Dante Alighieri

 3,8 Sterne bei 243 Bewertungen

Lebenslauf

Dante Alighieri wird im Mai oder Juni 1265 in Florenz als Sohn einer Familie aus dem niederen Adel geboren. Er gilt zweifelsohne zu den bedeutendsten Dichtern Italiens und des gesamten europäischen Mittelalters. Über sein Leben gibt es wenig gesicherte Erkenntnisse. So wird u.a. davon ausgegangen das er in Florenz vom bedeutenden Philosophen und Rhetoriker Brunetto Latini unterrichtet wird; 1285 in Bologna an der dortigen Universität Jura studierte und um die Jahrhundertwende verschiedene politische Ämter in seiner Heimatstadt bekleidete, in deren Folge er 1302 als Vertreter der kaisertreuem Ghibellinen von den papsttreuen Guelfen zum Tode verurteilt wird und seit dem im Exil in Verona und Lucca, vermutlich auch in Paris lebte. Etwa 1307 beginnt Dante mit seinem epischen Meisterwerk »Die göttliche Komödie«, welches er erst kurz vor seinem Tod beendet. Es ist die Schilderung einer Reise des Dichters als sündiger Mensch durch die Hölle, das Fegefeuer und das Paradies. Bis zu seinem Tod steht er im Dienste des Fürsten Guido da Polenta in Ravenna, wo er am 14. September 1321 im Alter von 56 Jahren, vermutlich an Malaria, starb. Schon früh hatte Dante Kontakt zu hohen literarischen Werken, aber auch zu Volksrednern. Genaues ist über Dantes schulische Laufbahn nicht bekannt. Man vermutet, dass er in Florenz Schulen der Franziskaner und Dominikaner besuchte und dort ein Studium Generale abschloss. Dante engagiert sich sehr bei den Unruhen in seinem Land und schreibt sich 1295 in die Apother und Ärzte Zunft ein um ein Jahr später ein politisches Amt übernehmen zu dürfen. Er wird Mitglied des Rates der Hundert. Italien war zu dieser Zeit von den Machtkämpfen der Guelfen und Ghibellinen geprägt. Dante war Anhänger der Guelfen. Bei einem Papstbesuch verbannten sie etliche Anhänger der Gegner woraufhin Florenz mit dem Kirchenbann belegt wurde. Karl von Valois wurde als „Friedensstifter“ nach Florenz geschickt. Bei Aufständen wurde Dantes Haus zerstört. Dante wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, verschwand jedoch aus Italien und wurde somit zum Tode verurteilt. Er ging ins Exil und bereiste Italien. Dante spielte eine wichtige Rolle bei zahlreichen Schlichtung mit König Heinrich und brachte ihm seine Ehrerbietung in Aachen dar. Dante schrieb zahlreiche Komödien und machte die italienische Sprache Theaterfähig. Dante erkrankt 1321 in Venedig und stirbt einen Tag später in der Nacht von 13 auf 14 September in Ravenna. Ravenna und Florenz streiten immer noch, wer den Toten begraben darf.

Alle Bücher von Dante Alighieri

Cover des Buches Die göttliche Komödie (ISBN: 9783534273768)

Die göttliche Komödie

(192)
Erschienen am 31.03.2021
Cover des Buches Die göttliche Komödie (ISBN: 9783717525387)

Die göttliche Komödie

(3)
Erschienen am 13.09.2021
Cover des Buches Die Göttliche Komödie: Hölle (ISBN: 9783734781261)

Die Göttliche Komödie: Hölle

(3)
Erschienen am 20.04.2015
Cover des Buches Die Göttliche Komödie (ISBN: 9783150207451)

Die Göttliche Komödie

(4)
Erschienen am 20.03.2024
Cover des Buches Die Göttliche Komödie: Paradies (ISBN: 9783734786983)

Die Göttliche Komödie: Paradies

(2)
Erschienen am 20.04.2015
Cover des Buches Das Neue Leben (ISBN: 9783150192160)

Das Neue Leben

(2)
Erschienen am 12.10.2016
Cover des Buches Göttliche Komödie (ISBN: 9783868733396)

Göttliche Komödie

(3)
Erschienen am 23.03.2011
Cover des Buches Die Göttliche Komödie: Läuterungsberg (ISBN: 9783734786976)

