Daphne du Maurier Meine Cousine Rachel

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Inhaltsangabe zu „Meine Cousine Rachel“ von Daphne du Maurier

Seit dem Tod seiner Eltern lebt Philipp bei seinem wohlhabenden Vetter Ambrose in Cornwall – bis der langjährige Junggeselle auf einer Florenzreise überraschend heiratet. In Briefen erzählt Ambrose Philipp von seinem Eheglück mit Rachel. Mit der Zeit jedoch werden die Briefe seltener, die Inhalte verwirrender. Eines Tages trifft ein beunruhigender Hilferuf aus Italien ein: Ambrose ist an einem rätselhaften Leiden erkrankt und fühlt sich von Rachel bedroht. Philipp reist alarmiert nach Florenz, doch er kommt zu spät: Ambrose ist tot, und von der jungen Witwe fehlt jede Spur ... bis Rachel vor Philipps Tür in Cornwall steht. Und sie ist ganz anders, als er erwartet hätte: humorvoll, intelligent und zurückhaltend. Mehr und mehr verfällt Philipp der schönen Frau, doch plötzlich erkrankt auch er …
Ein faszinierender und dramatischer Spannungsroman, jetzt in neuer Übersetzung.

Ein ruhiger, aber atmosphärisch sehr dichter Roman

— Yolande

Gut geschriebener Roman mit leiser Spannung und einem jungen Mann, bei dem Bewunderung fast zum Wahn wird...

— vanessabln

Eine mysteriöse Romanze und über die Macht einer Frau...Lesenswert!

— Miamou

Romantisches Drama vom Feinsten!

— Karin_Kehrer

wahnsinnig spannend und sehr fesselnd

— Janinezachariae

Ein Roman ganz nach meinem Geschmack: Tolle Erzählweise, spannende Figuren und Handlung, schöne alte Sprache.

— Jana_Stolberg

Sehr spannender Roman und flüssig zum lesen! Hat mir super gut gefallen! Wurde nie langweilig!

— Kri88

Stimmungsvoll

— Laberladen

Sehr gutes Buch von Daphne du Maurier. Ich werde sicherlich noch mehr von ihr lesen und freue mich auf die Verfilmung im Sommer.

— thiefladyXmysteriousKatha

Ein lesenswerter Klassiker voll subtiler Spannung vor dem atmosphärischen Hintergrund Cornwalls.

— Belladonna

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  • Faszinierend und dramatisch

    Meine Cousine Rachel

    Miri1135

    26. October 2017 um 21:49

    Seit dem Tod seiner Eltern lebt Philipp bei seinem wohlhabenden Vetter Ambrose in Cornwall – bis der langjährige Junggeselle auf einer Florenzreise überraschend heiratet. In Briefen erzählt Ambrose Philipp von seinem Eheglück mit Rachel. Mit der Zeit jedoch werden die Briefe seltener, die Inhalte verwirrender. Eines Tages trifft ein beunruhigender Hilferuf aus Italien ein: Ambrose ist an einem rätselhaften Leiden erkrankt und fühlt sich von Rachel bedroht. Philipp reist alarmiert nach Florenz, doch er kommt zu spät: Ambrose ist tot, und von der jungen Witwe fehlt jede Spur ... bis Rachel vor Philipps Tür in Cornwall steht. Und sie ist ganz anders, als er erwartet hätte: humorvoll, intelligent und zurückhaltend. Mehr und mehr verfällt Philipp der schönen Frau, doch plötzlich erkrankt auch er …"Meine Cousine Rachel" ist mein erstes Buch von Daphne du Maurier und ich bin sehr angetan von ihrem Schreibstil. Die Sätze waren nicht zu lang oder verwirrend und auch die Übersetzung finde ich gut; man musste sich nicht mühselig mit altertümlichen Fremdwörtern rumschlagen. Ich brauchte etwas Zeit um rein zu kommen, da Philipps Art zu Denken manchmal etwas verrückt ist, war dann aber relativ schnell sehr fasziniert von ihm.Gefallen hat mir auch die Zeit, in der die Geschichte spielt - Kutschen, die Etikette etc...Obwohl gar nicht allzu spannende Szenen in dem Buch vorkommen, kam es mir doch immer total spannend vor, da man sich immer gefragt hat: Na, was ist denn jetzt mit Rachel??? Ich habe selber mitgerätselt und mich sehr oft versucht in Philipp hinein zu versetzen, auch wenn das mal gar nicht so einfach ist.Das Ende hat mich dann doch etwas erstaunt- nicht unbedingt der Vorfall, aber das es so offen für den Leser bleibt. So kann man seiner eigenen Fantasie freien Lauf lassen =)Ich bin gespant auf weitere Bücher von Daphne du Maurier

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  • Schuldig oder nicht schuldig?

