Dave Eggers Der Circle

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Der Circle“ von Dave Eggers

Der Nr.-1-SPIEGEL-Bestseller jetzt als KiWi-Taschenbuch Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …

Wow ! Film und Buch ein Muss !

— Gosulino

Packend!

— zhera

Beeindruckend und wichtig. Für uns und unsere Privatsphäre. Es zeigt genau, wo Grenzen überschritten werden. Creepy Pageturner!

— Yurelia

Düstere-Zukunft-Roman, der zum Nachdenken anregt.

— bouquin

Ein brandaktuelles Thema, das zum Nachdenken anregt! (****)

— Insider2199

Ein Kann, aber kein Muss.

— Lovely_Lila

Gute Geschichte, es dauert allerdings etwas bis sie in Gang kommt.

— Lena151

Interessante Dystopie über die Macht von Informationen

— papaverorosso

Nicht der beste Roman - aber jeder, der im Internet viel von sich preisgibt, sollte es mal gelesen haben.

— libreevet

Enorm realitätsnahe Distopie, die einen auch nach lesen der Lektüre nicht loslässt. Leider sehr unsympathische Charaktere.

— Sophie-loves-books

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  • Die perfekte Welt ?

    Der Circle

    Gosulino

    12. October 2017 um 09:08

    Die Firma "Circle" ist ein Internetunternehmen in Kalifornien. Der Circle hat Google, Twitter, Apple, Facebook & Co. geschluckt und seine Kunden mit nur einer Internetidentität ausgestattet, über die man alles abwickeln kann. Mae Holland ergattert einen der begehrten Jobs beim Circle und taucht ein in diese scheinbar wundervolle heile Welt. Das Ziel "drei Weisen" der Firma, die das Unternehmen leiten, ist es, den Wegfall der Anonymität jedes Einzelnen im Netz zu erreichen, alles und jeder muss transparent werden, egal ob Privatpersonen, Politiker, Unternehmen. Denn mit ihren Leitsprüchen "Teilen ist Heilen" und "Geheimnisse sind Lügen" wollen sie eine bessere Welt erschaffen, denn wer immer unter Beobachtung steht, wird nichts Schlimmes mehr tun.Für die Mitarbeiter stehen verlockende Angebote bereit, ein perfektes Gesundheitssystem, umfassender Versicherungsschutz, Partys im Unternehmen, Sterneköche, die täglich frische Menüs zaubern, Zeitvertreib rund um die Uhr, jedes Erlebnis, jedes Ereignis wird von allen Circlern geteilt, getwittert, gezingt....Mae verfällt all diesen Verlockungen und immer tiefer fällt sie in diese Wunderwelt, macht sich völlig transparent, bis sie irgendwann gar nichts mehr hinterfragt. Selbst dann nicht, als ein alter Bekannter von ihr dem Circle zum Opfer fällt....Dave Eggers hat mit seinem Roman einen Stein ins Rollen gebracht, den jeder aufnehmen sollte, denn wir alle müssen unsere Geheimnisse haben, müssen die Möglichkeit haben, mal alleine zu sein, sich zurückziehen zu können, nicht alles muss man mit allen teilen. Ein Buch das sehr zum Nachdenken anregt und das ich jedem ans Herz legen kann.Auch der Film mit Emma Watson und Tom Hanks ist wunderbar umgesetzt, natürlich nicht so ausführlich wie der Roman, der so ab ca. Seite 80 anfängt richtig Fahrt aufzunehmen, aber sich den wesentlichen Dingen des Romans widmet und auf unwichtige Szenen verzichtet. Ich gebe fünf dicke Sterne und eine absolute Lese- und Filmempfehlung für diesen tollen Roman, der uns hoffentlich vor einem ähnlichen Wahn schützen wird.

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  • Blick in die Zukunft

    Der Circle

    AberRush

    02. October 2017 um 09:34

    „Der Circle“ von Dave Eggers. Ich habe lange überlegt, was ich diesem Buch für eine Bewertung gebe. Es ist eigentlich nicht wirklich greifbar, hat keinen richtigen Anfang und auch kein richtiges Ende. Es ist eine Momentaufnahme über die man am Schluss nachdenken MUSS. Ich wollte dem Buch aus diesem Grund erst nur 2 Sterne geben. Habe mich nun aber für 4 entschieden. Das liegt daran, dass ich tatsächlich sehr lange darüber nachgedacht habe. „Der Circle“ ist eine realistische Zukunftsversion und es geht um soziale Netzwerke und wie diese unser Leben bestimmen und was sie zukünftig für uns bereithalten. Es geht um das Individuum Mensch und dass dieser immer transparenter und gläserner wird. Jetzt erhebt das Buch aber nicht den Zeigefinder und sagt uns wie es richtig wäre. Vielmehr soll man sich seine eigene Meinung bilden, ob man zukünftig alles offenlegen möchte oder nicht. Erstaunlicher Weise bin ich zum Schluss gekommen, dass ich das befürworte. Die Möglichkeiten die einem damit geboten werden sind einfach nicht von der Hand zu weisen. Es geht um Frieden, Abschaffung der Kriminalität, Kostensparen, Gesundheit, Wissen … es ist unglaublich was wir verpassen, wenn wir den Trend nicht mitgehen würden. Natürlich ist es nur eine Vision, aber sie kommt der Realität schon sehr nahe.ich weiß nicht ob das Buch erschrecken soll oder nicht. Mich hat es einfach nur neugierig auf unsere Zukunft gemacht. Als Kritik würde ich anführen, dass die Personen teils eigenartig sind. Aber das Szenario ist sehr präzise geschildert. Deshalb bekommt das Buch wohlverdiente 4 Sterne von mir.

