Dankwart P Zeller Das Geheimnis der Partisanen-Tora

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Inhaltsangabe zu „Das Geheimnis der Partisanen-Tora“ von Dankwart P Zeller

Die Geschichte beginnt 1630 in Venedig, wo gerade die Pest gewütet hat. Jeder Dritte wurde ihr Opfer. Und dann war es plötzlich vorbei. Zum Dank für dieses 'Wunder' wurde die Kirche Santa Maria della Salute gebaut.
Im Mai 1949 steht der Theologiestudent Theophil Böttcher ergriffen davor. Wie oft hatte ihm in den düsteren Nächten im sibirischen Lager Workuta der Kunsthistoriker und Leidensgenosse Pfäfflin aus Württemberg davon vorgeschwärmt. Verzaubert durchstreift er die sonnige Stadt und entdeckt dabei auch den Campo del Ghetto nuovo, den früheren Wohnort der Juden. Warum hatte Pfäfflin diesen nie erwähnt?
Nach Rückkehr von seiner ersten Reise nach Krieg und Gefangenschaft, wird Böttcher Pfarrer in Tübingen, dem Dekanat von Ludwig Erler. Dank der Perestroika wird eine Städtepartnerschaft möglich zwischen dem schwäbischen Tübingen und dem russischen Petrosawodsk. Die dortige jüdische Gemeinde braucht eine Tora. Unterstützt von Erler und mit Hilfe eines Toraschreibers in London kann Böttcher eine restaurierte Rolle vermitteln. Bei der Übergabe entdeckt er am Holzteller der Tora seltsame eingeritzte Zeichen. Er ahnt, dass sie auf ihre Herkunft verweisen. Es wird ein abenteuerlicher Weg bis er ihr Geheimnis lüftet.

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  • Rezension zu "Das Geheimnis der Partisanen-Tora" von Dankwart-Paul Zeller

    Das Geheimnis der Partisanen-Tora

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. January 2011 um 16:54

    Der Doge steht auf dem Balkon des Palazzo Ducale. Vor gut einer Stunde hatte ihn der Dottore besucht. Nicolo Contarini konnte kaum fassen, was ihm Roberto Gardini zu berichten hatte. Venedig hatte im Jahr 1628 rund 160.000 Einwohner - bis der "schwarze Tod" Einzug hielt. In den folgenden zwei Jahren starb fast ein Drittel der Bevölkerung an der Pest. Oft waren es Hunderte an einem Tag und die Fuhrleute hatten alle Hände voll zu tun, die Leichen aus den verwinkelten Gassen zu bergen, auf ihre Karren zu laden und am Rand der Piazza aufzustapeln. Der Dottore war, ohne anzuklopfen, in den Saal gestürmt und hatte verkündetet, dass nun alles vorbei sei. Zwölf Stunden hätten sie alle Straßen und Plätze abgesucht und keine Leichen mehr gefunden. Ein Wunder sei geschehen - "der Alp vorüber, der Höllenschlund verschlossen, rätselhaft plötzlich, wie auf himmlischen Befehl". Das Inferno war beendet und der Doge gelangt zu der Überzeugung, ein Monument des "befreienden Lobens und Dankens" errichten zu müssen. Maria, die alle gesunden ließ, sollten sie eine Kirche bauen. Die schönste Kirche der Stadt soll es sein. Maria della Salute soll sie heißen. Die Ratsversammlung am nächsten Tag besiegelt das Vorhaben, doch Nicolo Contarini sollte die Fertigstellung seiner Idee nicht mehr erleben. Erst 1687 - nach 57 Jahren Bauzeit - empfingen der Doge Marcantonio Giustinian und der Erzbischof die Schlüssel der Kirche. Im Namen der Signoria legte Giustinian vor tausenden Besuchern des Weihefestes das Gelübde ab, in Zukunft jedes Jahr hier zusammenzukommen, um der Jungfrau zu danken und ihr zum Gedenken dieses "Salutefest" zu feiern ... Gut 260 Jahre später steht Theophil Böttcher 1949 zutiefst bewegt vor der Kirche. Der Theologiestudent war schon einmal hier. Nach einem Schulterdurchschuss in Oberitalien schwer verwundet und ins Lazarett nach Padua gebracht, konnte er einen Tag Venedig besuchen. Nach seiner Genesung kam er an die Ostfront und in russische Gefangenschaft. Nach seiner Heimkehr im Mai 1949 kannte er als Student der Theologie nur ein einziges Ziel: Venedig! Mit einer Zündapp 250 und einem kleinen Zelt machte er sich auf den Weg ... Rückblick - 1941: Nikolai Petrowitsch, der Partisanenführer, kommt nach Hause, ohne jedoch zu ahnen, dass er verraten wurde. In dem kleinen Straßendorf in der Urkraine ist er nicht mehr sicher. Die deutsche Feldpolizei stürmt das Haus und er wird erschossen. Seine Frau Swetlana versteckt sich in einem Erdloch und seinen Sohn Wadim nehmen sie mit. Man bringt ihn zunächst in das Untertage-KZ Nordhausen-Dora und später nach Sachsenhausen bei Berlin-Oranienburg ... Alle jene Ereignisse stehen in einem größeren Zusammenhang, den uns der Tübinger Theologe und Autor Dankwart Paul Zeller in seinem dritten Buch beschreibt und nahebringt. Vor dem Hintergrund des zweiten Weltkrieges, dem Völkermord an den Juden sowie der 2000 Jahre alten Geschichte des Judenhasses mischt er kunstfertig Autobiografisches mit Fiktion und verwebt diese zu einer untrennbaren Einheit. Schließlich war er maßgeblich an der Beschaffung jener Tora beteiligt, die in London - durch Spenden finanziert - gekauft und der jüdischen Gemeinde der Tübinger Partnerstadt Petrosawodsk überlassen wurde. Ein dringend notwendiger Akt der Versöhnung und ein Zeichen. Doch woher stammt die Tora und was bedeuten die am Holzteller eingeritzten Zeichen? Dankwart Paul Zeller nimmt uns mit auf eine abenteuerliche Reise - die Suche nach dem Geheimnis der Partisanen-Tora. © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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