Dave Eggers Der Circle

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Inhaltsangabe zu „Der Circle“ von Dave Eggers

Der Nr.-1-SPIEGEL-Bestseller jetzt als KiWi-Taschenbuch Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …

Interessante Dystopie über die Macht von Informationen

— papaverorosso
papaverorosso

Nicht der beste Roman - aber jeder, der im Internet viel von sich preisgibt, sollte es mal gelesen haben.

— libreevet
libreevet

Enorm realitätsnahe Distopie, die einen auch nach lesen der Lektüre nicht loslässt. Leider sehr unsympathische Charaktere.

— Sophie-loves-books
Sophie-loves-books

Wider Erwarten hat mir das Buch sehr gut gefallen! Unterhaltsam und zugleich erschreckende (Zukunfts?) Vision

— Mrslaw
Mrslaw

Leider überhaupt nicht meins, mir haben die ersten 50 Seiten nicht gefallen und ich habe kein Bedürfnis weiterlesen zu wollen.

— CallieWonderwood
CallieWonderwood

Zingst Du schon oder lebst Du noch? Spannender Blick auf den starken Vernetzungswahn, mit einem für mich nicht ganz so rundem Ende.

— Ro_Ke
Ro_Ke

Einfach ein Muss für jeden der Onlineplattformen nutzt und sich Gedanken über die Zukunft macht

— Bucherwurm-Magdalena
Bucherwurm-Magdalena

Von einer Dystopie zu sprechen, wo das Beschriebene doch so nah ist, ebenso wie hier im Netz das Buch zu besprechen, fühlt sich komisch an.

— buecher-bea
buecher-bea

Perfekt!

— Amilyn
Amilyn

2,5 Sterne: Konnte mich leider nicht überzeugen. Unrealistisch und mit unsympathischen, naiven und viel zu leichtgläubigen Charakteren.

— Kleines91
Kleines91

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  • Moderne Dystopie

    Der Circle
    papaverorosso

    papaverorosso

    20. September 2017 um 20:10

    The Circle – Der Kreis hat eine unglaubliche Anziehungskraft. Auch auf mich, obwohl The Circle eine fiktive Firme ist, die in „meiner Welt“ gar nicht wirklich existiert. Jedoch war die Vorstellung eines jungen, hippen IT-Unternehmen, das die Welt mit seinen Entwicklungen revolutionieren möchte, so interessant, dass ich das Buch unbedingt kaufen musste. Und daraufhin gleich den Film sehen. Das sagt schon alles: Dieses Thema könnte nicht aktueller und relevanter sein, für mich und alle Menschen meiner Generation. Es geht hier vor allem um das Teilen von Informationen und um die Aufgabe der Privatsphäre zugunsten eines grenzenlosen Gemeinschaftsgefühls, um eine größer werdende Sicherheit durch steigende Überwachung. Wie viel Wissen ist gut für uns, ist es richtig oder falsch, Geheimnisse zu haben? In diesem Roman finden wir zahlreiche Überlegungen zu diesem Thema, verpackt in einem apokalyptischen Zukunftsszenario, das gar nicht so unrealistisch erscheint. Überlegungen, Darstellungen und Monologe nehmen gefühlt mehr Platz im Buch als die Handlung. Mir gefällt die Art, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen. Das Buch kann auf einer subtilen Art und Weise die Manipulation und Werteverkehrung durch The Circle – und durch die Medien und Gesellschaften, für die der Circle steht – aufzeigen. Oft habe ich mich dabei ertappt, wie die Argumente der Menschen aus „The Circle“ auch mich (beinahe) überzeugt hätten. Einige Wendungen fand ich jedoch überzogen, einige Entscheidungen der Charaktere unrealistisch. Alles in allem jedoch eine Leseerfahrung, die sich für mich gelohnt hat.  

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  • Erschreckende (Zukunfts?)-Vision

    Der Circle
    Mrslaw

    Mrslaw

    14. September 2017 um 12:54

    Lange hatte ich mich geweigert dieses Buch zu lesen weil ich so viel im Vorfeld darüber gehört hatte. Die einem haben es gehypt, die anderen verrissen. Letztes Jahr im Sommerurlaub hatte ich dann die Muse und Zeit und habe es doch gelesen. Da es momentan durch die Verfilmung wieder im Gespräch ist, kommt hier noch nachträglich meine Rezension. Inhalt/ Klappentext: Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles … Meine Meinung: Ich hatte ja schon viel von dem Buch gehört und habe damals in der Schule auch brave new world gelesen hatte ich doch einige Vorbehalte. Allerdings war ich dann positiv überrascht. Ich bin gut ins lesen gekommen, der Schreibstil ist schnell zu lesen und die Story interessant erzählt. Mae hat das große Los gezogen, sie hat einen Job bei einer der angesagtesten Internetkonzerne bekommen – hier sind Analogien zu Apple, Google und Amazon ganz klar zu sehen und glaube ich auch erwünscht.  Alles scheint perfekt, der große Glücksgriff! Schnell fühlt sich Mae hier wohl, sie ist begeistert von den Möglichkeiten die das neu entwickelte Identifikationsmodell bietet. Sie geht in dem System auf, engagiert sich und tut und sagt die Dinge die von ihr verlangt werden – ein paar frowns und likes hier, dort ein Kommentar abgeben, hier ein Gespräch mit den Vorgesetzten über Kollegen. Mae steigt rasch auf und verliert immer mehr den Bezug zum realen Leben und übersieht dadurch die Gefahren des neu entwickelten Systems ihres Arbeitgebers….. sogar als ihre eigene Familie betroffen ist, scheint Mae diese nicht zu realisieren. Ihr einziger Ankerpunkt ist ein mysteriöser Mitarbeiter der immer wieder Kontakt mit ihr aufnimmt…. Fazit: Wahrscheinlich gerade weil ich so große Vorbehalte gegen dieses Buch hatte, war ich mehr als positiv überrascht. Die Bezüge zur Wirklichkeit sind allerdings sehr erschreckend und ich musste mehr als einmal an die Firma mit dem großen A denken. Dadurch bin ich auch über meinen eigenen Umgang mit persönlichen Daten und Transparenz im Internet ins Grübeln. Sollten wir wegen der Bequemlichkeit wirklich so viel von uns preisgeben? Mich hat das Buch nachdenklich werden lassen, ich fand es unterhaltsam aber auch aufrütteln – aber nicht auf eine belehrende Art und Weise. Dadurch von mir eine klare Leseempfehlung! Wer vor hat den Kinofilm anzusehen, dem rate ich, vorher das Buch zu lesen.

