Daria Bignardi So glücklich wir waren

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Inhaltsangabe zu „So glücklich wir waren“ von Daria Bignardi

Mit ihren Erinnerungen an die unbeschwerten Tage der Jugend und ihrer Leidenschaft für klassische Literatur lebt Alma lieber in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Als ihre Tochter Antonia schwanger ist, weiht sie sie ein in ein wohl gehütetes Familiengeheimnis: das spurlose Verschwinden ihres Bruders. Antonia beschließt, nach Ferrara zu reisen und sich auf eine Suche zu machen, für die ihre Mutter nie genug Kraft hatte. Doch bei ihren Streifzügen durch die mysteriös anmutende Stadt, die mit ihren mittelalterlichen Gemäuern und den schmalen Gassen die perfekte Kulisse für Heimlichkeiten und Gerüchte bietet, kommt Antonia nicht nur der Geschichte ihrer verschlossenen Mutter und dem Verschwinden ihres Onkels auf die Spur, sondern enthüllt auch eine familiäre Tragödie, die sehr viel weiter reicht, als sie jemals hätte ahnen können. So glücklich wir waren erzählt ebenso fesselnd wie ergreifend von lebenslanger Reue und der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern. In ihrem aufwühlenden Roman stellt Daria Bignardi die alles entscheidende Frage, wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen.

Ein sehr schönes, melancholisches Buch!

— naninka
naninka

Familiengeheimnisse und ihre Auswirkungen auf mehrere Generationen - spannend, intensiv und gefühlvoll erzählt - voller Dramen und Glück

— EvelynM
EvelynM

Geheimnisse brechen Herzen

— Milagro
Milagro

Einfach nur GENIAL!

— Angelika123
Angelika123

Berührend und emotional !!!

— marpije
marpije

Sehr unterhaltsam und stimmig, eine bewegende Familiengeschichte mit all ihren Gehemnissen und unausgeprochenen Wahrheiten

— Julitraum
Julitraum

Melancholische Stimmung um eine geheimnisvolle Familiengeschichte, großartig erzählt

— krimielse
krimielse

Eine berührende und beängstigende Familiengeschichte - spannend und eindrücklich erzählt!

— miro76
miro76

Ein unterhaltsamer, spannender Roman aus Ferrara um Familiengeheimnisse und ihre Aufdeckung.

— Barbara62
Barbara62

Schön und flüssig geschrieben, leider waren die Handlungen der Personen am Ende für mich nicht mehr vernünftig nachzuvollziehen.

— leserattebremen
leserattebremen

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  • Themen
  • Ein melancholischer und stimmungsvoller Roman

    So glücklich wir waren
    naninka

    naninka

    15. February 2017 um 00:12

    Mit ihren Erinnerungen an die unbeschwerten Tage der Jugend und ihrer Leidenschaft für klassische Literatur lebt Alma lieber in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Als ihre Tochter Antonia schwanger ist, weiht sie sie ein in ein wohl gehütetes Familiengeheimnis: das spurlose Verschwinden ihres Bruders. Antonia beschließt, nach Ferrara zu reisen und sich auf eine Suche zu machen, für die ihre Mutter nie genug Kraft hatte. Doch bei ihren Streifzügen durch die mysteriös anmutende Stadt, die mit ihren mittelalterlichen Gemäuern und den schmalen Gassen die perfekte Kulisse für Heimlichkeiten und Gerüchte bietet, kommt Antonia nicht nur der Geschichte ihrer verschlossenen Mutter und dem Verschwinden ihres Onkels auf die Spur, sondern enthüllt auch eine familiäre Tragödie, die sehr viel weiter reicht, als sie jemals hätte ahnen können. So glücklich wir waren erzählt ebenso fesselnd wie ergreifend von lebenslanger Reue und der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern. In ihrem aufwühlenden Roman stellt Daria Bignardi die alles entscheidende Frage, wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen. Alma und Maio wachsen als Bruder und Schwester zusammen auf, unzertrennlich, unbeschwert, glücklich. Doch an dem Tag, als Maio verschwindet, enden die unbeschwerten Tage. Almas Tochter möchte herausfinden, was passiert ist und auch ergründen, wieso ihre Mutter so ist, wie sie ist.... Das Buch spielt im hier und jetzt aus Antonias Sicht und wechselt dann zum damals aus Almas Perspektive. Nach und nach ergibt sich ein Puzzle. Spannende Rückblenden, melancholische Reminiszenzen wechseln sich ab mit den aktuellen Geschehnissen. Die Atmosphäre ist melancholisch und poetisch. Man erfährt viel über Ferrara und dem ländlichen Italien. Spannend sind die verschiedenen Beziehungen zwischen Mutter und Tochter, Alma und ihrem Mann, Antonia und ihrem Leo, Alma und Leo, die Geschwister Alma und Maio, Maio und seine damaligen Freundin, etc. Die Geschichte ist wunderbar atmosphärisch, melancholisch und poetisch - ein Buch zum Eintauchen. Einzig der Schluss ist abrupt und etwas unbefriedigend. Der schnelle Schluss passt irgendwie nicht zu diesem langsamen und stimmungsvollen Roman. Trotzdem- ein Lesegenuss, der nachwirkt.

