Angelus

von Danielle Trussoni 
3,7 Sterne bei103 Bewertungen
Angelus
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Positiv (58):
Chumhas avatar

Sehr viele Seiten, doch lange nicht genug für die Geschichte. Fortsetzung folgt hoffentlich!?

Kritisch (12):

Puh, war das langweilig.

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Inhaltsangabe zu "Angelus"

Der letzte Kampf der Engel hat begonnen Seit Jahrtausenden wollen sie die Macht über die Welt, und dafür benutzen und töten sie jeden – die Nephilim, die Nachkommen jener Engel, die einst gegen Gott rebellierten. Ihr Sieg hängt von dem Besitz eines Musikinstruments ab, einer Leier. An einem 24. Dezember sind sie ihrem Ziel ganz nahe. Doch ihre Widersacher, die Angelologen, die Anhänger der Boten Gottes, versuchen das Instrument vor ihnen in Sicherheit zu bringen. An ihrer Seite kämpft die junge Nonne Evangeline. Seit jeher trägt sie eine Kette mit einem goldenen Anhänger: einer Leier ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426198780
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:645 Seiten
Verlag:Droemer Knaur
Erscheinungsdatum:18.02.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.02.2010 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Naikes avatar
    Naikevor 2 Jahren
    Gute Story mit gröberen Umsetzungsschwächen

    Tjaaaa, also generell hat mir die Geschichte schon gefallen, die Umsetzung hätte jedoch besser sein können, man hätte viel mehr daraus machen können. In der Handlung ist zu wenig Drive, dafür wird um so mehr breit erzählt, die Figuren bleiben zu blass und deren Handlungen sind manchmal schwer nachzuvollziehen. Dazu noch so einiges an Zufällen, dadurch hapert es beim Spannungsaufbau. Der Schluss ist offen, was ich immer frustrierend finde. Inzwischen ist zwar längst ein Fortsetzungsband erschienen, jedoch finde ich diesen lediglich in Französisch, Türkisch und Griechisch übersetzt. Hallo? Voll blöd.

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    AdamBogss avatar
    AdamBogsvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein gelungener Fantasyroman der mit Elementen wie The Da Vinci Code spielt. Umbedingt lesen!
    Der Da-Vinci-Code like Krieg gegen die nicht so himmlischen Nephilim

    Klappentext:

    Der letzte Kampf der Engel hat begonnen

    Seit Jahrtausenden wollen sie die Macht über die Welt, und dafür benutzen und töten sie jeden die Nephilim, die Nachkommen jener Engel, die einst gegen Gott rebellierten. Ihr Sieg hängt von dem Besitz eines Musikinstruments ab, einer Leier.
    An einem 24. Dezember sind sie ihrem Ziel ganz nahe. Doch ihre Widersacher, die Angelologen, die Anhänger der Boten Gottes, versuchen das Instrument vor ihnen in Sicherheit zu bringen. An ihrer Seite kämpft die junge Nonne Evangeline. Seit jeher trägt sie eine Kette mit einem goldenen Anhänger: einer Leier ...

    Dieses Buch verdient die fünf Stern, wenn nicht sogar - meiner Meinung nach ;) - mehr. Angelus hat mit von Anfang an, als ich denn (langen) Klappentext las, für sich gewonnen. Das Buch ist so gut durch dacht und vielfältig, das man noch viel mehr erfahren möchte. Leider lässt der zweite Teil auf sich warten - in Englisch ist er schon erhältlich - aber ich habe beim Verlag nachgefragt = es ist in der Arbeit. Juuhhuuuuuu

    Daher, kauft euch das Buch und lest es ... es wird euch bestimmt gefallen. Und wenn nicht, auch nicht schlimm ;) jedoch bleibt es für mich, eines meiner Lieblingsbücher...

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    maggy17s avatar
    maggy17vor 5 Jahren
    Angelus

    Der letzte Kampf der Engel hat begonnen 

    ***Klappentext*** 
    Seit Jahrtausenden wollen sie die Macht über die Welt, und dafür benutzen und töten sie jeden - die Nephilim, die Nachkommen jener Engel, die einst gegen Gott rebellierten. Ihr Sieg hängt von dem Besitz eines Musikinstruments ab, einer Leier. 
    Am 24.Dezember sind sie ihrem Ziel ganz nahe. Doch ihre Widersacher, die Angelologen, die Anhänger der Boten Gottes, versuchen das Instrument vor ihnen in Sicherheit zu bringen. An ihrer Seite kämpft die junge Nonne Evangeline. Seit jeher trägt sie eine Kette mit einem goldenen Anhänger: einer Leier... 

