Darien Gee Je süßer das Leben

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Inhaltsangabe zu „Je süßer das Leben“ von Darien Gee

Ein weises, warmherziges und ansteckendes Buch über Freundschaft, Familie und Gemeinschaft

Nach einem Schicksalsschlag hat die Welt alle Freude und Farbe für Julia Evarts verloren. Aber eines Nachmittags findet sie vor ihrer Tür einen Laib Freundschaftsbrot und eine Tüte Teig, den sie mit anderen Menschen teilen soll. Als sie in der Teestube Hannah und Madeline begegnet und den Teig weitergibt, ahnt sie nicht, dass dies der erste Schritt ist, der sie zurück ins Leben bringt und in ihrer kleinen Stadt eine Lawine an Freundschaft, Liebe und Gemeinschaft auslöst …

tolle, herzerwärmende Story!

— eintraumvonbuch

Habe das Buch von Anfang bis zum Ende geliebt! Eine liebevolle Geschichte!

— Greeneye

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  • Je süßer das Leben

    Je süßer das Leben

    jackdeck

    25. July 2016 um 11:11

    Kann ein einzelnes Brot die Welt verändern? Sicher nicht, aber ein Brot, dass sich alle zehn Tage vervierfachen und dass man dann weiterverteilen muss, kann durchaus Leben verändern. Es kann Menschen miteinander verbinden, die sich vorher kaum kannten und für ein Gemeinschaftsgefühl sorgen, wo vorher nur Einsamkeit war.Als Julia einen seltsamen Beutel mit Teig vor ihrer Tür findet, ahnt sie noch nicht, dass dieser ihr ins Leben zurück helfen wird. Nach einem Schicksalsschlag hat sie sich von allen abgekapselt, doch dieser Teig, den sie laut Anleitung zehn Tage pflegen und dann weiter verteilen soll, zwingt sie dazu, wieder mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Und so verteilt sich das sogenannte Freundschaftsbrot im ganzen Ort, sorgt für Freundschaft, aber auch für Verwirrung und führt Menschen zusammen ...Es ist sehr schön, dass die Hauptgeschichte um diese drei Frauen immer wieder aufgelockert wird, indem einzelne kurze Kapitel von Stadtbewohnern erzählen, die ebenfalls Freundschaftsbrotteig besitzen. Das sind sehr kurze, manchmal schöne, manchmal amüsante, aber auch traurige Einblicke in deren Leben. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Szene zwischen einem alten Ehepaar, die auf ihre Art und Weise so romantisch und liebevoll war, dass es richtig ans Herz ging. Oder der Moment, in dem der Teig für eine gefährliche Bombe gehalten wurde, einfach super!Am Ende finden sich verschiedene Rezepte, die während des Lesens schon mal ins Auge fallen, einige wenige sind auch in den Fließtext eingebaut. Das machte mir auch so richtig Appetit darauf, aber ich widerstehe, ich kenne ja die Gefahr dieser durchaus sehr leckeren Kuchen/Brote ;)

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  • Eine ruhige warmherzige Geschichte

    Je süßer das Leben

    buchjunkie

    02. March 2014 um 19:37

    Zugegeben, das Cover und der Titel lassen befürchten, das in dem Buch eine kitschige Geschichte steckt. Dem ist aber nicht so.  Klappentext:Avalon, eine Kleinstadt nahe Chicago. Julia Everts ist seit zwei Jahren in der Trauer um ihren kleinen Sohn Josh gefangen, der durch eine allergische Reaktion nach einem Wespenstich starb. Sie gibt ihrer Schwester Livvy, die an jenem Unglückstag auf Josh aufpassen sollte, die Schuld an seinem Tod und hat den Kontakt zu ihr abgebrochen. Mark, ihr Mann, flüchtet sich in seine Arbeit und die Aufmerksamkeit, die ihm seine neue Kollegin entgegenbringt.  Doch eines Tages wird Julia auf bezaubernde Weise aus ihrer Lethargie gerissen: Vor ihrer Tür findet sie ein selbstgemachtes Brot, eine Tüte mit dem Grundteig, das Rezept und die Aufforderung, ein eigenes „Freundschaftsbrot“ zu verschenken.Julias Tochter Gracie ist begeistert und nur ihretwegen lässt sie sich darauf ein. Julia ahnt nicht, wie sehr das Backen und Weiterschenken ihr Leben verändern wird.  Denn auch andere Frauen in Avalon sind nach Schicksalsschlägen einsam und verloren- die siebzigjährige Madeline, die ein kleines Teehaus betreibt, und die einst berühmte Musiker in Hannah, die wegen eines Rückenleidens nicht mehr Cello spielen kann, und deren Ehe unglücklich ist.  Der Duft und die Wärme frischgebackenen Brotes führt die drei Frauen zusammen, lässt sie ihre Einsamkeit überwinden und das Lachen in ihre Herzen zurückkehren.  Das ist der erste Roman von Darien Gee.  Die Geschichte ist nicht spannend, das braucht sie auch nicht. Ruhig wird die Handlung aus verschiedenen Sichten erzählt. Dass man so viele Einwohner von Avalon kennen lernt, macht den Roman interessant.  Es lässt sich gut lesen und ist nur an manchen Stellen ein bisschen langatmig.  Den Buchtitel finde ich schlecht gewählt.„Friendship Bread“ wie die amerikanische Ausgabe heisst, finde ich passender.  „Je süßer das Leben“ ist ein Roman ohne besondere Höhen und Tiefen, der sich gleichmäßig Lesen lässt ohne zu langweilen.  Es ist ein warmherziger Frauenroman über Freundschaft.

