Dasa Szekely Das Schweigen der Männer

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 7 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 7 Rezensionen
(3)
(0)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Schweigen der Männer“ von Dasa Szekely

Deutschland diskutiert über die Frauenquote, dabei ist das eigentliche Problem unserer Gesellschaft das Schweigen der Männer! Und dabei geht es um weit mehr als Männer, die nicht reden. Schweigen meint: Probleme verdrängen, aussitzen, auf andere schieben. Dieses »unreife Männerverhalten« führt nicht nur privat zu Konflikten und Trennungen. Heerscharen solcher »Scheinerwachsener« sitzen nach wie vor in Schlüsselpositionen in Politik und Wirtschaft und bestimmen über unser aller Leben. Szekely hat keinen Ratgeber geschrieben, sondern sie zeigt auf, welche weitreichenden, uns alle betreffenden Folgen das Schweigen der Männer hat – auch monetär. Sie betrachtet biologische, psychologische und historische Ursachen und gibt anhand vieler Beispiele aus ihrer Praxis Einblick in die männliche Seele. Ihr Fazit: Die Zeit ist reif für eine neue Gender-Debatte, die meisten Männer sind es noch nicht.

Ein netter Zeitvertreib, logisch strukturiert, doch mit zahlreichen inhaltlichen Wiederholungen. Insgesamt oberflächlich und pauschal.

— stadtschreiber
stadtschreiber

Das Buch ist für alle ein Muss. Eine ganz hervorragende Lektüre für Männer UND Frauen.

— JulesBarrois
JulesBarrois

Grossartig

— Wuerfele
Wuerfele

Stöbern in Sachbuch

Die Stadt des Affengottes

An der Seite von Douglas Preston erlebt man die kompl. Vorbereitung und Ausführung mit allen Schwierigkeiten einer archäologischen Expeditio

Sigrid1

Was das Herz begehrt

Ein anspruchsvolles Buch, bei dem sich alles um unser wichtigstes Organ dreht. Umfassend, verständlich und humorvoll.

MelaKafer

Wir hätten gewarnt sein können

Zusammenstellung bisheriger Aussagen Trumps.

kvel

Der Egochrist

ein zeitgemäßes Werk voller Authentizität, Introspektion und Kritik

slm

Nur wenn du allein kommst

Sehr lesenswerter Bericht, der informiert, nachdenklich macht und um gegenseitiges Verständnis wirbt.

Igelmanu66

It's Market Day

Ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten und eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas

isabellepf

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ist der Mann in der Krise? Eine misslungene Analyse

    Das Schweigen der Männer
    stadtschreiber

    stadtschreiber

    19. January 2017 um 13:43

    "Wir sind um so viel ärmer, als ihr seid. Wir suchen nicht, wir lassen uns bloß finden. Wenn wir euch leiden sehen, packt uns der Neid. Denn ihr dürft alles fühlen. Und wenn ihr trauert, drückt uns nur der Schuh. Ach, unsere Seelen sitzen wie auf Stühlen und sehn der Liebe zu.“ Nicht von Dasa Szekely, sondern von Erich Kästner. „Ein Mann gibt Auskunft“ heißt das Gedicht. Mit diesem Zitat will Dasa Szekely das Verhältnis zwischen Männern und Frauen auf den Punkt bringen. Der Inhalt Dasa Szekely beschäftigt sich in ihrem Roman mit der (vermeintlichen) Krise des modernen Mannes. Sie arbeitet hauptberuflich als Coach für Männer und kann daher aus erster Hand berichten. Dasa Szekely versucht, das Schweigen „der“ Männer in zahlreichen Situationen zu beschreiben und zu erklären. Warum sitzen viele Männer Probleme nur aus? Warum werden aus scheinbar reifen Persönlichkeiten plötzlich verantwortungslose Nichtstuer? Und was lässt sich gegen den weiteren Absturz des starken Geschlechts unternehmen? Gute Recherche, viele Wiederholungen Obwohl die Autorin sehr genau recherchiert hat, um ihre Thesen zu untermauern, wirkt das Buch insgesamt oberflächlich. Der Grund: Dasa Szekeley pauschalisiert und steckt Männer in Schubladen. Dies wird vor allem im Kapitel über Trennungskinder klar, die unter den Auseinandersetzungen zwischen Mutter und Vater leiden. Die fehlende Reife der Männer sei schuld, meint die Autorin. Mein Fazit Ein netter Zeitvertreib und Stoff zum Nachdenken, logisch strukturiert, doch mit zahlreichen inhaltlichen Wiederholungen. Größtes Manko: Während Ursachen ausführlich geschildert werden, kommen Lösungsansätze zu kurz. Danke für die Leseeindrücke an Harry Pfliegl