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  • Dave Eggers: »Der Circle«

    Der Circle

    Yurelia

    01. October 2017 um 23:47

    Nachdem ich mit Begeisterung den Film sah und ich im Kino teilweise mit offenem Mund dasaß, wollte ich unbedingt das Buch lesen. Ich hatte das Buch schon gekauft, bevor ich den Film sah, wollte es aber erst lesen, nachdem ich den Film gesehen hatte. Eine gute Reihenfolge, wie sich herausstellte, denn der Film kratzt im Vergleich zum Buch nur an der Oberfläche dieser Geschichte. Das Buch ist weitaus detaillierter und taucht tiefer in die Abgründe des Circles ein... Das Cover ist einfach gehalten, aber auffällig. In einem neonfarbenen Orangerot, das bewirkt, dass der potentielle Käufer das Buch für wichtig befindet. Ein kreisförmiges Symbol, in dem sich vernetzte Linien befinden - das Firmenlogo des Circles - prangt in der Mitte des Buchdeckels. Die Geschichte beginnt zunächst schleichend; die Spannung hält sich in Grenzen. Dafür sind die Beschreibungen jedoch sehr toll und sorgen dafür, dass sich der/ein Film vor dem inneren Auge abspielt. Genauso schleichend wie die Geschichte beginnt, ist Maes Wandlung. Während die Anzeichen der Gehirnwäsche des Circles anfangs minimal sind, sind sie am Ende so extrem, dass Mae von der Außenwelt sogar angewidert ist. Ziemlich krass und creepy. Als würde Morton Rhues »Die Welle« über Mae hinwegschwappen - nur im digitalen Zeitalter. In unserer Epoche, in der ständig nach Digitalisierung und Vernetzung geschrien wird. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto spannender liest sie sich. Man hofft, auf ein Aufwachen. Ein Stoppen. Eine Verhinderung. Aber es fehlt an Leuten, die Mae und ihre Kollegen überzeugen könnten. Und gerade weil es an diesen Gegendarstellungen fehlt und der Circle als das perfekte Unternehmen dargestellt wird, ist das Ganze so beängstigend und erschreckend. Aber dennoch konnte ich nicht von dem Buch lassen. Trotzdem es so erschreckend realistisch ist und man zwischendurch selbst Mae und dem Circle beipflichtet, während man eigentlich überhaupt nicht will, dass so eine Art von Überwachung eines Tages Wirklichkeit wird, kann man von dem Buch nicht die Finger lassen. Es ist ein erschreckendes Buch mit Suchtfaktor bei dem man sich ggf. selbst ertappt, in die Circle-Falle gegangen zu sein. Denn eigentlich sind die Dinge, die der Circle erschafft etwas Gutes. Eigentlich. Wenn er sich nicht so ausbreiten würde, wie ein Krebsgeschwür. Wenn er nicht alles verschlingen würde und auf lange Sicht alles beherrschen würde. Ja, das Buch regt definitiv zum Nachdenken an und ich kann mir gut vorstellen, dass Leute, die nicht ohne ihr Smartphone können und sich vom Internet nicht mal ein paar Tage Auszeit gönnen können, anders darüber denken, wenn sie dieses Buch gelesen haben. Mein Fazit Dieses Buch ist beeindruckend und wichtig. Für uns. Für unsere Privatsphäre. Es zeigt genau, wo Grenzen überschritten werden. So etwas darf nicht passieren. Möge das Buch uns vor so einem Wahn beschützen.

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  • Zingst Du schon oder lebst Du noch?

    Der Circle

    Ro_Ke

    28. September 2017 um 15:15

    Klappentext (Lovelybooks): Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles Meine Meinung: Die sozialen Medien gewinnen immer mehr an Bedeutung und die Bestätigung durch „likes“ oder auch „Reziherzen“ ;) ist für viele ein entscheidender Punkt, durch den sie Bestätigung erfahren und geniessen. Es war für mich daher sehr interessant zu erfahren, wie Dave Eggers in seinem Roman mit diesen Themen umgeht. Der „Circle“ als Schauplatz und Organisation nimmt ganz deutlich die Position des zentralen Hauptcharakters ein und lässt die weiteren Figuren eher ein Schattendasein fristen. Mae hätte man durch jede andere arbeitswillige Figur ersetzen können und auch die Nebencharaktere bleiben blass und dienen als schmückendes Beiwerk.  Dave Eggers beschreibt den Campus sehr detailliert, mit sämtlichen technischen Fortschritt und einem Programm für Mitarbeiter, so dass ich einen Arbeitsvertrag blind unterschreiben würde.  Eggers aufgezeigte Ideen, die vom Circle ausgehen und ganz klar ihre Monopolstellung weiter festigen sollen, üben beim Lesen einen sehr starken „Haben-Will Reiz“ aus. Oft habe auch ich gedanklich wild applaudiert, wenn neue technische Errungenschaften vorgestellt wurden und mich gefragt: „Warum eigentlich nicht?“  Genau diese Frage wird meines Erachtens nicht ausreichend genug beleuchtet, da es an erkennbaren Gegenspieler und somit auch leider stellenweise an Spannung fehlt.  Dennoch konnte mich die Geschichte besonders in seiner ersten Hälfte sehr gut unterhalten und hat Impulse zum Nachdenken gesetzt.  Schaut man sich mal Bilder des Apple Campus 2 oder auch deren kürzlich abgehaltene Keynote an, so unterstreicht es deutlich, wie nah dieser Roman die heutige Wirklichkeit bereits widerspiegelt. Fazit: Spannender Blick auf den starken Vernetzungswahn, jedoch ohne deutlichen Gegenspieler.  Daher nicht ganz rund geraten und „nur“ 4 Sterne.

