Daria Bignardi Meine sehr italienische Familie

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Inhaltsangabe zu „Meine sehr italienische Familie“ von Daria Bignardi

Als Darias Mutter stirbt, reißt das eine tiefe Wunde ins Herz der Tochter. Daria erinnert sich und spürt die bedingungslose Liebe ihrer Mutter mehr denn je. Plötzlich wird ihr bewusst, wie Kleinigkeiten und alltägliches Chaos ihre Familie zusammengeschweißt haben, wie leidenschaftlich ihre Eltern sich liebten und dass sie all das viel zu wenig gewürdigt hat. Doch zu Trauer und Wehmut gesellt sich eine Dankbarkeit, von der Daria weiß, dass sie überwiegen und für immer bleiben wird.

Hätte sich die Autorin auf ein paar wenige Protagonisten beschränkt, wären es 5 Sterne geworden....

— Marjuvin
Marjuvin

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  • Nur eine italienische Familiengeschichte?

    Meine sehr italienische Familie
    achilles

    achilles

    18. August 2015 um 18:15

    Die ersten Seiten des Buches haben mich begeistert. Die Schilderung der täglichen Telefonate mit ihrer Mutter und dem damit verbundenen Druck kamen mir nur allzu bekannt vor. Die Charaktere der Eltern werden sehr liebevoll gezeichnet. Vater und Mutter entstanden bildlich vor meinem  Auge. Sehr deutlich wurde auch die innere Zerissenheit der Mutter. Aus der eine Seite die stolze und selbstbewusste Frau, auf der anderen Seite die Zögernde und Ängstliche. Die Geschichte der Ahnen hätte für meinen Geschmack mehr gestrafft werden können. Sehr irritiert haben mich allerdings die Ausführungen der Autorin zur faschistischen Vergangenheit ihres Vaters. Will man es freundlich betrachten, sind diese schlicht naiv. Die Gestaltung des Büchleins ist sehr ansprechend.

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  • Hätte sich die Autorin auf ein paar wenige Protagonisten beschränkt, wären es 5 Sterne geworden....

    Meine sehr italienische Familie
    Marjuvin

    Marjuvin

    01. August 2014 um 10:56

    Auf dem Titelblatt prangt das Wort "Roman", so wird eigentlich erst im Nachwort richtiggestellt, dass es eigentlich ein autobiographisches Werk von Daria Bignardi ist. Sie beschreibt liebevoll ihre "alten" Eltern, besonders ihre schrullige und trotzdem liebenswerte Mutter, die scheinbar ungetrübte Beziehung zu ihrer grossen Schwester sowie ihren (meistens abwesenden), aber liebenden Vater.  Rundherum treibt sich allerdings eine wahre Grossfamilie herum, und es werden sehr viele viele Namen für teils sehr kurze Anekdoten ausgegraben, die mich persönlich eher verwirrt haben und auch eher abgelenkt haben. Ohne diese wäre mir diese Geschichte 5 Sterne wert. Ein schönes Büchlein für Zwischendurch (keine 200 Seiten), das mich aber oft schmunzeln ließ und mir viele Gedanken sehr nahe waren, weil man plötzlich die Eigenheiten eigener Familienmitglieder liebevoller betrachten kann.

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  • Italienisch für Zwischendurch

    Meine sehr italienische Familie
    carpe

    carpe

    28. February 2014 um 23:05

    Als ihre Mutter Giannarosa stirbt, erinnert sich Daria an die Geschichte ihrer Familie: An die leidenschaftliche Liebe ihrer Eltern, die sich 1944 im Bombenhagel kennenlernen. An ihren Vater Vico, einen Kavalier alter Schule, der seine beiden Töchter vergöttert, wie es nur ein italienischer papà tun kann. An Micione, den Kater (und Ersatzbruder), der immer auf dem Fernseher schläft. An all die Kleinigkeiten, Chaos und Liebe, die aus einer normalen Familie etwas ganz besonderes machen. Ein Buch, dass alle Emotionen hervorruft. Vom Schluchzen bis zum Schmunzeln ist alles vertreten. Das Buch lässt sich flüssig lesen und man ist schnell durch, was bei gut 180 Seiten auch kein Problem ist. Einzig die vielen Nonnos, Nonnas, Zios und Zias, und wer da noch so alles war, haben mich etwas verwirrt. Ich war oft dabei nochmal zurückzublättern, wer denn das nun wieder war. Aber habe dann recht schnell festgestellt, dass das für den Fluss der Geschichte nicht wirklich ausschlaggebend ist. Die Autorin hat alle Familienmitglieder und Freunde durchweg sympathisch beschrieben, mit allen Ecken und Kanten und Macken, die ein Mensch zu bieten hat. Es ist eine schöne Familiengeschichte, die auch irgendwie zum Nachdenken über die eigene Familie anregt.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    parden

    parden

    07. December 2012 um 19:25

    FAMILIENLEXIKON AUF ITALIENISCH... Daria Bignardi ist eine Frau, die mitten im Leben steht: Mitte vierzig, verheiratet, zwei Kinder, eine der erfolgreichsten Fernsehjournalistinnen Italiens. Im Sommer 2007 stirbt plötzlich ihre Mutter. Daria kommt zu spät ans Sterbebett. Und ihr wird klar, dass kein Mensch auf der Welt ihr jemals wieder eine solch bedingungslose Liebe entgegenbringen wird wie ihre eigene Mutter. Ausgelöst durch den Tod von Giannarosa erinnert Daria sich an ihr ganz persönliches "Familienlexikon", diesen so besonderen Code aus Worten und Gesten, der jede Familie einmalig macht. Sie erzählt die Geschichte einer ganz normalen und doch so einzigartigen Familie und von all den Kleinigkeiten, die eine Familie zu dem machen, was sie ist... Um mit ihren Emotionen fertig zu werden nach dem Tod der Mutter, beginnt Daria Bignardi zu schreiben. Zu ihrer Überraschung stößt dies auf allgemeines Interesse, und so entschließt sie sich, ein Buch herauszubringen, das sie und das Verhältnis zu ihren Eltern, auch im Kreise der großläufigen Familie, zum Inhalt hat. Mit einem liebevollen Blick schaut die Autorin auf die Vergangenheit mit ihren Eltern zurück. Auch wenn nicht immer alles einfach war, was sie gar nicht verschweigt, ist eine Erkenntnis überwiegend: "In all dem emotionalen Chaos herrschte dennoch Wärme, und es gab keinen einzigen Tag mit meinen Eltern, an dem ich diese nicht gespürt hätte." (S. 177) Was als Erinnerung an ihre Eltern beginnt, wächst sich in diesem Buch von Daria Bignardi bald zu einer ausgewachsenen Schilderung ihres weit verzweigten Familienstammbaums aus. Kleine Fetzen der Erinnerung an vergangene Szenen und verschiedenste Personen, oftmals nicht eigene sondern zusammengetragene und überlieferte, bilden den Wirbel, der den Nichteingeweihten zuweilen überfordert. Zumal fast alle Personen mit Nonno, Nonna, Zio, Zia bezeichnet werden und die Verwirrung dadurch noch größer wird. Erst als ich beschloss, dass einzelne Namen und Verwandtschaftsgrade für das Lesen der Begebenheiten im Grunde von keiner großen Bedeutung sind, konnte ich mich wieder mehr auf das Buch selbst einlassen. Insgesamt ein Stück collagenhafter Erinnerungsarbeit, an dem der Leser da teilhaben darf. Der Schreibstil selbst ist angenehm, allein der oft sprunghafte und häufige Szenenwechsel ließen bei mir keine echte Bindung an das Buch zu. Berührt war ich weniger, doch schmunzeln musste ich einige Male. So z.B. bei der Szene: "Mein Bruder Micione schlief auf dem Fernseher. Ab und zu rutschte sein Schwanz über den Bildschirm hinab und Mama und Donatella riefen abwechselnd: "Micione, der Schwanz!", woraufhin er ihn wieder hochzog." (S. 19) Wer aber wissen will, was es damit auf sich hatte, muss wohl doch das Buch selbst lesen... Insgesamt ein friedvolles Buch, nicht kitschig aber für mich insgesamt zu sprunghaft. Geschrieben wie das Foto im Einband wirkt: idyllisches Familienchaos mit zu vielen Personen, um wirklich noch einen Überblick zu behalten.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    micia1904

    micia1904

    21. November 2010 um 09:03

    Erinnerungen an die Eltern Daria Bignardi ist in Italien eine bekannte Journalistin und Schriftstellerin. Ihr Buch "Meine sehr italienische Familie" ist eine Autobiografie. Sie erzählt uns von ihren Erinnerungen an Ihre Mutter und Ihrem Vater. In Italien hat Daria Bignardi für Ihr Buch nur positive Kritik erhalten. Daria beschreibt in diesem Buch ihre Gefühle und Empfindungen über den Tod ihrer Eltern. Für sie war es sehr schmerzlich als sie in jungen Jahren ihr Vater verliert und dann später ihre Mutter im hohen Alter verstirbt. Sie lässt die Tage vor und nach dem Tod Revue passieren. Des Weiterm gibt sie uns Einblicke in ihre gesamte Verwandtschaft. Mir hat das Buch gut gefallen. Daria hat einen schönen fließenden Schreibstill. Daher lässt sich das Buch schnell lesen. Da ich ähnliches erlebt habe, könnte ich mich auch gut in sie hineinversetzen. Jedoch sollte man in der Stimmung sein, da es teilweise richtig traurig ist.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    26. September 2010 um 14:34

    Großfamilien sind unübersichtlich. Auf Familienfesten tauchen deshalb immer wieder Fragen auf. Wie war es damals? Wie waren unsere Vorfahren? Was mussten sie durchmachen, welche Erfahrungen haben sie gemacht, gab es besondere Erlebnisse, wer war denn nun eigentlich wie mit wem verwandt? Schön, wenn es dann jemanden gibt, der Überblick über die Familiengeschichte hat und davon erzählen kann. So wie Daria Bignardi, die ihre ausufernde italienische Großfamilie genau kennt und nach dem Tod der Mutter deren Stellung in der Familie beschreibt. Das ist schön und interessant für die Mitglieder dieser Familie, aber leider nicht für andere Leser. Zu episodenhaft kommt dieses Buch daher, zu verwirrend, ohne roten Faden, ohne dass die beschriebenen Familienmitglieder für einen Außenstehenden lebendig werden.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    Cibo95

    Cibo95

    08. September 2010 um 10:19

    Langweilig ohne Ende und zu viele Personen. Die Autorin springt von einem Geschehen zum nächsten, für mich war kein roter Faden zu erkennen. Daher habe ich nach der Hälfte entnervt abgebrochen ...

  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    Querbeetleserin

    Querbeetleserin

    21. August 2010 um 10:57

    Einfühlsam und mit viel Gefühl schreibt die Autorin hier über das Leben in einer grossen,quirligen Familie.Man erlebt mit,wie die Tochter um die Mutter trauert,wie sie versucht,ohne sie klarzukommen.Auch die vielen kleine Episoden und Zwischenfälle in der Familie werden mit viel Witz und teils augenzwinkernd beschrieben.Allerdings muss ich gestehen,das ich doch irgendwann den Überblick verloren habe,wer den nun wer ist.Die vielen Namen,die so fremd klingen und zu viele davon,haben mir einen Teil der Leselust genommen. Alles in allem ein netter Familienroman,den man zum Entspannen einfach mal so zwischendrin lesen kann.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    serendipity3012

    serendipity3012

    06. August 2010 um 10:22

    Momentaufnahmen Daria Bignardis Buch erscheint als Roman und nicht als Biographie. So kann der Leser nicht nachvollziehen, wieviel von seinem Inhalt fiktiv und wieviel wirklich so geschehen ist, obwohl das Nachwort der Autorin nahelegt, dass sich das Meiste, wenn nicht alles, wirklich so zugetragen hat. Vielleicht liegt hier der Grund für die Schwäche des Buchs: Womöglich gibt die Realität nicht genug her für einen wirklich fesselnden Roman, womöglich schreckte die Autorin doch das ein oder andere Mal zurück und ließ private oder intime Episoden außen vor, handelt es sich doch um eine in Italien sehr bekannte Fernsehjournalistin. Der Tod ihrer Mutter ist für Daria der Anlass, sich an die Geschichte ihrer Familie zu erinnern. So erzählt sie aus ihrer Kindheit, von ihren Verwandten, Großeltern, Urgroßeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen. Das ist mal amüsant, mal melancholisch und liest sich in einem durchaus ansprechenden Stil. Leider springt die Erzählerin allzu oft hin und her, in der Zeit vor und zurück, stellt uns manchmal allzu viele Personen auf einmal vor, bei denen sie aber kaum verweilt, deren Geschichte sie kaum einmal zu Ende erzählt. So bleibt es bei Momentaufnahmen und die Figuren hinterlassen kaum bleibenden Eindruck. Daria Bignardi erzählt keine zusammenhängende Geschichte, sondern Episoden. Das ist nett, aber leider nicht mehr. Auch über die Geschichte Italiens erfahren wir fast nichts, ein Potential, das leider nicht genutzt wurde. Ein Wort noch zum deutschen Titel: Im Original heißt der Roman „Non vi lascerò orfani“, ein Zitat aus dem Johannesevangelium, wie wir im Buch erfahren, hier wurde das Zitat übersetzt mit „Ich will Euch nicht Waisen lassen“. Warum der deutsche Verlag sich für einen solch unpassenden und plumpen Titel wie „Meine sehr italienische Familie“ entschieden hat, lässt sich erahnen: Die Leser sollen angelockt werden, womöglich will man auf den Zug der erfolgreichen Romane Jan Weilers aufspringen. Ein Titel, der näher an dem Originaltitel ist, hätte dem Buch sicher gut getan. Mögen sich auch viele Leser von dem deutschen Titel angezogen fühlen, so gibt es sicher auch jene (wie mich), die ihn einfach nur ärgerlich finden.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    misswinniepooh

    misswinniepooh

    05. August 2010 um 20:32

    Als die Mutter der Fernsehjournalistin Daria unerwartet mit 84 Jahren stirbt, beginnt Sie sich an ihre Kindheit und Jugend in Ferrara, Castel San Pietro und die herrlichen Sommermonate in der Familienvilla in Castello zu erinnern. An dem Leben der Familie in den Nachkriegsjahren läßt die Autorin den Leser genauso teilhaben, wie an den oft witzigen und manchmal auch kuriosen Geschichten und Anekdoten der einzelnen und auch zahlreichen Familienmitgliedern der Onkeln,Tanten und Großeltern sowie Urgroßeltern das ab und an doch etwas verwirrend ist. Geschichten wie sie in jeder Familie vorkommen und das macht dieses liebenswerte Buch auch aus. Diese Erinnerungen schildert die Autorin Daria Bignardi in anrührendem gefühlvollen Erzählton, und man spürt die leise poetische Kraft die dadurch vermittelt wird. Den das Einzige, was im Leben zählt, ist die Liebe und die Liebe zur Familie. Ein liebevolles Buch für nette Lesestunden.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    biene84

    biene84

    02. August 2010 um 11:00

    Daria Bignardi erzählt in diesem Buch die Geschichte ihrer Familie. Nach dem Tod ihrer Mutter verfasste sie zunächst lediglich einen Artikel, der in der Zeitung erschien, der sie im Nachhinein jedoch dazu veranlasste, ein ganzes Buch daraus zu machen. Die Autorin berichtet von einzelnen Mitgliedern aus ihrer Familie wobei es häufig bis in das 19. Jahrhundert zurückgeht. Sie erzählt vom Kennenlernen ihrer Eltern, von Familientreffen und vom ganz gewöhnlichen Alltag in einer italienischen Familie. Auch wenn dies kein klassischer Roman mit einer in sich geschlossenen Handlung ist, so fühlt man sich als Leser doch häufig als Teil dieser Familie. Sie unterlegt die teils sehr traurige Geschichte immer wieder mit äußert amüsanten Episoden, beispielsweise über den Hauskater Micione, der ganze Abende auf dem Fernseher verbringt oder über ihren Vater, der als Vertreter für Tierfutter durch die Lande zog und dabei immer wieder Menschen mit kuriosen Namen kennenlernte. Äußerlich sowie auch inhaltlich ist dieses doch relativ kurze Buch auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Wer sich einen gemütlichen Abend machen will und dabei ein flüssig zu lesendes und nicht allzu anspruchsvolles Buch lesen will, ist hier genau richtig.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    01. August 2010 um 11:46

    Die Autorin Daria Bignardi erzählt anlässlich des Todes ihrer über 80-jährigen Mutter in ihrem sehr biographisch angehauchten Roman die Geschichte ihrer Familie. Dabei werden viele sehr alltägliche Dinge recht übertrieben dargestellt und überbetont, was mich als Leser auf Dauer gestört, wenn nicht genervt hat. Wenn man wie vermutlich die meisten deutschen Leser weder die Autorin noch deren Familienangehörige persönlich kennt, so fällt es einem doch sehr schwer, sein Interesse bis zum Schluss auf einem gleichbleibenden Niveau zu halten, zumal viele Dinge wiederholt werden. Ich nehme mal an, dass die Autorin mit dem Schreiben des Buches die Vergangenheit bewältigen wollte, somit sind Wiederholungen im Rahmen des Abarbeitens "normal", aber für den Leser nicht unbedingt hilfreich oder spannend. Der Anfang, dem die Leseprobe entsprach, war gut, nicht zuletzt weil dieser Teil in der Gegenwart stattfand und die Autorin quasi aus eigenen Erfahrungen geschöpft hat. Später geht es dann immer weiter zurück zu ihren Vorfahren, bei denen jeder etwas Besonderes war. Dies mag für die Autorin so sein, schließlich ist es ihre Familie, aber nicht unbedingt für den unbeteiligten Leser. Ich war ziemlich enttäuscht und musste mich am Ende regelrecht durch das Buch kämpfen.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    Selaiah

    Selaiah

    30. July 2010 um 13:53

    Der unerwartete Tod ihrer Mutter Giannarosa, "die Großzügige", ist für die Erzählerin Daria Oliviera ein heftiger Schlag. Sie nimmt ihn zum Anlass, über ihre Familiengeschichte zu schreiben. Ursprünglich aus Ferrara, einer Stadt in der östlichen Poebene, zog es sie schon früh nach Mailand und zählt heute zu den wichtigsten Journalisten Italiens. Egal in welchem Land sie sich gerade aufhielt oder wie weit das nächste Telefon entfernt war, ihre überbesorgte Mutter fand eine Möglichkeit, jeden Morgen mit ihr zu telefonieren und nachzuforschen ob alles in Ordnung ist. Die Autorin Daria Bignardi schildert hier nicht nur die Beziehung zu ihrer Mutter, sondern auch das Kennenlernen ihrer Eltern, ihren Vater und seine geliebte Arbeit und viele Erlebnisse aus dem Familienleben und zieht letztendlich ein Resumee ihrer eigenen Kindheit um mit dem Tod ihrer Mutter abschließen zu können. Für mich gab es einige Weisheiten in diesem Buch zu entdecken, die so völlig am Rande auftraten. Außerdem ist ihr Schreibstil von Humor geprägt und dieses Buch strahlt eine große Intimität aus, die sehr berührt! "Du begreift, dass das Einzige, was im Leben zählt, die Liebe ist."

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    MinnieMay

    MinnieMay

    28. July 2010 um 22:23

    Ein sehr gefühlvolles Buch, voller Erinnerungen, voller An- und Einsichten. Daria Bignardi schreibt über den Verlust ihrer Eltern, über ihre Kindheit in einer großen, weit verzweigten, chaotischen, italienischen Familie. Sie schreibt über ihre Mutter, mit all ihren wunderbaren und fürchterlichen Eigenschaften. Sie erinnert an ihren Vater, den liebenden, das Leben genießenden Mann. Man spürt die Liebe und den Schmerz des Verlustes in jeder Zeile. In ihrem Buch reist Frau Bignardi in die Vergangenheit, erzählt von längst vergessenen Sommern, von Zypressen im Garten und Micione, dem Kater. Einzig die vielen Namen und Orte, welche gerade im ersten Drittel auf den Leser einprasseln, sind erstmal schwer zuzuordnen. Das Buch ist eine einfühlsame und liebevolle Würdigung ihrer Eltern und ihrer Familie, bringt oft zum schmunzeln und zeigt uns einmal mehr wie wichtig es ist, den Menschen die man liebt, kleine Makel zu verzeihen.

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  • Rezension zu "Meine sehr italienische Familie" von Daria Bignardi

    Meine sehr italienische Familie
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    27. July 2010 um 19:06

    In diesem Buch schildert die Autorin ihre Erinnerungen an ihre Eltern und an deren Tod. Was sie dabei gefühlt hat, wie sehr sie ihre Eltern vermißt, und was für kleine Begebenheiten aus ihrer Kindheit ihr einfallen. Im Großen und Ganzen ein schönes und sehr gefühlsbetontes Buch. Ein wenig verwirrend habe ich die Zeitensprünge und die vielen Personen (Tanten, Onkel, Oma, Opa, Nichten, Neffen, Cousins und Cousinen) empfunden. Man mußte schon gut aufpassen, um wen es gerade geht. Und schreibt sie jetzt von früher oder von heute? Aber durchschaubar ist alles schon noch, und die Autorin hat auf jeden Fall meinen Respekt für das Schreiben dieses Buches! Sie schreibt von ihrer eigenen Familie, von ihren Gefühlen und Empfindungen, und da gehört eine Menge Mut dazu, glaube ich!

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