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  • Herzerwärmende Geschichte über das Leben, Freundschaft und Brotteig ;)

    Je süßer das Leben

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. January 2014 um 13:28

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Hermann! Nein, im Ernst, in diesem Buch geht es um Hermann. Nur dass Hermann in den USA Amish Friendship Bread (Amisches Freundschaftsbrot) heißt und ein etwas anderes Rezept hat, aber das Prinzip ist ein und das selbe. Gab es bei euch in der Schule auch mal so eine Phase, eine dieser regelrechten Hermann-Epidemien, in der das Zeug die Runde gemacht hat? Immer und immer wieder, bis eure Mütter verzweifelt sind vor lauter ungewolltem Teig und kein Mensch mehr Kuchen sehen konnte? Für alle, die Hermann und das Prinzip dahinter nicht kennen: Hermann ist ein Teig, ein Sauerteig genau genommen, der nach einem strengen Plan "großgezogen" wird, immer wieder wird er gefüttert und gerührt und alle zehn Tage in vier Teile geteilt - ein Teil wird gebacken, der Rest wird, ähnlich einem Kettenbrief, zusammen mit der Pflegeanleitung weitergegeben. Anfangs ein riesiger Spaß, wenn man aber irgendwann zum zigten Mal so eine Portion Teig aufgeschwatzt bekommt, wird es irgendwann so nervig, dass man schon beim Anblick des Teigs einfach nur schreiend wegrennen möchte :D Jedenfalls, das Freundschaftsbrot, das den Beginn von Julias Geschichte markiert, funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Und die Autorin hat das Potential, von dem ich gar nicht wusste, dass eine aberwitzige Kreation wie Freundschaftsbrot es überhaupt besitzt, wirklich von der ersten bis zur letzten Seite voll und ganz ausgenutzt und daraus eine wunderschöne Wohlfühlgeschichte gesponnen, die einfach herrlich zu lesen ist. Dabei hätte ich das Buch nach dem Prolog fast schon wieder zurück ins Regal gestellt. Denn das erste, was mir aufgefallen ist, war dass dieser nicht nur von einem Ich-Erzähler sondern auch in der Gegenwart erzählt wurde und das hat mir leider einfach gar nicht zugesagt - ohne dass ich genau sagen könnte, was mich an dieser Mischung so dermaßen abgeschreckt hat. Zumindest erledigt sich zumindest das mit dem Ich-Erzähler nach dem Prolog wieder und auch wenn es etwas ungewöhnlich war, eine Geschichte zu lesen, die im Präsens geschrieben wurde, im Endeffekt tuts der Geschichte keinen Abbruch und mit etwas Eingewöhnung hat mir der Stil sogar sehr gut gefallen. Die Geschichte ist eine Geschichte von Tod und Verlust, von Trennungen und Herzschmerz, von allerlei einschneidenden Erlebnissen und von Wendepunkten im Leben. Und es ist eine Geschichte von Freundschaften, von Mut und Lebenswillen und von Neuanfängen. Das alles hat die Autorin Darien Gee mit Hilfe ihres Freundschaftsbrot-Leitmotivs zu einer wunderbar gefühlvollen und auch unterhaltsamen Geschichte verwoben. Einer mit einem ganz grandiosen Ende, denn auch die Bewohner von Avalon stehen irgendwann vor dem großen Problem von zu viel Teig und die Lösung, die die Autorin sich dafür hat einfallen lassen, ist nicht nur der absolut passende Abschluss einer herrlichen Geschichte sondern auch einfach genial, emotional und sehr unterhaltsam. Alles in allem ist Darien Gees "Je süßer das Leben" ein wunderschönes, emotionales und unterhaltsames Wohlfühlbuch, das zwar kaum als Meisterwerk oder Klassiker in die Geschichte eingehen wird, aber einfach schön zu lesen ist. Mir hat dieser Roman auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und freue mich schon darauf mehr von dieser Autorin zu lesen. Eine dicke Empfehlung daher an alle Fans solcher Bücher.

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  • Ein wunderbar süßes, warmes Buch. Wie Freundschaftsbrot.

    Je süßer das Leben

    Lissy

    09. September 2013 um 20:47

    Julia befindet sich in einem Tief. Schon seit Jahren, seit ihr Sohn ums Leben gekommen ist. Auch Hanna und Madeline haben ihre Sorgen und durch einen Zufall treffen sich die drei und werden Freundinnen. Als dann noch in Avalon das Freundschaftsbrot der Amish herumgeht, kommt ein Stein ins Rollen, der wunderbares bewirkt. 

    Ein wundervolles Buch, das das Herz erwärmt und Lust auf Backen macht! 

  • Je süßer das Leben

    Je süßer das Leben

    Chimiko

    17. May 2013 um 17:07

    Es ist ein durch und berührendes Buch geworden, das von den Leiden und Problemen verschiedener Frauen erzählt, die durch einen Teig zusammengeführt werden. Die erste, die den Freundschaftsbrotteig erhält ist Julia, deren Sohn Josh sehr jung verstorben ist, und die dies nicht verkraftet. Als sie durch Zufall in eine Teestube gerät, und das obwohl sie kaum noch ausgeht, trifft sie auf Cellistin Hannah, die aufgrund von Rückenproblemen nicht mehr spielen kann und deren Mann sie verlassen hat. Und dann ist da noch die herzensgute Madeline, eine wirklich rüstige alte Dame, die die Teestube führt und lauter Köstlichkeiten anbietet. Spontan schenkt Julia ihnen jeweils einen Beutel des Freundschaftsbrotes und eine wundervolle Geschichte beginnt. Allein schon durch die Idee dieses Brotteiges (oder eher Kuchen), der immer geteilt wird und verteilt wird und der nie alle geht, wurde ich an meine Kindheit erinnert, denn bei uns ging in der Grundschule auch so ein Teig um, der allerdings einen deutlich lustigeren Namen hatte: Hermann. Ich hab den Geruch während des Lesens so richtig in die Nase bekommen. Schmeckte sehr lecker, war aber wirklich so, dass man ihn irgendwann nicht mehr los wurde, eine wahre Hermann-Epidemie ;) Und genau so geht es auch in dem Buch. Irgendwann gibt es so viele Beutel davon, dass die Stadt verzweifelt und Julia die Schuld gibt. Ich will euch das Ende nicht verraten, aber so viel sei gesagt: Es wird eine Lösung gefunden, die überaus berührend ist, sehr emotional wird und einfach nur genial ist. Ich habe mich beim Lesen öfters gefragt, wie man nun aus dieser 'Misere' rauskommen will, auch die Autorin, aber die Lösung ist letzten Endes so einfach und wundervoll und perfekt in das Buch integriert. Es ist sehr schön, dass die Hauptgeschichte um diese drei Frauen immer wieder aufgelockert wird, indem einzelne kurze Kapitel von Stadtbewohnern erzählen, die ebenfalls Freundschaftsbrotteig besitzen. Das sind sehr kurze, manchmal schöne, manchmal amüsante, aber auch traurige Einblicke in deren Leben. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Szene zwischen einem alten Ehepaar, die auf ihre Art und Weise so romantisch und liebevoll war, dass es richtig ans Herz ging. Oder der Moment, in dem der Teig für eine gefährliche Bombe gehalten wurde, einfach super! Am Ende finden sich verschiedene Rezepte, die während des Lesens schon mal ins Auge fallen, einige wenige sind auch in den Fließtext eingebaut. Das machte mir auch so richtig Appetit darauf, aber ich widerstehe, ich kenne ja die Gefahr dieser durchaus sehr leckeren Kuchen/Brote ;) Fazit Ein wirklich appetitanregendes Buch, das aber auch sehr feinfühlig auf die unterschiedlichen Probleme der drei Frauen eingeht und sie langsam in den Alltag zurückführt. Besonders das Ende macht dieses Buch einfach noch mehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    Binzis-Buecher