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  • Dystopie oder bald Wirklichkeit?

    Der Circle
    Lilli33

    Lilli33

    13. September 2017 um 18:26

    Gebundene Ausgabe: 560 SeitenVerlag: Kiepenheuer&Witsch (14. August 2014)ISBN-13: 978-3462046755Originaltitel: The CirclePreis: 22,99€auch als Taschenbuch, als E-Book und als Hörbuch erhältlichDystopie oder bald Wirklichkeit?Inhalt:Mae Holland hat es geschafft. Sie hat einen Job beim begehrtesten Arbeitgeber der Welt ergattert, dem Circle. Der Circle ist DAS führende Online-Unternehmen. Google, Facebook und Co. mussten die Segel streichen. Ziel des Circle ist es, das Internet und schließlich die ganze Welt zu verbessern, indem sie sie transparenter machen. Jeder soll Zugang zu allen Informationen haben können. Meine Meinung:Dave Eggers’ Roman ist erschreckend. Erschreckend, weil er so realistisch wirkt. Weil das Szenario, das der Autor hier entwickelt, womöglich gar nicht so weit entfernt ist von unserer Gegenwart. Erschreckend aber auch, weil Eggers aufzeigen kann, wie leicht Menschen zu manipulieren sind, wie aus einer an sich genialen Idee schleichend ein Horrorszenario werden kann. Anhand der Protagonistin Mae erleben wir die Entwicklung eines Charakters von einem ganz normalen Menschen mit einem ganz normalen Sozialleben zu einer Person, die quasi nur noch online und für ihre Follower lebt. Dieser Prozess geht so allmählich vor sich, dass man es anfangs gar nicht bemerkt. Bis es schließlich zu spät ist. Ich fand Maes Entwicklung absolut nachvollziehbar. Froh darüber, diesen tollen Job zu haben, biedert sie sich bei ihren Vorgesetzten an, um ihn nur ja nicht wieder zu verlieren. Schließlich ist es ja auch nichts Schlimmes, was man von ihr verlangt. Ein paar Kommentare im Circleeignen Netzwerk abzugeben, tut ihr nicht weh. Auch ein Smile hier oder ein Frown da ist schnell angeklickt. Doch jede Aktion zieht eine Lawine von weiteren Aktionen nach sich, und Mae verliert sich immer mehr in der Circle-Maschinerie, ist schließlich selbst absolut überzeugt von der Unternehmensphilosophie. „Nette“ Gespräche mit den Vorgesetzten tragen natürlich viel dazu bei. Sie schaffen es immer wieder, „normale“ Verhaltensweisen als schlecht hinzustellen. Und auch mir als Leser erschien ihre Argumentation sehr oft sehr logisch, sodass mir klar war, warum Mae ihnen quasi blind folgt. Auch wenn mir Mae nie richtig sympathisch wurde, fand ich sie doch interessant und richtig gut ausgearbeitet. Ich bin froh, dass zwar aus ihrer Perspektive erzählt wird, aber nicht in der ersten Person - so viel Identifikation hätte ich mit ihr nicht aufbringen wollen. Auch die anderen Charaktere, die eine größere Rolle spielen, wirken plastisch und sind vor meinem inneren Auge zum Leben erwacht. Den Schreibstil fand ich gelungen, da er einfach zu lesen ist, aber trotzdem nicht trivial. Von Zeit zu Zeit nervten Wiederholungen, was ich aber nicht übelnehme, da sie einfach notwendig sind, um die Entwicklung zu demonstrieren.Der Schluss hat mich wirklich überrascht - ich hätte mit etwas ganz anderem gerechnet. Aber es ist gut so, wie es ist. Fazit:„Der Circle“ konnte mich fesseln, mich bestürzen, mich ängstigen. Das Buch bietet viel Raum zum Nachdenken und regt zur Selbstreflexion an.★★★★★

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  • Der Circle - Dave Eggers

    Der Circle
    CallieWonderwood

    CallieWonderwood

    11. September 2017 um 17:32

    Huxleys schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …(Klappentext)Abgebrochen.Ich habe schon lange kein Buch mehr abgebrochen, aber nach 50 Seiten konnte mich "Der Circle" überhaupt nicht überzeugen und daher habe ich mich entschieden dieses Buch nicht zu beenden.Diesen Monat ist die Buchverfilmung in den deutschen Kinos gestartet, wollte ich gerne vorher das Buch lesen.Aber gleich zu Beginn mochte ich den Schreibstil nicht so gerne und bin überhaupt nicht in die Geschichte hineingekommen. Mae war mir nicht richtig sympathisch und ihr erster Tag auf bei dem Unternehmen fand ich ziemlich langweilig. Eine viel zu lange Einführung, die mich überhaupt nicht packen oder mitreißen konnte.Zitat : "Außerhalb der Circle-Mauern gab es bloß Lärm und Kampf, Versagen und Dreck. Hier dagegen war alles vollkommen. Die besten Leute hatten die besten Systeme gemacht, und die besten Systeme hatten Geldmittel eingebracht, unbegrenzte Geldmittel, die das hier möglich machten : den allerbesten Arbeitsplatz. Und es war ganz logisch, dass dem so war, dachte Mae."Ich fand auch leider die Nebencharakter nicht wirklich interessant und mir hat total insgesamt gefehlt, dass ich gerne wissen wollen würde, wie es weitergeht.Grundsätzlich klingt die Geschichte echt gut, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Handlung schneller an Fahrt aufnimmt. Vor allem haben mich dann die über 500 Seiten schon ein bisschen abgeschreckt, wenn mir die ersten 50 Seiten noch nicht mal gefallen haben.Und momentan haben dann zudem auch andere Bücher Vorrang, die ich jetzt viel lieber mit mehr Lesefreude lesen möchte.Ich glaube das Buch ist einfach nicht unbedingt das Richtige für mich. Den Kinofilm werde mir trotzdem auf jeden Fall anschauen.Fazit :Leider überhaupt nicht meins, mir haben die ersten 50 Seiten nicht gefallen und ich habe kein Bedürfnis weiterlesen zu wollen. 