Die Göttliche Komödie: Läuterungsberg

(1)
Erschienen am 20.04.2015

Interview mit Dante Alighieri

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Neue Rezensionen zu Dante Alighieri

Cover des Buches Die Göttliche Komödie (ISBN: 9783150207451)
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Rezension zu "Die Göttliche Komödie" von Dante Alighieri

Kristall86
2,5 neutrale Sterne

Klappentext:

„Dante schuf mit seiner Göttlichen Komödie eine innovative, ja gewagte künstlerische Reise in die von mittelalterlicher göttlicher Ordnung durchzogenen Jenseitsreiche von Inferno ( Die Hölle ), Purgatorio ( Der Läuterungsberg ) und Paradiso ( Das Paradies ). Der Dichter sieht die Qualen der Hölle, geht durch das Fegefeuer und gelangt am Ende in den höchsten Himmel, ins Empyreum – der dichterische Höhepunkt der siebentägigen Reise. 

Hartmut Köhlers Neuübersetzung von Dantes »Divina Commedia« sorgte für Aufsehen. Köhler wurde dafür mit dem deutsch-italienischen Übersetzerpreis 2013 ausgezeichnet. – Mit einer kompakten Biographie des Autors.“


Ja, auch dieses Buch ist ein Klassiker in der Weltliteratur und man sollte es gelesen habe - keine Frage. Dennoch muss man klar sagen, ist das mit den Übersetzungen so eine Sache. Wie kritische Stimmen zu diesem Buch bereits schrieben, fehlen Reime und wortgenaue Übersetzungen, die die Geschichte ganz besonders strahlen lassen. Sicher hat auch diese Übersetzung ihren Stellenwert und ihre Daseinsberechtigung aber sie ist anders als andere Werke zu Dantes Göttlicher Komödie. Wer sich intensiv mit ihr befasst, wird in eine ganz besondere Welt entführt, wenn man auf alle Worte genau achtet. Dieses Übersetzung hier von Horst Köhler war mir persönlich zu speziell, lesenswert aber eben zu speziell. 2,5 neutrale Sterne hierfür.

Dantes Werk und der Diskutanten Beitrag

In Italien werden Schulkinder mit jedem Satz der „Göttlichen Komödie“ schon früh bekannt gemacht. Weltweit ist dieses Werk sicherlich eines der bekanntesten. Zumindest dem Namen nach. Kaum ein Werk wurde so oft in andere Sprachen übersetzt. Und noch immer seziert man die Lieder, die Abschnitte, die Sätze, ja, sogar die Zeichensetzung und analysiert Dantes Meisterwerk. Selbst in Sitcoms („How I met Your mother“) wird sie mit Respekt zitiert.

Dabei hat der Maestro selbst Anleihen bei Kollegen genommen. Und fast erscheint es als ob die Diskussionen über Dante Alighieri und „Die Göttliche Komödie“ den Hörer mehr in den Bann ziehen als das Werk selbst. Die Schriftstellerin Ulrike Draesner und der Dramaturg John von Düffel stellen sich auf ihrer Bühne dem Werk. Voller Ehrfurcht und mit einem Übergepäck an Deutungen, Impressionen und einer schier unendlichen Gedankenflut lassen sie den Zuhörer Teil ihrer Welt werden.

Den Auftakt bildet eine eigenwillige Verlinkung von „Der Göttlichen Komödie“ und der von Computerspielen, Avataren und Vernetzung geprägten Gegenwart. Der Bühnenpoet Timo Brunke überspannt sieben Jahrhunderte mit einer hochmodernen Sprache. So wie es Dantes Zeitgenossen vor 700 Jahren ergangen sein musste. Bis dato wurde der eigene Intellekt in Latein verbreitet. Dante hingegen lässt das Italienische den Vorrang. Der Graus des christlichen Glaubens – wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt den Zorn Gottes um ein Vielfaches zu spüren – wird mit einem Mal einem gigantischen Publikum zugängig.

Man muss das Werk nicht zwingend gelesen haben. Es reicht vor erst einmal die pure Kenntnis dessen Existenz’. Ohne viel vorweg zu nehmen, macht die Diskussion über das Werk Appetit auf ein Meisterwerk, das man nun vielleicht doch einmal in die Hand nehmen sollte.