    Meine Cousine Rachel

    Yolande

    22. October 2017 um 15:01

    Dame Daphne du Maurier wurde am 13. Mai 1907 in London geboren. Ihre Eltern waren sehr wohlhabend, deshalb war sie finanziell unabhängig und fing schon sehr früh mit dem Schreiben an. Ihre ersten Kurzgeschichten schrieb sie 1928 und 1931 veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Der Geist von Plyn". 1932 heiratete sie den General Frederick Browning, mit dem sie 3 Kinder hatte.Berühmt wurde Daphne du Maurier durch die Romane "Gasthaus Jamaika" und "Rebecca", die beide von Alfred Hitchcock verfilmt wurden. 1963 folgte die Verfilmung ihrer Kurzgeschichte "Die Vögel", ebenfalls durch Alfred Hitchcock. Ähnlich erfolgreich war die Verfilmung ihrer Kurzgeschichte "Dreh dich nicht um", die unter dem Titel "Wenn die Gondeln Trauer tragen" in die Kinos kam.1969 wurde Daphne du Maurier durch Königin Elizabeth II. zur Dame Commander of the Order of the British Empire (DBE) ernannt.Am 19. April 1989 starb Daphne du Maurier in Cornwall.Inhalt (Klappentext):Seit dem Tod seiner Eltern lebt Philip bei seinem wohlhabenden Vetter Ambrose in Cornwall - bis sich der langjährige Junggeselle auf einer Florenzreise verliebt und überraschend heiratet. In Briefen erzählt Ambrose Philip von seinem Eheglück mit Rachel. Er scheint wie besessen von ihr. Mit der Zeit jedoch werden die Briefe seltener und die Inhalte verwirrender. Eines Tages trifft ein beunruhigender Hilferuf aus Italien ein: Ambrose ist an einem rätselhaften Leiden erkrankt und fühlt sich von Rachel bedroht. Philip reist nach Florenz, doch er kommt zu spät: Ambrose ist tot, und von der jungen Witwe fehlt jede Spur...Kaum zurück in Cornwall steht Rachel plötzlich vor Philips Tür. Und sie ist ganz anders, als er erwartet hätte: humorvoll, intelligent und zurückhaltend. Mehr und mehr verfällt Philip der schönen Frau, bis plötzlich auch er Symptome eines seltsamen Leidens zeigt..."Meine Cousine Rachel" ist der erste Roman von Daphne du Maurier, den ich gelesen habe und ihr Schreibstil gefällt mir sehr gut. Schon von Beginn an herrscht eine düstere und unheilvolle, aber auch melancholische Atmosphäre in der Geschichte vor, die aus der Sicht des Erzählers Philip in der Ich-Form geschrieben ist. Durch diese Schreibweise kann man die emotionalen Gedankengänge des jungen Hauptprotagonisten sehr gut nachempfinden. Die Geschichte verläuft ruhig und völlig unspektakulär, aber durch diese unterschwelligen düsteren Schwingungen baut sich mit der Zeit eine Spannung auf. Auch dass der Roman viele Fragen offen lässt, finde ich sehr gut. So kann jeder Leser für sich über die Frage von Schuld oder Unschuld nachdenken und entscheiden. Das ist einfach grandios gemacht. Fazit: Ein ruhiger, aber atmosphärisch sehr dichter Roman, den man guten Gewissens weiterempfehlen kann.

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  • Gut geschriebener Spannungsroman

    Meine Cousine Rachel

    vanessabln

    19. October 2017 um 11:10

    Dies war mein erstes Buch von Daphne du Maurier und von ihrem Schreibstil war ich gleich begeistert. Sie hat eine feine und stimmungsvolle Art zu schreiben, auch die Neuübersetzung ist sehr gelungen. "Meine Cousine Rachel" ist 1951 erschienen, spielt aber zu einer Zeit, als es noch Kutschen gab, was mir vorher gar nicht bewusst gewesen war.Der Roman ("leiser psychologischer Thriller" wäre auch nicht falsch) ist aus der Sicht von Philip geschrieben, einem jungen Mann, der bei seinem Vetter Ambrose aufgewachsen ist. Als dieser auf einer Italienreise unerwartet heiratet, steht die Welt für Philip auf dem Kopf. Er ist eifersüchtig, zugleich sinnt er darüber nach, was für eine Frau Rachel wohl ist. Nach einigen mysteriösen Briefen stirbt Ambrose ganz plötzlich und Rachel reist nach Cornwell. Philip fühlt sich immer mehr zu der Witwe seines Vetters hingezogen. Seine Bewunderung scheint keine Grenzen zu kennen. Dabei ist nicht klar, ob Ambrose tatsächlich an einem Hirntumor gestorben ist... Die Autorin versteht es ganz wunderbar, Philips Welt zu beschreiben. Auch die Menschen um ihn herum werden gut porträtiert, manchmal mit feinem Humor. Obwohl ich einige Zeit für das Buch gebraucht habe, war es bis zum Ende spannend. Zum Schluss wird nicht alles aufgeklärt, aber vielleicht ist das gerade das Besondere an diesem Buch. Wenn man nochmal das erste Kapitel liest, ist auf jeden Fall alles rund.

