Daryl Gregory

 3,9 Sterne bei 78 Bewertungen

Lebenslauf von Daryl Gregory

Daryl Gregory, Jahrgang 1965, hat an der Illinois State University Englische Literatur und Theaterwissenschaften studiert. Seine Romane wurden vielfach ausgezeichnet und für fast alle großen Genre-Preise nominiert.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Daryl Gregory

Cover des Buches Die erstaunliche Familie Telemachus (ISBN: 9783847906384)

Die erstaunliche Familie Telemachus

 (35)
Erschienen am 23.02.2018
Cover des Buches Uns geht's allen total gut (ISBN: 9783104902555)

Uns geht's allen total gut

 (19)
Erschienen am 26.01.2017
Cover des Buches Afterparty (ISBN: 9783596034536)

Afterparty

 (14)
Erschienen am 26.01.2017
Cover des Buches Die erstaunliche Familie Telemachus (ISBN: 9783442489091)

Die erstaunliche Familie Telemachus

 (2)
Erschienen am 20.05.2019
Cover des Buches Planet der Affen Comicband (ISBN: 9783864253997)

Planet der Affen Comicband

 (1)
Erschienen am 01.05.2014
Cover des Buches Die erstaunliche Familie Telemachus (ISBN: 9783785756737)

Die erstaunliche Familie Telemachus

 (5)
Erschienen am 23.02.2018
Cover des Buches We Are All Completely Fine (ISBN: 9781616961718)

We Are All Completely Fine

 (1)
Erschienen am 12.08.2014
Cover des Buches Afterparty (ISBN: 9781783294589)

Afterparty

 (1)
Erschienen am 15.08.2014

Neue Rezensionen zu Daryl Gregory

Cover des Buches Die erstaunliche Familie Telemachus (ISBN: 9783442489091)N

Rezension zu "Die erstaunliche Familie Telemachus" von Daryl Gregory

nette Lektüre
nonostarvor 2 Jahren

Die Familie Telemachus ist eine Familie mit übernatürlichen Fähigkeiten. Da wäre Oma Mo, ein Medium das einst für die Regierung gearbeitet hat, ihre Tochter Irene, die jede Lüge erkennt und die beiden Söhne Frankie - mit telekinetischen Fähigkeiten - und Buddy, der in die Zukunft sehen kann. Nur Großvater Teddy hat keine besonderen Fähigkeiten und blendet andere Menschen mit Tricks. Jeder in der Familie hat mit seinen eigenen Probleme und Schwierigkeiten zu kämpfen. Als Irenes Sohn Matty ebenfalls außergewöhnliche Fähigkeiten entdeckt, scheint das für einige Familienmitglieder die Lösung all ihrer Probleme zu sein.

"Die erstaunliche Familie Telemachus" ist ein sehr unterhaltsames Buch. Die Charaktere sind sehr gut und bildlich dargestellt und es hat großen Spaß gemacht, ihnen in ihrem Leben zu folgen. Jede der Figuren ist anders, getrieben von ihren jeweiligen Fähigkeiten. Das Buch liest sich sehr flüssig und man ist direkt mitten in der Geschichte. Man wird langsam auf das große Finale hingeführt, ohne jedoch zu viel zu verraten, so dass man alsLeser immer noch miträtselt, wie es ausgehen wird. Das Ende hat mich dann auch tatsächlich nochmal überrascht und zum Schmunzeln gebracht.

Fazit: Nette Lektüre, nicht zu anspruchsvoll aber auch nicht langweilig oder zu einfach gestrickt.

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Cover des Buches Die erstaunliche Familie Telemachus (ISBN: 9783847906384)KaraBetas avatar

Rezension zu "Die erstaunliche Familie Telemachus" von Daryl Gregory

Tragikomisch und turbulent
KaraBetavor 2 Jahren

Trickbetrüger, paranormale Fähigkeiten, organisiertes Verbrechen, Geheimdienst, pubertierende Teenager und natürlich die Liebe - das alles ergibt eine turbulente Familiengeschichte, rasant, tragikomisch, mit originellen Wendungen, liebevollen Figuren und einem wirklich atemberaubenden Showdown - klasse!

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Cover des Buches We Are All Completely Fine (ISBN: 9781616961718)Wortmagies avatar

Rezension zu "We Are All Completely Fine" von Daryl Gregory

Willkommen bei der skurrilsten Selbsthilfegruppe der Welt
Wortmagievor 3 Jahren

„We Are All Completely Fine“ von Daryl Gregory hat eine interessante Entstehungsgeschichte. Es erschien 2014, ein Jahr, bevor Gregory den lovecraftischen Horror-SciFi-Fantasy-Young Adult-Roman „Harrison Squared“ veröffentlichte. Diese Veröffentlichungsreihenfolge entspricht allerdings nicht der Reihenfolge, in der Gregory die Bücher geschrieben hat. „We Are All Completely Fine“ entstand nach „Harrison Squared“ und hätte ohne den YA-Roman wohl nie das Licht der Welt erblickt. In diesem geht es um den jungen Harrison, der seine Stadt Dunnsmouth vor einer Monsterinvasion retten muss. Nachdem er diese Geschichte abgeschlossen hatte, fragte sich Gregory, welche Konsequenzen sie für seinen Protagonisten haben könnte. Wie schlüge sich Harrison als Erwachsener? Garantiert wäre er traumatisiert, müsste Psychopharmaka schlucken und eine Therapie absolvieren. Was wäre, wenn es allen Held_innen von Monster- und Horrorgeschichten so erginge? Was wäre, wenn sie einmal die Woche zusammenfinden würden – in einer Selbsthilfegruppe?