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    • 3
  • Super aktuelles Thema...erschreckend

    Der Circle

    miau0815

    27. September 2017 um 06:03

    Ich weiß nicht ob ich dieses Buch gemocht habe, damit muss ich anfangen. Es ist spannend und in keinem Moment will man es weglegen...allerdings ist es auch erschreckend und man hofft so weit wie in diesem Buch wird es nicht kommen.  Ich habe mich über die Protagonistin Mae stets geärgert und mich gefragt wie man so "dumm" sein kann.Meine Bewertung beruht wohl auf dem persönlichen Gefühls dieser Geschichte gegenüber.Kurze Zusammenfassung: Mae beginnt nach Empfehlung ihrer Freundin im neuen und hippen Tech Konzern "The Circle" zu arbeiten. Hier dreht sich alles um Social Media, networking und sharing (is careing). Immer schneller und stärker wird Mae hineingezogen und fast süchtig nach der Aufmerksamkeit  der anderen Circler. Auch die kritischen Stimmen aus ihrem persönlichen Umfeld und aus dem innersten Kreis des Circles beeinflussen sie nicht und schließlich gibt sie sich voller Transparenz hin. Als dadurch jedoch ein schweres Unglück passiert zögert sie doch um sich dann jedoch noch radikaler der Idee des Circels zu verschreiben.

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  • Dave Eggers | DER CIRCLE

    Der Circle

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 14:18

    INHALT: Mae Holland bekommt eine Stelle beim CIRCLE, dem größten Internetkonzern Amerikas. Hier ist alles hochmodern, alle sind jung, hip und kreativ. Der Circle ist eine Mischung aus Google, Facebook und Twitter, wächst rasant zum absoluten Giganten mit Monopolstellung und ist auch finaziell an der Weltspitze. Den Machern des Circle, die »Die Drei Weisen« genannt werden, stehen alle Türen offen und sie nutzen ihre Macht und die endlosen Mittel, um die Welt und die Menschheit komplett tranparent werden zu lassen. Ihr Ziel ist es, allen die Möglichkeit zu bieten, alles zu wissen. So entsteht eine weltumspannende Überwachung, die von allen bereitwillig, geradezu euphorisch angenommen wird. Unsere Mae nun stürzt sich voller Tatendrang in den Circle und macht als erste völlig transparente Mitarbeiterin Karriere. Sie bekommt eine Kamera umgeschnallt und jeder kann immer erfahren, was sie gerade macht und sagt und isst und liest – die völlige Aufgabe der Privatsspäre. Denn »alles Private ist Diebstahl«, so eine Regel des Circle. Die Finger des Circle reichen irgendwann bis tief in die Politik und machen die Konzepte einer Regierung mit einem Oberhaupt in einer Hauptstadt obsolet. Die ersten Kritiker werden laut, können sich dem Circle aber kaum noch entziehen, dessen Mitgliedschaft mittlerweile Pflicht ist. Die ersten Opfer sind zu beklagen und selbst die naive Mae wittert Machtmissbrauch… FAZIT: Dave Eggers hat mit DER CIRCLE die klassische Form der Dystopie ins 21. Jahrhundert geholt. Das ist alles hochaktuell (wenn auch nicht gänzlich neu) und ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung in Sachen Menschenrechte im Digitalen Zeitalter, und ich würde auch 5 Sterne vergeben … … aaaber: Ich habe selten ein so emotionslos und unkreativ dahingeschriebenen Roman gelesen. Eggers ist sympathisch und klug, er ist beliebt und erreicht mit seinen Büchern seit Jahren hohe Auflagen, was ich ihm auch gönne (anders als anderen Bestseller-Autoren). Und ich finde es auch gut, dass sich gerade ein kritischer Roman so lange an der Spitze der Charts hält, damit sich Eggers‘ Warnung vor der Macht solcher Online-Giganten möglichst weit verbreitet (der Durchschnittsleser liest nun mal keine Fachzeitschriften, sondern orientiert sich am Massengeschmack). Aber muss es denn so lieblos geschrieben sein? Die Charaktere sind platt und klischeebeladen, die Sätze sind trocken und ideenlos, die Story ist trotz des überraschenden Endes viel zu gradlinig, ohne Ecken und Kanten … Schade! Inhaltlich gut, literarisch nicht der Rede wert – 3 Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Ein brandaktuelles Thema, das zum Nachdenken anregt!

