Darcie Chan Sehnsucht nach Mill River

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Inhaltsangabe zu „Sehnsucht nach Mill River“ von Darcie Chan

Seit Jahren lebt Mary zurückgezogen auf ihrem großzügigen Anwesen oberhalb von Mill River. Nur Priester Michael besucht sie und erzählt ihr vom Leben in der quirligen Stadt: Von dem verwitweten Polizisten, der mit seiner kleinen Tochter aus der Großstadt geflüchtet ist, von der habgierigen Krankenschwester, die ihre Familie mühselig über Wasser hält, und von der ungewöhnlichen Daisy, die in ihrem Wohnwagen geheimnisvolle Kräutertees braut. Niemand ahnt, welches Leid Mary erlebt hat. Als sie tödlich erkrankt, stellt sie sich endlich ihrer alten Schuld. Und sie beginnt mit der Suche nach ihrer Tochter.

'Ein zutiefst tröstliches Buch über das, was Menschen verbindet und
ihnen Halt gibt.' Kirkus Reviews

Persönlichkeiten stehen im Mittelpunkt

— Kattel82

Habe es geliebt von Anfang bis zum Ende! Einfach nur wunderschön wenn auch an manchen Stellen traurig!

— Greeneye

Schöne Atmosphäre, ein zu lüftendes Geheimnis und eine Stadt mit vielen Graustufen. Sehr lesenswert.

— TheSarahStory

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  • Sehnsucht nach Mill River

    Sehnsucht nach Mill River

    fraeulein_lovingbooks

    20. August 2017 um 18:25

    Inhalt Seit Jahren lebt Mary zurückgezogen auf ihrem großzügigen Anwesen oberhalb von Mill River. Nur Priester Michael besucht sie und erzählt ihr vom Leben in der quirligen Stadt: Von dem verwitweten Polizisten, der mit seiner kleinen Tochter aus der Großstadt geflüchtet ist, von der Krankenschwester, die ihre Familie mühselig über Wasser hält, und von der ungewöhnlichen Daisy, die in ihrem Wohnwagen geheimnisvolle Kräutertees braut. Niemand ahnt, welches Leid Mary erlebt hat. Aber als sie tödlich erkrankt, beginnt sie mit der Suche nach ihrer Tochter.(Quelle: Amazon )  Meine Meinung Marys Jugend wird von einem Zwischenfall zerstört, der ihr ihr soziales Leben geraubt hat. Sie bricht die Schule ab und hilft ihrem Vater auf dem Hof aus. Zusammen züchten und verkaufen sie Pferde – so lernt sie auch ihren späteren Mann kennen. Ein Wolf im Schafspelz, dem eine gerechte Strafe zukommt. Der seelische Zustand von Mary verschlechtert sich zunehmend und irgendwann verlässt sie ihr Haus nie wieder, bis ihr Gesundheitszustand Probleme bereitet…Mary ist der Hauptcharakter des Buches und man lernt sie als Jugendliche kennen und begleitet sie bis zu ihrem Tod, welcher zügig im Verlauf des Buches auftritt. Erst nach ihrem Tod wird klar, wie viel Gutes sie dem Dorf getan hat und man beginnt sie zu mögen. Eine klasse Frau. Pater Michael traut Mary und ihren Mann, beerdigt diesen und wird von Conner als neuer Aufpasser erwählt. Ein lebenlang soll er Mary zur Seite stehen und sie durch das Leben begleiten. Pater Michael findet die Idee an sich nicht schlecht, den er und Mary sind Freunde geworden und er kommt mit den Bewohner und Gläubigen von Mill River gut klar. Seine Rolle, die ihm Mary nach ihrem Tod zugeteilt halt, erfüllt er voller Stolz.Seine Löffeldiebstahl-Sucht hat ihn unglaublich sympathisch gemacht – ich mochte ihn. Kyle ist der Vater von Rowan und hat der Stadt Chicago den Rücken gekehrt. Die Arbeit als Polizist wurde ihm zu gefährlich, nachdem seine Frau an Krebs verstorben. Sein Neuanfang ist ebenfalls Mill River – ein Paradies für einen Polizisten. Zusammen mit einem Kollegen und dessen Frau wohnt er in einem Gebäude. Rowans Lehrerin Claudia findet er vom ersten Treffen an sehr sympathisch und möchte gerne Zeit mit ihr verbringen. Kyle ist der perfekte Polizist und er liebt seinen Job. In Mill River fühlt er sich pudelwohl und die Bewohner mögen ihn. Claudia hat sie vollkommen verändert und wollte deswegen nicht in ihrer Heimat bleiben. Mitten im Schuljahr verlässt sie alle und tritt die neue Stelle in Mill River an. Die Kinder lieben sie – besonders in Rowan sieht sie großes Potenzial.Sie verliebt sich in Kyle, weiß aber nicht recht, was sie in einer Beziehung erwartet und was sie Regeln sind. Man muss Claudia einfach mögen – so eine Lehrerin möchte jeder gerne haben. Die Schüler sind ihr wichtig und das merkt man. Leroy ist frisch von der Polizeischule und viele halten ihn für eine Fehlbesetzung, nachdem es die ersten Probleme mit Daisy gegeben hat. Man konnte ihm nichts nachweisen, aber der fade Beigeschmack ist bei vielen im Hinterkopf geblieben. Leroy selbst hält nicht viel von seinen Kollegen oder den Bewohnern von Mill River – bis Claudia in das Dorf zieht. Er mutiert zum Stalker und möchte mit ihr zusammen sein…und räumt alles aus dem Weg, was ihn aufhält…Was für ein unangenehmer Zeitgenosse, dem ich sein „Ende“ gegönnt habe  Daisy lebt mit ihrem Hund in einem Wohnwagen und wird von allen als „Dorfhexe“ angesehen, den sie braut für ihr Leben gerne Kräutertees. Am 14. Februar vertreibt sie sogar Liebestränke und die Bewohner kaufen ihr immer wieder Flaschen ab, damit zu einen zusätzlichen Geldsegen neben den staatlichen Einkünften hat. Die Kinder und Jugendlichen halten sie für geisteskrank und machen sich immer wieder über sie lustig.Daisy ist ein liebenswerter Charakter und ich fand es etwas schade, das man so wenig über sie und ihre Vergangenheit erfahren hat. Anscheinend war sie plötzlich da und schließlich geblieben. Conner ist der Froßvater von dem Mann von Mary – nach dessen Tod nimmt er eine wichtige Rolle im Leben seiner „Enkelin“ ein und sorgt dafür, das sie lebenslang gut versorgt ist. Erst durch den Treuhandfond des Verstorbenen  und dann durch die Erwähnung im Testament von Conner. Zusammen mit Pater Michael ist er lange Zeit der einzige Kontakt zur Außenwelt und als er stirbt, verliert Mary einen wichtigen Baustein in ihrem Leben. Conner ist einer meiner Lieblingscharaktere in diesem Buch – er hat ein Herz aus Gold und will für die Sünden des Enkels büßen. Für ihn gehört Mary vom ersten Treffen an zur Familie und ahnt schlimmes, als ihre Besuche immer weniger werden. Und er soll recht gehalten, denn er ist auch der Einzige, der an Marys Version der Ereignisse glaubt. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.Erzählt wird die Geschichte von vielen verschiedenen Charakteren, u.a. Mary, Pater Michael, Leroy u.v.m.,und zusätzlich auf zwei Zeitebenen, was sich aber nur auf die Lebensgeschichte von Mary und ihre Beziehung zu Pater Michael bezieht. Ich habe einen großen Kritikpunkt an die Geschichte: wo ist bitte die Suche nach der Tochter abgeblieben? Sie kommt in der Geschichte nicht vor, bzw. wird in einem Satz abgehandelt. Warum erwähnt man es im Klappentext, wenn es nie auftaucht?Mich hat es maßlos enttäuscht, denn ich habe die gesamte Zeit auf diesen Part gewartet und wurde dann mit einem Satz abgespeist. Dazu noch der Zusatz „..stellt sie sich endlich ihrer alten Schuld.“. Auch nach dieser sucht man in der Geschichte vergeblich.Obwohl die Geschichte mich in diesen beiden Punkten wirklich verärgert hat, habe ich es gerne gelesen und kann den großen Hype in den Staaten verstehen.Man lernt viele verschiedene Charaktere kennen und alle haben ihre eigene Geschichte und Tiefe – niemand wird als bedeutungslos an den Rand gestellt.Die Lebensgeschichte von Mary ist schrecklich und man entwickelt Mitgefühl mit ihr. Ihre Krankheit kannte niemand und dementsprechend hatte niemand Verständnis oder Erklärungen für ihr Verhalten und ihre Ängste.  Das sie auf ihre Art und Weise am Dorfleben teilgenommen hat, hätte ich nie gedacht. Die alte Dame hatte einige Geheimnisse und wusste mehr als alle anderen. Wirklich interessant zu verfolgen. Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung.  Sterne

