Daryl Gregory Afterparty

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Inhaltsangabe zu „Afterparty“ von Daryl Gregory

Gott ist eine Droge – und wir sind auf Entzug. Mit ›Afterparty‹ hat Daryl Gregory den Science-Fiction-Thriller zur Smart-Drug-Revolution geschrieben. Toronto, in der nahen Zukunft: Seit Kurzem kann sich jeder mit Chemjet und Internetverbindung seine Lieblingsdroge einfach zu Hause ausdrucken. Der Hit der Saison: Numen. Wer es einnimmt, findet seinen ganz persönlichen Gott … Lyda Rose ist eine der Neurochemikerinnen, die Numen erfunden haben, eigentlich als Mittel gegen Schizophrenie. Seit sie sich bei einem Selbstversuch versehentlich eine Überdosis verpasst hat, wird sie von dem imaginären Engel Dr. Gloria begleitet – und sitzt deshalb in der Psychiatrie. Nach ihrem Unfall hätte Numen für immer im Giftschrank bleiben sollen; umso erstaunter ist Lyda, als eine Mitpatientin nach einem Gottestrip Selbstmord begeht und sie erfährt, dass die Droge plötzlich überall erhältlich ist. Zusammen mit Dr. Gloria und der ehemaligen Geheimagentin Ollie beschließt sie, der Sache auf den Grund zu gehen. Sie macht sich auf die Suche nach ihren ehemaligen Kollegen, ohne zu ahnen, dass die Reise zu einer atemlosen Hetzjagd durch Kanada und die USA führen wird … ›Afterparty‹ von Daryl Gregory stand auf der Kirkus-Liste der besten Science-Fiction-Romane 2014. Cory Doctorow schrieb darüber: 'Ein exzellenter Science-Fiction-Roman über Drogen, Gott, die geistige Gesundheit und das organisierte Verbrechen … Schnell wie ein Thriller, aber sehr viel substanzieller.'

Ein Buch wie ein einziger verrückter Drogenrausch

— FrauSchafski

Teils verwirrendes Buch, welches aber absolut außergewöhnlich einem riesigen Trip gleicht, genial verrückt!

— Raven

Nicht ganz so psychedelisch wie erhofft, aber dennoch feinste Sci-Fi Unterhaltung!

— Janna_KeJasBlog

Interessantes Grundgerüst; unsteter Geschichtsverlauf gepaart mit undurchdringlichen Charakteren und einem abrupten Ende.

— DrWarthrop

Wow! Das beste Buch diesen Jahres.

— EnysBooks

spannendes Buch über die Welt der Smart-Drugs

— his_and_her_books

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  • Gott ist eine Droge

    Afterparty

    FrauSchafski

    29. September 2017 um 09:24

    „Verrückt“ ist das erste Wort, das mir einfällt, wenn ich diesem Buch ein Attribut zuordnen wollte. Es geht um Drogen und es geht um Glauben und es geht um Gott, der durch eine Droge zu den Menschen kommt. Diese Dystopie spielt in einer recht nahen Zukunft, in der es möglich ist, Drogen unterschiedlichster Wirkung mit Druckern auf essbares Papier zu bringen. Deren Konsum ist Gang und Gäbe. Doch eine dieser Drogen ist gefährlich, sie verändert die Psyche der Menschen langfristig, indem sie sie glauben macht, Gott würde zu ihnen sprechen. Der Entzug ist grausam und bringt nicht Wenige um den Verstand. Lyda, die selbst eine Überdosis von „Numen“, der Gottesdroge, genossen hat und seither von einem Engel begleitet wird, versucht die Verbreitung von Numen, an dessen Entwicklung sie selbst beteiligt war, zu verhindern. Es entwickelt sich eine verrückte Jagt nach den Urhebern, die gespickt ist von irrwitzigen Charakteren und merkwürdigen Begebenheiten. Insbesondere sprachlich ist die Dystopie gut umgesetzt, es scheint alles sehr vertraut und dennoch völlig anders durch die Art, wie die Personen reden. Streckenweise fühlt sich der Leser selbst wie auf einem Drogentrip, so skurril kommt die Handlung daher. Das war mir phasenweise doch ein Bisschen anstrengend und ich habe mich mehr als einmal gefragt, wohin das Ganze bitte führen soll. Nebenbei werden große philosophische Themen wie der freie Wille und die Gottesfrage diskutiert, deren Ernsthaftigkeit in der verrückten Handlung jedoch unter geht. Wahrscheinlich sollte das auch so sein, denn zum Ende erscheint der Roman als einziges Gedankenexperiment, das letztlich keinen Schritt vorangekommen ist. Oder war es doch nur ein durch Drogen verursachter Tagtraum? Fazit: Unterhaltsam ja, aber der Sinn dahinter hat sich mir nicht ganz erschlossen. Insgesamt störe ich mich an dem zentralen Gegensatz: Auf der einen Seite die schwerwiegenden Themen freier Wille und Gottesfrage, auf der anderen Seite die flapsige Umsetzung. Das fügt sich für mich nicht richtig zusammen. Daher vergebe ich drei Sterne für das Erlebnis, lesend wie auf Droge gewesen zu sein.

