Dave Cousins

 4.2 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Warten auf Gonzo, Fünfzehn kopflose Tage und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Dave Cousins

Warten auf Gonzo

Warten auf Gonzo

 (12)
Erschienen am 20.10.2017
Fünfzehn kopflose Tage

Fünfzehn kopflose Tage

 (6)
Erschienen am 25.02.2015
Fifteen Days without a Head

Fifteen Days without a Head

 (0)
Erschienen am 05.01.2012
Goodbye to All That

Goodbye to All That

 (0)
Erschienen am 01.05.2013
Exorcising Ghosts

Exorcising Ghosts

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Erschienen am 01.09.2014
Waiting for Gonzo

Waiting for Gonzo

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Erschienen am 08.01.2015
One Short

One Short

 (0)
Erschienen am 01.05.2013

Neue Rezensionen zu Dave Cousins

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Bibilottas avatar

Rezension zu "Warten auf Gonzo" von Dave Cousins

Ein Buch, dem definitiv mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte
Bibilottavor einem Jahr

Auf dieses Buch bin ich nur durch Zufall aufmerksam geworden – es ist ja vom Cover nicht unbedingt eines, das einen sofort anspringt – aber beim zweiten betrachten und nach dem Lesen der Kurzbeschreibung wurde meine Neugier geweckt. Da es auch noch die Auszeichnung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2017 erhalten hatte – wollte ich es einfach genauer wissen.

Somit bin ich also sehr entspannt an das Buch ran und freute mich auf eine schöne Lesezeit. Und die hatte ich hiermit auf jeden Fall.
Der Schreibstil war sehr locker und übte einen gewissen Sog auf mich aus. Das Buch „Warten auf Gonzo“ ist es definitiv wert gelesen zu werden – denn es ist hier alles sehr tiefgründig, aber auch mit jugendlich leichtem und absolut stimmigen und teilweise sehr knuffigen Flair.
Ich kann das jetzt alles gar nicht so in Worte packen, da ich sonst zu viel von der Handlung verraten würde – und das würde den Lesespaß, die Überraschungen und das ,was das Buch ausmacht, verderben.

Nur soviel sei gesagt … es geht hier um die Geschichte von Oz – eigentlich Marcus, der mit seiner Familie raus aus der Großstadt aufs Land gezogen ist. Doch das ist noch nicht alles – das neue Zuhause ist eine – ja wie soll ich sagen – eine Bruchbude … an der noch allerhand zu tun ist. Doch nicht nur das – das Leben hier auf dem Land gestaltet sich für den Teenager mehr als öde, im Vergleich zum Großstadtleben. Sein erster Tag an der neuen Schule war auch nicht gerade das, was man einen guten Einstieg nennt – aber es hat einiges ins Rollen gebracht – und das war genial und absolut spannend. So hat er es sich gleich mit der Nachbarstochter verschissen , die angeblich (wenn man dem Dorfklatsch glauben kann) der Hinterwälder-Mafia angehört. Ja, wie ihr seht – hier ist allerhand gebacken … und noch einiges mehr.
Denn nicht nur das Leben auf dem Lande verändert so einiges – auch das Leben in Oz Familie hat eine große Wende vor sich … doch dazu erzähle ich nun wirklich nicht mehr.

Es wird hier aus der Sicht von Oz erzählt. Doch das ist noch nicht alles – Oz wendet sich oftmals an einen Gewissen Gonzo, mit dem er Zwiegespräche führt, die man anfangs nicht so wirklich zuordnen und nachvollziehen kann. Doch das gibt sich im laufe der Geschichte und mir wurde es da ganz schön warm ums Herz – das ist so knuffig und schön – aber auch so traurig und ernst. Eine richtig gelungene Mischung.

„Warten auf Gonzo“ ist soviel mehr, wie nur ein einfaches Jugendbuch. Es ist spannend, es ist so realistisch, es ist chaotisch, es ist glaubwürdig und vor allem ist es sehr tiefgründig von der Thematik her. Es schenkt Hoffnung – in Situationen, die absolut hoffnungslos scheinen … und das gefällt mir super gut. Das Thema Familie steht hier übrigens sehr stark im Mittelpunkt, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt sind hier Themen die hier ihren Einsatz finden.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es sich hier um ganz normale Charaktere dreht. Sie könnten allesamt um die Ecke wohnen, sind keine Überflieger, sondern einfach nur „NORMAL“ – das fand ich besonders toll. Alle haben ihre Ecken und Kanten – und ihre eigene Geschichte – und zusammen sind sie einfach perfekt für diese tolle Geschichte.