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  • Berührend ...

    Sehnsucht nach Mill River

    Babyv

    27. December 2016 um 19:10

    Das Buch "Sehnsucht von Mill River" lässt den Leser zeitgleich in zwei Geschichten eintauchen. Zum einen ist dort die alte Witwe Mary McAllister, die sich, um noch weiteres leiden zu verhindern, entscheidet aus dem Leben zu gehen. Zunächst trauert niemand um sie und keiner schert sich um "die alte Hexe", die plötzlich nicht mehr da ist.Nur der Pater weiß mehr. Weiß, was sie für ein Mensch war. Was Mary im Laufe ihres Lebens erleiden musste und was die "Hexe" dennoch für die Menschen getan hat. Während in der ersten Geschichte, in der Gegenwart, der alte Pater versucht Marys letzte Willen zu erfüllen, handelt die zweite Geschichte in der Vergangenheit. Sie erzählt Marys Leben: Wie Mary Patrick, ihren späteren Mann, kennen lernte. Wie sie einst ihren Vater verlor und vor allem geht es um die Angst, die Mary zu verfolgen schien...  Sie hatte regelrechte Panik Attacken, wenn Menschen sich um sie befanden. Dass ihr Mann Sie zwang dennoch an Empfängen teil zu nehmen und Menschen zu treffen, machte alles nur noch viel schlimmer und zerstörte die Frau innerlich. Der Grund für Ihre Angst, wird im Verlaufe des Buches erläutert und liegt tief in Ihr begraben. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten!Es ist eine wirklich berührende Geschichte, die hier erzählt wird. Ich musste mich zwar erstmal in die Story einfinden und an die Wechsel der Zeiten gewöhnen, dann viel es mir aber sehr leicht und ich konnte und wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Was anfangs eher unverständlich ist, erklärt sich durch die Zeitsprünge, die immer mal wieder parallel verlaufen. Dadurch bleibt die Spannung erhalten und Situationen in der Gegenwart erklären sich scheinbar wie von selbst. Ich habe wirklich mit Mary mitleiden können, als ich den Grund erfahren habe und konnte mich auch voll in ihre Angst hineinversetzen. Aber auch die Reaktionen der anderen Stadtbewohner kann ich verstehen. Darcie Chan hat Marys Charakter so toll beschrieben und mir kamen bei der Rede des Paters, obwohl es nur geschrieben war, wirklich die Tränen. Eine tolle Frau, die viel durchmachen musste und dadurch sehr stark gezeichnet war und nicht mehr unter Menschen sein konnte, die sich aber dann doch nach deren Nähe gesehnt hat und ihnen so viel versucht hat wieder zu geben. Es war ein wirklich tolles Buch  ich war schon ein bisschen traurig das ich es nach zwei Tagen schon fertig hatte. Ich vergebe hier 5 Sterne, weil mir das Buch und der Hauptcharakter super gefallen hat und es mich auch berührt hat!

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  • Ein Buch das aus dem Leben schreibt...

