Dario Fo

 4.2 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Zufälliger Tod eines Anarchisten, Bezahlt wird nicht und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dario Fo

Dario Fo, 1926 in Saniano geboren, war einer der bekanntesten zeitgenössischen Dramatiker. Mehr als 70 Stücke, unter anderem Kinder, Küche, Kirche, gehören zum Œuvre des Autors, der für sein Schaffen 1997 den Literaturnobelpreis erhielt und einer der Protagonisten im Kampf gegen Berlusconis Medienmacht war. Dario Fo starb am 13. Oktober 2016.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dario Fo

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Buchformat:
Cover des Buches Hilfe, das Volk kommt!9783150097182

Hilfe, das Volk kommt!

 (3)
Erschienen am 01.08.1998
Cover des Buches Geschichte einer Tigerin9783880223608

Geschichte einer Tigerin

 (2)
Erschienen am 01.01.1997
Cover des Buches Meine ersten sieben Jahre und ein paar dazu9783462036312

Meine ersten sieben Jahre und ein paar dazu

 (2)
Erschienen am 18.11.2005
Cover des Buches Ruhe! Wir stürzen ab9783880220676

Ruhe! Wir stürzen ab

 (2)
Erschienen am 01.01.1997
Cover des Buches Christina von Schweden9783990124222

Christina von Schweden

 (2)
Erschienen am 27.09.2017

Neue Rezensionen zu Dario Fo

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N

Rezension zu "Christina von Schweden" von Dario Fo

Zuviel Genre-Mix, ansonsten recht nett
Nadezhdavor 10 Monaten

Zum Inhalt:


Der italienische Dramatiker und Nobelpreisträger Dario Fo erzählt die Geschichte einer starken Frau

Dario Fos Romanheldin Christina von Schweden ist eine „unmögliche Königin“: hochgebildet, rebellisch und unberechenbar. Sie weigert sich zu heiraten, hat Affären und korrespondiert mit Intellektuellen wie Blaise Pascal und Molière. Nach ihrer Abdankung 1654 geht sie nach Rom und wird zu einer wichtigen Förderin von Wissenschaft und Kunst. Anhand geschichtlicher Zeugnisse und Chroniken erzählt Dario Fo das Leben einer selbstbewussten Frau, die mit den Konventionen ihrer Zeit bricht, und erfindet sie dabei ganz neu.

(Quelle: amazon.de)



Meine Meinung:


Auf diesen "Roman" von Dario Fo, den ich vorher nur als Theatermenschen kannte, war ich sehr gespannt gewesen - und habe ihn einigermaßen enttäuscht zugeklappt.


Christina von Schweden war eine höchst faszinierende Persönlichkeit, und ihr Andenken zu pflegen, ist sicher ein großes Verdienst dieses Werkes. Es hat mich jedoch v.a. deshalb nicht überzeugt, weil es unglaublich hölzern daherkommt. Mir ist es ein Rätsel, wie jemand, dessen täglich Brot der Dialog ist, so wenig wörtliche Rede in einen Text einbauen kann. Da quält man sich durch seitenlange historische Abhandlungen, und plötzlich springt eine Art Harlekin auf die Bühne und man ist mitten in einem Theaterstück. (Diese Passagen waren wenigstens amüsant, wenn auch für meinen Geschmack streckenweise zu derb.) Das Theaterstück ist vorbei, da folgen behauptete, aber eben leider nicht auserzählte Liebschaften und Leidenschaften der Königin - manche zusammengefasst auf anderthalb Seiten, und etwas später wird dem betroffenen Menschen plötzlich eine große Bedeutung zugeschrieben, die sich mir als Leserin jedoch aus dem Text nicht erschließt. (Schade, dass der deutsche Untertitel Christinas Leben und Wirken als "Hosenrolle" bezeichnet, macht doch Fos Werk im Gegenteil deutlich, dass diese Frau sich nicht auf Rollenmodelle beschränken ließ, sondern ihr Leben geschlechterrollenübergreifend so lebte, wie es ihr Freude machte.) Fo baut immer wieder theaterhistorisch interessante Szenen ein, die ich gern gelesen habe, aber drumherum bleibt sein Roman einfach trocken und distanziert. Immerhin habe ich dabei Einiges über die europäische Theatergeschichte gelernt.


Dennoch werde ich mich gern weiterhin mit Texten und Aufführungen von Fo befassen, denn ich liebe sein (und Augusto Boals) Verstecktes Theater, und Auszüge aus seiner Rede anlässlich der Verleihung des Literatur-Nobelpreises haben mir seinerzeit über die Verzweiflung ob des Wahlsiegs von Donald Trump hinweggeholfen:

"Die Macht, und zwar jede Macht, fürchtet nichts mehr als das Lachen, das Lächeln und den Spott. Sie sind Anzeichen für kritischen Sinn, Phantasie, Intelligenz und das Gegenteil von Fanatismus. Ich bin nicht mit der Idee zum Theater gegangen, Hamlet zu spielen, sondern mit der Ansicht, ein Clown zu sein, ein Hanswurst."

Da wir hierbei auch mal wieder meinen Lieblings-Eco "Der Name der Rose" streifen, hat Dario Fo seinen Platz in meinem Bücherregal und in meiner Theaterliebe sicher, auch wenn mir der vorliegende Roman nicht so gut gefallen hat.

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