„Warten auf Gonzo“ ist ein wunderschönes Buch, das eigentlich mehr in den Vordergrund gestellt werden sollte. Es geht glaube ich in den Massen der Bücherwelt unter – dabei hat es verdient, mehr im Vordergrund zu stehen. Immerhin hat es diese Auszeichnung des Jugendliteraturpreises 2017 nicht ohne Grund.

 

Fazit

„Warten auf Gonzo“ von Dave Cousins ist ein Buch, dem definitiv mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Es ist eine tolle Story, so lustig und tiefgründig, so herzlich und so gemein wie das Leben. Mit „normalen Charakteren“ wie sie nebenan wohnen könnten, die das Leserherz erfreuen.

Absolute Leseempfehlung

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InaVainohullus avatar

Rezension zu "Warten auf Gonzo" von Dave Cousins

Ein amüsanter, aber auch tiefgründiger Roman über das Leben und die Familie ! Großartig !
InaVainohulluvor einem Jahr

Selten hat mich ein Buch schon auf den ersten Blick so derart angesprochen, wie "Gonzo". Dabei ist das Cover doch eigentlich recht unspektakulär, zeigt es nur ein Paar bestrumpfte Beine, die in violetten Doc Martens stecken.
Vermutlich hat mich dieses Bild unglaublich an meine Jugend erinnert und an meinen eigenen Kleidungsstil, denn es geht nix über ein Paar anständige Doc Martens.

Egal, was es letzten Endes war: Ich stand in der Buchhandlung und dieses Cover forderte direkt meine Aufmerksamkeit. Der Klappentext tat ein Übriges, wickelte mich ziemlich schnell um den Finger, weil er mir einen ungewöhnlichen und besonderen Jugendroman versprach und so landete das Buch erst einmal auf der Wunschliste....und da blieb es...eine ganze Weile. Bis zu diesem März, als es plötzlich für den Jugendliteraturpreis 2017 nominiert wurde. Da wurde mir bewusst, das dieser scheinbare Schatz noch immer auf der Wunschliste schlummert und ich ihn jetzt wohl dann doch endlich lesen müsse.

Gesagt, getan, und für sehr gut befunden.

"Warten auf Gonzo" erzählt die Geschichte von Oz, der mit seiner Familie aufs englische Land zieht. Raus aus der Großstadt, rein in die Ödnis, genauer gesagt in eine ramponierte Bruchbude, die an diverse Gruselfilme erinnert.
Für einen Teenager ist sowas natürlich alles andere als toll und wenn man dann noch wie Oz echt in jedes Fettnäpfchen tritt und es sich gleich am ersten Schultag mit der einzigen direkten Nachbarin verscherzt, der man zudem nachsagt sie sei besonders gewalttätig und Teil der Hinterwäldler-Mafia, dann macht es das auch nicht besser.

Man könnte meinen schlimmer geht nimmer, doch dann kommt Oz plötzlich hinter das Geheimnis seiner älteren Schwester Meg und merkt, das seine Probleme vielleicht gar nicht die Größten sind...

"Warten auf Gonzo" ist großartig. Herrlich amüsant, aber auch tiefgründig, ernst und hoffnungsvoll. Ganz so, wie ich meine Bücher mag.

Das Buch ist aus Sicht von Oz geschrieben, der eigentlich Marcus heißt und sich in seiner Erzählung an einen gewissen Gonzo wendet. Er erzählt von seiner Lieblingsband, von seinen Tollpatschigkeiten, von seinem neuen Freund Ryan, der ihm zunächst nicht so recht geheuer ist, denn hey, er hat Platten von den Beatles und verkleidet sich in seiner Freizeit als Hobbit; er lässt Gonzo an seinem Alltag teilhaben und betrachtet ihn als vollwertiges Mitglied seiner Familie.

Und damit sind wir schon beim Mittelpunkt der Geschichte: Familie.

Denn durch Meg's "Geheimnis", das natürlich ans Licht kommt, sieht sich die Familie mit einem Problem konfrontiert, das sie alle auf die Probe stellt und für das es viele Lösungen geben mag. Meg entscheidet sich zunächst für die Falsche, doch zum Glück hat sie einen Bruder wie Oz, der unbewusst die Richtige Entscheidung trifft und sie Meg wie einen Floh ins Ohr setzt, der sie dazu bringt die Dinge von allen Seiten noch einmal gründlich zu durchleuchten.
Bis dahin ist es allerdings nicht gerade ein leichter Weg, denn Meg ist stur wie ein Esel.