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  • Besessenheit...

    Meine Cousine Rachel

    Miamou

    07. October 2017 um 20:22

    „Sie hat mich besiegt, Rachel, meine Peinigerin!“ Das sind die letzten Worte, die Philip Ashley von seinem Cousin Ambrose entgegennimmt. Philip hat schon länger ein ungutes Gefühl ergriffen: Sein Cousin, Eigentümer eines Gutshaus in Cornwall, auf dem Philip seit seiner Kindheit lebte, war vor Monaten aus gesundheitlichen Gründen nach Italien gereist. Sehr unvermittelt kam dann die Nachricht, dass Ambrose geheiratet hat und zwar seine Cousine Rachel. Philip fühlte sich vor den Kopf gestoßen, dass ausgerechnet Ambrose, der jede Weiblichkeit aus seinem eigenen Gut verbannt hat, plötzlich verheiratet ist. Als seine Briefe immer verwirrter werden und Philip die verzweifelte Anschuldigung am Briefrand findet, macht er sich auf den Weg nach Florenz um Ambrose aus den Händen der geheimnisvollen Rachel zu entreißen. Aber er kommt zu spät, denn Ambrose ist bereits verstorben, als er in Italien ankommt. Als Rachel, die in Philips Fantasie nur ein männermordendes Monster und eine Erbschleicherin sein kann, einige Wochen später bei ihm in Cornwall auftaucht, ist sie ganz anders, als er erwartet hat. Sie weckt Gefühle in dem jungen Mann und ein Verlangen, von dem er gar nicht wusste, dass er es hat. Neben „Rebecca“ ist „Meine Cousine Rachel“ das zweite Buch, welches ich von Daphne du Maurier gelesen habe und um es vorweg zu nehmen, einerseits ist die Autorin ihren unnachahmlichen Schreib – und Erzählstil treu geblieben, andererseits ist „Meine Cousine Rachel“ auch wieder ganz anders, als ich es erwartet habe. Von der ersten Zeile an wir die Geschichte atmosphärisch sehr dicht erzählt und nach und nach baut sich eine sehr subtile Spannung in der Handlung auf, die an der ein oder anderen Stelle auch mit überraschenden Wendungen daherkommt. Man darf sich auch auf eine gehörige Portion Mystery einstellen. Daphne du Maurier schafft es, den Leser in ihrem Bann zu halten und dass, obwohl, um es so brutal auszudrücken, gar nicht recht viel passiert. Die Handlung dreht sich im Grunde darum, wie sich Philip in der Gegenwart seiner Cousine verändert, wie er sich mit ihr auseinandersetzt und was in der Vergangenheit, besonders mit seinem Cousin Ambrose, passiert ist. Dies geschieht aber in sehr leisen Tönen und klammheimlich baut sich in Philip ein Verdacht auf. Schlussendlich stellt sich der Leser mit ihm gemeinsam die Frage: Ist Rachel schuldig oder nicht?Die Geschichte wird aus Philips Sicht in der Ich – Form erzählt. Er ist ein ziemlich naiver junger Mann, der einen sehr skeptischen, ja sogar ablehnenden Blick auf Frauen hat. Seine Welt ist sehr klein, da sie sich nur auf das Gut in Cornwell einschränkt. Rachel dominiert ihn dadurch. Sie weiß um die Zustände in der Welt und versteht sich zudem auch noch in Testamenten und Rechtsangelegenheiten mehr, als er ahnt. Genau das macht ihre Figur aber sehr ambivalent und spannend. Ihre Gefühlsregungen ändern sich in Sekundenbruchteilen und man kann sie daher nie so recht einschätzen. In ihr finden sich Themen wie Emanzipation, Kampf um Unabhängigkeit und Gleichberechtigung wieder. Ganz im Gegensatz zu ihr ist Philip dann doch der Charakter, den man recht schnell sympathisch findet und den man auch gern hat – er ist jung, auf der Stufe ein Erwachsener zu werden. Seine Handlungen und Gedanken sind nachvollziehbar, schießen des Öfteren aber über das Ziel hinaus und werden ihm schlussendlich dann auch zum Verhängnis. Manches Mal kann er einem leidtun, manches Mal möchte man ihn aber auch einfach nur schütteln wegen seiner Naivität und seiner Unvorsichtigkeit. Das Ende nimmt eine sehr überraschende Wendung an und ich gestehe, dass ich nicht eine Minute damit gerechnet habe. Allerdings steht man ziemlich alleingelassen damit da. Alles in Allem bekommt das Buch aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir. Ein moderner Klassiker, der von der ersten Seite zu fesseln vermag und auch nach dem Lesen nicht so schnell loslassen wird.

