Dave Shelton

 3.6 Sterne bei 59 Bewertungen
Autor von Der 13. Stuhl, Bär im Boot und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Dave Shelton

Dave Shelton ist in Leicester geboren und aufgewachsen und lebt heute mit Pam, Mila und einer Katze in Cambridge, England. Er findet, man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit frühstücken oder ein Bad nehmen. Er liebt Comics, Kricket und Kreuzworträtsel. Für sein erstes Buch „Bär im Boot“ gewann er den »Luchs«-Preis.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dave Shelton

Cover des Buches Der 13. Stuhl (ISBN: 9783551560247)

Der 13. Stuhl

 (33)
Erschienen am 29.09.2016
Cover des Buches Bär im Boot (ISBN: 9783551314734)

Bär im Boot

 (19)
Erschienen am 30.10.2015
Cover des Buches Der 13. Stuhl (ISBN: 9783867372534)

Der 13. Stuhl

 (4)
Erschienen am 31.10.2016
Cover des Buches Bär im Boot (ISBN: 9783867421515)

Bär im Boot

 (1)
Erschienen am 15.03.2013
Cover des Buches Thirteen Chairs (ISBN: 9780545816656)

Thirteen Chairs

 (2)
Erschienen am 28.07.2015
Cover des Buches A Boy and a Bear in a Boat (ISBN: 9780385752480)

A Boy and a Bear in a Boat

 (0)
Erschienen am 12.06.2012

Neue Rezensionen zu Dave Shelton

Neu

Rezension zu "Der 13. Stuhl" von Dave Shelton

Schöne Anthologie!
Buchperlenblogvor 3 Monaten

Inhalt

Von außen betrachtet, wirkt das Haus erst einmal überhaupt nicht gruselig. Es hat sogar eine Fernsehantenne auf dem Dach – und was ist ungruseliger, als die Vorstellung TV-schauender Geister? Also betritt Jack das Haus. Es ist die Nacht an Halloween, alles liegt im Dunkeln. Aber hinter einem der hohen Fenster erblickt er einen flackernden Lichtschein. Als er seinen ganzen Mut zusammen nimmt und die Tür öffnet, erwarten ihn zwölf Gestalten, eine jede hat eine flackernde Kerze vor sich, eine jede möchte eine Geschichte erzählen. 

Von Lebenden und Toten

Vor diesem Hintergrund des Lauschens und Erzählens, öffnet Dave Shelton Tür und Tor in eine Welt, in der alles möglich zu sein scheint. Jack weiß zunächst nicht, was er von den Menschen halten soll, die sich um den großen Tisch versammelt haben. Die einer nach dem anderen mal mehr und mal weniger gruselige Geschichten erzählen und im Anschluss ihr Lichtlein löschen. Die scheinbar mit dem Erzählen einen tieferen Zweck erfüllen wollen. Doch welchen? So wie auch Jack tappt man im Dunkeln, vermutet, glaubt – weiß aber nichts genaues. Nur eines weiß Jack ganz genau: wenn die zwölfte Kerze ausgeblasen ist, ist er an der Reihe zu erzählen.

Bemerkenswert an den Geschichten ist vorallem, mit welcher Leichtigkeit der Autor in die verschiedenen Rollen schlüpft. Nie hat man das Gefühl, ein und diesselbe Person würde uns die Geschichten erzählen, nein, sie alle haben ihren eigenen Charme und ihre eigene Stimme. Sei es der mit russischem Akzent versehene Holzfäller, oder die alte, etwas aufgeregte Dame, der trübsinnige Junge oder der altmodische Herr. Und so unterschiedlich wie die Personen sind, so gestalten sich auch ihre Geschichten. Von Taschendieben ist die Rede, von Bären auf hoher See oder eisigen Wesen in der Antarktis. Alle Geschichten haben nur eine Konstante, und das ist schlussendlich der Tod.

Fazit

Ein kurzweiliges Lesevergnügen für Jung und Alt, dass einen herrlichen Halloweencharme versprüht, je weiter man voranschreitet. Auch, dass man ewig im Dunkeln tappt und sich so genüsslich in Vermutungen ergehen kann, trägt ungemein zur Stimmung bei.

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Rezension zu "Der 13. Stuhl" von Dave Shelton

Gruselige Kurzgeschichten für die ganze Familie
NiWavor 2 Jahren

Als Jack sich in ein verlassenes altes Gebäude schleicht, ahnt er, dass ihm Schauriges begegnen wird. Und siehe da, sie erwarten ihn schon. Zwölf Personen sitzen im Kreis, jeder hat eine brennende Kerze vor sich, und Jack wird auf den 13. Stuhl gesetzt.

"Der 13. Stuhl" ist eine Kurzgeschichtensammlung, die durch die Rahmenhandlung um Jack wunderbar schaurig abgerundet ist.

Genau wie Jack war ich gespannt, was uns da erwarten wird. Da ist dieses alte, verlassene Haus, ein dunkler Raum und zwölf Gestalten, die ihm erwartungsvoll entgegenblicken. Jede Person hat eine brennende Kerze vor sich. Auch Jack bekommt eine, als er sich auf den 13. Stuhl niederlässt.

Reihum werden gruselige Geschichten erzählt. Manche sind moderne Schauermärchen, bei anderen handelt es sich um klassische Spuknovellen, die einmal weniger, dann wieder mehr dem Grauen Platz in dem dunklen Kreis machen.