    Mehr
  • Wenn die Männer das Schweigen vorziehen...

    Das Schweigen der Männer
    klaudia96

    klaudia96

    29. June 2016 um 16:21

    InhaltGescheiterte Politik, gescheiterte Arbeit, gescheiterte Familie: Der gescheiterte Mann. Doch wie ist diese Krise der Männer entstanden? Dasa Szekely, die selbst Coachings anbietet und jahrelange Erfahrung in dem Bereich mitbringt, erklärt nachdrücklich, was es mit dem Schweigen der Männer auf sich hat. Wieso werden Probleme ausgesessen, wieso werden aus scheinbar reifen Kerlen verantwortungslose Nichtstuer? Und was kann man gegen den Absturz des „starken Geschlechts“ noch unternehmen?Meine BewertungAuf dieses Buch aus dem Hause Blanvalet war ich ziemlich gespannt. Generell lese ich gerne auch Sachbücher, die auf Genderfragen oder politische Diskussionen rund um das Thema Familie und Vereinbarkeit mit dem Beruf hinauslaufen, da ich finde, dass derzeit vieles in dem Bereich falsch läuft. Dasa Szekelys „Das Schweigen der Männer“ hat sich in dem Kontext sehr interessant angehört, allerdings war es mir in vielerlei Hinsicht zu oberflächlich und stereotypisch angehaucht.Positiv anzumerken ist zunächst jedoch, dass die Autorin einige genaue Recherchen betrieben hat und dementsprechend auch Quellen vorzuweisen hatte, die einige ihrer Theorien unterstützen. Sicherlich hat sie in ihrer Arbeit als Coach auch so einige Erfahrungen gemacht, die ihre Art und Weise, dieses Thema zu behandeln, rechtfertigen. Ich möchte gar nicht abstreiten, dass sie ihre Erfahrungen auch mit etwas beißendem Humor und einer großen Portion an Selbstbewusstsein und Logik rüberbringt, allerdings fällt zunehmend auf, dass sie auch viel pauschalisiert und die Männer in Schubladen steckt, aus denen sie diese eigentlich herausziehen sollte.Die Probleme, die vor allem im Umfeld der Familie herrschen, entstehen allerdings nicht nur durch die sicherlich in eigenen Beziehungen herrschende, fehlende Reife der Männer. Gerade der Abschnitt über die Trennungskinder, die laut Dasa Szekely viel durchmachen müssen, wenn sich Mutter und Vater nicht in Frieden einigen können, trifft dabei sicherlich auf einige Familien zu, doch genauso oft verliert sich die Autorin in Anschuldigungen gegen das gesamte Geschlecht der Männer. Während des Lesens hat man das Gefühl, dass sie selbst die Männer als unreife Kinder sieht, gleichzeitig verlangt sie von den Leserinnen, solche Abwertungen nicht zu tolerieren.Dass bei einem Buch von 260 Seiten Länge nur an der Oberfläche des Ganzen gekratzt werden kann, war mir schon vor dem Leser klar. Allerdings wiederholt sich die Autorin auch massiv und am Ende hatte ich das Gefühl, so gut wie alles vier mal gelesen zu haben. Zwar hat sie eine gute logische Struktur im Buch, jedoch kommt diese wohl nicht ohne ihre vielen Wiederholungen aus, die aber für den Leser mit der Zeit schlicht langweilig sind und viel Raum für mögliche Lösungsansätze wegnehmen. Davon gab es im Endeffekt nämlich nicht viele, und als es sie gab, waren sie ebenfalls nur sehr oberflächlich geraten. Probleme erkennen kann Dasa Szekely zwar in einem großen Maß, jedoch gibt es nicht viel, was man aus ihren Konzepten, wenn man sie so nennen will, noch mitnehmen könnte.Alles in allem hat mich das Buch nicht überzeugen können, wenn es auch durchaus ein netter Zeitvertreib war und ein wenig Stoff zum Nachdenken geboten hat. Jedoch wünsche ich mir bei diesem Thema eine Literatur, die mehr Zusammenhänge herstellt und deutlich lösungsorientierter arbeitet. Ursachen zu erfahren ist wichtig, ja – doch schlussendlich muss man daraus ein Fazit ziehen und konkret in die Offensive gehen, um etwas am derzeitigen Stand zu verändern.