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  • Italienische Familiengeheimnisse

    So glücklich wir waren
    EvelynM

    EvelynM

    10. November 2016 um 14:19

    Alma ist Mutter und bald auch Großmutter als sie ihrer schwangeren Tochter Antonia ein Familiengeheimnis anvertraut: ihr geliebter Bruder Marco – Maio – ist vor 3 Jahrzehnten spurlos verschwunden und hat die Familie Sorani für immer verändert. Noch heute leidet Alma unter dem Verlust und ihren Schuldgefühlen. War doch sie es, die ihn zum Ausprobieren von Drogen angestiftet hatte. Stets ist ihr Maio gefolgt und als er verschwindet, erfasst die Familie eine Tragödie, bei der nur Alma zurückbleibt. Antonia macht sich die Beziehungen ihres Lebensgefährten und Polizisten Leo zunutze und reist in die Heimatstadt ihrer Mutter, Ferrara. Ihr Beruf, Journalistin, kommt ihr dabei zugute und ganz langsam, aber unaufhörlich taucht sie in die Vergangenheit ihrer Eltern und Großeltern ein. Dabei entdeckt sie viele gut gehütete bzw. verdrängte Geheimnisse. Zuhause in Bologna nähern sich währenddessen Alma und Leo endlich einander an. Der Erzählwechsel zwischen Alma und Antonia macht den Roman spannend und intensiv, auch wenn ich ab und zu verwirrt war, wer denn nun die Geschichte gerade weitererzählt. Die Rückblenden in Almas Vergangenheit fügen sich wie selbstverständlich in den Schreibfluss ein und lassen den Leser an ihren Schuldgefühlen und das Trauern um ihren Bruder teilhaben. Wie zerbrechlich ein vermeintliches Familienglück sein kann, zeigt die Erzählung um Alma, ihren verschwunden Bruder Marco (Maio) und Almas Tochter Antonia. Die Autorin schafft es mit ihrer gefühlvollen Sprache trotzdem klar zu bleiben und so den Leser mit nach Ferrara und die Geheimnisse der Familie Sorani zu nehmen. Wie sich Geheimnisse und Entscheidungen auf alle Familienmitglieder auswirken können und welche Schicksale daraus entstehen, haben mich traurig gemacht und mit Antonia und Alma mitfiebern lassen, dass es ein Happy End für ihre Familie gibt. Etwas genervt war ich vom Alkoholkonsum von Antonia während ihrer Schwangerschaft. Die Charaktere sind jedenfalls gut beschrieben und meine Sympathien liegen ganz klar bei Antonia. Alma finde ich bis zum Schluss sehr unzugänglich und ihr plötzlich erwachendes Interesse am älteren Lebensgefährten ihrer Tochter hinterlässt bei mir die Vermutung, dass sie durch ihn nur wissen möchte, was Antonia in Ferrara in Erfahrung bringt. Zwei Zitate aus Daria Bignardis Buch bleiben mir noch lange im Gedächtnis: „Ich war siebzehn Jahre alt, und ich wusste nicht, dass wir glücklich waren.“ „Ich habe eingesehen, dass es manchmal mehr Mut braucht, die Wahrheit zu verschweigen, als sie zu sagen.“ Ein absolut lesenswerter Roman, der noch lange nachwirkt und nicht auf alle Fragen eine Antwort gibt.

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  • Die Stadt ist der heimliche Star dieser Geschichte

