Daria Bignardi

 3.7 Sterne bei 54 Bewertungen
Autorin von So glücklich wir waren, Meine sehr italienische Familie und weiteren Büchern.
Daria Bignardi

Lebenslauf von Daria Bignardi

Daria Bignardi wurde 1961 im italienischen Ferrara geboren und ist eine gefeierte Schriftstellerin, Journalistin und Fernsehmoderatorin. »So glücklich wir waren« ist ihr vierter Roman. Die Autorin lebt und arbeitet in Mailand.

Alle Bücher von Daria Bignardi

So glücklich wir waren

So glücklich wir waren

 (27)
Erschienen am 11.09.2016
Meine sehr italienische Familie

Meine sehr italienische Familie

 (27)
Erschienen am 06.12.2011
L'acustica perfetta

L'acustica perfetta

 (0)
Erschienen am 27.08.2013
L'amore che ti meriti (Italian Edition)

L'amore che ti meriti (Italian Edition)

 (0)
Erschienen am 03.10.2014

Neue Rezensionen zu Daria Bignardi

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naninkas avatar

Rezension zu "So glücklich wir waren" von Daria Bignardi

Ein melancholischer und stimmungsvoller Roman
naninkavor 2 Jahren

Mit ihren Erinnerungen an die unbeschwerten Tage der Jugend und ihrer Leidenschaft für klassische Literatur lebt Alma lieber in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Als ihre Tochter Antonia schwanger ist, weiht sie sie ein in ein wohl gehütetes Familiengeheimnis: das spurlose Verschwinden ihres Bruders. Antonia beschließt, nach Ferrara zu reisen und sich auf eine Suche zu machen, für die ihre Mutter nie genug Kraft hatte. Doch bei ihren Streifzügen durch die mysteriös anmutende Stadt, die mit ihren mittelalterlichen Gemäuern und den schmalen Gassen die perfekte Kulisse für Heimlichkeiten und Gerüchte bietet, kommt Antonia nicht nur der Geschichte ihrer verschlossenen Mutter und dem Verschwinden ihres Onkels auf die Spur, sondern enthüllt auch eine familiäre Tragödie, die sehr viel weiter reicht, als sie jemals hätte ahnen können. So glücklich wir waren erzählt ebenso fesselnd wie ergreifend von lebenslanger Reue und der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern. In ihrem aufwühlenden Roman stellt Daria Bignardi die alles entscheidende Frage, wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen. Alma und Maio wachsen als Bruder und Schwester zusammen auf, unzertrennlich, unbeschwert, glücklich. Doch an dem Tag, als Maio verschwindet, enden die unbeschwerten Tage. Almas Tochter möchte herausfinden, was passiert ist und auch ergründen, wieso ihre Mutter so ist, wie sie ist.... Das Buch spielt im hier und jetzt aus Antonias Sicht und wechselt dann zum damals aus Almas Perspektive. Nach und nach ergibt sich ein Puzzle. Spannende Rückblenden, melancholische Reminiszenzen wechseln sich ab mit den aktuellen Geschehnissen. Die Atmosphäre ist melancholisch und poetisch. Man erfährt viel über Ferrara und dem ländlichen Italien. Spannend sind die verschiedenen Beziehungen zwischen Mutter und Tochter, Alma und ihrem Mann, Antonia und ihrem Leo, Alma und Leo, die Geschwister Alma und Maio, Maio und seine damaligen Freundin, etc. Die Geschichte ist wunderbar atmosphärisch, melancholisch und poetisch - ein Buch zum Eintauchen. Einzig der Schluss ist abrupt und etwas unbefriedigend. Der schnelle Schluss passt irgendwie nicht zu diesem langsamen und stimmungsvollen Roman. Trotzdem- ein Lesegenuss, der nachwirkt.

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EvelynMs avatar

Rezension zu "So glücklich wir waren" von Daria Bignardi

Italienische Familiengeheimnisse
EvelynMvor 2 Jahren

Alma ist Mutter und bald auch Großmutter als sie ihrer schwangeren Tochter Antonia ein Familiengeheimnis anvertraut: ihr geliebter Bruder Marco – Maio – ist vor 3 Jahrzehnten spurlos verschwunden und hat die Familie Sorani für immer verändert. Noch heute leidet Alma unter dem Verlust und ihren Schuldgefühlen. War doch sie es, die ihn zum Ausprobieren von Drogen angestiftet hatte. Stets ist ihr Maio gefolgt und als er verschwindet, erfasst die Familie eine Tragödie, bei der nur Alma zurückbleibt. Antonia macht sich die Beziehungen ihres Lebensgefährten und Polizisten Leo zunutze und reist in die Heimatstadt ihrer Mutter, Ferrara. Ihr Beruf, Journalistin, kommt ihr dabei zugute und ganz langsam, aber unaufhörlich taucht sie in die Vergangenheit ihrer Eltern und Großeltern ein. Dabei entdeckt sie viele gut gehütete bzw. verdrängte Geheimnisse. Zuhause in Bologna nähern sich währenddessen Alma und Leo endlich einander an.

