Daphne Merkin

 4 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Daphne Merkin

Scharfsinn und Depression: Daphne Merkin war nach ihrem Universitätsabschluss in den USA zunächst als Literaturkritikerin tätig, um schließlich selbst Literatur zu verfassen. Sie wurde am 30. Mai 1954 in New York City geboren – und es heißt, sie habe die Stadt seitdem kaum verlassen. Bekannt wurde Merkin vor allem für ihre sehr persönlichen Essays über (wie Woody Allen es sagen würde) Großstadtneurosen. Zudem machte sie sich als Filmkritikerin einen Namen. Neben ihrer Karriere als Essayistin und Kritikerin, die Merkin unter anderem auf die Gehaltsliste des renommierten New York Times Magazin brachte, veröffentlichte sie persönlich gefärbte Sachbücher, die allerdings nie auf Deutsch erschienen. Bereits 1988 kam ihr Band „Die Prinzessin von New York“ im Rowohlt Verlag heraus, fast ein Vierteljahrhundert sollte es dauern, bis ihre autobiografische Abrechnung mit einer lange andauernden Depressionserkrankung auf Deutsch veröffentlicht wurde: „Mein fremdes Ich“ (2018) ist die tiefgründige Auseinandersetzung mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte und eine Hilfe und Stütze für alle, die mit Depressionen kämpfen. Daphne Merkin ist geschieden und lebt zusammen mit ihrer Tochter nach wie vor in New York.

Alle Bücher von Daphne Merkin

Cover des Buches Mein fremdes Ich (ISBN:9783518468661)

Mein fremdes Ich

 (2)
Erschienen am 12.11.2018
Cover des Buches The Fame Lunches (ISBN:9781250074768)

The Fame Lunches

 (0)
Erschienen am 08.09.2015

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Rezension zu "Mein fremdes Ich" von Daphne Merkin

Erdrückend
Sokratesvor 6 Monaten

Ich habe selten ein Buch gelesen, das dermaßen erdrückend war. Ohne Zweifel, Daphne Merkins Buch ist überaus lesenswert, gut geschrieben, an keiner Stelle langweilig oder weitschweifend. Und dennoch ist man froh, wenn man es geschafft hat, denn von der ersten Seite an fühlte ich mich vom Schicksal, der Lebensumstände und der mit jedem Wort zum Ausdruck gebrachten Niedergeschlagenheit umhüllt, gequält, erdrückt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass es so umfassend und bereits ab der ersten Seite geschafft hat, die Melancholie (oder Lebensmüdigkeit) der Autorin in Worte zu fassen, dies greifbar werden zu lassen und den Leser mit "hineinzuziehen". Die persönlichen - familiären - Umstände sind belastend, auch für mich als Leser und sind in ihrer Radikalität dennoch nichts Außergewöhnliches, kann doch fast jeder ähnliche Charaktere in seiner eigenen Familie oder bei Freunden/Bekannten beobachten. Das Buch zeigt auch, wie multifaktoriell eine Depression sein kann; wie viele Umstände zusammenkommen können, die möglicherweise der Grund für diese psychische Konstitution sind - oder auch nicht, denn die Autorin erkennt zutreffend, dass neben einer Kindesmisshandlung auch Genetik und/oder Umweltfaktoren eine Rolle spielen können, damit sich solch eine Erkrankung ausprägt.
Mit einer Empfehlung tue ich mich schwer. Nicht weil das Buch "schlecht" ist, sondern weil es den Leser in einen so negativen Sog zieht. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich entschließt, der Autorin folgen zu wollen in ihre tiefbedrückende Welt, die zwischen Suizid und immerwährender Hoffnung auf Anerkennung und Liebe ihrer Mutter oszilliert.

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Zusätzliche Informationen

Daphne Merkin wurde am 30. Mai 1954 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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