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  • "Alles Private ist Diebstahl"

    Der Circle
    Bucherwurm-Magdalena

    Bucherwurm-Magdalena

    08. September 2017 um 10:34

    Mich hat das Buch einfach ab der ersten Seite  durch die präzise Art wie Dave Eggers den Circle und dessen Ziele beschreibt gepackt. Ich habe mir auch während ich das Buch las immer wieder Fragen über unser "Internet-Konsumverhalten" gemacht und mir vor Augen geführt, dass es nicht einmal mehr lange dazern könnte, bis es wirklich heißt: "Alles Anonyme ist Diebstahl". Deswegen fand ich "Der Circle" einfach so fesselnd und spannend obwohl es auch einige Schwachstellen gibt. Meiner Meinung nach aber ein Muss für jeden Internetnutzer.

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  • Erschrreckend und faszinierend zugleich

    Der Circle
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. September 2017 um 17:52

    Ich werde auf die Geschichte nicht eingehen, da man durch die Werbungen für den Kino film schon recht viel erfährt. Also hier mein Fazit: Ein Buch, das mich so durch die präzise Art der Beschreibung der Ziele des Circles zugleich erschreckt als auch fasziniert hat und mich ab der ersten Seite gefesselt hat.Denn das ist ein Buch das einen wirklich zum Nachdenken bringt, da wir durch Facebook und Co jeden Tag mit solchen Fragen, wie: Wie weit die Anonymität in einer Welt in der fast alles Öffentlich sein soll noch möglich sein kann. Usw...Allerdings ziehe ich einen Punkt ab, da ich mich nicht richtig mit Mae Holland und den anderen Charakteren identifizieren konnte, da man fast ni chts über ihre Bergangenheit erfährt und man an manchen Stellen ihr Handeln nicht verstehen kann. An vielen Stellen war die Geschichte für mich auch ein wenig langatmig war.Nichts desto trotz finde ich, dass es der beste Utopie-Roman nach "1984" von Geprge Orwell ist. Und ich kann "Der Ciecle" auf jeden Fall weiterempfehlen.

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  • Wichtiges Buch für alle, die sich im Netz bewegen!

    Der Circle
    buecher-bea

    buecher-bea

    12. August 2017 um 12:16

    Mae (24) ist gerade mit ihrem Studium fertig. Ihr Job bei den Stromwerken ihrer Heimatstadt langweilt sie, sie träumt von einer Anstellung im Circle, wo ihre beste Freundin und ehemalige Mitbewohnerin Annie arbeitet.Der Circle hält das Monopol für die Kommunikation via Internet. Er hat über die Jahre alle Konkurrenten aufgekauft und einen einzigen Button für jeden eingerichtet. Es gibt keine Anonymität mehr im Netz, alles ist transparent und nachvollziehbar. Mae findet das toll.Als der Circle nun auch die Welt transparent machen möchte und überall kleine Kameras aufstellt und die Politiker zu ständiger Transparenz überredet, ist Mae begeistert. Sie wird das Aushängeschild das Circles.Ihre Eltern und ihr Exfreund halten sehr wenig von dieser Veränderung und auch, was sie mit Mae macht.Auch die Beziehung zur ihrer Freundin Annie verändert sich ...Von einer Dystopie zu sprechen, wo das Beschriebene doch so nah ist, ebenso wie hier im Netz dieses Buch zu besprechen, fühlt sich komisch an. Es ist unglaublich packend und lässt einen über den eigenen Umgang mit Daten sinnieren.(Rezension vom 02.08.2016)

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  • Like!

