Uns geht's allen total gut

von Daryl Gregory 
4,4 Sterne bei19 Bewertungen
Uns geht's allen total gut
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Positiv (16):
Luthien_Tinuviels avatar

ucheBisweilen etwas skurriler Kurzroman, der nichts für einen schwachen Magen ist.

Kritisch (1):
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Schreibstil war irgendwie nicht meins. Hätte mir mehr Spannung gewünscht. Zu undurchsichtig.

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Inhaltsangabe zu "Uns geht's allen total gut"

Harrison ist ein Geisterjäger mit Schlafproblemen. Stan wurde einmal – zur Hälfte – von einer Gruppe Kannibalen verspeist. Barbara hatte eine unangenehme Begegnung mit dem Scrimshander, der ihr eine sehr persönliche Botschaft in die Knochen geritzt hat. Ob Greta nur ein wenig mysteriös oder eine Massenmörderin ist, weiß niemand mit Bestimmtheit. Und Martin? Martin nimmt seine Sonnenbrille nicht ab. Nie. ›Uns geht’s allen total gut‹ von Daryl Gregory ist nicht nur ein sehr, sehr furchteinflößender Horror-Roman, sondern auch unfassbar komisch. Phantastisches Lesefutter für einen langen, einsamen Abend – ein Buch, das einen, so oder so, um den Schlaf bringt. Joe R. Lansdale schreibt: »Daryl Gregorys ›Uns geht's allen total gut‹ ist einfach der Hammer. Absolut strange und ein wenig irre, wie ein Motorradsprung durch einen brennenden Reifen – mit nacktem Hinterteil. Loved it.«

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783104902555
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:150 Seiten
Verlag:FISCHER digiBook
Erscheinungsdatum:26.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Kodabaers avatar
    Kodabaervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Schreibstil war irgendwie nicht meins. Hätte mir mehr Spannung gewünscht. Zu undurchsichtig.
    leider nicht mein Ding, bei mir kam keine Spannung auf.

    Leider kann ich die vielen guten Bewertungen nicht teilen.
    Für mich war der Schreibstil sehr gewöhnungbedürftig. Ich musste ständig aufpassen, wer gerade Teil der Diskussion ist, oder gerade am Dialog beteiligt ist.
    Irgendwie stellte sich bei mir keine Spannung ein und ich hatte da von einem solchen Kurzroman irgendwie mehr erwartet, gerade bei diesem Genre.

    Die Charaktere waren interessant und auch das Thema hat mich gereizt, doch  war die Umsetzung für mich eher langweilig und zu undurchsichtig.
    Ich konnte mich in die Situation schwer hineinversetzen, vielleicht fehlten auch zu viele Hintergrundinformationen oder es war mir zu abgedreht? Ich kann es gar nicht genau ausmachen, aber leider konnte mich dieses Werk nicht fesseln.

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    Luthien_Tinuviels avatar
    Luthien_Tinuvielvor einem Jahr
    Kurzmeinung: ucheBisweilen etwas skurriler Kurzroman, der nichts für einen schwachen Magen ist.
    Die etwas andere Selbsthilfegruppe- skurril, faszinierend, zum Teil aber auch etwas düster...

    Kurzweiliger, bisweilen etwas skurriler Kurzroman von Daryl Gregory.

    Auf knapp 150 Seiten erzählt Daryl Gregory über eine etwas andere Selbsthilfegruppe: Harrison, der früher Monster gejagt hat, Martin, der immer eine "Sonnenbrille" trägt, die stille Greta, Stan ohne Gliedmaßen und die traurige Barbara.  Alle haben in irgendeiner Weise in ihrem Leben mit Monstern nicht nur im metaphorischen Sinne zu tun gehabt.

