Darja Donzowa Spiele niemals mit dem Tod

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Inhaltsangabe zu „Spiele niemals mit dem Tod“ von Darja Donzowa

Gefährliche Ermittlungen auf eigene Faust Wer hat dem vierjährigen Sohn des berühmten Krimi-Autors Kondrat Rasumow die Pistole geschenkt, mit der er seinen Vater erschoss? Der Liebhaber seiner Mutter Lena? Lena selbst? Tanja, seit kurzem Haushälterin in dem großzügigen und chaotischen Schriftsteller-Haushalt, glaubt einfach nicht an Lenas Schuld. Sie beginnt nach dem wirklichen Täter zu suchen. Darja Donzowa moderiert im russischen Rundfunk eine Talkshow. Sie wurde in Russland dreimal »Schriftstellerin des Jahres«, zwei ihrer Bücher wurden zum »Bestseller des Jahres« gekürt. »Die große Satirikerin unter den Krimi-Frauen.« Literaturen

Mit tschechow'scher Melancholie auf Mördersuche durch den Moskauer Alltag

— WolfgangB

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  • Amüsant, aber kein Krimi

    Spiele niemals mit dem Tod

    wampy

    24. July 2016 um 16:21

    Buchmeinung zu Darja Donzowa – Spiele niemals mit dem Tod „Spiele niemals mit dem Tod“ ist der zweite Teil der Serie um Tanja Romanowa der Autorin Darja Donzowa. Die Originalausgabe ist 2001 unter dem Titel „Gadjuka v sirope“ erschienen. Die deutsche Ausgabe erschien erstmals 2007 bei Aufbau. Das ungekürzte Hörbuch erschien ebenfalls 2007 bei TechniSat Digital als Radioropa Hörbuch und wird von Katinka Springborn gesprochen. Klappentext: Wer hat dem vierjährigen Sohn des berühmten Krimi-Autoren Kondrat Rasumow die Pistole geschenkt, mit der er seinen Vater erschoss? Der Liebhaber seiner Mutter Lena? Lena selbst? Tanja, seit kurzem Haushälterin in dem großzügigen und chaotischen Schriftsteller-Haushalt, glaubt einfach nicht an Lenas Schuld. Sie beginnt nach dem wirklichen Täter zu suchen. Meine Meinung: Bei diesem Buch bin ich mir nicht sicher, ob es vielleicht eine Parodie sein sollte. Auf jeden Fall punktet der Roman mit seinen liebevoll gezeichneten Figuren. Selbst bei Säufern und Verbrechern findet die Autorin positive Zeichen. Die Hauptfigur ist chaotisch und hartnäckig. Sie gerät bei ihren Nachforschungen immer mal wieder vom rechten Weg ab, aber der Zufall für den rechten Weg kommt bestimmt. Die Verhältnisse in Russland werden auch als chaotisch beschrieben, doch man spürt auch die Liebe der Autorin zu den Einwohnern. Hier wird was gedreht, da kennt man jemanden, dort wird etwas geflunkert … Tanja Romanowa ist einfach sympathisch aber ganz sicher keine begnadete Ermittlerin. Das Buch läßt sich leicht weg lesen und enthält die ein oder andere humoristische Einlage. Der Vergnügungsfaktor ist auf jeden Fall hoch! Zum Sprecher: Katinka Springborn macht ihre Sache gut, insbesondere versteht sie es, die jeweilige Gefühlssituation darzustellen. Fazit: Das Buch ist sehr amüsant, aber eigentlich kein Krimi. Als Krimi gibt es deutliche Abzüge, so dass nur drei Sterne vergeben werden können. Trotzdem kann das Buch allen empfohlen werden, die eine amüsante Geschichte mit netten Figuren mögen!