    ***Inhalt*** 
    Seit ihrer Kindheit lebe die junge Evangeline in dem Kloster der heiligen Rosa. Sie ist die jüngste Nonne und zuständig für die Korrespondenz des Konvents. Ausgelöst durch eine Anfrage, die sie am 23.Dezember erhält, stößt sie in der Klosterbibliothek auf den geheimen Briefwechsel einer früheren Äbtissin. Ganz offensichtlich war die Äbtissin in ein Geheimprojekt verwickelt. Evangelines Neugierde ist geweckt. Eine Spur führt zu der alten Nonne Celestine. Voller Faszination und Entsetzen lauscht sie deren Schilderungen über eine Expedition der Angelologen, denen Celestine angehört, zu einer Höhle in Bulgarien und über einen furchterregenden Fund. Je mehr Evangeline von der alten Nonne erfährt, desto mehr begreift sie, dass sie in einen seit Jahrtausenden tobenden Krieg geraten ist, zwischen den Angelologen, den Anhängern der Boten Gottes, und den Nephilim, den Nachkommen jener Engel, die einst gegen Gott rebellierten. Es geht um nicht weniger als die Weltherrschaft. Ein Kampf, den für sich entscheiden kann, wer die Teile einer antiken Leier findet und zusammensetzt. Verführerisch und gefährlich ist die Musik, die Engel ihr entlocken können und die Heil oder Unheil bringen kann, je nachdem, wer das Instrument spielt. Mit der Hilfe von Gleichgesinnten hatte die Äbtissin die Einzelteile des Instruments an sicherer Orten versteckt. Doch fast alle, die damals daran beteiligt gewesen waren sind tot. Eine dramatische Suche beginnt, bei der Evangeline allmählich ahnt, wie eng ihr eigenes Schicksal und das ihrer Familie mit dem Kampf verknüpft sind. Denn so lange sie denken kann, trägt sie eine Kette mit einem goldenen Anhänger daran: einer Leier. 

    ***Meinung*** 
    Der Roman ist sehr gut geschrieben. Es wird schon früh Spannung aufgebaut und zum großen Teil bis zum Ende gehalten. 
    Die Geschichte wird bis ins kleinste Detail erzählt, damit der Leser sich in der, teilweise etwas verwirrenden Handlung gut zurechtfindet. Verwirrend wird die Handlung dadurch, dass sehr oft im Roman auftauchende Bücher oder Bibelstellen zitiert werden. Ein wenig haben mich die vielen auftretenden Personen gestört, da hätte ich mir eine kurze Übersicht am Anfang oder am Ende des Buches gewünscht. 

    Alles in allem vergebe ich 4 von 5 Punkte für diesen gelungenen Roman.

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    Nurijas avatar
    Nurijavor 5 Jahren
    Übernatürlicher Krieg um die Weltherrschaft

    Die junge Nonne Evangeline stößt in der Klosterbibliothek auf die geheime Korrespondenz einer früheren Äbtissin, die ihre Neugierde weckt. Sie ahnt nicht, dass sie mit ihren Nachfragen einen seit Jahrtausenden herrschenden Krieg befeuert: den Kampf zwischen den Angelologen, den Anhängern der Engelslehre, und den überirdisch schönen Nephilim, den Nachkommen der Engel, die in alttestamentarischen Zeiten gegen Gott rebellierten. Ein Kampf zwischen Gut und Böse entbrennt, und es geht um nicht weniger als die Weltherrschaft …

    Bereits zu dem frühen Zeitpunkt als Evangeline die Korrespondesns findet,gelingt es Danielle Trussoni Spannung zu erzeugen. Nicht Action, Mord und Totschlag fesseln hier, vielmehr blickt der Leser Evangeline interessiert über die Schulter und möchte unbedingt wissen, wie die Geschichte weiter geht.
    Schon viele autoen haben sich mit Engeln un gefallenen Engeln befasst, aber eine ganze Rasse gefallener Engel, die dann auch noch nach der Weltherrschaft streben, war mir neu.
    Weniger gelungen fand ich die ausladenen Erklärungen die Bezug zum buch Genesis stellten. Ich denke man muss für so ein Buch nicht unbedingt Bibelfest sein und kann es dennoch gut lesen.
    llerdings muss ich auch sage, dass mir bei einem Buch, in dem beinahe alles akribisch hergeleitet wird dann doch missfallen hat, dass ausgerechnet die Herkunft der Diener der Nephilim nicht erläutert wurde...dass obliegt dann wohl der Fantasie der Leser.
    Das offene Ende der Geschichte lässt einen zweiten Teil vermuten. Ob ich mir aber nochmal ein Buch mit solch einem Ausmaß an Erklärungen und Theorie antue lass ich mal dahingestellt.