Der Erzählwechsel zwischen Alma und Antonia macht den Roman spannend und intensiv, auch wenn ich ab und zu verwirrt war, wer denn nun die Geschichte gerade weitererzählt. Die Rückblenden in Almas Vergangenheit fügen sich wie selbstverständlich in den Schreibfluss ein und lassen den Leser an ihren Schuldgefühlen und das Trauern um ihren Bruder teilhaben. Wie zerbrechlich ein vermeintliches Familienglück sein kann, zeigt die Erzählung um Alma, ihren verschwunden Bruder Marco (Maio) und Almas Tochter Antonia. Die Autorin schafft es mit ihrer gefühlvollen Sprache trotzdem klar zu bleiben und so den Leser mit nach Ferrara und die Geheimnisse der Familie Sorani zu nehmen. Wie sich Geheimnisse und Entscheidungen auf alle Familienmitglieder auswirken können und welche Schicksale daraus entstehen, haben mich traurig gemacht und mit Antonia und Alma mitfiebern lassen, dass es ein Happy End für ihre Familie gibt. Etwas genervt war ich vom Alkoholkonsum von Antonia während ihrer Schwangerschaft. Die Charaktere sind jedenfalls gut beschrieben und meine Sympathien liegen ganz klar bei Antonia. Alma finde ich bis zum Schluss sehr unzugänglich und ihr plötzlich erwachendes Interesse am älteren Lebensgefährten ihrer Tochter hinterlässt bei mir die Vermutung, dass sie durch ihn nur wissen möchte, was Antonia in Ferrara in Erfahrung bringt.
Zwei Zitate aus Daria Bignardis Buch bleiben mir noch lange im Gedächtnis:
„Ich war siebzehn Jahre alt, und ich wusste nicht, dass wir glücklich waren.“
„Ich habe eingesehen, dass es manchmal mehr Mut braucht, die Wahrheit zu verschweigen, als sie zu sagen.“
Ein absolut lesenswerter Roman, der noch lange nachwirkt und nicht auf alle Fragen eine Antwort gibt.

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Queenelyzas avatar

Rezension zu "So glücklich wir waren" von Daria Bignardi

Die Stadt ist der heimliche Star dieser Geschichte
Queenelyzavor 2 Jahren

Alma und Maio wachsen als Bruder und Schwester zusammen auf, unzertrennlich, unbeschwert, glücklich. Doch mittlerweile ist Alma fünfzig Jahre alt, und als ihre Tochter Antonia schwanger ist, verrät sie ihr ein lang gehütete Geheimnis. Maio ist vor dreißig Jahren verschwunden, und keiner weiß, was damals genau passiert ist. Antonia reist nach Ferrara, einer geheimnisvollen Stadt in Norditalien, um mehr herauszufinden. Und was sie herausfindet, ist noch viel dramatischer, als sie erwartet hat...

Das Buch ist in sehr kurzen Kapiteln abwechselnd aus den Perspektiven von Alma und Antonia geschrieben. So erfahren wir in Rückblenden, was sich damals ereignet hat. Die Kapitel von Alma sind allerdings nicht nur retrospektiv erzählt, sondern lassen auch die Alma der Gegenwart die aktuellen Begebenheiten schildern, was das ganze interessanter und tiefer macht. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist eine recht nüchterne, distanzierte, was hervorragend durch den ebenfalls sehr distanzierten Erzählstil untermalt wird. Die Sätze sind kurz und spröde, auch wenn sie schön formuliert sind, was dem Roman oftmals ein wenig wie ein Bericht erscheinen lässt. Dadurch erfährt keine der Person eine Wertung, der Leser kann sich selbst Gedanken machen, wen er aus welchen Gründen mag oder nicht. Das fand ich sehr gelungen, es ist mir so ausgefeilt noch in keinem anderen Roman aufgefallen.

Neben der Geschichte um Alma und Maio gibt es ganz viel Lokalkolorit, die Stadt Ferrara wird ausführlich beschrieben und als geheimnisvoll und melancholisch dargestellt. Da ich selbst schon dort war, kannte ich viele Orte dieser wunderschönen Stadt, und bin in Gedanken selbst wieder die engen Gassen entlang gewandert und habe den Dom bewundert. Man merkt der Autorin ihre Liebe für diese Stadt deutlich an, denn sie ist fast der eigentliche Star dieses Romans. Das Setting ist ausgesprochen gut gewählt, die Story passt wunderbar in diese Stadt.

Trotz der Nüchternheit der Erzählweise (oder gerade deswegen?) kamen all die Gefühle in diesem Roman ungefiltert hervor und konnten von mir sehr gut nachvollzogen werden. Die Verzweiflung in der Familie, als Maio verschwindet, ihre Liebe und ihr Zusammenhalt, die Trauer und Wut über das Schicksal, das so unbarmherzig zuschlägt - und doch die Hoffnung, dass alles irgendwann irgendwie vielleicht doch wieder gut wird. Das einzige, was mir an dem Roman nicht so gut gefallen hat, war der Schluss. Was dort passiert, war für diesen ruhigen Roman irgendwie zu überkandidelt, zu sensationsheischend und hat nicht wirklich zum restlichen Buch gepasst. Trotzdem habe ich diese Familiengeschichte sehr gerne gelesen und werde mir sicher auch noch andere Bücher der Autorin zulegen. 

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Gespräche aus der Community

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Insel_Verlags avatar

»Ich habe immer geglaubt, dass es Geheimnisse gibt, die man niemals lüften darf.«

So glücklich wir waren erzählt ebenso fesselnd wie ergreifend von der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern, von lebenslanger Reue und der Schwierigkeit des Vergebens. In ihrem aufwühlenden Roman stellt Daria Bignardi die alles entscheidende Frage – wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen.

»So glücklich wir waren ist eine überaus bewegende und fesselnde Familiengeschichte. Bignardis bester Roman.« La Stampa


Um mehr über das Buch zu erfahren, schaut Euch unseren Buchtrailer an:


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Neugierig geworden? Dann werft einen Blick in die Leseprobe »

»Der neue Roman von Daria Bignardi ist ein großartig intensiver Thriller der Gefühle.« Donna Moderna

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Über die Autorin: Daria Bignardi wurde 1961 im italienischen Ferrara geboren und ist eine gefeierte Schriftstellerin, Journalistin und Fernsehmoderatorin. So glücklich wir waren ist ihr vierter Roman. Die Autorin lebt und arbeitet in Mailand.





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