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  • Genial verrückt!

    Afterparty

    Raven

    21. September 2017 um 02:55

    Das Buch "After Party" von Daryl Gregory ist 400 Seiten lang und bei Fischer-Tor erschienen. Das Softcoverband hat einen flexiblen Umschlag, der nicht anfällig für Leserillen ist und besticht mit seiner extremen Farbe und individuellem Design. Die Leseseiten sind schön dick.Nun ist es möglich mittels Chemjet und Internetverbindung seine Drogen selbst zu drucken. Besonders angesagt ist: Numen. Wer es nimmt der findet seinen ganz persönlichen Draht zu Gott und wer zu viel davon nimmt, dem erscheint dauerhaft sein eigener Gott. Eigentlich wurde Numen als Heilmittel gegen Schizophrenie entwickelt. Es kam jedoch nach einem dragischen Vorfall nie auf den Markt und es sollte auch niemals in falsche Hände und in die Öffentlichkeit geraten. Lyda Rose ist eine der Neurochemikerinnen die es erfunden hat. Sie wird nach einer Überdosis von einem imaginären Engel Dr. Gloria begleitet und sitzt deshalb in der Psychiatrie. Dort bekommt sie schnell mit, dass das Numen auf einmal im Umlauf ist und zur Gefahr wird. Deshalb bricht sie mit Ollie, einer ehemaligen Geheimagentin aus, um der Verbreitung einen Riegel vorzuschieben und rauszufinden wer hinter der Herstellung des Numens steckt. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende fasziniert. Es ist so anders und fremdartig wie es der Klapptext und das grelle Äußere bereits verspricht. Zwischenzeitlich war ich immer wieder verwirrt, weil mir die Story zu sehr von einer Zeit/Ort zum anderen hüpfte. Die Zusammenhänge waren etwas schwer zu fassen. Dennoch wurde es immer spannender und ich konnte sehr gut in die Welt des Numens eintauchen. Zu Lyda hatte ich einen sehr guten Draht beim Lesen und auch zu ihrem Engel. Die Geschichte ist absolut ausgefallen, individuell, verrückt, genial. Wer auf schräge Szenarien steht, der ist hier genau richtig. Fazit: Teilweise etwas verwirrend und zu stark springende Story, dennoch absolut spannend, ausgefallen, individuell, verrückt, genial. Lesenswert!

