Dava Sobel Längengrad. Die illustrierte Ausgabe

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Inhaltsangabe zu „Längengrad. Die illustrierte Ausgabe“ von Dava Sobel

Längengrad erzählt die Geschichte des unbekannten schottischen Uhrmachers John Harrison, dem es im 18. Jahrhundert gelang, die Schiffahrt durch die Lösung des Längengrad-Problems auf neuen Kurs zu bringen. Bislang hatten sich die Seefahrer bei ihrer Navigation am Verlauf der Breitengrade orientiert. Eine Methode mit fatalen Folgen: Seefahrer und Fracht wurden leichte Beute von Seeräubern, die den Handelsschiffen auf den Breitengraden auflauerten. Zudem irrten die schiffe fast orientierungslos auf den Weltmeeren umher und erreichten ihre Zielorte wenn überhaupt - eher zufällig. Die ohnehin langen Schiffahrten dauerten noch länger. Der gefürchtete Skorbut raffte nicht selten die Mannschaft dahin. Mit einem Wort: Handelsschiffahrt war ein Unternehmen auf Leben und Tod. Längengrad rekonstruiert die Geschichte einer wissenschaftlichen Gralssuche, eines Davidskampfes gegen die großen Astronomen jener Zeit. Galileo Galilei, Sir Isaac Newton und Edmond Halley suchten die Lösung des damals schwierigsten nautischen Problems in den Gestirnen. Anders John Harrison: 40 Jahre lang arbeitete er besessen an seiner Idee eines perfekten Chronometers. Trotz der Intrigen seiner Rivalen setzte sich Harrisons geniale Erfindung letztendlich durch. Schon der berühmte Seefahrer James Cook ließ sich auf seinen Expeditionen von Harrisons Uhr leiten und nannte sie seinen "zuverlässigsten Freund" und "nie versagenden Führer".

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  • Rezension zu "Längengrad. Die illustrierte Ausgabe" von Dava Sobel

    Längengrad. Die illustrierte Ausgabe
    sabisteb

    sabisteb

    14. January 2013 um 15:52

    Die Suche nach einer zuverlässigen Berechnungsmethode für den Längengrad (der senkrechte Grad parallel zu Greenwich, das andere ist der Breitengrad), nahm seinerzeit Ausmaße an, vergleichbar mit der Suche nach dem Jungbrunnen, dem Perpetuum Mobile oder der Verwandlung von Blei zu Gold. Viele Unglücke passierten auf Schiffsreisen, weil die Kapitäne nicht wussten, auf welchem Längengrad sie sich befanden, die Lösung dieses Problems würde viele Menschenleben und vor allem viele Ressourcen retten. Die Hauptantriebsfeder der Suche waren somit hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, die Verluste an Schiffen und Fracht waren einfach enorm. Daher schrieb das britische Parlament 1714 eine fürstliche Belohnung für denjenigen aus, der eine „praktikable und nützliche Mathode zur Bestimmung der geographischen Länge“ entwickeln würde, den Longitude Act. Einige der Methoden sind aus heutiger Sicht eher abenteuerlich, wie das Gissen oder das Sympathie Pulver. Die Astronomen scheiterten mit ihren Ideen an noch nicht vorhandenen Messdaten, daher hoffte man darauf, das Problem mittels einer genau gehenden Uhr zu lösen. Das klingt trivial, war es damals aber nicht, den damalige Uhren gingen bei Wärme schneller, bei Kälte langsamer, nach dem Aufziehen schneller als kurz vor dem Ablaufen, für eine sichere Bestimmung des Längengrades benötigte man aber eine nahezu sekundengenaue, von äußeren Einflüssen unabhängige Uhr, etwas was heute jede Quarzuhr aus dem Kaugummiautomaten leisten kann. John Harrison, von Beruf her Schreiner, von Herzen jedoch Uhrmacher, nahm die Herausforderung an. Er erfand viele Bauteile, die noch heute in mechanischen Uhren Verwendung finden. Er geriet dabei jedoch in das Spannungsfeld von Theoretikern gegen Praktiker und Astronomen gegen Uhrmacher. Er geriet in die Mühlen der Administration, die ihn zu zermürben drohen. Sachbücher können erstaunlich unterhaltsam sein. Dava Sobel erzählt in einer lockeren, ironischen, süffisant zynischen Erzählweise den Leidensweg, des John Harrison. Ein praktischer Mensch, umständlich aber solide, gegen ein Gremium von Wissenschaftlern, die davon überzeugt sind, dass sie recht haben, dass nur der Mond, nur die Sterne die Lösung sein können und keine mechanische Uhr eines autodidakten Bastlers. Man legt Harrison Steine in den Weg, wo es nur geht, man demütigt ihn und verweigert ihm die Anerkennung und dennoch macht er weiter. Mir war die Geschichte nicht neu, schon 2004 gab es auf ARTE eine Mission X Folge zu John Harrison Kampf um das Preisgeld (http://www.arte.tv/de/5-kampf-um-das-preisgeld/737568,CmC=737574.html). Was traurig ist an dieser Geschichte, ist dass sich bis heute in der Wissenschaft nichts geändert hat, was das gängeln von Kollegen angeht. Auch heute, werfen Gremien Wissenschaftlern Knüppel zwischen die Beine, ganz besonders, wenn in diesen Kollegen sitzen, die am selben Thema arbeiten. Missbrauch von Gremien, von Macht zur Unterdrückung einer Erfindung, um die eigenen Pläne zu befördern. Andererseits, ganz Unrecht hatte Nevil Maskelyne, John Harrisons erbittertster Gegner auch nicht. Auch wenn Harrisons Methode sicherlich einfacher und verständlicher war, so war sie, anders als Maskeleynes Mondtabellen (die jedoch an einigen Tagen des Monats nicht funktionierten), für die meisten Seeleute einfach nicht erschwinglich, anders als der Nautical Almanac und die dafür benötigten Messgeräte. Neutral betrachtet, hatten beide Methoden ihre Berechtigung und ihre Schwächen, dennoch ist es nicht richtig, wie er Harrison gängelte. Fazit: Ein spannendes Sachbuch, das sich wie ein Roman liest, vor allem wegen der teils wunderbar abstrusen Anekdoten. Es gibt von diesem Buch zwei Ausgaben. Eine unbebilderte TB Ausgabe und eine deutlich teurere illustrierte Leinenvariante. Ich rate dringend zur illustrierten Variante, sonst sitzt man permanent am Rechner, um sich die Bilder der Beschriebenen Uhren und Probleme zu besorgen.

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  • Rezension zu "Längengrad" von Dava Sobel

    Längengrad. Die illustrierte Ausgabe
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. September 2011 um 11:04

    Dieses nun in einer besonderen Leinenbindung neu herausgegebene Buch von Dava Sobel erzählt eine Wissenschaftsgeschichte so, dass sie auch ein Laie verstehen kann. Flüssig und ansprechend erzählt Dava Sobel die Geschichte der Entwicklung des Chronometers durch den schottischen Uhrmacher John Harrison mit dem im 18. Jahrhundert die Lösung des Längengradproblems herbeigeführt wurde. Man bekommt viele genaue wissenschaftliche Informationen, es wird geschildert, wie vor der Erfindung des Chronometers vergeblich nach Löszungen gesucht wurde. Eingewogen in diese nüchternen Informationen wird auch die Geschichte der beteiligten Personen erzählt und viele Abbildungen geben einen plastischen Eindruck vom Thema. Von großem Interesse sind weiterhin die (geo)politischen Folgen die diese Erfindung hatte, insbesondere für das britische Empire. So wird Wissenschafts- und Sozialgeschichte verbunden zu einer spannenden, leichten und jederzeit unterhaltsamen Lektüre.

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  • Rezension zu "Längengrad" von Dava Sobel

    Längengrad. Die illustrierte Ausgabe
    Gruenente

    Gruenente

    08. September 2008 um 19:42

    In der Schiffahrt gab es ein grosses Navigationsproblem: die Bestimmung des Längengrades. Der Breitengrad liess sich recht einfach bestimmen, für den Längengrad gab es keine zuverlässige Möglichkeit. Dies hatte oft verheerende Folgen, da man das Ziel so leicht mal um 200 Meilen verfehlen konnte... Nach einigen Katastrophen (Unglücke wegen Riffen, weil falsch navigiert, oder viele Tote, weil sich ganze Flotten auf dem offenen Meer hoffnungslos verirrten, gab es den "Longitude Act". Ein Preis (heute mehrere Millionen Euro wert), der demjenigen übergeben werden sollte, der ein zuverlässiges Verfahren zur Längengradbestimmung vorlegen kann. Diese Buch beschreibt die verschiedenen Versuche. Vor allem dieeines autodidaktischen Uhrmachers Namen John Harrison, der es schaffte fast genau gehende Urhen zu bauen, die gegen Termperatur- und Schiffsschwankungen nahezu unempfindlich waren. Und das mit Mitteln des frühen 19. Jahrhunderts. Erst mal war ich total erstaunt: es ist kein Roman, sondern eine Dokumentation. Normalerweise lese ich so etwas nicht. Doch da ich krank warund das Buch nicht dick und mir das erste Kapitel gut gefiel da habe ich noch nicht gerafft, des es kein Roman ist) las ich weiter. Und es war sehr interessant und spannend geschrieben. Viele berühmte Persönlichkeiten wurden erwähnt, so das ich alles prima in mein Allgemeinwissen enbauen konnte: Cook, Bligh, Euler, Halley usw. Die Origianl Uhren habe ich vor zwei Jahren auch in London gesehen, und wurde da überhaupt erst mal auf dieses Navigations-Problem aufmerksam. Einen spannende Dokumentation!

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  • Rezension zu "Längengrad" von Dava Sobel

    Längengrad. Die illustrierte Ausgabe
    septembra

    septembra

    19. September 2007 um 14:45

    so muss Wissen vermittelt werden: unterhaltsam und spannend