Dashiell Hammett

 4 Sterne bei 235 Bewertungen
Autor von Der Malteser Falke, Der dünne Mann und weiteren Büchern.
Dashiell Hammett

Lebenslauf von Dashiell Hammett

Dashiell Hammett war ein amerikanischer Schriftsteller und gilt als Begründer des amerikanischen Kriminalromans. In seinen Kriminalromanen beschrieb er den amerikanischen Privatdetektiv als Antihelden. Er wuchs im US-Bundesstaat auf und verließ mit 13 Jahren die Schule. Danach wurde er nach ein paar Aushilfsjobs Angestellter der Detektivagentur Pinkerton. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Hammett 1922 Schriftsteller. Er starb 1961 in New York. Postum fungierte er als Namensgeber für den spanischen Premio Hammett und nordamerikanischen Hammett Prize, ihres Zeichens Literaturpreise für Kriminalliteratur.

Alle Bücher von Dashiell Hammett

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Der Malteser Falke

Der Malteser Falke

 (74)
Erschienen am 21.12.2010
Der dünne Mann

Der dünne Mann

 (29)
Erschienen am 21.12.2010
Rote Ernte

Rote Ernte

 (22)
Erschienen am 21.12.2010
Der gläserne Schlüssel

Der gläserne Schlüssel

 (20)
Erschienen am 21.12.2010
Der Fluch des Hauses Dain

Der Fluch des Hauses Dain

 (14)
Erschienen am 21.12.2010
Das große Umlegen und andere Detektivstories

Das große Umlegen und andere Detektivstories

 (10)
Erschienen am 01.01.1981
Das Haus in der Turk Street

Das Haus in der Turk Street

 (9)
Erschienen am 01.05.2000
Das Dingsbums Küken

Das Dingsbums Küken

 (8)
Erschienen am 28.04.2000

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Neue Rezensionen zu Dashiell Hammett

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Giselle74s avatar

Rezension zu "Der Malteser Falke" von Dashiell Hammett

Verworren
Giselle74vor einem Jahr

Eine Miss Wonderly engagiert den Privatdetektiv Sam Spade und seinen Partner für eine Observation. Kurze Zeit später werden sowohl den Partner als auch die zu observierende Person erschossen aufgefunden. Und schon ist Sam Spade mittendrin in einem Rätsel um eine wertvolle Statue und die wahre Identität von Miss Wonderly.

"Der Malteser Falke" ist ein echter Krimiklassiker und sicherlich vielen bekannt durch die Verfilmung mit Humphrey Bogart 1941. Spade war das Vorbild für viele hartgesottene Privatdetektive in Literatur und Film und Bogart wurde durch die Verfilmung zum Kultstar.

Ich mußte leider beim Lesen feststellen, daß dieser Roman meinen Geschmack recht wenig trifft. Zu verworren sind die Verhältnisse, zu wenig ausgearbeitet das Personal. Vielleicht waren meine Erwartungen an einen Welterfolgsroman auch einfach zu hoch oder das Buch hat seinen Zenit bereits überschritten - ich habe mich mehr oder weniger durchgehend gelangweilt. Und das liegt nicht daran, daß wenig Blut fließt oder "Action" fehlt, nein, es sprang einfach der berühmte Funke nicht über. Leider.

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Rezension zu "Rote Ernte" von Dashiell Hammett

Schwere Jungs und leichte Mädchen
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

"Der erste, von dem ich's hörte, war ein rothaariger Strolch namens Hikey Dewey im "Großen Schiff" in Butte gewesen. Bei dem hieß Peaceville stur immer nur Pissville. Da er aber statt Fusel auch Fussel sagte, habe ich nicht weiter drüber nachgedacht, was er dem Namen der Stadt angetan hatte. Später fiel mir bei anderen, die es nicht so eilig mit ihren Silben hatten, die gleiche Aussprache auf. Ich sah immer noch nichts weiter drin als jene umwerfende Art Humor, die aus einem Professor einen Brotfresser macht. Erst ein paar Jahre später, als ich selbst nach Peacevill kam, ging mir ein Licht auf."

