Daphne du Maurier

 4.1 Sterne bei 233 Bewertungen
Autorin von Meine Cousine Rachel, Jamaica Inn und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Daphne du Maurier

Daphne du Maurier wurde 1907 in London, England, als Sohn eines Schauspielers und dessen Frau geboren. Sie wuchs in London und Paris in sehr guten Verhältnissen auf, bekam Privatunterricht und schrieb erste Kurzgeschichten. Mit 19 Jahren ließ sich du Maurier in Cornwall, England, nieder, wo fortan auch ihre Geschichten spielten. Bekannt wurde sie vorallem durch ihren Roman "Rebecca" (1938), der später von Alfred Hitchcock erfolgreich verfilmt wurde, ebenso wie "Die Vögel". Daphne du Maurier starb am 19. April 1989.

Alle Bücher von Daphne du Maurier

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Meine Cousine Rachel

Meine Cousine Rachel

 (41)
Erschienen am 15.01.2017
Jamaica Inn

Jamaica Inn

 (14)
Erschienen am 15.03.2005
Der Apfelbaum

Der Apfelbaum

 (8)
Erschienen am 29.09.2011
Meistererzählungen

Meistererzählungen

 (7)
Erschienen am 01.03.2007
Die Vögel

Die Vögel

 (5)
Erschienen am 01.01.1958
Die Parasiten

Die Parasiten

 (5)
Erschienen am 01.01.1993
Der Sündenbock.

Der Sündenbock.

 (5)
Erschienen am 01.01.1959

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Neue Rezensionen zu Daphne du Maurier

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KaterinaFrancescas avatar

Rezension zu "Die Vögel und Wenn die Gondeln Trauer tragen" von Daphne du Maurier

"Als hätte sie mit dem Ostwind der Wahnsinn gepackt."
KaterinaFrancescavor 4 Monaten

Die Vögel
Der Farmarbeiter Nat Hocken traut seinen Augen nicht, als der Himmel über Cornwallplötzlich von Scharen von Vögeln überschattet wird. Überall im Land rotten sich zahlreiche Vogelarten zusammen. Und sie sind ganz und gar nicht friedlich, sondern attackieren die Menschen. Gemeinam mit seiner Familie verbarrikadiert sich Nat vor dem drohenden Angriff.
"Die Vögel" ist eine von Daphne du Mauriers Kurzgeschichten und überzeugt durch die lebendige Beschreibung der rauen Landschaft Cornwalls und den schleichenden Horror, der in Form der aggressiven Vögel am Himmel aufzieht. Nat Hocken, ein einfacher Farmarbeiter und Familienvater, spürt intutiv die drohende Gefahr und während seine Nachbarn sich noch auf eine wilde Jagd freuen, beginnt er sein Häuschen systematisch vor dem Angriff der vom Wahn gepackten Vögel zu verteidigen.

Wenn die Göndel Trauer tragen
Die zweite Kurzgeschichte aus diesem Buch handelt von einem englischen Ehepaar, das in Venedig Urlaub macht. Die Reise ist für John und Laura ein Versuch, gemeinsam die Trauer über den Tod ihrer kleinen Tochter zu verwinden. Vor allem Laura leidet sehr unter dem schmerzlichen Verlust und John sorgt sich um seine geliebte Frau. Doch beim Flanieren durch Venedig begegnen die beiden zwei Zwillingsschwestern, von denen eine die Gabe der Vorsehung besitzt und sie hat eine dunkle Vorahnung, Unterdessen fürchtet John um den Geisteszustand seiner Frau...

"Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist eine sehr berührende und verstörende Kurzgeschichte. Die eigentlich glücklichen Eheleute Laura und John ringen mit dem Tod ihrer kleinen Tochter. Doch auch die Reise ins traumhafte Venedig vermag Lauras Gedanken nicht aufzuheitern. Die mysteriösen Zwillinge werden vor allem durch Johns Augen gesehen und auch deshalb wirken sie verdächtig und irgendwie komisch.