    Mehr
  • Das Schweigen der Männer

    Das Schweigen der Männer
    Wurm200

    Wurm200

    30. May 2016 um 16:44

    Dasa Szekely Das Schweigen der Männer Blanvalet Autor: Dasa Szekely ist zertifizierte systemische Beraterin und Transaktionsanalytikerin. Seit zehn Jahren coacht sie zu privaten und beruflichen Themen, mittlerweile vor allem Männer. Sie hält eigene Seminare, hat zwei Bücher veröffentlicht und leitet Kurse für Kreatives Schreiben bei der HERTIE-Stiftung. Dasa Szekely lebt in Frankfurt und hat einen 18-jährigen Sohn, für den sie sich in unserer Gesellschaft eine Zukunft wünscht. (Quelle: Blanvalet) Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um Sachliteratur handelt. in welcher keinerlei wirkliche Handlung beschrieben ist, verzichte ich an dieser Stelle auf eine Inhaltsangabe. Das Buch ist unterteilt in sieben große Themengebiete und in insgesamt einundfünfzig Kapiteln ( Danksagung und Quellen mit inbegriffen). Die Themengebiete tragen ebenso wie die einzelnen Kapitel, einen eigenen Namen und stehen jeweils dick gedruckt, vor dem jeweiligen Kapitel. Zu Beginn eines jeden neuen Themengebietes, finden wir ebenfalls ein mehr oder weniger langes Zitat, welches in kursiv abgedruckt ist und somit auch perfekt vom Text abhebt. Ein solches Zitat findet der Leser ebenfalls, wenn er das Buch aufschlägt. Dieses stammt von Wolfgang Streeck und umfasst die Thematik des Buches. Damit kommen wir auch schon zum Inhalt des Buches, bei dem es ganz groß ausgedrückt, um den “bösen” Mann geht. In so ziemlich jedem Kapitel bekommen wir als Fazit das eine genannt, der Mann ist nicht angepasst und Schuld für so ziemlich alles. Nun gut, das Buch trägt das Geschlecht auch schon im Titel und behandelt deshalb wohl fast ausschließlich den Mann, jedoch verleitet das den Leser zu ziemlich einseitigen Schlüssen, die er eventuell aufgrund des Buches zieht. Zur weiteren Verteidigung der Autorin sei gesagt, dass diese auch im Buch hin und wieder erwähnt das es eben nicht nur die Männer sind, sie jedoch nur diese in Ihrem Buch betrachtet. Außerdem kann die Autorin für Ihre Leser nichts, denn diesen sollte klar sein, dass es nicht nur der eine Faktor sein kann. Das, was der Leser dann aber liest lässt sich über weite Strecken wirklich gut lesen, auch wenn sich so einiges immer wieder wiederholt. Die Autorin schafft es ebenfalls, dass man nach dem Zuschlagen der Seiten nicht das Buch einfach weglegt, sondern darüber nachdenkt und sich versucht in dem Buch wiederzufinden. Anfangs ist man als Leser noch recht motiviert das Buch zu lesen, jedoch stellt sich schnell die Ernüchterung ein und die Lust verschwindet etwas. Das kann man aber auch keinem übel nehmen, denn wer möchte schon über weite Strecken immer wieder dasselbe lesen, nur eben anders formuliert. Vielleicht liegt die etwas einseitige Sicht auf die Dinge daran, dass es eben eine Frau ist, die dieses Buch geschrieben hat. Eventuell wäre ein Werk in Kooperation mit einem Mann besser gewesen, um so eben beide Blickwinkel