So beginnt der schon 1929 geschriebene und wohl bekannteste Roman von Dashiell Hammett, einem Autor, der heute eigentlich vergessen oder nur noch einer sehr kleinen Gruppe von Genrefans bekannt ist. Mit "Rote Ernte" legte Hammett einen Krimi vor, der die Blaupause bieten sollte für so viele spätere Geschichten um rauhbeinige Detektive, leichte Mädchen und schwere Jungs.
Die Story nimmt uns mit in die amerikanische Provinz, in ein Kaff, dass vor Bergbau- und Industriedreck ganz gelb geworden ist und dessen Bewohner durchgehend krumme Gestalten mit verbrauchter Kleidung und zweifelhaften Manieren sind. Hierhin wird der namenlose Ermittler geschickt, um sich mit einem Klienten zu treffen, der ihn extra aus San Francisco hat anfordern lassen. Allein, zu einem Treffen kommt es nicht mehr, denn besagter Klient wird schlicht und einfach vor dem Haus einer stadtbekannten Dirne über den Haufen geschossen. Es beginnt eine Jagd nach dem Mörder, die, selbst als sie beendet ist, soviel Staub aufgewirbelt hat, dass sich plötzlich alle Gangster der Stadt, von denen es nicht wenige gibt, feindlich und bis an die Zähne bewaffnet gegenüberstehen. Was nun folgt, wird im Buch lakonisch als "Säuberungsaktion" benannt, stellt aber in der Praxis eine wahre Welle an Morden, Racheakten und skrupellosen Hinterhalten dar. Und unser Held ist mittendrin.
Bis zu letzten Seite wird erschossen, erstochen und massakriert, dass es eine wahre Freude ist. Den Titel "Rote Ernte" (im engl. Original: Red Harvest) trägt dieses nur knapp 250 Seiten starke Bändchen völlig zu Recht. Ebenso unübersichtlich ist, wer nun eigentlich für wen die Strippen zieht, wer mit wem befreundet oder verfeindet ist. Die Konstellationen wechseln quasi mit jedem Kapitel, wobei sich der Protagonist, der die ganze Chause aus der Ich-Perspektive schildert, immer schön auf seiner eigenen Seite befindet. Dass aber sogar er gen Ende mit einem brutalen Mord in Verbindung gebracht und polizeilich gesucht wird, versteht sich fast von selbst.
Vielleicht wirkt das Buch nach heutigen Maßstäben antiquiert, vielleicht fallen die Rollenbilder etwas arg statisch aus (Frauen verführen oder sind schwach und ängstlich, Männer sind hart und verwegen), aber "Rote Ernte" thematisiert ein Thema auf ganz präzise und markante Weise: ein Unternehmer, der es zu Geld und Ansehen gebracht hat, versucht mit Hilfe einer Schlägertruppe einen Streik in seinen Werken zu verhindern. Was gelingt, aber die Schläger zu ungebetenen Gästen macht, deren sich der reiche Oligarch plötzlich nicht mehr erwehren kann. Was dazu führt, dass dieser seinen Sohn zu sich ruft, um in den hauseigenen Zeitungen auf die Misere aufmerksam zu machen und dafür zu sorgen, dass die Ganoven ihrer gerechten Strafe zugeführt werden. Dumm nur, wenn dieser Sohn getötet wird, womit die Geschichte ihren Anfang nimmt.
Das Buch behandelt also nicht nur Klischees, sondern besitzt auch einen kritischen Ton, wenn es die Machtgier von Einzelpersonen aufzeigt, die sich über die öffentliche Ordnung hinwegsetzen und ihre eigenen Gesetze schreiben wollen.
"Rote Ernte" hat eine gewisse Rezeption erfahren: Für eine Handvoll Dollar mit Clint Eastwood oder Last Man Standing mit Bruce Willis haben den Stoff um einen namenlosen Detektiv, der in einem versifften Kaff landet und gnadenlos aufräumt, aufgenommen und verarbeitet. Die nach heutigen Kriterien typische One-Man-Army-Story ist lesenswert für alle, die auf harte Krimis und flotte Sprüche stehen. Dieses Buch hat ein Genre geprägt und es sicher verdient, von einem modernen Publikum gelesen zu werden.

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TheSaints avatar

Rezension zu "Der dünne Mann" von Dashiell Hammett

Trinker-Ehepaar auf lässiger Mörderjagd
TheSaintvor 2 Jahren

Nach Vollendung des Romans "The Glass Key" 1931 hielt die Alkoholabhängigkeit Hammett drei Jahre lang fest im Griff, ehe er 1934 seinen letzten Roman "The Thin Man" veröffentlichen konnte.

Die Hauptpersonen dieses Romans sind das recht trinkfeste Ehepaar Nick und Nora Charles, die Weihnachten in New York verbringen. In einem Lokal wird Nick, der einst ein Detektiv war und sich seit seiner Verehelichung nur noch um das Vermögen seiner Ehefrau kümmert, von der Tochter des Erfinders Clyde Wynant's angesprochen und gebeten, ihr bei der Suche nach ihrem verschwundenen Vater zu helfen...

Die Suche wird eher widerwillig zwischen einzelnen Drinks der Protagoniosten zu den verschiedensten Tages- und Nachtzeiten aufgenommen und führen Nick und Nora zu recht schrulligen und schrägen Charakteren, die so ihre Schwierigkeiten mit Wahrnehmung, Wahrheitsfindung und Wahrheit haben.
Dieses Hin und Her zwischen verschiedenen Wohnungen, Lokalen und anderen Locations und die Diskussion über wahre und falsche Spuren, Hinweise und echten Begebnissen beginnt aber irgendwann zu langweilen... lediglich das trinkfröhliche Ehepaar und die Kinder des verschwundenen Wynant begeistern durch ihre Spleens und Schrulligkeiten.

Hammett's Schreibstil ist prägnant und sparsam. Seine Figuren sind sehr gut ausgearbeitet - auch der Fall um den verschwundenen Erfinder sowie die Auflösung.  Die einzelnen Szenen liefern auch Situationskomik und Kurzweil...

Noch im Jahr des Erscheinens wurde der Roman in abgeänderter Form mit dem idealen Filmduo William Powell und Myrna Loy verfilmt - die Beiden haben das Ehepaar Charles perfekt auf die Leinwand übertragen. Bis heute kannte ich nur die Filme und nun nach dem Roman befinde ihre Darstellung getreu präsentiert. Der Film war so erfolgreich, dass es fünf Fortsetzungen gab...
Bei den Fortsetzungen "After the Thin Man" und "Shadow of the Thin Man" schrieb Hammett sogar die Drehbücher.

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Dashiell Hammett wurde am 26. Mai 1894 in Maryland (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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