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    BlueNas avatar
    BlueNavor 6 Jahren
    Rezension zu "Angelus" von Danielle Trussoni

    Himmlische Heerscharen
    .
    Die 23-jährige Evangeline lebt als Nonne ein ruhiges und durch getaktetes Leben im Kloster der Heiligen Rosa. Sie verbringt ihre Tage mit Beten und ihrer Arbeit in der Klosterbibliothek. Bis eines Tages ein junger Mann in eben jener Bibliothek auftaucht und sie bittet, ihn im Archiv nach der Korrespondenz zwischen Abigail Rockefeller und Mutter Innocenta aus den 1940er Jahren suchen zu lassen. Evangeline zeigt ihm einen Brief, den sie selbst erst entdeckt hat, verspricht ihm sich nach der Korrespondenz umzuschauen und komplimentiert Verlaine wieder hinaus. Was sie nicht weiß: Verlaine arbeitet unwissentlich für eine der mächtigsten Nephilim-Familien in New York und stürzt die Angelologen, inklusive Evangelines Großmutter, Evangeline selbst und die Schwestern im Kloster in größte Gefahr! Ein Kampf um ein himmlisches Artefakt entbrennt, der schon seit den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts schwelt…
    .
    Danielle Trussoni rückt die Angelologie in ein spannendes Licht! Mir war nie wirklich klar, dass es so was wie Engelsforschung tatsächlich mal gab und auch heute, wenn vielleicht auch nicht in dem hier beschriebenen Maße, fortgeführt wird. Die Autorin beschreibt die Engel und ihre Nachkommen die Nephilim als wunderschöne, glanzvolle, aber grausame Wesen. Sie haben prächtige Flügel, können Menschen manipulieren und sind immer nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Die Sichtweise auf die normalerweise glorifizierten Himmelswesen finde ich äußerst interessant und hat mich selbst angesprochen, denn die Nephilim verkörpern hier das Böse, den Feind der Menschheit. Ich mag es, ein Thema mal von einer anderen Seite zu beleuchten, das erweitert den Horizont und lässt einen über den Tellerrand hinausblicken.
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    Der Schreibstil war wirklich sehr gut zu lesen. In klaren Sätzen schildert die Autorin die Ereignisse und nahm mich bald auch Emotional total gefangen. Ich habe mich total schnell mit dem Stil anfreunden und in die Geschichte einfinden können. Gant toll fand ich die große Rückblende ca. in der Mitte des Buches, in der vergangene Ereignisse aus Sicht einer damals involvierten Person geschildert werden. Hier konnte Trussoni mir wunderbar das savoir vivre der 1920 bis 1940er Jahren näher bringen. Die alten Autos oder aber auch die Furcht vor der Invasion der Nazis kamen ganz real herüber. Spannung wurde innerhalb dieser Rückblende erstmals richtig aufgebaut und man versteht hinterher vieles besser, stellt aber weiterhin verschiedenste Vermutungen an. Spannend wird es dann auch in der eigentlichen Handlung, und wie!
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    Die Charaktere konnten mich auch sehr schnell überzeugen. Evangeline war mir schnell sympathisch, ich konnte nur nie nachvollziehen, dass dieses wunderbare Mädchen eine Nonne ist! Vielleicht sind es Vorurteile, aber sie kam mir von Anfang an sehr weltlich vor, auch als sie sie strikt nach den Regeln des Konvents gelebt hat. Total fasziniert hat mich Gabriella, ihr ganzen extravagantes Wesen und wie sie ihre Freundin Celestine behandelt hat, haben bei mir ganz viele Fragezeichen hinterlassen. Verlaine wird in den Kampf der Angelologen mit den Nephilim hineingezogen, ist erst verschreckt und verwirrt, nimmt sein Schicksal dann aber recht schnell an und findet Gefallen an unserer hübschen Nonne.
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    Die Gestaltung des Schutzumschlags finde ich außerordentlich schön. Hauptsächlich schwarz, durchsetzt mit glänzenden, silbernen Elementen und dem roten, wehenden Schal, wirkt alles zusammen wie eine perfekte Komposition, die die Augen auf sich zieht.
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    Insgesamt findet man in „Angelus“ von Danielle Trussoni einen Fantasy Roman mit Abenteuer- und Misteryelementen, außerdem eine Engelsdarstellung die nicht so verklärt und romantisiert ist, wie allgemein üblich und ein nicht alltägliches oder vorhersehbares Ende! Ein wirklich tolles Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann!