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    • 4
  • Schuldig oder unschuldig?

    Meine Cousine Rachel

    Karin_Kehrer

    06. October 2017 um 19:16

    Der alternde Gutsbesitzer Ambrose Ashley glaubt, sein Glück in Italien in der Heirat mit der schönen Rachel zu finden. Doch bald darauf befällt ihn ein merkwürdiges Leiden. Als er seinen Neffen Philip um Hilfe bittet, reist dieser tief beunruhigt nach Florenz. Doch er kommt zu spät. Ambrose ist tot.Als Rachel nach Cornwall kommt, verliebt sich Philip in die impulsive Frau. Was zu einem noch größeren Verhängnis führt …Wie jeder Leser dieser Story der berühmten englischen Schriftstellerin (bekanntestes Werk Rebecca und Die Vögel  - beides Vorlagen für Filme von Alfred Hitchcock) frage auch ich mich: Ist Rachel eine Giftmörderin oder ein Opfer der Umstände? Der Roman ist eine meisterhafte Charakterstudie, wie ich finde. Der in einem reinen Männerhaushalt aufgewachsene, unerfahrene und impulsive Philip Ashley erzählt in der Ich-Perspektive, was wohl einen intensiven Blick auf seinen Charakter zulässt, die Beweggründe Rachels aber im Dunklen lässt. Philip ist ein „viktorianischer“ Held, wie er im Buche steht. Er erinnert in vielen Zügen an die übersensiblen Figuren E.A Poes oder E.T.A. Hoffmanns, die sich selbst am meisten im Weg stehen und deren Gefühlsleben in ein wahres Chaos ausartet. Manchmal möchte man den Kerl einfach nur schütteln, um ihn zur Besinnung zu bringen!Rachel ist einmal aufmerksame, liebenswürdige Frau, die jeden in ihren Bann zieht. Dann wieder eiskalt und berechnend. Schlau wird man aus ihr nicht.Die Sprache ist ganz der Zeit und den historischen Gegebenheiten angepasst, das Tempo eher langsam. Die düstere Kulisse Cornwalls ist natürlich das geeignete Setting und bildet den würdigen Rahmen für dieses Drama. Ein psychologisches Meisterwerk! 

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    • 3
  • Psychologisch raffinierter, sehr spannender moderner Klassiker

    Meine Cousine Rachel

    Federfee

    06. October 2017 um 15:00

    Es fängt so schön an: Ambrose lebt in seinem Herrenhaus in der Nähe des Meeres in der idyllischen Landschaft Cornwalls. Seine Ländereien werden von Pächtern bewirtschaftet und um sein Haus kümmert sich die Dienerschaft, nur Männer, denn er ist ein eingefleischter Junggeselle, der aber durchaus liebenswürdig wirkt. Er kümmert sich hingebungsvoll um seinen viel jüngeren Cousin Philip, der früh beide Eltern verloren hat. Es ist die Zeit der Pferdekutschen und der Kerzenbeleuchtung am Abend.Die kalten, feuchten Monate muss Ambrose auf Anraten des Arztes in wärmeren Gegenden verbringen, während sich Philip um die Ländereien kümmert. Eines Tages übermittelt ein Brief eine riesige Überraschung: Ambrose hat in Florenz seine (und Philips) Cousine Rachel geheiratet. Das löst bei Philip keine Freude, sondern Eifersucht aus und die bange Frage, wie sein Leben wohl weitergehen wird. Weitere Briefe treffen ein, seltsame Briefe, die bei Philip so viel Besorgnis auslösen, dass er sich auf die tagelange Reise nach Florenz macht, zu spät …Für den Leser wird die vermeintliche Idylle schon auf den ersten Seiten getrübt, denn Philip, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, deutet eine Schuld und eine Frage an, die ihn sein restliches Leben lang quälen wird: War Rachel schuldig oder unschuldig?Mit dieser Frage im Hinterkopf baut du Maurier immer mehr Spannung auf, subtil am Anfang, zunehmend befeuert durch verstörende Briefe Ambroses, die zufällig entdeckt werden und alles noch rätselhafter machen. Außerdem ist Daphne du Maurier die Autorin der Kurzgeschichte 'Die Vögel' (verfilmt von Hitchcock). Da muss man geradezu Unheil erwarten.Zum weiteren Verlauf will ich aber kein Wort mehr verlieren, um nichts vorweg zu nehmen. Auf jeden Fall ist dies ein lesenswerter, ungemein spannender Klassiker, erschienen in neuer Übersetzung.

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    • 4
  • ein kleines Highlight ...

