Dave Zeltserman

 4 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor*in von 28 Minuten, Small Crimes und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Dave Zeltserman wurde in Boston geboren und arbeitete dort mehrere Jahre als Software-Entwickler. Er begann zu schreiben und machte mit knallharten Noir Romanen in der Tradition eines Jim Thompson auf sich aufmerksam. Heute zählt er zu den einflussreichsten Krimi- und Horrorautoren der USA. Zeltserman lebt mit seiner Frau in Newton, Massachusetts und widmet jede freie Minute den Martial Arts.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Dave Zeltserman

Cover des Buches 28 Minuten (ISBN: 9783518463468)

28 Minuten

(16)
Erschienen am 20.05.2012
Cover des Buches Paria (ISBN: 9783927734470)

Paria

(5)
Erschienen am 15.01.2013
Cover des Buches Small Crimes (ISBN: 9783927734838)

Small Crimes

(5)
Erschienen am 01.08.2017
Cover des Buches Killer (ISBN: 9783927734500)

Killer

(4)
Erschienen am 19.12.2014
Cover des Buches Alles endet hier (ISBN: 9783927734982)

Alles endet hier

(2)
Erschienen am 09.02.2026
Cover des Buches Monster: A Novel of Frankenstein (ISBN: 9781590208601)

Monster: A Novel of Frankenstein

(0)
Erschienen am 02.08.2012

Neue Rezensionen zu Dave Zeltserman

Cover des Buches Alles endet hier (ISBN: 9783927734982)
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Rezension zu "Alles endet hier" von Dave Zeltserman

aus-erlesen
Die Schlussfolgerungen des Lebens

Alles auf Null gesetzt. Diese eine Chance. Das muss klappen. Dan Selby hat sich selbständig gemacht. Eine neue Technologie soll ihm und seiner Frau Rachel den ersehnten Wohlstand bringen. Warren ist sein Geschäftspartner, kümmert sich ums Marketing, die Homepage etc. Natürlich schwingt im Unterbewusstsein immer die Angst mit, dass das alles in die Hose gehen kann. Aber der Optimismus ist stärker. Bis…

Das Buch beginnt mit einer leicht nachvollziehbaren Szene. Dan, hat irgendwas an seinen Händen. Es klebt, ist feucht und tropft den Bürgersteig und die Straße voll. Da es sich bei „Alles endet hier“ NICHT um eine Liebesschnulze mit einer ergebenen langhaarigen Blondine auf dem Cover handelt, sondern um einen knallharten Krimi, kann man sich die Szenerie gut vorstellen. Besonders im Boston Accent muss es besonders eindrücklich klingen…

Nun gut. Warren entpuppt sich als wahrhaftes Ekel. Er ist cholerisch, das wussten Dan und Rachel. Und er ist schnell eingeschnappt. Aber das ist solange okay bis er die Reißleine zieht. Das gemeinsame Geschäft steht und fällt mit der Homepage. Die, die Warren konzipiert hat und allein verantwortlich ist. Dann will eines Morgens die Homepage öffnen – da prangt ihm ein dicker, fetter Stinkefinger entgegen. Jetzt ist er völlig durchgeknallt, denkt Dan und meint damit Warren. Was sollen die Kunden denken?! Der Streit, der der Lahmlegung der Seite vorausgegangen war, deutete schon auf eine Eskalation hin. Doch das Warren soweit geht? Dann will ihn zu Rede stellen. Dann die Eskalation. Es fließt zum ersten Mal Blut bzw. wird die (fünfte) Ehefrau von Warren verletzt. Polizei, Sirenen, das volle Programm inkl. Anklage, Verteidiger. Die ohnehin angespannte Finanzsituation von Dan und Rachel wird dramatisch weiter unter Spannung gesetzt.

Marat, ein russischer, optisch nicht unbedingt als Frauenheld dienender „Freund“ von Dan hat eine verrückte Idee. Er kenne jemanden, der jemanden kennt, der jemanden besorgen kann, der das Problem (Warren) löst, sofort wieder verschwindet und bis auf eine paar tausend Dollar weniger auf dem Konto, ist kein größerer Schaden entstanden. Dan wiegelt ab. Dan will in der Sache nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen. Tja, ein Fehler macht einen anderen Fehler nicht wieder wett. Doch ein Fehler kann weitreichende Folgen haben … zum Beispiel etwas Feuchtes, etwas Klebriges an den Händen.