einfangen zu können. Oder aber, wir bekommen in wenigen Monaten ein weiteres Werk, um die fehlende Lücke der Frau zu ergänzen, dies bleibt abzuwarten. Cover: Das Cover trägt hauptsächlich die Farbe weiß. Lediglich der Titel sowie die Angaben zur Autorin sind Schwarz beziehungsweise Rot gedruckt. Die Artikel sind dabei in Rot gedruckt, dies ist ein super Blickfang und hebt auch die Betonung der Artikel in den Vordergrund. Außerdem hebt der Titel sich ab, weil er in Hochglanz gedruckt wurde. Auf den letzten beiden Buchstaben des Titels steht ein kleiner Indianer mit verschränkten Armen. Fazit: Ich als Mann bin eventuell etwas befangen, auch wenn ich versucht habe diese Rezension so nüchtern wie eben möglich zu schreiben. Anfangs war ich total motiviert, dieses Buch lesen zu dürfen, jedoch verschwand diese Motivation mehr und mehr. War ich anfangs noch bei 4 Sternen, so reicht es am Ende nur für 3/5 Sternen. Klappentext: Deutschland diskutiert über die Frauenquote, dabei haben das eigentliche Problem in unserer Gesellschaft die Männer! Der Mann steckt in der größten Identitätskrise seit Menschengedenken. Er schweigt, verdrängt und sitzt Probleme aus, statt sie anzugehen. Kurz: Er weigert sich, erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Das hat schlimme Folgen, denn: Heerscharen solcher »Scheinerwachsener« sitzen noch immer in allen signifikanten Schlüsselpositionen, bremsen notwendige Entwicklungen – und kosten die Gesellschaft nicht nur Nerven, sondern auch Geld. Burnout ist nur ein Beispiel dafür. Dasa Szekely will die emotionalen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verluste nicht länger hinnehmen. Sie fordert: Männer, bewegt euch endlich! (Quelle: Blanvalet) Autor: Dasa Szekely Titel: Das Schweigen der Männer Genre: Sachbuch Verlag: Blanvalet Seiten: 288 Preis: 16,99 ISBN: 978-3-7645-0552-3http://wurm200.blogspot.de/

    Mehr
  • Das Schweigen der Männer

    Das Schweigen der Männer
    xxxxxx

    xxxxxx

    21. May 2016 um 16:50

    Dieses Buch hat das Schweigen der Männer zum Thema.  Laut der Autorin haben die Männer in der Gesellschaft ein Problem. Der Mann steckt in einer Identitätskrise und weigert sich, erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Das liegt an alten Rollenbildern und kann zu unangenehmen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und emotionalen Konsequenzen führen.  Das Buch hat fast 300 Seiten. Leider hat es mich nicht voll überzeugt. Der Schreibstil ist verständlich, aber ich hätte mehr wissenschaftliche Ausführungen erwartet. Und die Beispiele hätten vielleicht auch etwas konkreter sein können. Trotzdem vermittelt die Autorin, dass etwas getan werden muss, um die Dinge zu ändern.  Titel und Cover sind in Ordnung. Die Kapitel sind eingeteilt in: die Lage der Nation, warum der Mann ist, wie er ist, Mannsbilder, Strategien für eine schlechtere Welt, Schweigen ist teuer, was jetzt geschehen muss und are you strong enough to be weak. Im hinteren Teil gibt es ein umfassendes Quellenverzeichnis. 

