Danijela Pilic

 3.8 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Yoga Bitch, Sommer vorm Balkan und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Danijela Pilic

Yoga Bitch

Yoga Bitch

 (11)
Erschienen am 15.11.2010
Sommer vorm Balkan

Sommer vorm Balkan

 (5)
Erschienen am 18.05.2015
Jetzt rede ich schon wie meine Mutter

Jetzt rede ich schon wie meine Mutter

 (1)
Erschienen am 19.03.2012

Neue Rezensionen zu Danijela Pilic

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Mika2003s avatar

Rezension zu "Sommer vorm Balkan" von Danijela Pilic

Sommer vorm Balkan
Mika2003vor 3 Jahren

Vom Klappentext her hätte ich eher ein Familienroman mit biografischem Hintergrund und Jugoslawien als Handlungsort erwartet.

Bekommen habe ich eher eine Art Reiseführer, der viel Geschichtliches beleuchtet und hin und wieder Einblicke in die Familie von Danijela Pilic gibt.

Irgendwie wirkt es wie ein Tagebuch, jedoch teilweise arg ungeordnet, wie sie in ihrem Buch über ihre Familie; Begebenheiten des täglichen Lebens in Jugoslawien und ihren Umzug nach Deutschland schreibt. Berühmte Persönlichkeiten des Landes werden genauso wie die Sprache und das Essen. Diese Stellen sind für mich teilweise sehr lesenswert gewesen.

Ein großes Grundthema ist die Sehnsucht nach der Heimat, nach dem Ort der Kindheit und nach dem, was nicht mehr so ist wie es einmal war.

Ich lebe in meiner Heimat, habe aber oft Sehnsucht nach Familienmitgliedern die ich nicht mehr und/oder sehr selten sehe. Ich habe Sehnsucht nach Orten, an denen ich mich wohl gefühlt habe.

Daher kann ich diese Sehnsucht sehr gut nachvollziehen und man kann sich sehr gut in dieser Beziehung in diesem Buch wiederfinden.

Man merkt, dass die Autorin Danijela Pilic Journalistin ist, denn sie schafft es auch hier, sehr gut zu schreiben und zu erzählen. Allerdings muss man sich als Leser auf ihren Erzählstil einlassen können.

Gerade beim ersten Teil des Buches habe ich mich sehr schwer getan, musste immer wieder pausieren und konnte es bis zum Schluss eigentlich nicht am Stück lesen.

Eine konkrete Leseempfehlung kann ich nicht aussprechen – ich bin hierbei zu sehr hin und hergerissen.

Wer ein Buch möchte, in dem er etwas über Land und Leute lernen kann, und geschichtliche Hintergründe sucht, ist hier richtig. Wer aber eine richtige Familiengeschichte mit einem Hauch Geschichte sucht, ist glaube ich nicht richtig beraten mit diesem Buch.

Wertung: 3 von 5 Sternen

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Chilischotes avatar

Rezension zu "Sommer vorm Balkan" von Danijela Pilic

Jugoslawien und eine zerissene Herkunft
Chilischotevor 3 Jahren

Danijela Pilic ist eigentlich die Tochter von. Wer nur etwas Ahnung von Tennis hat, wird den Namen schnell zuordnen können. Deshalb war ich anfangs skeptisch. "Sommer vorm Balkan" ist zwar schon ihr drittes Buch, scheint mir aber das erste zu sein, welches seriös daher kommt.
Fans von leichter Lektüre werden sich hier evtl schwer tun. Anders als der Titel vermuten lässt, ist das Buch stellenweise traurig und über weite Teile im positiven Sinne ernsthaft, auch wenn vieles humoresk geschrieben ist.
Pilic ist geborene Serbo-Kroatin, durch die Jugoslawien-Kriege in den 90er Jahren, zerreisst das Urmuster ihrer Herkunft.
Ihr Buch ist ein bisschen eine Aufarbeitung, ein Zusammenfassen der Erinnerungen vor "dem" Krieg, über Jugoslawien im allgemeinen und ihre Familie im speziellen.