Ich möchte nicht weiter auf den Inhalt eingehen, denn wer den Klappentext aufmerksam gelesen hat, der kann sicher ohnehin schon Rückschlüsse ziehen und da möchte ich nicht noch mehr vorwegnehmen.

David Cousins schafft hier einen wirklich wunderbaren Jugendroman, der mich unglaublich gut unterhalten und zum Lachen gebracht hat, der aber auch durch ernste Themen und ein gewisses Maß an Tiefgang punkten konnte.

Bei der Zeichnung der Charaktere ging mir ebenfalls echt das Herz auf, denn es gibt hier keine Helden oder Überflieger, sondern sie sind allesamt sehr authentisch ausgearbeitet und konnten mich gerade durch ihr "normales Verhalten", ihre Fehler und Macken absolut überzeugen.

Fazit:
WARTEN AUF GONZO ist, und das finde ich ehrlich gesagt mal wieder sehr schade, einer dieser sogenannten Nischenromane, auf den man entweder durch Zufall oder durch Empfehlungen aufmerksam wird und der sonst viel zu sehr untergeht.

Deshalb: EINE GANZ KLARE LESEEMPFEHLUNG MEINERSEITS !

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Eva-Maria_Obermanns avatar

Rezension zu "Warten auf Gonzo" von Dave Cousins

Leben und leben lassen
Eva-Maria_Obermannvor 3 Jahren

Oz muss umziehen. Seine Eltern schleifen ihn und seine Schwester in ein kleines Kaff, weg von London, und obwohl er sich bemüht, Anschluss zu finden, gelingt es ihm gleich am ersten Tag, sich den Spitznamen "Slips" zuzulegen und mit der unheimlichen Nachbarstochter und ihrem Hund anzulegen. Er schlittert von Fettnäpfchen in Bratenpfanne. Seine siebzehnjährige Schwester aber, Mustertochter, schafft es mühelos, seine Entgleisungen zu toppen. Sie wird schwanger und das stellt nicht nur ihr Leben auf den Kopf. Mit Ryan an seiner Seite, der sich in seiner Freizeit als Hobbit verkleidet, "Psycho" in seinem Nacken und der zweifelnden Meg in seinem Haus wartet Oz auf Gonzo, das Baby, und erzählt ihm seine Geschichte.

Ich muss zugeben, ich habe zugegriffen, weil ich Warten auf Godot gelesen habe und wissen wollte, wie der Autor auf das Drama anspielt. Antwort: Nur mit dem Titel. Gut, vielleicht schwingt auch in Warten auf Gonzo so einiges an Philosophie mit, aber zum Glück wesentlich unterhaltsamer und mit mehr Aktionen als bei Beckett. Oz ist ein liebevoller Tollpatsch, der im Grunde keiner ist, und eigentlich nur ein ganz normales Leben führen will. Er ist kein Held und kein Sonderling, Durchschnitt und gerade deswegen besonders. Er liebt sein altes Leben und will dahin zurück, arrangiert sich aber einfach in seiner neuen Situation, so liebevoll wie es ein Jugendlicher seinen Eltern gegenüber nur kann.

Er gibt dem Ungeborenen den Namen "Gonzo" und gibt ihm damit auch eine Chance auf Leben, macht es real und will, dass Meg ihr Kind bekommt. Damit steht er am Anfang noch ziemlich alleine, setzt sich aber durch, indem er nahezu nichts macht. Diese Involviertheit durch Nebensächlichkeiten finde ich so real und gut gemacht, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Ohne viel Trara komm Oz in der Situation "Meine Schwester ist schwanger" an und hilft im Grunde der ganzen Familie, damit klar zu kommen. Um seiner Schwester zu helfen, geht er soweit, ihr vorgeblich bei einem Einbruch helfen zu wollen, denn er kann ihre Zerrissenheit, ihre Wut auf das Leben, nachvollziehen und weiß, dass er sie nicht einfach vom Tisch fegen kann. Oz denkt manchmal wie ein Kind und manchmal wie ein Erwachsener, ist gleichzeitig treu und egoistisch, ein toller Kerl und ein Vollidiot.

Cousins schafft es dabei immer wieder dem Klischee ein Schnippchen zu schlagen und spielt ausgezeichnet mit Erwartungen und Formulierungen. Oz und "G" teilen sich den Mittelpunkt der Geschichte, denn Oz erzählt und "G" hört zu. Dass es hierbei wirklich einen gelungenen Ausgleich wird und die Geschichte weder in die eine noch andere Schieflage gerät ist bemerkenswert und einfach toll gemacht. Prädikat: Lesenswert.

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