Danny Wallace Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto

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Inhaltsangabe zu „Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto“ von Danny Wallace

»Tom, ich habe dich nicht verlassen. Aber ich bin weg. Mach bitte weiter wie immer. In Liebe, Hayley« Vom einen Moment auf den anderen bricht die Welt des Radiomoderators Tom Adoyo in Stücke. Was verbirgt sich hinter der kryptischen Nachricht, was soll das Ganze? Er fragt Freunde und Verwandte, doch die hüllen sich in Schweigen. Seine Spurensuche führt Tom schließlich zu einer exzentrischen Gruppe mit einem seltsamen Hobby.

Super Anfang, schwaches Ende

— Abundantia
Abundantia

Ein unglaublich starker Beginn, insgesamt aber auch mit einigen Schwächen.

— Callso
Callso

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  • (K)eine Liebesgeschichte

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    Abundantia

    Abundantia

    14. January 2017 um 13:49

    Als ich das Cover zum ersten Mal sah, ging ich davon aus, dass das orange große Herz und der ansprechende Titel, trotz der Schlichtheit, eine interessante Liebesgeschichte versprechen könnte. Im klassischen Sinne jedoch weit gefehlt.  Tom Adoyo, ein Radiomoderator, Anfang 30, der mit seiner Freundin Hayley zusammenlebt und ein monotones Leben führt, wird von heute auf morgen aus seiner Komfortzone gerissen. Auf einem Zettel hat Hayley kurz und knapp verkündet, dass sie nun weg ist, ihn jedoch nicht verlassen hat und Tom einfach weitermachen soll, wie bisher. Der Schock darüber sitzt tief und nachdem Tom vergeblich versucht, seine Freundin über konventionelle Methoden, wie das Nachfragen bei Freunden, Familie und Kollegen ausfindig zu machen, beginnt ein Abenteuer. Hayley ist nicht die Frau, die Tom zu kennen meint. Sie verbirgt ein großes Geheimnis, welchem Tom schon bald auf die Schliche kommt. Auf der Suche nach Antworten erkennt der Moderator, dass er nicht glücklich ist und nicht wirklich seinem Herzen folgt. Er lernt eine Gruppe von Menschen kennen und verstehen und realisiert, dass er mehr aus sich und seinem Leben machen könnte. Um sich in seine Freundin reinzuversetzen, durchläuft er einen Teil ihres Lebenswandels und kann sogar Ansätze ihres seltsamen Hobbies für sich nutzen. So erschließt sich einem auch, weshalb der Titel des Buches von Tom Ditto spricht und nicht von Adoyo. Außer der verzweifelten Suche nach Hayley, setzt Wallace einen weiteren Handlungsstrang ein, in welchem Interviews zwischen Tom und Ezra Cockroft, Hayleys Hobby erläutern. Cockroft ist der Begründer der "Carbon-Copy" (CC) Bewegung, nach welcher Menschen, wildfremde Mitmenschen beobachten, verfolgen und nachahmen. Tom's Freundin ist eine dieser Personen, die von anderen ein Stück der Identität übernimmt, um ihrem Leben Sinn und Erfüllung zu verleihen. Über diese Tatsache und Tom's Selbsterfahrung im CC, lernt er sich, Hayley, seine Beziehung zu ihr und generell zu seinem Leben erst kennen. Pia, ebenfalls Mitglied des "Carbon Copy" Clubs ist maßgeblich an dieser Selbstfindung beteiligt und kristallisiert sich zu einem der wichtigsten Menschen für Tom heraus, jemand, den er schon immer in seinem Leben gewollt hat. Fazit : Anfangs schafft es der Roman Spannung aufzubauen und man möchte unbedingt wissen, was mit Hayley geschehen ist und wie das ganze enden wird. Die Idee des CC ist meiner Meinung nach im Ansatz gelungen, wenn auch schräg und andersartig. Dennoch werden tiefgründige Themen wie Identitätsfindung, Trauerbewältigung, Depressionen und Ängste angesprochen und regen zum Nachdenken an. Der Leser sollte sich von der Erwartung einer Liebesgeschichte, oder dem klassischen Spannungsbogen freimachen. Das heikle Thema der Identitätsfindung und ein stückweit auch die Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens werden in diesem Buch in intelligentem Schreibstil und mit einer leichten Brise Humor und Sarkasmus, scharfsinnig beleuchtet. Auch, wenn sich der Autor im Mittelteil stellenweise etwas verzettelt, findet der Leser am Ende alle Antworten, die er am Anfang des Buches gesucht hat - wenn diese auch eventuell unerwartet sind