    Meine Cousine Rachel

    Janinezachariae

    29. September 2017 um 20:09

    WOW! Ein sehr spannendes Buch über die Cousins Ambrose und Philip, die ein gutes Leben in Cornwall lebten und eigentlich keine Sorgen hatten. Ambrose war für Philip verantwortlich, nachdem er keine Eltern mehr hatte und sie haben viel gemeinsam erlebt. Ambrose ist viele Jahre älter als Philip und hatte trotzdem noch nie eine Frau bei sich gehabt, bis er eines Tages nach Italien aufbricht und dort die Cousine Rachel kennen lernt und sie schließlich auch schnell heiratet. Philip erhält die überraschende Nachricht und verfolgt alles, was es dazu gibt, mit Argusaugen. Denn irgendwann werden die Briefe weniger und mit einem besorgten Inhalt. Ambrose hatte Angst und wurde krank. Er glaubte nicht an einen Zufall und doch konnte er nichts beweisen. Als Philip erneut viele Wochen nichts von ihm hört, macht er sich auf den Weg nach Italien und erfährt, dass sein Cousin verstorben sei. Betäubt und verstört kehrt er zurück und eines Tages steht tatsächlich Rachel vor ihm. Er beschloss, bevor er sie sah, dass er sie hassen und die Wahrheit schon noch erfahren wird. Doch als sie schließlich wirklich da ist und sie sich kennen lernen … Ambrose hat seiner Frau nichts hinterlassen, doch Philip glaubt einfach, dass er keine Gelegenheit mehr dazu hatte und beschließt etwas, was … *** Es ist ein wirklich sehr spannender Roman, der mich nicht mehr losgelassen hat. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich gefesselt von der Erzählart und Denkweise von Philip, aus dessen Sicht alles geschieht. Man erfährt, wie er sich fühlte, bekommt mit, wie eng die Verbindung zu Ambrose ist und was sein Verlust in ihm ausgelöst hat. Selten hab ich so ein interessantes und bis zur letzten Seite offenes Buch gelesen. Natürlich hatte ich zwischenzeitlich meine Vermutungen, aber an dieses Ende hab ich erst geglaubt, als … Das alles spielt etwa Anfang des 20. Jahrhundert. Buch ist erstmalig 1951 erschienen.

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    • 3
  • Unterhält mit eher subtiler Spannung

    Meine Cousine Rachel

    Laberladen

    15. June 2017 um 23:05

    Darum geht’s: Sein Vetter Ambrose ist für den jungen Philipp wie ein Vater, denn der Waise wurde von Ambrose großgezogen. Als Ambrose aus gesundheitlichen Gründen den Winter in Italien verbringt, vermisst ihn Philipp zwar, freut sich aber doch, dass er dort auf ihre gemeinsame Cousine Rachel getroffen ist und sich mit ihr gut versteht. Doch die Nachrichten aus Italien werden immer verstörender und als sich Philipp besorgt auf die Reise zu Ambrose macht, trifft er ihn nicht mehr lebend an. So fand ich’s: Wann genau die Handlung des Buches spielt, wird nicht genannt. Es scheint irgendwann im 19. Jahrhundert zu sein, in einer Zeit, in der man mit Kutschen unterwegs ist und Kaminfeuer und Kerzen benutzt werden. Nachdem eine Verfilmung in diesem Sommer in die deutschen Kinos kommt, habe ich die Gelegenheit genutzt, um diesen Klassiker zu lesen. Philipp ist wie eine jüngere Kopie seines Vetters Ambrose. Sowohl äußerlich als auch in den etwas verschrobenen aber liebenswerten Ansichten ähneln sich die beiden Männer, die wohlhabend auf einem Gutshof in Cornwall leben. Als Ambrose in Italien auf die entfernte Cousine Rachel trifft, kann Philipp nur aus den seltenen Briefen erraten, was sich dort wohl abspielt. Als er sich beunruhigt auf den Weg nach Florenz macht, ist es schon zu spät. Er findet nur eine leere Villa und ein Grab seines Vetters vor. Und er hat einen Verdacht gegen Rachel. Daphne Du Maurier lässt sich Zeit mit ihrer Geschichte. Die Atmosphäre darf sich in aller Ruhe entfalten. Philipp ist zwar schon fast 25, aber er hat sein Dorf nie verlassen. Weltgewandtheit und Menschenkenntnis sucht man bei ihm vergeblich, er ist naiv und ein verwöhntes Kind. Cousine Rachel dagegen ist und bleibt undurchschaubar. Man erwischt sie nie dabei, direkt zu manipulieren oder etwas zu fordern. Die Reaktionen auf sie scheinen von den anderen Menschen selbst zu kommen, denn Rachel fordert nie etwas, auch wenn sie davon profitiert. Sie wickelt Philipp um den Finger – oder ist sie tatsächlich so sympathisch, wie der junge Mann es glauben möchte und nur ein Opfer dummer Zufälle? Oder hat Philipps Jugendfreundin Louise Recht und Rachel ist eine Mörderin? Rachel kann durch ihr bodenständiges und vernünftiges Verhalten alle Zweifel zerstreuen, bevor sie wieder neuen Anlass bekommen, um an anderer Stelle wieder aufzuflammen. Die Stimmung ist geheimnisvoll und eher ruhig, aber diese subtile Spannung hat mich gepackt und auf ihre leise Art und Weise sehr gut unterhalten.