    So glücklich wir waren
    Queenelyza

    Queenelyza

    04. November 2016 um 18:53

    Alma und Maio wachsen als Bruder und Schwester zusammen auf, unzertrennlich, unbeschwert, glücklich. Doch mittlerweile ist Alma fünfzig Jahre alt, und als ihre Tochter Antonia schwanger ist, verrät sie ihr ein lang gehütete Geheimnis. Maio ist vor dreißig Jahren verschwunden, und keiner weiß, was damals genau passiert ist. Antonia reist nach Ferrara, einer geheimnisvollen Stadt in Norditalien, um mehr herauszufinden. Und was sie herausfindet, ist noch viel dramatischer, als sie erwartet hat...Das Buch ist in sehr kurzen Kapiteln abwechselnd aus den Perspektiven von Alma und Antonia geschrieben. So erfahren wir in Rückblenden, was sich damals ereignet hat. Die Kapitel von Alma sind allerdings nicht nur retrospektiv erzählt, sondern lassen auch die Alma der Gegenwart die aktuellen Begebenheiten schildern, was das ganze interessanter und tiefer macht. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter ist eine recht nüchterne, distanzierte, was hervorragend durch den ebenfalls sehr distanzierten Erzählstil untermalt wird. Die Sätze sind kurz und spröde, auch wenn sie schön formuliert sind, was dem Roman oftmals ein wenig wie ein Bericht erscheinen lässt. Dadurch erfährt keine der Person eine Wertung, der Leser kann sich selbst Gedanken machen, wen er aus welchen Gründen mag oder nicht. Das fand ich sehr gelungen, es ist mir so ausgefeilt noch in keinem anderen Roman aufgefallen. Neben der Geschichte um Alma und Maio gibt es ganz viel Lokalkolorit, die Stadt Ferrara wird ausführlich beschrieben und als geheimnisvoll und melancholisch dargestellt. Da ich selbst schon dort war, kannte ich viele Orte dieser wunderschönen Stadt, und bin in Gedanken selbst wieder die engen Gassen entlang gewandert und habe den Dom bewundert. Man merkt der Autorin ihre Liebe für diese Stadt deutlich an, denn sie ist fast der eigentliche Star dieses Romans. Das Setting ist ausgesprochen gut gewählt, die Story passt wunderbar in diese Stadt. Trotz der Nüchternheit der Erzählweise (oder gerade deswegen?) kamen all die Gefühle in diesem Roman ungefiltert hervor und konnten von mir sehr gut nachvollzogen werden. Die Verzweiflung in der Familie, als Maio verschwindet, ihre Liebe und ihr Zusammenhalt, die Trauer und Wut über das Schicksal, das so unbarmherzig zuschlägt - und doch die Hoffnung, dass alles irgendwann irgendwie vielleicht doch wieder gut wird. Das einzige, was mir an dem Roman nicht so gut gefallen hat, war der Schluss. Was dort passiert, war für diesen ruhigen Roman irgendwie zu überkandidelt, zu sensationsheischend und hat nicht wirklich zum restlichen Buch gepasst. Trotzdem habe ich diese Familiengeschichte sehr gerne gelesen und werde mir sicher auch noch andere Bücher der Autorin zulegen. 

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  • Melancholisch und bewegend

    So glücklich wir waren
    jackdeck

    jackdeck

    01. November 2016 um 18:21

    Das Buch ist geschrieben in zwei Erzählperspektiven - aus Antonina und Alma Sicht, die ständige Abwechslung sorgt für Spannung und weckt große Neugier. Dank der zwei Erzählstränge habe ich sehr genauen Blick in das Leben von die beiden in ihren Familie und das Alltag. Almas Tochter Antonia ist mit ihrem ersten Kind schwanger, und Alma beschließt, Antonia ein Geheimnis anzuvertrauen, damit ihr Enkelkind mit der Wahrheit aufwachsen kann.So erzählt Alma von ihrem Bruder Maio, der vor 30 Jahren spurlos verschwunden ist. Alma gibt sich die Schuld am Verschwinden ihres Bruders, der ihr sehr nahe stand, denn sie war diejenige, die vorgeschlagen hatte, zusammen Heroin auszuprobieren. Für Alma blieb es bei dem einen Mal, doch Maio wurde abhängig. In der Nacht, in der Maio verschwand, starben zwei andere Junkies an einer Überdosis, so dass die Polizei und Maios Familie davon ausgehen, dass auch Maio gestorben sei.Der Schreibstil ist sehr flüssig, angenehm zu lesen, die Kapiteln sind kurz aber intensiv, die größte Stärke von das Buch ist die Stimmung , die Autorin ist gelungen in ihrer Schreibweise die Stimmung immer zu den Situation anpasse. Ein wirklich rührendes Buch, die Emotionen passen zu den Worten die von der Autorin verwendet werden. Ich konnte abtauchen in die Gedankenwelt und habe dieses melancholische Buch sehr gern gelesen.

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  • Leserunde zu "So glücklich wir waren" von Daria Bignardi

    So glücklich wir waren
    Insel_Verlag

    Insel_Verlag

    »Ich habe immer geglaubt, dass es Geheimnisse gibt, die man niemals lüften darf.« So glücklich wir waren erzählt ebenso fesselnd wie ergreifend von der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern, von lebenslanger Reue und der Schwierigkeit des Vergebens. In ihrem aufwühlenden Roman stellt Daria Bignardi die alles entscheidende Frage – wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen. »So glücklich wir waren ist eine überaus bewegende und fesselnde Familiengeschichte. Bignardis bester Roman.« La Stampa Um mehr über das Buch zu erfahren, schaut Euch unseren Buchtrailer an:Neugierig geworden? Dann werft einen Blick in die Leseprobe » »Der neue Roman von Daria Bignardi ist ein großartig intensiver Thriller der Gefühle.« Donna Moderna Ihr seid gespannt, was es mit dem Geheimnis um Almas Familie auf sich hat? Dann freuen wir uns – gemeinsam mit Daria Bignardi – über Eure Teilnahme an dieser Leserunde. Bewerbt Euch über den blauen »Jetzt bewerben«-Button* um eines von 25 Leseexemplaren von So glücklich wir waren, indem Ihr bis zum 14. September folgende Frage beantwortet:Wem würdest Du Dein tiefstes Geheimnis anvertrauen? Über die Autorin: Daria Bignardi wurde 1961 im italienischen Ferrara geboren und ist eine gefeierte Schriftstellerin, Journalistin und Fernsehmoderatorin. So glücklich wir waren ist ihr vierter Roman. Die Autorin lebt und arbeitet in Mailand.* Im Gewinnfall verpflichtet Ihr Euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Veröffentlichen einer ausführlichen Rezension auf LovelyBooks.de, nachdem Ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet Ihr vor Eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken.