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  • Ein Roman mit Höhen und Tiefen

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    Callso

    Callso

    11. March 2016 um 12:29

    Meine Kritik zu dem Buch fällt relativ differenziert aus.Die ersten 100 Seiten haben mich sehr beeindruckt. Ich habe lange nicht mehr einen solch witzigen und spritzigen Buchbeginn gelesen. Danach ging es indes einigermaßen steil bergab. Plötzlich verlor sich der Autor und mir fehlte dann die Bindung zu den Personen und zur Geschichte.Im letzten Drittel wurde es wieder etwas besser und die Story transportierte deutlich mehr Emotionen.Tom ist Nachrichtensprecher bei einem Londoner Privatsender. Er macht einen ganz anständigen Job. Dass er zeitweise etwas depressiv ist, bekommt kaum einer mit. Vielmehr wird bekannt, dass seine Frau ihn urplötzlich mit knappen Worten verlassen hat. Er begibt sich auf die Suche nach seiner verschollenen Ex, lernte Prominente und andere Frauen kennen, bleibt seiner Rolle als undurchsichtiger Normalo aber immer treu. Immer häufiger verfolgt er andere Passanten und läuft denen planlos hinterher. Zwischendurch verlor ich - wie erwähnt - den engen Kontakt zum dem Romanhelden. Der Autor hat aber über längere Strecken die Geschichte  ungemein witzig, charmant und kreativ erzählt.

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  • Wer ist Tom Ditto?