    Sehnsucht nach Mill River

    Miracle_pages

    03. June 2016 um 13:06

    Inhalt:Jeder in Mill River kennt die große weiße Villa auf dem Hügel. Aber kaum jemand kenn Mary, die seit Jahrzehnten allein dort lebt. Nur Priester Michael besucht sie und erzählt ihr vom Leben in der quirligen Stadt: Von dem verwitweten Polizisten, der mit seiner kleinen Tochter aus der Großstadt geflüchtet ist, von der schmuckliebenden Krankenschwester, die ihre Familie müheselig über Wasser hält und von der ungewöhnlichen Daisy, die in ihrem Wohnwagen geheimnisvolle Kräutertees braut. Zwischen Mary und Michael entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Doch erst als sie schwer erkrankt, gesteht sie ihm ihr schmerzlichstes Geheimnis. Michael verspricht ihr, dass Mill River sie nicht vergessen wird. Und dass er für den einen Menschen sorgen wird, der Mary besonders am Herzen liegt.Meinung:Trotz das ich am Anfang Schwierigkeiten hatte, mich in die Geschichte zu finden, bin ich absolut begeistert von dem Buch!Ich könnte gar nicht mehr viel über die eigentliche Geschichte schreiben, denn sonst würde ich spoilern. Eine tragische aber auch liebevolle Geschichte über das Mensch sein!Das Buch gibt einem ein Eindruck über das tägliche Leben von doch sehr unterschiedlichen Menschen, die am Ende dann doch gar nicht so unterschiedlich sind, wie man am Anfang denkt. Man lernt die Menschen kennen und lieben. Die Autorin Darchie Chan lässt uns daran teil haben, wie sie älter und auch weiser werden. Die wunderbare Geschichte um Mary und Michael, ist mir lange im Kopf geblieben. Sie zeigt, wie wichtig Vertrauen und Menschlichkeit sind! Einen Stern musste ich leider abziehen, da das Buch doch sehr langatmig wurde, aber ansonsten volle Leseempfehlung!

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  • Sehnsucht nach Mill River

    Sehnsucht nach Mill River

    Ketty

    31. October 2015 um 15:05

    Mary Hayes lebt mir ihrem Vater auf einem Hof in Mill River. Gemeinsam kümmern sie sich um die Pferde, da Mary nach einem schlimmen Ereignis nicht mehr zur Schule geht. Sie ist sehr scheu und leidet unter Angstzuständen verursacht durch fremde Menschen. Als sie den jungen Patrick McAllister kennenlernt kann sie ihre Ängste überwinden und fasst nach langer Zeit Vertrauen zu ihm. Die beiden Heiraten und von da an geht es bergab. Mary muss einige Schicksalsschläge hinnehmen. In den nächsten 60 Jahren hat sie nur eine Konstante im Leben und das ist Father O’Brien. Das Buch ist zeitlich gut aufgebaut und man erlebt abwechselnd Marys Geschichte aus der Vergangenheit und in der Gegenwart. Mary kann einem Leid tun, sie musste viel einstecken und ist wirklich nicht zu beneiden und doch verliert sie nie den Mut und das Vertrauen in das Gute im Menschen. Ich fand es sehr spannend zu erfahren was früher geschehen ist und wie es zu der jetzigen Situation kam. Zusätzlich kamen in der Gegenwart noch einige Personenstränge dazu, die ebenfalls alle eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Die Autorin hielt immer mal wieder eine Überraschung für die Leser parat. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Der Titel passt sehr gut zur Geschichte, wobei ich zwischen Cover und Buch keinen Zusammenhang finden konnte. In dem Buch spielt Freundschaft eine sehr wichtige Rolle und ich finde die Autorin hat das Thema sehr gut rübergebracht. Am Ende musste ich sogar fast ein bisschen Weinen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und mir ans Herz gewachsen. In so einem Ort wie Mill River und solchen tollen Einwohnern würde vermutlich jeder gerne leben.

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  • Mill River

    Sehnsucht nach Mill River

    Kattel82

    13. August 2015 um 12:54

    Der Autorin ist es wahrlich gelungen mich mit der Geschichte in den Bann zu ziehen. Tolle Figuren, die bei weiten nicht perfekt sind dadurch aber besonders interessant und sympatisch werden. Das bezieht sich übrigens auch auf die Personen, die eigentlich keine Sympathieträger sind. Die Schrullen haben oder sonst auch nicht ganz perfekt sind. Im Buch sind sie allerdings perfekt, weil sie die Geschichte zu tragen verstehen und einen kaum abhalten können aufzuhören. Mir hat es gefallen und so denke ich auch jetzt noch manchmal zurück an die schönen Seiten, die dieses Buch mir zu lesen gegeben hat.

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  • Sehnsucht nach Mill River

    Sehnsucht nach Mill River

    Themistokeles

    10. September 2014 um 13:56

    Bei dieser Rezension will ich auch mit einem Punkt einsteigen, den ich sonst eher selten erwähne, nämlich dem Klappentext. Dieser ist mir so lange eigentlich nicht sonderlich wichtig, wie er weder die wichtigsten Informationen, die die Geschichte ausmachen, schon vorweg verrät und man eigentlich das buch nicht mehr lesen bräuchte oder im anderen Fall einen Inhalt hat, der mit dem eigentlichen Inhalt der Geschichte nur wenig gemein hat. Im Fall dieses Romans ist es so, dass der zweite Grund zutrifft und man sich eigentlich das Lesen des Textes auf dem hinteren Cover ersparen kann, da es den Inhalt dieses Buches in keiner Weise trifft. Ein wenig verrät es sogar etwas, auf das man nie gekommen wäre, wenn es nicht dort gestanden hätte. Daher nimmt einem diese Zusammenfassung zum einen etwas Wichtiges vorweg, ändert diesen Inhalt aber so seltsam um, dass man ein gänzlich anderes Buch erwarten würde. (Bezieht sich auf die gebundene Version) Davon aber einmal abgesehen, handelt es sich bei »Sehnsucht nach Mill River« um ein sehr angenehm geschriebenes Drama. Vor allen Dingen Mary ist einfach ein sehr interessanter Charakter. Gerade ihre persönlichen und vor allem psychischen Probleme, die extrem gut dargestellt sind, machen das Buch interessant. Dabei hat es etwas für sich, dass man immer wieder von ihrer Vergangenheit erfährt. Allgemein ist es wohl ein Stilmittel, was in diesem Genre sehr gern genutzt wird, denn auch in diesem Buch, wie vielen anderen dieser Art, hat die Geschichte eine Zweiteilung. Zum einen die Gegenwart, in der noch so einiges passiert, die hier in Mill River auch sehr interessant ist und mit einigen sehr netten, aber auch einigen mir arg unsympathischen Charakteren aufwarten kann und doch an mancher Stelle wirklich für die Spannung sorgt und der Vergangenheit von Mary. Dabei ist es gut, dass man diese Sprünge hat, denn ohne alles, was in der Gegenwart passiert, hätte das Buch durchaus ziemliche Längen bekommen können, die sich so in Maßen gehalten haben. Und auch, wenn in diesem Buch nicht viele Rätsel vorhanden sind, macht es einfach Spaß die Geschichte zu verfolgen. Manch unerwartetes Ereignis kam auch noch auf mich zu, was durchaus natürlich die Aufmerksamkeit und Spannung steigerte, jedoch lebt das Buch eigentlich stärker von etwas anderem. Seinen Charakteren, die teilweise richtige kleine Persönlichkeiten sind, deren Macken sie entweder sehr unsympathisch oder einfach liebenswert machen, wie den Pastor Michael, über den ich so manches Mal schmunzeln konnte. Ebenso wird man auf manchen Charakter und dessen Verhalten einfach sauer, z.B. Patricks oder auch Leroys Art, haben mich oft beim Lesen schon sehr wütend gemacht. Es passieren zwar oft eher nur alltägliche Dinge, aber trotzdem ist das Buch interessant, gerade wegen der Emotionalen Ebene, die es aufwirft und mir hat das Lesen Spaß gemacht. Wenn man einmal ein Drama, mit einigen durchaus ungewöhnlichen Charakteren lesen möchte, kann ich dieses Buch nur empfehlen, da es in diesem Punkt doch einmal etwas ganz anderes war. 