    Der Circle
    Amilyn

    Amilyn

    07. August 2017 um 21:21

    Mae Holland ist im siebten Himmel, als sie über ihre Collegefreundin Annie einen Job im innovativsten und mit über zehntausend Angestellten allein im kalifornischen Hauptsitz größten Internetunternehmen der Welt ergattert. Wer im Circle arbeitet, hat es geschafft und gilt als zukunftsweisend. Google, Facebook und Co. mussten sich der übergroßen Konkurrenz bereits beugen und wurden aufgekauft, und wöchentlich bieten immer mehr kleinere Unternehmen ihre Ideen zum Kauf an. Für die Firmengründer gilt die Community und der Zugriff auf jedes nur mögliche Wissen als höchste Priorität, und bald wird Mae zur Galionsfigur eines neuen Zeitalters.Mae Holland ist bereits zu Beginn des Romans keine besonders sympathische Protagonistin. Sie findet ihren Exfreund blöd, sie findet ihre Exarbeit blöd, hält viele für rückständig und hat kein Verständnis für Leute, die sich den heutigen Möglichkeiten nicht öffnen wollen. Außerdem ist sie sehr naiv und biedert sich geradezu ihren neuen Vorgesetzten an. Trotzdem kam ich sehr gut mit ihr zurecht, denn Dave Eggers machte nie den Anschein, als wolle er seine Protagonistin zu einer Sympathieträgerin schreiben und hätte es einfach nicht gekonnt. Kontinuierlich entwickelt sich Mae zum Negativen, und auch das scheint vom Autor absolut gewollt und wird auch nicht mit irgendwelchen Rechtfertigungen beschönigt. Mae ist genau der Normalo, den ein totalitärer Staat braucht, um reibungslos zu funktionieren.Während man jedoch in allen anderen Dystopien vor vollendete Tatsachen gestellt wird, erlebt man den Wechsel in Dave Eggers' Circle hautnah mit und der ist gleichermaßend spannend wie erschreckend. Nichts anderes als das hier Beschriebene könnte jederzeit problemlos passieren. Gerade in den Anfängen sind die Gedanken so alltäglich, dass ich mich immer wieder dabei ertappt habe, alles selbst super-toll und mega-hilfreich zu finden: Smile! Like! Hey, was für ein nachvollziehbarer Gedanke! Obwohl man sich selbst natürlich schon mit den Themen befasst und sie letztendlich bereits als schlecht abgetan hat, schafft es Dave Eggers, einen der Firmenbosse als genialen Redner die Massen überzeugen zu lassen. Auch den Leser. Mich. Und ein genialer Roman-Redner braucht einen genialen Redenschreiber, und das ist Dave Eggers.Die Spannung baut sich von der ersten Seite an auf und wird schleichend, trotzdem rasend schnell und immer wieder mit einem Knall größer und größer. In diesem ganzen Roman ist keine einzige Silbe zu viel, und aus jeder einzelnen Szene kam ich atemlos heraus, selbst, wenn Mae einfach nur Kanu fährt oder im Büro Kundenanfragen bearbeitet. Und immer wieder gibt es Ereignisse, die mich vollkommen umgehauen haben, weil sie so real sind. Weil sie in der Wirklichkeit bereits passieren (z.B. die angedrohte Kündigung einer jahrelangen Freundschaft, weil man ein paar Minuten lang nicht auf eine SMS reagiert hat) oder jederzeit passieren könnten (die Überwachung der eigenen Kinder mit noch "sichereren" Methoden als "nur" über eine Handy-App). Für mich ist Der Circle der Roman, der mich bisher am meisten beeindruckt hat und der am meisten mit mir gemacht hat. Nicht nur diesen Monat oder dieses Jahr sondern überhaupt. Ich hatte Angst, ich hatte Herzklopfen, ich habe mitgefiebert, ich habe kaum glauben können, was ich da lese und gleichzeitig leider zu sehr. Die Idee einer Welt, in der potentiell jeder ein Freund ist und jeder von dem Wissen aller profitieren kann, in der sich jeder sicher fühlen kann, weil Gewalttäter allein durch eine Handbewegung entlarvt werden können, ist reizvoll und erschreckend zugleich. Und immer wieder erleben wir mit unserer nicht ganz liebenswerten Normalo-Protagonistin Mae, wie schnell es gehen kann, physische Freunde gegen Follower zu ersetzen, Smiles und Likes zu sammeln, bis es einem wichtiger ist als die Gesundheit der eigenen Eltern oder nicht eingeübte Gespräche nur noch für kurze Zeit hinter verschlossenen Toilettentüren möglich sind.Für mich war das, was viele andere gar nicht so gut sondern langweilig, langatmig und öde fanden, tatsächlich das perfekte Buch. Selbst das Ende war ganz genau nach meinem Geschmack, und ich bin, was den Schluss eines Romans angeht, nicht leicht zufrieden zu stellen. Auch der Schreibstil war auf angenehme Art und Weise anspruchsvoll, ohne gleich völlig unlesbar zu werden.Fazit: Mir sind im wahrsten Sinne vor Schreck die Superlative ausgegangen, bis auf einen: 5*****! 

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    • 3
  • Frowns und Smiles