    26. December 2012 um 14:18

    Inhalt: Julia Evarts, Mutter zweier Kinder, erleidet einen schweren Schicksalsschlag, woraufhin ihr Leben jegliche Form und Farbe verliert. Alles nimmt so seinen Lauf, bis sie eines Tages vor ihrer Haustür einen Laib Freundschaftsbrot findet. Dazu auch noch eine Tüte Teig, die sie mit ihren Mitmenschen teilen soll. Da ihre kleine Tochter das Brot gerne backen würde, rafft Julia sich dazu auf, sich gemeinsam mit ihrer Tochter in die Küche zu stellen und zu backen. Was dies in ihrem Leben auslösen wird, war ihr zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst … Meine Meinung: Erst einmal muss ich sagen, dass ich das Cover umwerfend finde! Es hat mich sofort angesprochen und mich irgendwie neugierig auf die Geschichte gemacht. Außerdem ist es schön bunt und passt auch zum Inhalt des Buches. Als ich das Buch zu lesen begann, war ich sofort total begeistert und mitgerissen. Julia Evarts war mir unheimlich sympathisch, ich konnte jede einzelne ihrer Handlungen und Entscheidungen nachvollziehen und denke, dass ich selbst in den meisten Situationen genau wie sie reagiert hätte. Auch die anderen Charaktere waren gut ausgearbeitet, es gab keine Person, die mir absolut unsympathisch war. Darien Gees Schreibstil gefiel mir gut, war aber nicht herausragend. Im Laufe der Geschichte erfuhr man auch immer mehr über die Vergangenheit der Protagonistin und ich muss sagen, dass mich diese Vergangenheit ziemlich mitgenommen hat, gerade weil mir Julia so sympathisch war. Grundsätzlich gefiel mir die Idee der Geschichte sehr gut, an einigen Stellen hätte es aber, meiner Meinung nach, noch etwas zu Verbessern gegeben. Trotzdem ist dieses Buch wirklich ein toller Roman, den ich gerne an euch weiterempfehle! http://binzis-buecher.blogspot.de/2012/12/je-suer-das-leben-rezension.html

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  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    baronessa

    20. October 2012 um 06:59

    Trotz seines Alters hat Leon einen klaren Kopf. Seit seine geliebte Frau verstorben ist, gehen ihm viele Gedanken durch den Kopf. Sie hat an Gott geglaubt, er nicht. „Gibt es Gott, ja oder nein?“ Diese Frage beschäftigt ihn, und als er wieder seine Sterne anschaut, hat er eine Antwort. Für Julia Evarts gibt es schon lange keinen Gott mehr, denn er hat zugelassen, dass ihr geliebter Sohn gestorben ist. Dazu war sie gerade schwanger. Julia fällt in eine tiefe Krise. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht daraus befreien. Ihr Mann Mark kümmert sich liebevoll um sie und ihre gemeinsame Tochter, aber er kann das Netz, indem Julia gefangen ist, nicht entfernen. Ein gemeinsames Leben gibt es nicht mehr, denn Julia hat tiefe Depressionen und blockt auch jede Annäherung von anderen ab. Dann hält Julia eines Tages einen Teller mit Bananenbrot und einer Masse in der Hand. Ihre Tochter Gracie ist begeistert, denn sie findet das Brot sehr lecker und möchte unbedingt ein neues Brot backen. Zehn Tage dauert es aber, bis das „Freundschaftsbrot der Amish“ gebacken werden kann und jeden Tag muss der Teig geknetet werden. Sie lässt sich überreden und backt wirklich ein Brot. Ihr Mann Mark ist erstaunt und gleichzeitig erfreut, denn er hofft, dass seine Frau endlich aus der Krise erwacht. Trotz ihres Alters hat Madeline ein Teesalon in Avalon eröffnet. Das Geschäft läuft noch nicht so gut. Eines Tages kommen fast gleichzeitig zwei Frauen zu Madeline in den Laden. Eine junge Asiatin und Julia. Da Julia einen Beutel Teig übrig hat, gibt sie ihn an Madeline weiter. Jeder dieser Frauen hat eigene Sorgen und Probleme, die sie belasten. Gerade diese Sorgen verbindet die drei Frauen. Als Mark am Anfang Hoffnung schöpfte, dass ihre Ehe endlich wieder bergauf ging, musste er leider einsehen, dass Julia sich immer mehr entfernte. Auch seine Gedanken fingen an, um eine junge Kollegin zu kreisen. Inzwischen wurde Avalon von einer Flut an Brotteigbeuteln überschwemmt und ein reger Austausch an Rezepten setzte ein. Julias Schwester Livvy wurde endlich schwanger. Am liebsten würde sie es Julia erzählen, aber Julia redet seit dem Tod ihres Sohnes nicht mehr mit ihrer Schwester. Würde sie ihr je die Schuld am Tod ihres Sohnes vergeben? Wenn alles so einfach wäre! Ein Brotteig überschwemmt die Stadt und alle werden glücklich. Ich würde ihn dann selbst backen und verteilen. Aber im wahren Leben sieht die Situation anders aus. Ich kann Julia verstehen, denn der Tod eines geliebten Menschen kann einen ganz schön aus der Bahn werfen. Ohne Hilfe findet man sich dann nicht mehr zurecht. Die andere Seite ist wieder, ob der Mensch die Hilfe zulässt oder nicht? Die Autorin hat sich das Thema der Depression zu eigen gemacht. Sie hat es in dieser Geschichte fantasievoll umgesetzt und es ist ihr damit wirklich geglückt. Aber es sind noch mehr Handlungsstränge, die diese Geschichte lesenswert machen. Und jedem können diese Schicksalsschläge treffen. Leider! Was ist also wichtig im Leben? Diese Frage sollte sich jeder selbst stellen. Diesen Teig gibt es wirklich. Ich habe ihn selbst schon einmal gebacken. In Deutschland wird er „Herrmann“ genannt. Wirklich einfach, nur muss man immer wieder für den Teig Abnehmer haben.