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    smutcops avatar
    smutcopvor 6 Jahren
    Rezension zu "Angelus" von Danielle Trussoni

    Puhh ein Wälzer mit sehr vielen theorethischen Längen an dem ich so lange gelesen habe wie selten. Story: Gott schickt irgendwann in grauer Vorzeit Engel auf die Erde. Die sollen die Menschen ein wenig im Auge behalten, da hier einiges aus dem Ruder läuft.. nur, Engel sind auch nnur Menschen:) und machen sich an die Damen der Erdbewohner heran und zeugen mit Ihnen Kinder. Diese Kinder wreden von Ihren Vätern in verschiedensten Techniken, von der Kriegskunst bis zur Metallurgie unterwiesen und sind so bald den reinrassigen Menschen haushoch überlegen. Es sind die Nephilim. Das Gott nun zu bunt. Er schickt die Erzengel und diese schleudern die abtrünnigen oder auch gefallenen Engel in eine tiefe Erdspalte.. eiin Erzengel jedoch hat mit ihnen Mitleid und wirft Ihnen zum Trost eine Leier hinterher.. während Gott auf der Welt die Sinflut kommen läßt und nur Noah und Familie rettet.. Problem: Noahs Jüngster, Jaffett ist in Wahrheit ein Nephilim und so überlebt diese Brut bis in die heutigen Tage. Seid langer Zeit also schwelt der Kampf zwischen Ihnen und den Menschen vertreten ducrh die Angelologen. Alle sind jetzt hinter der Leier her, die einen um sich zu heilen, die Anderen um die brutalen, rücksichtslosen Nachkommen Jaffetts endgültig zu vernichten. Die Geschichte zieht sich durch das beginnende 20Jh, den zweiten Weltkrieg bis zum Showdown in einem Kloster in New York und einer Höhle in Bulgarien.

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    Manfred_SHs avatar
    Manfred_SHvor 7 Jahren
    Rezension zu "Angelus" von Danielle Trussoni

    War ganz spannend. Hat mir Einblick in die Angologie gegeben. Mit dem Ende bin ich nicht zufrieden. Daher nur 4 Sterne, Das las ich aber auch schon in einer anderen Rezension über dieses Buch. Sonst fand ich es recht gut und lesenswert. Man muss sich mit den Engeln auseinandersetzen. Ach ich habe mehrmals im Netz und Lexikon nachgeschlagen. Wer dafür nichts übrig hat und nur einen Thriller erwartet, der wird enttäuscht sein.
    Spannend fand ich die Geschichte rund um den Teufelsschlund, den es tatsächlich in Bulgarien gibt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
    Rezension zu "Angelus" von Danielle Trussoni

    Danielle Trussoni hat sich dem schwierigen Kapitel Engel gewidmet.

    Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend. Im Fokus steht die Nonne, über die man auch das ein oder andere aus ihrem persönlichem Umfeld erfährt. Dies geschieht durch aktuelle Berichte aber auch durch Rückblicke.
    Verquickt wird dieser Handlungsstrang mit einem aus der Gegenwart. Langsam wirklich sehr langsam kommt man als Leser dahinter das es sich um zwei "Parteien" handeln muss.
    Die eine skurriler als die Andere.
    Leider ziehen sich dann die Erzählungen wie Kaugummi dahin ohne das es der Autorin gelingt den Leser zu begeistern. Zunächst dachte ich das es (mal wieder ) an der fehlerhaften deutschen Übersetzung liegt aber im englischen Original sah es meiner Meinung nach auch nicht besser aus leider.

    FAZIT: Das Thema ist sicher gut gewählt aber die Umsetzung war sehr dürftig so das ich das Buch zur Seite gelegt habe.
    Schade.

    Buchgesichter-Meinung:

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    Arethelyas avatar
    Arethelyavor 7 Jahren
    Rezension zu "Angelus" von Danielle Trussoni

    Sein nackter Oberkörper war glatt, ohne Nabel oder Brustwarzen, und die Haut so weiß, dass sie im grellen Licht des Badezimmers aussah wie Wachs. Er ließ die Schulterblätter kreisen und betrachtete das klare Spiegelbild seines Körpers: die Schultern, die langen, dünnen Arme und die gemeißelten Konturen seiner wächsernen Gestalt. In der Mitte des Rückens, schweißfeucht und deformiert vom Druck des Korsetts, saßen zwei zarte, knotige Knochen. Mit einer Mischung aus Staunen und Schmerz sah er, dass seine Flügel - früher so voll, stark und geschwungen wie goldene Säbel - sich beinahe völlig aufgelöst hatten. Die Überreste waren schwarz von Krankheit, die Federn verwelkt, die Knochen verkümmert.
    Droemer Verlag 2010, persönliches Leseexemplar, S.64

    Evangeline ist eine Nonne im Kloster der hl. Rosa, dem Kloster der ewigen Anbetung, das berühmt ist für seine Sammlung an Engelsdarstellungen und -schriften. Eines Tages erhält sie einen Brief von einem jungen Kunstkenner namens Verlaine, der eine Anfrage stellt, ihr Archiv besuchen zu dürfen, um im Auftrag seines Arbeitgebers eine Korrespondenz zwischen einer Nonne und einer Frau der High Society zu untersuchen. Anstatt wie gewohnt abzulehnen, hilft sie ihm bei seiner Untersuchung, ohne zu ahnen, welche Kettenreaktionen das hervorrufen wird. Denn der Auftraggeber ist ein alter Feind ihrer Familie.
    Erste Bemerkung: Schade! Das Buch war am Anfang wirklich viel versprechend. Die Grundidee hat mir wirklich sehr gut gefallen - die Nephilim, Nachkommen abtrünniger Engel, leben noch unter den Menschen und versuchen, diese zu unterwerfen. Aber eine Krankheit breitet sich bei ihnen aus und um diese zu heilen, brauchen sie die Leier des Erzengels Gabriel, deren magische Klänge ungeahnte Kräfte besitzen. Ihre Gegenspieler sind die Angelologen, Menschen, die sich der Erforschung von Engeln und Nephilim verschrieben haben, um die Nephilim ein für alle mal vom Antlitz der Welt zu tilgen. Auch sie suchen nach der Leier, um sie zu zerstören. Und dann gibt es da noch Verlaine und Evangeline, zwei gewöhnliche Menschen, die in den Sog dieses alten Kampfes gezogen werden. Es klang wirklich nach einer außergewöhnlichen Story.
    Leider hat die Autorin es nicht geschafft, die Spannung dauerhaft aufrecht zu erhalten. Trotz ihres wirklich guten Schreibstils, der auch sehr niveauvoll zuweilen war, verlor sie das Gefühl für die spannenden Elemente. Dazu kam der Aufbau der Geschichte. Das Buch ist quasi zweigeteilt. Es gibt die Gegenwart und eine Geschichte der Vergangenheit, die in der Mitte des Buches auftritt. Celestine Clochard, eine Nonne im Kloster der hl. Rosa, erzählt dort ihren Werdegang bei den Angelologen, bevor sie ins Kloster kam - dies geschieht in der Ich-Form. Der Wechsel war für mich zu plötzlich und ich fühlte mich in einen Erzählstrang hineingestoßen, der mich erst einmal absolut nicht interessierte. Natürlich wurden dann im Verlauf dieses Teils viele Fragen gelöst, aber ich fand diese Umsetzung alles andere als ansprechend. Mir wäre es lieber gewesen, wenn die Autorin diesen Teil der Geschichte nicht so geballt in die Mitte gesetzt hätte, sondern die Kapitel immer im Wechsel Gegenwart-Vergangenheit gesetzt hätte. Ich vermute, dass sich die Spannung besser hätte halten können.
    Im übrigen ging die Spannung auch verloren, da zum Ende des Buches, nachdem Gabriella auftaucht, alles viel zu schnell geht und rasant abgearbeitet wird.
    Ebenfalls ein Manko war, dass trotz allem die Angelologie für mich nicht als reale Wissenschaft beschrieben werden konnte. Es war immer viel zu unvollständig und oberflächlich, um mir das nahe bringen zu können. Außerdem fand ich einige Punkte äußerst unlogisch. Die Angelologie ist eine Geheimwissenschaft, kaum einer weiß darüber Bescheid - aber eines Tages entscheidet Celestine Clochard, aufgewachsen auf einem Dorf, dass sie Angelologin werden will. Woher hat sie das Wissen darüber? Und woher weiß sie dann, wo sich die entsprechende Akademie befindet? Das war äußerst merkwürdig. Mal kam es mir so vor, als wäre es eine allbekannte Wissenschaft, andererseits war es dann doch wieder ultrageheim. Dann fand ich komisch, dass die Angelologen verschiedene Religionen angehören - eine der größten Vertreter, dass es Engel gibt (Dr. Seraphina Valko), ist Agnostikerin? Wie passt bitte das zusammen? Wenn ich einen Beweis für die Existenz von etwas Überirdischem brauche, dann kann ich doch aber nicht behaupten, dass die überirdischen Engelswesen existieren. Und soweit ich weiß, gibt es in nur wenigen der Weltreligionen Himmelswesen, die den Engeln des Christentum entsprechend - und dennoch finden sich auch Vetreter von Glaubensrichtungen bei den Angelologen, die eigentlich gar nicht an sie glauben dürften, weil sie sonst ja die Existenz des Christengottes, dem Schöpfer der Engel, annehmen müssten.
    Ich fand auch sehr unpassend, dass Evangeline immer als so klug beschrieben wird, aber wenn man aufmerksam ist, dann bemerkt man, dass sie eine ziemlich lange Leitung hat. Schon am Anfang des Buches erinnert sie sich daran, dass sie ihren Vater beobachtet hat, wie er mit eingesperrten Wesen sprach, die teilweise menschlich aussahen, aber Flügel besaßen. Sie lebt in einem Kloster, das sich mit Engeln beschäftigt. Sie hat ein Buch ihrer Mutter vererbt bekommen, das sich mit Angelologie beschäftigt und erfährt erste Hinweise von Celestine Clochard. Nach so vielen Informationen hätte eigentlich schon der Groschen fallen müssen, aber sie versteht es erst fast am Schluss.
    Das Ende fand ich auch höchst unbefriedigend, da man nun nicht weiß, was aus Evangeline und Verlaine wird - ihre zarte Liebesgeschichte endet schlagartig, die beiden können sich nicht austauschen, was geschehen ist und welche neue Aufgabe Evangeline bekommen hat. Man weiß auch nicht, wie es mit den Nephilim weitergeht. Immerhin existieren zu dem Zeitpunkt immer noch Tausende. Oder soll damit angedeutet werden, dass ein zweiter Band möglich ist?
    Fazit ist, dass die Idee wirklich toll und der Schreibstil grandios ist, aber das Buch in sich nicht logisch strukturiert ist, die Spannung alsbald verliert und es diverse Ungereimtheiten gibt. Finde ich nicht unbedingt empfehlenswert.

