihrem Leben auf der Alp erzählen. Unterschiedliche Tiere, unterschiedliche Biografien, aber doch eine Gemeinsamkeit: die Alp-Leidenschaft.

Erster Eindruck: Ein schöner Einband mit einer Älplerin und einer Kuh, die man aber erst dann vollständig sieht, wenn man das Buch ganz aufklappt. Den Buchtitel finde ich gut gewählt. Im Buch hat es viele Fotos, Tourentipps oder Rezeptvorschläge. Zudem sind in einer Schweizerkarte die einzelnen Alpen verzeichnet.

Wieso ist die Alp für die Älplerinnen ein Traum? Eine Alp zu bewirtschaften bedeutet doch oftmals ein Wohnen unter einfachen Verhältnissen und schwere Arbeit… Für mich ist es das zweite Buch von Daniela Schwegler, nach „Bergfieber - Hüttenwartinnen im Porträt“. Da mir jenes sehr gut gefallen hat, musste ich dieses Buch unbedingt auch lesen.

Anne Krüger, 37, Muttner Alp (Thusis, Graubünden), lebt die meiste Zeit des Jahres in Chile, Südamerika, zusammen mit ihrem Mann Oskar und den zwei Kindern. Für den Alpsommer reist die ganze Familie in die Schweiz. Das Pendeln zwischen diesen zwei Welten ist zwar anstrengend, aber ihre Alp-Leidenschaft ist grösser als die Strapazen. Auch Anna Mathis Nesa, 42, Güner Alp (im Safiental, Graubünden), hat die gleiche Leidenschaft und meint dazu: „Wenn man das Alpvirus einmal hat, wird man es nicht mehr los.“

Josi Jauch, 74, Alp Oberberg (Isenthal, Uri), kann auf mehr als 50 Alpsommer zurückblicken. Sie hat keine einfache Vergangenheit, musste sie doch unter mühsamen Bedingungen sieben Kinder aufziehen, während 25 Jahren ihren Mann pflegen und dazu die Alp bewirtschaften. Manch einer würde da klagen, aber sie sagt: „Ich habe die Gnade, das Leben so anzunehmen, wie es ist, und bin sehr froh, dass mir das in die Wiege gelegt worden ist. Wenn mir die Menschen manchmal die Ohren volljammern mit ihren kleinen Sorgen, denke ich oft, das sind doch Bagatellen.“ Wie wahr…

Schön sind auch die Rezeptvorschläge im Buch, so z.B. das Rezept für Älplerinnenmagronen (man beachte die weibliche Schreibweise des eigentlich männlichen Rezeptes Älplermagronen!). Das Buch verwendet immer wieder Schweizerische Dialektausdrücke; für mich als Schweizerin ist das natürlich sehr schön. Es sind sehr interessante Geschichten, die die Frauen zu erzählen haben und es ist spannend, zu erfahren, wie die Frauen zu ihrer jeweiligen Alp gekommen sind. Und warum es für sie ein Muss ist, im nächsten Alpsommer wieder mit dabei zu sein. Für mich selbst wäre das nichts. Das Buch ist Katia Boschi Mühleisen gewidmet, die Ende Juli 2013 während des Alpsommers auf tragische Weise bei einem Felssturz ums Leben gekommen ist. Da hat sich wieder einmal gezeigt, dass die Natur eben unberechenbar ist.

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