Es wird von manischen Schriftstellern, dämonischen Katzen, blutbefleckten Immobilien, geisterhaften Schulmädchen und sagenumwobenen Diebstahl erzählt. Sobald eine Gestalt mit ihrer Erzählung geendet hat, bläst sie die Kerze aus, und schon lodert die nächste schön-schaurige Flamme auf.

Die meisten Erzählungen haben mir gefallen, und es waren schon einige dabei, die sogar mich gegruselt haben. Viele Geschichten beinhalten ganz klassischen Spuk, andere gehen weiter, und fangen gleich abartige Dämonen ein.

Zu den Geschichten bleibt noch zu sagen, dass sie wahrscheinlich genau richtig für jüngere Leser sind, denen es nach Gänsehaut-Feeling belangt. Obwohl sie für Erwachsene bestimmt genauso schön zu lesen sind.

Von der Rahmenhandlung um den Jungen Jack war ich besonders angetan. Einerseits erlebt man Jacks Reaktionen auf die Geschichten der anderen, wie er sich fürchtet und ihm die Kälte über den Rücken kriecht. Andrerseits hat er Bammel, weil er weiß, dass er früher oder später ebenfalls an die Reihe kommt. Hoffentlich fällt ihm bis dahin etwas Passendes ein, damit er sich nicht vollständig blamiert.

Diese mysteriöse Runde ist schon recht speziell. Während sie nach und nach erzählen, habe ich mich gefragt, wer diese Menschen sind, und warum sie sich im Dunkeln, nur begleitet vom Kerzenschein, gegenseitig das Fürchten lehren. Schon allein bei diesem Setting bin ich gern dabei gewesen.

Was bleibt, ist eine schön-schaurige Kurzgeschichtensammlung für zwischendurch, die auch für die kleineren Gruselmonster geeignet ist, und bestimmt im familiären Kreis - vielleicht sogar gemeinsam - gut gelesen werden kann. 

Kommentare: 4
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Rezension zu "Der 13. Stuhl" von Dave Shelton

Toller Einstieg ins Horrorgenre für Jugendliche
mrsmiseryvor 3 Jahren

Dieser Jugendroman ist ein toller Einstieg in die Gruselwelt!

Als LeserIn dieses Buches wird man gleich zu Beginn in eine schauderhafte Situation geworfen:Jack betritt in einem dunklen Haus durch eine knarzende Tür einen Raum, in dem viele Gestalten um einen großen runden Tisch sitzen. JedeR von ihnen hat eine einzelne Kerze vor sich stehen, die das Gesicht des einzelnen Gastes nur schemenhaft erahnen lässt. 
Der 13. Stuhl an diesem Tisch ist noch frei. Er ist vorbestimmt für Jack, der überhaupt nicht weiß, was mit ihm geschieht. Wer sind diese Menschen? Was soll er in dieser Runde? Wo ist er überhaupt?
Dann beginnt sich das Karussell zu drehen:
Ein Gast nach dem anderen erzählt eine Geschichte. Von modern bis klassisch, von Mord und Rache. Reihum bis Jack endlich versteht, dass auch er seine Geschichte zu erzählen hat. 
Für Kinder und Jugendliche (ab 12 Jahren laut Verlag) ist dieser Geschichtensammlung ein wunderbarer Einstieg. 
Denn die Geschichten werden nur so gruselig, wie es der eigene Kopf zulässt. Shelton lässt der Fantasie der LeserInnen hier den Vortritt. Hat man beispielsweise den Film "The Others" mit Nicole Kidman gesehen, hat man natürlich auch sehr präzise Vorstellungen davon, wie gruselige Gestalten im Halbdunkeln um einen sonst leeren Tisch sitzen. Leider ist für meine Begriffe keine Beziehung zu den Charakteren möglich. 
Viel zu wenig erfahren wir über sie und vor allem auch über Jack. Das ist sehr schade, denn so kommt in Bezug auf die einzelnen Figuren kein Mitfühlen zustande. Dies ist aber auch sehr schwierig, ob der geringen Seitenanzahl. Schließlich wollen auf nur 300 Seiten 13 gruselige, voneinander völlig unabhängige Geschichten untergebracht werden. 
"Der 13. Stuhl" ist daher mehr als eine Sammlung von kleineren Geschichten zu verstehen, die in einem jugendgerechtem Rahmen eingebettet sind. Ähnlich wie Edgar Allan Poes Kurzgeschichten, sind auch diese Storys etwas, für den kleinen Hunger nach Grusel zwischendurch. 
Auch die Sprache ist dieser Zielgruppe angepasst. Eine einfache, klare Ausdrucksweise, die ohne plastische Beschreibungen der eigenen Fantasie freien Lauf lässt. 
Besonders gelungen ist m.E. das Layout dieses Titels. Jedes Kapitel steht für einen der 13 Geschichtenerzähler und beginnt mit einem liebevoll gestalteten Seite (siehe Foto). Am Ende jeder Geschichte werden die LeserInnen dann wieder zurück in die illustre Runde geleitet, bei der eine Art "Moderator" zum nächsten Gast führt. So ist die Erzählstruktur sehr übersichtlich und verwirrt nicht, was ich persönlich für Kinder- und Jugendbücher sehr wichtig finde. 

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