    Mehr
  • Gegen Hierarchien und Schubladendenken.

    Das Schweigen der Männer
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    28. April 2016 um 14:39

    Das Schweigen der Männer - Dasa Szekely (Autorin), 288 Seiten, Blanvalet Verlag (21. März 2016), 16,99 €, ISBN-13: 978-3764505523 Titel und Klappentext lassen zunächst an das übliche „Männer-Bashing“ denken. Doch das Buch und der Ansatz von Dasa Szekely geht tiefer und ist wesentlich umfassender. Sehr treffend charakterisiert die Autorin die Männer (irgendwo zwischen 40 und 55) als Scheinerwachsene und zeigt es an Hand vieler Beispiele wie unbewusstes Übertreiben von Verhalten, starker Hang zum Risiko und unbegründete Zuversicht. Dieser Gruppe stellt sie die Opportunisten gegenüber, die keine eigene Meinung haben. Beides, so Dasa Szekely, liege am fehlenden stabilen Selbstwert. Männer sind also kindisch, ängstlich, ignorant, größenwahnsinnig und krankheitsanfälliger als Frauen. Und sie belegt die Folgen: Männer sterben im Schnitt fünf Jahre früher als Frauen, sie leiden fast doppelt so häufig unter Herzkreislauf-Erkrankungen. Unter den Dicken gibt es mehr Männer (62 Prozent) als Frauen (43 Prozent). Alkoholmissbrauch ist bei Männern bis fünfmal häufiger als bei Frauen. 61 Prozent der Raucher sind Männer. Zwei Drittel bis drei Viertel aller Suizidopfer sind Männer, und Experten gehen davon aus, dass etwa 80 Prozent davon zuvor eine Depression hatten. Die Zuwachsraten bei Diabetes sind unter Männern deutlich höher als bei Frauen. Männer sehen, fühlen, ahnen durchaus diese Probleme, aber sie schweigen lieber, so können sie weiter verdrängen, vermeiden und brauchen keine Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Das Schweigen der Männer heißt ja: Verdrängen, Vermeiden, keine Verantwortung für sich selbst übernehmen. Also: „Fangt an zu reden, stellt euch den Problemen. Gebt ehrliche Antworten auf die Frage, wie es euch geht“, sagt Dasa Szekely. Als Quintessenz sehe ich, dass Männer und Frauen sich gleichberechtigt und auf Augenhöhe begegnen sollten. Augenhöhe entsteht aber nur dann, wenn jemand seinen eigenen Standpunkt zur Disposition stellt. Und das müssen beide Seiten tun. Und beide Seiten müssen reden, vor allem miteinander: Wie will ich als Mann/Frau sein? Also in ein offenes Gespräch über sich und die Frauen mit sich UND den Frauen treten . Der Autorin geht es aber nicht nur um das Rollenverständnis von Mann oder Frau. Es geht in der Tiefe des Buches um die Organisation unserer Gesellschaft, um den Abschied vom hierarchischen Denken und Organisieren. Dasa Szekely bringt das alles umfassend auf den Punkt. Sie schreibt flüssig, sehr unterhaltsam und sehr verständlich. Das Buch ist für alle ein Muss. Eine ganz hervorragende Lektüre für Männer UND Frauen. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Blanvalet Verlages http://www.randomhouse.de/Paperback/Das-Schweigen-der-Maenner/Dasa-Szekely/Blanvalet-Hardcover/e481608.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

    Mehr
  • Umfassend und beharrlich auf den Punkt getroffen

    Das Schweigen der Männer
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    22. April 2016 um 11:35