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  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    Ati

    14. October 2012 um 15:44

    Die auf Hawaii lebende Autorin Darian Gee arbeitet bereits an der Fortsetzung der Geschichte, die gerade vor mir liegt. Es handelt sich dabei um den Roman Je süßer das Leben, der im März diesen Jahres von blanvalet herausgegeben wurde. Das Cover zeigt vor einem bläulichen Hintergrund grüne Blättchen, bläuliche Blüten, einen Teller mit glacierten Muffins, einen offenen, leeren Picknickkorb, Picknickbesteck und ein paar Frauenfüße in roten Schuhen. Je süßer das Leben …. Klingt mit Blick auf das Cover wie ein Satzanfang und könnte enden mit „desto schlimmer die Spätfolgen (Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes)“. Doch der Blick in die Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buches zeigt, dass man mit dieser Vermutung daneben liegt. Kinder, einen Partner , ein aktives Leben und beruflichen Erfolg zu haben – damit steht man auf der Sonnenseite, auf der süßen Seite des Lebens. Bitter wird es für diejenigen, die plötzlich in einem persönlichen Albtraum erwachen. Wie etwa Julia, die mit dem Tod ihres Sohnes nicht nur das bisher gute Verhältnis zu ihrer Schwester, sondern auch alle Freude am Leben verloren hat. Mark, ihr Ehemann, der nicht nur seinen Sohn verloren hat, sondern dem auch seine Frau immer mehr entgleitet. Oder Livvy, besagte Schwester, deren Mann plötzlich vor dem beruflichen Nichts steht und die Angst davor hat ein Kind zu bekommen. Edie, die ungewollt schwanger wird und sich mit einem ungeplanten Karriereknick abfinden muss und Richard ihr Mann, der die Hoffnung nicht aufgibt, dass Edie damit klar kommt. Hannah, die nicht nur vor dem Ende ihrer musikalischen Karriere sondern auch vor dem Beziehungsaus mit Philippe steht. Oder Rosa, die sich sehnlichst ein Kind wünscht, weitab von ihrem Vater lebt, den sie nach dem Tod der Mutter aber mitversorgen möchte. Leon, Rosas Vater, der auf ein langes Leben zurückblickt und sich nach seiner toten Frau sehnt. Und da ist noch Madeleine, die nach dem Tod ihres Mannes einen Neuanfang wagt, der sich anfangs jedoch nicht so recht entwickelt. Und Connie, die eigentlich von Anfang an gar keine richtige Zukunft hat, obwohl die Anlagen dafür durchaus gegeben sind. All diese Figuren spielen zusammen mit anderen größere oder kleinere Rollen, und alle haben sie anfangs eigentlich nichts oder wie in Julias und Livvys Fall nichts mehr miteinander zu tun. Eine weitere Rolle kommt einem essbaren Kettenbrief zu, dem Freundschaftsbrot der Amish. Ein Teigbeutel davon liegt eines Tages zusammen mit ein paar fertiggebackenen Scheiben des Brotes selbst auf den Stufen vor Julias und Marks Haus. Zusammen mit der Anleitung wie es weiterverarbeitet, gebacken und geteilt werden soll. Mit diesem einen Beutel beginnt eine liebevolle, stille Geschichte, die in der amerikanischen Kleinstadt Avalon spielt und das Leben aller oben erwähnten Figuren ändert. Die von Verzweiflung und Reue aber auch von Werten wie Freundschaft, Zusammengehörigkeit, Hilfsbereitschaft, Dankbarkeit, Treue und Liebe erzählt. Die Figuren müssen alle einen Neuanfang wagen, mögen die Ursachen dafür auch noch so unterschiedlich oder die Wege dazu noch so weit sein. Es gelingt ihnen, weil ihnen etwas widerfährt, was wir uns alle immer wieder ins Gedächtnis rufen sollten. Dass man mit eigentlich wenigen Mitteln viel erreichen kann. Mit kleinen Geschenken und Gesten den Blickwinkel anderer ändern kann. Dass das, was vielleicht schon nervt nicht einfach so passiert, sondern durchaus auch einen Sinn haben kann. Die Idee mit dem Kettenbrief fand ich in diesem Zusammenhang gelungen. Das Rezept mit der Anleitung für die Teigbehandlung des Freundschaftsbrotes ist übrigens hinten im Buch abgedruckt. Es erinnerte mich prompt an das „Hermännchen“, der vor etlichen Jahren durch diverse Kühlschränke und Backöfen geisterte und den einen auf den Wecker ging, während andere hellauf begeistert davon waren. Und, um wieder zum Roman zurückzukommen, die Botschaft am Ende des Buches von der Person, die alles ins Rollen brachte, fand ich tröstlich, weil sie die Person, die sie brauchte, genau zum richtigen Zeitpunkt erreichte. Es gab zugegebenermaßen Passagen die etwas langatmig waren, allerdings hat mich keine dazu gebracht, das Buch beiseite zu legen. Auch eine latente Vorhersehbarkeit kommt darin vor. Doch durch die Art und Weise wie Gee ihre Charaktere gestaltet hat, gewinnt das Buch eindeutig. Ihre Figuren sind lebensnah gezeichnet. Die Verzweiflung, die Hoffnungen und Wünsche, all das könnte jeder von uns empfinden. Was ihnen geschehen ist, könnte jedem von uns passieren. Obwohl der Fokus ständig zwischen den Hauptfiguren und nebenbei zu etlichen weiteren Figuren schwenkt, verläuft keiner der einzelnen Handlungsfäden im Nichts. Das mag für den einen oder anderen den Lesefluss etwas ins Stocken bringen. Doch die Autorin verknüpft geschickt alle und alles miteinander und webt eine so dichte Atmosphäre, so dass man trotz der eben erwähnten Längen in den Roman eintauchen kann. Fazit: Wer Wert auf wachsende Spannungsbögen legt, der sollte die Hände von Je süßer das Leben lassen. Wer jedoch Bücher mag, die durch ihre stille Unaufgeregtheit, ihre Charaktere und Warmherzigkeit berühren, ohne dabei kitschig zu werden, dem kann ich diesen Roman empfehlen, für den ich vier von fünf Punkten vergeben möchte. Copyright © 2012, Antje Jürgens (AJ)

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  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    sabine

    25. August 2012 um 16:17

    Jeder hat seine Geschichte und steckt irgendwann fest. Ändern kann man es nur wenn man einen Schritt nach vorne macht! Dieses Buch erzählt solche Geschichten und wie sie sich verändern können, wenn man diesen Schritt nach vorne macht.

