Dave Eggers Weit Gegangen

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Inhaltsangabe zu „Weit Gegangen“ von Dave Eggers

»Ein herzzerreißendes Werk von umwerfendem Mitgefühl« Felicitas von Lovenberg, FAZ Mit sieben Jahren verliert Valentino alles, seine Familie, seine Freunde und seine Heimat, den Sudan. Er flieht mit Tausenden von anderen Kindern über Äthiopien nach Kenia, von wo aus er schließlich in die USA gelangt. Was Valentino dabei erlebt, ist kaum zu beschreiben. Umso erstaunlicher ist, mit wie viel Wärme, Zuversicht und sogar Humor er davon erzählt. Dave Eggers hat seine Geschichte in einem bewegenden Roman festgehalten. Weit Gegangen ist ein Roman von Dave Eggers, und es ist die wahre Lebensgeschichte von Valentino Achak Deng. Die Geschichte eines Menschen, der bereits mit sieben Jahren auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in seiner Heimat erlebt, wie die Jungen, mit denen er flieht, von Soldaten erschossen und von Löwen gerissen werden oder qualvoll sterben, weil sie nach Tagen ohne Essen und Trinken in der Wüste halbgares Elefantenfleisch gegessen haben. Valentino und die »Lost Boys«, wie die sudanesischen Jungen auf der Flucht genannt werden, finden nach der Durchquerung Äthiopiens eine erste Zuflucht in den Flüchtlingslagern von Kenia. Von dort aus gelingt Valentino die Ausreise in die USA. Doch auch das Land der Freiheit und zahlreicher Verheißungen stellt Valentino vor unzählige neue Herausforderungen. Inzwischen leben etwa zwei Millionen sudanesische Flüchtlinge in den USA. Weit Gegangen erzählt am Beispiel eines außergewöhnlichen Menschen auch ihre Geschichte – eine Geschichte über Kampfgeist und Zuversicht in einer Welt ohne Hoffnung.

gerade jetzt während der Diskussion über Pegida und Asylrecht sehr zu empfehlen.

— walli
walli

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    Weit Gegangen
    engineerwife

    engineerwife

    22. March 2015 um 14:26

    Voraussagend möchte ich erwähnen, das Buch ist mit fast 800 Seiten ein Wälzer, auf den man sich einlassen muss, auf den man Lust haben muss, dessen Thema einen interessieren muss. Auf mich trafen alle drei Punkte zu und ich bin eingetaucht in die Geschichte von Valentino, von Dominic, von Weit gegangen – ein Junge, der so viele Namen hatte, wie er Flüchtlingscamps durchlaufen hat. Es ist für uns, die wir behütet in der westlichen Welt aufgewachsen sind und auch weiterhin leben dürfen, unmöglich zu verstehen. Mir hat dieses Buch viele Dinge bewusst gemacht. Die Grausamkeit mit der Menschen anderen Menschen – insbesondere auch Kindern – gegenüber treten können. Die Entbehrungen, die ein Mensch in seinem Leben erleiden muss und ertragen kann. Die Rückschläge, die einen ereilen und nach denen man sich immer wieder aufrappeln muss. Es hat mir die Augen geöffnet gegenüber den Tatsachen, dass es nicht damit getan ist, ein paar Euro zu spenden. Valentino Achak und seine Kameraden, Nachbarn, Freunde und „Mitstreiter“ sind fürs Leben gezeichnet und traumatisiert. Selbst als Achak am Ende in die USA einreisen darf, ist sein Leidensweg noch lange nicht zu Ende. Er kennt sich nicht aus in der westlichen zivilisierten Welt, kennt nicht den Unterschied zwischen Kühlschrank und Gefrierschrank, ist entsetzt, als er die freizügigen Tänze der Cheerleaders beim Basketballspiel sieht. Das Buch ist ein Augenöffner, sehr beeindruckend und hallt noch lange nach. Ich denke, ich werde die Bilder der Flüchtlingsströme - aus welcher Region auch immer – von nun an mit anderen Augen sehen. Ich bin froh, dieses Buch gelesen zu haben – man wünscht sich danach nichts sehnlicher als den Weltfrieden!