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    chuma

    chuma

    20. May 2015 um 16:43

    Eines Abends kommt der Radiomoderator Tom Adoyo nach Hause und findet eine mysteriöse Botschaft seiner Freundin vor. Hayley ist weg aber hat ihn nicht verlassen und bittet ihn, weiterzumachen wie bisher. Tom ist wie vor den Kopf gestoßen, versteht die Welt - seine Welt - nicht mehr und macht natürlich nicht so weiter wie bisher. Stattdessen begibt er sich auf die Suche nach Hayley und stößt dabei auf ungeahnte Geheimnisse, die sein Leben völlig aus der Bahn werfen. Stil, Leseeindruck: "Im Grunde war der Abend des 12. Juni natürlich aus vielerlei Gründen ungewöhnlich. Vor allem aber war er ungewöhnlich, weil der Abend des 12. Juni der Abend war, an dem mich meine Freundin nicht verließ." (Zitat Seite 9) Kapitel Eins hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht, überhaupt hat es mir der Schreibstil des Autors angetan. Wallace schafft es bereits mit diesen ersten Zeilen, den Leser auf eine Reise zu schicken, die - man ahnt es von Anfang an - ungewöhnlich und unglaublich werden wird. Das Cover suggeriert leider einen, wie ich finde, völlig falschen Eindruck, bzw. löst andere Erwartungen beim Leser aus. Ich vermutete zunächst eine romantische Liebesgeschichte, die garantiert mit einem Happy End für Tom und Hayley enden wird. Weit gefehlt! Dieser Roman ist alles andere als eine Liebesgeschichte à la Nicholas Sparks und Co. Alle Leser, die mit dieser Erwartungshaltung an "Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto" herangehen, werden enttäuscht, wenn nicht sogar verärgert sein. Auch der Titel ist meines Erachtens irreführend, hier passt der Originaltitel "Who is Tom Ditto?" wesentlich besser zum Inhalt und der Kernaussage des Romans, denn während sich Tom Adoyo (warum es im Titel "Ditto" heißt, darf der Leser selbst erkunden) auf Spurensuche nach Hayley begibt und damit auf das Wiedererlangen seines bisherigen Lebens spekuliert, läuft er Gefahr, sich selbst zu verlieren. "Wo war Hayley hin?" ist die zentrale Frage für Tom und tagein tagaus kreist sie in seinen Gedanken. Wallace kreiert in seinem Roman mehrere Handlungsstränge. So gibt es neben Tom´s Suche nach Hayley auch eingeschobene Kapitel, die sich dem Leser erst im letzten Teil des Buches vollständig erschließen. Diese Einschübe, die ein Interview eines gewissen Ezra Cockroft darstellen, enthalten viele Denkanstöße und interessante Thesen. Cockroft, der Begründer der sogenannten "Carbon Copy" (CC)-Bewegung, entwickelte aus der einfachen Idee, wildfremde Menschen im Alltag nachzuahmen eine Theorie mit durchaus interessanten Gedanken rund um das Thema Identität. Die "CC"-Gruppe ist es dann auch, auf die Tom bei seiner Suche stößt und die sein Leben maßgeblich verändern wird. Der Autor schafft intelligente Parallelen, wirft beim Leser immer wieder neue Fragen auf und schiebt deren Klärung lange auf, um diese dann oftmals völlig unerwartet in die aktuelle Handlung einzuflechten. Was einerseits intelligent und scharfsichtig scheint, birgt andererseits eine große Gefahr: Der Leser verliert sich in den Irrungen und Wirrungen der Handlungsstränge und der vielen offenen Fragen. Es ist ein Roman, den man wie im Schleudergang durchlebt, kein Weichspüler und keine Schonwäsche dafür aber ein langer und stellenweise intensiver Waschgang. Der Spannungsbogen flacht im Mittelteil des Buches stark ab und so arbeitet man sich als Leser durch diesen Teil, weil man wissen will wie es weitergeht und die Figuren durchaus interessant sind. Die Charaktere sind gut gezeichnet und mir war Tom auch sympathisch, die stärkste Figur im Roman war allerdings Pia (ein Mitglied der "CC"-Gruppe, auf die Tom bei seiner Suche stößt). Sie avancierte vom stalkenden, unscheinbaren Mädchen zu einem interessanten und geheimnisvollen Charakter, den man mögen muss. Und so geht es dem Leser wie Tom: "Ich fand sie faszinierend. Ich konnte sie mir nicht erklären. Ich verstand sie nicht. (...) Ich sollte mich lieber treiben lassen und erleben, wie sich die Menschen vor meinen Augen entwickelten, wie Filme in der Dunkelkammer – das Leben anderer einfach mitspielen, so wie Pia." (Zitat Seite 197) Pia bringt ihm den Grundgedanken der "CC"-Bewegung näher, indem sie ihn mitnimmt auf ihre Verfolgungstouren. Was Tom zunächst für krank und abartig hält, erschließt sich ihm mehr und mehr und so fängt auch er an, fremden Menschen zu folgen. Er erlebt, was sie erleben, entdeckt, was sie entdecken und rätselt schließlich um das, was aus ihnen wird. Und so wird sein Leben bunter, aufregender und er stellt sich mit neu entdeckter Kraft seinen eigenen Dämonen. "Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto" ist ein Roman, der neben einer guten Prise Humor auch mit viel Stoff zum Nachdenken aufwarten kann. So werden Themen wie die Aufgabe der Individualität oder Depression und Trauerbewältigung angesprochen und mögliche Herangehensweisen an diese Probleme thematisiert. Das alles verpackt Wallace in eine interessante Story, mit deren Ausgangspunkt sich jeder von uns identifizieren kann, denn das Verlassenwerden ohne Angabe von Gründen und ohne zu wissen, wo der andere Mensch ist, dürfte wohl bei uns allen Angst und Unwohlsein auslösen. Fazit: Ein intelligenter und stilistisch guter Roman, der viele interessante Gedankengänge und Thesen aufwirft. Leider verzettelt sich der Autor ein wenig, was den Tiefgang des Buches stört und den Leser ungeduldig und damit auch unaufmerksam werden lässt. Ein Buch, das weder schlecht, noch besonders gut ist – auf jeden Fall aber mit Spannung, der richtigen Dosis Humor und viel Stoff zum Nachdenken punkten kann.

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  • Schräg, ohne große Spannung

