Dashiell Hammett

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Autor von Der Malteser Falke, Der dünne Mann und weiteren Büchern.
Autorenbild von Dashiell Hammett (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von Dashiell Hammett

Dashiell Hammett war ein amerikanischer Schriftsteller und gilt als Begründer des amerikanischen Kriminalromans. In seinen Kriminalromanen beschrieb er den amerikanischen Privatdetektiv als Antihelden. Er wuchs im US-Bundesstaat auf und verließ mit 13 Jahren die Schule. Danach wurde er nach ein paar Aushilfsjobs Angestellter der Detektivagentur Pinkerton. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Hammett 1922 Schriftsteller. Er starb 1961 in New York. Postum fungierte er als Namensgeber für den spanischen Premio Hammett und nordamerikanischen Hammett Prize, ihres Zeichens Literaturpreise für Kriminalliteratur.

Neue Bücher

Der Malteser Falke

Erscheint am 24.09.2020 als Hardcover bei Kampa Verlag.

Alle Bücher von Dashiell Hammett

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Cover des Buches Der Malteser Falke9783257240719

Der Malteser Falke

 (78)
Erschienen am 21.12.2010
Cover des Buches Der dünne Mann9783257240757

Der dünne Mann

 (28)
Erschienen am 21.12.2010
Cover des Buches Rote Ernte9783257240733

Rote Ernte

 (23)
Erschienen am 21.12.2010
Cover des Buches Der gläserne Schlüssel9783257240726

Der gläserne Schlüssel

 (20)
Erschienen am 21.12.2010
Cover des Buches Der Fluch des Hauses Dain9783257240740

Der Fluch des Hauses Dain

 (16)
Erschienen am 21.12.2010
Cover des Buches Das große Umlegen und andere Detektivstories9783257209136

Das große Umlegen und andere Detektivstories

 (10)
Erschienen am 01.01.1981
Cover des Buches Das Haus in der Turk Street9783257209143

Das Haus in der Turk Street

 (9)
Erschienen am 01.05.2000
Cover des Buches Das Dingsbums Küken9783257209150

Das Dingsbums Küken

 (8)
Erschienen am 28.04.2000

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Neue Rezensionen zu Dashiell Hammett

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Rezension zu "Der Malteser Falke" von Dashiell Hammett

Cool - cooler - Sam Spade
Yolandevor einem Jahr

Samuel Dashiell Hammett wurde am 27. Mai 1894 in Maryland geboren. Nach der Teilnahme am 1. Weltkrieg und verschiedenen Aushilfstätigkeiten begann er als Angestellter der Detektivagentur Pinkerton zu arbeiten. Seine literarischen Arbeiten basieren zu einem großen Teil auf persönlichen Erfahrungen, die er als Mitarbeiter dort gemacht hatte. Als Schriftsteller arbeitete Hammett ab 1922. Neben seinen Romanen verfasste er eine Reihe von Kurzgeschichten und Drehbüchern. 1937 trat er in die Kommunistische Partei ein. Wegen dieses politischen Engagements wurde er während der McCarthy-Ära zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt. Seine Tantiemen wurden beschlagnahmt und seine Veröffentlichungen gestoppt.

Dashiell Hammett starb am 10. Januar 1961 verarmt in New York und wurde auf dem Soldatenfriedhof Arlington bei Washington beigesetzt.   (Quelle: Wikipedia)

Inhalt (Klappentext):
Als die hübsche Brigid den Privatdetektiv Sam Spade und seinen Mitarbeiter Miles Archer um Hilfe bittet, weil sie sich vor einem gewissen Thursby fürchtet, da kann Spade noch nicht wissen, wohin ihn das führen wird. Doch nur kurze Zeit später ist sein Partner tot und er selbst auf der Suche nach dessen Mörder. Je länger Spade nachforscht, desto undurchsichtiger wird der Fall. Eine  weitere Leiche wird gefunden, und auf mysteriöse Weise scheinen die Morde etwas mit einer äußerst wertvollen Goldstatue zu tun zu haben, die angeblich Malteser Ordensritter vor hunderten von Jahren anfertigen ließen: dem Malteser Falken. Hinter ihm sind gleich mehrere abgebrühte Gangster her und nicht zuletzt auch die verführerische Brigid. Spade gerät selbst in Bedrängnis, als sich ihm Archers Witwe aufdrängt und ihn die Polizei des Mordes an seinem Partner verdächtigt.

