Dashiell Hammett Der dünne Mann

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Inhaltsangabe zu „Der dünne Mann“ von Dashiell Hammett

Nick Charles hat sich geschworen, um keinen Preis der Welt wieder einen Fall zu übernehmen. Schließlich klärt er als Privatmann auf, womit er sich beruflich nicht befassen möchte.

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Die Wendungen waren unvorhersehbar &spannend, es war auch toll geschrieben, aber es wirkte leider alles sehr konstruiert & unwahrscheinlich.

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  • Trinker-Ehepaar auf lässiger Mörderjagd

    Der dünne Mann

    TheSaint

    25. September 2016 um 16:28

    Nach Vollendung des Romans "The Glass Key" 1931 hielt die Alkoholabhängigkeit Hammett drei Jahre lang fest im Griff, ehe er 1934 seinen letzten Roman "The Thin Man" veröffentlichen konnte. Die Hauptpersonen dieses Romans sind das recht trinkfeste Ehepaar Nick und Nora Charles, die Weihnachten in New York verbringen. In einem Lokal wird Nick, der einst ein Detektiv war und sich seit seiner Verehelichung nur noch um das Vermögen seiner Ehefrau kümmert, von der Tochter des Erfinders Clyde Wynant's angesprochen und gebeten, ihr bei der Suche nach ihrem verschwundenen Vater zu helfen... Die Suche wird eher widerwillig zwischen einzelnen Drinks der Protagoniosten zu den verschiedensten Tages- und Nachtzeiten aufgenommen und führen Nick und Nora zu recht schrulligen und schrägen Charakteren, die so ihre Schwierigkeiten mit Wahrnehmung, Wahrheitsfindung und Wahrheit haben. Dieses Hin und Her zwischen verschiedenen Wohnungen, Lokalen und anderen Locations und die Diskussion über wahre und falsche Spuren, Hinweise und echten Begebnissen beginnt aber irgendwann zu langweilen... lediglich das trinkfröhliche Ehepaar und die Kinder des verschwundenen Wynant begeistern durch ihre Spleens und Schrulligkeiten. Hammett's Schreibstil ist prägnant und sparsam. Seine Figuren sind sehr gut ausgearbeitet - auch der Fall um den verschwundenen Erfinder sowie die Auflösung. Die einzelnen Szenen liefern auch Situationskomik und Kurzweil... Noch im Jahr des Erscheinens wurde der Roman in abgeänderter Form mit dem idealen Filmduo William Powell und Myrna Loy verfilmt - die Beiden haben das Ehepaar Charles perfekt auf die Leinwand übertragen. Bis heute kannte ich nur die Filme und nun nach dem Roman befinde ihre Darstellung getreu präsentiert. Der Film war so erfolgreich, dass es fünf Fortsetzungen gab... Bei den Fortsetzungen "After the Thin Man" und "Shadow of the Thin Man" schrieb Hammett sogar die Drehbücher.

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  • Eine schrecklich nette Familie

    Der dünne Mann

    Duffy

    20. June 2016 um 10:52

    Clyde Wynant, ein exzentrischer Erfinder ist verschwunden, seine Sekretärin wird ermordet, Wynants Ex kommt mitsamt dem Rest der Familie wieder in die Stadt und jeder kommt für die Tat, die nicht die einzige bleiben soll, als Täter in Frage. Irgendwann gerät auch Nick Charles, der ja eigentlich gar nicht mehr als Detektiv arbeitet, sich des Falls aber trotzdem animmt, in Verdacht. Doch plötzlich meldet sich der Verschollene per Brief bei seinem Anwalt.Hammett schafft hier eine Familie, die mit allen Wassern gewaschen ist und taucht tief in die verworrenen psychischen Zustände der einzelnen Mitgleider ein. Rätselhaft und verschlungen sind die Wege, die die Aufklärung des Falles ebnen in einer Auflösung, mit der man bis zum Schluss nicht rechnen konnte. Meisterhaft knüpft Hammett seine Knoten und löst auf, lässt seinen Ermittler trotz überhöhtem Alkoholkonsum eine Logik entwickeln, der zu folgen man schon konzentriert mitdenken und lesen muss. Einer dieser Romane, die den Weg für viele Krimiautoren erst freimachten und natürlich nicht aus der Hand zu legen, bis man ihn durchgearbeitet hat.

