Danny Wattin Der Schatz des Herrn Isakowitz

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 3 Rezensionen
(2)
(2)
(3)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Schatz des Herrn Isakowitz“ von Danny Wattin

"Einen Schatz muss man ausgraben", sagt der siebenjährige Leo und damit beginnt eine Reise, die keiner der Beteiligten je vergessen wird. Leo, sein Vater Danny und sein Großvater finden sich in einem Roadmovie der Generationen wieder. Bewaffnet mit einer Unmenge Butterstullen, einem uralten Straßenatlas und Opas hochmodernem Navi machen sie sich auf die Suche nach dem Schatz des Urgroßvaters Hermann Isakowitz. Die Familienlegende besagt, dass Hermann diesen Schatz vergrub, bevor er im besetzten Polen von den Nazis ermordet wurde. Die drei Wattins begeben sich auf die Reise in ein fremdes Land - und in die Geschichte ihrer eigenen Familie.

Wer eine wunderbare Geschichte sucht, die das Herz berührt, sollte „Der Schatz des Herrn Isakowitz“ unbedingt lesen.

— BirteNEU83

Es geht hier nicht um erfundene Personen, sondern um real existierende Menschen, die Schlimmes erlebt und überlebt haben.

— Ruffian

Stöbern in Romane

Zartbitter ist das Glück

Wunderschöne Geschichte über eine Alters-WG auf den Fidschi-Inseln und die Sorgen des Alltags

jutscha

Das Floß der Medusa

Ein Trommelfeuer grässlicher, schockierender und monströser Szenen - eine verstörende Allegorie auf die Menschennatur.

parden

Underground Railroad

Thema ist immer noch aktuell, Realität und Sinnbild sind brilliant verwoben, wodurch das Buch lange nachklingt.

Talathiel

Die Lichter von Paris

Ein Roman über Oma und Enkelin die ihr Leben ändern, nur mit 75 Jahren Zeitunterschied ...

MissNorge

Die Melodie meines Lebens

Dieses Buch hinterlässt ein nachdenkliches aber auch fröhliches Schmunzeln.

Susas_Leseecke

Die Insel der Freundschaft

Ein ruhiges Buch

Marie1971

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein wunderbares, berührendes Buch

    Der Schatz des Herrn Isakowitz

    BirteNEU83

    24. November 2016 um 09:32

    Dieses Buch ist mein persönlicher Geheimtipp: Der Roadtrip von Danny, seinem Sohn Leo und seinem Vater, die sich aufmachen, den Schatz des Urgroßvaters Isakowitz aufzuspüren, ist nicht nur eine gemeinsame Reise nach Polen, sondern vor allen Dingen eine Reise zu den Wurzeln der eigenen Familie. Dabei schafft der Autor es, die zuweilen erschütternde Geschichte nicht nur ohne jeglichen Groll, sondern auch mit einem ständigen Augenzwinkern zu erzählen, sodass ich sehr oft zwischen Lachen und Weinen hin- und hergerissen war. Wer eine wunderbare Geschichte sucht, die das Herz berührt, sollte „Der Schatz des Herrn Isakowitz“ unbedingt lesen.