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    Atis avatar
    Ativor 8 Jahren
    Rezension zu "Angelus" von Danielle Trussoni

    Zur Autorin

    Nach ihrem Studium in Geschichte und englischer Literatur an der Universität von Wisconsin-Madison lebt und arbeitet die 1973 geborene Danielle Trussoni heute als freie Schriftstellerin sowohl in den Staaten als auch in Bulgarien. Neben ihrer Tätigkeit für „The New York Times Book Review“, „The New York Times Magazine“ oder auch „The Telegraph Magazine“ wurde 2006 ihr Buch „Falling Through the Earth: A Memoir“ veröffentlicht. Dieses Buch stand im gleichen Jahr auf der Liste der Besten Bücher der New York Times und heimste mehrere Auszeichnungen ein. Mit „Angelus“ erscheint bei uns der erste Roman der Autorin.

    Zum Buch /Meine Meinung

    Ein schwarzer, mit weiß-silbernen Ornamenten und einem Siegelring verzierter Schutzumschlag, über den sich ein rot-glänzendes Band – könnte auch ein Tuch sein – schlängelt, schützt die gebundene Hardcoverausgabe. Sieht (für mich) spannend aus und wer den Klappentext liest, kann ebenfalls neugierig werden.

    Dementsprechend groß waren meine Erwartungen, mit denen ich an den Roman herangegangen bin. Die von Trussoni kunstvoll verwobenen Beschreibungen der Engel wie der Angelologen zogen mich anfangs in ihren Bann, verlangten dann aber zunehmend Durchhaltevermögen. Eine mehrmals gelesene Einstufung in das Genre Krimi/Thriller hat mich anfangs zudem etwas irritiert. Denn, obwohl Mord, Entführung und der Kampf ums Überleben thematisiert werden, passt Trussonis Roman für mich nicht in dieses Genre hinein und ich würde ihn eher im Fantasybereich ansiedeln. Doch zum eigentlichen Inhalt.