    Auch wenn die Geschichte in einem ruhigen, nicht allzu sehr Spannung aufbauenden Stil erzählt ist, besticht sie doch durch eine interessante Grundidee und einen unterschwelligen, zu weilen etwas bösen Humor. Die Innenansicht der Erzählfigur wechselt, wodurch die einzelnen Figuren etwas genauer beleuchtet werden.
    Dennoch bleiben auch am Ende der Geschichte fragen offen, über die der Leser gerne mehr erfahren würde.

    Dennoch ist die Geschichte mit der Idee, dass verschiedene Opfer von Monsterangriffen zusammen eine Selbsthilfegruppe bilden und sich nach und nach über ihre Ängste und Sorgen hinweghelfen (oder auch nicht?) spannend und die Monster sind sehr plastisch beschrieben.
    Teilweise ist die Beschreibung derer Taten jedoch zumindest für mich etwas zu plastisch gewesen. Ich würde das Buch niemandem mit guter Vorstellungsgabe und schwachem Magen/schwachen Nerven zusammen empfehlen.

    Für jemand härter Gesottenes lohnt sich aber ein Blick in die Geschichte, zu der ich bisher noch nichts Vergleichbares gelesen habe.

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    annlus avatar
    annluvor einem Jahr
    Kurzmeinung: subtil wird Schrecken und Schauer aufgebaut, Geheimnisse gelüftet, was für Spannung bis zum Schluss sorgt
    Die etwas andere Therapie

    *Was für kaputte Typen hatte Dr. Sayer denn da zusammengekratzt?*


    Eine Gruppentherapie der besonderen Art: Überlebende besonderer Situationen, die nun ihre Traumata überwinden wollen. Drei Männer und zwei Frauen, vereint durch ihren Glauben an Monster. Der pensionierte Monsterjäger Harrison; der alte Stan, der zur Hälfte von einer Kannibalenfamilie gegessen wurde; Martin, der seine Sonnenbrille nicht abnimmt; Barbara, die davon fasziniert ist, welche Bilder der Scrimshander ihr in die Knochen geritzt hat und die schweigsame Greta, von der nicht sicher ist, ob sie Opfer oder selbst ein Monster ist.



    Die Geschichte beginnt mit Harrison, der zur ersten Gruppensitzung kommt. Durch ihn lernen wir auch die anderen Gruppenmitglieder sowie die behandelnde Ärztin Jan Sayer kennen. Schon zu Beginn wird erwähnt, dass Harrison mal Monsterjäger war. Allerdings ist da noch nicht klar, worauf sich das Wort bezieht. Auch die ersten Erzählungen der Situationen, die bei den Patienten zu einem Trauma geführt haben, konnten noch erklärt werden. Erst langsam nahmen die Andeutungen auf das Paranormale zu. Aber stecken wirklich Monster dahinter oder doch nur die Einbildungskraft der Patienten?


    Genauso geheimnisvoll blieben das junge Gothicgirl Greta und Dr. Sayer. Die eine als Monster gebrandmarkt, bleibt selbst schweigsam und zurückgezogen, scheint aber gefährlicher zu sein, als angenommen. Die andere bleibt hinter ihrer professionellen Fassade versteckt, wobei immer wieder Andeutungen gemacht werden, aus welchen Gründen sie wohl solche eine Gruppe zusammenführen sollte.


    Fazit: Skurril und subtil werden hier Schrecken, Schauer und Horrorvisionen zu einer Geschichte verwoben, die nicht immer leicht zu durchschauen ist – was den Spannungsgehalt deutlich steigert.

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor einem Jahr
    Horror mit Tiefgang


    Das Buch wird beworben als 'unfassbar komisch' und 'furchteinflößender Horror'. Beides ist in meinen Augen übertrieben oder zumindest leicht irreführend. Nicht, dass es keine lustigen Szenen gäbe, aber es ist ein böser Humor mit einem Hauch von Wahnsinn und mehr als einer Spur von Verzweiflung. Nicht, dass es keinen Horror gäbe, aber es ist nicht die Art von Horror, wie man sie von Stephen King und anderen Größen des Genres kennt.