    Der Circle
    lilstar88

    lilstar88

    03. July 2017 um 15:42

    Realistisch gesehen verdient Der Circle wahrscheinlich nur drei von fünf Sternen - der Schreibstil ist einfach gehalten und mit den Charakteren geht er nicht sehr in die Tiefe. In jedem anderen Buch würden Mängel wie diese definitiv viel stärker ins Gewicht fallen. Für mich war die Geschichte, die Dave Eggers in Der Circle erzählt äußerst interessant und spannend zu lesen. Der Circle hat sehr viel Ähnlichkeit mit George Orwells 1984 - eigentlich würde ich es eine moderne Nacherzählung von 1984 nennen - und Dave Eggers hat einen fantastischen Job bei der Erschaffung dieser dystopischen Gesellschaft gemacht..Dave Eggers wurde sehr für seine Herangehensweise an diese Story kritisiert. Es wurde viel darüber gesagt, wie er es versäumt hätte, irgendwelche Forschungen über Tech-Firmen oder die Menschen, die in dieser Branche arbeiten, zu unternehmen. Interessanterweise, trotz all dieser Kritik, sind viele Leser von diesem Buch begeistert. Was viele zu vergessen scheinen, ist auch, dass Der Circle nicht als biographische Nacherzählung eines historischen Ereignisses gedacht ist, sonder eher als Sachbuch-Roman gelesen werden sollte - was im Circle passiert, ist irrelevant, was zählt ist, was du beim Lesen dabei empfindest. Doch für die, die es wissen wollen. Mae Holland ist die Protagonistin dieser Geschichte und ist angestellte beim Circle, ein großes einflussreiches Unternehmen mit Monopolstellung, das sich mit seinen Ideen wie ein ICE-Zug vorwärts bewegt und von niemandem aufzuhalten ist. Der Circle arbeitet mit den Möglichkeiten des Internets und Beziehungen zwischen den Menschen untereinander, um das Leben für alle zu erleichtern. Mae ist begeistert von ihrer Anstellung und dem Unternehmen und für mich ist es beeindruckend zu sehen, wie sich Mae während des Romans verändert und die Art von Person wird, die wir alle am Ende werden können, wenn wir nicht vorsichtig sind. Manchmal scheint sie so unwissend, dass es irgendwie lächerlich ist, aber nur, weil sie in dieser beunruhigenden Gesellschaft eingekapselt ist und deren Denkweise es ihr unmöglich machen, auszubrechen. Während des Lesens habe ich angefangen, mir eine ein paar Anmerkungen zu machen, und mir fiel auf, dass in meinen Notizen vieles parallelen zu der Welt, in der wir heute leben hat.Eggers erschafft interessante Situationen, die die Leser dazu veranlassen, sich Gedanken zu machen, in welcher Art von Welt wir heute leben, wo uns der Weg in Sachen Technologie hinführen wird, bzw. wie wir sie benutzen. Im Buch wird dies alles erleichtert durch die hervorragende Vernetzung des Unternehmens bekannt als Der Circle. Wobei sich diese riesige Tech-Firma, die mit Web-Suche begonnen hat und schließlich so wuchs, dass sie auch in Bereichen des alltäglichen Gebrauchs bis hin zu Sozial Media Fuß fassen konnte, stark an jedermanns Alltagsliebling Google anlehnt.Wenn man das erste Mal vom Circle und was dieses Unternehmen alles macht liest, ist man dazu geneigt, es als übertrieben und unmöglich einzustufen. Aber je mehr man über das Unternehmen erfährt, dessen Geschichte, seine Projekte, Produkte, sowie die Situationen in denen seine Mitarbeiter sind, kommt man doch ins Grübeln und dass einige Szenarien nicht allzu weit weg von dem sind, was wir heute erleben.Der Anfang einer Burnout-Gesellschaft, sein Selbstwertgefühl durch Meinungen anderer, meist fremder Personen definieren, die aktuelle Sozial Media und digitale Obsessionen von „Schau mal wo ich bin … was ich mache … was ich esse!“, dem Verhalten mancher Freunde („Ich hab gesehen, dass du meine Nachricht gelesen hat, wieso antwortest du nicht…SOFORT?!“) bis hin zu Monopolen wie Amazon und Apple und unserer Bereitschaft, das Ende der Privatsphäre zu akzeptieren.Zusammen mit dieser äußerst interessanten Prämisse sind gelegentliche Wendungen, beunruhigende Ideen und Themen in der Handlung enthalten, und obwohl es einige vorhersehbare Momente in der Geschichte gibt, gab es eine Menge Fragen, die mich auf der Suche nach Antworten ans Buch fesselten.Der Circle von Dave Eggers ist für mich ein Buch, welches den Leser immer wieder innehalten und während des Lesens darüber nachdenken lässt, ob diese Geschichte, die es erzählt, eine Welt beschreibt, die nicht so weit von der Welt entfernt ist, in der wir jetzt leben.

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  • regt zum Nachdenken an, trotzdem kein Highlight

    Der Circle
    CoffeeToGo

    CoffeeToGo

    03. July 2017 um 09:29

    Inhalt Mae Holland ergattert einen der beliebten Jobs beim Circle. Dort ist alles neu, innovativ und vor allem online.Es gibt zu allem Rankings, bei denen man sich mit Kollegen messen kann. Als jedoch ein neuer, geheimnisvoller Kollege erscheint, scheint alles ins Wanken zu geraten.Eigene Meinung Der Circle führt erschreckend auf, wie sich unsere Welt im schlimmsten Fall entwickeln könnte. Vom offline Leben, in dem ein gesundes Maß an Onlineaktivität herrscht, bis hin zum kompletten online Leben. Ein Konzern reißt mit Hilfe der willigen Bevölkerung schleichend alles an sich und keiner bemerkt etwas. In der Hinsicht war das Szenario im Buch wirklich erschreckend, zumal wahrscheinlich jeder die "Freunde" bei Facebook hat, die fast ihr komplettes Leben offen legen und dokumentieren. Schrecklich so etwas... im gewissen Maß ist das ok, aber irgendwann geht es einfach zu weit, ich sehe mich also auch eher auf der Seite von Maes Eltern. Das Buch ließ sich gut lesen, doch die Geschichte nimmt kaum Fahrt auf. Man erlebt eigentlich nur mit, wie Maes Karriere steil bergauf geht. Noch mehr Zeit online, noch mehr Likes, noch mehr Bildschirme, und, und, und. Viel mehr passiert aber auch nicht. Es gibt keine richtigen Auf und Abs, keine Wendungen und leider auch keine Entwicklung seitens der Protagonistin. Sie ist, wie die meisten im Circle, sehr naiv und folgt blind allen Anweisungen. Und absolut niemand wirkt überarbeitet, was hinsichtlich des Arbeitspensums utopisch ist. Im Laufe des Buches wurde dann auch schnell klar, worauf das alles hinaus läuft und da war das Ende leider keine Überraschung mehr. Da hätte ich viel mehr erwartet.  Fazit Das Buch füllt ein paar schöne Lesestunden, aber es ist eher seichte Kost und in meinen Augen kein Highlight.

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  • Erschreckend, aufwühlend & der Realität so nah ...

