Daphne du Maurier , Daphne du Maurier Wenn die Gondeln Trauer tragen

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Inhaltsangabe zu „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ von Daphne du Maurier

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Leider langweilig und langatmig. Habe, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, mehr erwartet.

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  • Rezension zu "Wenn die Gondeln Trauer tragen" von Daphne du Maurier

    Wenn die Gondeln Trauer tragen
    Wortklauber

    Wortklauber

    29. September 2010 um 19:08

    Enthält die Geschichten: - Wenn die Gondeln Trauer tragen (Don’t look now) - Träum erst, wenn es dunkel wird (Fairy tale) - Das Alibi (The alibi) - Die gespaltene Sekunde (Split Second) Zugegeben: Manche Geschichten von Daphne Du Maurier haben etwas unzweifelhaft Melodramatisch-kitschiges an sich ... Der zweiten Story in diesem Buch würde ich dieses Etikett bedenkenlos anpappen: Ein Hauswirt erscheint in der ärmlichen Bude einer Mieterin. Sie ist krank, liegt im Bett, ihr Mann ist unterwegs, um die letzten vorhandenen paar Kröten durchzubringen. Der schmierig-gierige Vermieter lässt sich nicht erweichen und will die Frau mitsamt ihrer Habseligkeiten auf die winterliche Straße setzen. Das ist alles doch reichlich dick aufgetragen und droht im Klischee zu ersaufen ...! Im letzten Moment erscheint der windige Ehemann und alles wird gut. – Geschichten wie diese erwartet man in traditionellen Anthologien, am besten um die Weihnachtszeit. Aber darüber hinaus ... „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ erzählt von einem Ehepaar, Laura und John, das nach dem Tod seiner kleinen Tochter eine Reise nach Venedig unternimmt. Die Frau ist gerade dabei, sich von dem Schicksalsschlag zu erholen, als die beiden in einem Restaurant einem älteren Schwesternpaar begegnen. Eine der Frauen erzählt Laura, sie solle sich nicht mehr grämen, ihre kleine Tochter sei wohlauf, glücklich in der jenseitigen Welt. Laura nimmt diese Nachricht begeistert auf, während John den Schwestern gegenüber, nachdem es weitere Begegnungen gibt und die beiden Laura raten, Venedig so schnell wie möglich zu verlassen, da ihnen dort Gefahr drohe, immer skeptischer und feindseliger eingestellt ist. In den dunklen Gassen des nächtlichen Venedig wird John Zeuge von Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann. Ein Schrei wie im Todeskampf erklingt und ein kleines Mädchen flüchtet behände über im Kanal vertäute Boote. Als Laura wegen eines Notfalls überstürzt zurück nach England fliegen muss, während John zurückbleibt, um sich um ihren Wagen zu kümmern, glaubt er, sie und die beiden Schwestern auf einem Boot zu sehen und steigert sich in den Verdacht hinein, die Schwestern hätten Laura entführt oder übten sonstwie schlechten Einfluss auf sie aus. Er ändert seine Pläne und sucht Laura überall. Die eingeschaltete Polizei findet das Schwesternpaar. Gleichzeitig erfährt John, dass Laura wohlbehalten in England eingetroffen ist. Die Schwestern warnen ihn noch einmal, meinen, dass er selbst medial begabt sei, aber er hört nicht auf sie. Im nächtlichen Venedig trifft er ein zweites Mal auf das „kleine Mädchen“ ... Diese Geschichte, so „altmodisch erzählt“ sie auch sein mag, hat etwas ungeheuer Beunruhigendes. Ähnliches kann man über „Das Alibi“ sagen: Ein vom Leben gelangweilter Mann, ein braver Ehemann und Bürger, beschließt, einen Mord zu begehen. Er überlässt es dem Schicksal, wer sein Opfer werden soll, klingelt an einer Tür, vor dem ein kleiner Junge, angebunden wie ein Hund, sitzt. Gegenüber seiner Mutter, einer Frau, die sich selbst aufgegeben hat, sagt er, ein Zimmer in dem ansonsten leer stehenden Haus mieten zu wollen. Sie legt ihm sein „Alibi“ in den Mund, indem sie ihn fragt, ob er ein Maler sei. Um den Schein zu wahren, beginnt er tatsächlich zu malen, verbringt immer mehr Zeit in dem Haus, anfänglich immer mit dem Gedanken, wie er sie und das Kind töten kann. Dann beginnt das Malen ihn immer mehr in den Bann zu ziehen. Als er ankündigt, das Zimmer in absehbarer Zeit zu verlassen, scheint für die Frau eine Welt zusammenzubrechen. Offenbar zurückgestoßen in ihr früheres erbärmliches Leben, bittet sie ihn um einen Gefallen. Ohne Zögern tut er, um was sie ihn bittet, und diese kleine Handreichung lässt das Wahngebilde, das er sich geschaffen hat, zusammenstürzen wie ein Kartenhaus ... „Die gespaltene Sekunde“ erzählt von einer Frau, die zu einem Spaziergang aufbricht, zurückkehrt, und alles verändert vorfindet: fremde Menschen in ihrem Haus, ihr so akribisch geordneter Haushalt existiert nicht mehr, die Polizei, an die sie sich Hilfe suchend wendet, kann ihr auch nicht helfen, hält sie für geistig verwirrt. Sie sieht sich als Opfer einer Verschwörung, allzu beängstigend ist das, was ihr widerfährt. Was mit ihr geschieht, diesen Plot hat man (auch oder besonders?) in den letzten Jahren so oder in vielfältig abgewandelter Form zu Hauf in Büchern und Filmen strapaziert. Vielleicht ist es die psychologische Tiefe ihrer Figuren, die die Geschichten von Daphne Du Maurier besonders machen, auch wenn ihre Themen oft leichter Natur waren.

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