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  • Lüftet sich am Ende der Schleier?

    Meine Cousine Rachel

    Leseloewe12

    08. June 2017 um 20:08


    Mit Phillip reitet man über die grünen, englischen Hügel und ist einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt. Tiefste Trauer, euphorische Glücksmomente und sehnsüchtige Verliebtheit wechseln sich ab. Daphne du Maurier versteht es bis zum Schluss den Leser über den wahren Charakter von Rachel im Ungewissen zu lassen.
    Freue mich auf die Verfilmung!

  • Meine Cousine Rachel

    Meine Cousine Rachel

    thiefladyXmysteriousKatha

    21. April 2017 um 09:39

    Meine Cousine RachelIch bin ehrlich gesagt erst durch den Trailer zur Neuverfilmung auf das Buch aufmerksam geworden. Schon immer wollte ich "Rebecca" von Daphne du Maurier lesen, aber so wurde mein erstes Buch von ihr nun "Meine Cousine Rachel". Ich wurde nicht enttäuscht und bin gespannt auf weitere Bücher von ihr.InhaltSeit dem Tod seiner Eltern lebt Philipp bei seinem wohlhabenden Vetter Ambrose in Cornwall – bis der langjährige Junggeselle auf einer Florenzreise überraschend heiratet. In Briefen erzählt Ambrose Philipp von seinem Eheglück mit Rachel. Mit der Zeit jedoch werden die Briefe seltener, die Inhalte verwirrender. Eines Tages trifft ein beunruhigender Hilferuf aus Italien ein: Ambrose ist an einem rätselhaften Leiden erkrankt und fühlt sich von Rachel bedroht. Philipp reist alarmiert nach Florenz, doch er kommt zu spät: Ambrose ist tot, und von der jungen Witwe fehlt jede Spur ... bis Rachel vor Philipps Tür in Cornwall steht. Und sie ist ganz anders, als er erwartet hätte: humorvoll, intelligent und zurückhaltend. Mehr und mehr verfällt Philipp der schönen Frau, doch plötzlich erkrankt auch er …MeinungDieses Buch ist wirklich etwas ganz besonderes. Der Schreibstil ist toll und ich habe mir einige Sätze markiert, da sie sehr weise waren oder eine tolle Wortwahl hatten. In dem Buch passiert Handlungsmäßig nicht sehr viel, aber trotzdem langweilt man sich in keiner Sekunde. Man rätselt von den ersten Seiten an, was es mit Rachel auf sich hat. Wieso ist Ambrose gestorben? Hat sie ihn vergiftet? Diese Fragen begleiten den Leser durch das ganze Buch. Philipp war ein ganz besonderer Protagonist und es war interessant zu sehen, wie er nach und nach besessen von Rachel wurde. Die Atmosphäre im Buch war schaurig-schön, obwohl kaum Schauriges passierte. Daphne du Maurier kann einfach sehr atmosphärisch schreiben und das düstere englische Herrenhaus war eine perfekte Kulisse. Das Ende war auch ganz besonders gut, aber irgendetwas hat mir noch zu 5 Sternen gefehlt. Daher vergebe ich 4,5 und freue mich auf mehr Bücher der Autorin.

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  • Meine Rezension zu "Meine Cousine Rachel"