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  • Drucker-Drogen & ihre Götter

    Afterparty

    Janna_KeJasBlog

    13. September 2017 um 17:47

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de | Die Kurzgeschichte „Uns geht`s allen total gut“ gefiel mir so gut, das auch dieses Werk des Autors bei mir einziehen musste! Der Klappentext verspricht wundervoll kurioses Lesen. „Ein irrer psychedelischer Trip“ (Paolo Bacigalupi, Autor) soll diese Geschichte sein, doch so ganz konnte diese Erwartung nicht erfüllt werden. Lyda Rose ist Neurochemikerin und seit diesem einen verhängnisvollen Abend mit Gott verbunden. Dieser erscheint ihr als Engel – Dr. Gloria – sie gewann Erleuchtung und verlor so viel mehr. Lyda ist in ihrem Beruf nicht mehr tätig, springt von Droge zu Droge und von Drink zu drink. Ihre Odyssee endet in einer psychiatrischen Klinik, dort wo ihr Trip enden sollte, beginnt die Geschichte, mit dem Selbstmord eines jungen Mädchens. Doch der Grund für den Selbstmord kann unmöglich sein. Numen – die Gottesdroge. Lyda war Teil eines Teams welches ‚Numen‘ entwickelte und dafür sorgte das diese Droge niemals auf den Markt erscheinen sollte. Doch nun ist es der Entzug von ‚Numen‘, welches das Mädchen nicht verkraftete. Drogen welche sich auf Papier drucken lassen. Götter in verschiedenen Erscheinungsformen, welche einen daraufhin begleiten. Die besten Zutaten also für ein psychedelisches Leseerlebnis, wie der oben zitierte Autor versprach! Aber eben dies kommt für mich innerhalb der Geschichte zu kurz und der Fokus wird zunächst falsch gesetzt. Lyda wird aus der Psychiatrie entlassen und begibt sich auf die Suche nach dem Verantwortlichen, der ‚Numen‘ für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Gemeinsam mit der ehemaligen Geheimagentin Ollie, selbst auf Entzug, macht sie sich auf den Weg den Wahnsinn zu stoppen. Die Reise ist geprägt von Hindernissen, die Verfolgungsjagd nimmt einen großen Teil des Buches ein und soll „Schnell wie ein Thriller„ (Cory Doctorow, Autor) sein, das ist jedoch vom Genre sowie seiner Schnelligkeit weit entfernt. Kleine Actionszenen begegneten mir beim Lesen, eine Verfolgungsjagd mit kuriosen Protagonisten. Unterhaltsam ist es definitiv, aber für mich etwas zu langatmig. Eine ganz andere Thematik war viel interessanter, wurde aber für mich nicht weitreichend genug ausgearbeitet. Eine Droge deren Nebenwirkung eine Gotteserscheinung ist. Die begleitende Frage im Buch behandelt die Konfrontation von Glauben und Wissenschaft. Handelt es sich um einen Drogentrip oder öffnet sich für den Konsumenten eine Tür, lässt Grenzen verschwimmen? Mit diesen Gedanken spielt der Autor Daryl Gregory. Er skizziert Protagonisten mit verschiedenen Ansichten, lässt sie in Gesprächen diskutieren und die aufkommenden Fragen unbeantwortet. Ergänzt wird die Geschichte durch Rückblicke, und auch dies hat mir sehr gut gefallen. Gegenwärtig fließen verschiedene Bemerkungen ein, welche erst durch die rückblickenden Erzählungen ein Gesamtbild der damaligen Geschehnisse entstehen lassen. Von der Entwicklung ‚Numen‘ bis hin zu dem verhängnisvollen Abend und seinen bitteren Konsequenzen. Besonders die Kapitel um Sasha und ihren Karten gefielen mir gut. Ein Mädchen dessen Spielkarten sie beschützen, ein Haus welches non-verbal auf sie reagiert und eine berührende Geschichte. Ich wäre gerne länger in ihrer Welt geblieben. Dies kommt sehr Richtung Ende des Buches und von daher werde ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Wie bereits erwähnt, wird sich im Mittelteil jedoch zu sehr auf die Verfolgungsjagd konzentriert. Lyda glaubt zu wissen wer ‚Numen‘ auf den Markt gebracht hat und will ihn zur Rede stellen, somit geht die eigentliche Thematik leider unter – Gibt es Gott wirklich oder ist es durch ‚Numen‘ ein endloser Trip? Und gibt es wenn dann nur einen wahren Gott? Es ist die Art wie der Autor sich damit auseinandersetzte, welche mich faszinierte und ich hätte mir bezüglich dessen eine intensivere Auseinandersetzung gewünscht. "Wenn ich irgendwas gelernt habe, dann, was für ein verlogenes Miststück das Gehirn ist." -- (S. 238) Neben Gott ist auch die Wissenschaft ein Thema, nicht nur im Kontrast zur Religion. Es geht um die Entwicklung von ‚Numen‘, die Gehirnfunktionen und den Einfluss der Droge darauf. Dies jedoch auf eine leicht verständliche Art und Weise, sodass keine Kenntnisse über Synapsen-Funktion oder ähnlichem vorausgehen müssten. Eine interessante Grundidee, welche sich mehr Tiefgang hätte zutrauen und psychedelischer sein dürfen. Dennoch ein wirklich gut zu lesendes Buch, bei dem ich eine Verfilmung sehr reizvoll finden würde. Drogen, Gott und die Wissenschaft mit einer guten Portion Humor!