    Die Nephilim, aus der altisraelischen Mythologie als riesenhafte Mischlinge aus männlichen Götterwesen und Menschenfrauen bekannt, tauchten bereits in Texten aus dem Entstehungsprozess der Bibel auf. Obwohl die apokryphen Texte selbst nicht aufgenommen wurden, findet man die Erwähnung der Nephilim im ersten Buch Mose 6, 5. Sie sollen von großer Boshaftigkeit und die Vorfahren der Riesen der Vorzeit gewesen sein.

    Gemäß Trussonis Roman leben sie beispielsweise noch in New York mitten unter den Menschen, obwohl diese in den seltensten Fällen etwas davon ahnen. Sie wurden über die Jahrhunderte hinweg von Angelologen bekämpft, weil sie für das Böse in dieser Welt stehen. Und sie wollen unbedingt in den Besitz eines göttlichen Instruments kommen. Einer Leier, die die Welt für immer ins Verderben stürzen könnte, sollte sie in die falschen Hände geraten. Aus diesem Grund sind auch die Angelologen hinter dem Instrument her. Doch genau genommen weiß von den Nephilim weder jemand, wie besagte Leier wirklich funktioniert, noch wo sie gerade ist. Nur so viel ist bekannt: Abgesehen davon, dass sie denjenigen, der sie betrachtet, in ihren Bann zieht, kann sie die im Laufe der Zeit durch ihre Vermischung mit den Menschen degenerierten Nephilim heilen. Es gibt beziehungsweise gab mehrere göttliche Instrumente, doch diese eine Leier ist es, die ein mitleidiger Erzengel den ins Innere der Erde verbannten, verdammten und gestürzten Engeln (den Vätern der Nephilim) gebracht hat.

    Die Nonne Evangeline, deren Mutter und Großmutter bereits als Angelologen tätig waren, wird durch eine einfache Anfrage mit der Bitte um Einsicht ins Klosterarchiv in diesen jahrhundertealten Kampf hineingezogen und erfährt stückchenweise Dinge, die bis dahin unvorstellbar für sie waren. Dinge, die ihr peu au peu offenbaren, dass sie weit mehr ist als eine bloße Nonne, die ihr Leben ihrem Gott und dem Kloster gewidmet hat. Ebenfalls ohne sein bewusstes Zutun wird der junge Collegedozent Verlaine, der sich nebenbei mit Beratertätigkeiten über Wasser hält und schwarz für Auktionshäuser tätig ist, in die Sache hineingezogen. Und da ist noch Percival Grigori, der Auftraggeber von Verlaine. Für Menschen ein reicher Geschäftsmann, doch in Wirklichkeit ein dem Tod geweihter Nephilim. Von seiner eigenen Familie wegen seiner krankheitsbedingten Schwäche verachtet, versucht er über Verlaine Informationen zu bekommen, die ihn letztlich zu der begehrten Leier führen sollen.

    Soweit so gut, die Idee klang (und klingt) faszinierend, keine Frage. Die Umsetzung ist jedoch etwas anderes.

    Das Buch selbst ist in drei Teile – Sphären genannt – gegliedert. Der Erste zog mich, wie eingangs erwähnt, in seinen Bann. Doch bereits darin stört eine stilistische Kleinigkeit. Durch die in Klammern geschriebenen Jahreszahlen wirken bestimmte Passagen wie ein Lexikaeintrag oder wie ein Auszug aus Archivunterlagen. Über dieses Manko hilft zu diesem Zeitpunkt jedoch noch der plakative Schreibstil der Autorin hinweg. Dieser führte dazu, dass ich mich rasch in die Umgebung der Geschichte einfinden konnte. Die Hauptfigur Evangeline kann trotz ihrer Zugehörigkeit zu der etwas angestaubt wirkenden Klostergemeinschaft, durchaus als modern bezeichnet werden. Allerdings scheint sie die Einzige zu sein, die so zeitgemäß ist.

    Mit Beginn des zweiten Teils versiegte die anfängliche Begeisterung jedoch rasch. Dieser Abschnitt der Geschichte zieht sich zu sehr in die Länge. Das dürfte daran liegen, dass sich diverse nur leicht variierte thematische Wiederholungen darin finden. Erschwerend tauchen gewisse Bezeichnungen (Angelologen und Liebe betreffend) mit geradezu penetranter Regelmäßigkeit auf und der bisherige, positiv-plakative Stil bekommt einen künstlich hervorgerufenen, gefühlsbeladenen, ja überladenen Touch. Evangeline, Verlaine und Percival werden nahezu durch die sterbenskranke Nonne Celestine verdrängt. Diese erzählt Evangeline rückblickend vom Europa des 2. Weltkriegs und einer Expedition (die zu konkreteren Hinweisen auf den Aufenthaltsort der Leier und dem eigentlichen Fund beziehungsweise deren Sicherstellung führte). Leider liest sich Celestines Erzählung wie ein abgewandelter Vortragstext. Ihre vermeintlich „tiefe“ Liebe zu einer Studienkollegin oder auch ihren Professoren, ihre Überzeugung für die Sache an sich; all das straft sich selbst Lüge, durch ihr Verhalten und Denken. Sympathie oder Verständnis kam bei mir weder für Celestine noch für die erzählerisch heraufbeschworenen Angelologen auf. Vielmehr stellte sich frühzeitig die Frage, ob es nicht besser wäre, wenn diese einfach die Finger von allem gelassen hätten. Zu offensichtlich wissen die Nephilim selbst gar nicht, wo sie suchen sollen. Sie heften sich einfach an die Fersen der Angelologen.