    Jeder der Charaktere hat seine eigene Horrorstory schon lange hinter sich – sie alle haben etwas unfassbar Schreckliches erlebt, ein übernatürliches Grauen, das sie nicht nur körperlich, sondern auch seelisch gezeichnet hat. Jeder Einzelne ist der letzte Überlebende seines ganz persönlichen Dramas, und dass alle Welt an natürliche Erklärungen glaubt, macht sie einsam... So unsäglich, unsäglich einsam. 


    Das klingt deprimierend, und das ist es manchmal auch, aber vor allem ist es unglaublich packend, originell und außergewöhnlich. Denn im Grunde ist die Geschichte nicht mehr oder weniger als eine Parabel für das Überleben nach einem schwerwiegenden Trauma. 


    Was Stan, Barbara, Harrison, Greta und Martin erlebt haben, ist vielleicht fernab unser Realität, wie sie jedoch damit umgehen, das ist eine Ansammlung bestechend realistischer Metaphern für verschiedene Bewältigungsstrategien – sozusagen die fünf Phasen der Trauer plus Dämonen. Die Dynamik innerhalb ihrer sonderbaren kleinen Selbsthilfegruppe ist direkt aus dem Leben gegriffen, das ist durch und durch glaubhaft und hat einfach den Klang der Wahrheit.


    Diese Novelle endet nach nur 137 Seiten, und das ist auf verschiedene Arten und Weisen unglaublich. Mal ganz abgesehen davon, dass ich meinen eReader am liebsten geschüttelt hätte, um zu sehen, ob nicht doch noch ein paar Sätze rausfallen, böte jeder Charakter mit seiner Hintergrundgeschichte mehr als genug Potential für sein eigenes Buch. Tatsächlich hatte ich nach dem Lesen das sonderbare Gefühl, Daryl Gregory habe es geschafft, klammheimlich mindestens 1.000 Seiten zu komprimieren, irgendwie, und in dieses kleine Büchlein zu packen... Man bekommt zwar nur kurze Einblicke in die Vergangenheit der Protagonisten, aber es sind Einblicke, die ihr grundlegendstes Wesen offenbaren.  


    Und dennoch würde ich gerne noch mehr über die Charaktere lesen! Zumindest über einen davon hat Daryl Gregory inzwischen ein eigenes Buch geschrieben ("Harrison Squared"), das allerdings noch nicht auf deutsch übersetzt wurde.
    Natürlich geht es nicht nur um die Therapie der fünf Überlebenden, denn das Übernatürliche wartet nur darauf, wieder in ihre Leben einzufallen. Das fand ich unheimlich spannend, und manchmal hat es mich an die Geschichten von H.P. Lovecraft erinnert! Abgründig, düster, ein eher leises Grauen... Und das liebe ich. 


    Der Schreibstil wartet mit einem ungewöhnlichen Blickwinkel auf: eine Art kollektiver Ich-Perspektive, bei der man nie genau weiß, wer jetzt eigentlich gerade spricht. Das passt gut zu dem zunehmend dichten Beziehungsgeflecht zwischen den Charakteren: es ist nicht mehr die Geschichte von Harrison, die Geschichte von Stan, die Geschichte von Greta usw. Es ist ihre gemeinsame Geschichte.


    Egal, wer gerade spricht, der Schreibstil vermittelt immer sehr viel Atmosphäre und liest sich wunderbar unterhaltsam runter, auch wenn die Szenerie gerade alles andere als fröhlich oder angenehm ist.


    Fazit:
    Eine Selbsthilfegruppe für Überlebende paranormaler Aktivitäten? Das ist skurril und vollkommen abgedreht, manchmal lustig, öfter gruselig, aber immer erstaunlich nahe dran an der Realität – jedenfalls, wenn man die Geschichte mal auf das Allergrundlegendste herunterbricht. Denn dann geht es eigentlich um eine Gruppe Menschen, die sich damit herumschlagen müssen, überlebt zu haben.