  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    LEXI

    12. August 2012 um 23:51

    Der Mittelpunkt dieses Romans von Darien Gee ist das so genannte „Freundschaftsbrot der Amish“, ein essbarer Kettenbrief, der plötzlich in der amerikanischen Kleinstadt Avalon auftaucht und dessen Ursprung erst am Ende des Buches ans Licht kommt. Die Autorin lässt die Lebenswege ihrer Protagonisten durch die vielen kleinen Teigbeutel kreuzen und führt Menschen zusammen. Insgesamt 29 Kapitel des Buches erzählen von Julia, ihrem Ehemann Mark und deren kleiner Tochter Gracie und der Unfähigkeit der Eltern, den tragischen Tod ihres zweiten Kindes Josh zu verarbeiten. Hannah, eine junge ehemalige Star-Cellistin, die gerade von ihrem Ehemann Philippe betrogen und verlassen wird, spielt ebenfalls eine tragende Rolle im Plot. Edie und Richard, ein Karriere bezogenes Paar sowie Lizzy und Tom, sind wichtige Nebenfiguren, deren Geschichte nach und nach aufgerollt wird. All diese Menschen finden ihren Weg zu Madelines Teestube, die von einer neuen Einwohnerin Avalons gegründet wurde. Doch auch Madeline kann mit ihrer Vergangenheit nicht abschließen und trägt eine emotionale Last mit sich. Das Buch bietet zwar keinen großen Spannungsaufbau, präsentiert sich aber als Herz erwärmende Geschichte, die Werte vermittelt. Die Autorin hält Freundschaft, Liebe, Treue, die Familie und Reue und Vergebung alter Sünden hoch und verleiht ihren Figuren Mut zur Veränderung. Diese Lektüre ist im Präsens geschrieben, eine Tatsache, die mein Lesevergnügen erheblich einschränkte und somit für mich einen Punkteabzug darstellt. Davon abgesehen kann ich „Je süßer das Leben“ auf alle Fälle weiter empfehlen.

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  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    Blackcherry

    19. July 2012 um 23:18

    Inhalt: Nach dem Tod von Julias Sohn, Josh, ist für sie die Welt lange Zeit farblos und freudlos. Eines Nachmittags sehen Julia und ihre kleine Tochter Gracie, dass auf den Stufen ihres Hauses etwas steht: ein Teller mit selbstgebackenem Brot, Teig und ein Rezept. Dieser Teig ist aber kein gewöhnlicher - er soll Julia wieder zurück in ihr Leben bringen. Der Teig, den man täglich pflegen muss, vervierfacht sich innerhalb von zehn Tagen und soll dann an andere Personen weitergegeben werden. Julia, die zunächst skeptisch ist, verteilt das Freundschaftsbrot an die ganze Nachbarschaft, wodurch es ganz Avalon erobert. So lernt sie dabei auch neue und liebe Menschen kennen, die zu ihren Freundinnen werden. Meinung: Am Anfang hatte ich Hoffnung auf eine tolle und interessante Geschichte wegen des Klappentextes und des Covers. Leider erfüllt das Buch meine Zuversicht nicht ganz. "Je süßer das Leben" ist eine gute Idee für einen schönen Roman und hat einiges an Potential, dennoch finde ich mehrere Seiten langweilig. Viele Kapitel und Handlungen sind außerdem vorhersehbar, weshalb es für mich nicht wirklich spannend war und ich mich manchmal zum Weiterlesen bewegen musste. Gefühle kamen bei mir nur auf, als es um den Verlust von Julia's Sohn ging. Es ist sehr traurig darüber zu lesen, wenn Eltern ihre Kinder verlieren. Andererseits war es abwechslungsreich die Schattenseiten von den ganzen Einwohnern von Avalon und deren neue Lebensfreude zu erfahren. Dadurch wirkt das Buch sehr glaubhaft und berührt den Leser, sodass er zum nachdenken angeregt wird. Dennoch ist es überaus erstaunlich, wie eine kleine Menge Teig, die Menschen zusammenführen kann. Ich persönlich hätte das fremde Brot nichteinmal gegessen, ohne zu wissen von wem es ist - bei Julia ging jedoch alles gut. Der Schreibstil der Autorin ist einfach und flüssig, deshalb lässt sich das Buch relativ schnell lesen. Zusätzlich hatte ich oft das Gefühl, selbst bei der Handlung und in Räumen dabei zu sein. Die Sicht der vielen verschiedenen Charaktere wird von einem Personellen-Erzähler geschildert. Da die Sichtweisen ständig wechseln, hatte ich besonders zu Beginn der Geschichte Probleme mich hineinzufinden. Durch gelegentliche Überschriften, mit dem Namen des Charakters, von welchem dieser Teil handelt, kann man der Geschichte sehr gut folgen. Was Darien Gee wirklich gut gelang, ist folgendes: sie hat jeden Charakter so gut beschrieben, dass er sehr echt und menschlich gewirkt hat, wodurch man eine Bindung zu ihm aufbauen konnte. Die Hauptpersonen, über die am meisten erzählt wird, sind Julia, Hannah und Madeline, weitere wichtige Personen wären Mark, Livvy und Edie. Ab und zu, sowie bereits genannt, kommen weitere Charaktere hinzu, über die auch kurz berichtet wird. Der Leser bekommt dadurch sehr viele unterschiedliche Einblicke in die Leben der ganzen Individuen, welche dieselben Probleme haben, wie jeder andere Mensch auch. Man kann daher als Leser die Handlungen gut nachvollziehen. Die Autorin hat sich sehr viele Gedanken gemacht, wie die Vergangenheit und Zukunft von jedem aussieht. Jede Figur hat ihre eigenen Erfahrungen gemacht, welche mit dem Leser geteilt werden. Auf der letzten Seite des Buches, ist ein kleines Rezept des Freundschaftsbrotes aufgedruckt, das mir gut gefällt. Fazit: Einiges am Buch ist zwar nicht langweilig, konnte mein Interesse nicht wecken und war beim Lesen kaum spannend. Die Charaktere hingegen, sind sehr gut ausgearbeitet und die Handlung, die zum nachdenken bewegt, sprechen für das Buch. Leider ist der Roman, meines Erachtens trotzdem nur mittelmäßig und für Leser geeignet, die mal etwas anderes lesen möchten.