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  • Rusische Schwere

    Spiele niemals mit dem Tod

    WolfgangB

    10. May 2013 um 07:05

    Tatjana Romanowa, genannt Tanja, nimmt eine Stelle als Haushälterin bei der Familie des erfolgreichen Schrifstellers Kondrat Rasumow an. Als dieser beim Kriegsspiel mit dem vierjährigen Sohn erschossen wird und die Mutter Lena in den Verdacht gerät, die Spielzeugpistole gegen eine echte ausgetauscht zu haben, beginnt Tanja auf eigene Faust zu ermitteln. Gemeinsam mit der verwöhnten dreizehnjährigen Tochter des Hauses, dem benachbarten Mafioso mit dem weichen Herzen, einem Hund und einer Katze, die sich zu einem losen Familienverband gruppieren, gilt es zunächst den Haushalt zu meistern. Schließlich führt Tanjas Suche nach dem wahren Mörder sie etliche Male quer durch Moskau, an unzählige Wohnungstüren, durch etliche Familienchroniken in ein Netz aus Intrigen in der russischen Literaturszene. Als sie dem Täter endlich zu nahe kommt, gerät ihr eigenes Leben in Gefahr ... Die russische Autorin Daria Donzowa scheint bei der Ausdeutung des Krimigenres dem Blick auf die Gesellschaft der detektivischen Mörderjagd vorzuziehen. Zwischen unzähligen häuslichen Verrichtungen ist die kriminalistische Handlung zu Beginn nur schwer zu finden. Erst im letzten Drittel des Romans verdichtet sich die Aufklärung des Verbrechens spürbar. Davor führt sie den Leser (bzw. Hörer) auf eine Entdeckungsreise durch den Moskauer Alltag. Beim Einkaufen auf dem Markt, der endlosen Suche nach einer Adresse, einer Fahrt mit der U-Bahn werden die unspektakulären Aspekte der Gegenwart in der Metropole entdeckt. Passend dazu offenbart auch die unmittelbare Vergangenheit anhand exemplarischer Biographien Erklärungsansätze für die Mentalität des Landes. Nahtlos in dieses Bild fügen sich auch Seitenblicke auf die (nicht unbedingt länderspezifische) Literaturszene, wo gierige Verleger auf Hochstapler treffen und Autoren über dem Umstand verzweifeln, daß billige Sex-and-Crime-Stories unerwartet hohe Verbreitung erzielen. "Ich glaube, das wichtigste, das wesentlichste geistige Bedürfnis des russischen Volkes ist das Bedürfnis, immer und unaufhörlich, überall und in allem zu leiden. Mit diesem Lechzen nach Leid scheint es von jeher infiziert zu sein. Der Strom der Leiden fließt durch seine ganze Geschichte; er kommt nicht nur von äußeren Schicksalsschlägen, sondern entspringt der Tiefe des Volksherzens. Das russische Volk findet in seinem Leiden gleichsam Genuss." So faßt Fjodor Dostojewski jene Affinität seines Volkes zur Melancholie in Worte, von der auch die Figuren Donzowas geprägt sind. Gezeichnet vom Leben, scheinbar unbegrenzt leidensfähig und dennoch dem Gegenüber stolz entgegentretend, so erlebt der Leser die Gesprächspartner der Detektivin Tanja. Russische Spezifika, die zudem in Kauf genommen werden müssen, sind die gerade zu Beginn des Hörbuches gewöhnungsbedürftigen, sperrig klingenden Namen und ein der Mentalität geschuldeter Hang zum ausführlichen Erzählen. Zu dieser paßt auch die spröde Stimme der Sprecherin Katinka Springborn, die gerade mit kantig-forschem Unterton die russische Grundstimmung zusätzlich betont. Souverän variiert sie in verschiedenen weiblichen Rollen, die männlichen Figuren hingegen werden mit ein und demselben salbungsvollen Pathos vorgetragen. Dabei wird das Bild eines beleibten Patriarchen heraufbeschworen und damit die berechtigte Frage, ob denn alle russischen Männer diesem Stereotyp entsprechen. Sicher wirkt die Sprecherin in der Aussprache der zahlreichen Namen, was für gewissenhafte Vorbereitung spricht, denn auf Springborns Website taucht Russisch als Fremdsprache nicht auf. Die Übersetzung des Romans wirkt zuweilen irritierend, wenn Ausdrücke wie "Klöße", "kirre", "Ziegenpeter" und Idiome ("ab und an") gewählt wurden, die nicht im gesamtdeutschen Sprachraum unmittelbar verständlich sind. Fazit: Hier dient ein Krimi als Verpackung für Episoden aus der russischen Zeitgeschichte über Schein und Sein, gescheiterte Existenzen, gutgläubige, gastfreundliche Menschen, die wenig zu verlieren aber viel zu gewinnen haben und die ewig drückende Last der Geschichte. Übrigens empfhielt es sich, nach Abschluß des Hörbuchs die ersten paar Kapitel ein zweites Mal anzuhören, um mit der Bekanntschaft der Figuren jene Nuancen zu erfassen, die zuerst in der Namensfülle untergegangen sind.

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