    Der Circle

    Insider2199

    25. September 2017 um 22:01

    Ein brandaktuelles Thema, das zum Nachdenken anregt! Der 1971 in der Nähe von Chicago geborene Autor gründete 1998 den unabhängigen Verlag McSweeney’s, in dem er seine Bücher veröffentlichte. Sein erster Roman „Ein herzzerreißendes Werk von umwerfender Genialität“ wurde für den Pulitzer-Preis nominiert. Heute lebt er in San Francisco. Der vorliegende Roman, der vor kurzem mit Tom Hanks verfilmt wurde und für den der Autor mit dem Regisseur das Drehbuch schrieb, ist mein erstes Buch von ihm. Zum Inhalt (Klappentext): Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles … Meine Meinung: Thematisch ist der Roman höchst interessant und vor allem brandaktuell: es geht um die Frage, was passieren würde, wenn immer mehr Menschen freiwillig ihr Recht auf Privatsphäre aufgeben und sich einer ständigen Kontrolle bzw. Überwachung aussetzen würden. Das Unternehmen „The Circle“ strebt ein Monopol an und fordert: alle Informationen sollen allen Menschen zugänglich sein – „Teilen ist Heilen“ und „Geheimnisse sind Lügen“. Transparenz soll Sicherheit schaffen und verhindert Verbrechen, denn wenn Menschen sich beobachtet fühlen, tun sie nichts Schlechtes mehr und zeigen sich nur von ihrer guten Seite. Dass das Ideal vom „guten Menschen“ natürlich auch seine Kehrseiten hat, liegt auf der Hand, denn wir leben nun einmal in einer polaren Welt, wo es nicht nur den lichten, hellen Tag, sondern auch die dunkle, geheimnisvolle Nacht gibt. Nur einen Pol zu Leben kann nicht die Lösung sein, die Harmonie liegt in der Mitte. Das Buch regt also sehr stark zum Nachdenken an, das gefiel mir! „Aber ich bin von der Fähigkeit des Menschen zur Vollkommenheit überzeugt. Ich glaube, wir können besser sein. Ich glaube, wir können perfekt oder nahezu perfekt sein. Und wenn wir unser bestes Selbst werden, sind die Möglichkeiten endlos. Wir können jedes Problem lösen. Wir können jede Krankheit heilen, den Hunger besiegen, alles, weil wir uns nicht mehr von unseren Schwächen behindern lassen, von unseren trivialen Geheimnissen, unserem Horten von Informationen und Wissen. Wir werden endlich unser Potenzial erkennen.“ Nun zum Plot: der Held des Romans ist hier eindeutig „The Circle“, somit kommt den Figuren weniger Bedeutung zu. Aber am Beispiel von Mae können wir verfolgen wie sie Schritt für Schritt immer mehr der Versuchung erliegt. Viele Leser kritisieren, sie sei viel zu naiv und würde nichts hinterfragen. Das finde ich nicht. Am Anfang ist sie neu in einem Job (und das auch noch in ihrer Traumfirma!), da will sich nur von ihrer besten Seite zeigen und mit allen Mitteln vermeiden, dass sie den Job wieder verliert. Das ist der Grund, warum sie sich anfangs auf Dinge einlässt, die bei genauerer Betrachtung etwas fragwürdig erscheinen. Aber es wird ihr eigentlich gar keine Zeit zur Reflektion gelassen, zu schnell gerät sie in den Sog, auch von Bailey, der sie mit vernünftig klingenden Argumenten verführt. Und später steckt sie bereits zu tief drin, um Dinge wirklich zu hinterfragen – also ich konnte mich (mit einigen kleinen Ausnahmen) sehr gut in sie hineinversetzen. Meine Kritikpunkte (und auch der Grund, warum ich den Film besser finde): erstens sind manche Szenen einfach zu lang und ausschweifend (siehe Szenen mit Aquarium am Anfang von „Buch 2“) und zweitens fehlt im Mittelteil der Konflikt-Stoff. Es gibt zwar eine unterschwellige Gefahr für den „Circle“, aber es gibt letztlich nichts, was das Idyll der Firma wirklich ernsthaft gefährdet, und so plätschert die Handlung dahin und lässt etwas die Spannung vermissen. Mercers Widerstand ist zu schwach und Kalden taucht zu selten auf, um Dramatik zu erzeugen. Im Film, wo es zum Glück eine zeitliche Deadline gibt, war das Editing besser, Unwichtiges wurde gestrichen, was die Handlung rasanter macht und auch einige andere Dinge (wie Mercer und der Schluss) wurden besser gelöst. Fazit: Ein brandaktuelles Thema, das zum Nachdenken anregt! Ein sehr unterhaltsamer Roman mit interessantem Thema, aber ein paar kleinen handwerklichen Schwächen wie ausschweifende Szenen und fehlende Konflikte. In dieser Hinsicht ist der Film besser gelöst. Somit gebe ich dem Buch 4 Sterne und dem Film 5 Sterne. Auf jeden Fall ein lesenswerter Roman!

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    • 3
  • 3,5 Sterne: Hätte mir eine schockierendere, erinnerungswürdigere Geschichte erwartet...