Beide Kurzgeschichten sind tiefsinniger, als sie oberflächlich vermuten lassen, ein unterschwelliges Unbehagen beigleitet stets das Lesen und besonders "Wenn die Gondeln Trauer tragen" ist eine besonders gefühlvolle und traurige Geschichte.

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Federfees avatar

Rezension zu "Die Vögel und Wenn die Gondeln Trauer tragen" von Daphne du Maurier

Zwei Erzählungen, die eine meisterhaft gruselig, die andere skurril und unglaubwürdig
Federfeevor 6 Monaten

5 Sterne / 2 Sterne - 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4

Dies ist ein dünnes Bändchen mit zwei Erzählungen von Daphne Du Maurier, die beide verfilmt wurden:

Die Vögel

Wer kennt den legendären Film 'Die Vögel' von Hitchcock nicht? Ich habe ihn schon mehrmals gesehen und auch ganz früher mal die Erzählung von Daphne DuMaurier, auf der er basiert. Ausnahmsweise finde ich beides gut, die filmische Umsetzung und die Erzählung. Es ist eine düstere, beklemmende, genial erzählte Geschichte, die die Hilflosigkeit des Menschen gegenüber Naturkatastrophen aufzeigt und vielleicht auch mehr bedeuten könnte … Sie hat mir sehr gut gefallen und ich bewerte sie mit 5 Sternen.

Wenn die Gondeln Trauer tragen

Welch' krasser Gegensatz zur meisterhaft erzählten Geschichte 'Die Vögel'. Diese hier finde ich abstrus, seltsam und unglaubwürdig. Sie hat mir nicht gefallen und ist mir nur 2 Sterne wert.

Ein Ehepaar, das gerade seine Tochter verloren hat, macht Urlaub in Venedig. Erstaunlich … Dort haben sie seltsame Begegnungen und es passieren immer unglaubwürdigere Dinge. Das Ende finde ich an den Haaren herbeigezogen. Den Film kenne ich nicht und das ist auch gut so.

Kommentare: 2
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awogflis avatar

Rezension zu "Die Parasiten" von Daphne du Maurier

Brilliante Analyse einer parasitären Künstlerfamilie
awogflivor 6 Monaten

Auch ich habe diese Autorin zu Beginn unterschätzt, je mehr ich von ihr lese, desto besser gefällt sie mir. Du Mauriers Sprachfabulierkunst und die kurze, knackige, aber dennoch tiefgründige prägnante Skizizierung von Figuren ist außerordentlich - bereits auf den ersten 15 Seiten bekommt man fast eine tiefe psychologische Einsicht in Ihre Protagonisten, die sich von Seite zu Seite immer tiefer - fast in die Abgründe der Seele bohrt.  

Die Charaktäre und vor allem die Beziehungskonstellationen sind sehr spannend. Der Eklat mit den Parasiten steht zu Beginn des Plots: Charles der Ehemann von Maria schimpft Maria und ihre zwei Geschwister in einem Zornesanfall ziemlich unvermittelt als Parasiten. Anlässlich dieses sehr ernsten und emotionalen Ausbruchs reflektieren die drei Geschwister ihr bisheriges Leben, ihre Beziehung zu ihren Eltern, ihre eigenen Entwicklungen und die etwas krankhaften klammernden Beziehungen untereinander. Die Stimmung im Buch beginnt ein bisschen humorvoll und steigert sich nach und nach ins dramatische. Dabei werden die dramatischen Abgründe nicht sprachlich und plotmäßig bedeutungsschwanger von der Autorin konzipiert, sondern sind derart lapidar realistisch, dass sie umso gravierender wirken.