Wir treffen uns einmal die Woche: Harrison, Barbara, Stan, Martin, Greta und die Leiterin unserer Gruppe, Dr. Jan Sayer. Wir alle haben Schreckliches erlebt. Wir tragen Wunden, Narben und unser ganz privates Trauma mit uns herum. Niemand glaubte uns. Man erklärte uns für verrückt, geistesgestört, psychotisch. Erst Dr. Jan hörte uns zu und gab uns einen sicheren Ort, um über unsere Erfahrungen zu sprechen. Wir sind die exklusivste Selbsthilfegruppe der Welt. Wir wurden vom Unnatürlichen berührt. All die Menschen, die an unseren Geschichten zweifeln, sollten sich eins fragen: was wäre, wenn sie wahr sind?

Ich liebe Autor_innen, die den Mut aufbringen, eine völlig absurde Geschichte lässig zu erzählen und ihre Leser_innen im Brustton der Überzeugung vor vollendete Tatsachen zu stellen. Mit „We Are All Completely Fine“ sucht Daryl Gregory die Konfrontation mit seinem Publikum. Er präsentiert eine komplett abgedrehte Szenerie und überlässt es seinen Leser_innen, aus den Fakten eine kohärente Geschichte zu formen. Er schubste mich in die Handlung hinein und erwartete von mir, mich selbst zurechtzufinden. Er hielt es nicht für nötig, irgendetwas zu erklären – er stellte die Weichen, damit ich selbst Erklärungen finden konnte. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten, mich auf dieses Konzept einzulassen. Ich fand es toll, dass Gregory durch seine selbstverständliche, entschiedene Zurückhaltung immensen gedanklichen und emotionalen Spielraum ermöglichte. Er zwang mir nichts auf, keine Schlussfolgerungen, keine Interpretationen. Er ließ mich einfach machen. Ich konnte vollkommen selbstbestimmt, ja geradezu emanzipiert lesen und die Handlung von „We Are All Completely Fine“ erleben, wie es mir passte. Und die hat es in sich, eine stimulierende Mischung aus oberflächlichem Wahnsinn und nachdenklicher Tiefe. Im Mittelpunkt stehen die Biografien von sechs Menschen, die ihre Begegnungen mit dem erschreckenden Unnatürlichen traumatisiert überlebten und nun versuchen, ihre Traumata durch eine Selbsthilfegruppe zu überwinden. Ich musste mich unwillkürlich fragen, was es hieße, hätten all die Menschen, die behaupten, Kontakt mit dem Übernatürlichen, Fantastischen und Überirdischen gehabt zu haben, keine Wahnvorstellungen. Angenommen, sie sagten die Wahrheit, wurden wirklich von Außerirdischen entführt oder von Monstern verfolgt – was bedeutete das für unsere Wahrnehmung der Realität? Die unfreiwillige Korrektur ihres Weltbildes spielt im Aufarbeitungsprozess der Figuren eine fundamentale Rolle. Sie müssen nicht nur verkraften, was sie physisch durchlitten, sie müssen auch lernen, diese neue, alternative Wirklichkeit zu akzeptieren. Dabei gehen sie ganz unterschiedlich vor. Obwohl sie alle auf ähnlich verstörende Erfahrungen zurückblicken, verarbeiten sie ihre Erlebnisse äußerst individuell. Ich kann mir bildlich vorstellen, wie viel diebische Freude es Daryl Gregory bereitet haben muss, diese sehr verschiedenen Persönlichkeiten in einen Raum zu sperren und sie zur Interaktion zu zwingen. Die Selbsthilfegruppe ist ein Experiment, sowohl für den Autor, als auch für die Figuren, die passend zu ihren Charakteren mal mehr, mal weniger bereit sind, ihre Geschichten preiszugeben. Gregory beweist erneut vornehme Zurückhaltung und nötigt sie nicht, mehr zu erzählen, als sie möchten. Er offenbart nichts, was sie nicht selbst berichten, wodurch es für mich umso spannender war, ihre Biografien langsam und Stück für Stück ans Licht zu bringen. Ich hatte das Gefühl, dass er sich in der Rolle des Erzählers stark mit der Gruppe identifiziert, ein Eindruck, der durch seinen ungewöhnlichen Erzählstil unterstützt wurde. Der Erzähler spricht von sich oft als Teil der Gruppe, bleibt die ganze Handlung über jedoch anonym und taucht in den Sitzungsbeschreibungen nicht auf. Aber wenn er teilnimmt, ohne physisch anwesend zu sein, wer erzählt dann da eigentlich? Daryl Gregory beantwortete diese Frage in einem Interview – ich werde euch die Antwort allerdings nicht verraten. Wo bliebe sonst der Spaß? ;-)

„We Are All Completely Fine“ ist ein köstliches Vergnügen, voller Wahnsinn, Absurdität und philosophischem Surrealismus. Die Lektüre erfordert einen wachen, aufgeschlossenen Geist und die Bereitschaft, ein unkonventionelles Experiment zu wagen, ohne jede Kleinigkeit zu hinterfragen und auf explizite Erklärungen zu warten. Ich warne euch, es wird seltsam, fantastisch, abgefahren und manchmal sogar ein bisschen beängstigend. Daryl Gregory mag es extrem und schreckt vor Brutalität nicht zurück. Der Trick ist, hinter die schrillen, nervenaufreibenden Szenen zu blicken und auf die Bedeutung der stillen, nachdenklichen Momente zu achten. Wer sich auf diese Herangehensweise einlassen kann, wird ein einzigartiges Abenteuer erleben – mit der skurrilsten Selbsthilfegruppe aller Zeiten.

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