    Der Circle
    SharonBaker

    SharonBaker

    07. June 2017 um 19:18

    Mae Holland kann ihr Glück kaum fassen und steigt mit vollem Elan in ihren neuen Job beim „Circle“ ein. Dieser Internetkonzern ist unglaublich, er schafft im Netz Ordnung und durch seine angebotenen Tools eine Transparenz, die es nirgendwo gibt. Aber das ist noch nicht alles, denn diese Firma strebt die Vollendung an, keine Kriminalität, keine Geheimnisse und Wissen für jeden auf der Welt. Mae ist begeistert und geht in ihrer Stelle darin total auf, sie liebt ihr Leben und die Firma und genießt abends die Partys auf dem Campus. Bis sie einen Mann kennenlernt, der sich für einen Mitarbeiter ausgibt, aber den sie in der Datenbank nirgendwo finden kann. Ist er ein Spion? Was macht er auf dem Gelände? Und warum fühlt sich Mae sosehr zu ihm hingezogen? Dieses Buch wollte ich unbedingt, wegen dem brisantem Thema lesen, denn das Internet ist aus unserem aller Leben nicht mehr wegzudenken. Wie viel Zeit wir doch virtuell am Tag verbringen und es schon, wie eine Sucht ist, wenn wir nicht zum Handy greifen können. Information jetzt und überall ist aber nicht immer schön, oder? Mir macht das manchmal Angst und nach diesem Buch sind meine Bedenken nicht weniger geworden. Vergesst 1984 vom George Orwell, der Circle ist noch viel schlimmer.Mae Holland ist eine junge Frau, Einzelkind und nach dem teuren Studium einfach in ihrer Stelle gefrustet. Gelangweilt, unterfordert und mit der Frage kämpfend, soll es das gewesen sein, nimmt sie die Chance wahr und nimmt die Hilfe ihrer Freundin an, um beim Circle einen Job zu bekommen. Mit großer Begeisterung steigt sie ein und wird schnell zu einer der besten Neulingen. Angagiert, energievoll und arbeitseifrig. Mae war mir von allem zu viel, eigentlich war sie unterwürfig, hat sich der Masse angepasst und sich nach oberflächiger Zuneigung gesehnt. Ihr ist gar nicht bewusst wie verletzend sie sich ihrer Familie und Freunde gegenüber verhält, wenn sie alles in die Welt posaunt, wie sie nicht in der Lage ist, Leben und Internet zu differenzieren. Nun gut, ich könnte jetzt noch einen ganzen Roman schreiben, aber ich mache es kurz, sie ist der perfekte Soldat und lässt sich lenken und mir total unsympathisch.Überhaupt wurden meine Beklemmungsgefühle dieser Firma gegenüber immer größer und mit jeder Seite mehr, wurde ich wütender und schockierter, erst wollte ich auch gar keine Rezension schreiben, weil ich einfach so sauer war, aber dann dachte ich darüber nach und mir wurde klar, der Autor hat das gut gemacht, denn ich fühle es und es bewegt mich. Dave Eggers verpackt diese Firma nämlich wirklich als Bonbon, toller Arbeitsplatz, ein gutes Miteinander, gesundheitliche Überfürsorge und ein Abendprogramm mit Entertainment, was es einfach nirgends gibt. Man arbeitet nicht dort, man lebt und lässt seine vollen Kapazitäten fließen. So zumindest auf den ersten Blick. Am Anfang ist es noch Begeisterung und Staunen, aber mit jedem Tag mehr, weckt der Autor eine Unruhe beim Leser und einem Weckruf. Dieser soziale Druck, die ständige Kontrolle und diese überfreundlichen Hinweise, sich doch mehr virtuell einzubinden, gehen einem schnell auf den Geist und man fragt sich, warum machen das alle mit. Dann die ganze weitere Entwicklung schrie einfach nach Machtmissbrauch und alles andere als Freiheit des Geistes. Für mich ist dieses Buch wie eine Ohrfeige, wacht auf, passt auf und lasst euch nicht zu solch einem Wahnsinn zwingen. Tja, und die Realität ist so nah.Allerdings, so toll, wie das Thema ist, hat der Autor es aber wirklich sehr langatmig erzählt. Er lässt sich sehr viel Zeit für seine Firmenentwicklung und ich fand, dafür waren es einfach zu viele Seiten. Man hat oft das Gefühl, es muss doch reichen, eine Episode weniger hätten nicht geschadet und was ich besonders irreführend fand, es gibt keine Wendung. Dave Eggers treibt alles auf die Spitze, überzieht jede Szene und treibt sein Schreckensszenario unumwindbar an. Wenn man einmal mit dem Kopf schütteln anfängt, hört man hier nicht mehr auf und ist über die Blindheit der Menschen schockiert. Ein Hirte, der seine Schafe zur Schlachtbank führt und als ob wir das nicht schon oft in der Geschichte hatten, fällt die Menschheit wieder drauf rein.Ein Buch, was mehr als nur zu unserer Generation passt und es sollte ein großer Weckruf bleiben. Denn die menschlichen Abgründe können überall laueren und so eine gute Fiktion, lässt den Alltag im anderen Licht erscheinen.

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  • Unsere Zukunft?

    Der Circle
    niknak

    niknak

    04. June 2017 um 18:41

    Inhalt: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »weisen drei Männer«, die den Konzern leiten – wird die Welt eine bessere. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterne-Köche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …Mein Kommentar: Ich finde die Idee des Buches wirklich gut und spannend. Die Umsetzung jedoch konnte mich nicht überzeugen. Ich lese normalerweise keine Dystophien und wollte mich durch dieses Buch in diese Genre begeben. Die Idee des Buches regt einem zum Nachdenken an und es ist, meiner Meinung nach, nicht sehr unwahrscheinlich, dass es eine zukünftige Firma geben könnte, die über allem steht. Bereits am Anfang des Buches gab es einige unübersichtliche und ungekennzeichnete Zeitsprünge. Ich fand mich dadurch im Buch nicht gut zurecht. Dies fand ich sehr störend. Ich wusste während des Lesens oftmals nicht sofort in welcher Zeit ich mich gerade befand - bin ich jetzt noch in der Gegenwart oder wieder einmal in der Vergangenheit? Für den Circle ist es wichtig, dass es keine Anonymität mehr gibt. Die Mitarbeiter müssen alles veröffentlichen und teilen. Dies finde ich ziemlich angsteinflößend und auch im Buch wird dies, meiner Meinung nach, ziemlich beängstigend dargestellt. Man kann lesen, was alles ins Netz gestellt werden MUSS und auch ein bisschen die Folgen davon. Mit der Hauptprotagonistin Mae wurde ich absolut nicht warm. Ich entwickelte während des Lesens eine richtige Abneigung gegen sie. Sie wird unglaublich naiv dargestellt, dabei jedoch nicht auf eine unschuldige Art und Weise sondern eher nervig und unnötig naiv. Mein Fazit: Die Charaktere waren sehr flach und ohne viel Details beschrieben. Jedoch bekam man als Leser viele andere Details, die nicht ganz so wichtig gewesen wären. Die Handlung war vorhersehbar. Das Buch konnte mich absolut nicht von sich überzeugen. Ganz liebe Grüße, Niknak