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  • Ein Blick hinter die Fassade

    Sehnsucht nach Mill River

    Lola1008

    11. June 2014 um 12:42

    Ein Blick hinter die Fassade "Sehnsucht nach Mill River" erzählt nicht nur eine Geschichte, nein, es geht direkt um mehrere Personen, die ihr Leben in dieser kleinen Stadt bewältigen. Im Mittlepunkt steht jedoch die alte Dame Mary McAllister, die von den Bewohnern der Stadt gefürchtet und als Außenseiterin angesehen wird. Denn noch nie zuvor hat irgendjemand Mary gesehen, weil die alte Dame große Angst vor Fremden hat. Der einzige Mensch, zu dem Mary Kontakt hält, ist Father O'Brien, der Priester des kleinen Ortes. Von ihm erfährt sie von den Menschen, die in der kleinen Stadt leben: vom alleinerziehenden Polizisten, der seine Tochter über alles liebt. Von der Grundschullehrerin, die ein neues Leben in Mill River beginnen möchte. Von der schmuckliebenden Krankenschwester, die Mary versorgt und von der ungewöhnlichen Daisy, die gerne Zaubertränke braut. Als Mary schwer krank wird, vertraut sie dem Pater ihr größtes Geheimnis an - und er beschließt, dass diese Stadt Mary nie vergessen darf. Besonders nicht der Mensch, den Mary am meisten in ihr Herz geschlossen hat. Meine Meinung: Nachdem ich dieses Buch schon etwas länger auf meiner Liste stehen hatte, habe ich endlich angefangen es zu lesen - und es definitiv nicht bereut. Am Anfang fiel es mir noch etwas schwer, mich auf die Handlung zu konzentrieren, obwohl der Schreibstil von Darcie Chan unglaublich gut ist. Man kann ihr als Leser leicht folgen und fühlt sich durch die verwendeten Wörter direkt in die Kleinstadt hineinversetzt, fast so, als wäre man ein Teil von ihr. Im Allgemeinen kann man einfach sagen, dass man sich Mill River unglaublich gut vorstellen kann; ein kleines hutzeliges Dörfchen in Amerika, dessen Einwohner noch Guten Tag zueinander sagen. Aber gerade das finde ich so interessant: Hier scheint die Zeit stillzustehen und die Menschen bedeuten einander noch etwas - denn alle sind auf irgendeine Weise miteinander verbunden. Nach und nach wird die Geschichte spannender - immer wieder wird von Marys Vergangenheit berichtet oder man schwenkt zu einer der Personen, die auch eine wichtige Rolle im Roman spielen. Dass kapitelweise immer zwischen der Vergangenheit Marys oder der Gegenwart in Mill River berichtet wird, hält den Roman unglaublich spannend und man kann gar nicht aufhören zu lesen, da man immer mehr wissen möchte: über Mary und warum sie so geworden ist. Über den Polizisten Kyle oder die Grundschullehrerin Claudia. Darcie Chan schafft es einfach, beiden Handlungsstränge, die sie aufzeigt, gleich viel Gewicht zu geben, so dass nicht einer von ihnen bevor- oder benachteiligt wird. Wenn ich mich also entscheiden müsste, welcher Erzählstrang mir besser gefallen hat, könnte ich keinen von beiden nehmen, da beide gleich gut und gleich interessant für mich waren. Das lag vor allem an den Charakteren, die so einzigartig sind wie man sich nur vorstellen kann. Vor allem Father O'Brien habe ich in mein Herz geschlossen, der einen kleinen Tick hat, der schon ziemlich am Anfang erwähnt wird - er stiehlt Löffel. Und das macht den alten Geistlichen einfach unglaublich sympathisch, weil er eine Schwäche hat, die bei einem Priester normalerweise nicht auftreten sollte vor allem, da diese sich explizit an die 10 Gebote halten. Doch auch Mary hat mir mit der Zeit immer besser gefallen. Je weiter man las, desto mehr konnte man Mary verstehen und sich in sie hineinversetzen. Am Ende tat sie mir unglaublich leid. Obwohl sie sich nicht traute, in Mill River neue Kontakte zu knüpfen, waren ihr die Bewohner des kleinen Städchens schon sehr wichtig. An einer Stelle des Buches, die ich allerdings nicht mehr finden kann, sagt sie auch, dass sie unglaublich gerne aus ihrem Haus raus und die Einheimischen kennenlernen möche, sie aber viel zu große Angst davor hat. Daher finde ich die deutsche Übersetzung des Titels recht gut gewählt, da Mary sich schon nach Mill River sehnt, obwohl sie nicht in das Städchen zurückkehrt. Trotz allem erkennt der Leser hinter Mary einen furchtbar lieben Menschen, der viel Pech im Leben gehabt hat, aber trotzdem Gutes tun möchte. Er beginnt, Mary zu verstehen und bekommt durch den Erzähler einen Blick hinter die Fassade der alten Dame. Er befindet sich am Ende des Buches auf demselben Wissensstand über Mary wie der Priester O'Brien und ist somit einer der Menschen, die Mary näher kennen gelernt haben. Das Ende hat mir richtig gut gefallen. In den einzelnen Kapiteln, die von Mary handeln, geht auch die Zeit weiter und endet schließlich mit der gegenwärtigen Situation der alten Dame. Was mich besonders berührt hat, war, dass schlussendlich alle Handlungsstränge zusammenlaufen und somit wieder eine Einheit der Handlung gebildet wird, die den ganzen Roman rund und in sich abgeschlossen wirken lassen. Fazit: Ein Roman, der zeigt, dass wir Menschen auch hinter die Fassade anderer blicken sollten. Je mehr man über Mary erfährt, desto mehr kann man sie verstehen und leidet mit ihr mit. Am Ende hat man wirklich das Gefühl, jemand ganz Besonderen gehen zu lassen und man wünscht sich, dass auch die Bewohner Mill Rivers Mary etwas näher kennengelernt hätten. Auch dieser Handlungsstrang ist unglaublich interessant und auch hier blickt man wieder hinter die Kulissen und erfährt, was manch eine dieser Personen verbirgt. Durch die Zusammenführung der Gegenwart und der Vergangenheit bekommt der Roman etwas Rundes und Fertiges und wirkt in sich abgeschlossen. Er lässt den Leser aber trotzdem nicht los, sondern lässt ihn noch lange über das Geschehene nachdenken. Für diesen tollen Roman vergebe ich daher 5 von 5 Sternen.