    Der Circle

    Lovely_Lila

    23. September 2017 um 20:48

    * Spoilerfreie Kurzrezension! * ~ Ein kurzweiliger, in flüssigem Schreibstil geschriebener Roman, der durchaus zum Nachdenken anregt und gut unterhält. Dennoch wurde hier Potential verschwendet, weil das Buch nicht so erinnerungswürdig, schockierend und überzeugend ist, wie es hätte sein können. Der „Circle“ hat meiner Meinung nach den riesigen Hype nicht wirklich verdient. Er ist ein Kann, kein Muss. ~ InhaltMae ist überglücklich: Sie hat einen Job in der angesehensten und erfolgreichsten Firma der Welt erhalten: dem Circle. Der Internetdienst macht es möglich, alles über ein Konto abzuwickeln und hat damit auch die Anonymität abgeschafft. Kein Cybermobbing mehr, keine Hasspostings, nur Friede, Freude, Eierkuchen im Internet. Doch dem Konzern ist das nicht genug: Die drei Gründer haben große Ziele. Jeder soll transparent sein, der Mensch gläsern werden, Geheimnisse soll es keine mehr geben. Irgendwann scheint es keine Grenzen mehr zu geben…InformationenEinzelband oder Reihe: EinzelbandErzählstil: Figuraler Erzähler, Präteritum;Perspektive: aus weiblicher Perspektive (Mae)Kapitellänge: Es gibt störenderweise keine Kapitel, sondern nur Absätze.Tiere im Buch: :) Es werden im Buch keine Tiere getötet oder gequält.Zitat„Mae, eine ganze Menge von den Sachen, die ich erfunden habe, hab ich ehrlich aus Spaß gemacht, aus einer spielerischen Neugier heraus […], ob Leute sie benutzen würden. Ich meine, es war, als würde man auf dem Marktplatz eine Guillotine aufstellen. Du rechnest doch nicht damit, dass zig Leute Schlange stehen, um den Kopf reinzulegen.“ Seite 546Meine MeinungEinstieg Der Einstieg gestaltete sich schwierig – tatsächlich sind die ersten 50 Seiten durch die vielen Beschreibungen und durch die Handlung, die nur sehr gemächlich ins Rollen kommt, sehr zäh. Beinahe hätte ich abgebrochen. Nach den ersten 50 Seiten wird es besser, ab ca. Seite 100 fühlte ich mich in der Geschichte angekommen. Also: Nicht gleich abschrecken lassen.SchreibstilDen Schreibstil würde ich als unauffällig, einfach und flüssig beschreiben. Dave Eggers ist kein Wortkünstler, aber er beschreibt anschaulich den Circle und den Campus, allerdings scheint stellenweise etwas Tiefe zu fehlen. AufbauDas Buch enthält keine Kapitel, was ich als störend empfand, sondern nur Absätze. Insgesamt ist die Geschichte in drei Teile geteilt, jedoch nicht gleichmäßig.Protagonist & PersonenMae fand ich als Hauptperson nicht so unsympathisch wie viele andere, ich konnte ihre Begeisterung vor allem am Beginn sehr gut verstehen und mochte ihre Neugier, ihre Zweifel und auch ihre Ehrlichkeit. Dennoch störte auch mich ihre stellenweise starke Naivität. Man denkt sich manchmal, dass sie doch langsam mal aufwachen müsste. Ich war schon beim Lesen gestresst von all den Nachrichten, Zings und Bildschirmen. Ziemlich nervig fand ich zudem ihre ständig wechselnden Gefühle für zwei Männer und ihre Inkonsequenz. Wenn mir jemand das antun würde, was einer davon ihr angetan hat, würde ich jedenfalls mit ihm kein Wort mehr reden. Maes Verhalten war in diesem Punkt für mich nicht nachvollziehbar.Von den anderen Personen blieben manche leider blass, auch wenn einige durchaus gut ausgearbeitet wurden.Idee & ThemenDave Eggers hatte eine tolle Idee, er wollte mit diesem Buch aufrütteln. Die Veröffentlichung liegt nun drei Jahre zurück und man kommt nicht umhin zu erkennen, dass sich vieles ohne Frage in die falsche Richtung entwickelt (oder bereits entwickelt hat). Besonders was das Monopol betrifft, das manche Firmen schon (fast) erreicht haben, erkennt man unweigerlich Parallelen und macht sich Sorgen. Dennoch: Die Umsetzung dieser spannenden Idee ist dem Autor nicht ganz hundertprozentig geglückt: Die Geschichte wirkt teilweise oberflächlich, die Gefahr und Bedrohung der sozialen Medien kommt (auch durch die Hauptperson Mae) nicht so stark zum Vorschein, wie es hätte sein können. Wenn ich mir vorstelle, eine Suzanne Collins hätte diese Dystopie geschrieben – sie wäre viel schockierender und spannender geworden! Auch Eggers regt durchaus zum Nachdenken an und präsentiert ein gelungenes Ende, dennoch hätte ich mir hier etwas mehr erwartet, eine schockierendere, erinnerungswürdigere Geschichte – besonders wenn man den unglaublichen Hype bedenkt. Ich habe das Gefühl, dass hier einiges an Potential verschenkt wurde.Schauplatz & AtmosphäreDer Circle und sein Campus ist ein interessanter Schauplatz. Ich habe es beim Lesen geliebt, die vielen Besonderheiten dieses Arbeitsplatzes zu entdecken und war von manchem durchaus fasziniert. Die Atmosphäre hätte stellenweise dichter und bedrohlicher sein dürfen.SpannungDas Buch macht definitiv neugierig. Als Leserin wollte ich immer wissen, wie die Geschichte aus- und weitergeht. Dennoch gab es leider am Anfang und zwischendurch immer wieder langatmigere Stellen, die man hätte kürzen können. Mein FazitEin kurzweiliger, in flüssigem Schreibstil geschriebener Roman, der durchaus zum Nachdenken anregt und gut unterhält. Dennoch wurde hier Potential verschwendet, weil das Buch nicht so erinnerungswürdig, schockierend und überzeugend ist, wie es hätte sein können. Der „Circle“ hat meiner Meinung nach den riesigen Hype nicht wirklich verdient. Er ist ein Kann, kein Muss.Bewertung:Idee: 5 Sterne Ausführung: 3,5 Sterne Schreibstil: 4 Sterne Personen: 3,5 Sterne Hauptperson: 4 SterneSpannung: 3,5 Sterne Insgesamt:❀❀❀,5Dieses Buch erhält von mir dreieinhalb Lilien!

