David Adam Zwanghaft

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Inhaltsangabe zu „Zwanghaft“ von David Adam

Die Geheime Welt der ObsessionenEtwa 4.000 Gedanken gehen uns täglich durch den Kopf. Nicht alle sind relevant oder tiefschürfend. Manche davon setzen sich sogar fest, unwichtige Sätze, Wörter, Bilder, irgendeine Melodie, die zum Ohrwurm wird. Letztendlich sind sie aber harmlos. Genauso wie die Frage, ob man das Bügeleisen wirklich ausgeschaltet hat – wenn man es denn getan hat. Doch es gibt noch eine andere Art von Gedanken, die verstören, weil sie abwegig erscheinen. Der größere Teil der Menschen ignoriert sie, denkt an etwas anderes, geht darüber hinweg. Das gelingt nicht allen. Es sind gar nicht so wenige, bei denen diese nicht steuerbaren Gedanken zu Obsessionen werden und zu ernsthaften Problemen im Leben führen. Das betrifft Essstörungen, Waschzwang, Ordnungszwang, den Drang zur Selbstverletzung und vieles andere mehr. Das Thema war für die Hirnforschung lange ein schwarzes Loch. Das hat sich inzwischen geändert. Anhand erschütternder Fallbeispiele zeigt der Autor, was man heute darüber weiß und was man dagegen tun kann.

Ein bedrückender Einblick in die Welt der Zwangsgedanken und -handlungen. Sehr interessant, aber zeitweise leider etwas zu zäh für mich.

— Schwertlilie79
Schwertlilie79

Fand ich nicht so gut. Viele Wiederholungen nahmen mir die Leichtigkeit beim Lesen.

— Grossstadtkind
Grossstadtkind

Informativ, aufklärend und dabei sehr spannend.

— wirbelwind
wirbelwind

Ein wichtiges Buch über ein in unserer Gesellschaft oftmals belächeltes "Problem", die Zwangshandlung.

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

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  • "Zwanghaft", Gedanken und Handlungen, die nicht von uns gewollt sind

    Zwanghaft
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    01. May 2015 um 13:31

    Was ist zwanghaftes Handeln? Warum waschen manche Menschen sich zigmal die Hände, Zählen ihre Schritte oder müssen immer wieder überprüfen, ob sie alle Schlüssel dabei haben? War das schon immer so? Liegt es in unseren Genen? Haben wir bestimmte Schalter im Gehirn, die nur falsch justiert sind? Können wir auch nur ein bisschen zwangsgestört sein und durch was werden Zwangshandlungen eigentlich ausgelöst? David Adam, der Autor von „Zwanghaft“, war selbst jahrelang ein Gefangener seiner Zwangsgedanken und daraus resultierender Zwangshandlungen.Was ist noch innerhalb gesellschaftlicher Normen und wann falle ich auf? Das jede Gesellschaft mit ihren Ritualen andere Grenzen in dieser Hinsicht hat, die teils sehr stark voneinander abweichen, erklärt uns der Autor ebenso mit vielen Beispielen anschaulich, wie auch die geschichtliche Entwicklung, Menschen von ihren Zwangshandlungen zu befreien. Viele Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater versuchen schon lange Therapien zu entwickeln und haben dabei einiges versucht. Dabei wurde mit Gehirnchirurgie vielen Patienten das Leben zerstört, wie Adam erzählt und von Betroffenen berichtet. Aber auch mit Medikamenten der neuesten Generation kann nicht jedem geholfen werden. Auch damit hat es der Autor versucht und die Ergebnisse notiert. Einige Therapieansätze sind vielversprechend, aber nun werden die Forschungen und Entwicklungen neuer Medikamente um ein vielfaches zurückgefahren. Echte Heilungschancen versprechen nur die Forschungsarbeiten im Gehirn, wie es funktioniert, die einzelnen Teilbereiche verknüpft sind und miteinander kommunizieren. Diese Forschung kostet sehr viel Geld, Geduld und kluge Köpfe. Einiges ist bereits bekannt, aber, wie Adam schreibt, wenn wir wissen würden, wo die Regler sich befinden, um die Feinjustierungen im Gehirn vorzunehmen, würde vieles einfacher werden. Der Autor macht Fortschritte, indem er Rückschritte zulässt, und gerade diese Erkenntnis und ein „Weitermachen“ das ist ein Gewinn für ihn. Ein nicht nur informatives Buch über diese Erkrankung, die noch lange nicht angekommen ist in unserer Gesellschaft. Viele Themen werden ausführlich diskutiert, wie auch die Diagnostizierung bestimmter Symptome und ihre Einteilung in die Klassifikation der Erkrankungen. Dass dabei aber übersehen wird, das viele der psychischen Erkrankungen ineinander übergehen können und keine strikte Trennung vorherrscht, ist eines der größten Probleme. Allerdings: ohne Diagnose gibt es von den Krankenkassen kein Geld für eine Behandlung. Ein Punkt ist dem Autor ganz wichtig: Die Feststellung, dass ein Zwangshandlungen Ausführender seine Zwangsgedanken unter keinen Umständen in die Tat umsetzen will (sofern diese Gedanken anderen Schaden zuführen würden) und sich, auch deshalb, durch die für ihn notwendigen Zwangshandlungen ablenken will. Im Anhang finden sich zu jedem Kapitel einiges an Literaturhinweise, die für alle Betroffenen, medizinisches Personal genauso wie Angehörige und Freunde sowie von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen Leidender hilfreich sind.