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  • Schöne vernetzte Welt

    Der Circle
    cynthor

    cynthor

    01. June 2017 um 13:43

    Inhalt Aufgrund ihrer Kontakte aus College-Zeiten erhält die junge Mae einen Job beim „Circle“, des Internetgiganten der Zukunft, der die aktuellen Riesen wie Facebook oder Google weit hinter sich gelassen hat. Bahnbrechend war hierbei der Siegeszug des „TrueYou“, eine Art Deanonymisierung der Internetnutzer.   Während Mae sich durch die sozialen Hierarchien und Gepflogenheiten des Circles kämpft, überflutet der Kreis die Welt mit preiswerten und hochwertigen Kameras. Als einer der ersten Menschen wird Mae „transparent“, das heißt, ihr ganzes Leben wird von einer der Kameras begleitet – ihre Privatsphäre ist damit zunichte und der Totalüberwachung Vorschub geleistet. Dann taucht der mysteriöse Kalden auf und beginnt, ein seltsames Spiel mit ihr zu treiben… Meinung Auch wenn der Roman von seiner literarischen Qualität eher schwach ausfällt, sowohl was das schriftstellerische Niveau als auch die der Handlung betrifft, hat Eggers einige nette Ideen, wie eine informationstechnische, zukünftige Dystopie aussehen könnte. Das beginnt schon mit der Schilderung der „Circle“-Zentrale: ein gläserner Bau, ähnlich wie ein Panoptikum aufgebaut, Transparenz und Durchsichtigkeit, wohin man sieht. Um die Angestellten abzulenken, das darf man zweien der drei Weisen getrost unterstellen, wird er mit luxuriösem Ambiente und materiellen Konsumgütern abgelenkt. Für jeden Geschmack finden sich Gleichgesinnte. Kann eine Firma schlecht sein, die ihren Angestellten so viel Gutes tut? Kaum, dass dieser Gedanke auftaucht, ist er auch schon wieder zwischen Wellnesstempeln und wilden Partys verschollen. Auch die Kameras greifen unter dem Namen „SeaChange“ das Panoptikum-Thema wieder auf: moderne Technik macht die besondere Architekturform unnötig. Symptomatisch für die völlige Überfrachtung der Mitarbeiter ist die tägliche Zunahme von Maes Bildschirmen – erneut eine geniale Idee des Autors. Die Informationsflut, die täglich, nein stündlich auf Mae niedergeht, hat schon bald die Ausmaße eines Tsunami angenommen. Aufgrund der Vielzahl an „Zings“, dem Twitter/Facebook/Instagram/et. –Ersatz kann Mae sich kaum noch auf ihre Arbeit konzentrieren, bzw. verbringt Stunden damit, mit wildfremden Leuten zu kommunizieren. Unweigerlich fühlt man sich an die aktuellen Entwicklungen erinnert. Kaum ein schöner Augenblick, der nicht sofort über Netz verteilt, kommentiert und geliked werden kann, keine Unterhaltung, kein Essen, ohne dass ständig der Blick in Richtung Smartphone geht – Eggers beschreibt bloß satirisch eine mögliche, aber realistische Entwicklung. Etwas stutzig macht allenfalls die Zahl von Maes Kontakten: sie steht in Kontakt mit allen Circlern (mehr als 10.000), bei jeweils „vorgeschriebenen“ 10 Zings am Tag und bei einer rekordmäßigen Sekunde pro Nachricht, wäre Mae schon allein mit dem beantworten der Zings bzw. dem Lesen rund um die Uhr beschäftigt. Der PartizipationsRang erinnert an den Wert der Daten in Elsbergs „Zero“ (dieses Buch habe ich ebenfalls rezensiert), und wenn Mae von „sozialem Rückstand“, also unbeantworteten Zings spricht, muss man Mercers Ansicht zustimmen:  Maes Ex, beschrieben beinahe als internetfeindlicher, hoffnungslos konservativer Hinterwäldler, bezeichnet es richtigerweise als Klatsch und Tratsch. Die „moralische“ Verpflichtung, in den sektenähnlichen Kreis der Circler vollumfänglich einzutreten, zu partizipieren, die Aufgabe der Anonymität im Internet durch das wahre ich, des TrueYou, und das geniale Ende (der angedrohte Angriff auf die gedankliche Privatsphäre –  „Die Gedanken sind frei“ war einmal) machen den Roman zu einer fantasievollen Dystopie mit vielen gelungenen Elementen. Insgesamt lesenswert, wenn auch wie bemerkt mit literarischen Schwächen. Sonnige Tage und erholsame Nächte! PS: Wem der Stil meiner Rezension bzw. die Auswahl der vorgestellten Bücher gefällt, findet auf meinem Blog (https://cynthor.wordpress.com) weitere „Bücherschätze“ und auch Infos zu meinem eigenen gesellschaftskritischen Fantasy-Roman „Ethopia – Erwachen“.

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    • 3
  • Unglaublich gut!

