Danny Sugerman Wonderland Avenue

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Inhaltsangabe zu „Wonderland Avenue“ von Danny Sugerman

Danny Sugerman ist dreizehn Jahre alt, als er bei einem Konzert Jim Morrison kennenlernt, den legendären Sänger der Doors. Die Begegnung verändert Dannys Leben für immer. Bislang hat er die gutbürgerlichen Nachbarn in Beverly Hills aufgemischt, nun ist er bereit für Größeres. Jim Morrison eröffnet ihm eine faszinierende Welt voller Rebellion, Sex, Musik und Drogen: die Welt des Rock ’n’ Roll.

Für alle Jim Morrison - Fans. Nein. Moment. Für alle. Ein genialer Bericht einer wilden Zeit

— Fritz_Nitzsch
Fritz_Nitzsch

Tolle Biografie über eine verrückte Zeit.

— Kolibri01
Kolibri01

Packend geschriebene, interessante Autobiografie, die den Leser eintauchen lässt in die Rock-Szene der 1960/70er!

— muhallebi
muhallebi

Coming of Age Story gut geeignet für Leser ab 16 Jahre.

— boysandbooks
boysandbooks

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  • Was wäre wenn du mit Jim Morrison befreundet wärst?

    Wonderland Avenue
    boysandbooks

    boysandbooks

    07. May 2015 um 12:57

    Biographische Coming of Age Geschichte von Danny Sugerman, der Ende der 50er Jahre in Beverly Hills aufwächst, und sich auf einem Konzert von der Band ‚The Doors‘ mit dem Sänger Jim Morrison anfreundet. Sugerman taucht mit dem Leser in die Vergangenheit ein und lässt sie aufleben, als wäre es die Gegenwart. Er vermittelt ganz nebenbei Ideale der damaligen Zeit, beschäftigt sich aber auch mit allgegenwärtigen Probleme von Heranwachsenden. Er schafft es, zunächst alles an Sympathie der Leser zu gewinnen, um sie schließlich zusammen mit seiner Selbstwahrnehmung wieder zu verlieren. Die unverblümt erzählten Tatsachen dieser Biographie sind erschreckend ehrlich und bringen Vieles auf den Punkt. Die kritische Einstellung Sugermans zu heiklen Themen ermöglicht einen adäquaten Umgang mit diesen und rechtfertigt den Gebrauch des Werkes als Jugendliteratur, welche jungen Lesern eine Welt voll Wissen über den Prozess des Erwachsenwerdens, sowie Insiderinformationen über eine Band, die aus dem Rock’n’Roll nicht wegzudenken wäre, eröffnet. Ausführliche Rezension von Katharina Nennstiel. 

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  • live fast, die young - tatsächlich?

    Wonderland Avenue
    Babscha

    Babscha

    Sollte man die Vergangenheit nicht einfach ruhen lassen? Sicher, von Zeit zu Zeit ein schneller, leicht wehmütiger Blick zurück auf vergangene Tage ist schon ok, macht doch jeder. Schöne Erlebnisse, das was gut gelaufen ist, schon mal ein wenig glorifizieren, sind ja die eigenen Erinnerungen, das Düstere, Dunkle, tief in der Seele Versteckte möglichst nur streifen, schnell wieder weg, tut einfach zu weh und zieht einen runter. Aber Zeit heilt ja bekanntlich alle Wunden. Danny Sugerman macht es anders. Und er hat auch allen Grund. Er setzt sich hin und arbeitet Ende der Achtzigerjahre in seinem faszinierenden und überzeugenden Buch sein ganzes zerrissenes, beschissenes Leben bis zu seinem einundzwanzigsten Lebensjahr akribisch, gnadenlos selbstkritisch und aus der notwendigen zeitlichen Distanz einer vollen Dekade auf. Geboren 1954 verbringt der kleine Danny unglücklich, unverstanden und zusätzlich geschlagen mit einer hyperaktiven Unrast seine ersten Jahre in der Villa seines Vaters im noblen Beverly Hills. Nach der Scheidung der Eltern zieht er zu seiner Mutter und kommt dort mit seinem sadistischen Stiefvater vom Regen in die Traufe. Offene Rebellion gegen alles und jeden werden zum täglichen Selbstzweck des Heranwachsenden auf Sinnsuche für sein Leben. Der Wendepunkt setzt ein, als er mit dreizehn Jahren durch Zufall ein Konzert der legendären Doors in L. A. besucht und nur noch ein Ziel kennt: Jim Morrison, den Sänger der Band, zu dem er mit allen Mitteln und gegen alle Widerstände den Kontakt sucht und den er zu seinem Lebensmittelpunkt macht. Und es funktioniert. Zunächst als Laufbursche für die Band eingestellt, kann er im Laufe der Zeit mit seinem organisatorischen Talent überzeugen und übernimmt nach wenigen Jahren verantwortungsvolle Marketingaufgaben. Die andere Seite der Medaille ist allerdings der tägliche Kontakt mit dem exzessiven, alkohol- und drogenbestimmten Leben im amerikanischen Musikbusiness, was für ihn nicht ohne Folgen bleibt. Nach dem Tod Morrisons 1971 bricht für ihn eine Welt zusammen. Obwohl er es noch schafft, sich als Manager von Ray Manzarek und Iggy Pop in der Szene einen Namen zu machen, rutscht er immer mehr in die Drogensucht ab, verschleudert sein gesamtes Vermögen und hängt zuletzt völlig vereinsamt und dem Tod nahe rund um die Uhr nur noch an der Nadel. Sugarman vertraut dem Leser in seiner streckenweise geradezu ausufernden Biographie sein ganzes Leben und seine innersten Gefühle und Gedanken an. Das verdient unbedingten Respekt und macht das Buch sowohl zu einer in dieser Intensität selten gelesenen Lebensbeichte wie auch zu einem absolut ehrlichen, hautnahen und lesenswerten Stück Musikgeschichte voller kalifornischer Lebensart der Sechziger und Siebziger. Es ist schonungslos, streckenweise brachial in einer der Thematik angemessenen harten Sprache und nimmt keinerlei Rücksicht auf irgendjemanden, schon gar nicht auf den Autor selbst. Und obwohl gerade im letzten Drittel des Buches die Schmerzgrenze irgendwann erreicht ist, kriegt Sugerman zuletzt noch meisterhaft die Kurve und schafft es, im Epilog den Leser für seine überzeugend vorgetragenen tiefgründigen Reflektionen über den Sinn des Lebens, den Unsinn von Selbstzerstörung und den Wahnsinn des damals populären Lebensmottos vom bewusst schnellen, intensiven, aber kurzen Leben zu öffnen. No one gets out here alive. Der Mann hat aus seinen Fehlern gelernt. Alt geworden ist er trotzdem nicht.