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  • Sehr erschreckend, aber realistisch

    Der Circle

    thiefladyXmysteriousKatha

    21. September 2017 um 16:39

    Der Circle An dieser Stelle erst einmal vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch und an lovelybooks. Ich habe dieses Buch im Zuge einer Buchverlosung gewonnen und sehr begeistert gelesen. Den Film werde ich mir sicherlich auch noch in den nächsten Tagen ansehen. Den Circle kann ich wirklich allen empfehlen. Das Buch hat Potenzial als Schullektüre gelesen zu werden, denn für mich ist es eine Art modernes 1984 (George Orwell). Klappentext Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles … Meine Meinung Das Buch ist mit circa 550 Seiten wirklich kein dünnes Buch, doch es war für mich auf keiner Seite langweilig. Dave Eggers hat ein erschreckendes Zukunftsszenario, rund um ein gefährliches aber sehr realistisches Monopol, gezeichnet. Der Circle ist eine faszinierende Institution und ich kann durchaus nachvollziehen, wie so viele im Buch in seinen Bann geraten. Wer weiß, ob ich dagegen immun wäre, wenn sich die Welt um mich herum so verändern würde und jeder meiner Freunde Angehöriger des Circles wäre? Darüber kann man sehr lange und sehr viel Nachdenken. Das Buch regt eigentlich auf fast jeder Seite zur Gesellschafts- und Selbstreflektion an. Mae ist eine sehr interessante Protagonistin, die wenig Gefühle zeigt (diese eher mit Smileys ausdrückt) und im Circle schnell aufsteigt. Man hat das Gefühl sie wird regelrecht besessen von den ganze Rankings und Aufgaben. Für sie zählt nichts anderes mehr, als der Circle und die Transparenz. Den Weg ihrer Manipulation zu begleiten, war unglaublich spannend. Das Ende ist sehr schockierend, aber wirklich genial. Im Großen und Ganzen bin ich sehr überzeugt von diesem Buch. Dave Eggers hat für mich ein Buch geschaffen, das jeder in unserer heutigen Zeit lesen sollte. Die Seiten sind nur so dahin geflogen und man wollte als Lesender immer mehr über dieses erschreckende Netzwerk herausfinden. Sicherlich werde ich noch mehr von Dave Eggers lesen und freue mich besonders auf seinen neuen Roman Bis an die Grenze. 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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  • Moderne Dystopie

    Der Circle

    papaverorosso

    20. September 2017 um 20:10

    The Circle – Der Kreis hat eine unglaubliche Anziehungskraft. Auch auf mich, obwohl The Circle eine fiktive Firme ist, die in „meiner Welt“ gar nicht wirklich existiert. Jedoch war die Vorstellung eines jungen, hippen IT-Unternehmen, das die Welt mit seinen Entwicklungen revolutionieren möchte, so interessant, dass ich das Buch unbedingt kaufen musste. Und daraufhin gleich den Film sehen. Das sagt schon alles: Dieses Thema könnte nicht aktueller und relevanter sein, für mich und alle Menschen meiner Generation. Es geht hier vor allem um das Teilen von Informationen und um die Aufgabe der Privatsphäre zugunsten eines grenzenlosen Gemeinschaftsgefühls, um eine größer werdende Sicherheit durch steigende Überwachung. Wie viel Wissen ist gut für uns, ist es richtig oder falsch, Geheimnisse zu haben? In diesem Roman finden wir zahlreiche Überlegungen zu diesem Thema, verpackt in einem apokalyptischen Zukunftsszenario, das gar nicht so unrealistisch erscheint. Überlegungen, Darstellungen und Monologe nehmen gefühlt mehr Platz im Buch als die Handlung. Mir gefällt die Art, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Das Buch kann auf einer subtilen Art und Weise die Manipulation und Werteverkehrung durch The Circle – und durch die Medien und Gesellschaften, für die der Circle steht – aufzeigen. Oft habe ich mich dabei ertappt, wie die Argumente der Menschen aus „The Circle“ auch mich (beinahe) überzeugt hätten. Einige Wendungen fand ich jedoch überzogen, einige Entscheidungen der Charaktere unrealistisch. Alles in allem jedoch eine Leseerfahrung, die sich für mich gelohnt hat.  