Die ganze Familie stammt aus dem Künstlermilieu (manchmal kam es mir so vor, als hätte ich den Haushalt der Albach-Rettys vor mir bzw. so wie ich mir diesen früher vorgestellt habe)  und ist derart rücksichtslos egoistisch und selbstzentriert gegen die gesamte Umwelt, dass einem manchmal wirklich die Spucke wegbleibt. Dieser sagenhafte Egoismus ist aber nicht aus einer absichtlichen Bösartigkeit geboren, sondern ist von massiv gedankenlosem Charakter, weil sowohl Eltern und Kinder von Anfang an ob ihres Talents den Applaus und die Ovationen des Publikums gewohnt sind, auch wenn sie nur privat agieren und deshalb meinen, sie könnten sich alles herausnehmen. Aus diesem Grund ist auch die Beschimpfung Parasit derart punktgenau gewählt, denn es liegt im Wesen, im Lebenszweck, in der DNA des Parasiten auzunutzen und das ist nicht mal absichtlich bösartig.  

Weiters thematisiert Du Marier einige topmoderne Themen wie die Selbstverwirklichung der Frau im Beruf, versus Aufopferung und Pflege der Familie bzw der Kinder. 68 Jahre hat dieser Roman schon auf dem Buckel und er liest sich momentan so modern und aktuell, dass es eine Freude ist, man merkt es nicht, denn diese Qualität ist zeitlos.

Die Erzählweise ist recht kurios und hat mir in diesem Fall aber ausnehmend gut gefallen. Normalerweise mag ich ja keine sprachlichen Manierismen um der stilistischen Eitelkeit wegen, aber wenn der Stil die Handlungen und die erzählte Geschichte unterstützt, dann bin ich begeistert.  Du Maurier geht von der Identifikation des Erzählers ab (wenn die drei Geschwister reflektieren, weiß man nie, aus welcher Sicht genau erzählt wird - sie agieren und erzählen als parasitäre Einheit). Dieser Stil beschreibt und manifestiert ja auch die psychologischen übergriffigen Beziehungen der Familie untereinander, in denen oft nicht klar ist, wo die eine Person aufhört und die andere beginnt.

Ein wundervolles detailliertes Psychogramm von fünf Personen: Charles, dem die rücksichtslose lieblose Distanziertheit seiner Ehe mit der gleichzeitig viel zu engen Beziehung seiner Frau zu ihren Geschwistern einfach irgendwann zu viel wird. Pappi, der seinen Kindern nie Grenzen aufzeigt und letztendlich wie ein Blutsauger seine Tochter Celia als Ehefrauersatz ausnutzt. Celia, die eigentlich auch ein riesengroßes künsterlisches Talent hat, aber nie etwas anderes gelernt hat, als sich von Pappi und ihrer Schwester Maria ausnutzen zu lassen und zu dienen. Die, als sie die Chance ergreifen müsste, es einfach nicht wagt, ihr Leben und ihr Talent zu nutzen.  Maria als Bienenkönigin des Egoismus in diesem Familienverband, die als sie endlich die Rechung präsentiert bekommt, aufsteht, ihre Krone richtet und lächelnd weitermacht. Und Niall der Zyniker, der eine viel zu enge fast schon krankhafte Beziehung zu seiner Stiefschwester hat und dem Talent und Geld immer in den Schoß fällt, das er aber nie zu nutzen weiß.

Das Ende von Niall war jetzt das einzige, das mir nicht so schlüssig vorkam, es passte auch nicht ganz so für seinen zynischen Charakter, dass er sich so duldsam in sein Schicksal ergibt. Wobei der Witz auf seinen Lippen in dieser Situation war eigentlich schon wieder grandios.

Fazit:  Eine absolute Leseempfehlung von mir: Modern, tiefenpschologisch ansprechend, sprachlich hervorragend aber unaufgeregt, ein bisschen humorvoll, ein bisschen Tragödie. Ein wundervolles Werk, das beschreibt, wie das Leben so spielt in einer parasitären Künstlerfamilie.

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Gespräche aus der Community

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Apfelgruens avatar
Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur"!

Im Oktober wollen wir zusammen "Meine Cousine Rachel" von Daphne du Maurier lesen.