    Der Circle
    MarcyBookNerd

    MarcyBookNerd

    01. June 2017 um 09:29

    Der Circle stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Da es mit Emma Watson in der Hauptrolle verfilmt wurde, wollte ich es jetzt endlich lesen. Ich liebe Dystopien dieser Art, also hatte ich hohe Ansprüche an dieses Buch. Bei Dystopien kommt es bei mir vor allem auf die Welt an - das Dystopische eben. Der Schreibstil und die Charaktere sind für mich zwar auch immer ein wichtiger Aspekt, aber bei Dystopien sind sie eher nebensächlich. Von Der Circle war ich sofort begeistert. Schon die ersten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen, da man gleich von Anfang an erfährt, wie diese Zukunftsvision aufgebaut ist und was es mit dem Circle auf sich hat. Die Geschichte beginnt nämlich an Maes erstem Arbeitstag beim Circle. Man erlebt zusammen mit ihr ihren ersten Arbeitstag dort und bekommt nebenbei einige Informationen über den Circle und über Mae. Da Mae ihren neuen Arbeitsplatz auch zum ersten Mal sieht, konnte ich selber mich sofort gut in diese Welt vom Circle hineinversetzen. Und genau wie Mae dachte ich anfangs noch "Hey das klingt ja alles gar nicht so schlecht" obwohl mir eigentlich klar war, dass die Handlungen des Circle eigentlich überhaupt nicht gut sind. Schließlich nennt es sich nicht ohne Grund Dystopie. Aber ich konnte sehr gut verstehen, wieso Mae und die anderen Charaktere die Taten des Circle befürworten. Ich konnte mich also sehr gut in Mae hineinversetzen und mit ihr zusammen dieses Abenteuer im Circle antreten. ich habe die ganze Zeit mit ihr mitgefiebert und gleichzeitig auch auf den Moment gewartet, in dem sie bemerkt, dass hier etwas schiefläuft. Zwischendurch gibt es immer mal wieder lange Passagen, in denen neue Strategien vom Circle vorgestellt werden, meistens indem jemand eine Rede hält. Ansonsten erlebt man einfach Maes Alltag während und nach der Arbeit. Sehr Actionreich ist das nicht, allerdings trotzdem sehr spannend. Ich habe mir einige Rezensionen durchgelesen, bevor ich mit dem Buch begonnen habe. Dort hab ich oft gelesen, die Handlung sei langatmig oder langweilig, aber da bin ich ganz anderer Meinung. Für mich brauchte die Geschichte überhaupt keine Action und ich finde sie genau richtig so wie sie geschrieben wurde. Dadurch wirkt die Handlung viel echter, denn was soll in ihrem Arbeitsalltag denn schon groß passieren? Ich fand diese Sequenzen in denen wir über das System des Circle erfahren viel wichtiger, und davon gab es zum Glück einige, sodass man Schritt für Schritt immer mehr hinter die Kulissen des Circle sehen konnte. Zum Ende hin gab es dann noch einige unerwartete Wendungen und mit dem Ende  habe ich so überhaupt nicht gerechnet.Was mir während des Lesens leider immer mehr aufgefallen ist: Wir entwickeln uns wirklich immer mehr in genau diese Richtung, die im Circle dargestellt wird. Stück für Stück geht es leider immer mehr dahin und für mich ist der Circle (leider) eine sehr realistische Zukunftsvision.

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  • Eine verstörende Zukunft

    Der Circle
    Primrose24

    Primrose24

    28. May 2017 um 11:58

    Maes Traum ist endlich war geworden, sie ist Teil des Circles, eine Firma in der die klügsten Köpfe der Welt arbeiten, um das Leben aller mit Innovationen und Ideen zu verbessern und Wissen zu verbreiten. Das Ziel des Konzerns bedeutet Transparenz. Jeder muss jederzeit alles sehen können, ob es nun direkt in seiner Umgebung passiert oder am anderen Ende der Welt. Mae beginnt in einer Welt zu leben in der Geheimisse etwas Schlechtes sind und Anonymität vor allem im Internet nicht mehr existiert. Doch ist die grenzenlose, heile Welt des Circle wirklich nur positiv oder birgt das Monopol des Konzerns eine Macht, die bald nicht mehr zu kontrollieren sein wird?Die Idee des Romans ist erschreckend, vor allem weil sie eine Zukunft wiederspiegelt, die als deutlich realistisch einzuschätzen ist. Der Drang alles was man tut zu bewerten, ist in der heutigen Zeit schon ausgeprägt, nimmt jedoch in der Darstellung des Buches groteske Züge an in dem jede Einzelheit im Leben eines Jeden gepostet und beurteilt wird. Ich war leider wirklich kein Fan der Hauptfigur Mae. Alles in allem war sie in ihrem Charakter einfach nur nervtötend und ziemlich dämlich, sodass ich mich insgesamt eher gefragt habe, wie jemand wie sie, es in dieses Unternehmen geschafft hat und sich dort auch in hohen Rängen etablieren konnte. Für mich hatte sie insgesamt keine besonderen Fähigkeiten anzubieten, die sie für irgendetwas qualifiziert hätten, außer ihrem Drang in allem nachzugeben und sich einem Gruppenzwang zu unterwerfen, der ihre doch schon von Beginn an schwache Persönlichkeit vollkommen in ein Kollektiv integriert. Meine Ablehnung der Hauptperson hat deshalb auch leider meine Meinung zum Buch an sich auch etwas in Mitleidenschaft gezogen, da auch Maes Handlungen immer vorhersehbarer wurden und das weiterlesen mir in manchen Teilen doch ziemlich schwer gefallen ist. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Idee hinter dem Buch bzw. die "Zukunft" die es wiedergibt ausnehmend gut durchdacht ist und erschreckend realistisch vermittelt wird. Die vollkommene Offenheit und Transparenz, die in dem Buch propagiert wird, klingt sogar in einigen Zügen sehr vernünftig, was das wirklich erschreckende daran ist. Im Prinzip treibt der Roman den Wahn alles zu bewerten, alles zu kommentieren und alles zu wissen auf die Spitze und zeigt uns eine Welt, die schon erschreckend viel Ähnlichkeit mit der unseren hat. Ein wundervolles Buch, um nachzudenken und sich vor Augen zu führen, wie nah wir an einer Welt der vollkommenen Überwachung doch dran sind.

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