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    kloiYvi

    kloiYvi

    26. January 2015 um 15:12

    Tom Adoyo ist Radiomoderator und mag seinen Job. Eines Abends findet er einen ungewöhnlichen Zettel seiner Freundin vor.  "Tom,  ich habe dich nicht verlassen. Aber ich bin weg.  Mach bitte weiter wie immer.    In Liebe, Hayley" Nach dieser Nachricht bricht irgendwie seine Welt zusammen auch wenn er es sich nach außen hin nicht anmerken lassen will.  Er macht sich auf die Suche nach ihr. Dabei begegnet er Pia, einem ungewöhnlichem, verschlossenem Mädchen.    Meinung:  Der Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen.  Allerdings finde ich, dass der Autor keine Spannung aufbauen konnte. Und die immer wiederholenden Floskeln, wie z.B. Höchsttemperatur liegt bei 19°, fand ich mit der Zeit nervig. Einen "Sommer" kann man doch noch anders/besser beschreiben, oder?  Die Geschichte an sich fand ich nicht so schlecht, da ich über ein solches Thema bisher noch nichts gelesen hatte und vorallem nicht so positiv. Ich fand es etwas krank und habe mich dauernd gefragt wie ich mich fühlen würde, wenn mir sowas passieren würde und mich jemand kopiert. Während dem ganzen Buch alles etwas langatmig erzählt wurde, war der Schluss umso schneller erzählt. Ich finde, dass gerade dieser etwas mehr Seiten in Anspruch nehmen sollte aber das ist nur meine Meinung.   Im Großen und Ganzen finde ich das Buch nicht schlecht. Allerdings würde ich es kein Zweites mal lesen wollen. Es war keine rechte Spannung vorhanden, man wollte nur wissen was aus bestimmten Personen wird etc.  Fazit: Zum "Einmallesen" in Ordnung. Leider nur 3 Sterne.

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  • Sehr skurrile Geschichte

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    janina_schulz

    janina_schulz

    20. November 2014 um 10:47

    „Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto“ ist Wallaces zweiter Roman. Vom Aufbau und Stil ist ein Wiedererkennungswert definitiv vorhanden. Allerdings wird auch ganz schnell deutlich, dass es sich hier nicht um einen Liebesroman handelt, wie vielleicht auf Grund des Covers zuerst angenommen. Tom Adoyo ist ein Protagonist mit Ecken und Kanten, dessen Gedankenwelt mir oft verborgen blieb. Nachdem er von seiner Freundin Hayley zwar nicht verlassen wird, sie aber offensichtlich verschwunden ist, ändert sich vieles in Toms Leben. Zunächst verwirrt und überrumpelt von Hayleys Verschwinden, versucht er zu verstehen. Sucht antworten auf seine Fragen: Was hat Hayley dazu bewegt ohne Erklärung zu verschwinden? Liegt es an ihm? Hat er etwas falsch gemacht? Wo ist Hayley überhaupt und kommt sie jemals wieder? Hilfe darf Tom jedoch keine erwarten. Egal wen er aus seinem Umfeld fragt, niemand will etwas wissen. Eher zufällig stößt er auf einen Namen und einen Post-it-Zettel mit Handynummern. Nur eins ist sicher: Sie stehen in Zusammenhang mit Hayleys Verschwinden. Was jedoch hinter dieser Spur steckt, verschlägt Tom den Atem. Er ist sprachlos, wütend, kann nicht fassen, dass er nie etwas von Hayleys Geheimnis mitbekommen hat. Ja nicht einmal geahnt hat, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Eine Zeit des Rätselns und Zweifelns beginnt für Tom. Er findet sich in einem Prozess der Selbstfindung wieder. Beschreitet einen Weg der Erkenntnis bis er abermals der Verdrängung allen Übels den Vorzug gewährt. Dieser Roman hat wirklich sehr intelligente Ansätze, die faszinieren und zum Nachdenken anregen. Doch leider hatte ich nicht selten das Gefühl, dass diese Punkte nicht richtig zu Ende gedacht waren. Oft hing ich als Leser in Verstrickungen fest, die mich verwirrten und ohne klaren Ausweg auf der Strecke gelassen haben. Besonders der Mittelteil dieser Geschichte hat mir an Geduld einiges abverlangt. Leider hatte ich hier mit einigen Durststrecken zu kämpfen. Knapp 150 Seiten beschäftigen sich ausschließlich mit den Verschwinden der lieben Hayley. Toms geradezu verzweifelter Versuch seine Freundin ausfindig zu machen, hat auch mich beinahe in die Verzweiflung getrieben. An dieser Stelle habe ich immer wieder nach einer Rettungsleine Ausschau gehalten, die ich erst gegen Ende finden und ergreifen konnte. Und ab da an passiert alles in einem Tempo an das ich mich erst einmal wieder gewöhnen musste. Tom und ich haben zwar nun unsere lang ersehnten Antworten aber ich bin vor lauter Ereignissen total überrollt. Und um ehrlich zu sein ein wenig erleichtert Tom und seine unglaubliche Geschichte hinter mich zu lassen. Fazit & Bewertung Trotz einiger wirklich guter Ideen haben es der Protagonist und ich nicht wirklich auf eine emotionale Ebene geschafft. Der Abschied von Tom und seinem Leben fiel mir nicht schwer und die Geschichte wird mir wohl eher als skurril in Erinnerung bleiben. 2**

