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Camillex

vor 3 Jahren

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Inhalt

In Florenz mordet in Unbekannter. Die Opfer wählt nach den Sieben Todsünden aus. Eine speziell auf den Fall angesetzte Sonderkommission tappt im Dunkeln. Doch der Junge Antonio, der öfters Visionen von bereits geschehenen oder noch kommenden Ereignissen hat, hat auch bei diesem Fall ein gutes Gespür. Geht die Polizei auf seine Hilfe ein und kann sie dadurch den Fall lösen?

Gleichzeitig spielen sich in einem alten Palazzo in der Nähe von Mailand seltsame Dinge ab. Unheimliche Ereignisse verschrecken die Einwohner. Zuschlagende Türen, tappende Geräusche im Gang. Die Bewohner finden keine Lösung und engagieren ein Team von Geisterjägern, das dem Vorkommnissen nachgehen soll. Die Nachforschungen führen weit in die schreckliche Vergangenheit des Gebäudes.

 

Meine Meinung

In diesem Buch verbinden sich zwei komplett unterschiedliche Geschichten miteinander, bzw. laufen parallel zueinander ab. Jede Geschichte hat eine ganz andere Handlung mit unterschiedlichsten Charakteren. Ich habe kein Problem damit, beiden Handlungssträngen zu folgen. Die Personen kann ich aufgrund ihrer Namen gut auseinanderhalten und auch die Storys sind klar trennbar sowohl aufgrund der Handlung als auch aufgrund der Räumlichkeit. Es wird weder zu lang an einer Geschichte erzählt, zu kurz aber auch nicht. Die Abschnitte finde ich passend lang gewählt. Mir gefällt diese Vermischung ganz gut, da so keine Langeweile aufkommt, falls man in einer Teilgeschichte gerade weniger passiert.

Beide Geschichten haben mir auf ihre ganz eigene Weise gut gefallen. Geschichten über Spukhäuser finde ich sowieso sehr faszinierend. Die Atmosphäre, die in diesem Buch entsteht, finde ich gut. Es kommen durchaus einige gruselige Elemente vor, richtig extrem gefürchtet habe ich mich dabei aber nicht. Ist also auch gut geeignet für Leser, die nur "leichtes Gruseln" bevorzugen. Besonders gefallen haben mir die Rückblicke in die Vergangenheit, bei denen erzählt wurde, was sich früher abgespielt hat. So konnte man sich nach und nach denken, welcher Geist wohl im Palazzo sein Unwesen treibt. Während die "Jetzt"-Bewohner eher unspektakulär sind, aber durchaus glaubwürdig, eine typische Familie eben, haben es mir die "Früher"-Bewohner sehr angetan. Diese Charaktere finde ich wirklich interessant, für manche empfinde ich Zuneigung, für andere eher so etwas wie Hass, manch einer ist auch nicht so ganz geheuer. Diese Teilgeschichte mochte ich insgesamt wirklich gern.

Die zweite Geschichte handelt von einem Serienmörder, der seine Opfer nach den Sieben Todsünden auswählt. Ok, das hat man durchaus so schon mal gehört/gelesen/gesehen. Dennoch fand ich diese Story ebenfalls gut umgesetzt. Die Ermittlungsarbeit lief einige Male in Sackgassen, aber es war spannend zu lesen, wie der übersinnlich begabte Antonio der Polizei behilflich sein kann. Besonders gefallen hat mir hier die Beschreibung des Täters, seines Lebensumfeldes. Bis zum Ende wusste ich allerdings nicht, wer der Täter war. Die endgültige Auflösung hat mich überrascht und auch ein klein wenig schockiert, als dann alle Einzelheiten bekannt waren. Die Situation des Täters ging mir dann schon etwas unter die Haut.

 

Fazit

"Phantom der Dunkelheit" ist kurzweilige Unterhaltung mir zwei interessanten Geschichten. Wie auf dem Buchrücken auch zu lesen ist, verbinden sich hier tatsächlich "Spuk und Wahnsinn" zu einen guten Mystery-Krimi. Abwechslungsreich gestaltet, mit passenden Charakteren und sprachlich gelungen habe ich an dem Buch insgesamt nichts auszusetzen.

Autor: Dark Norman
Buch: Phantom der Dunkelheit
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