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  • Marys Leben in Mill River

    Sehnsucht nach Mill River

    hoonili

    08. June 2014 um 11:58

    Mary hatte ein langes Leben, doch nun möchte sie diesem ein Ende setzen. Der Krebs hat sie die letzten Monate ausgelaugt und kaputt gemacht. Sie möchte nicht mehr leiden und nimmt eine Überdosis Schmerzmittel. Als Father O'Brien sie am nächsten Morgen findet macht er sich Vorwürfe. Er hatte schon so eine Ahnung und konnte es nicht verhindern, dass Mary ihr Leben beendet. Er denkt zurück an die Zeit, in der er Mary kennengelernt hat und der Leser begleitet Mary von da an durch ihr Leben. Sie leidet schon seit jungen Jahren durch ein schlimmes Erlenis an einer Sozialphobie und hat keinen Kontakt zu anderen Menschen. Sie hatte eine schlimme Ehe, aber der Großvater ihres Mannes hat sich nach dessen Tod sehr um sie gekümmert. Father O'Brien war immer für sie da und hat sie unterstützt wo er sie nur konnte. Zwischen ihnen hat sich eine wunderbare Freundschaft entwickelt.  Immer im Wechsel zwischen damals und heute wird Marys Geschichte erzählt. Doch auch in der jetzigen Zeit gibt es die Geschichte von dem Polizisten Kyle und seiner neuen Liebe Claudia. Die beiden kommen sich langsam näher und wagen eine Beziehung. Kyle hat erst vor kurzem seine geliebte Frau an den Krebs verloren und Claudia hat in Mill River ein neues Leben begonnen. Marys Kater Sham darf bei Kyle und seiner Tochter Rowen einziehen und findet ein schönes Zuhause. Das Glück von Kyle und Claudia stört Leroy, den Kollegen von Kyle, sehr. Er ist schon länger an Claudia interessiert und versucht mit allen Mitteln die beiden auseinander zu bringen. Das Buch ist sehr flüssig geschrieben, doch habe ich am Anfang etwas gebraucht um mich einzulesen. Die Zeitsprünge waren für mich nicht deutlich genug dargstellt. Als ich dann in der Geschichte drin war habe ich sie geliebt. Mary war ein herzensguter Mensch und ich habe mit ihr mitgefühlt. Auch die anderen kleinen Geschichten im Buch waren sehr schön und es passte alles zusammen. Das wunderschöne Cover passt richtig zum Buch und lädt zum Träumen ein.

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  • Es ist nicht immer so, wie es scheint