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  • Ein schräger Trip

    Afterparty

    Aniday

    30. August 2017 um 21:18

    Lyda Rose hat einen besonderen Begleiter: Dr. Gloria, einen Engel, den nur sie sieht. Und damit der Grund, weshalb sie in der geschlossenen sitzt. Als ein junges Mädchen sich umbringt und ihr zuvor den Namen der Droge nennt, die sie genommen hatte, weiß Lyda, dass sie raus und sich ihrer Vergangenheit stellen muss.Das Buch ist wirklich schräg. Jeder, der die richtige Ausstattung besitzt, kann sich Drogen auf ein Stück Papier drucken. Quasi alles ist möglich. Lyda ist ein ziemlich kaputter Charakter, sie ist sicher keine Heldin. Eine typische schon gar nicht. Ganz unten angekommen, kaputt durch eine Überdosis, Wahnvorstellungen und unfähig, alles zu verarbeiten. Und sie ist nicht die einzige schräge Person in diesem Spiel. Man weiß nicht, wem man vertrauen kann, was los ist. Besonders interessant fand ich die Einleitung jedes Kapitels, ein Puzzlestück aus der Vergangenheit. Nicht genug, um wirklich Sinn in alles zu bringen. Aber immer so viel, dass man mehr will!Wir begleiten Lyda auf ihrer Reise, treffen skurille Menschen und lassen andere hinter uns. Man ist dabei, schwebt aber trotzdem über dem Szenario und betrachtet alles aus einer gewissen Distanz. Das ist auch nötig, um sich einen Überblick zu verschaffen und hinter das Rätsel um Numen zu kommen.Dieses Buch kann nicht wirklich beschrieben werden, man muss sich darauf einlassen können. Es ist sicher nicht für jeden etwas. Wer es etwas schräger, vielleicht auch mal etwas durchgeknallter, mit einer guten Portion fantastischem, mag ist hier richtig. 5 Punkte gibt es deshalb nicht, weil ich weiß, dass Gregory Daryl auch noch einen hätte draufsetzen können: Seine Kurzgeschichte "Uns geht's allen total gut" hat mich einfach noch mehr überzeugen können.

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  • Gott als Pille..gewöhnungsbedürftig

    Afterparty

    dominona

    18. May 2017 um 13:27

    Zuerst habe ich mich gefragt, wo ich hier gelandet bin, aber ab der Hälfte des Buches beginnt man langsam zu verstehen und als Gesamtpaket war das Buch für mich durchaus annehmbar. Nur an den Stil muss man sich gewöhnen, leider ist er manchmal zu gewollt hipp und abgedreht. Auch die Perspektivenwechsel waren nicht immer förderlich, aber die Idee rund um eine Designerdroge, die einen Gott sehen lässt und der Versuch, die Droge aus dem Verkehr zu ziehen, ist interessant. Ich hätte gerne mehr von der jüngsten Protagonistin gelesen.