    Ob man jetzt gerne Horror liest oder sich für Psychologie interessiert, die Novelle bietet eine erstaunliche Mischung aus spannender Unterhaltung und Tiefgang. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Art von Horror nicht jedermanns Sache ist, aber besonders Fans von H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos würde ich die Leseprobe ans Herz legen! 

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    Schmiesens avatar
    Schmiesenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Irrer Horrortrip mit Geistern, Kannibalen und Wesen aus einer anderen Welt. Ganz schön nervenaufreibend.
    Irrer, nervenaufreibender Horrortrip. Licht anlassen!


    "Wir. Was für ein tückisches kleines Pronomen. Wer ist drinnen und wer draußen?"


    Harrison, Geisterjäger im Ruhestand; Barbara, der eine Botschaft in die Knochen geschnitzt wurde; Martin, der niemals seine Brille abnimmt; Stan, der zur Hälfte von Kannibalen verspeist wurde; Greta, deren Körper ein Cutting-Kunstwerk ist; und auch Jan, die Psychotherapeutin: Diese sechs skurrilen Charaktere bilden das WIR in "Uns geht's allen total gut". Zusammengebracht werden sie von Jan, die ihnen in einer Gruppentherapie helfen will, über ihre traumatischen, zumeist paranormalen Erlebnisse hinwegzukommen. Doch nicht alle werden diese Therapie beenden...


    Allein die Erzählperspektive hat etwas Beklemmendes. Immer wieder taucht dieses mysteriöse WIR auf. Doch wer erzählt gerade? Jemand aus der Gruppe? Ein Wesen aus einer anderen Welt, das unbemerkt auch teilnimmt? Alles ist denkbar in diesem abgefahrenen Universum, in dem Monster aus einer Parallelwelt ständig versuchen, in unsere Welt einzudringen. Dagegen kämpfen die Protagonisten auf unterschiedliche Art und Weise. 


    Auf gerade einmal 150 Seiten geschieht so einiges. Man erfährt die Leidensgeschichten der fünf Therapieteilnehmer - jede für sich im Grunde ein Schocker, insbesondere Stans, Gretas und Barbaras. Gleichzeitig gibt es aber auch Handlung außerhalb der Therapiesitzungen, die in einem paranormalen Showdown gipfelt. 


    Ohne sehr viel von der Welt preiszugeben gelingt es Gregory, dem Leser ein ziemlich eindringliches Bild davon zu vermitteln: Wir sind nicht alleine, um uns herum existieren bösartige Wesen, die manchmal auch in unser Leben eingreifen. Und manche Menschen sind damit gestraft, diese Wahrheit und die damit verbundene Grausamkeit wahnehmen zu können. Ein beunruhigender Gedanke, der beim Lesen Gänsehaut verursacht. 


    So hätte dieses Buch gerne noch etwas länger sein dürfen, denn es kündigen sich im Verlauf der Handlung große Ereignisse an. Und daran hätte ich doch noch gerne Teil gehabt... 4 von 5 Sternchen für ein kurzweiliges, aber zu kurzes Horrorlesevergnügen. 

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    Ravens avatar
    Ravenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Total abgedreht, mit Tiefgang und sehr spannend!
    Crazy

    Das Buch "Uns gehts allen gut" von Daryl Gregory ist 137 Seiten lang und beim Fischerverlag Tor erschienen.

    Das Buch gibt es nur als Ebookformat, welches lesefreundlich gegliedert ist.

    Zitat: „Willkommen in der Therapiegruppe für Opfer übernatürlicher Gewalttaten – nehmen Sie Platz!“

    Psychologin Dr. Jan Sayer führt Patienten in einer Gruppentherapie zusammen. Unter den Anwesenden befindet sich ein Geisterjäger mit Schlafproblemen, der zur Hälfte von Kannibalen verspeiste Stan, Barbara welche vom Scrimhander eine Botschaft in ihre Knochen geritzt bekam und Greta von der man nichts genaues weiß. Ob sie vielleicht eine Mörderin ist? Und dann ist da noch Martin, der niemals seine Sonnenbrille abnimmt.