    Im zweiten Teil kristallisiert sich auch zunehmend heraus, wie Evangelines Familie (Mutter, Großmutter und ihr inzwischen verstorbener Vater) in die Sache verstrickt ist. Auch dieser Part der Geschichte fordert dem Leser einiges an Durchhaltevermögen ab. Bis es soweit ist, muss Evangeline eine Art Puzzle lösen, welches ihre Großmutter initiiert hat. Dies hat mich ganz für sich allein genommen fast dazu gebracht hat, das Buch beiseitezulegen. Die Logik der anscheinend immensen Dringlichkeit der Sicherstellung der Leier verpufft angesichts der beschriebenen Inszenierungen. Obwohl auch dieser Buchteil durchaus eine eigene Faszination haben mag, empfand ich den Wechsel zu abrupt, zu unpassend und einfach zu langatmig.

    Der dritte Teil bringt Trussonis LeserInnen dann wieder in die Jetztzeit. In den noch immer anhaltenden Versuch der Nephilim in den Besitz der Leier zu kommen und in Evangelines und Verlaines Versuch, genau das zu verhindern. Was nur zu gelingen scheint, wenn sie die einzelnen Teile der im Zweiten Weltkrieg in die Staaten verbrachten Leier wiederfinden. Auch diese Suche gestaltete sich für mich eher wie eine schlecht organisierte Schnitzeljagd. In diesem Teil wird Evangelines Geheimnis und ihre Verbindung zu dem sterbenskranken Nephilim Percival Grigori gelüftet. Zumindest für die, die es noch nicht geahnt haben.

    Ich kann weder sagen, dass Trussonis Schreibstil mich absolut begeistert noch völlig abgeschreckt hat. Nur dass ich stellenweise fast dachte, zwei verschiedene Autoren hätten an diesem Roman mitgewirkt. Der ist nicht wirklich schlecht, wirklich gut jedoch auch nicht. Das Verhältnis des ersten und dritten Teils zu Teil zwei ist wenig ausgewogen, die Übergänge zu wenig fließend. Das mürbe machende Versteckspiel um die Leier ist von so vielen kompliziert wirkenden und sich dann doch einfach schrecklich leicht lösenden Zufällen gespickt, dass die im zweiten Teil abrupt verlustig gegangene Spannung in dritten Teil nicht mehr aufkommen kann. Der Schluss birgt, obwohl gut angedacht, auch keine Überraschung, da sich bereits lange zuvor eine zunehmende Vorhersehbarkeit der Handlung eingeschlichen hat. Endet die Geschichte nach 600 Seiten? Nein, nicht wirklich. Sie deutet fast schon auf einen Folgeband hin.

    Fazit

    Alttestamentarische Engelszuordnungen nehmen leider die Spannung, obwohl sie durchaus interessant sind. Mir wurde beim Lesen wieder einmal bewusst, das die Begriffe Gut und Böse lediglich eine willkürlich getroffene Definition von Menschen darstellen. Mord bleibt Mord, ob er nun von den „bösen“ Engeln oder von den „guten“ Angelologen begangen wird. Ich habe mir nach dem, was ich im Vorfeld gelesen hatte, mehr von dem Roman versprochen und würde auf einer Skala von 1 bis 5 Punkten allenfalls 3 Punkte vergeben.

    Copyright © 2011 by Antje Jürgens

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Hallo liebe Leute. Ich habe kürzlich das Buch "Angelus" mit sehr großer Begeisterung gelesen. Das Buch handelt von Engeln und nach der Lektüre dieses wundervollen Buches würde ich sehr gerne mehr mit Engeln lesen. Hat jemand Tipps?
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    "Superhirn" :D Hört sich wirklich interessant an...
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