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  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    netty176

    11. July 2012 um 08:51

    Mal wieder ein Genre, was ich so noch nicht gelesen habe und dabei konnte ich feststellen, dass es nicht so meines ist. Die Geschichte an sich ist total witzig. Auch die Autorin hat einen sehr erfrischenden Schreibstil. Die Story mit diesem Freundschaftsbrot finde ich super. Wenn man bedenkt, was so ein kleiner Teig alles anstellen kann. Julia, die den Teig als erstes bekommt, ahnt gar nicht was sie damit auslöst. Sie selbst kommt durch den Teig endlich wieder zurück ins Leben und hilft auch anderen, wenn auch unbewusst, damit. Man muss den Teig jeden Tag kneten und nach ein paar Tagen neue Zutaten unter kneten. Am letzten Tag muss man ihn teilen und weiter reichen, was einigen zum Anfang gefällt, jedoch sehr schnell auch auf negative Reaktionen stößt, da der Teig immer mehr wird. Denn man teilt den Teig nach 10 Tagen in vier Teile, nach 20 Tagen sind es schon 16 und so weiter... Jedoch wendet sich die Geschichte zum Schluss noch einmal. Was ich persönlich etwas verwirrend fand ist das hin und her schwenken zwischen den einzelnen Personen. Meiner Meinung nach waren das doch sehr viele, denn man hat immer aus der jeweiligen Sicht gelesen. Das hat es öfters schon schwer gemacht sich zurecht zu finden. Dafür fand ich es aber klasse, wie die kleine Stadt zusammen wächst. Und man kann an dieser Geschichte sehen, dass man selbst mit einer Kleinigkeit etwas ganz großes bewirken kann. Mein Fazit lautet, wer Bücher a la Rosamunde Pilcher mag, sollte dieses Buch gelesen haben. Da mir der Spannungsbogen doch zu gering war gebe ich dem Buch 3,5 von 5 Punkten.

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  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    ElleSchulze