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  • Nette Idee - leider absolut nicht gelungen

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    Lesemaus_im_Schafspelz

    Lesemaus_im_Schafspelz

    13. November 2014 um 00:45

    1,5 traurige Punkte „Tom, ich habe dich nicht verlassen. Aber ich bin weg. Mach bitte weiter wie immer. In Liebe, Hayley.“ Radiomoderator Tom Adoyo steht vor einem Rätsel, als er den Zettel seiner Freundin auf dem Tisch findet. Da auch Freunde und Verwandte ihm nicht mehr sagen können oder wollen, begibt er sich auf die Suche nach Hayley. Dabei stößt er durch Zufall auf eine Gruppe mit einem etwas anderen Hobby… Was sich nach einer sehr spannenden und interessanten story anhört, hat mich schnell auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt. Von Beginn an zogen sich die Seiten, immer wieder gab es unzählige dazwischen, deren Sinn sich mir bis zum Schluss nicht wirklich erschließt (die ganzen Senderszenen in aller Ausführlichkeit). Autor Danny Wallace versuchte wohl mit permanenten Wiederholungen unsinniger Floskeln einen Wiedererkennungswert einzuführen – um ehrlich zu sein, ich fand sie schon sehr bald wirklich nervtötend… Die Protagonisten konnten mich auch nicht wirklich überzeugen; Tom Adoyo a.k.a. Tom Ditto tat mir anfangs leid, als er so fies „nicht verlassen“ wurde, doch so richtig warm wurde ich mit ich nicht. Hayley hat ihren ersten persönlichen Auftritt erst recht spät, glänzt aber durch die personifizierte Antipathie. Die anderen, naja, es wurden einige vorgestellt, manche waren im Ansatz irgendwie noch… Naja, so etwas ähnliches wie sympathisch, irgendwie aber auch nicht überzeugend. Der plot, der so interessant zu sein schien, entpuppte sich leider als ziemliche Nullnummer. Zwar sind hier und da ganz nette Ansätze erkennbar, an wenigen Stellen kann ich sogar leise Vermutungen anstellen, was der Autor dem Leser mit diesen 450 Seiten mitteilen wollte, doch hätte meines Erachtens das Ganze auch locker auf der Hälfte der Seiten, dafür knackiger und präziser stattfinden können. Es tut mir sehr leid das sagen zu müssen, aber selten habe ich mich so sehr durch ein Buch gequält wie hier. Einzig die Hoffnung, dass doch noch etwas Unerwartetes geschieht, hat mich bei der Stange gehalten… Leider umsonst. Daher kann ich hier mit viel Wohlwollen nur 1,5 Punkte vergeben, einen für eine nette Idee, den halben für kleine Ansätze, wenige Seiten, die ich recht nett fand. Es tut mir leid, vielleicht kann das Buch andere Leser mehr überzeugen als mich!

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  • Konnte mich leider lange nicht so richtig fesseln ...

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    10. November 2014 um 21:49