    Sehnsucht nach Mill River

    FlipFlopLady007

    19. May 2014 um 10:43

    Der Roman „Sehnsucht nach Mill River“ beschreibt das Leben von Mary McAllister, die aufgrund eines traumatischen Erlebnisses in ihrer Kindheit unter einer Sozialphobie leidet. Mary hat große Schwierigkeiten mit fremden Menschen umzugehen und Vertrauen zu ihnen aufzubauen. Hinzukommt, dass Mary innerhalb von kurzer Zeit ihren Vater und ihren Ehemann verliert, nachdem sie von ihrem misshandelt wurde. In der Folge vertraut sie nur noch dem Geistlichen Michael, der sie von nun an ihr gesamtes Leben begleitet. Der Roman erzählt von Mary Leben und ihren Schwierigkeiten mit ihren Ängsten umzugehen. Außerdem erzählt er die Geschichte der anderen Bewohner von Mill River, wie beispielsweise dem Polizisten Kyle Hansen, der nach dem Verlust seiner Frau nun das erste Mal wieder Gefühle für eine Frau entwickelt. Das Buch unterteilt sich in mehrere Kapitel. Jedes Kapitel bündelt einen Teil der Handlung. Innerhalb der Kapitel wechselt der Erzähler oft von der Gegenwart in die Vergangenheit und auch innerhalb der Zeit wird die Erzählung immer wieder auf unterschiedliche Personen bezogen. So wird beispielsweise im einen Moment von Mary erzählt und im nächsten Moment von Kyle Hansen und seiner Tochter. Ich finde diese Zeit- und Personenwechsel sehr gelungen, da sie eine zusätzliche Spannung aufbauen, da der Leser viele verschiedene Bruchstücke erfährt, die er erst am Ende zu einem großen Ganzen zusammensetzen kann. Der Roman ist insgesamt sehr fesselnd geschrieben, sodass es dem Leser sehr schwer fällt das Lesen zu unterbrechen. Außerdem finde ich die Figuren des Romans sehr gelungen. Die meisten sind sehr sympathisch und wecken Mitgefühl im Leser, da ihnen zum Teil schwere Schicksalsschläge widerfahren sind. Auch die äußere Erscheinungsform des Buches finde ich sehr gelungen. Das Cover wirkt auf mich sehr freundlich und fröhlich. Es steht im Gegensatz zu Marys Leben, da dieses eher von negativen Erfahrungen geprägt ist. Dennoch finde ich das Cover sehr gelungen, da es ausdrückt, dass nicht alles so ist wie es scheint. Und ohne zu viel zu verraten, finde ich, dass genau diese Erfahrung den Inhalt des Buches sehr gut zusammenfasst. Auch den Titel finde ich sehr gelungen. Ich habe während des Lesens viel darüber nachgedacht, ob ich ihn passend finde oder nicht. Aber nachdem ich auch das Ende gelesen habe, finde ich ihn sehr passend. Zum Schluss möchte ich noch die dicken Seiten des Buches als positiv herausstellen, da ich diese beim Lesen sehr angenehm fand, da man sie gut umblättern kann und die Schrift der Rückseite nicht durchscheint. Insgesamt finde ich sowohl die Handlung und die Figuren, als auch den Aufbau, den Schreibstil und das äußere Erscheinungsbild des Buches sehr gelungen. Ich kann es nur weiter empfehlen.

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  • Schöne Atmosphäre

    Sehnsucht nach Mill River

    TheSarahStory

    11. May 2014 um 15:17

    Die junge Mary hat in ihrer Kindheit etwas ganz Fürchterliches erlebt, weswegen sie unter einen schweren Form von Sozialphobie leidet. Ihre Angst vor den Menschen scheint ein Leben lang zu bestehen und doch schaffen es manche wenige Menschen, ihr Vertrauen für sich zu gewinnen. Manche davon meinen es ehrlich, andere davon missbrauchen dieses Vertrauen und treiben Mary damit noch tiefer ins Verderben.  Doch in dieser Geschichte geht es um viel mehr als um Mary und ihre Angst. In dieser Geschichte geht es um ein Geheimnis. Um ein großes Geheimnis und um einige ganz verschiedene Menschen, die in irgendeiner Form miteinander verbunden sind, vielleicht ohne es zu wissen.  In dieser Geschichte geht es um eine ganze Stadt, um Mill River, und um das Geheimnis der einst sehr alten Dame, Mary, das die ganze Kleinstadt erschüttern wird. Dieses Buch war für mich ein Experiment. Nie zuvor habe ich mich wirklich an einen derartigen Roman gewagt. Es war mein erster beendeter Roman für Erwachsene, mit einem Geheimnis, mit einer ruhigen Atmosphäre, die doch irgendwo im Inneren eine Spannung birgt.  Ich habe es gemocht, ein Puzzle Stück für Stück zusammenzusetzen und zu sehen, was am Ende das Geheimnis der Hauptprotagonistin ist und was die anderen Menschen in dieser Geschichte damit zu tun haben. Am Ende hat mich die Geschichte auch mit einem Punkt ein wenig berührt.  Es gab in dem Buch wirklich ein paar tolle Charaktere, die sehr schön ausgeführt waren. Die meisten hatten ihre Macken und Eigenarten, die man entweder lieben lernte oder eben nicht. Genauso gab es auch Menschen, die man nicht gerne mochte und die auch ihr Gemeines zur Geschichte beigetragen haben. Was aber am allerbesten an allen Menschen war, war die Tatsache, dass hier so gut wie niemand schwarz oder weiß war. Es gab überall Graustufen, überall Schleier. Niemand ist nur gut oder nur schlecht. Manche tendieren etwas mehr zu der einen, als zu der anderen Seite, aber jeder Mensch hat beide Seiten in sich schlummern, was diese Geschichte uns wieder einmal aufzuzeigen weiß. Im Großen und Ganzen kann ich nur sagen, dass es ein lesenswerter Roman ist, eine tolle, berührende Geschichte, die in einer sehr ruhigen und weisen Atmosphäre verläuft und für einen entspannten Abend sicherlich die passende Lektüre ist. Ebenfalls gibt es viele Aspekte in dem Buch, die einen zum Nachdenken anregen und viele eigene Fragen aufwerfen.  Ich habe noch keinen anderen Roman in dieser Form gelesen und kann daher nur von meiner eigenen Auffassung sprechen, wenn ich sage, dass ich solch eine Stimmung noch nie in einem Buch erlebt habe. Für mich war sie etwas ganz Besonderes und Neues, aber auch etwas, nach dem ich mich jetzt nicht weiterhin sehne. Ich bleibe weiterhin der Meinung, dass solche Bücher nichts für mich sind, aber Ausnahmen wie dieses hier, bestätigen nun mal die Regel. Empfehlenswert ist das Werk allemal.  Ein lesenswertes Buch, wahrscheinlich noch ein Stück weit interessanter für die ältere Generation. Doch auch für Menschen, die gerne in einer anderen Stadt verschwinden, die Menschen beobachten und in die Gefühlswelt anderer eintauchen möchten, um mehr zu verstehen. 