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  • Erschreckend

    Zwanghaft
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    17. March 2015 um 10:17

    Erschreckend Schon bei einer einfachen Unterhaltungssendung wie „Der Trödeltrupp“ sieht man als Zuschauer das ein oder andere Mal fassungslos zu, was eine „Sammelleidenschaft“ alles ausrichten kann und wie so manche Menschen in Schrott und Müllbergen versinken. Wie auch andere dokumentarische Beiträge über „Messies“ einem die Verwunderung in die Augen treibt vor allem in der Hinsicht der „Bewertung“ der Gegenstände. Was offenkundig nicht mehr zu gebrauchen ist, längst keinen realen Wert mehr besitzt scheint für manche Menschen der größte Schatz der Welt zu sein. Schätze, die sich bis zur Decke stapeln und keinen Sitz und keine Liegefläche mehr freilassen. Sicherlich nicht alltägliche, durchaus aber gar nicht so seltene „Zwangsstörungen“, wie man glaubt. Und nicht einmal die erschreckendsten Symptome einer solchen Störung, wie man diesem Buch von David Adam intensiv entnehmen kann (in dem er eine ganze Reihe massiver Zwangsstörungen sehr plastisch und lebendig dem Leser vor Augen führt). Wo genau ist die Grenze? Ist dabei eine der wichtigen Fragen, denen Adam, selbst ein Mensch, der unter solchen Störungen massiv litt (und in Teilen noch leidet) formuliert. Der „akribische Buchhalter“, den jede Firma und jeder mittelgroße Verein braucht, ist das schon „Zwang“, jeden Punkt und jedes Komma und jede Zahl perfekt niederschreiben zu müssen? Jene, die dreimal sich vergewissern, ob die Tür abgeschlossen und das Bügeleisen abgestellt ist, bevor sie das Haus verlassen können (und dann immer noch in Gedanken alles noch einmal durchgehen). Oder sind das „normale Vorgänge“, den Gedanken geschuldet, von denen Tolstoi sagte, „dass der Verstand unfähig ist, unerwünschte Gedanken zu vertreiben“ und braucht es doch massivere Symptome, um von einer „echten“ Zwangsstörung im Sinne einer psychologischen Angststörung zu sprechen? Denn um Angst geht es, das legt Adam verständlich dar. Und aus der Angst heraus um die Kontrolle selbst unsinnig erscheinender Kleinigkeiten. Kleinigkeiten, die auch ohne erkennbaren realen Zusammenhang lähmende Gefühle hervorrufen. Wie jener Moment, an dem Adam mit einer kleinen Wunde auf einer Toilette sitzt und nicht mehr in der Lage ist, diese zu verlassen. Wie gelähmt schaut er gebannt auf den kleinen Blutstropfen und weiß letztendlich gar nicht, warum ihn das so völlig lähmt. Was die Neurologie, die Psychologie, die Genetik, die Verhaltensforschung zu den Ursachen der Zwangsstörungen zu sagen haben lässt Adam bei all dem genauso sprachlich flüssig in seine Darstellung einfließen, wie er immer wieder Beispiele seines eigenen Erlebens anführt und auf andere massive Zwangsstörungen verweist. Eine letztgültige, einfache und rationale Erklärung kann natürlich auch er selbst für die Ursachen nicht anführen, wohl aber zeigt Adam an seinem persönlichen Lebensweg und im Blick auf die gesammelten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Buch die möglichen Behandlungsformen der Zwangsstörung und um Umgang mit derselben breit auf. Eine interessante, intensive und nahe kommende Lektüre.

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