    Die Geschichte: Tom Adoyo moderiert zusammen mit seinem Kollegen die Morgenshow. Der immer gleiche Trott frühen Zubettgehens und noch früheren Aufstehens bestimmen sein Leben. Doch eines Tages wird die tägliche Routine jäh unterbrochen: seine Freundin Hayley ist spurlos verschwunden und hat ihm nur eine seltsame Nachricht hinterlassen. Natürlich beherzigt er nicht ihren Rat, so weiterzumachen wie immer. Er geht Hayley suchen, telefoniert mit Bekannten und Verwandten, doch angeblich kann ihm niemand weiterhelfen. Irgendwann stößt er bei der Suche auf eine seltsame Gruppe mit einer gewöhnungsbedürftigen Lebenseinstellung. Dort trifft er zum ersten Mal auf Pia und ahnt noch nicht, dass diese Frau alles verändern wird. Meine Meinung: Der Schreibstil von Danny Wallace ist sehr schön zu lesen. Er spielt mit bewussten Wiederholungen und versteckten Anspielungen, auch an humorvollen Einlagen fehlt es nicht. Die Charaktere sind teils wirklich kurios, ich musste die meisten erst näher kennenlernen, um Sympathien für den ein oder anderen zu empfinden. Hayley mochte ich nicht und mit Tom konnte ich mich auch erst zu Ende etwas anfreunden. Was die Story betrifft: sie konnte mich lange leider nicht so richtig fesseln. Die seltsame Gruppe, auf die Tom während seiner Suche nach Hayley stößt, fand ich einfach nur schräg. Ihr fragwürdiges “Hobby” hat mich anfangs sogar etwas genervt. Erst im letzten Drittel wird es für mein Empfinden spannender und die losen Fäden führen zusammen. So langsam wird deutlich, was der Autor uns mit der ganzen Geschichte mitteilen will. Man erkennt im Nachhinein Anspielungen und Denkanstöße. Auch das etwas abrupte Ende lädt noch einmal dazu ein, die Story Revue passieren zu lassen. Fazit: Man sollte dieses Buch aufmerksam lesen – und wenn man sich ganz darauf einlässt, dann kann man auch vieles “zwischen den Zeilen lesen”. Der Autor will uns viel mitteilen in seiner etwas kuriosen Geschichte, doch vieles kommt nicht so richtig beim Leser an, was ich sehr schade finde. Ein Buch, über das man noch lange nachdenken kann – wenn man will!

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  • Eine seltsame Selbstfindung

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    uli123

    uli123

    05. November 2014 um 10:23

    Nach Schichtende findet der Nachrichtensprecher im Frühstücksradio Tom Adoyo zu Hause einen Zettel seiner Freundin Hailey mit dem Text „Tom, ich habe dich nicht verlassen. Aber ich bin weg. Mach bitte weiter wie immer. In Liebe, …“ Tom ist erschüttert. Auf der rastlosen Suche nach einer Erklärung für ihr plötzliches Verschwinden stößt er auf eine seltsame Selbsthilfegruppe namens CC (carbon copy) mit  einer kleinen Gruppe von Menschen als Mitgliedern, die nicht zufrieden mit ihrem Leben sind. Sie folgen wildfremden Leuten auf der Straße und imitieren alles, was diese machen. Um ihrem Leben einen Sinn zu geben, versuchen sie, jemand anders zu sein. Vor allem die CC-Anhängerin Pia lässt Tom ein neues Bild von der Person Haileys und auch von sich selbst gewinnen und wird zunehmend wichtiger für ihn ...   Die hinter der Geschichte stehende Idee der Imitation anderer Menschen zum Zwecke der Selbstfindung ist sehr ungewöhnlich, man könnte auch schräg sagen (einer auch im Text immer wieder benutzten Vokabel),  fesselt aber gerade hierdurch den Leser, sofern er sich auf sie einlassen will. In gewisser Weise ernsthaft untermauert und wissenschaftlich fundiert wird diese fantasievolle Thematik durch eingestreute kurze Passagen aus einem Interview mit Prof. Esra Cockroft, dem fiktiven Begründer der Idee des Kopierens anderer. Er entwickelt eine eigene interessante Theorie hierzu, die durchaus zum Nachdenken anregt. Auf ebenso ernster Linie liegt Toms langjährige Erkrankung an Depressionen. Doch auch der Humor kommt nicht zu kurz. Recht witzig zu lesen ist etwa, welche Ausreden Pia parat hat, wenn sie mit Tom von Verfolgten ertappt wird oder wie Toms Kollegin einen fehlerhaften Eintrag auf einer Partnerbörse einstellt (aus „Ich bin siebenunddreißig und Schottin“ wird „Ich bin sieben und dreiste Schottin“). Die Lesart ist recht angenehm. Der Leser fühlt sich in das Geschehen hineinversetzt, wird er doch wiederholt direkt angesprochen. Als anstrengend zu lesen habe ich allerdings die Passagen rund um Toms Tätigkeit für den Radiosender empfunden. Als deutscher Leserin  ist mir die englische Medienszene einfach nicht geläufig genug. Auch die unzähligen Rund-Emails aus der Personalabteilung des Senders betreffend Arbeitsverhalten ergeben für mich keinen rechten Sinn. Vermutlich sollen sie schlichtweg auflockern, genau wie die ewig gleichen Floskeln, die Tom bei der Ansage des Wetters benutzt („mit Höchsttemperaturen bis zu neunzehn Grad in der Hauptstadt“, „Und schon sind Sie wieder auf dem neuesten Stand“).   Wer ungewöhnliche Romane liebt, dem sei dieses Buch empfohlen.