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    • 527
  • Geheimnisse, Geheimnisse

    So glücklich wir waren
    Milagro

    Milagro

    19. October 2016 um 22:26

    Ich bin an sich kein großer Freund von Familiengeschichten, zu viele Beziehungen, zu viele verworrene Nebenschauplätze. Nun habe ich nach Die Frauen vom Meer gleich wieder eine Familiengeschichte gelesen. Ganz anders als vorgenannte, auf besondere Weise faszinierend und gleichfalls absolut lesenswert. Die Geschichte rankt sich um Alma und ihren Bruder Maio, beide unbeschwert, frei, jung und lebenshungrig. Das Drama nimmt seinen Anfang, als Maio leichtsinnig wird und sich dadurch von seiner Schwester, mit der er eng verbunden ist, abkapselt. Es nimmt seinen tragischen Verlauf, als Maio plötzlich wie vom Erdboden verschluckt ist. Die Familie bricht, zerbricht, hört auf zu existieren. Alma ist um die 50, als ihre einzige Tochter die Suche nach dem verschwundenen Onkel aufnimmt. Sie trifft auf Menschen, die Geheimnisse kennen, die Geheimnisse aufdecken und mit jeder Seite zieht uns die Autorin tiefer in die Geschichte der Familie hinein. Faszinierend, immer spannend und mit einem Hauch Melancholie. Ich wollte verstehen, nachvollziehen und war dabei der Tochter viel näher als der Mutter, der ständige Perspektivwechsel zwischen den beiden Frauen führte dazu, dass ich immer weiter lesen wollte. Eine schöne, tragische Geschichte, die mich sehr berührt hat.

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    • 2
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • Berührende und tragische Familiengeschichte

    So glücklich wir waren
    krimielse

    krimielse

    19. October 2016 um 06:42

    "An dem Tag, als Maio verschwand, haben wir aufgehört, eine Familie zu sein.Wir haben es nicht geschafft, und zu retten. Wir vier hatten nur einander und danach hatten wir nichts mehr." Antonia begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit zu den Wurzeln ihrer Familie in die italienische Stadt Ferrara. Ihre Mutter Alma hat mit 17 Jahren auf mysteriöse ihren Bruder Maio verloren und erzählt Antonia erst davon, als diese schwanger ist. Daran zerbricht die Familie damals, Almas Leben ist bestimmt vom Verlust und von der Hoffnung darauf, dass sie Maio wiederfinden kann. Schweigen und Geheimnisse prägen Antonias Suche, für die ihre Mutter Alma nie die Kraft und den Mut fand und die am Ende eine Familientragödie offenbart, die Antonias Leben auf den Kopf stellt. Das Buch berichtet von Almas glücklichen Jugenderinnerungen und ihren Gedanken und Gefühlen damals und heute und erzählt gleichzeitig von Antonias Suche und ihren Entdeckungen der Geheimnisse um die Familie Sorani in Ferrara. Es ist ein Buch der vorsichtigen Annäherung der Mutter an ihre Tochter und gleichzeitig ein Buch des Schweigens der beiden Frauen im Umgang miteinander. Geführt von der Geschichte und geheimnisvollen Hinweisen durch Alma und ihren Vater reist Antonia im sechsten Monat ihrer Schwangerschaft in die melancholisch anmutende und mit einem mystischen Hauch dargestellte Stadt Ferrara, in dem die Familie Sorani bis zur Tragödie des Verschwindens von Maio lebte. Sie stellt auf ihrer Suche fest, dass sie ihre Mutter Alma eigentlich nicht kennt. Die Geschichte ist aus zwei Erzählperspektiven geschrieben, Alma und Antonia erzählen abwechselnd. Alma berichtet in der ich-Form von ihren Erlebnissen und Erinnerungen an die Vergangenheit. Als Leser wird man dabei verführt, ihr Glauben zu schenken und ihrer Sicht auf die Dinge zu vertrauen, zumal sie sich als mitschuldig am Verschwinden ihres Bruders Maio sieht. Antonia erzählt von ihrer Suche in Ferrara, die zunächst geprägt ist von Verwirrung und Schweigen, ja fast Ablehnung, später einen Familienthriller offenbart, von dem auch Alma nicht das ganze Ausmaß kannte. Sie stößt auf eine Geschichte aus Drogen, Depression, Repressalien Schuldgefühlen und Tod, die das Zerbrechen der Familie nachvollziehbar macht. Der Schreibstil des Buches reicht von reportagenhaft bis poetisch. Es gibt viele wundervolle Beschreibungen der Stadt Ferrara, in die man sich beim Lesen versetzt fühlt und gemeinsam mit Antonia die Straße entlang schlendernd ein Café oder einen bestimmten Laden sucht. Almas Berichte erscheinen manchmal seltsam unnahbar, was ich jedoch als sehr passend empfunden habe, da das Abschotten nach außen zu ihrem Charakter gehört, sie läßt weder ihre Tochter noch den Leser nahe an sich heran. Antonia, die ebenfalls in der ich-Form ihren Teil der Geschichte erzählt, wirkt offener und emotionaler in ihrer ganz eigenen Sicht auf die Dinge, ebenfalls passend zur angelegten Figur. Im Text finden sich viele kleine Passagen, fast philosophisch anmutend, an denen man als Leser hängenbleiben möchte und die zum Nachdenken anregen. Das gefiel mir sehr. Ein wirklich überraschendes und sehr dicht geschriebenes Ende sowie der Blick auf ein Jahr nach Antonias Suche in Ferrara runden die Geschichte auf zufriedenstellend Weise ab. Manche Verwicklungen bleiben ungeklärt und Probleme werden nicht komplett gelöst, wie es im wahren Leben auch wäre, was das Buch für mich glaubhaft erscheinen lässt. Ich habe die Lektüre sehr genossen und empfehle das Buch uneingeschränkt Liebhabern anspruchsvoller geheimnisvoller Familiengeschichten, die eindringlich und poetisch verfasst sind. Für das Lesevergnügen vergebe ich sehr gerne fünf Sterne.

