Danielle Thiéry

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Nicht nur der Titel dieses Krimis ist recht eigen. Wie in französischen Büchern recht häufig, handeln die Personen oft merkwürdig und die Handlung wirkt teilweise unglaubwürdig.

Die Eingangsszene, eine Verfolgungs-  und Vergewaltigungsszene, bei der das Opfer, die titelgebende Mademoiselle Julie, besondere Lust empfindet, sich danach aber so schämt, dass sie sich danach offenbar von einer Brücke stürzt, empfand ich als bizarr und abstoßend, sodass ich mich zur weiteren Lektüre richtiggehend zwingen musste.

Kommissarin Edwige Marion ermittelt in dem Fall, da sie nicht an den Suizid der jungen Frau glauben kann. Merkwürdigerweise finden sich Spuren und Hinweise, die auf ihren Lebenspartner Leo Lunis hinweisen. Lunis ist eigentlich ein Untergebener Marions, weshalb sie die Beziehung bislang geheimgehalten hatte. Allerdings weiß sie auch nicht viel aus Leo Lunis früherem Leben. Als ein Mann nach dem Besuch eines dubiosen Etablissements erschossen aufgefunden wird und sich auch hier die Hinweise auf Lunis verdichten, der sich zunehmend merkwürdig verhält, muss Marion ihren Zweifeln nachgeben und gegen ihren Geliebten ermitteln.

Im Klappentext wird die Kommissarin Edwige Marion als ,,impulsiv“ beschrieben, was noch ein sehr beschönigender Ausdruck für ihr sehr emotionales und oft unprofessionell wirkendes Verhalten ist. Zwar wird man als Leser mit in ihre Zweifel und Verzweiflung gezogen, die zahlreichen Spuren und verdächtigen Personen lassen auch durchaus Spannung aufkommen. Dennoch konnte mich ,,Die fatale Lust der Mademoiselle Julie“ nicht als Kriminalroman überzeugen. Bemerkbar macht sich außerdem, dass das Buch 1999 geschrieben wurde und nun zwar neu aufgelegt, aber offenbar nicht überarbeitet wurde, was man nicht nur an der veralteten Rechtschreibung erkennt.

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Kommissarin Edwige Marions Leben soll zukünftig in geordneten Bahnen laufen. Seit fünf Monaten hat sie einen festen Lebensgefährten, Léo Lunis, der ihr dienstgradmäßig unterstellt ist, was die Beziehung nicht einfach macht. Sie hat ein Haus im Vorort von Lyon bezogen, weg aus der unruhigen City, denn sie wird Nina, die Tochter eines verunglückten Kollegen adoptieren.
Aber immer noch beschäftigt sie ein bereits abgeschlossener Fall. Julie Rouvres wurde vergewaltigt und hat sich angeblich danach von einer Brücke gestürzt.
Nach einer weiteren Vergewaltigung lässt Edwige Marion nicht mehr locker. Sie geht allen noch so aussichtslosen Spuren hartnäckig nach, um dann immer mehr Hinweise gegen ihren eigenen Partner aufzuspüren und sich samt ihrer Tochter in Gefahr zu bringen.

Diesen Krimi empfand ich zäh und unglaubwürdig. Sicher sind die meisten Krimis fiktiv und der Phantasie der Autoren entsprungen. Sie können auch außergewöhnliche und verrückte Einfälle haben, aber sie sollten nachvollziehbar und glaubwürdig sein.

Edwige Marion, was für ein Name, erscheint mir nicht authentisch. Sie ist die Vorgesetzte, verhält sich aber nie wie eine. Ein Geliebter aus dem eigenen Team ist schon selten, aber ihr Verhalten während der Ermittlungen, ihre Diskussion und Argumentation Vorgesetzten und ihrem eigen Team gegenüber sowie ihre Reaktion auf den unwiderstehlichen Sam konnte ich nicht nachvollziehen und ging mir zwischenzeitlich auf die Nerven.

Zäh wirkte vor allen Dingen das Fortkommen der Ermittlungen. Vieles wurde unprofessionell privat ermittelt und dann unter den Tisch fallen lassen, manches wurde einfach vergessen nachzugehen. Wären nicht die Zahl der Vergewaltigungen immer höher geworden und auch Ninas Leben in Gefahr gekommen, wäre es sicher einfach so weitergegangen. Auch die Befragung der Vergewaltigungsopfer diente ausschließlich der privaten einseitigen Ermittlung der Edwige Marion.

Nein, das war kein spannender und unterhaltsamer Krimi, deshalb leider nur zwei Sterne.

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10
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"Die fatale Lust der Mademoiselle Julie" ist der zweite Band um die französische Kommissarin Edwige Marion. Ich kenne den Einstiegsband nicht, konnte der Handlung inhaltlich aber dennoch folgen. Vielleicht hätte ich im ersten Band allerdings etwas mehr über die Protagonistin erfahren und hätte sie etwas besser verstehen können?

Die Protagonistin Edwige Marion (wenn die Reihe nicht nach ihr benannt wäre, hätte ich wohl nie herausgefunden, dass Marion nicht ihr Vorname ist, da sie sich auch privat nur so ansprechen lässt) ist eine der unprofessionellsten Polizistinnen, die mir in Krimis seit langem untergekommen ist. Was sie nicht hören will, wird einfach unter den Tisch gewischt, Informationen werden bei privaten Ausflügen eingeholt und im Grunde hätte sie wegen Befangenheit gar nie ermitteln dürfen. Vor Gericht könnte da absolut gar nichts standhalten. Es handelt sich hier zwar um ein fiktives Werk, aber wenigstens ein bisschen realistisch dürfen doch auch Krimis sein.

Wie der Titel "Die fatale Lust der Mademoiselle Julie" schon suggeriert, spielt Sex eine nicht unwesentliche Rolle in diesem Krimi. Für meinen Geschmack eine zu grosse. Ich mag Erotikliteratur nicht besonders, und wenn vergewaltigte Frauen vor Lust stöhnen und ihren Vergewaltiger darum anbetteln, nicht aufzuhören, ist bei mir Schluss. Auch Marions private Verstrickungen spielen eine grosse Rolle. Dafür kommt der Krimi-Teil in meinen Augen zu kurz. Marions Jagd nach dem Verbrecher erschien mir eher als persönliche Vendetta.

Wie man merkt, konnte mich der Krimi leider nicht überzeugen. Weder Protagonistin noch Handlung zogen mich in ihren Bann, sodass ich froh war, als ich die rund 340 Seiten durchgelesen hatte.

Mein Fazit
Sehr unprofessionelle Ermittlerin

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