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  • langweilig und seltsam

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    katze-kitty

    katze-kitty

    04. November 2014 um 18:21

    "Tom, ich habe dich nicht verlassen. Aber ich bin weg. Mach bitte weiter wie immer. In Liebe, Hayley " Diesen Zettel erhält Tom Adoyo, ein Radiomoderator, von seiner Freundin Hayley. Sonst erfährt er nichts. Davon total irritiert macht Tom sich auf die Suche nach Hayley und stößt auf eine äusserst merkwürdige Gesellschaft mit einem seltsamen Hobby. War Hayley doch nicht die Frau, für die er sie gehalten hat ? Auf seiner Suche lernt Tom Pia kennen, die ihm ganz neue Seiten des Lebens aufzeigt. Normalerweise fällt es mir nicht schwer etwas über ein Buch zu schreiben, aber in diesem Fall finde ich wirklich schwierig. Zu allererst waren meine Erwartungen an das Buch ganz andere, als der Inhalt es letztendlich war und damit war schon die erste Enttäuschung vorprogrammiert. Ich hatte mich auf eine Liebesgeschichte mit starken Charakteren eingestellt. Dies ist in diesem Buch nicht gegeben. Es geht mehr um das Leben an sich und wie man es lebt. Leider konnte ich zu den Personen in diesem Buch überhaupt keine "Beziehung" aufbauen. Sie haben mich nicht berührt und ich konnte mich weder mit ihnen identifizieren noch mit ihnen "leben". Die Handlung fand ich größtenteils langweilig und ziemlich schräg. Wenn ich das Buch nicht zu einer Leserunde gewonnen hätte, hätte ich es vermutlich abgebrochen. So habe ich es zum Ende gebracht und ich hatte den Eindruck, der Autor hat es am Ende auch nur noch völlig überhastet zu Ende geschrieben. Ereignisse überschlagen sich und man musste echt aufpassen um den Zusammenhängen zu folgen. Fazit: Für mich persönlich war das Buch zu langweilig und zu seltsam und ich würde es nicht nochmal lesen.

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  • Rätselhaft schön

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    Moep

    Moep

    04. November 2014 um 16:34

    Tom, ich habe dich nicht verlassen. Aber ich bin weg. Mach bitte weiter wie immer. In Liebe, Hayley Bisher verlief das Leben des Radiomoderators Tom Adoyo in geregelten Bahnen, doch von einem Augenblick auf den anderen wird seine Welt vollkommen auf den Kopf gestellt, als diese geheimnisvolle Nachricht auf einem Zettel in seiner Küche liegt und Tom feststellen muss, dass seine Freundin mitsamt einem großen Koffer verschwunden ist. Ihren Job hat sie auch gekündigt, schon einen Monat bevor sie verschwand, alle scheinen von ihren Plänen gewusst zu haben, doch sie hüllen sich in Schweigen, lassen Tom im Unklaren. So bleibt dem jungen Mann also nichts anderes übrig, als sich selbst auf die Suche zu machen. Auf die Suche nach Hayley, nach dem Wert des Lebens, aber vor allem nach sich selbst. Welche Erwartungen ich an dieses Buch hatte, kann ich so genau gar nicht sagen, genauso wenig wie ich sagen kann, was dieses Buch eigentlich ist. Ich meine, na klar, es ist unterhaltsam, es ist witzig und es ist tiefgründig. Aber zu großen Teilen gibt es mir doch Rätsel auf. Dieses Buch ist nichts, was man mal so nebenbei als Feierabendlektüre weg liest, denn es erfordert wirklich einiges an Nachdenken. Der Autor hat nämlich hier und da immer wiederkehrende Elemente eingebaut, die wiederum eine völlig neue Ebene der Erzählung schaffen und die den Leser die Entwicklung der Protagonisten noch einmal völlig neu erleben lassen. Man bekommt hier also wirklich viel Spielraum für eigene Interpretationen, ist aufgefordert, sich selbst Gedanken über sein eigenes Leben zu machen und die leisen Töne zwischen den Zeilen zu lesen. Alles in allem also ein Buch mit Anspruch, das nur so unkompliziert und locker-leicht in der Sprache daher kommt, es aber faustdick hinter den Ohren hat. Nur fiel es mir persönlich nicht immer leicht, auch wirklich alles zu verstehen, was der Autor uns sagen will und ich muss sagen, dass Danny Wallace hier durchaus überfordern kann. Ein seltsames Buch, das mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen wird und das ich gewissermaßen auch als inspirierend empfunden habe.