    Der Roman spielt in unserer Welt und gibt in 11 Kapiteln den Verlauf der Gruppentherapie wieder. Dabei ist die Therapie so authentisch geschrieben, dass man plötzlich kaum noch unterscheiden kann was Fiktion und was Wirklichkeit ist. Es treffen sich traumatisierte Menschen, die über ihre Vergangenheit und die gegenwärtigen Probleme berichten, welche teilweise strange, aber nicht abwegig sind. Erst zum Schluss hin wird es fantastischer und der Horror der stehts anwesend ist und eine Gänsehaut verleiht, nimmt zu. Erst dann erkennt man vollends die Verbindungen der Menschen, die zur Therapiestunde gehen. Das Buch ist total packend, fesselnd, irre, abgedreht und spannend. Es besitzt auch einiges an Tiefgang. Wir lernen Menschen kennen die in einer völlig eigenen Welt leben, welche in der Gesellschaft so nicht mehr zurecht kommen und die niemand versteht, weil sie so speziell in ihrem Sein sind. Eine Verbindung zu unserer realen Gesellschaft und der leider noch immer schlechten Integration von besonderen Menschen, welches nachdenklich stimmt.

    Fazit: Das Ebook ist packend, fesselnd, irre, abgedreht, spannend und mit einer ordentlichen Portion Horror und Tiefe. Eine absolute Leseempfehlung.

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    HannavGs avatar
    HannavGvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mal was Anderes; verrückt, aber fesselnd
    Verrückt, aber fesselnd

    Ich war gespannt auf dieses Buch, da Alle es als 'verrückt' beschreiben. Ich schließe mich an, es ist verrückt, aber gut verrückt ;D
    Es geht um 5 Menschen, die sich mit einer Therapeutin treffen, um in einer Gruppentherapie ihre Differenzen bezüglich der realen Welt zu behandeln. Man erfährt die Dyanmik der Gruppe aus Sicht fast jeden Teilnehmers, es gibt tiefgründige Dialoge und reichlich unterschwelligen Text.
    Aber auch das Prinzip von Vertrauen und Freundschaft entwickelt sich sehr schön im Laufe der Geschichte und plötzlich erfährt man was passiert, wenn die Grenze zur anderen Seite dünner wird und 'etwas' hindurchschlüpft.
    Klare Leseempfehlung! 

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    Landbienes avatar
    Landbienevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine schräge aber lesenswerte Geschichte!
    Uns gehts allen total gut

    Eigene Inhaltsangabe:

    Dr. Sayer begleitet eine ungewöhnliche Therapie-Gruppe. Alle Gruppenmitglieder sind der Überzeugung in ein paranormales Ereignis verwickelt worden zu sein. Stan, der halb von Kannibalen verspeist worden ist, Harrison der Geisterjäger, Greta die kein Wort von sich gibt aber überzeugt ist eine Massenmörderin zu sein, Barbara die von einem "Scrimshander" aufgeschnitten und gezeichnet worden ist, sowie Martin der seine Brille nicht abnimmt...Vorerst sind eine sehr skeptisch, doch nach und nach ergibt sich eine gewisse Dynamik in der Gruppe die einige Ereignisse auslösen.

     

    Schreibstil:

    Der Schreibstil des Autoren lässt sich gut und flüssig lesen. Er schreibt bildlich, aber erschlägt einen nicht mit Details. Die Kapitel haben eine angenehme Leselänge und sind nummeriert.