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  • Drogen, Gott und durchgeknallt! 😱

    Afterparty

    EnysBooks

    26. April 2017 um 12:35

    Dieses Buch ist im Februar 2017 im Tor Verlag erschienen und ist mit seinen vierhundert Seiten der beste Science-Foction Roman, den ich je gelesen habe.In diesem Buch geht es um die Wissenschaftlerin, Lyda, die zusammen mit ihrer Frau und einigen Freunden ein Medikament gegen Schizophrenie entwickeln will und dabei einen grossen Stein namens Numen ins Rollen bringt. Statt eines Medikaments gegen Schizophrenie, hatten sie eine Droge erschaffen, die einen den eigenen ,,Gott“ zeigt. Halluzinationen und epileptische Anfälle folgen und Lydas Frau wird Ermordet.Jetzt ist Lyda in dauer begleitung eines Engels und muss erfahren, was einst als Unfall ihren Anfang nahm, ist nun überall erhältlich und bringt nicht nur gutes...Der totale Wahnsinn beginnt schon mal mit diesem wahnsinns Cover, das eine Tanzende Meute als Rote Masse zeigt auf neongelbem Hintergrund. Der Kontrast ist Hammer und es muss einem so einfach in die Augen fallen.Und was der Titel erst Verspricht, wird dann in einem völlig ungeahnten Kontext verknüpft. Weiter geht es mit der puren Lesensfreude, beim Inhalt und dem Schreibstil. Es werden währenddessen viele amüsante Situationen gebildet, die mich mehr als einmal zum grinsen brachten. Die Umgebung wird gerade zu lebendig während dem lesen. Einem werden weder zu viel noch zu wenig Worte gegeben und die Abwechslung in den Satzstellungen sind einfach fantastisch! Und das beste? Für jeden Doktor Who Fan gibt es noch einen kleinen Witz am Rande, als tatsächlich ein Vergleich mit einem Dalek angestellt wird!Die Beschreibung der Charaktere ist auf eine Art einzigartig, die man nicht beschreiben kann, weil es da ein davor und danach gibt und man fühlt und fibert auf jeder Seite mit.Neben der Haupthandlung, hatte es auch noch einige berührende und tiefgehende nebenhautstorys, die alles perfekt machten.Einzig und allein der Schluss erschloss sich mir nicht ganz... der letzte Satz hat dann einen Stern gekostet. Denn, obwohl ich sehr erpicht die Lösung auf diesen Satz versucht habe zu finden, wollte es mir einfach nicht gelingen.

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  • spannendes Buch über die Welt der Smart-Drugs

    Afterparty

    his_and_her_books

    05. February 2017 um 09:09

    Zitat: „Manche Nervenbahnen sind so alt, die Rinnen so tief eingegraben, dass wir nicht um die Erkenntnis herumkommen, in erster Linie Tiere zu sein. Denken, Wille, Selbstbeherrschung? Die sind alle erst später zur evolutionären Party eingetrudelt.“ (S.105) Inhalt: Jeder kann sich seine Drogen – legale wie illegale – mittlerweile ausdrucken. Die Smart-Drug-Revolution macht es möglich. Und in dieser Zeit arbeitet eine kleine Firma an der Entwicklung eines neuen Stoffes – N M E 110, später Numen genannt. Lyda war gemeinsam mit ihrer Frau Mikala an der Entwicklung von Numen beteiligt. Nach dieser verhängnisvollen Party mit einer Überdosis der Droge ist Dr. Gloria, ihr persönlicher Engel, immer an ihrer Seite und Lyda in psychiatrischer Behandlung. Numen sollte nicht weiter vertrieben werden. Plötzlich scheint jemand die Droge wieder auf den Markt zu bringen. Lyda versucht, die weitere Ausbreitung zu verhindern. Doch um die Verbreitung zu stoppen muss sie den Verursacher finden – und dafür Gesetze brechen. Die Verfolgungsjagd beginnt. Und nicht nur Lyda ist auf der Jagd. Meinung: Einmal mehr bin ich mit „Afterparty“ auf ein Buch gestoßen, dass ich so gar nicht auf dem Zettel hatte. Die Story hörte sich jedoch interessant an. Und da ich nun neugierig geworden war, wollte ich auch unbedingt wissen, welche Geschichte sich hier verbirgt. So las ich in die ersten Seiten hinein und fühlte mich nach kurzem so, wie man sich nach einem Drogentrip fühlen muss. Die erste Überraschung für mich war Dr. Gloria, die ich an sich erst als reale Person empfunden hatte. Mein Erstaunen war groß, als sie sich als imaginärer Engel entlarvte, immer an der Seite von Lyda nach dieser verhängnisvollen Überdosis auf dieser Party. Ab hier begann für mich dann dieses psychedelisch angehauchte Buchexperiment. Daryl Gregory setzt sodann auch fortwährend auf diese psychisch dominierte Note und lässt vorrangig die nach der Überdosis angeschlagene Lyda ihre Erlebnisse aus Ich-Perspektive in Vergangenheitsform erzählen. Ab und an durften andere Sichten ebenfalls in Vergangenheitsform, jedoch in dritter Person, ein kurzes Intermezzo einflechten. Der Drogenbackground allerdings machte es mir fortwährend nicht immer ganz einfach, Einblicke in die Absichten der handelnden Personen zu erhalten bzw. deren Entscheidungen und Handeln vollends nachzuvollziehen. Insofern entwickelte sich selbst zu der aus ihrer Perspektive erzählenden Lyda eine gewisse Distanz, die sich bis zum Ende nur unmerklich verringern ließ. Die Idee des Autors ist auf jeden Fall wirklich gut und auch nachvollziehbar. Ich kann nur wortwörtlich sagen „Gnade uns Gott“, wenn unsere Entwicklung tatsächlich eines Tages in diese Richtung steuern sollte. Was wie Science Fiction klingt, ist im Kleinen sicherlich ansatzweise auch heute schon möglich. Die Nebenwirkung von N M E 110 – Numen – ist tatsächlich heftig. LSD und Co. scheinen wie ein Kindergeburtstag neben den von Daryl Gregory geschilderten Wirkungen der vorhandenen Substanzen. Nach der Einnahme fühlt man sich wie von einem göttlichen Wesen begleitet, das über einen wacht. Ein Entzug bringt die enormsten Nebenwirkungen mit sich. Bis hin zum Selbstmord. Der Autor nutzte die guten Ansätze seiner Idee überwiegend und trieb die Geschichte beständig voran. Kleine Längentäler konnte ich durchschreiten und blieb am Ball. Aus meiner Sicht hat die Geschichte eine Menge Potential, das stellenweise leider nur zu einem kleinen Teil genutzt wurde. Dennoch wurden Verstrickungen gut inszeniert und meine Leseneugier war ungebrochen. Auch zog die Spannung immer wieder an passenden Stellen an. Wirklich gut fand ich die eingebauten Rückblicke in die Vergangenheit der Charaktere, so dass sich das eine oder andere Puzzleteilchen nach und nach zusammensetzte. Zum Ende hin lässt der Autor die Spannung nochmal enorm ansteigen, baut Überraschungen in den Verlauf ein, bevor er die Geschichte beruhigt und in sich abgeschlossen ausklingen lässt. Ein Ende, wie man es sich nur wünschen kann. Urteil: „Afterparty“ hinterließ bei mir einen tiefen Eindruck, verursacht durch bewusstseinsverändernde Substanzen vermischt mit psychedelischen Ansätzen, die mitunter erschreckende Ausmaße annahmen. Diesen Eingriff in meine Psyche belohne ich mit knappen 4 Büchern. Für alle, die keine Angst vor den Folgen ihres Handelns haben, dabei jegliche Risiken auf sich nehmen und das eigene Wesen akzeptieren. © hisandherbooks.de

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