Wer kennt ihn nicht? Die Spur des Falken - den grandiosen Film von 1941 mit Humphrey Bogart und Peter Lorre. Sam Spade, der Prototyp des wortkargen und abgebrühten Privatdetektivs, der auf nicht immer legale Weise ermittelt und auch in den brenzligsten Situationen total cool bleibt. Der Film ist sehr eng an die literarische Vorlage angelehnt und fast kommt es einem vor, als würde man das Drehbuch lesen. Die ganze Story ist sehr dialoglastig und Hammett war sehr großzügig in der Verwendung von Adjektiven.

"Samuel Spades Unterkiefer war lang und knochig, sein Kinn ein vorspringendes V unter dem ausdrucksvolleren V seines Mundes. Die rückwärts geschwungene Linie seiner Nasenflügel bildete ein weiteres, kleineres V. Seine gelbgrauen Augen lagen waagrecht. Das V-Motiv wurde erneut von den Augenbrauen aufgegriffen, die von der Doppelfalte über seiner Hakennase nach außen hin anstiegen, während sein blassbraunes Haar von hohen, flachen Schläfen zu einer Spitze in der Stirnmitte auslief. Er sah aus wie ein eigentlich ganz umgänglicher, blonder Satan."     (S. 9)

Die Geschichte ist allerdings ziemlich konfus und verwickelt und man weiß lange nicht, worauf alles hinausläuft (natürlich nur, wenn man den Film nicht kennt). Fast alle Charaktere sind irgendwie zwielichtig und haben Hintergedanken. Diese Art Krimi war wohl damals etwas absolut Neues und schlug ein wie eine Bombe. Ich würde trotzdem eher den Film empfehlen, denn die ausschweifende Art der Erzählung lässt die Gedanken öfter mal abdriften und man sollte schon konzentriert bleiben um dieser verwickelten Story folgen zu können.

Fazit: Eine verwickelte Geschichte, ausschweifend erzählt. Bei Interesse würde ich eher den Film von 1941 empfehlen.



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Rezension zu "Der Malteser Falke" von Dashiell Hammett

Eine hardboiled Detektivgeschichte
Kapitel94vor einem Jahr

Als Hardboiled Detective ermittelt Sam Spade in Der Malteser Falke und macht den Kriminalroman somit zu einem unvergesslichen Erlebnis. Er ist zynisch, sarkastisch und in seinem Handeln meist unberechenbar – Sam Spade kennt weder Freund noch Feind. In seinen Ermittlungen ist nicht immer klar, auf wessen Seite er eigentlich steht und das macht Dashiell Hammetts Roman interessant, teilweise aber auch etwas verwirrend.

Gemeinsam mit seinem Partner Miles Archer leitet Sam Spade ein Detektivbüro, in dem sie eines Tages Besuch von Miss Wonderly bekommen. Diese bittet die beiden Männer, einen gewissen Thursby zu beschatten, da er mit ihrer Schwester durchgebrannt ist. Noch in der gleichen Nacht erhält Sam Spade einen Anruf, dass sein Partner ermordet worden sei und gerät ins Visier der Polizei. Da Spade ein Verhältnis mit der Frau von Archer hatte, könnte es sein, dass die beiden einen Plan schmiedeten, um endlich heiraten zu können. Als dann aber auch noch Thursby tot aufgefunden wird, verstricken sich die Handlungen immer mehr – Miss Wonderly steckte tatsächlich voller Wunder, lügt nicht nur, wenn es um ihren Namen geht und dann taucht auch noch ein gewisser Joel Cairo auf, der Spade viel Geld für eine Figur bietet.