    Mehr
  • Reise in die Vergangenheit

    Der Schatz des Herrn Isakowitz

    Ruffian

    01. May 2015 um 20:05

    Zum Autor: Danny Wattin, geboren 1973, lebt als Schriftsteller mit seiner Familie in Uppsala. Der Roman „Der Schatz des Herrn Isakowitz“, der die Geschichte seiner eigenen jüdischen Herkunftsfamilie beschreibt, ist sein viertes Buch und das erste, das in Deutschland erschienen ist. Zum Buch: Danny ist mit seinem Sohn und seinem Vater auf dem Weg nach Marienwerder um dort nach dem vergrabenen Schatz seines Urgroßvaters zu suchen, von dem dieser erzählt hat. Während der Autofahrt wird heftig diskutiert und oft stehen sich Danny und sein Vater mit Unverständnis gegenüber, was mit viel trockenem geschildert wird. Unterwegs schweifen Dannys Gedanken immer wieder zurück in die Vergangenheit und die Geschichte seiner jüdischen Familie. Man erfährt, wie es war als Jude in der Zeit des Nationalsozialismus zu leben, egal ob in Deutschland, Schweden oder Polen. Aus vielen einzelnen Episoden, die ihm seine Verwandten nach und nach erzählt haben, setzt sich diese Handlungsebene zusammen und vermittelt eine Vorstellung von dem Erlebten. Leider habe ich bei den vielen Personen ab und zu den Überblick verloren und musste mir immer wieder den Stammbaum anschauen, um zu verstehen, um wen es gerade ging. Vielleicht liegt das daran, dass der Autor nur das schreibt, was er tatsächlich erzählt bekommen hat und die wenigsten wollten sich ausführlicher erinnern, was verständlich ist. Deshalb fallen manche Abschnitte leider etwas kurz aus. Je näher das Trio seinem Ziel kommt, desto mehr spitzt sich die Situation der Juden in der Vergangenheit zu. Waren die Passagen in der Gegenwart anfangs amüsant, so wirkten sie immer trivialer im Gegensatz zu den Rückblicken. Das Umschalten zwischen den Handlungssträngen fiel mir immer schwerer. Wie schwer muss es da erst für die Überlebenden gewesen sein, mit einem „normalen“ Leben in Schweden zurechtzukommen?Diese Gedanken und Gefühle provoziert der Autor bewusst und so sagt er selbst: „Unfassbar, wie selbstverständlich es für uns ist, dass es uns gut geht.“ Die Reise in die Vergangenheit und nach Polen war für die drei Wattins ein besonderes Erlebnis und sie haben mich als Leserin mit auf diese Reise genommen, die manchmal traurig und erschreckend, aber oft auch humorvoll war. Aufgrund des Klappentextes hatte ich einen Roman erwartet, mit einer abenteuerlichen Schatzsuche und natürlich Rückblicken in die Vergangenheit. Dass es sich hier um die Schilderung von tatsächlichen Schicksalen der Familie des Autors handelt, war mir nicht bewusst. Aber gerade das hat mich besonders berührt. Es geht hier nicht um erfundene Personen, sondern um real existierende Menschen, die Schlimmes erlebt und überlebt haben.

    Mehr
  • Auf nach Polen

    Der Schatz des Herrn Isakowitz

    TochterAlice

    26. April 2015 um 12:09

    Auf nach Polen, nämlich nach Marienwerder begibt sich Autor Danny Wattin samt Vater und Sohn - es geht auf die Suche nach den familiären Wurzeln, denn Wattins jüdischer Urgroßvater hatte ein Bekleidungsgeschäft in der damals deutschen Stadt, lebte auch in Berlin - bis er sich in den 1940er Jahren auf seine letzte Reise nach Riga ins Konzentrationslager begeben musste - leider eine Reise, die ihn in den Tod führte. Seinen Sohn verschlug es nach Schweden, von wo aus die mittlerweile dritte bis fünfte Generation sich auf die Spurensuche machte - alle, inklusive Dannys Vater bereits in Schweden geboren und damit recht weit entfernt von dem Geschehen auf deutschem Boden. Als ich mich über das Buch informierte, erlag ich rasch der Faszination der Begriffe "Schatzsuche" und "Roman", die mich etwas ähnliches wie "Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand" erwarten ließ, also ein in Romanform verarbeitetes Familienschicksal. Die eigentliche Handlung ist jedoch weit davon entfernt, handelt von einer realen Reise der drei Verwandten nach Polen und hat aus meiner Sicht wenig mit einem Roman zu tun. Es ist eher zu vergleichen mit einer Aufarbeitung des Familienschicksals, wie es Ariel Magnus in „Zwei lange Unterhosen der Marke Hering“ realisiert hat, also eine Art Familienbiografie. Warum der Autor sein Werk als Roman bezeichnet? Ich kann es mir nur so erklären, dass nicht alles Wiedergegebene hundertprozentig zu belegen bzw. zurück zu verfolgen ist und der Autor sich somit schützen will. Es ist ganz sicher ein interessantes und sehr persönliches Dokument zum Schicksal deutscher Juden, doch wirkt es auf mich seltsam distanziert. Danny Wattin hat zwar jede Menge Zeitzeugeninterviews geführt, vermag es aus meiner Sicht jedoch nicht, das Erfahrene berührend und mit dem erforderlichen "Drumherum" wiederzugeben. Für mich fehlt seinem Bericht ein wenig die Seele - es geht mehr um ihn, um seinen Vater und seinen Sohn und ihre Erlebnisse und Reflexionen als um das Schicksal der inzwischen Verstorbenen, auch wenn viel von ihnen und von ihren Erlebnissen die Rede ist. Dem Autor ist es jedoch wichtig, zu transportieren, wie er, sein Vater und auch sein Sohn diese reflektieren, es liest sich wie durch einen Filter. Spannende Geschichten und Histörchen, Dramatisches und Trauriges wie das Schicksal des Onkels Georg, den es nach Argentinien verschlug, der Großmutter, deren schwieriges Wesen sich erst durch diesen Hintergrund begreifen lässt - die gibt es zuhauf. Doch bleiben sie in einer seltsamen Ferne, als hätten sie nichts mit dem Autor zu tun, so, als müsse er sie erst für sich selbst verarbeiten, bevor er sie den Lesern so richtig nahe bringen kann.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks