Dave Boling

 4.5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Der Tanz der Freiheit, Tanz der Freiheit und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Dave Boling

Der Tanz der Freiheit

Der Tanz der Freiheit

 (5)
Erschienen am 30.03.2009
Tanz der Freiheit

Tanz der Freiheit

 (1)
Erschienen am 01.03.2012
The Undesirables

The Undesirables

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Erschienen am 11.09.2014
Guernica

Guernica

 (0)
Erschienen am 01.09.2009

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louella2209s avatar

Rezension zu "Der Tanz der Freiheit" von Dave Boling

Eindrucksvoller Roman über ein dunkles Kapitel spanischer Geschichte
louella2209vor 3 Jahren

Miren – so heißt Miguel Navarros große Liebe, die ihm 1935 im baskischen Guernica begegnet.

Miren, das ist auch der Name einer Seife, die die junge Tänzerin benutzt. Miguel liebt ihren Geruch, der Duft nährt seine Liebe jeden Tag, und fast meint man, die Seife schütze das Paar vor dem Unheil der Welt. Doch was wird aus ihrem Glück, als Zerstörung und Tod über die Stadt hereinbrechen.


Der Leser begleitet die Familie Navarro durch die Wirren des Krieges. Zugegeben der Anfang gestaltet sich etwas zäh und schleppend, werden die einzelnen Familienmitglieder doch sehr ausschweifend durchleuchtet. Es lohnt sich dennoch durchzuhalten. Denn schon im zweiten Teil des Buch entführt Dave Boling den Leser durch einen kulturellen Streifzug durch das Baskenland, wunderschöne Landschaften, kulinarische Kostbarkeiten und exotische Düfte.

Der Fokus liegt jedoch auf dem Konflikt zwischen den Basken und Spanier, dessen Ausmaß der Autor im Verlauf der Handlung eindrucksvoll schildert.


„Deshalb kommt Justo her, um zuzuhören. Die Sprache war ohnehin immer der wichtigste Akt der Separation, denn den Worten sind sie stärker verbunden als dem Land. Da nichts auf den Landkarten ihre Existenz widerspiegelt, entspricht der Umfang ihres „Landes“ der Reichweite ihrer Sprache. Aber wie die Tänze, die Flagge und die Feste, so sind auch die Worte verboten, und ein auf „Baskisch“ geflüstertes Gebet ist so illegal wie der Ruf zu den Waffen auf einem öffentlichen Platz“ Zitat S.16


Die Handlung dieses Romans ist im Zeitraum von 1893-1941 angesiedelt, eine längst vergangene Zeit möchte man meinen und dennoch ist die Unterdrückung einzelner Kulturen und Bevölkerungsgruppen auch heute noch ein hochbrisantes Thema. Man muss zwar eine klare Linie ziehen zwischen Fiktion und historischen Fakten, trotzdem geht einem die Liebesgeschichte zwischen Miguel und Miren sehr nahe, müssen sie doch ihre wahre Herkunft ständig verstecken.


Der sprachliche Stil des Autors ist ein literarischer Leckerbissen, wenn auch keine leichte Kost. Er beschreibt die Schrecken des Krieges und der Verfolgung mit beeindruckender Intensität, um im nächsten Atemzug die Schönheiten der Liebe und des Lebens aufzuzeigen.


4 Sterne und eine Empfehlung für Freunde von anspruchsvollen historischen Romanen.

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Stirbelwurms avatar

Rezension zu "Der Tanz der Freiheit" von Dave Boling

Rezension zu "Der Tanz der Freiheit" von Dave Boling
Stirbelwurmvor 10 Jahren

Spanien 1935: Nach einer Auseinandersetzung mit der Guardia Civil flieht der junge Baske Miguel nach Guernica. Hier findet er nicht nur ein neues Leben, er trifft die Liebe seines Lebens. Die junge Miren ist eine elegante, charismatische Tänzerin, die, obwohl von allen jungen Männern begehrt, bald nur noch Augen für den geheimnisvollen Miguel hat. Doch in Spanien tobt der Bürgerkrieg und beschwört eine Tragödie herauf, die das junge Glück bedroht ...

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Jetztkochtsies avatar

Rezension zu "Der Tanz der Freiheit" von Dave Boling

Rezension zu "Der Tanz der Freiheit" von Dave Boling
Jetztkochtsievor 10 Jahren

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von Droemer bekommen und war erst wenig begeistert. Das Thema rund um den 2. Weltkrieg und das 3. Reich erscheint mir immer wieder aufs Neue ziemlich ausgelutscht, als Romaninhalt und dank weniger anderer Themen im Schulunterricht, bin ich von der Thematik immer sehr schnell gelangweilt oder genervt.
Mit entsprechend wenigen Erwartungen bin ich an dieses Buch herangetreten und wurde sehr angenehm überrascht. Ein äußerst angenehmer und leicht Schreibstil, dazu eine sehr erzählenswerte und durchaus andere Geschichte vor der herrlichen Kulisse des Baskenlandes. Immer wieder hatte ich das Gefühl, das Meer zu sehen, die Luft zu schmecken und die Gerüche zu riechen. Wirklich ein unheimlich schönes, wenn auch an vielen vielen Stellen sehr trauriges und nachdenkliches Buch. Trotzdem sprüht es auf jeder Seite von Farben, Eindrücken und Lebensfreude und Lebenslust.
Mir hat die Lektüre unheimlichen Spaß gemacht und das trotz des wirklich ernsten Themas und der teils dramatischen Wendungen.
Gute gehobene Unterhaltung und wieder mal ein historischer Roman mit ein wenig Anspruch.
Mehr davon, bitte!

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