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  • Grandioser Ermittler, der eigentlich gar nicht will

    Der dünne Mann

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. April 2013 um 21:07

    Nick Charles flüchtet Weihnachten traditionell mit seiner Frau Nora nach New York. Zufällig trifft er Bekanntschaft von früher: Dorothy, die Tochter des Erfinders Clyde Wynant, möchte ihren Vater ohne Wissen der Mutter treffen und hofft bei Nick auf Hilfe. Der kann außer dem Kontakt zu Wynants Anwalt keine andere Hilfestellung geben und hält die Sache für erledigt. Doch zwei Tage später muss er in der Zeitung von der Ermordung Julia Wolfs lesen, Wynants Sekretärin. Aus der allweihnachtlichen Flucht wird unversehens ein turbulenter Aufenthalt, denn jeder erwartet vom erfolgreichen Ex-Detektiv Charles, dass er sich in den Fall einbringt. Doch weit gefehlt: Nick hat reich geheiratet und denkt gar nicht daran, einen Finger für Wynant und seine Familie zu rühren. Was wiederum alle, die mit dem Fall Wynant zu tun haben, tapfer ignorieren. Sie belagern sein Hotelzimmer, trinken einen mit ihm und lunchen zusammen. Stets werden Nick und Nora Charles ausführlich informiert, sodass sie über alles ungewollt im Bilde sind. Selbst die Polizei "ergaunert" sich durch ihre Aufdringlichkeit Tipps und Informationen. Charles informiert die Polizei weniger, weil er die Zusammenarbeit sucht, sondern weil er die Neuigkeiten sozusagen loswerden will, damit die sich damit befassen, die sich damit beruflich befassen müssen. Die Figur des Nick Charles präsentiert sich komplett entgegen allen Erwartungen und literarischen Vorlagen. Was ich persönlich einen herrlichen Schachzug finde. Wer am Humor bei Hammett ungeschoren davon kommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Stets schwingt ein leicht bissiger Unterton in Gesprächen und Schilderungen mit, der Personen und Umstände ohne viel Federlesen kommentiert. Da wäre zum Beispiel die Polizei. Sie ist neben dem zu suchenden Mörder die zweite fiese Institution in diesem Krimi. Sie prügelt gerne und nutzt jede Chance, auch wohlgesitteten Häftlinge eine "Chance zum Widerstand gegen die Staatsgewalt" zu geben, damit ein paar Fäuste fliegen können. Keine Gesetzeshüter, die man mit solider Polizeiarbeit betrauen möchte. Alle Personen picheln fleißig; bei Nick vergeht fast keine Szene ohne Glas in der Hand oder wenigstens in Aussicht. Man trifft sich in so ziemlich allen Spelunken, in denen während der Prohibitionszeit illegal Alkohol ausgeschenkt wird. Köstlich, wie das Ehepaar Charles die Flüsterkneipe von Studsy findet: Sie fragen zwei Taxifahrer, zwei Zeitungsjungen und einen Polizisten. Ausgerechnet. Am Ende sorgt natürlich Nick Charles dafür, dass der Fall geklärt wird. Ihm bleibt quasi auch nichts anderes übrig, da man ihn durch die "Belästigungen" lange genug vom gemütlichen Mixen und Trinken der Drinks abgehalten hat. Mit der Aufklärung sorgt er wieder für Ruhe in der Familie und kann den Aufenthalt in New York bis nach Neujahr hoffentlich mit vollen Zügen - oder wahlweise Gläsern - genießen.

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  • Rezension zu "Der dünne Mann" von Dashiell Hammett

    Der dünne Mann

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. February 2011 um 12:29

    Nick Charles ist ein ehemaliger Privatdetektiv, der auch nach seiner Hochzeit mit der reichen und schlauen Nora seine Spürnase und Kombinationsgabe nicht verloren hat. Er scheint eigentlich immer einen Drink in der Hand zu haben und auch seine Umgebung ist recht trinkfreudig und so trifft man zuerst in einem Speakeasy auf ihn. Da das Buch in den 30er Jahren spielt und es diese Lokale heute nicht mehr gibt, hatte ich ehrlich gesagt keinen Schimmer, was ein Speakeasy ist. Ein Speakeasy ist eine Art illegale Kneipe, in der während des Alkoholverbots von 1919-1933 Bier und Hochprozentiges ausgeschenkt wurde. Nick scheint jedenfalls keine Schwierigkeiten mit solchen Lokalen oder im Umgang mit Gangstern zu haben. Die gesamte Familie Wynant ist herrlich verrückt. Mutter Mimi nimmt es mit der Wahrheit nicht sonderlich genau und kann ganz schön hysterisch werden. Tochter Dorothy trinkt zuviel und Bruder Gilbert liebt es zu lauschen und Menschen auszuspionieren, doch das sind nur einige ihrer Ticks. Der Fall ist interessant und war zumindest für mich bis zum Schluss spannend. Nick, seine Frau Nora und Hund Asta sind eine sympathische Kombination und es war in keinster Weise langweilig, sie während des Falls zu begleiten. Das Buch wurde 1934 verfilmt mit William Powell und Myma Loy in den Hauptrollen, da der Film sehr gut beim Publikum ankam, gab es noch fünf Fortsetzungen. Es ist immer wieder die Rede von einer Neuverfilmung und in diesem Zusammenhang fällt auch immer wieder der Name von Johnny Depp. Fazit: Ein Detektivroman mit dem Charme der guten alten Zeit und herrlich skurrilen Charakteren.

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