    22. April 2012 um 19:11

    Seit ich das Buch begonnen hatte, brenne ich darauf, die Rezension zu schreiben. Nicht nur, weil es mein erstes Rezensionsexemplar ist, sondern vor allem auch, weil das Buch einfach es wert ist! Alle Kritiken am Buch und auch Lobäußerungen entsprechen ausschließlich meiner eigenen Meinung! Da es mein erstes Rezensionsexemplar ist, habe ich mich wie ein Schneekönig auf das Eintreffen des Päckchens gefreut. Als es dann endlich kam, habe ich alles stehen und liegen lassen und habe gleich begonnen zu lesen. Ich finde das Cover, ja die ganze Aufmachung des Buches ist sehr hübsch. Es ist auf jeden Fall ein Hingucker. Vor allem die drei Cupcakes und die hübsche, rote nicht zu verschnörkelte Schrift haben es mir angetan. Und - dass hinten im Einband ein Rezept drin ist, gefällt mir sehr. Was mich an dem Buch wirklich fasziniert ist, dass es nicht aus der Sicht nur eines Menschen geschrieben ist. Die Hauptcharaktere sind Julia, Hannah, Mark, Livvy und Edie. Hin und wieder kommt noch Madeline hinzu. Doch dann sind da noch die anderen Bewohner von Avalon. Man springt beim Lesen sozusagen zwischen den einzelnen Köpfen der Anwohner hin und her. Man bekommt unterschiedliche Eindrücke der Personen. Man lachte mit ihnen oder man steht kurz vorm Losheulen. Am meisten verzweifelte ich beim Lesen des Buches bei der verfahrenen Situation zwischen Julia und ihrer kleinen Schwester Livvy. Die von Darien Gee gestalteten Charaktere sind das Beste, wie ich finde! Anders als die Personen aus den Büchern, die man im Moment überall antreffen kann, sind das wirkliche, echte Menschen! Menschen mit Problemen, Ängsten, Wünschen. Menschen, die genauso gut in der eigenen Nachbarschaft leben könnten. Julia tat mir das ganze Buch über schrecklich leid. Doch manchmal hätte ich sie am liebsten an den Schultern gepackt und fest durchgeschüttelt, damit sie aus ihrem Alptraum aufwachen kann. Sie verhält sich am Anfang nicht fair gegenüber ihrem Mann Mark, der wirklich alles tat um seine Frau zu stützen. Sie ist verschlossen, traurig, gebrochen. Das änderte sich allerdings schnell als sie auf Madeline und Hannah trifft. Die beiden Frauen tauen, die zu Eis erstarrte Julia wieder auf und formen sie zu dem, was sie früher einmal war und sich über die Jahre in einen leblosen Schatten ihrer selbst verwandelt hat. Ungefähr bei der Hälfte des Buches hätte ich es gerne gegen die Wand geschleudert, was ich dann doch lieber nicht getan habe, weil das Buch mir zu kostbar erschien. Der Grund für meine Verzweiflung war, dass Julia auf ihrem schwierigen Weg an zu ihrem alten Ich an einer Weggabelung ankommt. Mark, Julias Ehemann, bewunderte ich die ganze Zeit über. Obwohl Julia ihm das Leben wirklich nicht leicht macht und auch er bis zum Hals in Kummer versinkt, bleibt er immer aufrichtig seiner Familie gegenüber. Auch Vivian kann Marks Liebe zu Julia nicht zerstören, obwohl sie ihn oft genug darauf hin weißt, dass seine Ehe schon vor langer Zeit an einem toten Punkt angekommen ist. Nie lässt Mark seine Wut an seiner trauernden Frau aus, die sich immer mehr von ihm distanziert, noch an seiner kleinen Tochter Gracie. Trotz des schrecklichen Vorfalls geht er weiter zur Arbeit und versorgt seine Familie. Niemand hat Mark einmal gefragt, ob es ihm gut geht. Dass er überhaupt so weiter funktioniert wie früher ist für alle selbstverständlich. Hannah ist mein Lieblingscharakter. Ich bewundere sie, wie sie allein in einer fremden Stadt ihren Alltag meistert. Ich empfinde, was sie da alles so erdulden muss, ungerecht. Erst das Problem mit ihrer Musik und dann das mit ihrem Ehemann Phillipe. Dass sie in Julia und Madeline zwei gute Freundinnen findet, machte mich richtig glücklich. Ich baute beim Lesen des Buches eine derart starke Sympathie zu ihr auf, so dass ich manchmal ganz vergaß, dass es Hannah nur im Buch gibt. Mein Bild von Livvy änderte sich während der Lektüre des Buchs. Erst dachte ich, sie sei ein unbedeutender Nebencharakter. Aber diese Erwartung erwies sich als falsch, denn hinter Livvys Cheerleader-Blondinen-Aussehen, steckt eine verzweifelte Frau, die sich jeden Tag aufs Neue Vorwürfe macht. Die Umstände, die sie von ihrer Schwester entfremdet hatten, nagen an ihr und lassen sie nicht los. Der Autorin Darien Gee gelingt es mühelos einen an Livvys Gedanken teilhaben zu lassen. An manchen Stellen berührte mich die Lektüre so, dass ich mir die eine oder andere Träne aus den Augen wischte. Der Wunsch nach einer Versöhnung zwischen den beiden Schwestern wurde immer stärker, je besser ich Livvys Charakter kennen lernte. Edie, die rasende Reporterin, die immer eine etwas andere Einstellung zu allem hat, als die anderen Menschen um sie herum in Avalon, regte mich tierisch auf. Sicher, an manchen Stellen tut sie mir schon leid. Aber ihrer Verbissenheit und ihre Einstellung "Ich brauche keine Freunde; Ich brauche eine gute Story!" schreckte mich ab. Edies bessere Hälfte ist ihr Ehemann Richard, den ich wirklich nett finde. Er setzt sich gegen sie durch, was kein Zuckerschlecken ist. Richard bringt Humor in die Kapitel, in dem die Geschichte aus Edies Blickwinkel erzählt wird. Als Team gefielen sie mir. Edie ist dagegen die Verkörperung eines üblen Charakters. Madeline ist immer und zu jeder Zeit lieb und einfühlsam zu allen, die zu ihr kommen, die sie um Rat bitten oder einfach nur eine gute Tasse Tee und ein Stück Kuchen geniesen. Sie ist weise und spontan, aber nicht planlos. Sie schenkt jedem, der es möchte, einen guten Rat. Durch ihren Umzug nach Avalon wurde die Stadt ein kleines bisschen heller. Ich fand es toll, wie sie Connie einfach zu sich aufnimmt, obwohl sie eine völlig Fremde ist. Sie schenkt den richtigen Leuten Vertrauen und hilft ihnen aus der Klemme. Aber jeder Mensch hat ein kleines Geheimnis, dass er tief in sich verborgen mit sich herumträgt. Madelines Geheimnis ist Benjamin. Es machte mich traurig, als sie von ihrer Vergangenheit sprach. Ich wünschte mir ein Wunder. Wieso sollte Madeline nicht einmal das zurück bekommen, was sie anderen gibt? Die anderen Charaktere, die in Avalon leben gefallen mir. Ich mochte es, wie ihre Namen im Verlauf ständig wieder auftauchten. Wie es in einer Kleinstadt nun mal ist: Jeder kennt jeden! Das Beste am Buch ist allerdings, dass es ein rundes Ende gibt. Es ist perfekt, wenn auch ein kleines bisschen traurig. Der erste Charakter im Buch sollte der letzte sein. Mit ihm begann alles und mit ihm endete es auch. Der Kreis schloss sich. Es war, als würde ich, wenn ich das Buch aufschlage, ein Knopf drücken. Ich wurde ins Buch gezogen und saß nicht mehr in meinem Zimmer. Ich stand in der Küche von Madelines Teestube oder hörte Hannah beim Cello spielen zu. Ich bewegte mich im Buch. Obwohl Darieb Gee die "Jetzt"-Form benutzt und das für mich eher ungewohnt ist, gefiel mir ihr Stil sehr. Der Schreibstil ist hervorragend, er fesselt. Die Idee, die hinter "Je süßer das Leben" steckt ist wirklich einzigartig. Diese Idee das Prinzip „Kettenbriefs“ - ein Schneeballsystems also - einmal ganz anderes zu verwenden, fand ich ziemlich interessant. Ich selbst bin jemand, der aller Wahrscheinlichkeit nach den Beutel mit dem nicht gerade ästhetisch aussehenden Teig schnellstmöglich (ökologisch korrekt auf dem Kompost !) entsorgt hätte. Aber die Begeisterung der Avaloner für das süße Freundschaftsbrot sprang aus dem Buch und ging auf mich über. Zwar hatte ich keinen Beutel, den ich hätte backen können, suchte mir allerdings aus dem Internet ein Rezept für Muffins raus und begann sofort mit dem Backen. Zwar sehen sie nicht so wunderschön aus, wie die auf dem Cover, schmeckten aber erstaunlich gut. Die Umsetzung der Idee in die Wirklichkeit ist Darien Gee wirklich sehr gut gelungen! Bezaubert von "Je süßer das Leben" habe ich mich bereits nach weiteren Werken von ihr umgesehen. Kurz und knapp: Das wunderschöne Cover und die Charaktere von "Je süßer das Leben" lassen das Buch wirklich strahlen. Die "Kettenbrief-Freundschaftsbrot- Idee" gefiel mir von Anhieb an. Die Verstrickung der verschiedenen Blickwinkel ist etwas Neues. Das ständige Backen im Buch brachte mich schließlich dazu, selber zu Mehl, Zucker und Milch zu greifen. Viele Leser, die auf plötzlich endenden Bücher stehen, werden vielleicht sagen: "Wie langweilig, überhaupt keine Spannung!" Aber wer mit diesem Gedanken an das Buch geht, sollte sich wirklich überlegen, ob er nicht doch ein anderes lesen will. Denn dieses Buch braucht gar keine Spannung! Es lebt von seiner Handlung und nicht wie zweitklassische Bücher von ihrem Ende! "Je süßer das Lebe!" ist rund, perfekt, ohne Fragen die offen bleiben. Denn die größte Frage, die sich die Avaloner immer wieder gestellt haben und bis zum Ende unbeantwortet blieb, klärte sich auf den letzten vier Seiten des Buches. Als ich es zuklappte schoss mir die Erkenntnis in den Kopf, die von dem Buch ausgehen sollte. Egal wie aussichtslos etwas erscheint, manchmal genügt es jemanden eine große Freude zu machen, auch wenn es nur ein Paar Scheiben Kuchen sind, um in Frieden und Harmonie sein Leben zu verbringen. Darien Gee schafft es, dass die Bürger von Avalon genau das verstehen und es gab wirklich für alle ein Happy End. Idee: 3/3 Punkten Umsetzung: 3/3 Punkten Schreibstil: 3/3 Punkten Aussehen: 3/3 Punkten Charaktere: 3/3 Punkten Gesamt: 15 /15 Punkten Note: 1+ „Je süßer das leben“ ist Liebe und bietet ein kleines bisschen sonniger Hoffnung zu einer Zeit, da das Glück nicht hinter jeder Ecke wartet. Mein Dank geht an den Blanvalet Verlag für die freundliche Überlassung und schnelle Zusendung des Rezensionsexemplars.