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    • 3
  • Tragische Familiengeheimnisse

    So glücklich wir waren
    Angelika123

    Angelika123

    18. October 2016 um 19:52

    Schon seit ihrer Jugend trägt Alma ein schwerwiegendes Geheimnis mit sich herum. Als ihre Tochter Antonia schwanger ist, hält Alma es für den richtigen Zeitpunkt sie einzuweihen und erzählt ihr von ihrem Bruder Maio, der eines Tages vor 30 Jahren in ihrem Heimatort Ferrara spurlos verschwunden ist. Niemand hat je herausgefunden, was damals mit Maio passiert ist, doch Alma leidet seither unter starken Schuldgefühlen, die sie einfach nicht loslassen. Antonia hat sich daraufhin vorgenommen dieses Rätsel endlich zu lösen und macht sich auf den Weg nach Ferrara. Doch die Spurensuche gestaltet sich sehr viel schwieriger und hat weitreichendere Folgen als angenommen...„So glücklich wir waren“ erzählt in einer ruhigen melancholischen, aber sehr intensiven Artdie Geschichte einer italienischen Familie, deren Geheimnisse mehrere Generationen überschatten und letztlich durch zwei sich abwechselnde Erzählstränge von Mutter und Tochter nach und nach aufgedeckt werden. Die Mischung aus aktuellen Geschehnissen der Gegenwart und Erinnerungen aus der Vergangenheit ist sehr abwechslungsreich und spannend zu lesen. Es ist ein Roman, der den Leser sofort gefangen nimmt und zwar nicht nur durch die reine Handlung, sondern vor allem auch durch seine schöne Sprache und die lebendigen, ausgereiften Figuren. Sowohl die Gedanken und Gefühle als auch die Handlungen der jeweiligen Charaktere sind nachvollziehbar und authentisch gestaltet. Dabei schafft es die Autorin warmherzig zu schreiben und den Leser emotional zu berühren, ohne jedoch ins Kitschige abzudriften und übertrieben oder unglaubhaft zu wirken. Durch die kurzen Kapitel und den flüssigen Schreibstil liest sich das Buch außerdem sehr angenehm. Für mich gehört es auf jeden Fall zu den besten Büchern, die ich bisher gelesen habe. 