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  • Witzig und teils überdreht

    Der unglaubliche Sommer des Tom Ditto
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    29. September 2014 um 12:58

    Witzig und teils überdreht In seiner Verzweiflung hält sich Tom an fast jedem Strohhalm fest. Um zu verstehen, was denn da passiert sein könnte. So sehr, dass er gar eine Weile lang Parallelen zwischen dem Innenleben seiner (Ex- oder Noch-?) Freundin Hayley und dem wenig greifbaren Wesen einer Pop Ikone zu ziehen bereit ist. Passt da einer der Song Texte nicht genau auf das, was Hayley getan hat? Hatte sie nicht irgendwann ähnliche Schuhe? Will sie irgendwas in ihrem eigenen Leben Nacherleben, für das die Sängerin steht? Auch wenn das nur eine der vielen Theorien ist, die Tom hilflos vor sich hin fantasiert, irgendeine obskure Erklärung muss es doch dafür geben, dass Hayley für ihn von jetzt auf gleich, für ihr ganzes anderes Umfeld durchaus seit längerem bereits geplant, aus dem Leben verschwunden ist. Ein kleiner Zettel mit nicht recht verständlicher Botschaft ist alles, was Tom geblieben ist. Nicht verlassen hat sie ihn und doch ist sie „dann mal weg“? Ziemlich aufgelöst taumelt Tom von da an durch seine Tage. Was natürlich Folgen hat. Aber Folgen, die nicht unbedingt in dieser Form vorauszuahnen waren. Und die Tom eher „einfach so“ geschehen, als dass er davon irgendwas richtig geplant hätte. Verwirrt, eben. Mit der Gefahr allerdings, dass er lange, lange am Eigentlichen, an so manch offenkundigen Dingen vorbei sieht. Wie nebenbei aber fast noch eine Form Karriere als Radiosprecher hinlegt. Wobei der damit verbundene „Absturz“ des (wunderbar pointiert getroffenen) „Starsprechers Leslie James“ als Beispiel für den feinen bis derben Humor des Autors herangezogen werden kann. Aber grundlegend gilt: „Merkwürdig, verlassen zu werden und dabei versichert zu bekommen, das man nicht verlassen wurde“. Auf seinen Wegen des Findens einer Erklärung trifft Tom auf Pia, die mit einer kleinen Gruppe von Freunden einer besonderen Art der „Weltbetrachtung“ nachgeht. Man folgt anderen. Regelmäßig. Schaut sich deren Leben an. Fühlt sich ein. Bringt vieles in Erfahrung und tauscht sich aus. Ob Tom auf diesem Wege über andere, die er beobachtet, schlauer daraus wird, was in seiner Freundin vorging oder geht? Als Teil einer kleinen Gruppe, die für sich selbst den eigenen Sinn nicht gefüllt bekommt und daher „bei anderen nachsehen geht“? Und was hatte Hayley mit all dem am Hut? Eine Selbstfindung der besonderen Art ist es, die Danny Wallace in diesem Roman verfolgt und leger im Ton, ironisch und locker vor sich hin fließen lässt. Nicht immer aber gelingt es (neben emotional dichten Momenten und neben der treffend getroffenen Medienszene Londons), den Leser wirklich ganz mit in seine Personen hinein zu nehmen. Zu surreal wirkt allein schon das Ausgangsszenario, welches den Leser genauso ratlos zunächst zurücklässt, wie Tom Ditto selbst. Auch die ständig eingestreuten Sequenzen der Rund-Emails im Sender erschließt sich im Sinn letztlich auch nach dem Ende der Lektüre nicht ganz. Vielleicht aber findet sich auch in dieser Hinsicht eine viel einfachere Erklärung, als es der Leser erwarten würde. Wie überhaupt die Auflösung all dessen am Ende in mancherlei Hinsicht doch mit dem Elan mancher Zwischenstationen im Buch nicht wirklich mithalten kann. Eine anregend verfasste, vielfach mit trockenem Witz hinterlegte Suche nach „der anderen“, die eigentlich eine Suche nach sich selbst ist, aber nicht vollständig zu fesseln vermag, ebenso, wie die „Auflösungen“ (auch während des Buches) nicht immer faszinieren.

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