    Umfassend und beharrlich auf den Punkt getroffenDas Männer und Frauen auf „verschiedenen Planeten“ leben, somit also männliches Verhalten und weibliches Verhalten sehr verschieden sind, ist eine altbekannte wissenschaftliche Erkenntnis.Auch das in den letzten Jahrzehnten Männer stark und stärker in ihrem „So-Sein“ unter Druck geraten, auch das ist nicht unbekannt. Sowohl was die Erfolgsaussichten von Schülern gegenüber Schülerinnen angeht, als auch, was die zunehmenden Karrieren von Frauen betrifft, was den Wandel des Männerbildes (und damit das, was einen „Mann“ ausmacht) dem Wandel seit 30, 40 Jahren hochgradig unterliegt.Und unter Druck geraten durch eine zudem ausufernde Arbeitswelt, das immer noch Männerbild des „unter Schweiß und Tränen Aufgaben erfüllen müssen), ebenso, wie durch neue Forderungen des Lebens in Partnerschaften und als Vater von Kindern (so welche vorhanden sind).Alte Rollenverständnisse (die Szekely auf den Punkt getroffen im Buch darstellt, vom „Patriarchen“ über den „neuen verdeckten Despoten“ bis hin zum nur „Scheinerwachsenen“ und zum „lebenslangen Kind“ u.a.) verlieren ihre Überzeugungskraft, neue Rollenmodelle sind kaum mehr als Lippen-Bekenntnisse.Das alles aber, was Szekely in absolut flüssigem und zudem sehr unterhaltsamen und verständlichem Stil an Analyse vorlegt (und bei dem sich so ziemlich jeder Mann, wenn er (heimlich natürlich) ehrlich ist, oft und oft wiedererkennt. Bei dem sich aber auch die Frauen (die nicht im Mittelpunkt stehen) gehörig an die Nase fassen könnten), ist, trotz aller harsch-ironischer Kritik an diesen klassischen Rollen- und Verhaltensmustern, gar nicht der entscheidende, destruktive Punkt.Aus allen Vorfindlichkeiten, vom „Chef sein wollen“ bis hin zur „inneren Verantwortungsscheu und ausgeprägtem Spieltrieb“ lassen sich durchaus ja auch positive Elemente für die konstruktiven Möglichkeiten in der Gesellschaft (und natürlich auch mit den Frauen) ableiten.Wenn, ja wenn Männer (Ausnahmen bestätigen die Regel), wirklich „Reden würden“. Ruhig sitzend aushalten zum Reflektieren, ins offene Gespräch über sich und die Frauen mit sich UND den Frauen treten, Konflikte konstruktiv angehen und nicht mit entweder Weg-reden, Nieder-Brüllen oder Flucht ins „Hobby“ oder „zur Arbeit“ hin antreten reagieren würden.„Liebe Männer, wir müssen reden“ ist daher nicht nur als Floskel zum Einstieg in das Buh zu verstehen, sondern tatsächlich das Programm, das Szekely verfolgt. Und bei dem sie nicht müde wird, mit immer wieder treffend dargelegten Beobachtungen und Zusammenfassungen des wissenschaftlichen Diskurses zum einen die Augen für die Notwendigkeit dieses „Redens“ zu öffnen und zum anderen genau dazu zu motivieren.Zu stark sieht die Autorin die (reale) Gefahr, dass Männer aus Unsicherheit vor allem, teils auch aus unsicherem Trotz heraus, stumm „in ihrer Ecke“ verharren und das Instrumentarium des notwendigen Dialogs ignorieren. Durch Beharren auf alten Rollenmustern (die durch die Kriegsgeneration der „abwesenden Männer“ „durch-vererbt“ wurde) oder Flucht vor dem anstrengenden Prozess des sich Auseinander-Setzens.Liest man dieses Buch gründlich und auch zwischen den Zeilen, dann wird ebenso schnell klar, dass es im Kern gar nicht unbedingt nur um das Verhältnis der Geschlechter und die Erhaltung von Partnerschaften geht, sondern die gesamte Gesellschaft („spielende“ Männer in schicken Anzügen, vegan und sportlich, aber ohne innere Verantwortung und inneren Rahmen an den „Spieltischen“ des „Finanz-Monopolys“) in ihrer konstruktiven Möglichkeit gehindert, wenn nicht sogar verhindert wird, durch solch eher altruistisches Verhalten.„Weil die Männer an der alten Planetenkonstellation festhalten (mal wollen, mal ob Fantasielosigkeit oder tiefsitzenden Rollenmodellen nicht anders können), damit sie weiter in Ruhe arbeiten (und spielen) können“.Den Ist-Zustand auf den Punkt bringen, die Gründe dafür offenlegen (Prägungen durch abwesende Väter auch der „neuen Männer“ und Väter) und vielfache konstruktive Ansätze und Vorschläge locker und dennoch mit tiefem Ernst vorlegen, dies alles gelingt Sztekely mit ihrem Buch glänzend. Dabei ist, trotz der natürlich starken Verallgemeinerungen, die Szekely zur Verdeutlichung vornimmt und der doch vielfach sich wiederholenden Kernsätze (die aber immer aus anderen Richtungen erläutert und begründet werden) jede Zeile des Buches lesenswert und liest sich ob der Formulierungsgabe der Autorin und der Struktur in je kurze Kapitel schlichtweg „gut weg“.Eine hervorragende Lektüre

