Danny erfährt eines Tages, dass sein Großvater Isakowitz vor der Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland einen Schatz im Garten seines Anwesens versteckt haben soll. Einer seiner Söhne schlägt ihm daraufhin ernsthaft vor, sich auf Schatzsuche zu begeben. Die Idee selbst begeistert Danny zunächst nicht sofort, aber sie setzte sich in seinem Kopf fest. Er wartet bis sein Sohn größer wird, um ihn zusammen mit seinem Vater auf die Spuren seiner Familie mitzunehmen.
Von Schweden aus beginnen sie ihre Reise, die sie bis zum heute polnischen Dorf Polen des Großvaters führt. Danny lernt die Geschichte seiner Familie kennen, die die Deportationen, die Gefangenenlager, die Auswanderung und auch den Wiederaufbau beinhalten. Ein interessantes und bewegendes Buch.
Danny Wattin
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Danny Wattin
Der Schatz des Herrn Isakowitz
Davids Dilemma
Der Schatz des Herrn Isakowitz
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Inhalt
David wollte nur den Sportunterricht schwänzen, doch plötzlich wird sein größtes Geheimnis – seine jüdische Herkunft – enthüllt. Neonazis sind auf einmal hinter ihm her, während er sich gleichzeitig endlich von seinen Mitschülern, vor allem von der Aktivistin Maja wahrgenommen fühlt. Um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen und der Diskriminierung zu entkommen, verstrickt er sich immer weiter in Lügen, was die Situation immer weiter eskalieren lässt. Denn je tiefer er sich in diesem Netz verstrickt, desto schwieriger wird es für ihn, einen Ausweg zu finden.
Meinung
Die Geschichte von David, der durch ein unglückliches Missverständnis sein größtes Geheimnis preisgibt, ist dramatisch und aufwühlend. Durch seine naiven Entscheidungen und Lügen gerät er in eine endlos erscheinende Spirale ohne Ausweg. Besonders schade finde ich es, dass er sich nie Hilfe sucht, um die Situation zu entschärfen. Der schwarze Humor und die politische Dimension des Romans sind interessant. Der doch anspruchsvolle Roman richtet sich eher an reifere Leser, die mit komplexen Themen wie dem Israel-Palästina-Konflikt und verschiedenen Formen von Diskriminierung umgehen können. Mir erscheint eine Empfehlung ab 16 Jahren eher realistisch. Insgesamt hat mich das Buch nicht wirklich gepackt, daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.
Sprache und Figuren:
Dieses Jugendbuch ist ein eher ungewöhnliches Werk, da es mit einer beeindruckenden Fülle an Themen aufwartet. Gleichwohl liest es sich durch die teilweise alltägliche Sprache, die oft ins Derbe abrutscht, leicht und gibt die Sprache von Jugendlichen wieder. Dies führt dazu, dass die Figuren authentisch werden. Gezeigt wird eine rohe Realität, die erfrischend wie erschreckend ehrlich auf unsere derzeitige Wirklichkeit zutrifft.
Kritische und komplexe Inhalte:
Der durchaus politische Roman eröffnet eine Vielzahl von Perspektiven auf Diskriminierung und Gewalt, bspw. Fat und Body Shaming, Antisemitismus – sowohl von linker als auch rechter Seite – sowie Mobbing, den Israel-Palästina-Krieg, Homophobie und Prügeleien. Auch der illegale Konsum von hartem Alkohol und nicht ganz einvernehmlicher Geschlechtsverkehr werden explizit geschildert. Die Vielfalt an angesprochenen Problemen ist sowohl faszinierend als auch herausfordernd, und das Buch bietet ein eindringliches Bild der Doppelmoral in unserer Gesellschaft. Die Figuren sind TäterInnen und Opfer und allzu oft beides.
Die größte Herausforderung für seine LeserInnenschaft? Mich lies das Buch über die moralischen Grauzonen des Lebens nachdenken...
Leider wird David, feige, egoistisch und heuchlerisch, im Verlauf der Geschichte selbst zum Klischee. Wenngleich seine Familienmitglieder andere Charakterzüge tragen, stößt es mir sauer auf, wie derartige Vorurteile als "Satire" deklariert werden.
Altersempfehlung:
Die Abwesenheit einer moralischen Instanz in einem Jugendroman, das so viele kritische Themen beinhaltet, macht es für reifere LeserInnen hochinteressant, aber könnte jüngere TennagerInnen verunsichern. Das Leseerlebnis erfordert ein gewisses Maß an Reife und kritischem Denken. Die Altersempfehlung von 14 Jahren halte ich daher für etwas zu niedrig angesetzt und würde sie auf 16 Jahre erhöhen. Dies passt auch zum Alter der Figuren, die eine schwedische Oberstufe zu besuchen scheinen.
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