Der Detektiv bemerkt schnell, dass die Vogelfigur – „Der Malteser Falke“ – etwas Besonderes sein muss, denn immer mehr Leute bieten ihm Geld und hoffen auf seine Hilfe, die Skulptur zu finden. Doch ganz so einfach ist es nicht: Mit Klienten, die ihn regelmäßig anlügen und einer weiteren Leiche, die in Verbindung mit dem Vogel auftaucht, gestaltet sich dieser Fall schwieriger, als Spade zunächst dachte und dann erfährt er auch noch, was es mit dem Vogel tatsächlich auf sich hat…

Der Malteser Falke war die erste „hard-boiled“ Detektivgeschichte, die ich gelesen hatte und obwohl mich der allgemeine Handlungsverlauf nicht unbedingt fesseln konnte, war ich doch vom Hauptcharakter sehr angetan. Sam Spade erinnerte mich oft an Dr. House aus der gleichnamigen TV-Serie – nur seine eigenen Vorstellungen von Recht und Richtigkeit ist von Bedeutung, was andere sagen oder raten wird oft mit bissigen Kommentaren versehen oder gar ignoriert. Er kümmert sich selten darum, was die Personen in seiner Umgebung von ihm halten und begegnet jedem mit einer gewissen Distanz. Dadurch, dass man Sam Spade als Leser nur schwer einschätzen kann, wusste ich zum Ende des Romans nicht ganz, auf wessen Seite er eigentlich steht – Macht er gemeinsame Sache mit den Bösewichten, oder täuscht er das Interesse nur vor, um sie zu hintergehen?
Die eigentliche Story in Der Malteser Falke hat mich nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Sie war keinesfalls langweilig, aber auch kein Ereignis, das mir lang im Gedächtnis bleiben wird. Noch dazu fand ich einzelne Abschnitte etwas verwirrend, immer wieder tauchen neue Personen auf. Ich hatte das Gefühl, die Handlung wäre mir immer drei Schritte voraus und ich hatte Probleme hinterher zu kommen. An Sam Spade werde ich mich allerdings oft erinnern. Der Charakter war für diese Art von Detektivroman clever gewählt und lockerte die teilweise träge Handlung mit seinem schwarzen Humor immer wieder auf.

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Rezension zu "Rote Ernte" von Dashiell Hammett

Blei und Blut.
Gulanvor einem Jahr

Der erste, von dem ich’s hörte, war ein rothaariger Strolch namens Hikey Dewey im „Großen Schiff“ in Butte gewesen. Bei dem hieß Peaceville stur immer Pissville. Da er aber statt Fusel auch Fussel sagte, habe ich nicht weiter drüber nachgedacht, was er dem Namen der Stadt angetan hatte. […] Erst ein paar Jahre später, als ich selbst nach Peaceville kam, ging mir ein Licht auf. (Auszug Seite 9)

Ein Agent einer bekannten, landesweit agierenden Detektei kommt in die wenig beschauliche Bergwerks- und Industriestadt Peaceville. Doch noch vor der ersten Besprechung wird sein Auftraggeber Donald Willsson ermordet und dessen Frau macht sich spontan verdächtig. Der Vater des Toten, Elihu Willsson, Industriemagnat und vermeintlicher Herr über die Stadt, gibt dem Agenten 10.000 Dollar und den Auftrag, mit den Verbrechern in der Stadt aufzuräumen, zieht den Auftrag aber kurz darauf wieder zurück. Doch da hat der Agent längst mit der Arbeit begonnen und ist nicht gewillt aufzuhören.