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  • Spannende Familiengeschichte

    So glücklich wir waren
    Sehrvielmehr

    Sehrvielmehr

    14. October 2016 um 18:41

    Inhaltsangabe zu „So glücklich wir waren“ von Daria Bignardi Mit ihren Erinnerungen an die unbeschwerten Tage der Jugend und ihrer Leidenschaft für klassische Literatur lebt Alma lieber in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Als ihre Tochter Antonia schwanger ist, weiht sie sie ein in ein wohl gehütetes Familiengeheimnis: das spurlose Verschwinden ihres Bruders. Antonia beschließt, nach Ferrara zu reisen und sich auf eine Suche zu machen, für die ihre Mutter nie genug Kraft hatte. Doch bei ihren Streifzügen durch die mysteriös anmutende Stadt, die mit ihren mittelalterlichen Gemäuern und den schmalen Gassen die perfekte Kulisse für Heimlichkeiten und Gerüchte bietet, kommt Antonia nicht nur der Geschichte ihrer verschlossenen Mutter und dem Verschwinden ihres Onkels auf die Spur, sondern enthüllt auch eine familiäre Tragödie, die sehr viel weiter reicht, als sie jemals hätte ahnen können. So glücklich wir waren erzählt ebenso fesselnd wie ergreifend von lebenslanger Reue und der fragilen Nähe zwischen Müttern und Töchtern. In ihrem aufwühlenden Roman stellt Daria Bignardi die alles entscheidende Frage, wie genau wir die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen. Meinung: Das Cover hat mich sofort angesprochen und es vermittelt die Atmosphäre die so wunderbar im Buch rüberkommt. Orte, Landschaften, Cafés, Wohnungen und vor allem die Menschen werden so beschrieben das man sofort ein Bild hat. Anfangs musste ich mich erst an den Personen- sowie Zeitwechsel gewöhnen und auch die vielen Namen haben mich sehr verwirrt. Aber das hat sich bei mir nach ein paar Kapitel gelegt. Antonia finde ich sehr sympathisch und auch authentisch und das sie alleine die Vergangenheit ihrer Mutter erforschen will erscheint mir sehr mutig. Alleine in einem für sie fremden Ort und dann auch noch Schwanger. Sehr spannend habe ich das Verhältnis von Antonia und dem Polizisten Luigi empfunden, man hätte vermuten können das sich da eine Affäre anbahnt. Mich hat aber vor allem interessiert wie ihr Onkel verschwunden ist und der Fall hat sich im Buch Stück für Stück ergeben und am Ende macht alles einen Sinn.Mir hat das Buch super gefallen und ich konnte es teilweise nicht aus der Hand legen weil es mich so gepackt hat.

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  • Berührend und emotional !!!

    So glücklich wir waren
    marpije

    marpije

    14. October 2016 um 16:36

    Ein schönes, ruhiges, melancholisches Buch über Mutter und Tochter , die Familiengeheimnisse und das alte Schuld. Antonia ist schwanger und ihre Mutter Alma erst jetzt erzählt ihr über der verschwundenen Onkel Maio und über das Leben nach den harten Schlag. Antonia ist entschlossen nach Ferrara zu fahren, die Heimatstadt von ihre Mutter, und dort recherchieren was damals war passiert. Ferrara macht auf sie sehr verschlafene Eindruck aber Antonia fühlt sich dort wohl, dank Hilfe von ein Polizist aus Ferrara sie kriegt ein Blick in die Akten, sie besucht auch eine alte Nachbarin von ihre Mutter welche erzählt ihr ein Parr Sachen über nicht die Mutter von Antonia weiß Bescheid, alles ist in Nebel von die Geheimnisse umgehüllt . Das Buch ist geschrieben in zwei Erzählperspektiven  - aus Antonina und Alma Sicht , die ständige Abwechslung sorgt für Spannung und weckt große Neugier. Dank die zwei Erzählstränge habe ich sehr genaues Blick in das Leben von die beiden in ihren Familie und das Alltag. Die zwei Protagonisten, Mutter und Tochter  sind sehr detailiert beschrieben mit guten, tiefen Blick in ihre Gefühle und Gedanke, auch die Nebenpersonen sing gut ausgearbeitet mit starken Riss und Persönlichkeit . Der Schreibstil ist sehr flüssig, angenehm zu lesen, die Kapiteln sind kurz aber intensiv, die größte Stärke von das Buch ist die Stimmung , die Autorin ist gelungen in ihrer Schreibweise die Stimmung immer zu den Situation anpassen, auch die plastische Beschreibungen von Landschaften, Orten und Plätzen sind herrvoragend. Gutes, spannendes mit vielen psychologischen Details Familiendrama, kann ich nur weiter empfehlen .    

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  • Geschichte um ein altes Familiengeheimnis

    So glücklich wir waren
    bookgirl

    bookgirl

    13. October 2016 um 16:01

    Inhalt Antonia ist schwanger, als ihre Mutter Alma ihr von einem Familiengeheimnis erzählt. Vor vielen Jahren ist ihr Bruder spurlos verschwunden und trotz größter Bemühungen konnten die Eltern nie in Erfahrung bringen, ob ihr Sohn lebt oder Tod ist. Antonia beschließt nach Ferrara zu reisen und sich auf Spurensuche zu begeben. Einer Suche, für die Alma nie die Kraft aufbringen konnte. Bei ihren Nachforschungen erfährt Antonia nicht nur mehr über den Verbleib ihres Onkels, sondern enthüllt auch eine weitaus größere familiäre Tragödie. Meine Meinung Daria Bignardi erzählt mit ihrem Roman eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Handlung wird wechselseitig mal aus der Sicht von Antonia, mal aus der Sicht ihrer Mutter Alma erzählt. Nach und nach erfährt der Leser immer mehr über den Verbleib des Bruders/Onkels und lernt auch die Protagonistinnen besser kennen. Im Fokus stehen dabei zwei starke Frauenfiguren und die Frage, wie gut man selbst ein so enges Familienmitglied wie seine Mutter kennen kann und wie erschreckend es ist, wenn man über diese Dinge aus ihrer Vergangenheit erfährt. "So glücklich wir waren" führt uns nach Ferrara, einem Schauplatz der mir vorher kein Begriff war, nun, wo ich jedoch ein Bild von dem Ort habe, perfekt zu der Geschichte passt und mich sogar neugierig macht selber mal dort hin zu reisen. Ferrara ist die Stadt, in der Alma groß geworden ist, wo ihr Bruder zu harten Drogen griff und plötzlich verschwand. Es ist auch der Ort, den sie seit über 30 Jahren meidet und nicht mehr besucht hat, obwohl das Haus ihrer Familie immer noch dort für diese zur Verfügung steht. Daria Bignardi hat für ihren Roman eine einfache, leicht zugängliche Sprache gewählt, der es an Spannung nicht mangelt. Einzig das etwas zu dick aufgetragene Ende hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht. Fazit "So glücklich wir waren" ist eine packende Geschichte um ein altes Familiengeheimnis, welches mich sehr gut unterhalten und an die Handlung gefesselt hat. Auf Grund des etwas zu dramatischen Endes, vergebe ich gute 4 Sterne.

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  • Unterhaltsam und bewegend

    So glücklich wir waren
    Julitraum

    Julitraum

    12. October 2016 um 18:35

    Antonia erwartet ihr erstes Kind. Dies nimmt ihre Mutter Alma zum Anlass, ihr die Wahrheit über ihren Bruder Maio, Antonias Onkel, den Antonia jedoch nie kennengelernt hat, zu erzählen. Maio ist vor über 30 Jahren verschwunden. Er war heroinabhängig. Sein und Almas Vater hat sich daraufhin das Leben genommen, die Mutter verstarb kurze Zeit an Krebs. Alma verließ ihren Heimatort Ferrara und zog nach Bologna. Als Antonia dies alles erfährt ist sie sehr interessiert an der bisher verschwiegenen Familiengeschichte und beschließt nach Ferrara zu reisen, um dem Verschwinden von Maio auf den Grund zu gehen. Doch kann sie hier nach über 30 Jahren noch etwas in Erfahrung bringen? Tatsächlich gibt es in Ferrara noch einige Zeitzeugen, die Antonia einiges erzählen können und Antonia erfährt Dinge, die selbst Alma so nicht wusste. Währenddessen schweifen Almas Gedanken immer wieder in die Vergangenheit ab, als der Bruder Maio, mit dem sie ein sehr inniges Verhältnis verband, und die Eltern noch lebten. Alma erinnert sich an manche glücklichen Momente, aber auch an den Umbruch, der damals kam.Schon nach kurzer Zeit war ich gefangengenommen von dieser Lektüre. Wenn auch nicht allzu viel passiert, so liest sich dieser Roman aufgrund seiner lebendigen Figuren, der schönen Sprache und den Perspektivenwechseln sehr zügig und es wird nie langweilig. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven, einmal die Gegenwart aus Antonias Sicht und dann wieder die Gegenwart aus Almas Sicht sowie Almas Erinnerungen aus der Vergangenheit, wirkt das Geschehen sehr lebendig und spannend. Zudem erfährt der Leser so nach und nach bruchstückhaft Hinweise auf die Beziehungen der Familienmitglieder, die Zeit damals und ihre Auswirkungen in die Gegenwart. Ein spannender und bewegender Roman, der mich gut unterhalten hat.

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  • ‚Doch in unserem Haus hatte das Unglück bereits Einzug gehalten.‘

    So glücklich wir waren
    sabatayn76

    sabatayn76

    08. October 2016 um 15:57

    ‚Man denkt: ‚Wie glücklich wir waren.‘. Doch in unserem Haus hatte das Unglück bereits Einzug gehalten.‘ Inhalt: Almas Tochter Antonia ist mit ihrem ersten Kind schwanger, und Alma beschließt, Antonia ein Geheimnis anzuvertrauen, damit ihr Enkelkind mit der Wahrheit aufwachsen kann. Und so erzählt Alma von ihrem Bruder Maio, der vor 30 Jahren spurlos verschwunden ist. Alma gibt sich die Schuld am Verschwinden ihres Bruders, der ihr sehr nahe stand, denn sie war diejenige, die vorgeschlagen hatte, zusammen Heroin auszuprobieren. Für Alma blieb es bei dem einen Mal, doch Maio wurde abhängig. In der Nacht, in der Maio verschwand, starben zwei andere Junkies an einer Überdosis, so dass die Polizei und Maios Familie davon ausgehen, dass auch Maio gestorben ist. Das Verschwinden Maios führt zum Zerbrechen der Familie: Sechs Monate später suizidiert sich Almas Vater, und Almas Mutter stirbt an Krebs. Mein Eindruck:Mir hat die Geschichte um Alma und Maio sowie Antonias Suche nach der Wahrheit sehr gut gefallen, und aufgrund der klaren Sprache und des bewegenden Inhalts gehört ‚So glücklich wir waren‘ zu meinen Lieblingsbüchern 2016. Daria Bignardi erzählt ihre Geschichte sowohl aus Almas als auch aus Antonias Perspektive, wodurch der Roman sehr abwechslungsreich ist. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn ‚So glücklich wir waren‘ lässt sich schnell und flüssig lesen und ist dennoch anspruchsvoll. Die kurzen Kapitel tragen dazu bei, immer weiter zu lesen, und sorgen dafür, dass man das Buch kaum zur Seite legen kann. Die Autorin erzählt einnehmend und aufwühlend von Almas Familie, doch wird nie rührselig oder kitschig und übertreibt mit der Schilderung von Gefühlen nicht. Auch die Protagonisten, ihre Gedanken, Gefühle und ihr Verhalten wirken authentisch und lebensnah. Mein Resümee:Eine Autorin, die ich mir merken werde. Eines meiner Lieblingsbücher 2016.

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  • Wir waren siebzehn Jahre alt und wussten nicht, dass wir glücklich waren.

    So glücklich wir waren
    miro76

    miro76

    02. October 2016 um 21:04

    Als Antonia schwanger ist, wird sie von ihrer Mutter Alma in ein wohlgehütetes Familiengeheimnis eingeweiht. Ihr Onkel Marco, genannt Maio, verschwand vor Jahren spurlos und ihre Mutter fühlt sich dafür verantwortlich.Um herauszufinden, was damals wirklich geschah, macht sich Antonia auf den Weg nach Ferrara, den Geburtsort ihrer Mutter. Sie trifft dort einen äußerst hilfreichen Polizeikommissar,  die ehemalige Nachbarin ihrer Großeltern und die damalige Freundin von Maio. Sie alle liefern Informationen, die den Fall momentan sehr verworren erscheinen lassen. Alma reist lieber nicht nach Ferrara. Sie möchte ihre Erinnerungen lieber vergraben lassen. Daria Bignardi  erzählt uns diese Geschichte in zwei Erzählsträngen. Alma und Antonia kommen abwechselnd zu Wort, wobei manchmal die junge Alma und manchmal die aktuelle Alma erzählt. Dadurch erfahren wir LeserInnen stückchenweise, was sich damals zugetragen hatte. Maios Verschwinden war der Beginn einer Reihe tragischer Ereignisse. Almas Vater, der immer schon an Depressionen litt nimmt sich ein halbes Jahr später das Leben und ein weiteres halbes Jahr später stirbt auch ihre Mutter an Krebs. Mit 18 Jahren ist Alma völlig allein und auf sich gestellt. „An dem Tag an dem Maio verschwand, haben wir aufgehört, eine Familie zu sein. Wir haben es nicht geschafft uns zu retten. Wir vier hatten nur einander, und danach hatten wir nichts mehr.“                      (S. 48) Daria Bignardi versteht es, in diesem Roman die Spannung aufrecht zu erhalten. Durch die zwei Erzählperspektiven und die Zeitsprünge puzzelt sich langsam eine Familiengeschichte zusammen, die mir den Atem raubt. So entwickelt sich langsam Verständnis für das lange Schweigen Almas und Respekt vor ihrem Lebensentwurf. Auch wenn sie nie glücklich sein kann, hat sie es doch geschafft, diese Dinge von ihrer Tochter fernzuhalten. „Ich weiß nicht, wie ich mich fühle. Es ist schon viel, wenn ich spüre, dass ich am Leben bin.“                (Alma auf S. 151) Daria Bignardis Sprache ist einfach, direkt und eindringlich. So beschwört sie Bilder von Ferrara herauf, die mich ermuntern den nächsten Urlaub dort zu verbringen, um einem kleinen Café Maronanpastete zu essen und vermittelt genauso direkt Emotionen. Ich fühle die Wut auf Maio, den Zorn auf die Eltern, die Angst vor der Zukunft, aber auch die Neugierde, die Liebe und den Zusammenhalt der Familie. Das große Drama am Ende hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht, denn Almas Geschichte ist dramatisch genug. Aber dafür gibt es bei mir keinen Punkteabzug. Mich hat das Buch großartig unterhalten und ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. Vielleicht sollte man zum Schluss ein Auge zudrücken.

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