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  • Rezension zu "Je süßer das Leben" von Darien Gee

    Je süßer das Leben

    fireez

    22. March 2012 um 01:20

    In einem Satz: Eine einfach liebenswerte Geschichte darüber, wie man manchmal mit kleinen Gaben viel bewegen kann. . Inhalt: Kann ein einzelnes Brot die Welt verändern? Sicher nicht, aber ein Brot, dass sich alle zehn Tage vervierfacht und dass man dann weiterverteilen muss, kann durchaus Leben verändern. Es kann Menschen miteinander verbinden, die sich vorher kaum kannten und für ein Gemeinschaftsgefühl sorgen, wo vorher nur Einsamkeit war. Als Julia einen seltsamen Beutel mit Teig vor ihrer Tür findet, ahnt sie noch nicht, dass dieser ihr ins Leben zurück helfen wird. Nach einem Schicksalsschlag hat sie sich von allen abgekapselt, doch dieser Teig, den sie laut Anleitung zehn Tage pflegen und dann weiter verteilen soll, zwingt sie dazu, wieder mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Und so verteilt sich das sogenannte Freundchaftsbrot im ganzen Ort, sorgt für Freundschaft, aber auch für Verwirrung und führt Menschen zusammen ... . Meine Meinung: "Je süßer das Leben" erzählt nicht nur die Geschichte eines einzelnen Menschen und seines Schicksals, sondern vereint gleich mehrere Handlungsstränge, die geschickt miteinander verwoben sind. Julia und ihre Familie stehen im Mittelpunkt dieser Handlung, die im kleinen amerikanischen Ort Avalon spielt. Vor einigen Jahren hat sie ihren Sohn verloren und sich seitdem fast vollständig von ihrer Außenwelt abgekapselt. Irgendjemand legt ihr das Freundschaftsbrot der Amish vor die Tür - ein Teig, den man zehn Tage lang pflegen und dann in vier Teile aufteilen muss. Da man die Menge an Broten kaum selbst verbrauchen kann, muss man einzelne Teile weitergeben. Und so trifft sie auf ihre neue Nachbarin Hannah, die mitten in einer Trennung steckt, und auf Madeline, die auf ihre alten Tage noch einen kleinen Teesalon eröffnet hat. . Es ist schön, mitzuerleben, wie diese drei vollkommen unterschiedlichen Frauen aufeinandertreffen und langsam zusammenwachsen. Jede braucht die andere auf ihre ganz eigene Weise und man spürt einmal mehr, wie wichtig Freundschaft ist. Nach und nach wird jede Einzelne aus ihrer Isolation gezogen und fängt wieder zu leben an. Es erinnert ein wenig an den erblühenden Frühling nach einem langen Winter - und damit passt die Veröffentlichung dieses Romans perfekt in die Jahreszeit. . Besonders schön fand ich aber auch, dass nicht nur die Geschichte dieser Frauen erzählt, sondern alle paar Kapitel der Blickwinkel kurz umgeschwenkt wird und man erfährt, wie sich das Freundschaftsbrot weiter verteilt und was dadurch alles ausgelöst wird. Die Autorin hat hierbei wunderbar ihre Fantasie spielen lassen und abwechslungsreiche kleine Anekdoten erschaffen, die zwar die Geschichte eigentlich nicht voranbringen, aber dennoch wunderbar dazu passen. Erst nach und nach fügen sich dann diese kleinen Geschichten zu einem Gesamtbild zusammen. Immerhin werden aus einem Teil Teig nach 10 Tagen vier Teile, nach 20 Tagen sind es schon 16, wenn jeder die Anleitung befolgt .. und so weiter. Man ahnt also schnell, dass sich der Teig bald verselbstständigen und allen über den Kopf wachsen wird. Was wird dann passieren? Was macht eine Kleinstadt mit so viel Teig? Die Lösung fand ich wirklich rührend und wunderbar beschrieben. . Es ist kein Buch, das vor Spannung strotzt, dafür aber eines, das durch Warmherzigkeit überzeugt und von den liebevoll gestalteten Charakteren lebt. Daher habe ich es auch nicht unbedingt in einem Rutsch durchgelesen, aber immer wieder gerne zur Hand genommen um ein Stückchen mehr zu erfahren. Und ich fand es schön, dass mich die Figuren auf diese Weise mehr als nur einen Leseabend begleitet haben. Wie ein gutes Stück Kuchen sollte man auch diesen Roman geniessen und nicht einfach nur verschlingen. . Etwas schade finde ich, dass dem Buch im Deutschen ein etwas kitschiges Image aufs Auge gedrückt wird. Den englischen Titel "Friendship Bread" finde ich um einiges passender. Aber egal, das tut dem Inhalt keinen Abbruch. Also unbedingt lesen! :)

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