Offenbar hat der Industrielle Elihu Willsson im Kampf gegen die Gewerkschaften und die Forderungen seiner Beschäftigten sich zwielichtiger Gestalten bedient, die den Arbeitskampf blutig und gewalttätig beendeten. Elihu Willsson wurde sie aber anschließend nicht mehr los, war erpressbar und sie forderten ihren Teil am Kuchen bzw. an dieser Stadt. Nun haben diese Kriminellen zahlreiche legale und illegale Geschäfte unter sich aufgeteilt, Pete der Finne, Lew Yard, Max Thaler und Noohan, der Polizeichef. Die Stadt versinkt in Korruption und Kriminalität. Der junge Donald Willsson schrieb als Zeitungsverleger gegen die Zustände an und wurde nun ermordet.

Der Agent findet schnell heraus, auch dank der Informationen von Dinah Brand, der Freundin von Max Thaler und Bekannten von Donald Willsson, dass es zwischen den kriminellen Gangs offene Rivalitäten gibt. Als Begleiter von Polizeichef Noohan, der Max Thaler festnehmen will, gerät der Agent vermutlich absichtlich in die Schusslinie der Polizei und kann nur mit Glück entkommen. Dies bestärkt ihn in seiner Entschlossenheit, den Auftrag von Elihu Willsson gegen dessen Willen weiterzuführen. Er bewegt sich zwischen den Rivalen, schürt Intrigen, steckt Geheimnisse durch und schürt so den Konflikt zwischen den Gangs, der bald in einen offenen Krieg ausufert.

Ich lachte mit ihr und versuchte dabei aus dem Gin aufzutauchen, in dem ich versoffen war.
„Wer säß denn noch in der Patsche?“, fragte ich.
„Die ganze gottverdammte Brut“. Sie fuchtelte mit der Hand. „Max, Lew Yard, Pete, Noohan und Elihu Willsson – die ganze gottverdammte Brut.“ (Seiten 47-48)

Der namenlose Ich-Erzähler, später als „The Continental Op“ bezeichnet, ist neben Sam Spade aus Der Malteser Falke die wohl bekannteste Figur aus dem Werk von Dashiell Hammett. Angestellt ist er bei der „Continental Detective Agency“, einer fiktiven Detektei mit eindeutigen Bezügen zur berühmt-berüchtigten Pinkerton Detektei, damals ein ungemein einflussreiches Sicherheitsunternehmen. Hammett selbst war einige Jahre Angestellter von Pinkerton und hat dies auch im Roman verarbeitet. Seine Figur „The Continental Op“ taucht in zahlreiche Kurzgeschichten und schließlich auch in zwei Romanen von Hammett auf. Er ist ein harter, intelligenter, mit allen Wassern gewaschener Agent. In diesem Roman spinnt er meisterhaft die Fäden von Täuschung und Betrug, um die rivalisierenden Parteien gegeneinander auszuspielen. „The Continental Op“ ist (auch als Liebhaber hochprozentiger alkoholischer Getränke) der Prototyp des „hardboiled detective“. Bei aller Abgebrühtheit kommen ihm aber zwischenzeitlich kurz Gewissensbisse, bei denen er befürchtet, völlig zu verrohen – ein Zustand, den er trotz allem nicht anstrebt.

Harte Typen, viel Blei und Blut, komplexe Gemengelage, lässige Dialoge – heutzutage würde man Tarantino das Drehbuch anvertrauen. Dabei bietet Hammett die interessante Perspektive des Ich-Erzählers, der sich auch erst mal einen Überblick über die Situation verschaffen muss. Der Roman zeigt eine Stadt, in der Kriminelle die Kontrolle über die Verwaltungsapparate übernommen haben, ein Ort vollständiger Korruption, in dem die Hauptfigur zwar Ordnung schafft, aber durch die Wahl seiner Mittel ein fragwürdiger Held bleibt. Rote Ernte ist ein echter Klassiker, den man auch heute noch hervorragend lesen kann.

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Dashiell Hammett wurde am 26. Mai 1894 in Maryland (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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