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  • Erschreckende (Zukunfts?)-Vision

    Der Circle

    Mrslaw

    14. September 2017 um 12:54

    Lange hatte ich mich geweigert dieses Buch zu lesen weil ich so viel im Vorfeld darüber gehört hatte. Die einem haben es gehypt, die anderen verrissen. Letztes Jahr im Sommerurlaub hatte ich dann die Muse und Zeit und habe es doch gelesen. Da es momentan durch die Verfilmung wieder im Gespräch ist, kommt hier noch nachträglich meine Rezension. Inhalt/ Klappentext: Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles … Meine Meinung: Ich hatte ja schon viel von dem Buch gehört und habe damals in der Schule auch brave new world gelesen hatte ich doch einige Vorbehalte. Allerdings war ich dann positiv überrascht. Ich bin gut ins lesen gekommen, der Schreibstil ist schnell zu lesen und die Story interessant erzählt. Mae hat das große Los gezogen, sie hat einen Job bei einer der angesagtesten Internetkonzerne bekommen – hier sind Analogien zu Apple, Google und Amazon ganz klar zu sehen und glaube ich auch erwünscht.  Alles scheint perfekt, der große Glücksgriff! Schnell fühlt sich Mae hier wohl, sie ist begeistert von den Möglichkeiten die das neu entwickelte Identifikationsmodell bietet. Sie geht in dem System auf, engagiert sich und tut und sagt die Dinge die von ihr verlangt werden – ein paar frowns und likes hier, dort ein Kommentar abgeben, hier ein Gespräch mit den Vorgesetzten über Kollegen. Mae steigt rasch auf und verliert immer mehr den Bezug zum realen Leben und übersieht dadurch die Gefahren des neu entwickelten Systems ihres Arbeitgebers….. sogar als ihre eigene Familie betroffen ist, scheint Mae diese nicht zu realisieren. Ihr einziger Ankerpunkt ist ein mysteriöser Mitarbeiter der immer wieder Kontakt mit ihr aufnimmt…. Fazit: Wahrscheinlich gerade weil ich so große Vorbehalte gegen dieses Buch hatte, war ich mehr als positiv überrascht. Die Bezüge zur Wirklichkeit sind allerdings sehr erschreckend und ich musste mehr als einmal an die Firma mit dem großen A denken. Dadurch bin ich auch über meinen eigenen Umgang mit persönlichen Daten und Transparenz im Internet ins Grübeln. Sollten wir wegen der Bequemlichkeit wirklich so viel von uns preisgeben? Mich hat das Buch nachdenklich werden lassen, ich fand es unterhaltsam aber auch aufrütteln – aber nicht auf eine belehrende Art und Weise. Dadurch von mir eine klare Leseempfehlung! Wer vor hat den Kinofilm anzusehen, dem rate ich, vorher das Buch zu lesen.

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  • Dystopie oder bald Wirklichkeit?

    Der Circle

    Lilli33

    13. September 2017 um 18:26

    Gebundene Ausgabe: 560 SeitenVerlag: Kiepenheuer&Witsch (14. August 2014)ISBN-13: 978-3462046755Originaltitel: The CirclePreis: 22,99€auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlichDystopie oder bald Wirklichkeit?Inhalt:Mae Holland hat es geschafft. Sie hat einen Job beim begehrtesten Arbeitgeber der Welt ergattert, dem Circle. Der Circle ist DAS führende Online-Unternehmen. Google, Facebook und Co. mussten die Segel streichen. Ziel des Circle ist es, das Internet und schließlich die ganze Welt zu verbessern, indem sie sie transparenter machen. Jeder soll Zugang zu allen Informationen haben können. Meine Meinung:Dave Eggers’ Roman ist erschreckend. Erschreckend, weil er so realistisch wirkt. Weil das Szenario, das der Autor hier entwickelt, womöglich gar nicht so weit entfernt ist von unserer Gegenwart. Erschreckend aber auch, weil Eggers aufzeigen kann, wie leicht Menschen zu manipulieren sind, wie aus einer an sich genialen Idee schleichend ein Horrorszenario werden kann. Anhand der Protagonistin Mae erleben wir die Entwicklung eines Charakters von einem ganz normalen Menschen mit einem ganz normalen Sozialleben zu einer Person, die quasi nur noch online und für ihre Follower lebt. Dieser Prozess geht so allmählich vor sich, dass man es anfangs gar nicht bemerkt. Bis es schließlich zu spät ist. Ich fand Maes Entwicklung absolut nachvollziehbar. Froh darüber, diesen tollen Job zu haben, biedert sie sich bei ihren Vorgesetzten an, um ihn nur ja nicht wieder zu verlieren. Schließlich ist es ja auch nichts Schlimmes, was man von ihr verlangt. Ein paar Kommentare im Circleeignen Netzwerk abzugeben, tut ihr nicht weh. Auch ein Smile hier oder ein Frown da ist schnell angeklickt. Doch jede Aktion zieht eine Lawine von weiteren Aktionen nach sich, und Mae verliert sich immer mehr in der Circle-Maschinerie, ist schließlich selbst absolut überzeugt von der Unternehmensphilosophie. „Nette“ Gespräche mit den Vorgesetzten tragen natürlich viel dazu bei. Sie schaffen es immer wieder, „normale“ Verhaltensweisen als schlecht hinzustellen. Und auch mir als Leser erschien ihre Argumentation sehr oft sehr logisch, sodass mir klar war, warum Mae ihnen quasi blind folgt. Auch wenn mir Mae nie richtig sympathisch wurde, fand ich sie doch interessant und richtig gut ausgearbeitet. Ich bin froh, dass zwar aus ihrer Perspektive erzählt wird, aber nicht in der ersten Person - so viel Identifikation hätte ich mit ihr nicht aufbringen wollen. Auch die anderen Charaktere, die eine größere Rolle spielen, wirken plastisch und sind vor meinem inneren Auge zum Leben erwacht. Den Schreibstil fand ich gelungen, da er einfach zu lesen ist, aber trotzdem nicht trivial. Von Zeit zu Zeit nervten Wiederholungen, was ich aber nicht übelnehme, da sie einfach notwendig sind, um die Entwicklung zu demonstrieren.Der Schluss hat mich wirklich überrascht - ich hätte mit etwas ganz anderem gerechnet. Aber es ist gut so, wie es ist. Fazit:„Der Circle“ konnte mich fesseln, mich bestürzen, mich ängstigen. Das Buch bietet viel Raum zum Nachdenken und regt zur Selbstreflexion an.★★★★★