    Meine Cousine Rachel

    Belladonna

    29. March 2017 um 09:37

    Beschreibung Bereits früh verlor der junge Philip Ashley seine Eltern, daher wächst er bei seinem Vetter und überzeugten Junggesellen Ambrose in Cornwall auf. Die beiden Männer führen ein behagliches Landleben bei dem ihnen nichts zu Fehlen scheint, am allerwenigsten eine Frau. Ambrose Gesundheit verschlechtert sich jedoch und reißt ihn aus seinem Alltag heraus. Um wieder gesund zu werden unternimmt Ambrose Reisen in den Süden. Während seiner Abwesenheit schreibt er Briefe an Philip, aus diesen hervorgeht, dass Ambrose sich mit ihrer Cousine Rachel vermählt hat. Es treffen immer weniger Briefe ein, die Inhalte werden zunehmend verwirrend, zusammenhanglos und alarmierend – so dass Philip beschließt nach Florenz zu reisen um Ambrose aufzusuchen. Als Philip vor Ort eintrifft ist Ambrose bereits tot, von der Witwe Rachel fehlt jegliche Spur. In Trauer und Wut entbrannt, voller Rachegelüste, kehrt Philip nach Cornwall zurück. Eines Tages steht Rachel, das Objekt seiner Rachegedanken, vor der Tür und sie ist so vollkommen anders als erwartet. Es dauert nicht lange bis auch Philip dieser geheimnisvollen Frau verfällt. Meine Meinung „Meine Cousine Rachel“ von Daphne du Maurier ist ein Klassiker des 20. Jahrhunderts, dessen Geschichte im ländlichen Cornwall (irgendwann im 19. Jahrhundert) spielt. Am 13. Juli 2017 kommt die Verfilmung des Romans in die Deutschen Kinos. Passend dazu hat der Suhrkamp Verlag den Roman in einer kompletten Neuübersetzung von Brigitte Heinrich und Christel Dormagen heraus gebracht. Bisher hatte ich die Autorin Daphne du Maurier nicht auf dem Leseradar und habe dies nun schleunigst geändert! Meine treuen Leser haben sicherlich schon mitbekommen das ich zwischendurch auch mal gerne zu klassischer Literatur greife und mich in den Wogen dieser bedächtigen, umschmeichelden Sprachkünste verliere die vortrefflich gesellschaftliche Aspekte aufgreifen. Mit „Meine Cousine Rachel“ von Daphne du Maurier gelingt das zu 100 Prozent. Im Mittelpunkt steht der 24-jährige Philip der seinem Vetter und Vaterersatz Ambrose unglaublich ähnelt. Beide Männer sind Einzelgänger, sehr naturverbunden und lieben ihr einfaches Leben im gemütlichen Herrenhaus in Cornwall ohne jegliche gesellschaftlichen Verpflichtungen. Auf Anhieb mochte ich diese unkomplizierten und liebevoll gestalteten Charaktere. "Wir waren Träumer, alle beide, unpraktisch, scheu, den Kopf voll großartiger Theorien, die sich nie bewähren mussten, und wie alle Träumer, gingen wir schlafwandelnd durch die Welt. " (Seite 14) Bereits nach wenigen Seiten hatte mich Daphne du Maurier auch mit ihrer Geschichte am Haken. Zwei überaus liebenswerte und charismatische Herren die nicht die geringste Absicht hegen jemals eine Frau in ihr Leben zu lassen, und dann kommt doch alles anders als erwartet. Das vertraute Verhältnis zwischen Philip und dem gut zwanzig Jahre älteren Ambrose wird auf die Probe gestellt. Ambrose verliebt sich in Rachel, heiratet diese schließlich, und bevor Philip ihn noch einmal zu Gesicht bekommt, verstirbt er unter mysteriösen Umständen. Alles was Philip bleibt sind verstörende Briefe von Ambrose, nagende Eifersucht und der Verdacht, dass Rachel die Schuld an der ganzen Tragödie trägt. "Der so angsterfüllte, scheinbar so endlose Tag war nun vorüber, und ich hätte partout nicht sagen können, ob er sich zu meinem Vorteil oder Nachteil entwickelt hatte." (Seite 112) Diese Ungewissheit zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman und verleiht der Geschichte eine besonders geheimnisvolle Atmosphäre. Zuerst der Verdacht gegen Rachel den Philip aus Ambrose Briefen zieht, seine unglaubliche Wut gegen Rachel als er mit Ambrose Tod konfrontiert wird, und der Nährboden für eine tiefe Rache ist bereitet. Schließlich lernt Philip die junge Frau kennen, nur die Bilder die in seinem Kopf entstanden sind wollen einfach nicht mit der Person übereinstimmen die er nun kennen lernt. Rachel ist sympathisch, herzlich und packt gutmütig überall mit an. Trotz aller Zweifel und jeglicher Abneigung gegen eheliche Bindungen, beginnt Philip sich in diese undurchschaubare Frau zu verlieben. "»Ich wage die freche Behauptung«, verkündete ich, »dass die Segnungen ehelichen Glücks nicht ganz das sind, was immer behauptet wird. Wenn ein Mann sich Wärme und Behaglichkeit wünscht und etwas Schönes zum Anschauen dazu, so kann ihm all das sein eigenes Haus schenken, wenn er pfleglich damit umgeht.«" (Seite 189) Die Geschichte wird aus Philips Perspektive erzählt, so dass sich der Leser unweigerlich in seine Situation hineinversetzt fühlt und sich mit seinem Schicksal identifizieren kann. Zeitweise hat es mich schier wahnsinnig gemacht, die nüchternen Fakten die gegen die Unschuld von Rachel sprechen mit der liebevollen und fürsorglichen Witwe in Einklang zu bringen. Ist Rachel wirklich so berechnend, nur auf Geld und Besitz aus, ohne Rücksicht auf Verluste? Oder trifft doch eher die herzzerreißende Geschichte über tiefe Liebe und tödliche Tumorerkrankung zu? Trotz diverser alarmierender Signale, die eher für die erste Variante sprechen, scheint sich Philip geradewegs in sein Verderben zu stürzen. Am Ende bleibt nur nagende Ungewissheit… „Meine Cousine Rachel“ bietet eine emotionale XXL-Karussellfahrt bei dem auch dem stärksten Gewissen schwindelig werden kann. Bei dem gemächlichen Handlungsverlauf kann es evt. dem ein oder anderen Leser etwas langweilig werden, ich für meinen Teil habe aber jede wunderschön geschriebene Zeile genossen. Einen kleinen Abzug muss ich aufgrund des offenen Endes dennoch vornehmen. Die liebe Daphne du Maurier kann uns doch nicht einfach mit dieser Gewissensfrage alleine lassen?!?! Über die Autorin Daphne du Maurier wurde 1907 in London geboren und entschied sich im Alter von 19 Jahren nach einer Ferienreise an die cornische Küste, diesen Ort fortan nicht mehr zu verlassen. Alle ihre Romane lässt sie in Cornwall spielen: Jamaica Inn, Das Wirtshaus im Bodmin Moor, Meine Cousine Rachel und natürlich Rebecca, 1938 erschienen und von Hitchcock verfilmt. Daphne du Maurier starb im Alter von zweiundachtzig Jahren in Kilmarth. (Quelle: Suhrkamp/Insel Verlag) Fazit Ein lesenswerter Klassiker voll subtiler Spannung vor dem atmosphärischen Hintergrund Cornwalls. --------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 28.03.2017