Dave Zeltserman dreht ordentlich an der Eskalationsspirale zweier Menschen, die den Status „nahe der Verzweiflung“ schon längst hinter sich gebracht haben. Und der, der – gerechtfertigt oder nicht – als enervierende Gleichgültigkeit seine Gegenüber das Weiße in die Augen schießen lässt, konnte nun wirklich nicht davon ausgehen, dass alles so kommt. Denn irgendwann ist auch mal Schluss! Der Weg dorthin ist an Spannung nicht zu überbieten. Die Welt ist schlecht. Aber auch unfassbar spannend nachlesbar!

Cover des Buches Alles endet hier (ISBN: 9783927734982)
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Rezension zu "Alles endet hier" von Dave Zeltserman

Janko-Unchained
Dave Zeltserman - Alles endet hier

Dave Zeltserman - Alles endet hier

(Pulp Master)

 

- bekömmlicher Pulp-Crime-Thriller für zwischendurch -

 

Boston, Massachusetts, in den 2010er Jahren. Softwareentwickler Dan und seine Frau Rachel Selby sind am Ende. Sie haben ihre Jobs gekündigt und ein Start-up gegründet. Ihre gesamten Ersparnisse sind in das Unternehmen geflossen,  doch ihr Geschäftspartner Warren Costas fühlt sich von ihnen hintergangen. Er will sie vernichten, überhäuft die Selbys mit infamen Nicklichkeiten und löscht die strategisch wichtige Firmen-Website. Das dreht den Selbys erstmal den Geldhahn zu. Bei einem Essen mit seinem guten Freund Marat Baranovsky, schlägt dieser Dan vor, das Problem durch auf "russische Art" zu lösen. Dan will davon nichts wissen. Doch als er zu Costas Haus fährt und anschließend in Polizeigewahrsam genommen wird, wendet sich allmählich das Blatt. Gleichzeitig geraten die Selbys immer tiefer in eine Spirale aus Anklagen, Geldnot, Selbstaufgabe und psychologischer Fragmentierung. Da scheint das Angebot Baranovskys gar nicht mehr so abwegig und ohnehin der letzte Strohhalm, an den sich Dan noch klammern kann. Als sich Dan Selby auf die tödliche Seite der Illegalität begibt, wird die vermeintliche Lösung allmählich zum Problem. Nach und nach entgleitet ihm sein komplettes Leben, samt allem was ihm lieb ist.

  

1959 in Boston, Massachusetts geboren, lässt sich der US-amerikanische Krimi- und Horrorautor Dave Zeltserman gerne von wahren Begebenheiten und mafiösen Strukturen inspirieren. Der ehemalige Softwareentwickler, der heute mit seiner Frau Judy in Warren, Rhode Island lebt, hat seinen 2018 im Original unter dem Titel "Murder Club" erschienenen Crime-Thriller im Präsens und in der Ich-Perspektive verfasst. Das unterstreicht die Eindringlichkeit, sowie die tiefe Misere in der die Selbys stecken. Auf 288 Seiten geht Zeltserman darauf ein, was passieren kann, wenn man in die Enge getrieben wird und keinen Ausweg mehr sieht. Dan fühlt sich betäubt, leer und ausgelaugt. Anfängliche Nervosität avanciert zu tiefgreifenden Angstzuständen. Er gelangt zu Selbsterkenntnissen, die er in diesem speziellen Licht sicherlich nie gesehen hätte. Als das Schicksal, das er selbst heraufbeschworen hat, über kurz oder lang seine Konsequenzen fordert und Ermittler Bill Digger ihm schon recht früh auf den Zahn fühlt, treibt ihn die Mater seines schlechten Gewissens schier in den Wahnsinn. Dan Selby findet keinen Ausweg aus diesem Dilemma aus Moral, Ethik und perfiden Repressalien. Er verstrickt sich immer tiefer in ein Geflecht aus Lügen, Intrigen, Täuschung, Erpressung und Mord. Am Rande der Verzweiflung ist Dan bereit, Dinge tun, die er selbst nie von sich erwartet hat. 