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  • Modernes Märchen, traurig - aber warmherzig und hoffnungsvoll

    Sehnsucht nach Mill River

    Julitraum

    26. April 2014 um 22:45

    Mary McAllister ist schwer an Krebs erkrankt und beschießt ihrem Leben mit einer Überdosis Schmerzmittel selbst ein Ende zu setzen, ohnehin hätte sie nicht mehr lange zu leben gehabt. Ihr vergangenes Leben war ein einzigartig schweres und doch konnte sie ihrem Leben Glück und Zufriedenheit abgewinnen. Mit nur 16 Jahren erlebt sie als Schülerin Furchtbares und wird durch dieses Erlebnis psychisch so mitgenommen, daß es ihr nicht mehr gelingt, die Schule abzuschließen oder überhaupt noch in die Öffentlichkeit zu gehen. Ihr Vater, ein Farmer, züchtet Pferde und als Witwer tut er alles für Mary. Nichts wünscht er sich so sehr, als daß es ihr wieder gelingt, unter Menschen zu gehen und ihre Angst zu überwinden. Doch damls in den 40er Jahren gibt es noch keine geeigneten Ärzte oder Psychologen, die sich Mary annehmen könnten. Im Alter von 19 Jahren lernt Mary Patrick, Sohn aus sehr reichem Hause kennen. Er hat gerade Harvard erfolgreich abgeschlossen und soll die Marmorwerke seines Großvaters und Vaters weiterführen. In den letzten Jahren hat Patrick sich sehr für Pferde interessiert und so will sein Vater ihm ein schönes Pferd schenken. So kommt der Kontakt zur Farm von Marys Vater zustande. Als Patrick Mary das 1. Mal sieht, ist er von dem Gedanken besessen, sie als Frau gewinnen zu können. Ihm reicht nicht nur sein Ansehen und sein Reichtum, er will sich auch noch mit einer schönen und unterwürfigen Frau schmücken. Mit unbeschreiblicher Ausdauer gelingt es Patrick, sich Marys Vertrauen zu erkämpfen und sie auch seiner Familie vorzustellen. Mary scheint ihre Phobie etwas überwinden zu können, die beiden heiraten schließlich und als Hochzeitsgeschenk bekommen die beiden von Connor, Patricks Großvater ein großes imposantes Haus in Mill River geschenkt, wo die beiden fortan wohnen sollen. Das Glück der beiden scheint perfekt, doch die Ehe der beiden wird eine Katastrophe. Mary muß leidvoll Patricks wahre Natur erfahren und verliert auch noch ihren Vater. Ihre Phobie wird schlimmer und außer Father O'Brien dem örtlichen Geistlichen wird Mary in den kommenden 6 Jahrzenten bis zu ihrem Tod niemanden haben, dem sie sich anvertrauen kann und der den Kontakt mit der Außenwelt hält. Ihre Angst vor Fremden steigert sich immer mehr und die wenigen Versuche, die sie doch noch unternimmt, das Haus zu verlassen, enden katastrophal. Doch Mary richtet sich ein interessantes Leben ein und beobachtet von ihrem Haus teilnahmsvoll das Geschehen in der Kleinstadt Mill River. Sie selbst kommt sich nicht ausgegrenzt vor. Nach ihrem Tod werden die Bewohner mit interessanten Enthüllungen und Plänen von Mary konfrontiert und lernen sie nach ihrem Tod als eine ungewöhnliche und empathische Frau kennen, die an ihrem Leben nicht verzweifelt ist und weiter an das Gute im Menschen glauben konnte. Die Leseprobe hatte ich etwas falsch eingeschätzt, das Geheimnis um Mary hatte ich überschätzt, aber wenn es auch kein geheimnisvoller Krimi ist, so handelt es sich bei dem Roman um eine sehr schöne und warmherzige Geschichte, die man gerne an kalten, dunklen Herbstabenden liest. Die Idee zu dem Buch ist wirklich leicht märchenhaft und ist die Wirklichkeit auch manchmal noch so grausam, so braucht es doch bitte oft diese leicht märchenhaften Geschichten wie "Sehnsucht nach Mill River", die uns nicht am Alltag verzweifeln lassen.

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  • Aus dem Fenster

    Sehnsucht nach Mill River

    Igelmanu66

    Mill River, ein kleiner Ort in Vermont. Jeder kennt hier jeden – und jeder kennt die weiße Marmorvilla der Witwe Mary McAllister. Mary selbst hat aber fast keiner der Bewohner jemals zu Gesicht bekommen. Seit fast 60 Jahren hat sie ihre Villa nicht mehr verlassen, meidet jeden Kontakt zu anderen Menschen. Einen einzigen Vertrauten hat sie: Father Michael O’Brien. Er besucht sie regelmäßig und lässt sie teilhaben an allem, was in dem kleinen Ort geschieht. Denn Mary mag die Menschen, die dort leben und wäre gern ein Teil ihrer Gemeinschaft. Sie mag sie und fürchtet sie gleichzeitig, allein der Gedanke an den Kontakt mit einem anderen Menschen versetzt sie schon in Panik. Und die Gründe dafür liegen weit in ihrer Vergangenheit… In Rückblenden erfahren wir die wesentlichen Ereignisse aus Marys Vergangenheit. Ich fand es sehr traurig zu beobachten, wie aus einem schlimmen Erlebnis, das mangels vernünftiger ärztlicher und psychologischer Betreuung nicht verarbeitet werden konnte, eine ausgewachsene Angststörung wurde. Eine Sozialphobie, die es Mary unmöglich machte, andere Menschen zu treffen. Da sie sehr darunter leidet, erzählt Father O’Brien ihr regelmäßig alles, was es bei den Bewohnern des Ortes Neues gibt. Und Mary verbringt viel Zeit am Fenster, um dem Leben da draußen zuzusehen. So erfahren auch wir so einiges: Wir lernen Claudia kennen, die junge Lehrerin, die in Mill River ein neues Leben beginnen will. Den jungen Polizisten Leroy, der ihr nachstellt und seinen Partner Kyle, der nach dem Tod seiner Frau seine kleine Tochter alleine erzieht. Die Krankenpflegerin Jean, eine völlig normale Frau mit ganz gewöhnlichen Problemen und Daisy – alles andere als gewöhnlich und als selbsternannte Zauberin des Ortes ist sie gleichzeitig exzentrisch und liebenswert. Die meisten Charaktere waren mir sehr sympathisch und ich war gespannt, wie es ihnen wohl ergehen mochte. Und auch neugierig darauf, ob es für Mary und die Bewohner von Mill River noch ein gutes Ende geben kann. Das Buch war sehr flüssig zu lesen und ich konnte mich wirklich schwer losreißen. Und trotz des ernsten Hintergrundes war es oft auch ein Wohlfühlbuch, einfach aufgrund einiger besonders liebenswerter Personen. Gleichzeitig ist das aber auch ein Kritikpunkt, da mir manchmal das Buch zu schön erschien für einen so ernsten Hintergrund. Und den negativen Charakteren hat es mir ein wenig an Tiefe gefehlt. Was aber wirklich schön ist, ist das Cover. Und der Buchschnitt ist mit einem rosa Blumenmuster verziert.