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  • Rezension zu "Weit gegangen" von Dave Eggers

    Weit Gegangen
    Golondrina

    Golondrina

    06. May 2012 um 12:25

    Aus aktuellem persönlichem Anlass habe ich zu diesem Buch gegriffen und weil ich mehr erfahren wollte über die Umbrüche in Afrika. Dave Eggers erzählt die Geschichte des sudanesischen Flüchtlingskindes Achak und er macht das, wie ich finde, sehr ansprechend und zurückhaltend. Fast unterträglich sind die Erlebnisse des anfangs Sechsjährigen, der vor dem Bürgerkrieg im Sudan nach Äthiopien und Kenia flüchten muss. Die Zeitsprünge in sein aktuelles Leben in den USA nahmen dem Buch etwas die Schrecken der Morde, dem Leid, der Agression und der Entbehrungen in Afrika, da der Leser weiß, Achak wird den Weg aus Afrika schaffen.

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  • Rezension zu "Weit gegangen" von Dave Eggers

    Weit Gegangen
    Ay73

    Ay73

    18. April 2012 um 14:33

    Tolles aber trauriges Buch. Die Geschichte wird von Dave Eggers erzählt, es geht um die Lebensgeschichte des jungen Achak Valentino Deng. Die Geschichte geht um alle die weit gegangen sind um den Süd Sudan zu entfliehen. Dieser Weg den Achak nehmen muss ist so unendlich traurig, beängstigend, gefährlich aber doch voller Freundschaft. Achak der mittlerweile in Amerika lebt erzählt dies Geschichte seines Lebens, wie sie von den Moslem vertrieben und von den Eltern getrennt werden. Wie die Lost Boys entstehen. Die Flüchtlingslager in Äthiopien und Kenia. Was die Lost Boys durchmachen müssen. Es ist ein Buch dass einen zu sehr bewegt. Ich konnte dieses Buch nicht an einem Stück lesen da es mich immer wieder aufgewühlt hat. Es ist schmerzhaft, traurig und so voller Emotionen. Aber bemerkenswert ist, das Achak irgendwie immer schafft sein Weg zu gehen, auch wenn er weit ist. Empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Weit gegangen" von Dave Eggers

    Weit Gegangen
    serendipity3012

    serendipity3012

    „Weit gegangen“ – und angekommen? Dave Eggers erzählt in seinem Roman „Weit gegangen“ die Lebensgeschichte des Sudanesen Valentino Achak Deng. Dieser floh durch mehrere Länder, bevor er im Jahr 2001 in die USA einreisen durfte. Dort haben Eggers und Deng sich getroffen und Eggers beschloss, Dengs Geschichte in einem Roman zu verarbeiten. Im Vorwort erfahren wir, dass nicht alles wirklich so geschah wie beschrieben, aber, so Deng, dass es so hätte passieren können. Mit 7 flieht er während des Bürgerkriegs aus dem Südsudan, allein mit tausenden Jungen, legt den Weg bis nach Äthiopien zu Fuß zurück. Seine Familie muss er zurücklassen, ohne etwas über ihr Schicksal zu wissen. Äthiopien bleibt eine Zwischenstation, auch von hier wird er vertrieben, bis er das Flüchtlingslager in Kakuma erreicht, das für zehn Jahre sein Zuhause wird. Viele Jungen sterben, durch die Kugeln der Verfolger, durch Krankheiten oder durch Löwen. Viele seiner Freunde sterben. Irgendwann möchte er selbst sterben. Aber er überlebt, und er wird schließlich Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Hoffnungen auf ein unbeschwertes Leben erfüllen sich auch hier nicht – obwohl es sicher in nichts vergleichbar ist mit dem Leben, das er in Afrika zurückgelassen hat. Dass es sich bei „Weit gegangen“ um eine wahre Geschichte handelt, war mir beim Lesen allgegenwärtig. Es hielt mich umso mehr in der Erzählung, dass ich wusste, all dies ist genauso oder ähnlich passiert. Es schockierte mich. Es war bisweilen schwer auszuhalten. Valentino hat in seinem Leben so viel Leid, Hunger und Tod miterlebt, dass die Frage, wie jemand eine solche Lebensgeschichte überhaupt verkraften kann, sich mit jedem gelesenen Kapitel umso mehr stellt. Eggers lässt seinen Roman vom Ich-Erzähler Valentino Achak Deng erzählen, in einer einfachen Sprache. Durch diese Erzählweise ist der Leser ganz nah am Geschehen, vor allem bei den Gedanken und Gefühlen Valentinos. Wir erfahren, wie ein Kind, ein Jugendlicher, den Krieg erlebt, seine Sicht auf die Welt, oft auch seine Unwissenheit. Von Hunger und Tod erzählt dieser Valentino lakonisch und ohne viel Pathos, für ihn sind diese Dinge alltäglich, auch wenn er sich nie an sie gewöhnt. Oft steckt hier eine große Portion rührender Naivität. Für den Leser sind die schlimmen Schilderungen so leichter zu ertragen. Leichter, aber nicht gut. Einzige Kritikpunkte an dem Roman sind die gelegentlichen Längen, die auf den 760 Seiten entstehen und einige sprachliche Missgriffe im Ausdruck. Unklar, ob diese auf das Konto der Übersetzer gehen oder dem Autor anzulasten sind. Wer es wagt, sich auf die Lebensgeschichte des Valentino Achak Deng einzulassen und seinen Weg noch einmal mit ihm zu gehen, der wird viel lernen können über eine krisengeschüttelte Region Afrikas und darüber, wie die Lebensgeschichte eines Menschen aus dieser Region aussehen kann. Er wird einen sympathischen jungen Mann auf der Suche nach einem erfüllten selbstbestimmten Leben kennenlernen. Ihn erwartet eine spannende, eine anrührende Geschichte. Empfehlenswert!