     

    Allgemeine Meinung:

    Ich hatte bei diesem Buch keinerlei Erwartungen, weil ich auf Grund des Klappentextes nicht erahnen konnte in welche Richtung die Geschichte geht. Wurde aber positiv überrascht! Die Geschichte ist etwas schräg, aber sehr lesenswert. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet trotz Kurzgeschichte. Natürlich ist wie bei vielen Büchern der eine oder andere Protagonist sympathischer als der andere. So auch hier. Die ersten Zweidrittel des Buches sind nicht sehr fantasylastig, sondern spiegeln eher das menschliche Verhalten wieder und den Umgang mit Problemen, Andersartigkeit, Verständnis usw. Zum Ende hin wird es dann schon eher zu einer Fantasy Geschichte. Das Zusammenspiel von Realität und einer verborgenen Welt hat mir sehr gut gefallen. Ich hätte gern noch etwas mehr über diese ungewöhnliche Gruppe gelesen und war etwas traurig dass es schon zu Ende ist. Ein paar Dinge waren mir auch nach beenden der Geschichte noch nicht so ganz klar. Ich kann diese Kurzgeschichte wärmstens empfehlen.

     

    4 von 5 Sternen

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    Janna_KeJasBlogs avatar
    Janna_KeJasBlogvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Meeehr davon!! Schnell war ich in der Geschichte und noch schneller war diese leider ausgelesen - abgedreht & genial!
    Viel Tiefe zwischen den Zeilen

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

    Das war leider ein sehr kurzes, schnelles Lesevergnügen! Aber eines welches sich lohnt, denn diese kleine Geschichte lässt trotz Vorgaben viel Interpretationsfreiraum!

    Eine Fantasy-Geschichte im Umfeld unserer Realität.

    Psychologin Dr. Jan Sayer entwickelt ein Konzept für eine Gruppentherapie und lädt einige ihrer Patienten dazu ein – drei Männer und zwei Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein Gruppe mit einem Raum (wörtlich und sinnbildlich gesprochen) für die Wahrheit – eine Wahrheit welche die Welt nicht versteht und nie verstehen wird … verstehen kann …

    „Willkommen in der Therapiegruppe für Opfer übernatürlicher Gewalttaten – nehmen Sie Platz!“
    (‚Über dieses Buch‘, 99% des Buches)

    In elf Kapitel wird über den Verlauf der Gruppe berichtet, mit kleinen zukünftigen Ausblicken welche die Neugierde auf den weiteren Verlauf erhöhen. Die Kapitel werden in der ersten Person Plural (Wir) eingeleitet um dann den Hauptcharakter des Abschnittes in der dritten Person darzustellen. Ein Punkt welcher mich zunächst irritierte, eben weil ich mich fragte aus der Sicht welcher Person geschildert wird. Doch davon sollte man sich nicht ablenken lassen, denn es wird keine Antwort geben – nicht im klassischen Sinne. Es sind die kurzen Gedanken der Gruppe. Nicht mehr und nicht weniger, es zeigt Schritt für Schritt wie sie zusammen wachsen – gewollt oder ungewollt.

    Nacheinander erfährt man die Geschichte hinter den einzelnen Protagonisten und es dauert ein wenig, bis wirklich alle Erlebnisse geschildert werden. Nach und nach werden einzelne Gruppenfindungsphasen durchlaufen um am Ende einen Zusammenhang entstehen zu lassen, eine Verbundenheit.
    Ich kann mir vorstellen das andere LeserInnen nicht mit den Charakteren sympathisieren, denn sie sind jeder für sich speziell. Sie alle haben ein Trauma, sie alle haben unterschiedliche Wege damit umzugehen. Und sie alle ecken an in der Welt außerhalb dieser vier Wände.

    Kleine Interpretation fernab der Phantasie

    Ja, es ist im Genre „Fantasy“ angesiedelt und der Verlauf der Geschichte führt auch dort hin – eine andere Welt, eine wartende Welt. Und doch ist so viel Freiraum für Interpretationen bezüglich unserer gegenwärtigen, realen, Welt.