 

"Alles endet hier" ist ein durchschnittlich brutaler Noir, der sich unter anderem mit dem gesellschaftlichen Problem des Leistungsprinzips und seiner niederträchtigen Auswirkungen beschäftigt. In einfacher, klarer Sprache gehalten, fehlt mir allerdings ein wenig das emphatisch nachgezeichnete Gefühlschaos und die einnehmende Tiefe des verkopften, aber actionreichen Romans. Alles geht etwas hoppla-die-hopp. Auch sollte man als Leser gewillt sein, über kleinere Ungereimtheiten oder Übertreibungen hinwegsehen zu können. "Alles endet hier" ist eher Pulp als Psychogramm und leichte, aber bekömmliche Krimi/Thriller-Kost für zwischendurch.

 

(Janko)

 

https://smallcrimes-novel.blogspot.com

https://davezeltserman.substack.com

https://www.facebook.com/dave.zeltserman

https://www.instagram.com/davezeltserman/

 

Brutalität/Gewalt: 54/100

Spannung: 74/100

Action: 70/100

Unterhaltung: 79/100

Anspruch: 30/100

Atmosphäre: 60/100

Emotion: 57/100

Humor: 03/100

Sex/Obszönität: 21/100

 

https://www.lackoflies.com - Wertung: 78/100

 

https://www.lackoflies.com - Altersempfehlung: ab 16 Jahren (aufgrund der infamen, unmoralischen Thematik)

 

Dave Zeltserman - Alles endet hier

Pulp Master

Crime-Thriller

Buchreihe: Pulp Master, Band 48

ISBN: 978-3-927734-98-2

288 Seiten

Taschenbuch

Originaltitel: Murder Club (2018)

Erscheinungstermin: 09.02.2026

EUR 16,00 Euro [DE] inkl. MwSt.

 

"Alles endet hier" bei Pulp Master: https://www.pulpmaster.de/wp/dave-zeltserman-alles-endet-hier/

Cover des Buches Small Crimes (ISBN: 9783927734838)
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Rezension zu "Small Crimes" von Dave Zeltserman

Schurkenblog
Noir im Laufschritt. Wenn die Abwärtsspirale in Gang gesetzt ist, geht es direkt in die Hölle.

Joe Denton hätte wohl nie gedacht, dass er mal die Seiten wechselt. Nach seiner Heirat mit seiner College-Liebe fängt er bei der Polizei an. Doch dieser Kleinort Bradley ist bevölkert von korrupten Bullen und in den Fängen eines Mannes, der sich mit Drogen, Wetten, Prostitution, Abzocke und Erpressung über Wasser hält. Und seinem Psychosohn. Und so landet auch Joe auf der anderen Seite der Gitterstäbe, denn seine Drogen-, Trink- und Spielsucht bleibt nicht ohne Folgen.

Bradley ist ansteckend.

Der Ex-Cop Joe Denton kommt nach 7 Jahren Gefängnis wieder frei. Er hat viele guten Vorsätze. Keine Drogen, keine Wetten, sondern ein ganz normales Leben führen und ein Vorbild für seine Töchter sein. Das wünscht er sich.

Bradley bringt Optimisten wieder auf den Boden der Tatsachen.

Nichts läuft so wie er sich vorstellt. Ein bisschen tut er dem Leser leid. So gute Vorsätze, so ein bösen Leben! Schon seine Eltern behandeln ihn wie einen gefallen Engel. Dem sie noch die Flügel stutzen müssen. Seine Opfer von damals sind auf Rache aus. Seine Frau hat sich längst auf und davon gemacht und seine Töchter kennen ihn nicht.

Erbarmungslos wird hier eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt. Erbarmungslos wird das Leben so böse gezeigt, wie es für manche Menschen wirklich sein kann. Wenn man denkt, noch schlimmer kann es nicht kommen. Es kann! Und wie!

Joe Denton ist chancenlos.

Noir vom Feinsten! Keine Hoffnungen, kein Wunder, schon gar kein Happy-End. Sondern ein hoffnungsloser Kampf um ein kleines Stück normales Leben, das einfach keine Chance bekommt. Seitenweise dunkle, böse Seiten erwartet den Leser, in denen es richtig ungemütlich zugeht. Absoluter Buchtipp für Noir-Fans!

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