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    • 3
    serendipity3012

    serendipity3012

    16. October 2011 um 14:36
  • Rezension zu "Weit gegangen" von Dave Eggers

    Weit Gegangen
    Leuchtfeuer

    Leuchtfeuer

    08. April 2011 um 22:29

    Ein gutes Buch mit kaum einem Makel, bis auf man brauch etwas Ruhe zum Lesen. Also ich musste mich zumindest abund zu dabei konzentrieren und da stört dann schon wenn mal z.B. im zug hinter dem Sitz jemand laut redet oder zu Laut Musik hört.

  • Rezension zu "Weit gegangen" von Dave Eggers

    Weit Gegangen
    sabatayn76

    sabatayn76

    04. September 2010 um 22:17

    Von der Welt vergessen Inhalt: Dave Eggers hat die wahre Lebensgeschichte von Valentino Achak Deng in Romanform gebracht: Valentino ist weit gegangen und wurde deshalb auch von einigen Freunden so genannt - 'Weit Gegangen'. Sein Weg führt ihn aus seiner Heimat, Marial Bai im Süden des Sudan, nach Äthiopien, Kenia und schließlich in die Vereinigten Staaten von Amerika. Sein Weg und sein Leben sind geprägt von Freundschaft und Verlusten, von Hunger, Durst und Elend, von Massakern und Tod. Mein Eindruck: Anhand Valentinos Lebensgeschichte erzählt Eggers von der blutigen und in der westlichen Welt beinahe vergessenen Geschichte des Sudan, von Bürgerkrieg und dem täglichen Kampf ums Überleben. Sprachlich bewegt sich der Autor hierbei auf hohem Niveau, ohne dass die Lesbarkeit des Romans darunter leiden muss. Die Grausamkeiten des Bürgerkriegs, der Massaker, der endlosen Wanderungen ohne Nahrung und Flüssigkeit werden zwar detailliert und anschaulich geschildert, doch nicht unnötig ausgebaut und aufgebauscht. So ergibt sich ein erschütterndes Buch, das das Leben und den Kampf eines beeindruckenden Individuums (unter vielen anderen) zeigt, jedoch stets sonderbar erträglich bleibt. Bisweilen empfand ich einige Passagen als zu lang, doch alles in allem handelt es sich bei 'Weit Gegangen' um ein wichtiges und ergreifendes Buch, das fesselt und dem Leser die gegenwärtige Situation im Sudan verständlich macht. Mein Resümee: Unbedingt zu empfehlen!

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