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    • 3
  • Biographische Coming of Age Geschichte

    Wonderland Avenue
    boysandbooks

    boysandbooks

    26. January 2015 um 11:57

    Danny Sugerman, wächst Ende der 50er Jahre in Beverly Hills auf, und freundet sich auf einem Konzert von der Band ‚The Doors‘ mit dem Sänger Jim Morrison an. Sugerman taucht mit dem Leser in die Vergangenheit ein und lässt sie aufleben, als wäre es die Gegenwart. Er vermittelt ganz nebenbei Ideale der damaligen Zeit, beschäftigt sich aber auch mit allgegenwärtigen Probleme von Heranwachsenden. Er schafft es, zunächst alles an Sympathie der Leser zu gewinnen, um sie schließlich zusammen mit seiner Selbstwahrnehmung wieder zu verlieren. Die unverblümt erzählten Tatsachen dieser Biographie sind erschreckend ehrlich und bringen Vieles auf den Punkt. Die kritische Einstellung Sugermans zu heiklen Themen ermöglicht einen adäquaten Umgang mit diesen und rechtfertigt den Gebrauch des Werkes als Jugendliteratur, welche jungen Lesern eine Welt voll Wissen über den Prozess des Erwachsenwerdens, sowie Insiderinformationen über eine Band, die aus dem Rock’n’Roll nicht wegzudenken wäre, eröffnet. Ausführliche Rezension von Katharina Nennstiel. 

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  • No one gets here out alive?

    Wonderland Avenue
    Duffy

    Duffy

    26. October 2014 um 09:04

    Dieses Buch hat Danny Sugerman geschrieben und es ist nicht nur eine der genauesten Porträts der Doors, sondern hat auch schon "Kultstatus" als Rockbuch erreicht. Nur wenige waren so nahe an den Doors wie er, der durch Zufall schon sehr früh für die Band zu arbeiten begann. Wer aber nun bei Wonderland Ave. eine ähnlich detaillierte Schilderung von Morrisons Ausfällen erwartet, wird enttäuscht. Sugerman beschreibt vielmehr die Mechanismen, die dazu geführt haben, dass er im Dunstkreis der Band und im Business, in dem sich alle Beteiligten bewegten, drogenabhängig geworden ist. Dabei kann man keinesfalls von einer "Beichte" sprechen und alles Spektakuläre, das man bei so einem Buch erwartet, fällt auch aus. Ganz ausführlich beschreibt er, wie die Drogensucht funktioniert, von der Beschaffung bis zum Ende ihrer Wirksamkeit. Die ungeschönten Schilderungen können einem Angst machen und eigentlich sollte das Pflichtlektüre für all' diejenigen werden, die noch auf dem Weg zum Endpunkt sind. Das wäre an sich nun nicht weiter erwähnenswert, ihre Drogenkarriere haben schon ganz andere aufs Papier gebracht. Das Intensive und Spannende an Sugerman aber ist die Reflektion und die Entwicklungen, die in seinem Hirn und Gefühlsleben stattfinden. Es ist eine offene, ehrliche und zum Schluss hin harte Auseinandersetzung mit sich selbst. Dazu gehört neben der Verzweiflung auch eine mächtige Portion Mut und Sugerman stellt sich seinem Ego, findet für sich eine Entscheidung und hält das wohl auch konsequent durch, so konsequent, dass er uns dieses Buch hinterlassen kann. Dafür gebührt ihm nicht nur Respekt, sondern es ist leicht, ihn für so viel Ehrlichkeit ein wenig zu bewundern. Die Fähigkeit, darüber so genau und fast schon akribisch schreiben zu können, ist ein Geschenk, genauso wie dieses Buch ein Geschenk für diejenigen sein könnte, die noch auf dem Weg der Irrtümer versuchen, mit Drogen einen "besseren" Weg durchs Leben zu finden. Ganz sicher wird dieses Buch in der Rockliteratur gelistet werden, doch könnte man es auch als Dokumentation in die Sachbuchabteilung stecken. Wie dem auch sei, große Empfehlung. Danny Sugerman starb 2005 mit 51 Jahren.

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