    Eine Gruppe unbekannter Menschen, jeder interpretiert den anderen, jeder ist skeptisch. Eine Gruppe die ähnliches erlebt hat und dadurch zusammen wächst, obwohl sie außerhalb dieses Raumes wohl nie ein Wort miteinander gewechselt hätten. Es entsteht eine Gruppendynamik in der jeder seinen Platz finden will und doch für sich alleine ist. Sie öffnen sich ohne sich selbst vollständig zu entblößen, testen sich aus und die Charaktere beginnen, sich mit ihrem Gegenüber auseinanderzusetzen. Aus einer kleinen Gruppe entstehen weitere kleinere Parteien. Auch wenn der Autor die Protagonisten mit einer fremden Welt in Berührung kommen lässt, so skizziert er die Gruppendynamik und die psychologische Ebene einer solchen Zusammensetzung in Bezug zur Realität. Die Fantasy-Geschichte nimmt zum Ende hin einen großen Raum ein und doch ist diese nicht der Mittelpunkt des Buches. Es ist die Beziehung untereinander und zueinander.

    Der Autor skizziert die Charaktere nicht als Sympathieträger und doch taucht man ein in diese Geschichte, in ihre Welt, in ihre Wahrheiten. Oder genau deshalb? Ich hätte noch hundert weitere Seiten über diese Gruppe lesen können. Eine Gruppe in der nicht nur die Menschen außerhalb des Raumes sehen, was sie sehen wollen. Auch die Gruppe selbst tut dies zu Beginn, tun genau das was sie bei den Menschen die die Augen verschließen kritisieren. Aber ist nicht genau das unsere Realität?! Denn wo kann man besser kritisieren als weit von sich entfernt. Ob ich oder auch Ihr solch eine Person seid, sei dahingestellt, denn gesellschaftlich ist dies hoch vertreten – und der einfachste Weg. Doch die Gruppe muss sich im Verlauf der Geschichte der Wahrheit stellen, sich selbst wahrnehmen und als das sehen, was sie sind. Über ihren eignen Schatten springen und zusammenwachsen.

    Es mag sein das ich zu psychologisch an die Geschichte herangehe, aber das ist doch das Feine an bestimmten Büchern, die Möglichkeit frei zu interpretieren! Habt Ihr die Geschichte bereits gelesen, seht gewisse Aspekte gleich?

    Mir gefiel diese Gruppe, ihre Konstellation, sowie die einzelnen Geschichten. Ob hineininterpretiert oder einfach als Fantasy-Geschichte gelesene wird – Hauptsache man saß mit Harrison, Greta & Co. in der Gruppentherapie der besonderen Art!

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    sansols avatar
    sansolvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr speziell, ungewöhnlich, abgedreht und leider zu kurz. Lesenswert!
    Sehr speziell und leider zu kurz

    Fünf ungewöhnliche Menschen kommen in der neuen Therapiegruppe der Psychologin Jan zusammen. Sie alle hatten übernatürliche Begegnungen und in der „normalen“ Welt wird ihnen nicht geglaubt. In regelmäßigen Treffen fangen sie an von ihren Erlebnissen zu erzählen.

    In elf Kapiteln wird die Geschichte aus den wechselnden Perspektiven der Protagonisten erzählt. Verwirrend fand ich dabei die Sichtweise. Es heißt z.B. „wir trafen uns regelmäßig“ das Kapitel wird dann aus der Sicht von Harrison geschrieben (was er wie denkt, fühlt usw) aber NICHT in der Ich-Form.

    Die Geschichten sind nicht nur außergewöhnlich und recht abgedreht sondern auch teils mit bissigem Humor geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig und die Charaktere sehr stimmig dargestellt. Das Ende war für mich überraschend aber stimmig. Einmal angefangen ist man auch schnell durch, leider.
    Gute Unterhaltung mit großem Nachteil – das Buch ist viel zu kurz.

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