Auch der Autor selbst wird zum Objekt der Begierde der Verbalduellanten. 1321 ist er in Ravenna gestorben. Und seitdem lebt er in den Gedanken weiter. Seine Gedankenspiele beispielsweise zum Übermenschen, zu Schuld und Sühne, der Suche nach Vollendung wird niemals an der Sinnsuche scheitern. Vielleicht sollte man diese Doppel-CD im Hintergrund im Pause-Modus parat halten. Und wenn einem beim Lesen die Schwere des Textes zu erdrücken droht, drückt man PLAY. Es wird wie ein Licht in dunkler Nacht sein. Vielleicht sind es aber auch die züngelnden Flammen des Höllenfeuers…

Cover des Buches Die Göttliche Komödie (ISBN: 9783150206157)
Monika_Grasls avatar

Rezension zu "Die Göttliche Komödie" von Dante Alighieri

Monika_Grasl
Ein schwerfälliger Klassiker ...

Die Story ist ja grundsätzlich bekannt. Dante wandert durch einen dunklen Wald, begegnet einer Raubkatze und trifft im gleichen Atemzug auf Vergil, welcher sein Führer durch die Hölle und den Läuterungsberg wird.

Die sieben Höllenkreise werden dabei sehr detailiert beschrieben. Manchmal war es schon ansträngen den einzelnen Gesängen zu folgen, insbesondere, wenn sich Dante darin verliert, wie sehr ihm dieses oder jenes Gesicht vertraut ist. Zudem hadert er unablässig mit seinem Glauben, seinen Ängsten und seinen Gedanken im Allgemeinen.

Der Läuterungsberg gibt noch einige interessante Aspekte her, allerdings wird dies im Paradies recht schnell umgekehrt. Dante verliert sich im fortwährenden Anblick seiner neuen Führerin und den göttlichen Lichtern. Man ist beinahe froh, dass es letztlich zu Ende ist, wobei dieses besagte Ende derart ruckartig eintritt. Es gibt keinen wirklichen Übergang, wodurch man irgendwie in der Luft hängen gelassen wird.

Nach all den Jahren also die göttliche Komödie bis zur letzten Seite auch mal durchgelesen und ich muss sagen, die Hölle war noch der interessanteste und am wenigsten mit philosophischen Ansätzen gespickte Ort.

Gespräche aus der Community

Herzlich Willkommen zur Leserunde von "Die göttliche Komödie". 😊

Alle sind herzlich eingeladen mit eigenem Exemplar teilzunehmen.

183 Beiträge
Aischas avatar
Letzter Beitrag von  Aischa

Schade, aber irgendwie ist die Luft für mich raus. Theologische Fragestellungen, die mir viel zu theoretisch sind, zum X-ten Mal werden die korrupten Florentiner angeprangert, alles sehr zäh.

Wieso Dante in allen Einzelheiten seine Zukunft vorausgesagt wird, verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht.

Etwas bigott fand ich, dass Dante möchte, dass die geldgierigen Päpste göttliche Bestrafung ereilen soll. Das heißt ja, dass er sich einen strafenden Gott wünscht. Für sich selbst und seine Sünden wäre er aber sicher um einen verzeihenden, gütigen Gott froh.

Die Frage, ob Ungetaufte ins Paradies kommen können, finde ich aber wieder interessant. Denn wenn dies nicht so wäre, dann wäre Gott ja irgendwie ungerecht.

malanos avatar
malano
test
Zum Thema
1 Beiträge
IraWiras avatar
Letzter Beitrag von  IraWira
test?
Hallo, Ich suche nach einer ganz bestimmten Übersetzung von Dantes "Göttlicher Komödie" nämllich die von Karl Eitner. Diese ist anscheinend schon lange aus dem Druck...weiß hier vielleicht jemand wo ich eine Kopie ersehen könnte ?
Zum Thema
3 Beiträge
sabistebs avatar
Letzter Beitrag von  sabisteb
es gibt diverse Plattformen, die alle (bis auf ZVAB) von eurobuch.com zusammengefasst werden. Da kann man auch Suchauträge aufgeben und bekommt eine E-Mail, wenn das Buch auftaucht.

Zusätzliche Informationen

Dante Alighieri wurde am 21. Dezember 1264 in Florenz (Italien) geboren.

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