Die Leserunde beginnt am 1.10. und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest. :-)
Zur Leserunde
NiWas avatar
Zum Weltbuchtag 2016 gibt es Daphne du Mauriers "Rebecca" auf meinem Blog Zeit für neue Genres zu gewinnen.

Weitere Informationen zum Gewinnspiel und den Teilnahmebedingungen sind hier zu finden:

http://zeit-fuer-neue-genres.blogspot.co.at/2016/04/gewinnspiel-weltbuchtag-2016.html



(Auf meinem Blog werden ausschließlich neue Bücher verlost, meine Exemplare gebe ich sicher nicht her. ;-) )
Pokerfaces avatar
Letzter Beitrag von  Pokerfacevor 3 Jahren
Ich bin wirklich gespannt auf das Buch...
Zur Buchverlosung
NiWas avatar
Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe Klassiker Leserunden

Wir wollen ein bisschen Leben in die altehrwürdige Literaturwelt bringen. Daher haben wir beschlossen, einige Klassiker gemeinsam zu lesen. 

Wichtig: Bei dieser Leserunde lesen wir unsere eigenen Bücher, es werden keine Exemplare verlost!

Für den März haben wir uns „Rebecca“ von Daphne du Maurier ausgesucht.

Klappentext:
In einem Hotel an der Côte d’Azur lernt Maxim de Winter eine junge Frau aus einfachen Verhältnissen kennen. Die beiden verlieben sich, und schon nach kurzer Zeit nimmt sie seinen Heiratsantrag an und folgt dem Witwer nach Cornwall auf seinen prachtvollen Landsitz Manderley. Doch das Glück der Frischvermählten währt nicht lange: Der Geist von Maxims toter Ehefrau Rebecca ist allgegenwärtig, und die ihr ergebene Haushälterin macht der neuen Herrin das Leben zur Hölle, sie droht nicht nur die Liebe des Paares zu zerstören. Als ein Jahr später plötzlich doch noch Rebeccas Leiche gefunden wird, gerät Maxim de Winter unter Mordverdacht … Rebecca, Daphne du Mauriers berühmtester Roman, war bereits bei seinem Erscheinen 1938 ein Bestseller. Er wurde mehrfach verfilmt: 1940 entstand unter der Regie von Alfred Hitchcock die bekannteste Adaption, die mit zwei Oscars prämiert wurde.

Die Leserunde beginnt voraussichtlich am 10.03.2016 und die Klassiker-Leserunden-Gruppe freut sich über jeden, der mit uns Rebecca“  lesen will.:-)


Wichtig ist, dass es auch von diesem Klassiker verschiedene Ausgaben gibt. 

Sollten hier markante Unterschiede auffallen, gebt bitte in der Rubrik Meine Ausgabe Bescheid, damit wir die Einteilung dementsprechend anpassen können. Soweit man sich in der Leserunde orientieren kann, ist natürlich jede Version in Ordnung.Wir freuen uns über zahlreiche TeilnehmerInnen!

• Bitte schreibt eure Beiträge in die bestehenden Kategorien, damit  die Leserunde übersichtlich bleibt.
 • Bitte denkt auch daran, den Spoiler-Haken zu setzen!

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Meine Ausgabe ist in 27 Kapitel gegliedert. Ich habe hier versucht, ungefähr gleich umfangreiche Leseabschnitte einzuteilen:

Leseabschnitt 1 | Kapitel 1 - 6
Leseabschnitt 2 | Kapitel 7 - 11
Leseabschnitt 3 | Kapitel 12 - 15
Leseabschnitt 4 | Kapitel 16 - 19
Leseabschnitt 5 | Kapitel 20 - 23
Leseabschnitt 6 | Kapitel 24 - Ende
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Daphne du Maurier wurde am 13. Mai 1907 in London (Großbritannien) geboren.

Community-Statistik

in 353 Bibliotheken

auf 35 Wunschlisten

von 6 Lesern aktuell gelesen

von 10 Lesern gefolgt

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