    Mehr
  • Wann ist ein Mann ein Mann?

    Das Schweigen der Männer
    bieberbruda

    bieberbruda

    22. April 2016 um 07:57

    Wann ist ein Mann ein Mann? Was Herbert Grönemeyer schon vor über 20 Jahren fragte, ist bis heute nicht beantwortet. Im Gegenteil: Die Männer werden durch die aktuelle Frauenquote noch weiter in die Krise getrieben. "Das Schweigen der Männer" gibt jedoch leider auch keine Antworten...Inhalt:Während Deutschland über eine Frauenquote diskutiert, werden die Männer immer weiter in die Krise getrieben. Frauen etablieren sich in der Männerdomäne und überfordern Männer mit dieser neuen Situation. Der Hauptgrund der Sinneskrise des modernen Mannes ("Scheinerwachsenen") liegt in dessen Schweigen: Sie sprechen nicht über Gefühle, verdrängen Probleme und übernehmen keine Verantwortung. Jungs lernen bereits früh: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Doch bringt uns diese Denkhaltung wirklich weiter? Und was sollte Mann/Frau zukünftig besser machen?Meine Meinung:Die Autorin arbeitet seit vielen Jahren als Coach auf Basis der systemischen Transaktionsanalyse. Ich will hier nicht allzu sehr auf diese Theorie eingehen - grundsätzlich geht es aber darum, dass jeder Mensch auf seine Art und Weise okay ist. Im Buch hat man stattdessen aber oftmals das Gefühl, dass die Autorin über die Männer herzieht und ihre ehemaligen Patienten vorführt.Der knackige Schreibstil und die plakativen oder provokanten Aussagen haben mir auf den ersten 50 Seiten sehr gut gefallen. Danach stelle ich aber verwundert fest, dass die Autorin nichts mehr zu sagen hatte - die restlichen knapp 200 Seiten drehten sich um das exakte gleiche Thema. Mir ist natürlich bewusst, dass man bei einem solchen Buch nicht auf jeden Charakter eingehen kann, aber hier wird sich auf zwei konträre Mannsbilder eingeschossen: Entweder haben sie "zu viel Eier" oder "zu wenig Eier". Meiner Freundin habe ich immer wieder Passagen aus dem Buch vorgelesen und selbst sie musste mit den Augen rollen. Aber wahrscheinlich wollte dir Autorin auch einfach nur provozieren und sich ihren Frust von der Seele schreiben?Fazit:Ein als Ratgeber getarntes, ziemlich oberflächliches "Wutbuch", dass sich um die immer gleichen Aussagen dreht. Ich kann leider nur gut gemeinte 2 Sterne geben.

    Mehr