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  • Rezension zu "Meine Cousine Rachel" von Daphne du Maurier

    Meine Cousine Rachel

    Miss_Lizzie

    05. June 2009 um 16:02

    Cornwall, Mitte des 19. Jahrhunderts: Der junge Philip Ashley wurde nach dem Tod seiner Eltern von seinem älteren, reichen Vetter Ambrose aufgenommen. Als Philip erwachsen ist, macht Ambrose eine Reise durch Florenz und verliebt sich dort in seine entfernte Cousine Rachel. Die ersten Monate schwärmt er in Briefen Philip von ihr vor, doch dann erkrankt er schwer und glaubt, dass Rachel ihn umbringen will. Als er stirbt, wird ein Hirntumor diagnostiziert. Aber Philip ist überzeugt davon, dass Cousine Rachel ihn auf dem Gewissen hat. Als sie ihn kurz darauf in England besucht, will er sich rächen - doch zu seiner Überraschung findet er sie sympathisch und verliebt sich schließlich sogar ... . Daphne du Maurier versteht es sehr gut, das Interesse des Lesers zu wecken und über weite Strecken hin zu fesseln. Obwohl die Geschichte aus Phillips Sicht erzählt wird, erfährt man immer nur Andeutungen, ohne vorher das genaue Ende erraten zu können. Bis zum Schluss ist Rachels Rolle der Dreh- und Angelpunkt der Handlung: Trägt sie die Schuld am Ambroses Tod und hat sie auch vor, über Umwege an Philips Vermögen zu gelangen? Oder litt Ambrose tatsächlich an Wahnvorstellungen, die aus Rachel eine Dämonin machten, die sie gar nicht ist? Da der Leser nur aus Philips Perspektive sieht, fällt die Beurteilung ihres Charakters schwer, da er alles andere als neutral ist - anfangs interpretiert er alles Schlechte in sie hinein, da er Ambroses Tod nicht akzeptieren kann; später dann wiegelt der verliebte Jüngling alle noch so vorsichtigen und gut begründeten Hinweise seiner Freunde und Bekannten ab und sieht in Rachel die Erfüllung aller bisher nicht gekannten Träume. Der Leser erfährt früh, dass es kein glückliches Ende mit Philipp und Rachel gibt - aber woran das liegt, wird nicht vorweggenommen. Die Handlung steuert auf keine überraschende Pointe hin, sondern hier ist vor allem der Weg das Ziel. Aus all den Ereignissen muss sich der Leser ein eigenes Bild machen. Das Ende ist nicht so offen, dass man unbefriedigt zurückbliebe, aber es bleibt Raum für Spekulationen. . Der Roman ist nichts für ungeduldige Leser; es brauche eine lange Anlaufzeit, ehe Rachel überhaupt ins Spiel kommt. Viele Seiten bestehen hauptsächlich aus Philips Gedanken, die sich mal zornig und mal schwärmerisch um Rachel drehen, während die eigentliche Handlung ins Stocken gerät; kein Vergleich zu modernen Thrillern, obwohl der Plot als solches in diese Richtung geht. Ein kleines Manko ist das Ende, das etwas zu konstruiert und melodramatisch inszeniert wird. . Ein überzeugender, subtiler Spannungsroman, der im Cornwall des 19. Jahrhunderts spielt. Obwohl weniger bekannt als die anderen Werke von Daphne du Maurier, ist er nicht weniger empfehlenswert als "Rebecca". Wer sich nicht an gelegentlich etwas zu ausführlichen Beschreibungen stört und Klassiker mag, findet hier nachdenklich stimmende, atmosphärishe Unterhaltung.

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