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  • Sehnsucht nach Mill River

    Sehnsucht nach Mill River

    Machi

    25. February 2014 um 21:47

    Mary McAllister hat eine Sozialphobie und lebt deswegen fast ihr ganzes Leben einsam in ihrer Villa in Mill River abgeschieden von deren Bewohnern. Nur der Pfarrer Michael O'Brien besucht sie und versorgt sie mit dem nötigsten. Die Bewohner von Mill River ahnen derweil nichts von ihrem Leiden und leben ihr ruhiges Leben in dem beschaulichen Mill River. Die Geschichte um Mary, welche riesige Ängste aussteht, wenn sie fremden Menschen begegnet, ist sehr traurig und gefühlvoll. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und eingeführt, sodass man sehr gut einschätzen kann, wie sich eine Figur verhalten könnte. Es gibt zwei Haupthandlungsstränge, welche sich Kapitelweise abwechseln. Bei einem geht es um Mary, angefangen wie sie ihren Mann kennengelernt hat bis hin zur Gegenwart. Der zweite "Handlungsstrang" spielt in der Gegenwart, wobei verschiedene Charaktere die Hauptrolle spielen. Dies ist sehr gut gemacht. Negativ anzumerken ist, dass dem Buch doch jegliche Spannung fehlt und relativ leicht vorhersehbar ist, vor allem am Schluss. Trotzdem ist der Erzählstil sehr flüssig und schön. Das Cover und die gesamte Buchgestaltung ist sehr schön gelungen und verleiht ihm einen zusätlichen Charme.

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  • Sehnsucht nach Mill River

    Sehnsucht nach Mill River

    Lesemone

    25. November 2013 um 10:03

    Mary McAllister lebt einsam in ihrem Haus auf einem Hügel über Mill River. So kann sie täglich dem Treiben der Bewohner folgen, ohne mit ihnen in Kontakt zu treten. Die Bewohner halten Mary für eine verrückte alte Dame, da sie die meisten noch nie gesehen haben. Warum Mary sich so verhält, weiß nur Priester Michael, der sie regelmäßig besucht. Was hat sie erlebt, dass sie solch ein Trauma erlitten hat? Das Buch ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal wird die Lebensgeschichte von Mary erzählt ab dem Zeitpunkt, als sie ihren zukünftigen Mann kennenlernt und dann wird immer wieder die Gegenwart eingeflochten. Das macht das Lesen sehr abwechslungsreich und spannend. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Die Autorin hat die Protagonisten lebendig gestaltet und anschaulich das Leben in Mill River beschrieben. Ein unterhaltsames Buch, das ich nicht weglegen konnte, weil ich wissen wollte wie Marys Leben verlief und welche Geheimnisse sie für sich behielt. Das Cover finde ich sehr gelungen!

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  • Sehnsucht nach Mill River

    Sehnsucht nach Mill River

    HelgaR

    28. October 2013 um 20:32

    Mary McAllister ist alt, krank und dem Tode nah. Ihr Leben war sehr schwierig und einsam, ihr einziger Freund, der ihr noch geblieben ist, ist der Priester Michael. In Rückblenden erfährt man den Lebensweg von Mary und ein großes Geheimnis, das sie noch hütet. Gleich zu Beginn lernt man die Menschen von Mill River kennen. Mary, die alleine auf einem Hügel in einer Marmorvilla lebt, Angst vor den Menschen hat und seit Jahrzehnten das Haus nicht mehr verlässt. Nur der Priester, Father O’Brian, mit dem sie vor vielen, vielen Jahren Freundschaft geschlossen hat, besucht sie immer wieder und erzählt ihr von den Bewohnern der Stadt. Von den Polizisten, ihren Familien und ihren Dienstalltag. Einer davon Kyle Hansen hat sich nach dem Tod seiner Frau nach Mill River versetzten lassen, um mehr Zeit für seine neunjährige Tochter zu haben. Auch die Lehrerin, Claudia Simon, hatte private Probleme und ist nach Mill River gezogen, um einen Neuanfang zu starten. Und nicht zu vergessen Daisy Delaine, die in einem Wohnwagen lebt und geheimnisvolle Tees braut, die sie dann verkauft. Das Leben von Mary wird in einem Hauptstrang ab 1940 erzählt. Da lernt sie mit 19 Jahren den reichen Patrick McAllister kennen und heiratet ihn. Sie hat aber in der Schule ein schreckliches Erlebnis gehabt, wovon nur ihr Vater etwas weiß, und ist deshalb sehr scheu und möchte nicht unter fremde Menschen. Der Großvater von Patrick, Conor McAllister, lässt ihr in Mill River, in der Nähe ihres Vaters, die große Marmorvilla am Hügel bauen, welche sie fast nicht verlässt. Die Ehe ist nicht glücklich und Mary erlebt eine schlimme Zeit. Großvater Conor und Father O’Brian, der sie getraut hat, sind ihre einzigen Freunde, die sie hat und die immer hinter ihr stehen. Am Ende ihres Lebens muss Father O’Brian noch einiges für sie erledigen und außerdem erzählt sie ihm von ihrem großen Geheimnis. Der Autorin ist hier ein wunderschönes Debüt gelungen. Mich hat die Person der Mary sofort gefesselt, ihr Leben wird so intensiv erzählt, nichts wird beschönigt, aber es ist auch nicht kitschig. Überhaupt ist die Darstellung der einzelnen Personen sehr vielfältig und detailliert, man lernt sie sehr gut kennen und fühlt sich in Mill River sofort wohl. Obwohl es vielleicht etwas langsam beginnt, so konnte ich das Buch dann doch nicht aus der Hand legen. Es ist auf jeden Fall eine sehr außergewöhnliche Geschichte, sie ist flüssig geschrieben, hat ein schönes Cover und der Buchschnitt mit Blumen, alles in Rosa gehalten, hat mir auch recht gut gefallen. Die Autorin Darcie Chan werde ich auf jeden Fall im Auge behalten.

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