Kaleidoskop-artig beschreibt sie in ihrem Buch die Grosseltern, die Tanten und kleine Begegebenheiten des täglichen Lebens, welche erste später Bedeutung bekommen, ihre Vorfahren, wie sich ihre Eltern kennenlernten und dann zusammen kommen. Der Umzug nach München zu Beginn der 80er Jahre, ohne ein Wort Deutsch zu sprechen.
Aber auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Jugoslawien, Dichter und Künstler, einige Seiten zu Tito, was Essen in Jugoslawien bedeutet, und überhaupt die Art zu leben und zu sein. Vor allem die Sprache, Deutsch und Serbokroatisch, und was Sprache für sie bedeutet, mit kleinen Exkursen in die Grammatik und zu den Wurzeln einzelner Wörter ( was ich tatsächlich sehr lesenswert fand).
Ausserdem ist immer wieder das Sehnen ein Thema, zu dem Ort zurückzukehren, den es in ihrer Kindheit gab, und welcher nicht mehr ist, nie mehr sein wird.
Als halbe Wienerin, die in München lebt, habe ich mich in diesem Buch oft wiedergefunden. Konnte mich mit dem Sehnen nach dem Ort der Kindheit wiederfinden, weil es diesen Ort und die Zeit der Grosseltern nicht mehr gibt. Was ja ein universelles Thema des Älterwerdens ist. Man muss somit kein Exilant sein, um sich in der Sehnsucht in diesem Buch wiederzufinden.

Den einen Stern Abzug gibt es aus folgenden Gründen: ich habe mich mit der ersten Hälfte des Buches schwer getan, teilweise gleitet mir die Sprache zu sehr ins Ordinäre ab, ist stellenweise flapsig und aggressiv, was aber nicht nötig wäre und somit der Lesefluss ins Stocken gerät. Vieles wirkt zerrissen, als ob Pilic Tagebuch geführt hätte, und aber die einzelnen Beiträge irgendwie nicht zusammenhängen, und entsprechend nicht zusammen finden.
Geduldet man sich, ist jedoch die zweite Hälfte dann grosses Kino, sehr gut erzählt und sehr gut geschrieben.

Fazit: ein absolut lesenswertes Buch, weil letztlich sehr smart und zu Herzen gehend. Pilic kann sehr gut schreiben und erzählen, allerdings muss man sich auf ihren (Erzähl)Stil einlassen können. Mit dem ersten Teil habe mich schwer getan, man kann das Buch nicht am Stück durchlesen, und es aber gegen Ende dann nicht mehr aus der Hand legen. Von mir gibt es somit eine Empfehlung, und 4 gute Sterne.

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Ritjas avatar

Rezension zu "Sommer vorm Balkan" von Danijela Pilic

Mit Tränen in den Augen kannst du nicht in die Zukunft blicken
Ritjavor 4 Jahren

 "Mit Tränen in den Augen kannst du nicht in die Zukunft blicken"
Danijela Pilics Geschichte hat mir die Geschichte Jugoslawien näher gebracht. Viele Zusammenhänge wurden durch ihre Biografie klarer und verständlicher. 
Ich hatte eigentlich mehr Familiegeschichte als die Geschichte des Landes erwartet, fand aber die Entwicklung des Buches interessant und sie verbindet auch beide Teile sehr gut miteinander. Sie erzählt von sich, den Schwierigkeiten des Neuanfangs in Deutschland, ihrem Ehrgeiz und dem Willen voran zu kommen, aber auch von ihrer alten Heimat, den Ängsten und dem Krieg. 
Mal mit einem Augenzwinkern (ihren Humor fand ich wunderbar), mal etwas trauriger erzählt sie von ihrer Familie und den Eigenheiten der verschiedenen Länder. Ihre Zweifel, ihre Sorgen und was sie gefühlt hat als der Krieg begann. Sie schreibt dies in einem sehr gut lesbaren Stil. Man kann ihr wunderbar folgen. Es wird nie langweilig, jedoch sollte man sich auf viel Geschichte einstellen. Manchmal bekommt man das Gefühl einen Reiseführer zu lesen, aber wem das Land und dessen Entwicklung bzw. dessen Sprache und das Leben der Menschen interessiert, wird hier eine interessante und vorallem lebensbejahende Lektüre finden. 

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