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  • Der Circle - Dave Eggers

    Der Circle

    CallieWonderwood

    11. September 2017 um 17:32

    Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …(Klappentext)Abgebrochen.Ich habe schon lange kein Buch mehr abgebrochen, aber nach 50 Seiten konnte mich "Der Circle" überhaupt nicht überzeugen und daher habe ich mich entschieden dieses Buch nicht zu beenden.Diesen Monat ist die Buchverfilmung in den deutschen Kinos gestartet, wollte ich gerne vorher das Buch lesen.Aber gleich zu Beginn mochte ich den Schreibstil nicht so gerne und bin überhaupt nicht in die Geschichte hineingekommen. Mae war mir nicht richtig sympathisch und ihr erster Tag auf bei dem Unternehmen fand ich ziemlich langweilig. Eine viel zu lange Einführung, die mich überhaupt nicht packen oder mitreißen konnte.Zitat : "Außerhalb der Circle-Mauern gab es bloß Lärm und Kampf, Versagen und Dreck. Hier dagegen war alles vollkommen. Die besten Leute hatten die besten Systeme gemacht, und die besten Systeme hatten Geldmittel eingebracht, unbegrenzte Geldmittel, die das hier möglich machten : den allerbesten Arbeitsplatz. Und es war ganz logisch, dass dem so war, dachte Mae."Ich fand auch leider die Nebencharakter nicht wirklich interessant und mir hat total insgesamt gefehlt, dass ich gerne wissen wollen würde, wie es weitergeht.Grundsätzlich klingt die Geschichte echt gut, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Handlung schneller an Fahrt aufnimmt. Vor allem haben mich dann die über 500 Seiten schon ein bisschen abgeschreckt, wenn mir die ersten 50 Seiten noch nicht mal gefallen haben.Und momentan haben dann zudem auch andere Bücher Vorrang, die ich jetzt viel lieber mit mehr Lesefreude lesen möchte.Ich glaube das Buch ist einfach nicht unbedingt das Richtige für mich. Den Kinofilm werde mir trotzdem auf jeden Fall anschauen.Fazit :Leider überhaupt nicht meins, mir haben die ersten 50 Seiten nicht gefallen und ich habe kein Bedürfnis weiterlesen zu wollen. 

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  • Leserunde zu "Der Circle" von Dave Eggers

    Der Circle

    Insider2199

    Wir haben beschlossen in der INSIDER-Voting-Challenge zusammen "Der Circle" von Dave Eggers zu lesen. Wir beginnen am 01.09.2017 und lassen uns bis zum Ende des Monats Zeit, um es zu beenden. Rezensieren ist keine Pflicht, aber bei der Challenge erhält man ein Los dafür.  Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!  Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.    Da es im Buch keine Kapitel gibt, war die Unterteilung etwas schwierig, aber ich habe 5 gleiche Teile gemacht und immer da Cuts gemacht, wo es eine Zwischenzeile gab.Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. Viel Spaß uns allen :)

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    • 97
  • "Alles Private ist Diebstahl"

    Der Circle

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. September 2017 um 10:34

    Mich hat das Buch einfach ab der ersten Seite  durch die präzise Art wie Dave Eggers den Circle und dessen Ziele beschreibt gepackt. Ich habe mir auch während ich das Buch las immer wieder Fragen über unser "Internet-Konsumverhalten" gemacht und mir vor Augen geführt, dass es nicht einmal mehr lange dazern könnte, bis es wirklich heißt: "Alles Anonyme ist Diebstahl". Deswegen fand ich "Der Circle" einfach so fesselnd und spannend obwohl es auch einige Schwachstellen gibt. Meiner Meinung nach aber ein Muss für jeden Internetnutzer.

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